Indiana Tribüne, Volume 10, Number 183, Indianapolis, Marion County, 23 March 1887 — Page 1
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lV , X 1 - U 1 t $ I r A JndianavoliS. 23. März Schöne Wetter im Süden. Regen im Norden von Jndiana, Westwind. Zu Tode verbrannt. Chic a g o, 23. MSrz. Eine Sve zialdepefche von BeZZemer. Mich, meldet. hnf) fr h (Triftn s? fRrirt3 Haus heute Moraen verbrann,.. Die! B " " iO k4y" ",M. Leichen von zkhn Personen Wurden aus n,n m.irhn ,,2 den Ruinen gezogen, und mehrere Perso ven verbrannten so, daß sie Wahrschein. lich sterben werden. Nihilistisches. S i. Petersburg, 23 März ES wird berichtet, daß am Sonntag sechs Personen roegen Velheiligung an dem Attentate aus den Ziren verhastet und schon am Montag gedängt wurden De aai.ss der wegen de? Attentats aus Obeist SudekiN' nach Sibirien verbannt war. und von da entkam, soll einer von den Sechsen sein. Gditorielles. Unsere Freunde mögen nicht vergessen, sich beute Abend im Zimmer No. 3 zu der Arbeiterversammlung einzusinden. Es ist rein unbegreiflich, daß der hiesige Telegraph" nicht auch, wie das Chicagoer Reptil, die Freie Presse", eine Ergebenheitsadresse an den deutschen Kaiser veranstaltete. Das englische Ministerium scheint jetzt m Bezug auf die einzuschlagende irische Politik einig zu sein. In nächster Zeit werden dem Parlamente die verschiedenen Gesetzesvorschlage unterbreitet werden und interessante Ereignisse stehen be vor. Ursprünglich war die Summe des Reichthums gleich der Summe der Arbeit und das Kapital war nur aufgesparte Arbeitsfrucht. Seitdem sich aber das Kapital aus unbezahlter Arbeit bildet und durch bloße Arbeit Niemand mehr reich wird, betrachten die entrechteten Klassen das Kapital als ihren Feind. Bei cem aroen volelvranoe m Buffalo kamen so viele Menschen theil weise deshalb ums Leben, weil es wegen der Telegraphendrähte nicht möglich war rasch genug die Leitern anzulegen. Was ist aber da weiter dabei ? Man wird doch den Telegraph und Telephongesellschaf teu nicht zumuthen, sich wegen einiger lumpiger Menschenleben in besondere Un kosten zu stürzen? So etwas wäre nach heutiger Auffassung doch wirklich tböricht. Die höchste vhhsische und die höchste moralische Wohlfahrt des Men schengefchlechts kann nur zusammen und gleichzeitig erreicht werden. ' Das bedeutet, daß keine Klaffe, kein Volk und kein Individuum neben der hoffnungslo sen Armuth tugendhaft sein kann. Für jeden hoffnungslosen Armen giebt's einen Verbrecher, Mr jeden Millionär taufende. Die Summe der Armuth ist gleich der Summe der Verbrechen. (Omoha Post.) Die in Lh-cago stattgehabte Eonvention der Braumeister muß eine r.cht nette Gesellschaft gewesen sein. Die Ein führung der gehässigen schwarzen Liste wurde in negativer Form bcschloffen, das heißt, man beschloß, eine weiße Llste ein zuführen. Künftighin werden die Brau meister, welche bei der Convention vertre ten waren, keinen Arbeiter anstellen, der sich nicht auf der Liste befindet. Es war Alles in Allem eine arbeiterfeindliche Con vention, welche ihrem bauchrutscherigen Thun noch dadurch die Krone aufsetzte.daß sie zu guicr Letzt ein? Gratulation an den deutschen Kaiser abschickte. Zur tzhre der hiesigen Braumeister sei gesagt, daß sie (unseres Wissens wenigstens) nicht an der Convention thellnah men. Wer es versuchen wollte, einmal einen Gang durch eine Anzahl Fabriken zu machen, der wird siaden, daß die größte Zahl der Arbeiter aus Ausländern besteht. Die geschickten Arbeiter stnd zu meist Deutsche, Dänen u. s. w. Die ungeschickten (unskilled) meist Jrländer. Amerikaner, das heißt Solche, welche erst in der fünften, sechsten oder späteren Generation von Ausländern abstammen. sindet man wenige darunter. Der Ame rikaner ist vollständig in dem Merkanti lismus aufgegangen. Sein Beruf besteh hauptsächlich in dem "waiiing for a chance", (Warten auf eine Gelegenheit) und er widmet sich daher meist nur sol
chen Geschäftszwttg?n, m welchen h!e und
da eine chanc. eine (Gelegenheit ein tritt. Daß für 999 unter 1000 diese Gelegenheit (Geld' zu machen) r.imatS kommt, thut nichts zur Sache. Wie jeder französische' Soldat, unter Napoleon den Marschallsstab im Tornister trug, trotzdem es in öer ' französischen Armee nur ein paar Dutzend Marsch älle gab, so trägt jeder amerikanische Advokat eine An .? ClC I uw . r l . er Tv i n.ft c. Tee u?c cpstruntaitii iinu puistitt ezne . Anweisung auf em paar Millionen in der Tasche. Die Gier nach arbeitslosem Erwerb ist eine der Krankheiten unserer Zeit. Trotz der fortwährenden menschenfreundlichen an den Arbeiter gerichteten Mahnung fleißig zu sein und Zu sparen, so fühlt doch Jeder, daß man durch Arbeit nicht reich werden kann. So sucht sich denn Jeder möglichst von der Arbeit zu drücken und wartet auf eine cfcance. Es wird unmöglich sein irgendwo auf der Welt einen Menschen zu zeigen, der durch eigene Arbeit reich geworden ist. Die Quelle des Reichthums besteht in dem Gewinne an der Arbeit Anderer. Darum ist der beste Rath für Denjenigen, welcher reich werden will, nicht zu arbeien, sondetn Andere für sich arbeiten zu äffen. . Das thun denn auch die Amerikaner vollauf und machen es sich zum Berufe auf eine chanc zu warten. DraytoaHriHten. Die M e n b a H n (I o in m i M i en. Washington, 22. März. Der Präsident ernannte folgende Mitglieder der interstaatiichen Eisenbahncommisston: Tb maS M. Cooley von Michigan us 6 Jahre. William R Morrison von Jlli noiS aus 5 Jahre, August Shoomaker von Ne Potk auf 1 Jahre. Aldace F. Walker von Bermonl ouf drei Jahre und Walter.L Braga vo:i Aladsm auf 2J-,dre. Die Convention der Bruumeister. Chicago. 22. März. In See Honventlon der Braumeister fand heute eine lebhafte Diskussion der Ärbeiterbeegung stall. Es wurde beschlossen, eine Liste aller guten Arbeiter. Union oder NichtUnionLeute zu sübren, und daß die Braumeister ihre Anaestclltcn auS den auf der Liste B'findlichen euswählen. (Das wäre also das Negativ der fchwar zen L'ste) Die Absicht ist, ave Arbeiter billig zu behandeln und alle auS der aus schlußlichen Verwendung von Union oder ?! ich tun ton. Leuten entstehenden Schwierigkeiten, wie Streiks und Boy cottS zu vermeiden. Die Convention vertagte sich darauf um am s. ktober I8d in New 'or! wieder zusammenzutreten. Streikende Eigarrenmacher khicago. 2l. März. Die 100 An gernen oer uoiumvta.itr enTavm . . . m m m m m 1 I legten heute oie Arbeit mcdcr. ie ehören nicht zur Union, erklären aber. daß sie erbärmlich bezahle Düeden. 'Die Internationale tLigarren?.ttcher - Union hat versprochen, die Leute iu icnutstitnen, unter der Bedingung, da dieselben sämmtlich der Union deitreten. E i n A 1 1 e n t a r. Sp ring sield. 22. Mrz. Leb'.e Nacht wurde ein Anschlag auf NaZ Leben deS Legislaturmitgliedes George S. Bziley gemacht. Derselbe war vo r der Arbeiteepartei gewählt woroen Gerade als er die Treppe zur Thür? seines Kost- l hauseS hinaufstieg, schoß Jemand hinter j der Ecke des Hause hernor. Die Kugel durchdrang den Uederrvck ine in dem andern Rocke befindliche Brieftasche und blieb in einer zweiten in dem Rocke be findlichen Brieftasche stcck?n. Von dem Thäter hat man auch nicht die geringste Spur. Richter Reuben L. Hale, Mitglied des Christian CountygerichtS. hat eine von vielen hervorragenden Bürgern unter zeichnete, dringende Aufforderung erhal ten, abzudanken; man beschuldigt ihn nämlich, ein Mitglied der .Bald Knob berS" zu sein und auch Andere zum Bei tritt veranlaßt zu haben. DaS Berböe der 13 Berhaf.eten, welche auf einem Vorverhör bestanden, findet heute oder morgen in Ozark statt. Alle Diejenigen, welche mir der Ermordung von Eden und Green i thun hatten, sind jetzt dingfest gemacht ausgenommen. William Walker, der Führer deS Angriffs auf da .Eden Houfe" ; Walker wurde damals schwer verwundet, und Viele glauben, dab er inzwischen gestorben ist. ES steht j fet fest, daß die genannte Orga nisation nicht so stark ist. wie man an fänalich glaubte, und im Ganzen nicht ' mehr alS 200 Mitglieder zählt.
Gegen die Bald Knobber '
St. L ouiS, Mo,. 22. Mrz. Die UbUti ftctütl&tn cuS Christian Founiy besagen, daß ab?timS drei hervorragende Mitglieder der Vald Kaobbers- (der gesürchteten Vigilanten'oder Vehmbiü der-Okganisation) verhastet worden sind. Am Samstag verzichteten 15 dir 23 Ge fangenen auf ein Vorverhör und wurden dann, mit Handschellen fest zusammenge. schlössen, nach Springfield gebrocht, wo f. . - uc wnaBjij bis zum August werden .euo,ai via,, blasen Müssen (eS sei denn, daß vorher eine yxtrastdung des Gerichts Hof?? stattfindet) Denn für das Ver brechen, besten sie angeschuldigt stnd, giebt j e keine Bürgschaft. fcr üabtl . De Kaisers Geburtstag. Berlin, 22 März In jeder Stadt Deutschlands wird' der heutige Tag gefeiert. Trodem es hier fast den ganzen Tag über reinst?, bemzte stck dock fsirfmft. I" " - - r, " ? wf w i nh eint? lirtrtfhmrr Tft?tr Nllk,S httvifi "'ii'1 v v die Ctraßen. Die Szenen i djr Nacht waren über alle Maßen brillant Die ganz? Stadt war alänzend illuminier, viele der Deko rationcn waren kostbar. Die gr5ßartiste war die an der Akademie der schönen Künste, und bestand- auS einem 300 Fuß langem und 60 Fuß Hohem Bilde, die wichtigsten Ervignisse im Leben des ttaiseeS darstellend. ES beißt dop. BiSmarck und Molkte glänzende Belohnungen für ihre dem Staat geleisteten Dienste erhielten Sämmtliche ReichSminister erhielten Orden. Der Enthusiasmus ist allgemein. Bei dem Empfange im Palast verkündete der Kaiser die Verlobung des, Prinzen Heinrich. deS zweiten Sohnes des Kronprin z?n mit der Prinzessin Irene von Hesse. Nach dem Eopfange wohnten der Kaiser und die .Kaiserin dem Familien diner bei dem Kronninzen bei Am Abend ma? "große Soiree im weißen Saale des alten Schlosses. Die Unterhaltung bestand auS Musik und lebenden Bildern. Der Kaiser und die Kaiserin zogen sich um Mitternacht zu rück, die Festlichkeit dauerte jedoch biS zum Morgen. Die Illumination war die glänzendste, die man sich denken konn'e. von allen Dächern leuchten bengalische Feuer, von allen Thürmen leuchteten elektrische Flammen. Wien. 22 MSrz. Hier, in Gratz und einigen böhmischen Städten fanden Bankette und andere Festlichkeiten zur Feier des Geburtstages 'des deutschen Kaiser? statt. Pari, 22 März. Der dentsche Gesandte veranstaltete heue Abend zur Feier des Geburtstages deS Kaisers einen roßzrtigen Empfang. Alle Minister, das ganze diplomatische CorpS. sowie alle politischen Celebritäten waren geladen. General Boulanger war der. Löwe deS Abends. Clemenceau war ebenfalls an wesend. L'ssepS kam pünklich um Mit ternacht, um wie er sagte, beim Beginn bt? Geburtstage, zu erscheinen. London. 22 Mär,. Auf dem deut schen GesandtschaftSgebäude war die deutsche Flagge aufgezogen und der Ge sandte. Graf von Hatzsield. nahm Gratu lationen entgegen. Ein heiliger Krieg. London. 22. März. Nachrichten von Eabui melden, daß der Emir von Afghanistan an die Stände von Kohi stiin Cirkulare geschickt und ste zur Tbeil nähme an dem heiligen Kriege gegen Rußland aufgefordert hat. Vom sZuSlavd. Eine heitere Carneval s zeschichte weiß der Strals. Cour." zu erzählen. In einem hiesigen Hotel tref sen jüngst zwei Reisende bei der Table d'hoie zusammen uud berathschlagen, wie sie den Abend verbringen wollen. Der eine entscheidet sich für das Theater, der andere beschließt, aus einen Maskenball zu gehen, der in einem bekannten Wer gnügungslokal am Abend stattfinden soll. Es gelingt ihm, das Costüm eines spa nischen Granden aufzutreiben, und mit stolzer Grandezza begiebt er sich zu dem Carnevalfest. Dort bringt er sich durch einige Gläser Punsch in die nölhige Fa? schinhsstimmuyg, die sich ausschließlich so steigert, daß man den Granden an die Luft setzt und ihm vor dem Lokal noch einen tüchtigen Denkzettel giebt. Erzieht sich natürlich in sein Hotel zurück, entle vigt sich seiner spanischen Herrlichkeit und setzt sich nachoenklich in das Gast zimmer hin? den Schoppen. Da kommt der Freund aus dem. Theater zurück. Run." fragte dieser, schon wieder hier? Nicht amüsirt auf dem Masken ball 0, köstlich," widerte der andere, leider aber erhielt ich ein Tcle gramm. das mir den ganzen Spaß der dorben hat. Ich habe die Nacht durch arbeiten" .Wiffen Vie tzas," fae
nach einigem Nachdenken der andere, Sie könnten mir da einen befallen thun, un mir auf. ein Slündchen Ihr Costüm leihen. Es ist ja noch so früh, und hier finde ich doch keine Gesellschaft ein Stündchen möchte ich noch auf den Ball gehen!" Mit Vergnügen! Ziehen Sie sich oben auf meinem, Zimmer um und bleiben Sie, so lange es Ihnen beliebt." Der Ahnungslose legt daS Erandencostüm an und eine Droschke führt ihn auf den Ball. Schon im Vor zimmer erhebt sich bei seinem Eintritt ein Flüstern, als er aber im Saale er scheint, tönen ihm Ausrufe entgegen wie: Da ist er wieder! Er hat noch nicht genug! Raus mit ihm!" Ehe er zur Besinnung gekommen, ehe er noch ein Wort der Widerrede hervorbringen kann.
ist er unter Püffen und Knuffen rm Fieien und trifft gerade noch feine Droschke, die ihn wieder heimfährt. Un terwegs ging ihm ein icht aus. . Als er in das Hotel kam, fand er den Freund nicht mehr im Gastzimmer. Der Fleißige ..arbeitete" schon, und der zweite Grande tonnte dem ersten für das freundlich überlaffene Costüm nicht einmal seinen Wärmsten Dank auösprechen. Ein Engländer hat f o l aende niedliche Erfindung gemacht und gedenkt' sie als Ovation für das bevor stehende Rcgierungsjubilium seiner Könlgin zu verwerthen, ks bandelt sich um nichts Geringeres, als um eine Ju-biläum?-Tournüre, welche das God save the Queen!" feierlichst erklingen läßt, sobald die Trägerin sich ymsetzt. Der geniale Erfinder hat ein Exemplar der Königin bereits nach Osborn ge sandt. Eines hat der Erfinder bei dieser Musik - Tournüre aber übersehen: die patriotische Gewohnheit nämlich, daß die Huldigungs Hymne nur stehend borge tragen wird. Die Tragerinnen vermo gen den Vortrag aber nur sitzend zu be wirken, denn sobald sie sich erheben, hört die Musik auf. Und an diesem Umstände dürfte gerade bei den an der Form hän genden Engländern der Erfolg der schönen Erfindung scheitern. Ein politisch sehr intereffanter Proceß vor dem Londoner Gerichtshof der Bank der Königin (Queen'a Bench) kam dieser Tage nach mehrwöchentlichen Verhandlungen zur Entscheidung. Der General von Sandowal aus Venezuela, der Baron Montazu Call . und der Kaufmann George Baird waren angellagt, sich auf britischem Gebiet gegen ein England befreunl etes Land, die Republik Venezuela, verschworen zu haben, dort eine Revolution anzustiften. Man erinnert" sich, daß diese Herren vor drei Jahr n das SchiffJustitia" ausrüsteten und bewaff neten. um mit demselben an der Küste von Venezuela zu landen und dort einen mit politischen Freunden in diesem Lande vorher verabredeten Aufstand in Scene zu setzen. Die Justitia" ging im Juni 188 von Antwerpen ab, wur de aber bei ihrer Ankunft vor Venezula von einem Schiff der republikanischen Regierung, die von der Verschwörung Kenntniß erhalten hatte, angegriffen und in die Flucht geschlagen. Auf die dringenden Vorstellungen der Regierung von Venezuela wurde endlich der Procetz gegen den nach London entflohenen Ge neral Sandowal und seine beiden eng tischen Mitveischworenen, den Baron Call und den Kaufmann Baird (beide Actionäre verschiedener venezuelischen Unternehmungen), eingeleitet. Das Ver biet der Geschworenen erstatte den Gene tal Sandowal schuldig die Anklage gegen den Kaufmann Band wutde wegen man gelnder Beweise fallen gelassen, über den Grad der Schuld des Baron Call ver mochten die Geschworenen sich nicht zu einigen. Das Unheil selbst wird erst in einigen Tagen verkündigt weiden. Unter den vielen Rei' senden, die mit dem Prinzen von Wales zugleich Cannes verließen, um dem Etd beben zu entzsthen, herrschte große Angst, und der Prinz g:ng fleißig in den Sa lonwagen umher, um die laut schluchzenden Damen zu beruhigen. Endlich meinte eine derselben : Aber Hoheit, wenn es wirklich nicht so schrecklich wäre, würden Sie ja nicht auch so eilig Cannes verlaffen haben." Lächelnd er widttte der Prinz: Wiffen Sie, Madame, warum rch nach Paris reise?" Damit zog der englische Thronfolger seine Brieftasche hervor und zeigte ein Logen-Billet in das Gymnase-Tbeater zu ..Conteffe Sarah" für denselben , Äbeno vor. Der Prinz erzählte ferner, ! ... r . r. . r.ri. l. rt.wt.t i : er gaue unuti naa vim viiüi'eücu cici Telegramme nach London gesandt: je eines an die Königin und seine Gemahr r r " nrr w lin, um ue uoer jern 'zoyisern zu veru higen, das dritte war an die Londoner Akademie der ' Wissenschaften adtessitt, und in demselben erschienen genau alle Beobachtungen aufgezeichnet, welche der Vrirn während der Dauer der Erschütterungen gemacht. Denn," meinte der Thronfolger, rch bin Ehrenmrtglred der gelehrten Gesellschaft, und da ist eS Mi.ine Verpflichtung, gegen die Gelehr ten, welche den Laien so freundlich in ihre Mitte ausgenommen, wenrgjtenS aufmerksam zu sein." Job Weilacher. Saloov u. Billiardchallr, 00 ZU yinnsvleania Cte
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