Indiana Tribüne, Volume 10, Number 214, Indianapolis, Marion County, 23 April 1887 — Page 2

Zndiana Tribune. Erscheint FSgltlZ und Sonntags.

rUtSU4 .rfMt laset durch Un Ztltnü ,t,r Mt ,r b CiH ptt 45. T3U4 3anai II Ciutl. Cl VsA 82f4U i Ce:aiI3atat4 W 911 s. . . Office: ICO O; arvlanbür. J-ianapoliZ, Ind., 23 April 1387. Gesalzene Minen. Vor einigen Jahren bekam einer bei tüchtigsten Minenezperten des Landes den .8wftrag, .,eine Mine in Nevada zu untersuchen, von der drei andere Sach verständige behauptet hatten, daß sie sehr traubig sei. Er .nahm seinen eigenen Äsiaer" mit und beaab sich zu der Mine. Beim ersten Bllck gesiel sie ihm nicht, da er überall nur todtes Gestein sah, doch begab er sich in die Tiefe und nahm Proben des Gesteins aus allen Theilen der Grube, um sie gleich darauf durch seinen Begleiter untersuchen las sen. Zu seinem Erstaunen . war das Erz ungemein reichhaltig : es lieferte, nach den Vroben zu urtheilen, 5600 die Tonne. Sei er Meinung nach konnte dies nicht mit rechten Dingen zugehen. Er stieg zum zweiten Male hinab und holte sich neue ErzProben, dieselben lieferten jedoch ein noch reicheres Resultat, als die ersten. Er war beinahe schon überzeugt, daß hier kein Schwin)el vorliege, doch ging er der Vorsicht halber zu den Eigenthümern der Mine und theilte ihnen mit, er könne über die Mine keinen ofsiciellen . Bericht erstatten, wenn ihm für 43 Stunden nicht die Erlaubniß er theilt werden würde, in derselben nach Belieben arbeiten zu lassen. - Nach einigem Zaudern willigten die Eigenthümer, in sein Verlangen m, und am nächsten Morgen nahm er einige Minenarbeiter mit sich hinunter und ließ frisch drauf log arbeiten. Von den FeUpücken, die auf diese Weise aus der Mine losgelöst worden waren, nahm er zahlreiche Proben mit, merkwürdiger Weise aber zeigten -dieselben bei näberer Untersuchung nicht einmal eine Spur von Edelmetall. Er sah sofort, daß die Mine gesalzen" worden war' hatte aber keine Jdee,'auf ryelche Weise die Eigen thümer den Schwindel durchgeführt hat ten. Kurz entschlossen begab er sich zu ihnen, erklärte ihnen gerade heraus, daß die Mine nur todtes Gestein enthalte, und forderte sie auf, ihm die volle Wahr heit ju sagen. Die Schwindler sahen ein, daß eS 'ihnen nicht mehr möglich war, mit der Mine Jemand anzuschmieren, und leg ten deshalb ein volles Geständniß ab. Sie hatten von dem weichen Talk, wel eher sich fast immer auf dem Boden der Minengänge ansammelt, einen Haufen zusammengekratzt, und . denselben mit Goldstaub in einer solchen Weise vermischt, daß die Mischung allein auf einen Goldgehalt von 550,000 per Tonne Erz schließen lassen würde. Diese Mischung luden sie alsdann m ihre Ge webre und feuerten sie auf die Minen wände ab. Durch die Gewalt der Ex plosion wurde der goldhaltige Stoff über die ganzen Minenwände ver breitet und vertheilte sich auf dieselben so, daß er sogar in die kleinsten Ritzen drang. Man konnte überall aus der Mine Erz" nehmen und dabei sicher fein, daß man auf Gold stoßen würde; freilich durfte man dabei nicht zu tief in die Minenwände eindringen. Hätte die Mine dem Sachverständigen nicht von vorneherein so verdächtig ausgesehen, dann wäre er ebenso, wie seine Vorgän ger, dem Schwindel zum Opfer gefallen, und die Eigenthümer hätten die gesal zene Mine" für einen hohen Preis ver kaufen können. Noch schlimmer war eS mit einer Mine in New Me;ics, die gleichfalls von ihren Eigenthümern . auf eine rafsinirte Weise gesalzen" worden war. Der Sachverständige hatte nach einer einge henden Untersuchung erklärt, er werde die Mine nicht empfehlen, wenn man ihm nicht erlauben wolle, dieselbe noch mindestens 10 Fuß tiefer zu untersuchen. Die Eigenthümer gingen darauf ein, be ßaben sich aber in der folgenden Nacht in die Grube, bohrten in derselben zahl reiche Üöcher von mehr als 10 Fuß Tiefe und füllten dieselben mit einer Lösung von Gold. Das Salzen" wäre ihnen vortrefflich gelungen, wenn ihr nächtliches Treiben nicht durch einen Zufall entdeckt und blosgestellt worden wäre. Unterseeische Kabel. Das erste unterseeische Kabel wurde im Jahre 1850 durch den Eanal zwischen Dover und Calais gelegt! Seit jener Zeit bis zum Jahre 1853, in welchem das erste atlantische Kabel zu Statten kam, wurden nicht weniger als 52 Kabel in verschiedenen Theilen der östlichen Hemisphäre gelegt. Diese Linien waren jedoch insgesammt verhältnißmäßig nur kurz und keine derselben wurde tiefer als 7500 Faden gelegt. Die längste noch w diejenige von Sardinien nach Malt, welche sich auf 500 Meilen Ent fernung erstreckte, die tiefste war die Li nie von Sardinien nach Afrika, welche 1500 Zvaden weit auf den Meeresgrund reichte ; ähnlich verhielt eS sich mit dem Kabel von Sardinien nach Bona. Das erste atlantische Kabel dagegen war 2036 Meilen lang und ruhte an manchen Stellen 2400 Faden tief auf dem Meeresgrunde. ES hatte dem Unternehmer n r r i tr des eruen ameruaniicyen aoeis, vaijius W. Field, ungeheure Arbeit gekostet, ehe n-t .Tr t r v w rc er genug cuncc jany, um vic ricktuna des Kabels in Angriff zu neb raen. DaS Unglück wollte, daß das erste Kabel von Amerika nach England bald seine Dienste verlaate. DieS wirkte auf alle anderen ähnlichen Unternehmungen so lähmend, daß eS Neben Jayre dau erte,' bis Mr. Field für einen zweiten ähnlichen Versuch genugende Unter ftüuna erbielt. Dieser zweite Versuch gelang indessen, und von der Zeit an hat sich Amerika einer ununterbrochenen lrlegraphischen Verbindung mit Europa erfreut. Heut zu Tage., gibt, es bereits zwöls

Kaöel von den Äer. Maaten naa) mropa, obgleich nur zehn derselben thatsäö lich benutzt werden. Das erste Field -sche Kabel wurde aufgegeben, sowie seine Leitungsfähiakeit aufhörte. Auch das zweite Field'fche Kabel ist seither aufgegeben worden, weil eS schlecht ge baut war und zahlreiche Reparaturen nöthig machte, die mehr kosteten, als der ganze Betrieb der Linie eintrug. Das Kabel batte 53,000,000 gekostet, die NUN im wörtlichen Sinne des Wor tes in's Wasser geworfen waren. Die iefct in Tbatiakeit befindlichen

transatlantischen Kabel sind folgende: glo-AmkriklischeS lFikld ffo.) 4 Kabel. Wjtern Union (Öcu d Linien' 3 Directe iiime.. l Hraiuöstsch.amerikanilches adki. 1 m kommercial tMackay Bennett) , 2 Alle diese Kabel befinden sich gegen wärtia unter der Leitung von nur drei Gesellichaften. Die erste derselben bil det den Kabel.Pool", .zu welchem vx sprünglich mit Ausnahme der Eommer cial oder Mackav-Bennet.Kabel alle Kabellinien gehörten. Die zweite Ge sellschaft, die das letztere Kabel besaß. begann ihr Gefchast damtt, daß sie sur jedes nach Europa telegraphirte Wort 40 Cents berechnete. Diese Kriegserkläruna" wurde von den anderen Gesell schaften damit beantwortet, daß sie den Preis für jedeZ "gekabelte Wort auf 12 Cents herabsetzten, in der Hoffnung, die unliebsame Concurrentin auf diese Weise aushungern zu können. Diese Hoffnung" hat sich indeffen bis jetzt nicht erfüllt, da viele Geschäftsleute eS vorziehen, das Mackay-Kabel trotz seiner höheren Preise zu patronisiren. Bie dritte Kavel ist eil flau wird von der englo-ftanzösischen Compagnie ge bildet, welche jedoch ihre Kabel bis auf eineS der Western Union vermiethet und bisher in Uebereinstimmung mit dem Pool" gehandelt hat. Lincolns Leiche. Erst jetzt, nachdem Abraham Lincolns sterbliche Ueberreste in Gemeinschaft mit denen feiner Frau in ein für sie dauernd bestimmtes Grabmal beigesetzt worden sind, erfährt man von den Schutzmaß' regeln, welche in Springsield, Jll., seit Jahren getroffen worden waren, um den Naub der Leiche des todten Präsidenten zu verhüten. In der Nacht zum 7. November hatten zwei Diebe aus Chicago, Namens Mul lmS und Huahcs, den Versuch gemacht, die Leiche des ermordeten Märtyrers zu stehlen. Der Marmor-Sarkophag, in welchem sie sich befand und der durch ein eisernes Gitter auf der nördlichen Seite des Monuments von Jedermann gesehen werden konnte, wurde von den Räubern mit Gewalt geöffnet und der Sara aus demselben herausgenommen; ehe jedoch . rr r v . I .. c etc nauver ihre Adttcht durcysuyren konnten, wurden sie 4?on mehreren Per sonen überfallen, die sich m dem Denk mal verborgen hatten, und mußten in Folge deffen ihre seltsame Beute wieder ausgeben. Seit jener Zeit wußte außer den Eingeweihten Niemand, wo sich die Leiche Lincolns befand. Jetzt erst ist das Geheimniß über den Verbleib der Leiche enthüllt worden. Die Leiche wurde zwar in den Sarkophag zurückgelegt und in demselben eine Woche lang belasten, doch meinten die Mit glieder der Ehrengarde Lincolns", die sich in der Stadt gebildet hatte, um die Leichezu bewachen, eö sei nicht sicher, dieselbe dort ;u belasten, und sie wurde in Folge besten an einen sichereren Platz gebracht. Die Lincoluer Ehrenaarde verstärkte die Anzahl ihrer Mitglieder, indem sie einige der bekanntesten und geachtetsten Bürger der Stadt aufnahm, und übernahm .die Verpflichtung, den Platz, in welchem Lincolns Leiche ruhte, sorgsam Tag und Nacht zu überwachen und an Niemand zu verrathen. Im Laufe des Monat November 1873 bereiteten die Mitglieder der Ehrengarde mit ihren eigenen Händen in dem Denkmal ein Grabgewölbe für die Lei' che. Die Luft an der Stellewo das Grab in der Erde gegraben wurde, war fast erstickend, und die Arbeit wurde zu ver schiedenen Malen in der Stille der Nacht fortgesetzt, ohne daß ein menschliche Au ge mit Ausnahme der Mitglieder der Ehrengarde dabei zusehen durfte. Zwei Tage nach dem Begräbniste der Gattin Lincolns, im Juli 1882, wurde die Leiche derselben von der Garde in Empfang genommen und neben derjeni gen ihres verstorbenen Gattin beigesetzt. Die Mitglieder der Garde verpflichteten sich durch einen Schwur, nicht zu verra then, was mit den Leichen geschehen sei, bis die geeignete Zeit hierfür erschienen sein würde. Diese Zeit ist nun endlich gekommen. DaS neue Grab befindet sich nicht weit von der Stelle, wo der alte Sarcophag so lange gestanden hat. ES hat einen 12 Zoll dicken Cementboden und doppelte Seitenwälde aus Ziegeln ; nachdem die Särge in da Grab gestellt worden waren, wurde eö mit sorgfältig mit Ziegeln und Cement wieder ver schloffen und der ..Denkmal Affociation" übertragen, welche für dasselbe fürderhin Sorge tragen soll. Vor der endgiltigen Beisetzung wurde der Sarg Lincolns geöffnet und die Lei che identisicirt. DaS Haar und der Backenbart waren abgefallen und daS Gesicht sah sehr schwarz auS, doch waren die Umriste. des Antlitzes noch sehr deutlich zu sehen und zeigten eine große Ähnlichkeit mit der BronzeStatue des Monuments. Appetitliche Knnstbntter. Der Köln. Ztg." wird aus Birttn über einen Gegenstand, der auch dieiseitö deS Oceans sehr lebhast erörtert worden ist. Folgendes geschrieben : Kaum für irgend eine Vorlage, die jemals den Reichstag beschäftigt hat, nicht einmal für die Erhöhung der Ge treidezölle, lagen so zahlreiche Petitionen vor, wie zur Zeit für die Ausnahme deS Gesetzentwurfs über den Handel mit K u n st b u t t e r. Fast ausnahmslos verlangen die Bittsteller auS landwirth schaftlichen Kreisen, daß mindestens jeder Name für die jetzt so genannte Kunstbut ter, in welchem das Wort Butter vor kommt, ausgeschlossen und daß es ver boten werde, wirklicher Milchbutter, die als solche bezeichnet wird, Fleischfett irgend welcher Art beizumischen. Sehr viele Gegner der chemischen Butter gehen aber noÄ weiter und rerlaen. daß da)

Fett, welches die Butter vom Markt fast verdrangt hat, eine Färbung erhalten müste, die es auch für daö Auge sofort als etwa? von wirklicher Butter verschiedenes erkennen laste. Bedenkt man, daß jetzt in Deutsch land alljährlich 20 Millionen Pfund Kunst butter angefertigt werden, so sollte man glauben, die Menge der zu dieser Mäste nöthigen Schlacht thiere habe die Viebpreise in demselben Maße heben mästen, wie sie die Butter preise drückte. Dem ist aber nicht so.

Enthielte die Kunstbutter wirklich nur gesundes Ochsenfett, so müßten alljähr lich 8333 Ochsen lediglich zu Zwecken der Kunstbuttergewinnung geschlachtet werden. Eine solche Menge Ochsen ließe die Herstellung der Kunstbutter gar nicht mehr lohnend erscheinen. Woher also nehmen unsere Kunstbutter. Fabriken denjenigen Theil ihres Fettbedarfs, den ihnen Deutschland nicht liefert und in erlaubter Weise nicht liefern kann ? Die der Regierungsvorlage beigefügten Mo tive und technischen Mittbeilungen" bieten einige Fingerzeige zur Beantwortung dieser Frage. ES ist da .beispiels weife von einem Neichspatent die Rede, welches einem Herrn Hust für ein Ver fahren zur Gewinnung von Fett von Abdeckereien behufs Kunstbutter Fabrication" ertheilt ist. Es heißt dann weiter : Es besteht der Verdacht, daß ein Theil der im Handel vorkom menden Kunstbutter aus solchen Mate rialien hergestellt wird, welche die Ge fahr einer Uebertragung von Krankh e i t e n auf den Menschen mit Sicher heit nicht ausschließen", und noch ver trauenerweckender: ES besteht der Ver dacht, daß ein Theil der Kunstbutter aus ekelerregenden Materialien dargestellt wird." Daß Fett von Pferden, Hunden, Schafen zur Gewinnung der Kunstbut ter verwandt wird, scheint festzustehen, und wenn es auch denkbar ist, daß alle diese Fette, selbst die von kranken Thie ren herstammenden, solcher chemischen Behandlung unterzogen werden können, daß sie nichts - gesundheitsschädliches mehr enthalten, und wenn andererseits viele Kunstbutter Fabriken sich auf die Benutzung von Ochsenfett beschranken, so muß man doch demjenigen, der Milch butter haben will, Gewißheit geben, daß er nicht Fettbutter bekommt. Auf der andern Seite darf aber auch die Herstellung von Fett, das dem min der Bemittelten für Ernährung und Ge fundheit die Dienste von Butter thut, ohne so viel zu kosten wie Butter, nicht erschwert werden. Wenn es auch wahr scheinlich ist, daß der Reichstag die An träge auf äußere Kenntlichmachung der Kurstbutter ablehnen , und auch aner kennen wird, daß der Name Kunstbutter jede Täuschung schon ausschließt, so darf er doch der Landwirthschast dieMit Hilfe im Kampf gegen solche Kunstbut ter, die sich als Milchbutter gibt, nicht versagen. So weit die (Korrespondenz. - Es geht aus derselben deutlich hervor, daß der Butterschwindel in dem soliden" Deutschland einem weit größeren Umfang erreicht hat, als in dem so vielfach und gern verleumdeten Nankeelande, und daß überdies die deutschen KunstbutterFa briken Schweinereien verüben, von de nen man . sich 1 hierzulande glücklicher Weise nichts träumen läßt. Eine ge sundheitsschädlicheZusammensetzung oder gar ein ekelhaster Ursprung ist dem ame rikanischen Oleomargarin noch nie nach gewiesen worden. ' Man beschwert sich nur darüber, daß eS .häusig nicht unter seinem wahren ' Namen, sondern als wirkliche Butter in den Handel kommt. VurcaukratisSeS. Der Segen der Eisenbahn-Verstaät" lichung erfährt durch einen Petitions bericht der Budget-Commission des preü ßischen Abgeordnetenhauses eine eigen thümliche Illustration.' Die rheinische Eisenbahn Gesellschaft hatte als Privat bahn die Verpflichtung übernommen,' eine Bahn Ratingen-Wülfrath zu bauen. Als später, die Privatbahn von dieser Verpflichtung . entbunden werden wollte, lehnte der EisenbahnMinister solches ab. Inzwischen aber ist die Privatbahn verstaatlicht worden. ' Nunmehr lehnt der Eisenbahn-Minister eö ab, die Linie Ratingen Wülfrath zu bauen. Aber noch mehr. Es sindet sich - ein Consor tium, welches im Interesse des billigen Bezuges von Kalkstein aus dem Anger that die Strecke RatingenHafermühle als Privatbahn bauen will. : Hierzu verweigert der EisenbahnMinister wie derum die Concession, weil der Bau einer solchen Eisenbahn'Linie eine Verbindung zwischen wichtigen Staatsbahn Linien darstelle und daher im Jntereste?deS öffentlichen Verkehrs Privatunterneh mern nicht überlasten werden dürfe. Derart bewegt sich die ganze . Baufraae in einem Cirkel. Das Ergebniß ist daß die Bahn nicht gebaut wird.' Wäre die rheinische Eisenbahn nicht verstaut licht worden, so würde der Bau längst erfolgt sein. Die Petitions Commission ! wußte sich dieser Sachlage gegenüber auch nicht zu helfen. Sie überwies die Petition der Regierung als Material zur reiflichen und wohlwollenden Pm fung." Das 9. deutsche Bundes und Jubiläumsschießen sindet nach end giltiger Festsetzung in Frankfurt a. M. vom 3. bis 10. Juli statt. Mit dem Feste soll zugleich die Erinnerung an das LSjährigeBestehen des deutschen Schützen bundeö gefeiert werden, und man hat deshalb Frankfurt zur Feststadt gewäblt, weil dort auch 1862 das erste deutsche Schützenfest stattgefunden, hatte.' Die Ausschüste arbeiten mit angestrengter Thätigkeit, um dem Feste , einen würdi gen und glanzvollen Verlaus zu sichern,' und seitens der Bürgerschaft giebt sich eine warme Antheilnahme' kund, welche sich namentlich bei den Zeichnungen für den GarantiefondS zeigte. Em geergne ter Festplatz 'ist gewonnen, die Grund zöge deS Festes sind festgestellt, und eine Reihe von Ehrengaben ist bereits zu gesagt.- Der Magistrat hat zu demselben Zwecke die Bewilligung von 3000 Mr. bei den Stadtverordneten beantragt, aber diese wünschen eme Erhöhung der Sum me biS zu 10,000 Mk., wie sie für die im Juni in Frankfurt a. El. abzuhal tende landwirtschaftliche Au:pellung ebenfalls bewilllt. wurd:2. -

Vor? Inlande.

Die Staats Wohlthätig keitö'Commission von Rhode Island hat verfügt, daß protestantische und katholi sche Geistliche in den StaatSzuchthausern Gottesdienst abhalten dürfen. Ein ent sprechendes Gesetz wurde in der Legisla tur eingebracht, seither aber niemals angenommen. Wegen Verletzung der Sonn tagögefetze hat die Polizei in New Vk am letzten Sonntag nicht weniger als 236 Personen verhaftet. Die Wächter

der Ordnung" schlichen sich rn Burgerkleidung in die Locale und verhafteten die für vogelfrei erklärten Bürger. Die Regierungsdruckerei in Washington, die größte Buchdruckerei der ganzen Welt, steht vollständig unter dem Einfluste von Gewerkschaften. Es werden in ihr nicht allein alle Preise durch die Gewerkschafter festgestellt, son dern eö kann auch in ihr Niemand Be schäftigung erhalten, der nicht Mitglied einer Gewerkschaft ist. Aehnliche Verhältniste herrschen bei Regierungsbauten im Bundesbezirk. Unter d en Passagieren des Dampfers Hecla,"welcher dieser Tage in Castle Garden landete, befand sich auch der 52 jährige Zwerg HanS Hasen auS Dänemark, sowie desten stämmige Frau und drei baumhohe Söhne. Als der Vater registrirt werden sollte, hob ihn einer der Söhne auf das Pult des Clerks Silberstein, welchem der Zwerg schmunzelnd seinen Namen angab, wo raus er stolz auf seine Familie deutete. Am Abend reiste das Familienoberhaupt, welche? die allgemeine Aufmerksamkeit der vielen Einwanderer auf sich zog, mit Frau und Kindern nach Galesburg, Jll., ab. - Herr Doumann, der Chef Clerk des Bundesschatzamts in Washington, hat eine sonderbare Vorkehrung ge' ttoffen, um es zu ermöglichen, daß eine größere- Zahl von Scheuerfrauen im Schatzdepartement angestellt werden kann. Die Anordnung besteht in der Beurlaubung von 20 Frauen auf drei Monate. Für diese 20 werden 20 an dere angestellt, und alle im Schatzamt beschäftigten Scheuerfrauen werden jetzt nur 9 Monate lang beschäftigt sein und drei Monate Urlaub haben. Diese Anordnung ist getroffen worden, um einen unter einer etwas überspannten Frau Namens Charlotte Smith stehenden Verein von Arbeiterfrauen zu befriedigen. Vor etwa fünf Wochen trat ein sehr hübsches und anständiges deutscheö Mädchen Namens Rosa Huber in dem Kosthaus der Frau Tighs in Evans ville, Jndiana, in Dienst. Es entspann sich zwischen ihr und einem in der Nähe wohnenden Wirthschaftsbesitzer ei Lie beSverhältniß. Vor Kurzem brach der selbe daS Verhältniß ab, was auf Rosa eine so niederschmetternde Wirkung auSübte, daß sie vor einigen Tagen durch eine Dosis Wanzengift ihrem Leben ein Ende machte. Vor ihrem Tode sagte sie auS, ihre Eltern wohnten in Chicago, sie weigerte sich jedoch, die Wohnung derselben anzugeben. Man wird die Adresse der Eltern des Mädchens, das eine mehr als gewöhnliche Bildung besaß. zu ermitteln suchen. Der berüchtigteDesp erado Jim Bates, welcher bereits zebn Menschen umgebracht hatte, ist vor einigen Nächten rn Polk County in Tennestee von vier Polizisten aus Chattanooga ge tödtet worden. Man hatte ihn in Gcorgia zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt, eS gelang ihm aber, vor ei nem Jahre zu entspringen, und seitdem hatte er wieder mit kaltem Blute zwei Männer ermordet. Eine hohe Velohnung war auf seine Ergreifung gesetzt, und in der letzten Samstagnacht fanden ihn vier Polizisten von Chattanooga in seinem Schlupfwinkels in den CbickoweeBergen. Er versuchte, auf sie zu schießen, sie kamen ihm jedoch zuvor und machten durch eine Salve Rehposten seiner bluti gen Laufbahn ein Ende. In Chouteau County in Dakota wurde vor Kurzem auf der Prairie nabe dem Morais Flusse ein Engländer Namens Caldwell ermordet gefunden. Der Sheriff von Cbouleau County, W. H. Black, stellte fest, daß an dem Tage, wo der Mord gescheben sein mußte, der Piegan Indianer Two Fox desselben Weges gekommen sei, und er verfolgte auch dessen Spur bis zum Schauplatz des Mordes sowie von dort nach der Blackfoot-Agentur. Als Two Fox von dem Kommen des Sheriffs hörte, entfloh wurde aber von der Jndianer-Polizei verfolgt. Als diese ihm auf den Fersen war, rief er ihr zu, er wolle nicht lebend in ihre Hände fallen, und erschoß sich. Von der Mordstätte führten übrigens noch andere Spuren, und zwar der canadischen Grenze zu, welche beweisen, daß Caldwells Pferd über die Grenze geschasst worden ist. Da in jener Gegend Indianer aus dem bri tischen Gebiet gesehen worden sind, so nimmt man an, daß diese dem Two Fox bei dem Morde geholfen haben. 1 ES liegt in der Absicht deS Marinefecretärs Whitney, eine See-Mi' l!z oder Flotten-Reserve zu schaffen. In dieser sollen Alle dienen, welche, sei es aus Beruf oder auS Neigung, das Meer oder die großen Binnenseen befahren. Boston, New York, Baltimore, New Orleans, San Francisco und Chicago sollen vom Bunde mit den nöthigen UebunaSschiffen versehen werden.- Utbxi gens ist diese Idee nicht neu. Perry Belmont hat schon mehrere Male im Congreß eine dahin zielende Vorlage ein ? bracht, wurde aber jedesmal ziemlich chnöde damit abgewiesen, weil man annahm, sie sei einfach ein Plan, den New Yorker Yachtbesitzern zu ermöglichen, als Mitglieder der Bundesmarine fremde Länder zu besuchen und als solche fetirt zu werden. Ob eö Herrn Whitney ge lingen wird, den Congreß zu überzeugen, daß der Zweck der Flottenreserve kein derartiger ist, sondern daß damit wirklich eine Erhöhung der Vertheidigungskraft deS Landes erzielt werden soll, muß ja abgewartet werden. Daß eine derartige SeeMiliz für . die Vertheidigung, namentlich der Binnenseen, eine sehr will kommene Beihilfe wäre, läßt sich nich' läugnen. In einer K inderb ewahr Anstalt zu Brooklyn, der Brooklyn Nursery", sind die Masern als Seuche aufc:treten. Von den 70 lindnn, Kna i

ven 'nd Mädchen, welche in der Anstalt r?. ... f .t c .

in uniciioinmcu jinoen, iino in cenie$ ten paar Wachen etwa 40 an den Ma fern erkrankt und 14 der Seuche erlegen. In letzter Wocbe starben 9 Kinder unter 6 Jahren. Ein Arzt in der Anstalt tbeilte mit. daß die Krankbeit in jedem dieser Fälle 13 bis 14 Tage dauerte. Außer den beiden Aerzten der Anstalt haben abwechselnd fünf' vom Gesund hcitsamt abgeschickte Aerzte sich um die kleinen Patienten zu schaffen gemacht, deren Betten in den beiden obersten Stock werken des Eebäudcö aufgeschlagen wur den, woselbst auch eine Anzahl von Wär tninnen die Leiden der. Kleinen zu lin dern bemüht war. Die Aerzte sind be strebt, die Kranken in strenger Abgeschlossenheit zu halten. Die Matrone des Hauses gab auf Befragen an, daß die Seuche, deren Entstehungsursache bis lang Aicht festgestellt werden konnte, vor etwa drei Wochen au? gebrochen sei und' mit großer Schnelligkeit um sich ge griffen habe. Die Geldmittel der Be Wahranstalt, in welcher der Tod eine so grausige Ernte gehalten sind nahezu schöpft. . Vom NuSlandk. or den Paris e r Geschwore nen stand vor einigen Tagen eine Ba denserin, Margarethe Tafel, ihres Zei' chens Stubenmädchen, das sich während der letzten Badesaison mit einem Kam merdiener Namens Foucarde in Houl gute eingelassen hatte. Foucarde war flatterhaft und machte Miene, fein Gret chen zu verlassen. Dieses lud ihn treu herzig zu einem letzten Schäferstündchen ein, nahm, während er den Schlaf des Gerechten schlief, eine lange Schneiderscheere und schlug sie ibm mit einem Bügeleisen in die Schläfe. Der arme Mensch erhob ein fürchterliche Geschrei, man eilte herbei und konnte ihn noch aus den Händen der Holden retten. Da Margarethe Tafel nicht des Mordver suchs, sondern nur schwerer körperlicher Verletzungen angeklagt war, so kam sie mit fünfzehn Monaten Gefängniß da von. Freigesprochen wurde hingegen von denselben Geschworenen ein Vater, der unter folgenden Umständen vier Re volverschüsse gegen seinen Sohn ab feuerte : Der Angeklagte, Pagnon, lebte seit 1871 getrennt von seiner Frau, weil sie ihm nach dem Commune - Aufstand Wegen seiner Theilnahme als Bataillonstambour bei den Födenrten eine Verur theilung zugezogen hatte. Auch um sei nen Sohn kümmerte er sich nicht ; aber als er voriges Jahr hörte, daß dieser ein schmucker, arbeitsamer junger Mensch ge worden war, ließ er ihn zu sich kommen. Der Sohn hatte nichts Eiligeres zu thun, als die Geliebte seines VaterS zu ent führen, und nun überfiel der Vater ihn eines Tages auf der Straße und zer schmetterte ihm die Kinnlade. Wie schon gesagt, erbarmten sich die Geschworenen des Mannes, dem der Sohn die Stütze seines Alters geraubt hatte, und sprachen ihn frei, obwohl er noch ausdrücklich be tonte, es thäte ihm leid, den Jungen nicht empfindlicher gezüchtigt zu haben. Das in Marokko erlafsene Rauchverbot für die Eingeborenen giebt den Gefängnissen reiche Nahrung. Dem Rauchen des Kief, der getrockneten Blüthe einer Hanfart, huldigten die armen Klassen und somit der größte Theil der Eingeborenen mit wahrer Leiden schaft,allenthalben im Lande herrscht da her große Erbitterung. Als in Casa blanca vor Kurzem für L3000 Kief öf fentlich verbrannt wurde, stürzten sich die Araber auf den brennenden Haufen und es entstand ein Tumult, der damit endigte, daß 215 Eingeborene in das Gefängniß abgeschleppt wurden. Grau same Strafen treffen Diejenigen, welche gegen das Verbot verstoßen ; in Macacau wurden einem Eingeborenen die Lippen abgeschnitten, andere erhielten 100 500 Stockhiebe, am beliebtesten aber sind Geldstrafen, weil sie eine willkommene Bereicherungsquelle für die Beamten sind. Die Gefängnisse sind entsetzlich. Sie werden niemals gerei nigt, und wenn man bedenkt, daß der Gefangene sehr ost den ganzen Tag nicht einmal herausgelassen wird, sei eS daß er vergessen worden oder daß der Wärter ihm feind ist, so kann man sich leicht vorstellen, wie ein solcher Raum nach Jahren beschaffen sein muß. Nun sind die Gefangenen, welche sich in den Zellen frei bewegen können, noch glücklich daran im Verhältniß zu den Armen, welche an Händen und Füßen an die Mauer festgeschmiedet sind; bald, oft schon nach wenigen Tagen werden diese denn auch von ihren Leiden durch den Tod erlöst. Nahrung erhalten die Gefangenen nicht, sie sind in dieser Beziehung auf Verwandte und Freunde und ihrer Hände Arbeit angewiesen. So kann der Gefangene sich durch Korbflechten bei sehr fleißiger Arbeit zehn Pfennige im Tag verdienen. Ein entsetzliches-Bild von dem noch immer in voller Blüthe stehenden afrikanischen Sklavenhandel entrollt ein Bericht aus Kairo. Nach Mittheilungen von Bord der eben im Rothen Meere besindlichen Yacht deS Herzog? von Hamilton haben die engli schen Kriegsschiffe Delphin" und ,,Al batroß", die von einem Agenten Na menS Wylde auf die Spur geleitet wor den waren, einen bedeutenden Sklaven transport in der Nähe von Suakin abgefangen. Dort lagen nämlich am Ufer mehrere DhowS", deren Cargo angeb lich auS Wolle bestehen sollte, die aber in Wirklichkeit bestimmt waren, die in der Nähe verborgen gehaltene menschliche Fracht von unglücklichen Negern aufzu nehmen. Bei der zuerst an der Küste angestellten Razzia fand man etwa hun dert Sk aven in der Umgegend versteckt. Die meisten derselben entkamen, doch gelang eö, zwanzig derselben habhaft zu werden. Dieselben erzählten, daß ihr Trupp nur ein Ueberbleibsel von dreihundert wäre, die aus dem Innern zusammengetrieben worden, aber auf dem grauenhasten Transport zu Grunde gegangen waren. Man kann aus dieser beredten Statistik ersehen, mit welcher Grausamkeit diese Ueberlandtransporte von Sklaven bewerkstelligt werden. Bei W l1nl?vsckn Yitr Dbows" fslnh vi .. ww ff 7 " " " .. I man dreißig bis vierzig der Unglückli chen an Bord. Zugleich ergab die Prü fung der Schifsspapiere. die erbauliche i Thatsache, daß die Capitäne im Besitz von tÄlaubnikscbeinen der. Regierung

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