Indiana Tribüne, Volume 10, Number 210, Indianapolis, Marion County, 19 April 1887 — Page 2
Zndiana Tribüne.
Erscheint FSgliH und SssutsgI. StttSlt$i .SrtJan- lsnet durch Hn Stifts ll entlxerQo?,. kii eanntssI-.IttMm-f ttl fit Qochi. Cl4 injamat IS istl. x, yofi isfftJOtät ts eatftxift4llsBf in 8. ßstlcct IL0.O?srvlavdOr. JndiMüpoliS Ind., 19 April 18S7. Auf dem VikeS Peak. Die höchste Signalstation in den Ver. Staaten besindet sich bekanntlich auf dein Pikes Peak, einem der höchsten Berggipfel der Felsengebirge. Die dort stationirlen Signalbearnten haben sei neöwegs eine angenehme Stellung. Das Leben dort ' oben ist furchtbar öde und langweilig, und es gehört eine große Selbstüberwindung dazu, es einige Jahre daselbst auszuhalten. Selbst mitten im Sommer findet man auf dem Berggipfel von Pflanzenleben keine Spur, und nicht einmal armseliges Moos will auf dem Gestein gedeihen. Dabei herrschen in der luftigen Höhe fast jeden Tag Stürme von einer Heftigkeit, von der man sich unten im Thal kaum einen Begriff machen kann. Tritt der eigentliche Winter ein, dann gestaltet sich die Lage der Signalbeamten noch viel qualvoller und sie ist alsdann sehr bäusig mit wirklichen Gefahren verbun den. Im letzten Jahre begann der eigent liche Winter dort oben.Änfangs Novem der. An andern Orten würde man frei lich auch den dortigen Sommer Winter nennen. Fast jeden Tag gab es heftige Schneestürme, und die Temperatur fiel stetig, bis sie crm 10. November den Nullpunkt erreichte. Bon der Zeit an war es bitterkalt. dS war trotz aller Kälte noch auszuhalten, wenn nur Schnee fiel, setzte aber in heftiger Wind ein, dann konnten sich die Beam ten in nicht genug Kleider und Decken hüllen, um sich in der eisigen Luft vor dem Erfrieren zu schützen. Am Neujahrstage wüthete ein solcher Sturm, der sieben volle Tage anhielt. Am sechsten Taze machten die Beamten die Wabrnebmung, das der auf dem Berggipfel führende Telegraphendraht auf irgend einer Stelle gerissen sein müsse. Es war ein tollkühnes Begin nen, bei einem solchen Wttter den Ab steig vom Belge herunter zu wagen, aber die Pflicht rief. Einer der Beamten es waren ihrer nur zwei aus der Sta tion nahm sein Handwerkszeug und etwa zwanzig Fuß Draht, kleidete sich möglichst warm und begab sich auf die Sucde nach der Bruchstelle. Es war noch früh am Morgen. Er folgte genau der Richtung des Telegraphendrahtes, da er denselben stets im Auge behalten munte. Eiue Meile weit ging es ganz gut, und er fand auch den Bruch und reparirte ihn binnen kurzer Zeit mit der Hälfte des mitgebrachten Drahtes. Dann siel es ihm ein, daß vielleicht weiter unten noch eine zweite Bruchstelle sein könne. Es war erst 10 Ubr Morgens, und so beschloß er. noch weiter zu suchen. Als er in die Nähe des den Berg umgebenden Waldgürtels gelangt war, fand er seine Vermuthung bestätigt : auch dort warder Draht zerrissen. Leider hatte er nicht Draht genug bei sich, um den Schaden zu repariren. Unten am Fuße des Ber ges )t ht eine kleine Hütte, in welcher, wie er wohl wunte, genug Draht aufge speichert war. ttr beschloß, sich das Feh lende von dort zu holen. Er war kaum eine Meile weit gewan de, als er auf eine tiefe, mit Schnee gefüllte Schlucht stin, welche er mit Le denögefahr hinuntergleiten mußte. Die Schwierigkeiten des Weges mehrten sich derart, und der Schnee fiel dabei in so dichten Massen, da er bic Hütte unten etst spät am Nachmittag erreichte. Er beschloß, in derselben die Nacht zuzubrin gen und zündete sich zu dem Zwecke im Ofen ein Feuer an. Am nächsten Mor aen trat er hungrig und abgemattet die Heimreise an. - Der Sturm tobte mit einer so furchtbaren Gewalt und er hatte dabei mit so unsäglichen Schwierigkeiten zu kämpfen, daß er mehr wie einmal glaubte, sein Ende sei gekommen. Als er endlich, an Leib und Seele gebrochen. das Stationshaus erreichte, brach er be wutlos zusammen. Er hatte elf Stun den gebraucht, um eine Strecke von fünf Meilen zurückzulegen! Elektrische Eisenbahn-Beleuchtung. . . Letzte Woche wurde der regelmäßige Specialzug der Boftoner Eisenbahn auf seiner Fahrt nach New Fort zum ersten Mal mit elektrischem Lichte beleuchtet und mit Dampf geheizt, ein Ereignlß, welches besonders in Eisenbahnkreisen nicht geringes Aufsehen erregt hat. Die. Anwendung von elektrischem Gluhllchte auf Bahnzügen ist allerdings Nicht neu. ebenso wenig wie die Beheizung der Waggons mit Dampf. Die Pennsil' vantaBabn h B., bat dies Beleuch tungZsystem schon vor längerer Zeit auf einigen ibrer Specwlzüge eingeführt. und schon seit Jabren ist besonders in Europa die Dampsheimng aus den Eisenbabnen in Gebrauch. Bis jetzt hat sich jedoch die elektrische Beleuchtung von Eisenoahnzugen noch nicht praktisch be währt, und es bandelte sich bei der Bo stoner Bahn um ein neues System, von dessen Brauchbarkeit man sich überzeugen wollte. Bei dem nunmehr versuchten System werden elekkrilche Accumulatoren unter den Waaaons angebracht. Die Accu mulatoren und vorher vermittelst einer dvnamo elekttl chen Maschme bereits im Babnbof mit der nöthigen Elektricität geladen worden. Auf jeden Waggon kommen ;0 Zellen, welche für die Nund rabrt zwischen New Jork und Boston " r r- l vollkommen ausrelcyen ; innen nno in jedem Wagqon zwanzig Glühlampen anaebracht, von denen iede die Leucht kraft von 1 Kerzen entwickelt. Da diese Lichter nur in luftleerem Raume alüben und bei dem Zutritt atmosphä lischer Luft sofort verlöschen, so liegt . . , p r Kp keme lesayr naye, va& vei einem vtn
twynunsail vurcy' die erfchmetteruns der Lampen eine Feuersbrunst entstehen könnte. Es ist nicht wahrscheinlich, daß das auf dem Bostoner Specialzug der suchte System allgemein eingeführt wer den wird, selbst wenn man mit seinen Leistungen zufrieden sein sollte. Das selbe ist nämlich m kostspielig. Hoch stens könnte es aus Schnellzügen einige Verwendung sinken, auf welchen wegen der bequemeren und schnelleren Fahrt höhere Fahrpreise berechnet weiden. Man sollte indessen nicht aus den Au gen lassen, daß wir uns gegenwärtig noch im Stadium deS Erperimentirens befinden. Es werden bereits andere, nicht minder wichtige Versuche angestellt,
um womöglich auf eine billigere und zweckmäßigere Weise Eisenbahnzüge mit elektischem Licht zu beleuchten. Emerder selben z. B. besteht darin, einen kleinen elektrischen Generator unter jedem Waz gon . unterzubringen, welcher mit den SWrtVirM in rkinVurirt slffcrslfht wer j m f i 'V- vrv"2 D v den und vermittelst derselben fortwähl rend den Accumulator laden soll, so ba&J ein stetiges Licht in genügender Menge erzeugt wird, welches auch für die Haltestationkn ausreichen würde. Ein anderes, noch sparsameres System würde darin bestehen, eme dynamo-eleltrlsche Maschine an der Locomotive zu befesti gen und von emer kleinen Hilssocomo tive treiben zu lassen. In diesem Falle würde die' Elektricität vermittelst Trabt den Glühlichtern in den Waggons mitgetheilt werden, ferner wird gegen wärtig damit erperimentirt, kleine Dy namos an den Nadachsen eines jeden Waggons derart zu befestigen, da& sie die Elektricität direct den Lampen im Waggon mittheilen würden. Mit der Zeit wird es sich jedenfalls herausstel len, welches System sich am besten fu? die Beleuchtung der Eisenbahnzüge eig net. lsassische Arkeiterverhältnisse. Zu den Maßregeln, welche jetzt ,ge plant werden, um die Elsaß Lothringer mit Deutschland zu versöhnen, gehört auch die Einführung der deutschen Ge Werbeordnung in den Neichslanden. Die selbe würde die elajnschen Arbeiter un ter denselben Schutz stellen, wie ihre altdeutschen Eollegen, und daß dies sehr nothwendig ist, geht aus einemBuche her vor, welches kürzlich der Statistiker Dr. Helnrich Herkner veröffentlicht hat. Durch dieses Buch wird die Ansicht von der Humanität der oberelsässischen, na mentlich der Mülhauser Fabrikanten gründlich widerlegt. Es wird nachge wiesen, daß die wohlthätigen" Einrich' tungen der Fabrikanten kerne andere Tendenz und Wirkung haben, als die Arbeiter, trotz der Jämmerlichkeit ihrer Lage, in vollendetster wirthschaftlicher, moralischer und politischer Abhängigkeit von den Arbeitgebern zu halten." Ein wesentlicher Faktor für die Aeur theilung der Lage der Arbeiter ist die Art und Weije Verriegelung der Arbeits zeit und insbesondere die Dauer der Arbeitszelt. In den Betrieben der Ober elsäsier Baumwollindustrie und dies gilt namentlich in erster Linie wieder von den Mülhauser Fabriken hat die letztere nun keineswegs eine Gestaltung angenommen, wie sie den berechtigten Interessen der Arbeiter entsprechen dürfte. Die von Herkner eingeleitete Untersuchung ergiebt, daß eme I2stün dige Arbeitszeit die Negel bildet. " Die Arbeit beginnt Morgens um L Ubr und dauert bis Mittag. In dieser Zeit giebt es nur eine Pause von 8 Uhr bis 8 Uhr dO Minuten. Während dieser Zeit aber bleiben die Maschinen im Gange, sodaß von einer eigentlichen Nuhe nicht gesprochen werden kann, vielmehr nur die Erlaubniß gegeben wird, in der genann ten Zeitpause emen Imbiß einzunehmen. Die Mittagspause dauert von 12 bis 1 Ubr. Von da an wird bis 7 Uhr Abends ohne Unterbrechung gearbeitet. Es darf ber der Beurtveuungdes Em flusses der Arbeitszeit auf die Arbeiterverhältnisie nicht außer Acht gelasien wer den, daß in der Industrie des Oberel' sasies eine große Anzahl Kinder, j u? aendliche Personen und grauen beschäftigt wird. In der TertilinduZtrle sinden wir 49,301 Arbei er, davon 23,288 männliche und 26,014 weibliche. In diesem Industrie zweige sind 6732 Arbeiter unter 16 Iahrenbeschastigt,und zwar 2369 mannliche und 3863 weibliche. Jm'Jabre 1884 zählte die Textilindustrie des Dbereljaß VU 12 bis 14iahrlge und 4790 14 'is 16jährige Arbeiter. Es findet also in den Neichslanden eine weitgehende Verwendung der Frauenarbeit, der Ar bei jugendlicher Personen und Kinder statt. Während nun in Altdeutschland dle inder von 12 bis 14 Jahren nur 6, die jugendlichen Personen im Alter von 15 bis 16 fahren rm Allgemeinen nur 10 Stunden des Tage innerhalb 5j Uhr Morgens und 9 Uhr Abends be schäftigt weiden düifen, können im Neichslande die Kinder 8, die jugenbli chen Personen 12 stunden arbeiten. Zwischen dem Reich und dem Reichslande ergiebt sich die hochbedeutsame Differenz, daß in letzterem die Kinder thatsächlich 4 5$, die jugendlichen Personen aber 2j, in den Spinnereien 1j Stunden langer arbeitcn.als rn ersterem. Herkner zeigt weiter, daßdie Löhne noch durch ein außerordentlich scharfes Geld strafen System gekürzt werden ; daß die Fabrikarbeiterinnen im Oberelsaß, ob sie nun ledig oder verheirathet sind, der Wollust ihrer Vorgesetzten tausendfach zum Opfer fallen ; daß in einigen Ge genden sogar noch dasTrucksv. stem besteht, md daß die vielgerüh nten Musterwoh nunßen für die Arbeiter Letztereit -genau so vlel Vertheil bringen, wle die berüch tigte Ä!odellstadt" Pullman bei Ehicago. Von den ersten Eigenthümern der Häus chen hat sich nur ein Theil im Besitze der selben zu behaupten gewußt. Aus dem Hauebesitz entstand für viele Arbeiter eine Art Schuldknechtschast, wozu vor Allem die ökonomische Unsicherheit, die mit dem L'.'ben des modernen Arbeiters verknüpft ist, die Veranlassung gab. Aus dieser kurzen Darstellung geht Wohl schon zur Genüge hervor, daß die Arbeiterverhältnisie in den Neichslanden keineswegs so günstige sind, wie man bisher angenommen hatte. Dem Ur theile Herkners, daß die Arbeiterzustände in den Neichslanden mißlichere sind, als indem übrigen Deutschland, kann man nur voll und ganz zustimmen.
Zum grMn TheUe hat dies semen Grund darin, daß die Arbeiter in Elsaß Lothringen den Arbeitgebern gegenüber viel weniger Reckte haben, als ibre Collegen in Alt . Deutschland. Während hier durch die Gewerbeordnung den Arbeitern das Recht gewährleistet ist, durch Organisation auf die Bedingungen deS Arbeitsvertrags einzuwirken, ist den Elsäsier Arbeitern dies gesetzlich ver boten, da im Reichslande noch das alte französische (besetz von 1701 gilt, wel ches jede Einigung auf berufsgenofsen scbastlicher Grundlage hindert. In
Folge des Umstandes, daß die Gewerbe ordnung in dem Reichslande keine Gil igkelt hat, entbehren die Elsaßer Arber er. wie wir schon oben bervoraeboben. der Arbeiterschutzgesetze. Von einer Be aufsichtigung der Fabriken u. f. w. ist ebenfalls keine Vlede. is$ x denn auch nicht ausgeblieben, daß die Arbeiter in jenem Theile Deutschlands in einem geradezu unerhörten Abhängigkeitsver hältntne von ihren Aroeitgevern iteven. Die letzteren haben es, wie Herkner hervorhebt, nur zu gut verstanden, aus der Liebesbedürftigkeit,, mit welcher sie abwechselnd von den französischen und den deutschen Machthabern umworben Wurden, wenigstens pekuniären Vortheil zu ziehen. Mit großem Geschick haben sie abwechselnd ihre Sprödigkeit gegen die verschiedenen Machthaber hervorgekehrt, damit man ihnen das, wav sie begehren, als Liebesgabe in den Schooß werfe. Die Hoffnung, dem deutschen Reiche die Sympathien der Oberelsässer Fabrikanten zu gewinnen, vaven ne zu einer ihren Jntereffen entsprechenden Umgestaltung der Zoll- und Handels Politik zu benutzen verstanden, und ste haben sogar das deutsche Reich vermocht, zu ihren Gunsten den oberelsässischen Arbeitern den Schutz vorzuenthalten, den es in seinem gesammten übrigen Gebiete den Arbeitern zukommen läßt. Amnestie. (Äu dkr .Berl. VolkSjeit.-) Glanz und Jubel des Kaiserfestes sind verrauscht. Alle Zeitungen aller Völkn haben darüber berichtet und dieWelt weiß heute, daß der 22. März d. I. ein Tag ohne Gleichen gewesen ist. Ein Tag, wie ihn keiner der Lebenden jemals er, lebt bat ; ja ein Tag, wie er selbst in oen Büchern der Geschichte niemals frü her verzeichnet worden ist. Einen , ge waltigeren und herrlicheren Tag so klingt die preisende Rede habe das Königthum niemals gesehen ; auf ehernen Säulen gegründet stehe es da und nach dem Worte des deutschen Dichters steige ihm der Trotz der Ewigkeit in je vem Pfeiler empor. Was hieran wahr ist, werden wir die letzten sein, zu leugnen oder oder auch nur zu verkleinern. Wahrheit, wie ge gen andere, so vor allem gegen sich selbst, ist die erste Pflicht derer, welche sich zur Fahne der Freiheit bekennen. Die Aus wüchse des Byzantinerthums, welche auch die vorige Woche allzu reichlich be fleckt haben, verhüllen höchstens, aber sie erschüttern nicht die Thatsache, daß Kaiser Wilhelm die Liebe und Verehrung des deutschen Volkes in überschwenglicher Fülle genießt, und der Thron der Hohenzollern so fest gegründet steht, wie kein anderer Thron der gesitteten Welt. Und wie wir vor acht Tagen dem Kaiser gehuldigt haben, so bekennen wir heute gern, dß sein neunzigstes Wiegenfest :in Tag ohne Gleichen gewesen ist. Ein Tag ohne Gleichen allerdings in jedem Sinne des Wortes. Denn auch davon melden die. Bücher der Geschichte nichts, daß jemals an einem höchsten Ehn und Ruhmestage der Monarchie der herrlichste Edelstein der ttrone dunkel geblieben, daß in den sinnverwirrenden Glanz, die unbe schreibliche Pracht der Huldigungen, welche an die Stufen des Thrones her anwogten, von diesem Throne'her nicht der milde und sanste Schein der Versöhn nung gefallen sei. Wider die alte und schone Gewohnheit hatten die Herolde des Königsthums über dieses Fest des Königs den Gottesfrieden nicht ausgeru fen. Eine Amnestie ist nicht erlasien worden. Es drängt uns, offen die Ue berzeugung auszusprechen, daß. wenn der freie Wille des Kaisers hätte ent' scheiden dürfen, eine Amnestie der Alles krönende und Alles überstrahlende Gip fel der vergangenen Festwoche gewesen sein würde. Diese Ueberzeugung schöp fen wir aus der Vergangenheit des Kaisers. Als er den' Thron bestieg, öffnete er den Opfern des Jahres 181, das sein:m Hause wie ihm selbst herbes Leid gebracht hatte, öffnete er den Märtyrern jener nichlsmürdigen Polizei wirthschaft und schergenhaften Justiz, welche die Reaktion der fünfziger Jahre brandmarkten, großherzig die Thore des Vaterlandes, und so machte er später, ehe er 1866 und 1870 das Schwert zur schicksalsschweren Entscheidung zog, erst :inen vollen Frieden mit dem Volle. Sind somit die Berather der Krone allein verantwortlich dafür, daß am 22. März keine Amnestie erlaffen worden ist, so sind wir doch weit entfernt, die gegen wärtiaen Minister deshalb etwa per sönlich oder politisch anklagen zu wollen. Wie? Sollein Wort .er Gnade'ver Nichten, was zehn Jahre einer ernsten, staatemännischen Thätigkeit mühsam vor sich gebracht haben? Soll der Boden des Vaterlandes sich wieder mit der nach gerade doch schon recht zahlreichen Schaar von Reichsfeinden" bedecken, von wel cher er eben erst durch die aufreibende Thätigkeit der Polizei und Staats waltschaft gereinigt worden ist? Wäre es nicht eine unnütze Grausamkeit gegen die Amnestirten selbst, ihnen heute die Freiheit oder die Heimath wiederzugeben. um ihnen dann morgen doch ber der höchsten Wahrscheinlichkeit oder selbst Gewißheit ihrer unverbefferlichen Ge sinnung" das Eine oder das Andere oder Beides wieder nehmen zu müsien ? Die Sache will's, die Sache will's, mein Herz" dies oder ahnliches mögen sich die Berather der Krone gesagt haben,als sie, gewiß in lebhaftem Widerstreit mit ihren eigenen Empfindung, am 22. März dennoch der Staatsraison den Vortritt ließen vor den Gefühlen deS Frie dens und der Versöhnung. Dies alle? erkennen wir an und so sind wir weit entfernt von irgend wel chen Anklagen gegen Personen. Eben deshalb aber wird die Frage der Amnesti? zu einem Gegenstände. der ernüeüen
pomiiosen -Erwägung. &six regen ne wahrhaftig nicht an um Derer willen, welche wegen ihrer politischen Ueberzeugungen im Gefängnisse schmachten oder das bittere Brot der Fremde esieir, ihnen bleibt, um mit dem alten Ziegler zu sprechen, ihr Bewußtsein und ihr Leid." Der Ernst, der furchtbare Ernst dieser Sache liegt nach einer anderen Seite, und mag es bequemer, mag es sicherer sein, daran mit scheuem Schweigen vorüberzugehen so ist es in jedem Falle p2t riotischer, zu mahnen und zu warnen, so lange es noch Zeit ist, mit der ölender
ung des herrschenden politischen 3!egierungssystems auch seine Consequenzen zu beseitigen. Und als die verbangniZ' vollste dieser Consequenzen erscheint uns allerdings, daß an dem höchstem Ehrenund Ruhmestage der Monarchie, mitten in einem uferlosen Meer von Glanz und Schimmer, dennoch aus Gründen der Staatsraison ein lichtloser Fleck bleiben mußte und daß dieser lichtlose Flck oer herrlichste Edelstein der rone war. Deutsche Local-Nachrichten Provinz Hannover. Die Ostfrksische Zeitung" in Emden feierte das 75jährige Jubiläum ihres Bestehens. -D:e Familie des Steuer amtsÄssistenten a. D. Schestag in ?!ien bürg, erbielt aus Amerika die tachricht, daß ihr Sohn Louis auf der Reise von Galveston nach New Orleans über Boid gefallen und ertrunken ist. Verurtheilt wurden : wegen Aufruhrs bezw. Auflaufs die m Hannover aniamgen Arbeiter Wilhelm Söhlke zn 2 Jahren, Friedrich Södlke zu 1 Jahr 8 Monaten, Falla zu 1 Jahr 6 Monaten, Hake zu 7 Monaten, Schünemann und Lübber zu je 6 Wo chen und Schröter zu 2 Monaten Ge fängniß; die Wittwe Klaas und eine Frau Sosie Böttcher, beide von ebenda, wegen Abtreibung der Leibesfrucht bzw. wegen Meineids zu 3 resp. 2 Jahren Zuchthaus, der Arbeiter Münke von Eindeck wegen Brandstiftung zu 3 Jahren Zuchthaus und der Arbeiter W. Jungherm von Hameln wegen tttllchkeitsverbrechen zu 18 Monaten Gefängniß. Die Wittwe des Diestmanns Peters von Emden, der erst kürzlich in Folge eines Sturzes von der Leiter gestorben ist, hat sich erhängt und Johann See kamp von Hamelingen machte seinem Leben ein Ende, indem er sich die Kehle durchschnitt. Durch Unglücksfülle kamen um s Leben: der Baumann Wendt von Arbergen und der Fuhrmann Ullers von Heersum (überfahren), der Altentheile? Gokenholz von Didderse (beim Abfeuern eines Gewehrs zu Boden geschleudert), ein Sohn des Häuslings Markus von Fröhlingen und die Arbeiter Wiese, I. und H. Lohmann, Schee ßelmann, Pape und Ecköoff von Stein kirchen (ertrunken), der Sohn des Schlossermeisters Meyer in Vilsen (trank aus Versehen Karbolsäure) und der Schlächtermeistec Böttcher von Winsen a. d. L (in Folge eines Sturzes). Ein Raub der Flammen wurden : in Puttball das Anwesen des Hosbesitzers Wiechmann, in Stolienau das Haus des Mühlenbesitzers D. Poos, in Sulingen der größte Theil des Müller Reumann'schen Hauses und in Weddesbüttel das Haus des Kothsas.senGiashof. Provinz Westfalen. Durch kgl. Kabinetsordr? ist der bis herige ökrels Hagen in drei Kreiie getheilt worden, nämlich in einen Stadtkreis Hagen", der die Stadt umfaßt ; zweitens in einen Landkreis Hagen", bestehend aus den Städten Haspe und Herdecke, sowie den Aemtern Böhle-Ha-gen, Breckerfeld, Ennepstraße, Volmarstein und Wetter, und drittens in einen Kreis Sckwelm, bestehend aus den Städten Schwelm und Gevelsberg und den Aemtern Ennepe, Haißlinghausen, Langerfeld, Sprockbövel und Börde. Die bei der Wittwe der Landwirths Oberste Hollenberg in Hambüren bedienstet gewesene 20jäbrige Magd Sofie Bülnnann, eine Tochter des Schreiners Bültmann in Westercappeln, wurde auf dem Heimwege vom Felde, wohin sie ei nem Knecht Kaffee gebracht hatte, überfallen, vergewaltigt und durch - einen Schnitt in den Hals getödtet. Als des Mordes verdächtig ist der Schwiegersohn der Wittwe Oberste verhaftet worden Der Grabenmeister Wietjohann in Wie denbrück hat, als er kürzlich mit dem Förster Dürbusch die städtischen Forsten revidirte, den Schneider Strotmann von Rheda. den er beim Streu'tehlen antraf. erschosien, als sich Strotmann seiner Festnahme thätlich widersetzte. Der Steinhauer Franz Schmidtmann von Anrechte kam bei Besetzung eines Sprengschusies um's Leben und der 11 Jahre alte Sohn Wilhelm der Wittwe Weingärtner in Siegen erstickte bei einem Feuer, durch welches das Haus sei ner Mutter ganz und da? benachbarte Weiß'sche Haus theilweise eingeäschert wurden. Provinz essen-7?ass au. Gestorben der Präsident der herzogl. nasiauischen Finanzkammer, Frhr. St. v. Haveln. Gestorben der letzte (am 12. Septbr. 1853) unter dem Freistaat Frankfurt erwählte Rathsherr Johann Friedrich Mack. Der 1'tentnerEduard Schramm in Haiger wurde erschossen. Im Zusammenhang damit sind bereits drei Personen verhaftet worden. Der Referendar Joh. Glorni von Frankfurt a. M. hat sich in Blensheim a. d. A erschossen und der Landmann Christof Theis von Lierschled hat sich erhängt. Durch Unglücksfälle kamen um'S Leben : der Braugehilfe Johann Scheuch von Cassel (von einer Maschine erfaßt), der 40 Jahre alte Johann F. Müller von Birlenbach (von herabstürzendem Gestein erschlagen), der 42 Jahre alte Konrad Groth von Hanau (ertrunken) und der Arbeiter Wenzel von ebenda (erfroren); der 18 Jahre alte onrad Peter von Rotbenkirchen starb in Folge Genusses von Medizin, die ihm zum Gurgeln ver ordnet worden war. In Oberschönau brannten die Mühle des Zimmermeisters Jäger uud die Häuser 38 39 und 13 14 (bewobnt von den Nazlern Fr. Jopp und Th. Häfner bezw. dem Schlosier F. Jäger) nieder und in Röhrenfürth das Wohnhaus des Gastwirths Steinbach. Königreich Sachsen. f Graf Mar zu Stolberg Wernige rode. Veteran Sam. Fischer in Colmniö 101. Jahre alt. Der Si
nanzreglstrator Försttr von Ä)rcsren yar sich ertränkt, der Unteroffizier Zesiack vom 106 Regiment in Leipzig und der Sattler Max Alex. Leithold von Löbau reiben sich erschosien. Durch einen Sturz vom Scheunenboden auf die Tenne kam der Gutsbesitzer Rodler aus Lwrkhardsgrün um's Leben ; der Arbeiter Wiesel von Crimmitschau, der Bahnwärter Schmidt von Harten siein und der Sohn des Fuhr-
wcrköbesitzers Hötzel von Schellenbcrg ' sind erirunken ; durch Einatbmen von Alnmoniakgas in der chreioer'ichen Düngmittelsabrik in Strchla erstickte dr Arbeiter Oeser von Gröoil u'id der Schneidermeister Hcrnt. 'ÜL von Äcarienburg wurde erfroren aufg:fandcn-Turch Feuer norden zerstört : di'chäfcrei ommlitz bei Döbeln (3l0 Schafe verdrannten mit), die Häuser des Webers Adolph Burkhardt, der Wittwe Auguste Wagner, des Webers Traugot: Henmz und des Webers Gott hold Neumann in 5)vercunnersdorf und di: Arzig'scben Oekonomiegebäude in 5iödlitz Binder sollen in letzterem Falle d,'S Feuer aus Leichtsinn angelegt ha D:n. Thüringische Staaten. In eincm Anfalle von Geistesstörung erncin! die Ehefrau des Kutschers Ba t.'r, geb. Trope l, in Saalfeld ihr einjäh' xt Kind in einer Wasierbütte und er hängte sich dann an einem Haken in der Küche. Der frühere Stadt- und Spar kassen'Rendant Ch. G. Dietmann in Saatfeld, dessen heimliche Entweichung nach Amerika im Jahre 1836 und später entdeckte Unterschlagungen s Z. ausführ lich besprochen wurden, ist kürzlich von dem Schwurgericht in Gera zu 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Als der Bureaudiener Hilpert in Langenberg vor Kurzem einen Staarkasten auf einem Baume in seinem Garten befestigen wollte, rührte ihn plötzlich der Schlag. Die eine Hand hatte emen Ast so fest umschlossen, daß derselbe abgesägt werden mußte, um die Leiche vom Baume berunterzuholen. Der Arbeiter Franz Ed. Wolf in Langenwetzendorf wurde wegen Brandstiftung zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Der Maure Kirchner von Erock und der Stromer W. Lilie von Weida sind erfroren. Es wurden durch Feuer zerstört : die Oekonomiegebäude des Kratz'schen Gutes zu Groß'Stöbnitz, die, Hrn. Schiller gehö rige, sog. Graupenmühle" in Heisch berg und das Gehöft deS Landwirths Dinger in Hopfgarten. Heffen-Darmstadt. t Generallieutenant Adolf v. Grob' mann in Darmstadt. Der mir Glücksgütern reich gesegnete Wagnermeister Jakob Nettig aus Darmstadt, der an Verfolgungswahn litt, sowie der wegen Todtschlag inhaftirte Taglöhner Bickel aus Hammelsbach baben sich erhängt; die Wittwe Phil. Krämer aus Gießen und Joh. Grabmann aus Wald UelverSheim baben sich ertränkt und der 70jährige Joh. Sattler IV.. in Rhcinbrücken b. Seligenftadt nahm sich das Leben, indem er die Halsschlagader durchschnitt. Der Arbeiter K. Vollhardt aus Dornberg wurde auf dem Va'nhos Groß - Gerau überfahren und getödtet und der Küfer Ludwig Schenck aus Geisenheim von einem vollen Weinfaß erdrückt. Königreich Baiern. ; in München : Polizeirath a. D. Hektor Sluntz; Senatepräsident a. D. Wilhelm von Gares und Bibliothekar Anton Gutenäcker. Vom Schwürgerichte in München wurde der Verlags, buchbä".dler Furch von Frankfurt a. ., dahier wohnhaft, wegen Vergehen wider die Sittlichkeit zu Imonatlicher Gefangn nißstrase verurtheilt. Der bekannte Schwindler, f'-üherePortepeeFähnrich v. Adlian Werburg ist wegen neuer Betrügereien zu 1 Jahr 8 Monaten G.fängniß verurtheilt worden. Ein Münchener einjäbrig Freiwilliger ist unter der Anklage, seinen Burschen (Putzkameraden) unr eine Uhr und Geld bestohlen zu haben, verhastet worden. Die Sache erregt großes Aussehen. Der Amtsrichter Johann Bapt. Hauth in Altdoif wurde wegen Verbrechens im Amte zu 4 Jahren Zucbthaus und 5400 M. Geldstrafe verurtheilt. f In Nürnberg Oberlandesgerichtsrath Klß kalt. Der Privatier und vormalige Weinhändler Johann Reiß in Nürnberg wurde wegen Vergehens der Kuppelei mit 2 Monaten Gefängniß bestraft. f Der frühere Buchhalter der k. Filiale dank, spätere Gründer der Kommandit Gesellschaft. Wilh. Zimmer in Pasiau. t Der Fabrikbesitzer .und Vorstand der Handelskammer der Oberpfalz. Hendschel in Regensburg. s In Schwa bach Seminarlehrer H. Lang. s In Weilbeim Pfarrer Friedr. Bernhard von Huglstng. Selbstmord begingen : der I Oekonom G. Brugger von Hausen, der I Käser Heumood von Kempten, der frü here Bader Schmidt in München, der Gütler Thaler bei Pasiau und der Schweinehändler Grahamer in Schwa bing. Der Pächter ' Georg Mack von Fischhaus (bei Schillingsfürst) wurde i beim Holzfahren überfahren und lebens gefährlich verletzt ; der Angestellte des Pferdemetzgers Walz, Joh. Kolb, wurde in heißem Wasier, in das er gestürzt war, zu Tod verbrübt. In Flechs '. dorf ertrank der Sohn des Müllers Karl Schmcrler; der Mullerssohn Franz Selck von Hammerlos bei Neustadt W.-N. wurde im Getriebe der Mühle getödtet. In Hof wurde der Erd arbeite? E. Müller von einer einstürzenden Kellerwand erschlagen: in Homburg wurde Dorothea Neuhardt überfahren und getödtet, m Kandlbach die Tochter des Scbmiedemeisters Zahlauer zu Tode verbrüht. In Regensburg starb der Sohn des Kaufmanns Roth in Folge Sturzes auö einem Fenster; bei Roh' renbach erfror der Maurer Joh. Maier ; in Schwabach wurde die Söldnersfrau Josef Storck überfahren und getödtet. Königreich Württemberg. I in Stuttgart: Oberlieutenant a. D. ' Karl Jul. v. Klüpfel, der Secretär der. israelitischen Oberkirchenbehörde Herm. ' Stern und der Fabrikant I. G. Motz. ; Der Wirth Math. Mayer in Bronnen j wurde sammt Frau und Sohn wegen ! Brandstiftung verhaftet. Wegen BetrugS im Rückfall wurde der Kaufmann 1 Eduard Müller in Oedheim zu 16 Moaten Zuchthaus vrurtbeilt.. Die
Häair Klausmann's
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