Indiana Tribüne, Volume 10, Number 224, Indianapolis, Marion County, 3 May 1887 — Page 2
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Zndiana Tribune. Erscheint FügtiH und S snntagS. f-ittlttcht mXxlluta kostet dnrch Un XrliliU CittliiitDi!, bt eoBKtagt ZttifaC CräJ?ttCd4t. GelH ia!am 1 Ctsil. m Cti C9 lafftjutt in BetaalteiaSlaM 15 9" Lh. Office: 120 O. carvlandür. Ji--2pollZ, Ind., 3. Mai 1337. Interessante Krankheitsfälle. In Berlin tagte Mitte April dn Csngreß der Chirurgen od et Wundürzte, wobei einige sehr interessante Krankheitsfälle vorgeführt Kurden. So pellte S. Prof. Helferich aus Greifs. toalfce eine wahre Jammergestalt eines S4jährigen ManneS vor. Seit seinem 12. Lebensjahre leidet der Patient an iner höchst seltsamen Krankheit: Der Verknöcherung der Mutteln. Man kennt den sog. Ererzierknochen", welcher bei PrtTfctTr itr WnSthlnnm d?Sl5ZewkbrS 0 ... mmwf ingtii w w n der Brust entsteht. .Hier war aber nicht eine einzelne Muskelpartie, sondern der größte Theil der KörperrnuSkulatur verknöchert ; außer dem inneren Kno chenarüst hatte sich noch ein zweites oberflächliches unter der Haut gebildet und auf dem Stücken sahen die MuSkel verknöcherungen geradezu einem Hirsch geveih ahnlich. Dabei waren die Schul tergelenke und ein Hüstgelenk verknöchert und unbeweglich ; sogar der Unterkiefer war durch Äerknöcherung deZ Kaumus kclt (Maajeter) unbeweglich geworden, der Mund kann in Folge deffen nicht ge öffnet werden, und die Ernährung er folgt nur durch eine Zahnlücke, wobei der Kranke mit einem Stöckchen nach hilft. An eine Heilung dieses Leidens ist nicht zu denken, da dasselbe wahrscheinlich angeboren ist und die Cntste hung auf einer eigenthümlichen, bis jetzt och sehr wenig aufgeklärten Wachs tfeumlftfimn.i htruht Dr. Bramann, Assistent deö Geheim ratbs v. Bergmann, berichtete sodann über einen in der Klinik beobachteten Fall einer seltenen Erkrankung des gan zen KnochensystemS an einer 34jährigen Frau. DaS Leiden begann bei ihr mit dem Ausfallen sämmtlicher Zähne, so daß sie mit 32 Jahren keinen Zahn mehr im Munde hatte. Dann strauchelte sie einmal im Zimmer und brach den Oberschenkel. Der Bruch heilte nicht, dage gen traten bei den geringsten Bewegun gen, im Bette selbst, noch weitere Kno chenbrüche ein. AlS sie nach der Klinik gebracht wurde, zeigte sie das ausgesprochene Bild der Osteomalacie (Knochener weichung) und viele ungeheilte Knochen brüche. Die Knochen waren so weich, datz bei eine? ganz leichten Wendung des Oberarms dieser auch noch brach. Die Patientin ist bald gestorben. rz : t irx. o- rr inen ganz ungeyeurittqen t;au irug Dr. Stelzner aus dem Dresdener Kran kenhause vor. Im December v. I. wurde em 22jähriger Mensch aus dem UntersuchungSgefä Kniffe dem Kranken Hause zugeführt, welcher, um sich daS Leben zu nehmen, ein Fenster zerbrochen, GlaS und Holzstücke verschluckt hatte. In der That suhlte Dr. S. im Magen eme Anzahl spitzer Gegenstände; er öffnete den Magen und holte aus dem selben sechs fingerbreite Holzstücke von etwa 10 (Zentimeter Lange heraus, von denen zwei mit Stücken einer Gummi Manschette umwickelt - waren. Dann wurde der Darm geöffnet und aus dem selben vier gleiche Holzftücke hnvorgezo gen, worauf die Wunden vernäht wurden und innerhalb vier Wochen glatt heilten. Der Genesene wurde wieder in's Ge fängniß zurückgeliesert, vor Gericht ge stellt -und zu mehreren Jahren Gesang niß verurtheilt. Als er nach Waldheim abgeführt werden sollte, stellte sich her auS, daß der Delinquent wieder einige Holzstücke verschluckt hatte. Wieder kam er nach dem Krankenhause, wieder wur den Magen und Darm geöffnet und aber als drei Holzstückchen hervorgeholt. Wieder erfolgte rasche Heilung, dann aber wurde der Patient schleunigst nach der Strafanstalt überführt, damit er nur keine Gelegenheit mehr finde, ähnliche Kunststücke auszuführen. Einen noch seltsameren Fall berichtete Dr. Stelzner von einem jungen Poly techniker, der im Rausche sich da Leben nehmen wollte, und, da er kein anderes Werkzeug dazu fand, sich' eine Nähnadel in'S Herz stach. Als er nach dem Kran kenhause gebracht wurde, war von der Nadel NlchtS mehr zu sehen. Die Symptome Kurden jedoch so bedrohlich, daß Dr. S. zur Eröffnung der Brust und des Herzbeutels schritt. Erst als er das lebhaft pulsirende Herz zwischen den Fingern faßte, fühlte . er die Nadel direkt im Herzen querstehend. Der Versuch, die Nadel zu entfernen, mißlang ; sie rutschte ab und war nicht mehr zu sdh lein In das Herz einzuschneiden, wagte man nicht und wurde die Operation nicht weiter fortgesetzt. Der so seinem Schick. sal überlassene Patient starb aber wider Erdarten nicht, sondern erkolte sich voll kommen . und ift jetzt ein ' gesunder, ja blühender Mann. Die Nähnadel trägt er aber noch im Herzen ! a Jn Anschluß hieran berichtete Dr. ahn vom Friedrichshain'Krankenhaus: in junaei Mädchen strickte, als es von seiner Mutter wegen einer Unart mit einen Pantoffel geschlagen wurde. Da' bei wurde eine Stricknadel dem Mädchen dirzkt.inS Herz gestoßen. Das Kind wurdehnmächtlg zu Bett' gebracht und ein herbeigeholter Arzt ordnete die Uebersühruna desselben nach , dem Kranken Hause Friedrichshain an. Die Aerzte daselbst fanden bei der Untersuchung des Herzens nichts als einen dunklen Punkt, von , der ganzen Stricknadel keine Spur mehr. . Da Dr. Hahn verreist war, so wandten sie sich, seiner Weisung gemäß, 'in diesem schwierigen Falle an Geh. Rath v. Bergmann, welcher noch am selben Qbend hinauskam und die Operation vornahm. Als derselbe die Brusthöhle ..öffnete, sttö er auf die hin und her pendelnde Stricknadel, ein Beweis, daß dieselbe direkt im Herzen steckte. Das HerauZziehen dcr Nadel durfte nicht ehne Weiteres vorgenommen werden, da re befürchten war, daß das nachströmende iZhä den Herzbeutel fülle? und lo daZ
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$tt M s!ikleye!! krlnaett wirds. Herr v. Bergmann entwarf für alle Eventualitäten seinen Kriegeplan" und begann die Nadel vorsichtig und ruckweise herauszuziehen, wobei genügend Zeit zur Beobachtung der interessanten Herzpul sation blieb. Endlich war die ganze Stricknadel heraus es schoß aber kein Blut nach, sondern der Herzmuskel derschloß durch seine Eontraktion die Wunde selbst. Alles heilte wunderschön und das Kind genas. Dr. Hahn zeigte die verhängnißvolle Stricknadel vor. Das Gebiet der Nierenchirurgie be rührte Dr. Israel, Direktor des Berli ner jüdischen Krankenhauses, mit einem Vortrage über Nierenexstirpation wegen Nierenkrebses. Der 21jährige Patient aatte beim Heben eines 2 Centner star ken Mehlsackes plötzlich Schmerzen im Leibe und Nierenblutung bekommen, war erst in der Charite und dann im jii dischen Krankenhause, wo Dr. Israel durch manuelles Abtasten eine Nierenge schwulst mit Sicherheit diagnosticirte, welche wie sich nach der Operation er gab nur die Größe einer halben Kir sche hatte. Die ganze Niere wurde tnt fernt und der Patient, der vor vier Wochen erst operirt wurde, konnte als ge heilt entlassen werden. Damit war das interessante Kapitel der seiner Zeit so großes Aufsehen verursachenden Magenoperationen eröffnet. Dr. Nydygier-Kulm berichtete, daß eine Frau, der er vor 2 Jahren wegen Magenkrebs den Magen resecirte, noch lebt und gesund ist, schwer verdaulicbe Speisen, wie Erbsen, Sauerkohl, Stockfisch x. ganz gut verträgt und nach der Operation zwei Kinder bekommen hat, die ebenfalls ganz gesund sind. Zwei andere Patienten, die er wegen MagenGeschwüren operirte, sind.auch am Leben geblieben. OaS Okanna öer Mormonen. Mui Nevada wird neuerdings berich tet, daß dort ein Fall von Wachteln statt gefunden hat, der einen förmlichen Ne gen bildete. Ueberall sah man todte oder ihrem Ende nahe Wachteln auf dem Boden herumliegen. Der Vorfall hat an eine Geschichte erinnert, in welcher die Mormonen noch bis auf den heutigen Tag die Bestätigung finden, daß sie die auSerwählten Kmder Gottes seien. Die meisten von ihnen waren allerdings Fanatiker, welche an die dümmsten Geschichten glaubten, wenn ihnen dieselben nur in den Kram paßten, doch gab es auch unter ihnen ehrliche, zuverlässige Leute, die jede Lüge haßten, wie den Tod. Bekanntlich waren die Mormonen auS Illinois vertrieben worden und suchten in Utah eine neue Heimath. Die Wanderer hatten eine schlimme Zeit durchzumachen. Ihre Lebensmittel gingen auf die Neige, und sie sahen sich der Gefahr deS Verhungerns ausgesetzt.' Die Wildniß, in welcher sie sich besän den, bot ihnen e-Uschieden keine LebenSMittel dar. Es schltt :.n der Gegend vollständig an Will. Die Noth war so groß, daß die Aeltesten den Beschluß faßten, einen BetTag anzusetzen. AlS der bestimmte Tag anbrach, wurden die Pferde und die Wagen in dem Kreise gelassen, in welchen sie am Tage vorher gestellt worden waren, und die Pilgrime versammelten sich im Mittel punkte des Lagers, um durch lautes oder stilleö Gebet um Befreiung aus der Noth zu bitten. Jedermann im Lager fastete an diesem Tage, und sechs Stunden lang verblieben die Mormonen in inbrünstiger Andacht. Der Himmel war am Vormittage unbewölkt, und selbst am Nachmittage zeigten sich am Horizonte nur wenige Wolken. Doch kurz nach drei Uhr erhob sich eine leichte Brise, welche bald darauf in einen förmlichen Sturm ausartete. Nicht lange nachder sah man in der Sterne eine schwarze Wolke auftauchen. Dieselbe nahm fortwährend an Umfang zu, und die Mormonen im Lager verfolgten ihren Lauf mit tiefem Interesse. Endlich zog die Wolke über daS Lager und entlud sich. ES war ein ungewöhn liches Schauspiel: von dem Himmel regneten Wachteln zu Tausenden Herabund sielen an den Fuhrwerken und den Last thieren todt oder doch vollständig betäubt hernieder, so daß sie mit leichter Mühe eingefangen werden konnten. Die Hun gersnoth hatte ein Ende : die Mormonen hatten mehr Fleisch, als sie für mehrere Tage brauchen konnten ! Während Jung und Alt über den glücklichen Regen" jubelte,der ganz dazu angethan war, den Hungertod von den Leuten fernzuhalten, begann auch ein wirklicher Regen zufallender länger als eine Stunde anhielt. Die Reisenden hatten bisher viel an Wasser mangel gelitten und der Regen war sür sie sowie für die Lastthiere eine wahre Wohlthat. Die Freude, die sich über den glücklichen Erfolg des Vettages im Lager kundgab, war unbeschreiblich. Jevermann war fest davon überzeugt, daß das Gebet der Gläubigen die Rettung vom Fimmel herbeigeführt habe. Der Glaube an die Lehren deS neuen Propheten hatte eine thatkräftige Unterstüzzung von den Himmelsmächten erhalten! In zwei Tagen erreichten die Mormonen das Endziel ihrer Reise und fanden dort Alles. waS sie zu ihrem Fortkommen brauchten. Seit jener Zeit jedoch denken sie noch immer mit frommem Schaudern an die Hilfe Gottes, die ihnen auf der Wüste zu Therl geword:n sei. Der Wachtelregen" ist bei ihnen ein handgreiflicher Beweis, daß sie die Aus erwählten Gottes seien. ' Oan Jacinto. Bereits im Jahre 1692 hatten sich die Spanier in TexaS niedergelassen, doch bildeten diese Niederlassungen nur ein fache Handelsposten, die sich zu keinem eigenen kräftigen Leben entwickelten. AlS später die Ver. Staaten zu Macht und Ansehen gelangten, versuchten sie in den Besitz von TexaS zu gelangen, stießen aber dabei auf so heftigen Widerstand von Seiten Mexicos, daß sie ihren Plan aufgaben. Jackson machte zwar den Vorschlag, Teras den Mexikanern abzukaufen, der Plan wurde jedoch von vie len amerikanischen Staatsmännern unter dem Vorgeben bekämpft, daß es unräth lich sei, den Verband der Union durch die Erwerbung eines von feindlichen Elkmentkn bewohnten LgndeS zu lockern.
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. LähkS mi taüHtt ftttl BküjöZ Fluß in Texas ein Mann auS Connecti cut Namens Stepben F. Austin auf. der mit der mexikanischen Regierung einen Contract zur' Colonisation von Teras abgeschlossen hatte. Er kam seinen Ver pflichtungen mit großer Gewissenhaftig seit nach, und TexaS entwickelte sich in Folge der neuen Einwanderung zu Macht und Wohlstand. Der Zwiespalt zwischen mexicanischer und amerikanischer An schauung und Lebensweise führte jedoch mit der Zeit die unvermeidliche Krisis krbei. Es kam zu einem Kampfe der Ä'exaner gegen die spanisch -mexikanische Herrschaft. Die Mexikaner rückten in drei Heeres abtheilungen gegen die aufrührerischen Texaner vor. Eine dieser Abtheilungen unter dem berüchtigten Präsidenten San ta Ana kam nach Alamo, welche? von Oberst Travers mit nur 140 Mann ver theidigt wurde. Die Mexicaner hatten über mebr als 3000 Mann zu verfügen, und die Folgen deS ungleichen Kampfes blieben nicht aus. Col. TraverS und seine geszmmte Mannschaft bedeckten nach tapferer Gegenwehr als Leichen das Schlachtfeld, nachdem sie in den Reihen ihrer Angreifer große Verheerungen am gerichtet hatten. Santa Ana wollte seinen Sieg weiter ausnutzen und rückte gegen Gen. Houston vor, der am Colorado-Flusse über eine kleine Truppe den Befehl führte. Houston'zog sich vor seinem Angreifer nach dem Brazos-Fluß und von dort weiter bis zum San Jacinto Fluß zurück. Es lag in seiner Absicht, .nach Nacogdoches zu gehen, wo seiner Verstärkungen war teten. Seine Untergebenen waren jedoch von Muth und Thatkraft beseelt und sie murrten so laut und so entschieden über seine Feigheit," daß er schließlich den Beschluß faßte, es trotz seiner besseren Ueberzeugung auf ene Entscheidungs schlacht ankommen zu lassen. Es war am 21. April 1836, als Houston sich mit seinen 783 Mann auf Santa Ana und dessen aus 1500 Mann bestehendes Heer stürzte. Der Erfolg war erstaunlich. In weniger als zwei Stunden war das ganze feindliche Heer aufgerieben und Santa Ana befand sich in der Gefangen schaft der Sieger. Der Kampf am San Jacinto hat aus die zukünftige Gestaltung der Ver. Staaten großen Einfluß ausgeübt. Er führte zur Unabhängigkeit von Texas fowie dazu, daß dieses Land später eine Republik wurde und sich den Ver. Staaten anschloß. Ein Krieg mit Mexico folgte, und hinterdrein die Eroberung von Neu Mexico, Calikornien, Utah, Nevada, Eo lorado und Wvoming. Diese Erwer bungen macht aus den Ver. Staaten erst, was sie heute sind, eine Weltmacht ersten Ranges. Sie sind thatsächlich dem Siege am San Jacinto vor 50 Iah ren zu verdanken, ganz abgesehen davon, daß der 23. April 1836 in den Annalen der Geschichte von Texas stets denkwür dig bleiben wird. Nebellifche Neu.Schottländer. Es ist wohl so gut wie eine Revolu tion,. meint die Rochester Abendpost", wenn in dem Parlamente einer der britischen Provinzen ein Antrag auf Vereinigung mit den Ver. Staaten gestellt wird. Und dieses ist gegenwärtig im Parlamente von Nova Scotia der Fall. Man hat den formellen Anschluß auf Annexion an die Ver. Staaten gestellt und debattirt diesen Antrag mit der größten Freimüthigkeit. Die Presse be spricht denselben ebenso offen und zeigt dabei,' daß. sie vollständig im Einverständnisse mit dem Parlamente ist. Man fragt ganz einfach, was man denn von England habe, während die besten Jntenssen des Landes auf eine Vereinigung mit dem mächtigen Nachbar hinweisen. England habe nicht das Geringste für seine amerikanischen Provinzen gethan. Zehntausende von Eng ländern seien durch Canada gekommen vk.d dätten sich in den Ver. Staaten an gesidelt. Das ungeheure Capital Englands gche nach den Ver. Staaten. Man sause dort gewaltige Landstrecken und g.be Millionen und Millionen aus. Aber nach Canada komme so viel wie nichts von dem britischen Capital. Man sp.eche von der amerikanischen Corrup tlon, aber man habe so viel Corruption in Canada wie in Amerika. DaS Central Pcific-Eisenbahn-Monopol controlir den ganzen Nordwesten und werde mit jedem Tage . mächtiger und corruter. Man habe Ringe der Papierfabrikanten, der Eisen- und Stahlfabrikanten und ei, e Anzahl anderer Ringe, die politischcn Ringe, die Klassengesetzgebung, und Canada habe den Ver Staaten nicht das Geringste vorzuwerfen. Man verlangt schließlich eine commercielle Union mit den Ver. Staaten, und einq solche ist. wie die Geschichte gezeigt, immer der Beginn einer politischen, die nicht gut ausbleiben kann. . Sächsische Ungemüthlicbkeit. (AuS Ux amb. Reform.") DaS Königreich Sachsen darf als die Perleim Kranze reaktionärer Staaten angesehen werden. Wenn es im vorigen Jahre schien, daß es in dieser Hinsicht durch den Strike Erlaß des preußischen Ministers des Innern in die zweite Linie gedrängt würde, so hat es sich jetzt wie der rehabilitirt.- Es kommt nämlich die Nachricht aus Dresden, daß, die dortige Polizeidirektion die in einer öffentlichen Tischlerversammlung gewählte Strike commission als politischen Verein angesehen und auf Grund des sächsischen Vereinsgesetzes, weil er mit anderen politischen Vereinen in Verbin dung steht, aufgelöst habe. Die Auflösung stützt sich darauf, daß Be strebungen zur Erreichung besserer Löhne als politis ch e angesehen werden, und daß die Commission eine Vereinigung für sich bilde, auch dadurch, daß in Stuttgart eine Central-Strikecommission existire und gemeinsam von vielen Commissionen über den Strike in Hamburg abgestimmt worden sei, .die Verbindung hergestellt worden wäre. . Eine derartige Definition deS Begrif fes Politik ist neu und noch nicht gehört worden. Richterliche Erkenntnisse haben seit Jahr und Tag wohl angenommen, daß die Bestrebungen für gesetzlicht-. Regelung der Kinder und Frauenarbeit für 5)erbMhruna eines MUttiä" U
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IMlMett vitmiu öber Msmmaroeltö: tageS politische find, daß aber auch die Bestrebungen zur Aufbesserung dcr Löhne ohne Hilfe der Gesetzgebung" unter den Begriff der Politik fallen, hat erst die Dresdener Polizeidirection.zu entdek ken vermocht. Eine gewisse Logik jn dem Vorgehen der Dresden r Polizei ist aber nicht zu verkennen. Denn nachdem v. Puttkamer die Strikebewegungcn insgesammt als staatsgefährlich anzusehen angeordnet hat, steht die Polizeidirection mit ihrem Erlaß auf der staatsmännischen" Höhe der Zeit. Wenn fich der Begriff der Politik, svweit letztere von den Arbeitet n zur Ver besserung ihrer, Klassenlage betrieben wird, so weiter entwickelt, dann wild es überhaupt nichts mehr geben, was, so fern es den Arbeitern gemeinsam ist, nicht politisch wäre. Die Bestrebungen, sich fortzubilden, um seine sociale Lage zu verbessern, müßten dann, sobald ste durch gegenseitige Unterstützung von ArbeiterBildungsvereinen geschähen, eben falls dem polizeilichen Verbote verfallen. Eine solche Maßregel nimmt sich um so trauriger aus, als die Ausschüsse und Commissionen der Industriellen zur Er zielung besserer Preise ihrer Produkte, die landwuthschaftlichen Vereine zur befferen Rentabilität ihres Grund und Bodens, die Branntweinbrenner w besseren Verwerthung ihrer Kartoffeln ungehindert mit einander in Verbindung treten können. Wenn die StrikecomMission der Tischler in Dresden ein politischer Verein aus den oben angeführten Gründen ist und die Auflösung verdient, so sind die verschiedenen Arbeitgeber Vereine genau dasselbe und müßten dem gleichen Schicksal anheimfallen. Daß letzteres aber nicht geschiebt, was wir billigen, erregt auf Seiten der Arbeiter angesichts von Maßregeln wie die Dresdener, die größte Unzufriedenheit, und muß das Gegentheil von dem erzeugen, was beabsichtigt wird. fOom uSland, Die politische Polizei in Hamburg hat dieser Tage einen guten Fang gemacht. Schon in der ersten April-Woche hatte die Altonaer Polizei Behörde auf dem Venloer Bahnhöfe einen Ballen mit verbotenen Druckschrif ten, größtentheilS Exemplare des Sozi' aldemokrat" abgefaßt, welche von Ham bürg auS in das Innere deS Reiches ver sendet werden sollten. Es gelang den angestellten Recherchen, den Dienstmann zu ermitteln, der diese Sendung zur Bahn gebracht hatte, und von demselben das Haus bezeichnet zu erhalten, in wel ehern ihm das Packet übergeben worden war. In diesem, in einem der weltbe kannten Gänge belegenen Hause wohnten die Schwiegereltern des seiner Zeit von Hamburg ausgewiesenen, durch die Ver Handlungen im Reichstage bekannt ge wordenen Sozialisten Grünberg, der Schauermann Musfeld, und in einem versteckten Raum des Bodens des Hauses sind gelegentlich einer Haussuchung ein Wirklich großartiges Lager verbotener Schriften vorgefunden und ganze Koffer mit Schriften entdeckt worden, welche das Bestehen einer weitverzweigten Verbindung nachweisen sollen. Die Eheleute Musfeld, welche durchaus unbeschölten sind und sich bisher von allen sozialdemokratischen Umtrieben fern gehalten hatten, bekundeten, daß vor etwa 14 Tagen ein fein gekleideter Herr zu ihnen gekommen sei, der ihnen Grüße von Grünberg gebracht und sie ersucht habe, ihm den Bodenraum zu vermiethen. Dies sei geschehen und darauf habe sich alsbald ein recht reger Verkehr in dem Hause entwickelt. Fortwährend seien Leute gekommen, welche Kisten und Koffer gebracht hätten, als deren Inhalt dem MusfeldJnfusorien-Erde angegeben worden sei. Eben'v seien vielfach Leute nach dem Boden gekommen, auf welchem letzteren stark gezecht worden sei. Die berden Eheleute wurden in Haft genon:men und die Wohnung mit Polizeibeal.: ten besitzt, um womöglich einige der früheren Besucher abzufassen, doch baben sich dieselben nicht wieder sehen lassen und man mußte sich darauf beschränken, die ca. 16 Centner wiegenden Druck sachen zu beschlagnahmen u.ld in Polizei' lichen Gewahrsam zu nehmen. Jnzwi schen sind auf Grund des vorgefundenen Materials durch ganz Deutschland VerHaftungen und Haussuchungen von Hambürg auS beantragt worden, über deren Resukate bisher noch nichts bekannt geworden ist. Die Requisitionen erstrecken sich dem Vernebmen nach nach Ilmenau, Einsiedeln, Eltville. Eupen, Stettin, Königsberg i. Pr., Mannheim, Pirma sens u. s. w. Zu Anfang dieses MonatS starb in Paris Baron Lucien Hirsch, der einzige Sobn des bekannten Financiers Baron Moriz Hirsch, der sich drnch seine Finanz-Operationen und Babnbau ten in der Türkei ein königliches Vermögen gesammelt hatte. Baron Moriz Hirsch ist der einzige Sohn deö weiland Mün chener Hofbankiers Joseph v. Hirsch und ist in Frankreich und Oesterreich bekannt durch seine großartige Wohlthätigkeit; man schätzt die Summen, die derselbe alljährlich für mildtbätige Zwecke widmet, auf nahezu 3 Millionen Francs ! Der Tod des erst 25jährigen. Barons Lucien trat in Folge einer Lungenent zündung ein. Baron Lucien widmete sich ausschließlich seinen wissenschaftlichen Studien und seine einzige Liebhaberei war das ammln von Antiquitäten. Freilich eine sehr kostspielige Liebhaberei, aber der Sohn des Barons Hirsch, der Erbe von Millionen, konnte sich daS gestatten. Lucien Hirsch verkehrte fast gar nicht in der Pariser Gesellschaft, er fühlte sich stets Wohl in seinem Arbeits zimmer oder in dem schönen Museum, zu welchem sich seine kostbare Antiquitäten sammlung mit den Jabren angesammelt hatte und eS ist begreiflich, daß der Va ter, glücklich darüber, einen Sohn zu be sitzen, der inmitten der Verlockungen des Pariser LebenS ein so ernsteS Streben offenbarte, diesem jedeSumme bewilligte. Welche sein Sammeleifer in Anspruch nahm. Baron Hirsch hat nun seinen einzigen Sohn, sein einziges Kind ver loren; er sieht daS Resultat der Arbeit seines ganzen Lebens (daS Vermögen desselben wird aus circa 800 Millionen Francs geschätzt) dem Zwecke entfremdet, dem er es gewidmet. Man wird dem schwergebeugten Manne,' dem reichen armen Millwnar kaum einen Gedanken ttö Mitgefühls versagen können.
'Mische Llieai-veäHrichtttts . . , ii Provinz HessenNassau. Die Wi!twe Götz in AnSbach wurde wegen Ermordung ihres KindeS ver haftet. Der Bureaugehilfe Wilhelm Bender in Frankfurt am M. ist flüchtig geworden, nachdem er zum Nachtheil einer Versicherungsgesellschaft eine Ur künde gefälschthat. -f Geh.Kommer zienrath Jacques Reiß, Chef der Export firma Gebrüder 3!eiß, die in London Manchester, Hongkong und Shanghai Filialen hat, Präsident der Frankfur ter Bank. Der Lehrer Schüler von Kirchdorf ist entflohen, nachdem er wegen Verleumdung zu 3 Monaten Ge fängniß verurtbeilt worden. Das 2. Bataillon des Füsilier-Reg.'s No. 80 aus Marburg ist nach Mainz, verlegt worden. Dafür ist das vor fünf Jahren von Marburg nach Hagenau i. E. ver legte Jägerbataillon Nr. 11 wieder ein gezogen. Kreisphsikus Sanitätsrath Dr. Rosenkranz hat in Folge erschüttern der Familienereignisse seinem Leben durch einen Lanzenstich in's Herz ein Ende gemacht. Der Kapitän eines SchleppKämpfers I. Stillarius von Caub, der Bäcker Schmidt von Dorchheim und der Landwirth Aßmann von Etzelbach sind ertrunken ; in Folge eines Sturzes star ben : ein Sohn des Bildhauers Soltan in Limburg, der Knecht I. Muth von Mühlen und die Wittwe I. Hans von Nister. Möhrendorf. Königreich Sachsen. Bei einer Wasserfabrt ertranken die zwei Söhne des Kaufmanns Feller in Dresden und der Maschinenfabrikant Schwärig. Das Leupold'sche Ehepaar in Löbau feierte die goldene Hochzeit. Verurtheilt wurden : wegen Betrugs, Unterschlagung und betrügerischen Ban kerotts der Kaufmann Otto Cmil Mu schick von Bautzen zu 3 Jahren Zuchthaus' wegen falscher Beurkundung und Diebstahls der Gärtner Friede. Wilhelm Hartwig, gen. Schreiber, von Vorna und der Fleischer Friedr. Bernhard Pöschel von Niederrödern zu 2 Jahren Zucht haus, resp. 6 Monaten Gefängniß; we gen Brandstiftung der Korbmacher Gu stav Adolph Weinhold von Kötzschenbroda zu 9 Monaten Gefängniß. Der Hausbesitzer Daniel Anton Hengst , in Arsprung, der in der Strafanstalt in Zwickau internirte Nachtwächter Göhler aus Copitz b. Pirna und der StationsVorsteher Wittig von Schandau haben sich erhängt (letzterer in einem Anfall von Geistesstörung), die Frau Jährig von Neugersdorf bat sich ertränkt und der Blumenfabrikant Robert Hillmann von Sebnitz hat sich erschossen. - Der Zimmermann Gottlieb Schaarschmidt von Crottendorf und der in der Meyer' schen Mühle in Olbernhau bedienstete 19jährige Müllerbursche Ullrich aus Böhmen wurden von einem Transmis sionsriemen erfaßt und zu Tode ge quetscht; der Gasarbeiter Karl Wilhelm Beuchel von Großenhain erlitt Brand wunden, denen er nach einigen Stunden erlag; der Steinbrecher Müller von Kleinforft wurde von einem Felsblock erschlagen; die Wittwe Klässer von Lich tenstein, die unverehel. Laura Tszchucke von Meißen, der seit dem 14. Dezember v. I. vermißte Schneidergesell Hermann Wagner von ebendaselbst und der Schiffer Friedrich Johne von Rathen b. Ko nigstein sind ertrunken. Thüringische Staaten. t Bürgermeister G. Paulin in Großneuhausen. Der Sandwirth Hermann in Porstendorf ist ertrunken. Generalmajor v. Buch in Coburg. Die Anwe sen von Heinrich Fuldner und Valentin Heß in Großtabartz sind durch Feuer zer stört worden. Der Weber Ehrhardt Grenz in Bottiza, der seit einiger Zeit unter sonderbaren Umständen vermißt wurde, ist als Leiche in der Saale nahe der auf bergischem Gebiete gelegenen Blumenaumühle gefunden worden. Der Landwirth Zschiegner in Guingen berg stürzte aus einem Fenster des Ober' bcdens seines Wohnhauses und blieb auf der Stelle todt. Der MetallwaarenFabrikant Louis Prößdorf in Altenburz ist w.gen Wechselfälschung in 50 Fällen zu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurtheilt worden. Die weitbekannte Manufactur- und Mode Waarenhandlung I. D. Steinbach in Altenburg feierte kürzlich das Jubiläum des 1 0jährigen Bestehens der Firma. Das Geschäft ist während der langen Zeit stets vom Vater' auf den einzigen Lohn übergegangen. H e s s e n-D a r m st a d t. Der Rentner Eduard Heckler in Benö b.'i.n ist zum ersten Beigeordneten des Bürgermeisters gewählt worden. Die Klostermann'sche Brauerei in Gießen ist um die Summe von 17,000 M. an Hrn. Friedet von Aschaffenburg verkauft wor den. Hr. Klostermann wird seinen Wohnsitz nach Köln verlegen. Der Ackerer Schrcth in Grundernhausen be geht demnächst die Feier seines 100. Ge burtstciges. Derselbe ist noch ganz rüstig und betheiligt sich nach wie vor an den Feldarbeiten. Der 11jährige Sohn des Gastwirths Joh. Michel Schmelz r in Hebftahl fiel von der Scbetinenbühne auf die Tenne und brach das Genick. Der Knabe war sofort eine Leiche. f Der ehemalige Bürgerineister Johannes Heß V.-inLeihgestern. Der Arbeiter Schmidt in Offenbach war seit längerer Zeit lungenleidend und mußte das Bett hüten. Kürzlich war seine Frau in der Küche mit Waschen beschäftigt und hatte zu diesem Zwecke kochendes Wasser in einen Zuber gegossen, als der Kranke plötzlich um Hi.fe rief. Sie eilte in's Schlafzimmer und kam noch gerade zur Zeit, um den letzten Seufzer ihres Mannes zu hören. Inzwischen war ihr zwei Jahre altes Kind in den Zubec gefallen, wo sie das selbe zu Tode gebrüht fand. - Als der doppelte Leichenzug. zwei Tage später das Haus verließ, stürzte sich das un glückliche Weib auS einem Fenster des 4. Stockwerkes in den gepflasterten Hof und erlitt einen tödtlichen Schädelbruch. Schreinermeister Sebastian Seidler in Selingenstadt beging seinen 80. Geburtstag. Während seiner langen Lebenszeit ist er nie eine Minute krank ge-
Wesen. Dem Konsumverein m 1 Wolfskehlen ist eine angenehme Ueber- ' raschung zu Theil geworden. Er erhielt nämlich von dem früheren Besitzer deS WeilerboskS, K. Cüilich, der nach Am?
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