Indiana Tribüne, Volume 10, Number 214, Indianapolis, Marion County, 23 April 1887 — Page 1

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in dies Spalte kosten 5 Cents per gelle. Vuzeigen-W welchen Stellen gesucht, oder offerirt werden, siaden unentgeltliche Aufnahme. Dieselben bleiben 8 Tage Kehen, können abn nbeschränkt nnenert kerben. Lnitizen, Kelche feil Mittag 1 Uhr adgezeöen erben, finden noch am selbigen läge Knfnahule. Äsr!sgt. erlangt: Ei VZechen für gewöhnlich Ha ardit. N 493 Uian Suafc. 27? erlangt in Panr 'är in Wholtsake Bttlfc? schuft; nur Solche tn9.cn ft elden, di d schift ft'bt unk Refr,n geb köne ach,usrag,n öS Süd Meridian Etrabe.F9 bt 10 Uhr argen. 26a, erl ngt: i bcutf($ct 9V&bcn skr gewLh licht Hubit. o. 291 . Zllabum Str. 279 8 I n 8 1: Hin junger Nznn i Älter on IS 18 rt$rn, um in einer Baökr z tbetten. Etr 4 - L i . W .n - A am 0 rrarn, in tret ar erfahrenn wird vorjcjojert. adisgn Äoenu. "Tl" "" 262 laugt in Jung van etwa 16 Jak?' in einer lüllcherk'.. Ein kürjttch Singewandeter wird orge tage. Siachzufkaz 121 Doughert? Strafe. 26a Nirlmpt ewige Rädchen fiir HiularbeU im Cirele Ha 4. 24a? erlangt wird in gute Mädchen. 9to. 305 Oft Ohi etrafc. ba Verlangt wird ei gute Wäschen für allgemein HauZardelt. Nähere in der Otflct d. Blatte, ba Zu verkaufen. Zu erkaufen in aute Piano ,u billige Pris io. 276 Süd Meridiin Srraie. 24a? Zu verkaufen: Ein Wilthschait. welche sich, iner uten u 'dschaft erfreut und gut geleeen ist. ter günstigen Bedingunzen. Nachlufragen ii der Office dS Blatte H6ba Verschiedenes. vollmachten werden auaefrttgt und Selber au ura in ,ogun stotzert eu,f, öff. Rotar. 424 Süd wertttaa Strafte. Pionxte und billig, Ledienung. Zur Beachtung! Dia in Buchform erschienene Red der erurtheil Un Ehieagoer narchiste find bei ir zu haben. Die beuischt gab kostet 1i ent. Carl ylnepauk, Ro. 7 Süd Alabama Str. Gesucht zu kaufen! Sia Haut mit 6 L Simmer und schone Lot, zwischen Merrill und Morri Straße und Madisou Zlverue und New Jersey Straße. Herrn. ieloldt, 0. 113K Oft Washington Straße. Moderne Frühjahrs - Hüte ! Ein volles Lager von den allerneuepen Moden. Qttxtu- nnb Knaben-Hüte ! Barnberger, Zlo. 16 Oasbtuaton6r H Todes - Anzeige. Freunden und L kannten die traurige Milthiilung aft unser z liebt, rochier, Tlmalia, heut argen um 1 Nir iUr von 2 Jahr und 2 Oflnaten fttftortfn ist. Die rdigung flutet ogn, tag Vachmit tag m 2 Uhr vom rrauerhuuse, 7!o. 6 üd Jlliao, Etrai, au ftitt. U Kill, Thei'nahm bUte Vetervernd, atbarina vernd, geb. Thoma, nebft ihren inder. H Wedttksagung. mlüt . cläe neiner erftorbeuen Tochter amt,, tie letzte hr, erwiesen, sowie den freund ltchen Llumensvendern und besonder Herrn loen arummann für fein beriltche Worte Im Haus , an rate, spreche ich hiermit einen herzlichen Xank nl. EmllV LI,lu. McCatiy Mr. Spar-uL6ihverein Die Vttalieder obige verein erde hierdurch aufgtfordert sich am Samstag, Un 23. prtl, bed 7 Uhr. bet Job uehler. Ecke art, und Telawar, Straße behus-Z Abnahme der verein Eonftiturion und ebengisetz tnzufindea. eolph bet, Sekretär. John P. Jährling, Sev?eN-Schneil)eV Reinigen, Reparaturen, Farben, XZJ- Alle Arbeit garantirt. Zlo. W O&b IllinoiS (Ztr. Job dtttaöex. Saloon u. VillilltdHalle, CO CTo v?nvsvlvavia Ot?.

Neues ver Telegraph.

ISctln ttulMO ttn. Jndianapoli.23. April. Schö. neS Wetter, kälter Sonntag Morgen, daraus langsam steigende Temperatur. Fürchten sich vor den Sozia listen. Springfield, Jll.. 23. April. -Der Gouverneur zog die Ernennung Frank DworakS al Friedensrichter zu rück, weil derselbe Sozialist ist. Der Senat bestätigte alle übrigen Er Nennungen, mit AuSnahrne der von Da nlel L. Wbeeler. Lkdlerer ist ebensallS Sozialist. Die Verdastung Schnäbele'S. Pari, 23. Apr. Die .Republique Feancaile sagt, dab die deutsche Regie rung Herrn FlourenS, den Minister deS Auswärtigen insoraiirte. dab wenn eS stch eriotistn soCte, daß Schnäbele auf sran zöstschem Boden vertast.t wurde, derselbe sreigelasttn vükde. EdiwvieLleo. In Cincinnati haben die Demokra ten bei den Beamtenwahlen im Stadtrath, sowie im Schulrathe stramm für die Kandidaten der republikanischen Partei gestimmt. Dies zeigt wiederum die Richtigkeit unserer Ansicht, daß in Bezug auf die Arbeiterfrage die demokrotische Partei um kein Haar besser ist, als die republikanische. Wir haben keine Klassen. Nein, gewiß nicht, wir sind Alle gleich in diesem freien Lande. Aber in Charleston wird ein Denkmal für John C. Calhoun am 26. ds. enthüllt, und das Comite, welches die Arrangements in Handen hat. schickte verschiedenen prominenten Persönlichkeit ten in Washington Einladungen zu. mit der Bemerkung, sie würden als Gäste der Stadt angesehen werden. Die Hren Prominenten erwarteten, daß man ihnen einen besonderen Eisenbahnwagen zur Verfügung stellen würde, statt dessen aber wurden ihnen bloß Eisenbahnkarten zugepellt, so daß sie hätten reisen müssen, wie andere Menschenkinder auch. Da raufhin lehnten die Senatoren Best, Cockerill und Andere die Einladung ganz und gar ab, weil die Accomodation nicht zureichend sei. Nein, es giebt in unserem Lande keine Klassen, aber man kann doch gewiß nicht leugnen, daß eS Prominente und Nichtprominente giebt. Ueber den kürzlich gemeldeten Vorfall, daß in Milwaukee ein Lehrer einen Knaben schlug und daß derselbe sofort an den Folgen starb, commentlrt die Turnzeitung" wie folgt : Wir verwerfen daS Prügeln in der Schule bedingungslos und halten an der Behauptung fest, d& der Lehrer, welcher an den Stock als Erziehungsmittel glaubt, kein Pädagoge ist und seinen Beruf verfehlt hat. Erzieherisch werden Prügel nie wirken, man schlagt nur hinein, nie heraus, macht die Kinder störrisch, verstockt und hartnäckig. Wir verkennen die Schwierigkeiten, welche dem Lehrer gerade in unserm Lande, in welchem die elterliche Erziehung oft so sehr viel zu wünschen übrig läßt, nicht, und dennoch bestreiken wir es, daß der Stock irgendwie in der Schule GuteS zu thun vermag. Ein Begerungsmittel ist er nie und im mer und daß die Autorität deS Lehrers durch ihn begründet oder vermehrt und aufrecht erhalten werde, ist ein Aber glaube, wie er. noch aus vergangener Zeit, da der Lehrer nur Zucht und Drill meiste? war, in die heutige Schule herübergenommen wurde. Wenn in den Schulen doch körperliche Züchtigungen noch so eine große' Rolle spielen, so in weist das nur, daß wir wohl viele Schulmeister, aber sehr wenig Lehrer haben. Die Lehrerbildung an und für sich ist eine ungenügende und dann sollte nur Lehrer sein wollen, wer dazu den Drang in sich fühlt. Im staatlichen und gesell schaftlichen Leben sollte Niemand höher sieben, als gerade der Lebrer. Wir machen also für die vielen pädagogischen Sünden, die, wie das Prügeln, noch ziemlich allgemein sind, nicht in erster Linie die Lehrer, sondern den Staat und die Gesellschaft verantwortlich, welche der Schule und den Lehrern noch lange nicht genügende Aufmerksamkeit widmen und direkt die Schuld tragen, wmn sich zu Lehrerstellen eine Menge Unberufener drangen, welchen das Schulehalten wei ter nichts als eine handwerksmäßig be tricbene Routinearbeit ist."

Wir geben hier der Turnzeiwng" in

allen Stücken Recht. Es geht leider heutzutage mit den gelehrtenProfessionen, fast ebenso, wie mit dem Handwerk. ES wird Alles fabrikmäßig, nach dem Schablone, maschinenmäßig betrieben. ES giebt deshalb auch keine Erziehungsanstalten für Lehrer, es giebt bloß Schulmeisterfabriken, in denen die angeblichen Erzieher zu Hunderten hergestellt werden. In gleich mechanischer W;ise wird dtr Untttrlchl betrieben, fabrikmäßig, maschinenmäßig, nach der Schablone. Da ist das Textbuch, da stehen die Frage und die Antworten, da ist das Pensum genau vorgeschkieben, meist ist der Lehrer oder die Lehrerin nicht einmal zufrieden, wenn die Antwort nicht im Wortlaut wieder gegeben wird, genügende Erklärung und Erläuterung wird nicht gegeben, weil die Lehrerin dazu nicht die Fähigkeit brsttzt. und so fehlt in dieser .Mühle" jener gei stige Rapport zvlschen Lehrer undZöz' lingen. der Achtung und Liede für den Lehrn bei Kindern erzeugt, und Prügel strafe überflüssig maüt. ES giebt leider sehr wenig tüchtige, wirkliche Lebrer. Der Lehrer hat keinen Beruf mehr, er hat bloß noch ein Ge schäli; Zur Illustration fiadet stch der Schrei der dieses AktikelS veranlag, eine kleine Erinnerung aS seinen eigenen Schul jähren zum Besten zu geben, und winn er hier lai Wort .wir gebrauch', so ist damit nicht dleseS Blatt gemtik t, sondern Schreiber dieS und seine ehemaligen Schulkameraden. Der Rtktor unserer Anstalt ertheilte uns zwei Mal wöchentlich Unterricht in Geschichte und Geographie. Er war ein Mann von imponirendem Aussehen, mit einem freundlichen geistreichen Gesicht. Errichtete äußerst selten eine J age an einen Schüler. Schulbuch'? gad S bei ihm nicht, er trug nur vor, er erzählte, und das waS er erzählte, mußten die Knaben bis zur nächsten Stunde aus dem GtdSZzt tiß niederschreiben. Dann lief tr einige Schüler, ItötS Mal andere auf, die mußten das, rraZ sie geschrieben. vorlesen. So lange er sprach, lauschte die ganze Klasse m t einer wahren An dacht seinen Worten. Der Mann schlug nie zu, er schalt niemal?, die schlimmste und für unS Knaben beschämendste Strafe bestand darin, dak er den zu Strafenden vor die Bank rief, kain btrüh te er ihm ganz leise mit dem Lineal daS Gesicht und sagte: .So, setze dich wlkdlr, es ist nur der Schande wegen." Nun, wir Knaben hatien vor diesem Lehrer einen ganz riefigen Respekt, wir liebten ihn, ein unfreundlicher Blick von ihm that uns wehe, jeder einzelne Schüler bemühte stch um seine Gunst und heute noch gedenkt Schreiber diese deS ManneS (er hieß Dr. Beeg und ist seit Langem todt) mit Achtung und Liede. In derselben Anstalt abcr hatten wir einen anderen Lehr r.der hiek D?. Engel hardt und et t seilte unS Unterricht in sranzöstsch'r englisch.r und italienischer Sprache. Wir hat.en schwere Arbe,t bei ihm. ein mal mußten w!r auS dem Eigllschen in'S Französische, dann wird? auS dem F ai zösischen in'S Italienische u s. w. über seden. Er war ein kleiner dicker Rttl, der bei jidtk Unachlsamk.it. oder bei jkl knabenhastiN Unor: darauf losschlug. u?,d dabti Mit einer nnhrhafi teuflisch. n Freude grinste. Wir Alle haßten den Mann, r W den Hak in unS hineingepräzelr. Wo Dtr ihn ükgir i konnten, da geschah tS. der Anblick seine AergerS entschädigte uns für die Prügel, klassenweise virab' redeten wir unS die Aufgaben nicht zu machen, und als er starb, (er schni t stch den Hall ab) weinte ihm keiner seinir Schüler eine Thräne nach. Borftelzende Jllusteat5n zeigt wohl deutlich den Unttrichied zwischen Lehnr und Schulmeisttr. Deshalb citiren wir hier auch eine Aeußerung der Wiener .Neue Freie Presse- bei G:legenhkit des BortragS deS De. DitteS. einer pädagogischen Be rühmtheit: Die Gegner deS Herren Dr. DitteS riefen gestern nach Reform der Kindererziehung; mit Unrecht, die Aufgabe die zu lösen ist. heiU: Reform der Lehrererziehung". DraDtnaczttlJtell. Verhas tete Ladenbestd tr. New V o x k. 22. April. Sta-a 300 Ladenbtsitztr sowie Angestellte derselben wurden heute früh von der Polizei verhast.t, weil sie. entgegen der neuesten Verfügung von Mayor Hewitt, Staub in die Straße hinein gekehrt hatten. Im Polizeigerlcht erhielten du Berhasteten m 113 melvnraltn. ioeus aucn kamen lie mit einem BerweiS davon. Streik zu tnde. Vbiladelvbia. 22. April. Der Streik der Bierbrauer ging heute zu Ende. Die Brauerelbeflker anerkennen

den Orden der KaightS of Labor Ltd

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tere stehen von der Forderung , ab. dak alle früheren Beschäftigten wieder angestellt werden. Ein verheerender Sturm. Fort Scott, 22. April. BonPreS eott wird über einen furchtbaren Sturm berichtet, der am Donnerstag In der Frühe daselbst stattfand. Siebzehn Menschen fanden dabei ihren Tod. Der ganze Ot wurde buchstäblich weggefegt, nicht ein einzige? HauS blieb stehen. Auch an an deren Ölten in der Umhegend richtete der Sturm große Verwüstung an. Der katholische Herald. New York. 22. April Erzbischof Corrigan schritb einen Brief an den Redacteur deS .Cathslie H.rald, welcher energisch Partei für McGlynn nahm. In dem Briefe wird der Redakteur daraus aufmerksam gemacht, dab, da daS Blatt als in katholisches bezeichnet wird, eS der Vorschrift deS Conciliums nachzukommen habe, die Verwaltung eines Bischofs nicht öffentlich anzugreifen. Der Brief schlieU wlt folgenden Worten : Seit einiger Zeit waren die Aeukerngen deö .Cbtholic Herald im höchsten Grade anflösig und skandalö?. Da daS Blatt innerhalb der Diözese publizirt wird, warne ich Sie Wmn Sie so fortfahren, so thun Sie die? auf Ihre eigene Gefahr." Wahrscheinlich wird daS Blott von al len k.t)olijchen ftjnjcln tn der Stadt herab vertazimt und oekörten werden. Der Eigei t!züuitr des .Eatholic Herald" sprach stch heute dahin aii, dak tr sein Geschä t führe, wie er wolle, und daß er keine Veranlassung habe, sich vom Erj bischos irgend welche Vcrschnften machen zu lassen. Präsident Cleveland. St. LouiS. 22. April. Der St. Louis Republican veröffentlichte eine Mittheilung seines Washingtoner Cor respandenten, wonach Prästöent Cleve land sich einem Senior gegenüber dahin ausgesprochen habe, dak er absolut keine Wiedernomiration annehmen wird'. Nichts könne ttval an seinem Ertlchtusse ändern. Er zähle die Tage, die er noch im Amte zu verbleiben habe. Die ArVeiten deS Prüstdentln, wenn Led'erer ge wisienhast sei, seien so anstrengend und aufreibend, dak Niemand länger als vier Jahre .im Amte verbleiben könne, 'ohne seine Gesundheit zu schädigen. Er.spreche über die Sache nicht gerne, weil ihm doch wahrscheinlich Niemand darin glaub'. Ott Dabei Die Krankheit deö Kronprin zen. - Berlin. 22 Aprik. ES wir) der. stchert. die Aerzte des Kronprinzen hüt ten beschlossen, an seinem Zungenkrebs ine Oplr.lion vorzunehmen. Spöt.r: Der Kronprinz bkfindet stch zur Zeit in EmS, und die Badekur da selbst bekommt ihm sehr gut. Man ist entrüstet über die all rmirenden Gerüchte betreffs seines Befindens. Also doch? Wien. 22. Apri'. ES wird mit B gimmthe't verstcheit, der Czar Iah den schon längst erbetenen Abschied deS Mini st rZ des Aeußern. GierS. angenommen und den Grafen Schuwaloff. ehemaligen Botschafter in London, zu dessen Nchfolger ernannt. Die Ernennung soll dazu beitragen, die guten Beziehungen zw:schen Rußland und England wiederher zustellen. t BW Die Verhaftung Schnäbele S. Paris. 22. April. Premier Goblei und FlourenS, dr Minister des AuS wSrtigen waren bis 12 Uhr letzte Nacht in Conferenz, um zu brstimmen, was mm der Vcrhastung'SchaabeleS zu thun sei. La Paix sagt, die Regierung werde eine Erklärung verlangen. Im Ganzen drücken stch die Zeitungen m?t Ausnahme von Rochesor.'S .L'Itt.'ansigkant" sehr gemäkigtauS. Dak die Verhastung auf srznzösischzm Boden stattland, wird allgemein behaupt t. Der Präselt von Nancy hatte Schna bele schon früher gewarnt, und ihn wis sen lassen, kr solle auf seiner Hut sein. denn die Deutschen sehen ihn al? inen Spion an. Ek ist beschuldigt, junge Lothringer zur Auswanderung nach Frankreich dmnMi zu ha.hr. Im Uebrigen wird hier vielfach die Ansicht ausgesprochen, daß BiSmarck eö darauf abgesehen hab, einen Krieg her beizusühren. D ie ander e Seite. Berlin. 22. April. Die Verhas. tung Schnäbele? ist die Folge gewöhnli chen richt rlichen Verfahren. Der Rich. ter, welcher die Verhaftung anordnete, that eS in Folge von Beweisen, da Schnäbele in Elsak gegen Deutschland agltirte. Die deutichen Behörden find der Ansicht, daß er dafür selbst als Aus

länder strafbar und der Gerichtsbarkeit Deutschlands unterworfen sei. da er aus deutschem Boden virhafttt wurde. Die Angabe, dok Schnäbele aus deutschen Boden gelockt wurde, wird als falsch bezeichnet. Der Verhaftete wurde alS ein Spion betrachtet. Mißhandlung durchWucherei. Gibraltar. 22. April. Die wie derholt erwähnten Gemeinheiten der Wucherer in Marokko scheinen noch immer fortzudauern. trotzdem jüngst der dortige amerikanische Consul (im Gegen satz zu andern Consulen, welche da Sy stem begünstigt hatten) dagegen einschrittSoeben wird gemeldet, dab zwei Eng länder, welche, die amerikanische Flagge aufzogen, in Alcazar. Marokko, einen jüdischen Kaufmann wegen einer Schuld aefängen nahmen, ihn in Kettennach Tanger brachten und ihn unterwegs zur Parade durch drei verschiedene Orte sütrtin. WaS die Gemeinheit noch gröber macht, ist der Umstand, dab ste wäh rend deö Passahfeste verübt wurde. Die hervorragenden Juden in Tanger haben einen gemeinsamen Appell an den französischen, den portugiesischen und den britischen Consul erlasien' und ersuchen dieselben, ihnen Beistand zu leisten zn einem Hilferuf ai alle Regierungen be husS endgiltiger Unterdrückung d r mit Mikbialch des konsularischen Schutze? noch' strwZhrend verübten Schandtha ten. m Sckiffsnschricht,n. Auekommen in: Nero V o rk: .Saale" von Bremen. Q u eenSt o wn? .Aoriat c" von New York. Deutsche Lokal - Nackrichten. Provinz Hesfen-Nassau. Ueber das Vermögen des früheren Besiers des Anzeiger", nunmehrigen PaplerfabriTanten KrebS-Schmidt in Frankfurt a. M., wurde der Konkurs eröffnet. Die Passiven betragen 400.. 000 M. Der praktische Arzt Dr. F. Landau in Frankfurt a. M. wurde wegen Fälschung einer Quittung über 6 M., Welche er dem Schuhmacher H. Klug schuldete, zu 6 Monaten Gefängniß ver urtheilt. In Köln wurde der Weinreisende Lüdke von Frankfurt a. M. wegen Betrugs verhaftet. Stadtrath 23. Cornill.Goll in Frankfurt a. M. Der Rechnungsführer, des Bades in Nenndorf, Major z. D. Mangold, .ist-wegen Unterschlagung und Fälschung der Bü cher verhaftet worden. Wilhelm GroS und Frau in Wölferlingen feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Der Arbeiter AndreaS Fischer von Fambach hat sich erhängt. Durch Unglückefälle kamen ums Leben : der Bauer F. Redanz von Auwallenburg (überfahren), der Metzger Anton Michelbach von Camp, der Unterofsicier Küchmann vom Jnf. Reg. No. 81 und dessen Braut, beide von Frankfurt a. M. (ertrunken), der Administrator der Apotheke in St. Goarshausen, Dr. Jungmann (in Folge einer Vergiftung) und der Bahnarbeiter Schwab von Höchst (zwischen zwei Wag ßvns zermalmt). Niedergebrannt sind : m 'Erbenheim die Wirthschaftsgebäude des Oekonomen H. Schumacher und in Wiesbaden der größte Theil der F. Werner'schen Essigfabrik. Thüringische Staaten. In Gotha sind vom 10. Dec. 1878 bis jetzt 407 Leichen durch Feuer bestat' tet worden. Der- Musketier Holland in . Gotha beging Selbstmord. Der ehemalige Contrabassist Heyderich im Orchester des Hoftheaters in Sonders hausen' entdeckte eineS Tages, daß er eiDeutlich zum Tenor geboren sei, ließ sich m Dresden ausbilden und debütirte kürzlich mit großem Erfolg auf derselben Bühne, an der er früher den Baß gestrichen. Die Weimar'sche Theater Intendanz hat demselben den Antrag ge macht, als Lohengrin" dort aufzutreten. In Greiz der als Pädagoge weit bekannte Consistorialrath Horlbeck. Verurtheilt wurden: wegen Meineids der in Krumbach geborene und in Bur kersdorf b. Weida bedienstete Schneider geselle Müller zu 2h Jahren Zuchthaus; wegen Straßenraubs der Handarbeiter Eismann aus Großenstein zu 18 Mona ten Zuchthaus; wegen Urkundenfälschung der. Tuchscherer Karl Heinrich Bgner aus Neustadt a. d. O. und der Schieferdecker Schreuer aus Oberlemnitz zu 5, resp. 4 Monaten Gefängniß ; wegen be trügerischen BankerottS der Seiler und Materialwaarenhändler Mehlhorn auS Noda zu 3 Jahren Zuchthaus. Mecklenburg. 1 Der Medicinalrath Dr. Vogel in Gü strow, welcher sich zu einer Operation nach Rostock begeben hatte, ist dort ge storben. Der Stadtsprecher, Rentier C. M. Schmidt in Laaae, feierte sein 25iährigeö Amtsjubiläum. AuS dieser Veranlassung wurde derselbe in gemeinsarner Sitzung des Rathes und des Bür gerauSschusseS vom Bürgermeister Cramer beglückwünscht und ihm die vom Großherzog verliehene silberne Verdienst medaille übergeben. Im Namen der Stadt wurde oer. Jubilar mit einem werthvollen Regulator beschenkt. Die Rostock Gewerbebank hat das ihr gehörige Phönix.Bad" für die Summe von 52,000 M. an den Schiffskapitän Jakob EverS verlauft.

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