Indiana Tribüne, Volume 10, Number 225, Indianapolis, Marion County, 4 May 1887 — Page 1

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Anti.Prob iditto n isten in Tera?. DallaS. T x.. 4 Mai. heute bc ginnt hier die StaotZconvenlion d r Gegner deZ ProhibitionSamendementS. Dieselbe wird a! das wichtigste politische Erkigniß im Steatt in diesem Jahre br trchtit. Editorielleo. In Vincennes ist die Arbeiterpartei unterlegen.' Warum? Demokraten und Republikaner haben sich gegenseitig als Freunde bewährt und einander unterstützt. Immer wieder dieselbe Geschichte. Paul Grottkau bestand dieser Tage seinen zweiten Prozeß. Er war angeklagt, sich an dem Aufruhr im Mai dort gen Jahres m Milwaukee betheiligt zu haben. Das erste Mal einigte sich die Jury nicht. Wir haben die Zeugenaussagen genau verfolgt, und wer dreselben unparteiisch verfolgte, der muUe unbedingt zu der Ueberzeugung kommen, daß Grottkau nicht nur nicht an dem Ausruhr theilnahm, sondern geradezu davon ab rieth. Vier oder fünf Zeugen wurden vom Staate herbeigebracht, welche Aussagen gegen Grottkau machten, und etwa fünfundzwanzig von der Vertheidigung herbeigebrachte Zeugen sagten aus. Grottkau habe die versammelte Menge gebeten, zu bleiben und nicht nach der Fabrik zu ziehen. Trotzdem fand ihn die Jury schuldig. . Bei uns wurden vor etwa sechs Monaten die offenbarsten, handgreiflichsten Wahlschwindeleien begangen. Man kennt die Spitzbuben. Zwei Mal schon beschäftigten sich Großgeschworene mtt dem Falle, aber noch ist keine Anklage erfolgt und wahrscheinlich wird auch keine erfolgen. Der einzige Eommentar, den man dazu machen kann, ist der : Wer das Recht des Volkes vertheidigt, ist strafbar ; wer aber das Volk betrügt und um seine Rechte beraubt, ist straflos." Das ist zwar nicht Theorie, aber es ist Praxis." Der New Yorker Männerchor" hat einen poetischen Aufruf an die deutschen Sänger erlassen, der wie folgt lautet : Einst dar' ein hohes, hehret Land, Da? Land der Freien und der Braven, Al eö im edlen Zorn zerriß -Die Ketten aller schwarzen Sklavin. .Freiheit und Gleichheit ! dar die Losung, Sin einig Volk war'ö, frank und frei. Voll Leben muth und dack'rem Streben Und ohne alle Heuchelei. Da töate Jauchzen, Lachen, Scherzen, Da tönte Saite und Gesaug ; Da sudelten die Millionen Dem Schöpfer ihren tiefsten Dank. Die Freiheit sonue glänzte hell Im Land der Freien und der Brav.n, Nur treue Brüder fand man dort und Freie Männer keine Stlavm. Wie ist da jetzt so ander dorden In diesem einst so freien Land, Seit nied're feige Muckerbanden Gewonnen hier die Oberhand. Vlö Heuchelei nnd böse Tücke Und Hinterlist begann ihr Spiel, Erblaßte rasch die Frelheitsssnne, Eindicke?, dichter Nebel fiel. Verstummt ist nun der frohe Sang Im Land der Freien nnd der Braven Der Fanatiimut' hat gesiegt. O deh, un armen, deinen Sklave ! O deutscher Mann, o, deutscher Säuger, Willst denn auch Du im Staube kaie'n? O, rufe Nein ! laß un begeistert Der Heuchelei eitgegeuziehn. Auf, aus! zum Kampf für unsre Rechte ! Die Bruderhand zum Schwur empor! Sin .Pereat! den frechen Muckern! Ei dreifach Hoch dem SSugerchor ! Auf! werdet wach, auf, macht Euch frei Ja Land der Freien und der Brav n, Sh' gänzlich Ihr besiegt, berückt, Ihr armen, arme weißen Sl aven ! Bravo, Ihr Herren Sänger vom New Yorker Männerchor ! Also seht Ihr es ein, daß der deutsche Sänger mithelfen muß, den furchtbaren sozialen Mißständen unserer Zeit ein Ende zu machen, daß die weiße Sklaverei abgeschafft wer den muß, daß jedes einzelne Menschen kind Anspluch aus Freiheit und Lebensgenuß hat. Darum fordert Ihr auf zum Kampf für unsere Rechte" und ruft: Die Bruderhand zum Schwur empor !"

Ja so muß es sein, der deutsche Sän ger muß theilnehmen an dem großen sozialen Kampf der Gegenwart. Aber, wie ist uns denn ? Da ist ein Vers, den hatten wir beinahe ganz übersehen. Auch ein recht hübscher Vers, er lautet : Nie darf im trauten Kreis ertönen . Ein belle Lied, ein schöner Sang ; Verpout, verboten ist die Leyer, Gehaßt dird de Piano Klang.

,O, meine deutschen Sangekbrüder," Auch u ser Singen ist vorbei, Der Maulkorb wird un angelegt Von einer hohen Polizei! Wa ist' doch für ein arme Land, Die Land der Freien uod htt Brave ; Ein Land zum Hohn der ganzen Wett, Mit Millionen weißer Sklaven ! Ah, jetzt begreifen wir. Richtig. Ihr habt Trubel mit der Polizei gehabt. Eon certsaloons sind in New York verboten und Ihr dürft in keinem Lokal "mehr Piano spielen und singen, in dem sich eine Wirthschaft befindet. Also das wär's! Und dieser Trubel hat Euch begeistert zu dem schönen poetischen Erguffe ! Dieser Trubel ist's, wegen besten Ihr in stürmischer moralischer Entrüstung aufhebt die Bruderhand zum Schwur" und ausziehen wollt zum Kampf für Eure Rechte" ? Und wir hatten" Euch Sängerbrüder vom New Vorker Männerchor schon im Verdacht, daß Ihr im richtigen Verständ niß für die schwere Noth der Zeit, begreisend, daß Freiheit Brod und Brod Freiheit ist, in heiliger Entrüstung über die schmachvolle Versklavung und Ausbeutung des arbeitenden Volkes, Eure Stimmen erheben wolltet, um mit des deutschen Liedes begeisterndem Klang den für ihre Rechte kämpfenden Unterdrückten, den weißen Sklaven", beizuspringen. Verzeiht, Ihr Herren, man kann sich irren ! Dral)wa0l)teu. Stoss au. einer Schicksals t ra g ö d i e. ' Milltdgtville. o, 3. Mai Frau Tay, die Schwester von A. I. Kent. einem wohltabenden Farmer in Baldwin Cour.ty. wird in das Jrrenasyl dahier vexbracht werden. Vor etwa 8 Jahren ging einer ihrer Brüder nach Süd Carolina und lrbielt dort Stellung. Eines Morgens aber fand man ihn er mord,t aus der Landstraße, mit einer Kugel im Kerzen; von dem Mördir und seinem Beweggrund hatte man keine Ahnung. Einige Monate später tauchte in Baldwin County ein junger Mann Namens Day aus und knüpfte mit Fr. Kent ein Liebesverhä?tllib an. DoS Fräulein hetroth'.te ihn auch, trotz des Widerspruchs ihrer Verwandten, und zog mit ihm nach Troy, Ala. Der Ehe ertsprossen drei Kinder. Lange Zeit hörte man fast nicht? mehr von der Familie. Vor zwei Wochen jedoch erhielt Kent ei nen Brief von seiner Schwester, worin ihn diese um Beistand anging, da sie von ihrem Manne verlassen worden sei. Sie hatte eine überaus traurige Geschichte zu erzählep. Ihr Mann hatte ihr nämlich alle Ein zelheiten der Ermordung ihre Bru derS beschrieben und war zum Schluß mit dem Geständniß herausgerückt, daß er selber der Mörser sei. Zugleich drohte er aber, sie ebenfalls umzubringen, wenn sie da? Geheimniß vciraihe. Sie schwieg anfangs auch, endlich aber erleichterte sie ihr Herz bei einer Nachbarin. Ihr Mann hörte davon und mähte sich sofort auS dem Staub; zuvor kündigte er aber seiner Gattin an, daß er sich noch an ihr rächen würde. Vergangene Woche traf die unglückliche Frau bei ihrem Bruder ein. und eö zeigte sich sofrrt, daß sie hoffnungslos wahnstn nig wa-. Sie spricht von nicht? mehr. als von der mitt rnächtlichen Ermordung ihres Bruders. Naturgas. Green sield, Jnd . 3 2TaX. Als der Bohrer heut: eine Tiefe von 985 Fuß erieicdt'. strömte da GaS plötzlich mit ungeheuer Gewalt Herder Die Quelle ist roch ergiebiger als die in NodleZoille. L a s a y e t t e. 3. Mai. Die Courty CommistSre haben $2000 ausgesetzt, um aus der Ararenfarm nach GaS bohren zu lasten. Mattern. Jll.. 3 Mai Hier wurde GaS in einer Tiefe von 115 Fuß gesunden. Pla in sield, 3. Mai. Die Ma schlncrie kür Bohrungen nach GaS ist angekommen und die Arbeit wird sofrrt beginnen. Zum vierten Male. New York. 3. Mai. Heute Abend brach in dem Gebäude, in welchem sich die Osfiee der New Vorker Zeitung befindet. Feuer auS, das einen Schaden von $5C00 verursachte. Die war eaS vierte Mal innerhalb eines Monats daß dies Ze!

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tung Feuer hatte. Erft vor zwei Wochen brannte duS HauS in vt!ch?m sich die Office derselben befand, vollständig nieder. Man vermuthet Brandstiftung und wird die EntstehungSursachen der FeuerSbrünste ausS Sorgfältigste untersuchen. StadtwahltnVincennes. Vincenneö, 3. Ma. Die Demotraten errangen einen vollstSndigenSieg; von 19&) abgegebenen Stimmen erhielten die Ardeiler 600. Die R publikaner stimmten meist mit den Demokraten. Große Aufregung. New York. 3. Mai. Gestern Nachmittag lief mitten durch den mit Spaziergängern gefüllten City Hall Park ein Mann mit einem großen Mister in der Hand. Er hatte einen Schnitt im Halse und hackte während deS LausenS fortwährend nach seinem Halse. Dabei lief daS Blut fortwährend an dem Manne herab und hinterließ feine Spuren auf dem Boden. Die Menge stob erschreckt auseinander und wiederum liefen hunderledem Menschen in seinem wahnsinnigen Lause nach. Schließlich stellte sich ein Polizist dem Manne ertzegen, packt: ihn, als er heran kam am Arme und entwand ihm das Messer. Er leistete wenig Widerstand und wurde nach dem StalionShauS ge bracht, wo er seinen Namen alS Patrick Ford angab. Die Veranlassung zu dem Selbstmordvirsuche theilte er nicht mit. Wahrscheinlich wird er davonkommen. Höherer Bierpreis. Bu ssa lo. N.P.. Die hiestge Brau arbeite .bilden eine Union, ihre Löhne werden um 15 Prozent erhöht, und die Brauereibesttzer setzen den Preis des BiereS um 10 Prozent hinauf. Untergang eines Dampfers. St I ohn, N. F. 3 Mai. Westlich von Cap Ray bemerkte. men spät SamS tag NachtS die Nothsignale eines Dom pf,r'. Derselbe befand . sich nur 400 Pard vom Lande ertsernt, aber der Cturm rrar so hestig und die See ging so hoch, daß ei ganz unmöglich war, dem Schiffe zu Hülfe zu kommen. Kurz vor 3 Uhr versank daö Schiff. ' E5 war der Dampfer .John Knox- von Glasgow, dir stch auf der Fahrt nach Quebek mit einer Ladung Eisen und Branntwein befunden hatte. Dcr Dampfer hatte eine Mannschaft von etwa 30 Personen, welche sämmtlich ertranken. Ort Dabei. Gautsch-Tausch. Med. 3. Mai. Der Polizeicommis. sär Gautsch ist auf einen anderen Posten versetzt worden. ES verlaut, t übrigens. daß etn Polizeicommistär Namens Tausch den Austrag erhalten hatte, die VerbattungSSnäbele'S auszuführen. und daß die Verwechslung der Namen Tausch und Gautsch zu der Meinung Anlaß gab. Letzterer habe Sch. verrathen. ES ist interestant. daß Sch.. der sich so viel auf seinen französischen PatriotiSmus zu Gute thut, von Abstammung ein echter Schwabe ist. dessen Großmutter, eine .geborene Pullvermüller. noch heute in Friedrichsthal. Wülttembrrz. lebt, und dessen Nichte, die Schauspielerin Moerdeö, noch jetzt in Stuttgart spielt. Elsassisches. Berlin. 3. Mai. AuS Straßburg werden zahlreiche LaideSverveisungen ge meldet. ES wird eine nochmalige bedeu tende Verstärkung dir Besatzung von Elsaß. Lothringen beabsichtigt. Der Schweizer Landsturm. Bern, 3. Mai. Die nach dem neuen Wehrgesetze ausgefertigten ElnrückungSlisten des Landsturms weisen 300.000 Mann auf. N t h i l t f. t s ch e S. St. Petersburg. 3. Mai. -Die Polizeistation in hiesiger S'adt wurde am 26. April von Nihilisten in Brand gesteckt Neunzehn Beamte kamen dabei um'S Leben und neunzehn wurden ver lttzr. . Lodengrin. Paris. 3. Mai. Heult Abend wurde .Lohengrin" ausgeführt. Die Oper und die Sänger fanden vielen Beifall. Vor dem Opernhause sammelte stch eine riesige Volksmenge an. welche bald eine drohende Haltung annahm, so daß die Polizei c8 nö hig fand, einzuschreitm. Glücklicher Werse fing eö an zu regnen und die Menge zerstreute stch. hiesiges. VuSgesetzt. Vor dem Hause von Henry Coverdale No. 57 Archer Stcaße wurde lebte Nacht ein Körbchen in welchem stch ein Säug ling, männlichen Geschleckt? befand, gk funden. Er wurde in' 3 Waisenhaus MM.

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An die Freunde und Bekannten

des verstorbenen Herrn Sarl Frese. Die i Folg Ablebe deß Herrn C,rl Frese ,u Indianapolis, unsere guten arvergeßlichen Sohnes, rudrS und Schwager, so Vielseitig sich kundgege denk, den Verstorbene ehrend und seinen Angehö. rit'en wohlthuende Theilnahme hat au den diesett de Ocean ohnenden räHst n Angehörigen An li geboten, aus diesem Weg allen Freunde und Vekannlea d Verftorbenen, eiche irgend wie ihre liebevoll, Theilnahme und Wohlgestanung für den verstorbenen an den Tig geleot Haien, unseren vtx bin'lichften aufrichtigsten Dank dafür aus,usprechen. Münster in Weftpfahlen. den 16. Sprit 18S7. Im Namen der tiefberrübten utter und dieseitizn Eeschwister der Lchvager. ' M.Gchmeey. Die Frauenstimmrechts-Convention. Gegenwärtig tagt hier die StaatsConvention der Frauenstimmrechtlerinnen und gestern Abend wurden im Grand Opera House von Frau Helen Gougar und Frl. Susan Anthony Reden gehalten. Letztere sprach der vorgerückten Stunde wegen, nur kurz. Frau Gougar ist, das muß man ihr lassen, eine vorzügliche Rednerin. Sie spricht aus dem Stegreif fließend und fesselnd und weiß ihr Publikum in steter Spannung zu erhalten. Schade, daß diese Frau ihr großes Rednertalent keiner besseren Sache widmet. Dabei meinen wir natürlich nicht ihre Agittioa für daö Frauenstimmrecht, sondern ihre Agitation sür den Temperenzhumbug. Denn eine Temperenzlerin ist Frau Gouear durch und durch. Wie sich die radikale Anschauung, daß die Frau, welche ebenso gut wie der Mann die Gesetze respektieren muß, auch bei Entwurf der Gesetze eine Stimme haben soll, mit der wahnsinnig unfreiheitlichen Idee der Prohibition vortragen kann, war uns immer ein Räthsel, und man wäre geneigt, diese Leute, welche zwei so ganz verschiedene Geistesrichtungen in einem Athemzug verteidigen. für wahnsinnig zu halten, wenn uns die verkehrte amerikanische Erziehung. die solche Früchte zeitigt. nicht Vieles klar machte. Für die Deutschen aber, sollte gerade diese Frau die mit wunderbarer Energie ihre Lehren zu verbreiten sucht, und zusehends Anhänger für dieselben gewinnt, ein Beispiel sein, wie notwendig es ist, für die vernünftige Anschauung der Deutschen in allen Fragen der persönlichen Freiheit nicht allein Stimmen zu gewinnen, sondern den Amerikanern gegenüber einen erzieherischen Einfluß auszuüben. Die Frauenstimmrechtlerinnen selbst wenn sie auch nicht wie Frau Gougar mit Temperenzschrullen behaftet sind, haben mit wenigen Ausnahmen die Frage nur einseitig studiert, sonst müßten sie längst erkannt haben, daß die Frauensfrage eben sowenig von der Arbeiterfrage getrennt werden kann, als die Temperenzfrage. Die Freiheit der Frau kommt mit der Freiheit des Arbeiters. Die Lösung der sozialen Frage bedingt die Lösung der Frauen- und der Temperenzsfrage. Vernnglnckt. I. W. Winter, ein Buchhalter der American Pulley Company machte stch gestern im Maschinen Departement zu schaffen. Dabei gerieth er mit seiner Hand in eine Buzz-SÜge und er büßte die Hand ein. Frau Rolley Eteele fuhr gestern Abend in einem Buggy als ihr Pferd plötzlich scheu und sie an der Ecke der Ohio und West Stnße aus dem Buggy geschleu dert wurde. Sie fiel gegen einen Rinn stein und zwar mit solcher Heftigkeit, daß ihr ein Ohr abgerissen wurde. Kcegelo'S Ambulanz brachte sie nach ihrer Wohn nung No. 155 Jndiana Ave. Irrsinnig. Andrew Rabb, der unglückliche Schrei ner. welcher kürzlich bei der Arbeit in der Moore Deök Co. plötzlich irrsinnig wurde, ist vcr einigen Tagen auS dem Jrrenasyl entlassen worden, aber gestern wure seine Uebersührung nach der Ansta't wieder nöthig. Er hatte den Geschäfte sühr r obenerwährtt r Fabrik mit Ermordung bedroN. Andrew S. J'nscha No. 31 Palmer Straße wohnhast ist zum dritten Mal von einer Commission für irrsinnig erklü t woröen. Er leidet an religiösem Wahn sinn. Seine Frau und 5 Kinder besin' den stch in traurigen Verhältnissen. B. I. Andrew, ein Farm r von

Bridgkpott, klazte der Polizei, daß kk heute eine Ladung Heu an die Capital City Planing Mill verlauste und daß ein Unbekannter das Geld für ihn ge zogen habe. Die Feuerwehr wurde heute zwei mal gerufen. Ungefähr um 9 Uhr heute Morgen war ein Schornstein im Hintergebüude deö Circle Park Hotels in Brand gerathen. Schaden ungefähr 510. Um 12 Uhr wurde sie nach No. 84 Süd Illinois Sie. gerufen, woselbst ein Waschtisch und eine Bettlade in Brand gerathen waren.

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