Indiana Tribüne, Volume 10, Number 218, Indianapolis, Marion County, 27 April 1887 — Page 2
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Zndiana Tribune. Erscheint FS g ki tZ und Ssnntags, rUtaiUch .Xrttan Kfiet durch X XxMtril Cmtl ic Doch , Mi Sonntag! ZrlMn" CnU Pt Dach. CriU isfaanu lfc linil. V P13 scht in BoraulKialau I Pi Qlüttx 120 O. cUarvlandür. JndianspoliZ, Ind., 27 April 1837. Ole Wirren In SX&nifttt. Wie das tranZatlan)Zche Kabel mit theilt, haben die Rebellen in Afghanistan einer HeereSabtheiluug von 5000 Mann des Emirs von Kabul eine empfindliche Niederlage bereitet. Diese Nachricht be weist, daß der Ernst der Verschwörung gegen den Emir in den Diftricten, deren Hauptstädte Eandahar und Ghazni find, von der englischen Regierung nicht ge börig gewürdigt worden ist. Augen scheinlich sind hinter dieser Bewegung stärkere 'geheime Kräfte thätig, als die Intriguen undBestechungkkünste russischer Agenten, von denen man sich in London so viel zu erzählen weiß, obgleich auch sie ihren Theil zu dem Ausbruch der Revo lutürn beigetragen haben mögen. Für Diejenigen, welche von der Ge schichte Afghanistans einige Kenntniß besitzen, wird das Verstanduiß der neuen Revolution wesentlich durch die Angabe erleichtert, das der Aufstand Hauptfach' lich von den GhilzaiS angeregt worden ist, die dann später ihre Sammesange hörigen und Verwandten in ganzAfghanistan auf ihre Seite gebracht haben. Der Rebellion liegt die alte Eifersucht zwischen zwei mächtigen Stämmen oder Vereinigungen von Stämmen zu Grunde, die seit einer langen Reihe von Genera tionen in Afghanistan mit einander Fehde geführt haben. Die GhilzaiS können nicht vergessen, daß Häuptlinge ihres ei genen Stammes früher die Herrscher Dynastie im Lande bildeten und nicht nur fast das ganze, jetzt unter dem Namen Afghanistan bekannte Gebiet be herrschten, sondern auch von den Jndiern gefürchtet, geschweige denn regiert vur den. Gegen die Fürsten aus dem Stamme der Durani haben die GhilzaiS oft sich empört. Das einzige Mitglied der Familie Dost Mohammeds, unter dessen Autorität sie sich willig fügten, war Schir Alis Sohn Iacub. Sie tha ten dies deshalb, weil seine Mutter eine Ghilzai war. Der gegenwärtige Emir Abderrhaman wnd von ihnen besonders gehaßt, weil er nicht nur ihren Verwand ten Aacub vom Throne gestürzt, sondern auch die meisten 'Ghilzais von den Ehrens Posten gestoßen batte, die als Ander wandte seiner Mutter von Iacub mit Macht und Ansehen bedacht worden wa ren. Diese Ghilzais stammten fast sämmtlich aus einer abgelegenen Provinz Afghanistans nördlich von dem Hindu kusch-Lebirge. Die Nothwendigkeit, mehrere der besten Durani'Regimenter in Herat in Garni son zu halten, mag es für Abderrhaman schwer erscheinen lassen, eine genügende Truppe einzumustern, um den Aufstand der Ghilzais prompt unterdrücken zu kön nen. D!eS wird um so schwieriger sein, als die Rebellen durch ihren ersten Er folg bedeutend ermuthigt worden sind. Trotz der großen Beihilfe an Geld und Waffen, welche die anglo indische Regie rung ihrem afghanischen Schützling, dem Emir, anaedeiben läßt, ist es doch nicht unwahrscheinlich, daß in kurzer Zeit in Kabul ein Wechsel der Herrscher, wo nlcht der regierenden Dynastien, statt finden wird. Es dürfte daraus noch lange nicht folgen, daß ein derartiger Wechsel den Russen zu Gute kommen ' würde, denn das britische Gold würde den Ghilzais ebenso willkommen sein. wie den Duranis. ES ist sogar sehr wahrscheinlich, daß der Wunsch, in den Besitz der brtttscken Waffen und der fcn tischen Geldunterstützungen zu gelangen. emen der HauptBewegSgrunde für den Ausstand bildete. Die TabakSinbustrie VlrglnienS. Während die Mineral-Gegenden im südwestlichen Virginien in Folge der neu entdeckten Erzlager im Aufblühen begns fen sind, und auch das schöne Shenan doah-Tbal durch Ackerbau, Viehzucht und Milchfarmerei einen ganz bedeuten den Aufschwung genommen hat, geräth die Tabaks Industrie in der Umgegend von Lonchburg immer mehr n Versau. Em Gleiches gut von Danville und der schiedenen anderen kleinen Städten, die sich bisher hauptsächlich von der Tabaks Industrie genährt haben. Allgemein klagt man dort über schlechte Zeiten, und eS läfet sich auch nicht läugnen, daß unter ven Arbeitern, die bisher von der Ta bakscultur abhängig waren, viel Noth und Elend herrscht. UeveraU fehlt eS an Arbeit, und die Leute legen die Hände in den Schooß und grübeln da cüber nach, aus welchem Grunde eigent lich sie in die Roth gerathen sind. Seit mehr als hundert Jabren hatte die ganze 'Äeaend durch den Tabak sich eines be haglichen Wohlstandes erfreut, und jetzt hat eS mit dieser Herrlichkeit auf einmal em Ende. Nach allgemeiner Ansicht trägt Ueber production und die schlechte Beschaffen beit deS erzielten Rohprodukts an diesen UebelstSnden die Hauptschuld. Tabak wird letzt m Vielen Drnncten angebaut, wo seine Cultur noch vor wenigen Iah ren fast ganz unbekannt war, und zwar Tabak von emer viel besseren Gute, als der Lynch burger. Warum der Lynchburaer Tabak seht schlechter geworden ist? Viele Leute mel aen, dieS rühre zu einem großen Theile davon her, dak die jetzt angewandten Dungmittel nicht mehr so gut sind, wie früber, und daß die Tabakspflanzen nach &nn Schneiden nicht sorgfältig genug behandelt werden. Der meiste Tabak wird jetzt von armen Negern producirt, die kleine Farmen gekauft oder gepachtet haben. Diese Leute sind nicht nur arm, 7 . v . M. 1. 4. W T , :7.:nn aus aevanlenlos unv mtxuq euch fehlt eS ihnen oft an den noth N-.dizsten Hilfsmitteln für den erfolgr;:?n Anbau ihre) Landes.
tlH haben sie M ctheri 'MettÜ btfjeit oder einen alten Maulesel, mit dem sie das gesammte Pflügen besorgen. Ihre Gerätbe sind alt und unpraktisch, und es geschieht nicht selten, daß der eingeerntete Tabak gar nicht unter Dach und Fach gebracht, sondern einfach auf einem Nie gelzaune getrocknet wird. Manchmal ist dieser Tabak so schlecht, daß er im Markte kaum 15 Cents für den Centner bringt. Ueberhaupt haben die in der letzten Zeit für den Tabak erzielten Preise kaum genug eingebracht, um die Kosten des Anbaus zu decken. Die na
türlicke Zvolae davon iu da in der Geend große Armuth herrscht. Aucy m !vnckbura steht es nicht viel bester. Biele Tabaksbändler baben noch ein großes Lager von dem edlen Kraut" an Hand, ohne dasselbe verkaufen zu konnen. Den Consumenten ist die Waare einfach zu schlecht. Unzweifelhaft wird man sich dort an dern Industriezweigen widmen müssen, wenn man dem berrsckenden Elend ein Ende bereiten will. Bereits ist davon die Rede, m ynchdurg und den anderen Städten Schuh-, Baumwoll, Pavier und andere Fabriken zu gründen, auch y i ? r will man oem izmmacyen von udx uno Gemüse in Blechtannen zukünftig eine größere Aufmerksamkeit widmen, als dieS bisher der Fall war. Die MaxweU'sche Landsckenkung Anfangs der vierziger Jahre nach Einigen sogar schon im Jahre 1832 erhielten d hartes Beaublen und (Suada' luve Mlranda. zwer usiornere in vtiu Mexico, das damals noch zu Mexico ge- ... . '.. c . CT - yorre, von oer Tnericania?m Regierung eine weite Landstrecke zum Geschenk unter der Bedingung, auf derselben französi sche Canadier zu colonisiren. )vit Be dingung wurde nie erfüllt, aber ebenso werng die Schenkung verwirkt. Miranda verkaufte später an Beaubien aus, denen Tochter den Lucien B. Maxwell, einen au Kt k.:.zl.t W, tjicuiiv ju uiuiiv, well erbte somit die ganze Schenkung und lebte in fürstlichem Styl, waS seine Ein künfte, die höchst prekärer Natur waren. nicht vertrugen. Bei seinem Bankerott wurde daS Land an ein Konsortium hol ländischer Spekulanten verkauft: Steven B. Elkins erscheint dabei als Neceiver, auch Ben Butlers Name wird in Ver bindung mit der Transaction genannt. Das holländische Syndicat bezahlte 81, 400,000 für das Land, nachdem es sich über die Nechtsgiltigkeit des Besitztitels Gutachten von den Herren Aayard, da maliaem Vorsitzer des Senatsausschusses für Privat-Landansprüche, Evarts, Geo. T. Curtis und dem berühmten Londoner Juristen Benjamin eingeholt hatt?. Auf dem Landcompler befindet nch die tadt Trinidad mit ungefähr 400 Einwohnern, und außerdem haben sich ungefähr 20 bis 25,000 Personen als Ansiedler Niederge lassen. Durch den Vertrag von Guadalupe Hidalgo (Febr. 1848) trat Mexico das Territorium Neu Mexico an die Ver. Staaten ab, und im 8. Artikel desselben war vorgesehen, daß Eigenthum, wel cheS Mexicanern geHorte, als unverletzlich respektirt, und daß die aegenwärtr gen Eigenthümer, deren Erben und alle Mexlcaner, welche spater besagtes Clgen thum durch Contrakt erwerben mögen, hinsichtlich desselben ebenso weitreichende Garantien genießen sollen, als wenn es Bürgern der Ver. Staaten gehörte." Im Juli 1854 wurde ein Ver. Staaten General-Landvermesser für Neu-Mexico ernannt und beauftragt, über alle Landansprüche, die von der Zeit vor der Abtre tung herrührten, an den Congreß zu be richten, und bis zur endgiltigen Hand lungsweise sollte die Negierung keine sol-. chen Ländereien verkaufen. Im Sept. 1857 entschied der General Landvermesser, daß der Anspruch von Veaubien und Miranda in Ordnung sei und empfahl dem Congreß die Bestätigung desselben. In dem Berichte des Hauscomites für Privatlandansprüche (1858) heifct es, daß in 'den Landansprüchen von Neu Mexico die Quantität deS beanspruch ten Landes nicht angegeben, ja nicht ein mal eine Schätzung davon gemacht sei." Das entsprechende Senatscomite. behan delte die angemeldeten Ansprüche von Neu-Mexico verschiedentlich: einige wur den im Umsang reducirt, andere wurden an die Bundesgerichte in Neu-Mexico verwiesen, andere m Gemaßhett mit den Entscheidungen des dortigen GenerallandMessers dem Senate zur vollen Bestäti gung einberichtet. Unter letztern befand sich der Anspruch von Beaubien und Mi randa. Am 21. Juni 1860 passirte der Congreß em Gesetz, worm die letztge nannte Sorte Landansprüche, wie vom Generallandmeffer von NeU'Mexico em pfohlen," bestätigt wurde, darunter als No. 15 von Beaublen und ulllranda. Im vierten Abschnitt dieses Gesetzes heißt es jedoch, daß die besagte Bestätigung nur als ..Q u i t Claim" oder Verzichtleistung der Ver. Staaten ausgelegt werden und nicht die damit in Wi derspruch stehenden 3t echte irgend welcher anderer Per son oder Personen afficiren solle." Um den Besitz dieser Ländereien ist bekanntlich lange processirt worden. Der Proceß wurde in erster Instanz vom BundesKreisrichter Brewer in Denver entschieden ; jetzt erst ist die Entscheidung in letzter Instanz vom OberAundes bricht abgegeben worden, und zwar zu Gunsten der derzeitigen Eigenthümer der Schenkung. Das OberBundesgericht hielt eS einfach nicht für angebracht, daS erwähnte Eongreßgesetz von 1860 umzu Werfen. ' Bielleicht war die Proceßfüh runy fehlerhaft. Wahrscheinlich wäre eS richtiger gewesen, den Proceß NamenS der Ansiedler auf dem fraglichen Land complex, welche individuelle Besitzrechte geltend machen können, anzustrengen. Es ist nicht schwer, die Punkte herauszu deuten, wo Betrug verübt worden sein kann. DaS Hauscomite - für Privat Landansprüche hebt in seinem Berichte hervor, daß die Quantität des bean spruchten Landes nicht angegeben, ja nicht einmal eine Schätzung davon ge macht worden ist." Commissär Sparks behauptet, die ursprüngliche Schenkung habe nicht 2 Millionen, sondern nur 100,000 Acker betragen. Der General landmeffer von NewMexico, welcher nach Abtretung des Gebiete über die. slt:n7.exikanischen Schenkungen Bericht
m ttMtcnM) . mw m aus leine Untergebenen verkästen, oi, es in dem reuen Gebiete wohl nicht allzu genau genommen haben werden. Auf eine ein gehende Untersuchung all dieser dunkeln Punkte hat man sich bei dem Klagver fahren nicht eingelassen. Es mag höchst schwierig gewesen sein. Beweise von Be trügereien beizubringen, besonders da dieselben wahrscheinlich vornehmlich in mexikanischen Archiven zu suchen sein werden, aber jedenfalls hätte man viel mehr Nachdruck auf den Pasius des 180er (Gesetzes legen sollen, welcher der
Bestätigung der Landschenkung ausdrua lich keine Rechtskraft gegenüber indivi duellen Besitzansprüchen auf dem frag licken Complex verleiht. . ur das ion sor'tium, das den Proceß jetzt gewonnen hat, wird es rathsam und zweckmäßig sein, sich mit den unter älteren Ansprü chen Ansässigen auf möglichst liberale Weise abzufinden. Stand des Winterwezeus. Das Fachblatt Farmers Review" bat in der letzten Woche theilweise sehr ungünstige Berichte über den Stand des Winterweittns erhalten. Aus fast allen rr- . r rr rr rv rr: r3 . lZkunlies in anas, tinoun, uinois, Jndiana und Ohio wird berichtet, daß der züngste Negen nocy Nicht genugend war, um den durch die lange Dürre an gerichteten Schaden zu heilen, und daß starke, trockene Winde den Stand der Winterweizensaaten noch stetig verschlecht tern. Die Weiden und Wiesen in den Staaten Illinois, Jndiana und Ohio haben in Folge des Negenmangels eben falls stark gelitten. Auch die Berichte aus Kansas und Missouri lasien ersehen, daß dort Regen dringend nöthig ist. In einigen Counties von Kansas richtet der Getreidewurm großen Schaden an, in V!isiouri dagegen steht der Winter Weizen noch ziemlich gut. In Illinois und Iowa ist man mit der Aussaat des Sommerweizens fast fertig, und in Min nesota, Dakota und Michigan ist die Aussaat im Gange. In Iowa, Dakota und Minnesota ist der Boden in ziemlich guter Verfassung. Der Frankjvrter Friede. Die hochconservative Schles. ZeZt." enthielt kürzlich folgenden interessanten Aufsatz : In unsern Spalten wurde jüngst aus die auffallende Erscheinung hingewiesen, daß gewisie Organe, die als ofnciös in spirirt gelten, wie die Berliner Politi schen Nachrichten und die Wiener Poli tische Correspondenz", ohne erkennbaren concreten Anlaß die internationale Si tuation nach wie vor als eine kriegsdro hende hinstellen. Wir sind in die My sterien der Staatskunst zu wenig einge' weiht, um beurtheilen zu können, ob irgend ein hohes politisches Interesse ob waltet, die Gemüther in fieberhafter Spannung zu halten, Handel und Wan del zu lähmen, von jeder größeren ge Merklichen Unternehmung abzuschrecken, die in Fonds angelegten Ersparnisse der Nation zu entwerthen, den Credit des Landwirihs zu schädigen und durch alles dies die leider schon allzu große Zahl feiernder Hände zu mehren, also das Massen-Elend und die socialen Gefahren zu steigern. An thatsächlichen Momen ten, aus welchen auf daS baldige Herein brechen einer europäischen Krisis geschlos sen werden könnte, wird in jenen Orga nen nichts angeführt, waS nicht Jeder mann bekannt wär'. Höchstens eine neue, dem politischen aien imponirendeRede Wendung tritt uns entgegen ; sie lautet: Frankreich will sich nicht entschließen, den durch den Frieden von Frankfurt geschaf fenen Zustand als nen desinitiven an zuerkennen. Officiell hat Frankreich diesen Frieden durch die Unterschrist seiner Vollmacht' träger, durch die Zahlung der Kriegs losten, durch die Zurückziehung seiner Grenzvfähle so vollständig anerkannt, wie überhaupt jemals ein Frieden aner kannt worden ist. Und officiell hat während der sechszebn Jahre, die diesem Friedensschlüsse gefolgt sind, Frankreich nie Schritte gethan, nie Kundgebungen erlassen, welche dessen Emulationen in Frage stellten oder de ren Aenderung jxl) geboten bezeichneten. Daß das sranzo.che Volk in seiner gro ßen A!ehrheit anders denkt und aus seinen Gesinnungen kein Hehl macht, daß auch das ofsicielle Frankreich gleich viel, welche Partei am Ruder ist Sorge trägt, das Heereswesen so zu gestalten, um bei einer europäischen Verwickelung die Wünsche und Interessen der Nation in der einen oder der anderen Weise zur Geltung bringen zu können, darf unS nicht in Erstaunen setzen. Wer Ver luste erlitten hat, hofft stets auf Wieder gewinn oder anderweitigen Ersatz. Und haben wir Deutschen denn frühere Frie densschlüsie, die uns wenig convenirten, je als definitiv anerkannt? Gab es wir wollen von 1807 gar nicht reden eine Zeit, in der ein echter Preuße die unnatürliche Gestalt, welche man auf dem Wiener Congresse dem Staate Friedrichs deß Großen gegeben, als eine definitive anerkannt bätte? frat über I ' 9 Haupt das deutsche oder hat das italieni sche Volk die jed'.m Nationalgefühl Hohn sprechenden Schöpfungen der CabinetS Politik von 1315 jemals als definitiv anerkannt? Und hat eS im gan zen deutschen Norden auch nur einen denkenden Menschen gege ben, der die Mainlinie, über welche nach den Bestimmungen des Prager Friedens von 1866 unser nationales Einigungswerk nicht hinausreichen soll te, als desinitiv anerkannt hätte? Und hat Frankreich nach dem zweiten Pariser Frieden etwa die ihm damals gezogene Grenze als eine definitive betrachtet? Hat sich nicht im Jahre 1840, alS ThierS am Ruder war, das Verlangen nach der Nhelngrenze weit lauter geltend gemacht, als heute das nach Wiedergewinnung der 1871 verlorenen Departements? Und hat nicht Napoleon III. alle Mittel aufgeboten, um den Satz, daß der Rhein Frankreichs natürliche Grenze sei, zu ei nem Glaubensartikel der Franzosen zu machen? Die Regungen der Volksseele bilden einem mächtigen, vielfach ent scheidenden Faktor für die Gestaltung der Dinge sobald mit dem Ausbruche esneS großen Krieges das Bestehende in Fra ae gestellt ist. . Aber unmittelbare Ver anlaüuna tum Kriege sind fielci selten
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denkban das die Völker weniger be friedigt Hätte, als das des Wiener Congresses. Und doch Hat dieses Frie denswerk trotz der Stürme von 1830 und 1848 auf ein Halbes Jahr' hundert hinaus festen Bestand gehabt. Nicht die Unzufriedenheit des italieni schen Volkes, sondern die auf Befried! gung des Vedürfniffes nach Gloire ge richtete Cabinetspolitik Napoleons III. hat die Wandlung Italiens zum Natio nalstaate in Fluß gebracht. Ohne Napoleon kein Garibaldi, kein Viktor Em-' manuel. An der Genesis des Krieges von 1866, von dem Deutschlands na:ionale Einigung thatsächlich ihren Aus gang genommen hat, war die V)lksseele ar nicht veihelllgt; sie hat der Polttlk ZikmarckS damals sogar entschieden entgegengewirkt. Und nun gar der Krieg von 1370, desien siegreicher Austrag dem Sehnen des deutschen Volkes die Erfüllung brachte! Er war uns auf gezwungen von dem körperlich und gei stig verfallenen Franzosen Kaiser. Wenn der Frieden stets in Gefahr wäre, so lange ein Volk irgend einen Friedens scbluß nicht als definitiv anerkennt, dann würden am politischen Himmel dauernd Gewitterwolken hängen ; es gäbe über Haupt keine ruhigen Zeiten mehr. Vom Jnlande. Uufden Wiesen in derUm, gegend von Plymouth in Masiachusetis sind bereits seit einigen Tagen die Mai blümchen in Blüthe. In der Nähe von Tiro in Ohio fand I. D. Mitchner beim Graben eines Grabens verschiedene Knochen, die augenscheinlich von 'einem Riesenthiere herrührten. Die Knochen zerfielen jedoch in Staub und nur einige Zähne blieben übrig, von denen einer 7 Zoll lang und 4 Zoll breit war, im Umfang 20 Zoll maß und zwei Pfund und zehn Unzen wog. AmhellenTage wurde in Louisville, Kentucky, die Ljabrige Jennie Baumann, welche bei der Kaufmanns frau A. I. Johnson diente und sich ge rade allein zu Hause befand, von Räubern ermordet. Man fand im Zimmer ein Schüreisen, an dem Blut und Mannshaare klebten. Zwei verdächtige Subjecte hatten das Haus umschlichen, ehe die Mordthat begangen wurde. Man hofft, daß es gelingen wird, die Verbre eher zu fangen. Im Desoto.Haufe zu Ga lena in Illinois, wo General Grant ßeboren wurde, spielte sich dieser Tage eine unerquickliche Scene ab. Der Capitän, sowie mehrere Mitglieder der Compagnie 0 des vierten Jllinoiser Milizregiments hatten im Restaurant des Hotels Platz genommen, um dort zu frühstücken. In ihrer Begleitung befand sich ein junger Neger Namens Wright, der mit der Ae aussichtigung des Gepäcks der Compagnie betraut war. Der Eigenthümer des Ho tels, W. H. Blewitt, wies den Neger in barscher Weise aus dem Local. Dies empörte die anwesenden Mitglieder des Regiments dermaßen, daß sie das Local sofort verlieben und ihr Frühstück in ei nem anderen Restaurant einnahmen. In San Francisco erwar tete man dieser Tage die Ankunft der Königin Kastiolani von den Sandwich Inseln, welche dort mit der Princesfin Lilliokolani und Gefolge auf dem Wege nach Europa eintreffen sollte. Die Majestät" hatte die Reise eigentlich schon vor mehreren Monaten antreten wollen, abcr König Kalakaua erzürnte sich gerade damals mit Claus Spreckels. dem Zuckerkönig, und zwar angeblich aus dem Grunde, dag der König anderen Leuten als Spreckels eine Anleihe von vier Millionen Dollars unterzubringen gab. Spreckels knöpfte deshalb seine bisher so offenen Taschen zu. Erst jetzt scheint entweder die Anleihe untergehracht worden zu sein, oder aber der neue Schützling des Königs Kalakaua, der von diesem zum Baron gemachte Grocer Hermann Bendel von San Francisco, hat aus Erkenntlichkeit das Geld hergegeben. Ueber ein unverhofftes Wiedersehen wird aus Zkeading in Pennsylvanien berichtet : Vor ungefähr 17 Jahren verschwand in geheimnisvoller Weise der wohlhabende Farmer Venjamin Zimmermann aus dem Orte Hereford, und alle Bemühungen, über seinen Verbleib Gewißheit zu erlangen, blieben erfolglos. Seine Frau und drei Töchter setzten die Bewirthschaftung der Farm fort und die Frau, die der Meinung war, dab ihr Mann in den fernen Westen gegangen und dort gestorben sei, verheirathete sich wieder. Vor einigen Aben den erschien nun ein Fremder auf der Farm, der sich bald als der langvermißte Benjamin Zimmermann zu erkennen gab. Er hat seinen Angaben nach lange Zeit in Buffalo gewohnt und besitzt dort drei werthvolle Grundstücke. Die Frau will nun ihrem zweiten Gatten den &mf paß aeben und zu ihrer ersten Liebschaft und seinen drei Grundstücken in Buffalo Zurückkehren. Ein Mann, der um seine Fr! so Wenig gibt, daß er sie im Stich laßt und in 17 Jahren nicht einmal an sie schreibt, ist allerdings keinen Schuß Pulver Wertb, aber die drei Grundst ücke ! ' Ueber die von ihm erfun dene pneumatische Dynamitkanone hielt Lieutenant E. L. Zalinski vom 5. Artil lerie-Regiment deö stehenden Heeres kürzlich einen bemerkenswerthen Vortraz vor den Mitgliedern des aus Ofsicieren desHeereS bestehenden militärisch wiffen schastlichen Vereins Military Service Institution" auf Governors Island bei New Iork. Er führte aus: Das Abfeuern von Explosiv Geschossen mit Pul Verladung veranlasse sehr häusig daS ' JC" . . T L Ti 1. prmgen ver verreisenden isejcyutze. Dieser Gefahr beuge die von ihm erfun oene pneumatische Dynamitkanone vor. Die Geschoffe, Torpedos, würden aus ihr vermittelst comprimirter Luft ge schleudert. Lieutenant Zalinski beschrieb dann, in welcher Weise die Ladung mit comprimirter Luft stattfinde. Glattgebohrte seien in diesem Falle beffer, als gezogene Geschütze. Mit einer Kanone Men ungeübte Artilleristen in ö W nuten 40 Secunden fünf Schüsse abae geben, was, wenn Pulver angewendet r:-rden wäre, veaen der Erbiuuna de
WseS Uftfr Ui WcMsztW für die1 ! Patronen nicht hätte geschehen können. Die Treffsicherheit der Whitehead-Tor-pedoS sei selbst bei einer Entfernung von nur 200 Sards keine zuverlässige, während man mit seiner Kanone 2 Meilen weit schießen könne, und außerdem könne diese vom Lande aus zur Verstärkung der Torpedo-Minen in der Nähe der Häfen verwende oder auf Boote gebracht und aus großer Entfernung gegen seindliche Fahrzeuge abgeschoffen werden. Der New Yorker Setzer
Lawrence w. Nonovan, welcher trn Au gust vorigen Jahres durch einen Svruna von der East Siiver Brücke bekannt wur de, ward an einem der letzten Nachmit, tage, als er in Begleitung des Seecapi tains Carr von Maine in einer Kutsche an der New Aorker Auffahrt der East Niver Brücke erschien, von Polizist Elark festgenommen und nach dem TombsPo lizeigericht geführt. Die Polizei war nämlich durch einen Brief von Donovans Mutter davon benachrichtigt worden, daß ihr Junge, der kühne Springer," abermals die Absicht hege, den Sprung von der Brücke zu waen, da ihm von einigen Sportsmännern in Philadelphia im Falle des Gelingens 51000 gebolen seien. In Folge dieser Nachricht schauten die dienstthuenden Polizisten ganz b sonders eifrig nach jedem Fuhrwerk, das sich der Auffahrr näherte, und als Poli zist Clark in der erwähnten Drozchke dann einen jungen Mann erblickte, der eine ungewöhnlich große, stark ausgevol sterte Kappe auf de,n Kopf, einen Bade anzug und leinene Schuhe trug, da ver haftete er den Burschen, der sich denn auch als Donovan entpuppte, sowie des' sen Gefährten ohne Weiteres. Vor Po lizeicichter Dussy geführt, spielte Donovan den Unschuldigen und behauptete, daß er durchaus keine andere Absicht gehegt habe, als seinem Freunde Carr die Umgegend zu zeigen. Da aber sein An zug diese Worte Lügen strafte und man inzwischei ermittelt hatte, daß ein Nettungsboot am Fuße der Dover Str. in Bereitschaft laz,um ihn nach dem Sprung an Bord zu nehmen, so fühlte sich der Nichter veranlaßt, den Wagehals mit den Worten : Ich bin dieser Brückenkunststücke überdrüssig, jeder Narr kann von der Brücke springen !" auf eine Anklage wegen ungebührlichen Betragens in Ermangelung von 51000 Bürgschaft auf ?vrei Monate nach der Strafrnsel ju finden. S,:ecapitain Carr kam mit ein Geldbuße von 55 davon, die er indsn auch nicht sofort erlegen konnte. Eine erstaunliche Rüstig keit besitzt noch der berühmte Geschichts schreibe? George Var.croft, der am 13. October d. I. 7 Jahre alt wird. Er besindet sich gegenwärtig auf Besuch in Tennesiee und hält dort die langwierigsten Empfangsfeierlichkeiten und Fest essen aus. Die Tenneffeer sind über seinen Besuch deshalb so erfreut, weil dieser zunächst der von ihnen sehr ver ehrten hochbetagten Wittwe des Präsi denten Pol! gilt, dessen Marinesecretär Herr Bancroft von 1845 bis 1346 war, worauf ihn Präsident Polk zum Gesand ten in England machte. Bancroft hilft der Frau Polk bei der. Sichtung der Pa piere ihres Mannes, welcher schon kurz nach Beendigung seiner Präsidentschaft, nämlich im Juni 1849, gestorben ist. Vom Auslande. D er G r af d ' O r m o n t, ein der größten Musikfreunde in Paris, Pas sirte vor sechs Jahren eine kleine Straße des Faubourg Samt - Denis und hörte aus einem Entresol ein junges Stimm chen ein Lied trällern. Der Gros horchte eine Weile, dann folgte er dem Klänge, trat in die Wohnung, und nachdem er vernommen, daß die Sängerin die 14 jährige Tochter einer Feinputzerin sei, rief er begeistert : Das Kind hat Co!oratur, es trillert wie eine Lerche, ich lasse die Kleine w Sänqerin ausbilden." Wirklich hielt Graf d'Ormont dem Mäd cben ein halbes Dutzend Jahre hindurch Äiusiklehrer, gab ihr einen anständigen Betrag für ihre Erhaltung und versorgte sie mit Kleidung. Durch die Berwen dung ihres Beschützers gelangte die junge Sängerin Claire Dupuis vor vier Wochen zu der Ehre, in der Komischen Oper in einer kleinen Rolle auftreten zu können, und das Ergebniß war ein grenzenloser Durchfall. Macht nichts," meinte der Graf, sie war schüchtern." Das Experiment wurde wiederholt, aber der Minerfolg blieb sich stets gleich, und der Gesangsprofessor, den der Graf jetzt interpellirte, zuckte phlegmatisch die Achseln, indem er rief : Jch sagte es ja immer, daß sie keinen Funken Talent hat." Der Graf suchte daS Mädchen liebevoll zu trösten. Zu seiner größten Ueberraschung jedoch verklagte ihn Mama TupuiS auf sechs Jahre Ver dienstentgang ihrer Tochter, die durch seinen Wahnsinn so viel Zeit verloren habe. Empört rief die Frau: Ich hatte nicht einmal Platz, zu wohnen, das Klavier nahm das ganze Zimmer ein und das Cabinet, das ich immer gut ver miethet hatte, blieb wegen der Heulerei die ganze Zeit leer." Der Richter sagte dem Grafen : Die Frau hat kein Recht an Sie, aber Ihrer Güte wäre es wür dig, wenn Sie dem armen Mädchen ei nen kleinen Ersa für die getäuschte Hoffnung geben wollten." Der Graf faßte die hübsche Claire am Kinn und sagte : Suche Dir einen braven Mann. Von mir bekommst Du fünftausend Francs, und merke Wohl, ich verstehe mehr als die Recensenten und das Publikum. Du hast doch einen hübschen Triller." Zur Germanisirung von Posen ist regierungsseitig u. A. auch an geordnet worden, daß polnische Orts namen soviel als möglich in deutscheNamen umzuändern seten, und daß Polm von ursprünglich deutscher Abstammung ihre Namen nicht nach polnischer, son dern nach deutscher Orthographie zu schreiben hätten. Es gab dies zu vielen Strafmandaten! Processen und sonstigen Streitigkeiten Anlaß. Nun hat das Landgericht in Konitz in einem bestimm ten Falle entschieden, daß für die Rechtschreibung der Personennamen nur daS Kirchenbuch bezw. daS Kirchenstands register maßgebend sei, während daS Landgericht in Meseritz in einer anderen Anklage wegen Führung eines polnischen Ortsnamens an einem Wagenschilde auf Freisprechung erkannte, 1) weil vor Jahrhunderten ' diekS Dorf unter der:
Neuer Aeifchladett
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