Indiana Tribüne, Volume 10, Number 162, Indianapolis, Marion County, 2 March 1887 — Page 1

JT-'-V J fr V ttt TV Wff ( ; vvll lAy WWW Sahrgang 10. Ssstee : No. 120 Sü QarQlmiö Fwah vTnnacr 162. Zoli:apolia, Zadlaoa Mittwoch, den 2. März 100T.

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Qsä 172 Lelegravkj. OttlM muI(0 tr ft Indianapolis. 2. Mär,. pit Tinperawk wird bi Donntritag 9Jfot gen um 7 Uhr um ungesühr 20 Grad sallen. . Der Nnarchistenpro zetz. Ottava. Jll, 2. März. Der ge druckte brieF von Seiten der Verthei diger der vernktSeilten Anarchisten wurde

heute eingerußt. Der Generalanwalt Hunt sagt jedoÄ, er dedüife Zeit ,ur Erwägung bei Falle? und deilelde 'werde deshalb nicht sofort erledigt verdur. , , , Rev alte unterdrückt. Wien. S.März. Da? .Tagblatt meldet, daß die Revolte der Besamung von Silistria unterdrückt wurde. ' VöiSovieKeo. Für die deutschen Sozialdemokraten gelegentlich der Reichstagswahl sind im Ganzen bei der Nationalexecutive in 3!ew Jork. 55,336.29 eingegangen. Die Deutsch freisinnigen sind eifersüchtig auf die Erfolge der NationaUiberalen geworden und drängen sich nun auch heran, um zu seiner Majestät allergetreuesten. Opposition gezahlt zu werden. So wird wenigstens berichtet. Wir möch ten zur Ehre der Deutschfreisinnigen hosfen, daß dem nicht so ist. .Ein gewisser Robert Schilling, Herausgeber eines sogenannten" Arbeitnblattes m Milwaukee. der gelegentlich des Grottkau-Prozesses eine so zweideutige Rolle spielte, schimpft über Hmry George und sagt : Henry George ein Reformer ? Bah ! Besagter Schilling hätte besser Bäh statt Bah gesagt,, daö wäre natürlicher gewesen. Polizeisergeant Löwe muß als Va terlandserretter gepriesen werden. Mit zwei seiner Untergebenen blieb er letzte Nacht von 12 'Uhr bis 4 Uhr in der Mo zart Halle, um zu sehen, daß ja kein Bier verkaust werde. Wir wußten bis jetzt nicht, daß eS Pflicht der Polizisten sei, in dieser Weise die öffentliche Moral zu schützen, wußten bis jetzt auch nicht, daß es wichtiger sei, sich in dieser Weise mißliebig zu machen, als aufzupaffen, daß Diebe und Einbrecher nicht ihr Unwesen treiben. Wenn alle Polizisten es machen wollten wie Sergeant Löwe, was wäre das ein Freffen für die Spitzbuben. Einen Ordm ber für Sergeant Löwe, aber einen großen von dickem Rindöleder ! Mayor Harrison von Chicago sagte zu einem Berichterstatter der dortigen Tribune" Folgendes: Die Arbeiter Haffen mich, weil ich Bonsield im Amte ließ; aber dieselben scheinen nicht' zu wissen, daß während Bonsield den Knüppel benutzte, ich mich weigerte, die Arbeiter mit Bayonnetten und Gatling-Kanonen traktiren zu laffen. Falls kommendes Frühjahr hier Streiks ausbrechen und ein republikanischer Mayor an der Spitze der Stadtverwaltung steht, dann werden die Arbeiter statt rinem ein Dutzmd Bonsield'S vorsinden und statt mit Knüppeln todtgeschlagen zu werden, werden sie als Futter für Bayonnette und Gatling-Kanonen die nen." ' Das ist ziemlich deutlich gesprochen. und was noch mehr ist Herr Harrison sagt wahrscheinlich die Wahrheit. Das Journal" agitirt in letzter Zeit wieder sehr gegen den deutschen Unt erricht in den öffentlichen Schulen,' und die Gegner dieses Unterrichts benutzende her auch vorzugsweise dieses Blatt dazu. um ihre edle Gesinnung der Welt mitzu theilen. Vielfach wird die Behauptung aufgestellt, daß es doch nicht der Mühe werth sei, deutschen Unterricht zu erthei len, weil die Kinder nicht viel davon lern nen. Ein Herr von Jagemann in Bloomington behauptete demgegenüber im Journal, daß er sich in den Indianapolis ser Schulen selbst überzeugt habe, daß die Kinder Tüchtige? lernen. Wie dem auch sei, so ist ungenügender Unterricht gewiß kein Argument für die Abschaffung des Unterrichts, sondern für Verbefferung deffelben. ES wird sich damit wohl so ziemlich ver halten, wie mit dem Unterricht in den übrigen Fächern. Der Lehrplan in den öffentlichen schulen ist im großen Ganzen so, dahin. keinem Fache etwaS Erkleckli ches gekit werden kann.

Davon jedoch ein anderesMal. Was wir heut? sagen wollen, ist, daß der Amerikaist bei seiner Opposition gegen den deutschen Unterricht fast niemals aufrichtig ist, daß er den wahren Grunb, den Fremdenhaß, den nativiftischen Dünkel hinter allerhand Scheinargumenten verbirgt. Die Opposition ist keine allgemeine. Schon der Umstand, daß in Indianapolis mehrere Tausend Kinder amerikanischer

Eltern freiwillig Unterricht in deutscher Sprache nehmm, zeigt, daß es Viele giebt, welche in dieser Beziehung vernünftig denken, aber die große Mehrzahl der Amerikaner vermag über den NtiviSmuS nicht hinauszukommen. ' Daß das Erlernen ei ner fremden Sprache das Denkvermögen des Menschen ungemein schärft und erweitert, davon haben sie keine Ahnung. Göthe sagt, ein Mensch lebt so vielmal, als er Sprachen spricht. Ein solcher Gedanke ist dem Amerikaner unbegreiflich. Es ist daher auch gänzlich zwecklos zu versuchen, auf dem Wege der Argumentation in dieser Beziehung etwas zu erlangen. Wir brauchen uns darüber nicht zu täuschen' Was in dieser Beziehung geschieht, das geschieht ,mmer nur zum Zwecke des Stimmenfangs. . Keine Partei mag es mit den Deutschen verderben, und daß der deutsche Unterricht nicht langst abgeschafft wurdet hat man nur dem Parteihader zu verdanken. Denn schließlich hat jeder weise" Gesetzgeber auch deutsche Freunde, mit denen er es nicht verderben mag. Die Deutschen sollten sich deshalb stets hüten, als solche allzusehr die eine oder die andere Partei zu begünstigen, und niemals die Nücksichtvlosigkeit oder die Rachsucht einer Partei dadurch hervorrufen, daß sie derselben die Ueberzeugung aufdrängen, als habe sie nichts mehr von ihnen zu erwarten. Die beste Politik für die Deutschen ist stets die, jede Partei inie Lage zu versetzen, auf die Stimmen der Deutschen Rücksicht nehmen zu muffen, um so mehr, da keine der beiden Parteien der vollen Unterstützung des Deutschtbums werth ist. D?aWal)rilJten. Die BundeSschuld. Washington. 1 März Die Reduktion der öffentlichen Schuld während de MonatS Februar delief sich aus $1. 436 782, während der eisten 3 Monate dS Jahre aus $58 10 1 357. Die Bun verschuld, abzüglich veS Kaffendestanves beläust sich jetzt aus $1 331,031.026 ES befinden sich im Schatzamt 198 Millionen SilberdoUarS. Die Einkünfte der Re ginung mährend deS des JahreS belifen sich auf 238 Millionen, die Ausgaben auf 191 Millionen. Schriftsetzer. Streik M i l m a u k e e. 1 März. Die Schriftsetzer der englischen Zeitungen und Accidenzdruckereien. im Ganzen 250 stellten heute die Arbeit ein. Die HerauSge der der Zeitungen haben sich gegenseitig verpflichtet, zusamlnenzuhalten und haben Arrangement mit der sogenannten Printer? Protectiv Fraternity getroffen, zu welcher bloß NichtUnionDruckee gkhö ren. Die Herausgeber glauben, daß in einer Woche alle Stellen besetzt sein wer den Der Streik wird wahrscheinlich zum Zusammenbruch der Union führen. K. of H. L o u i S v i l l k, 1. März. Der Pro ztß der Supreme Loge der Knight of Hanor gegen die Bürgen von Robert Areckmridge um 533.000 begann gestern im Bundesgerichte. Die Verklagten gaben zu, daß die Bücher nicht richtig geführt seien und nach gegenseitigem Uebereinkommen wurde ein Urtheil für $28000 zu Gunsten der Loge eingt tragen. Bier-Boycott. New Vork. 1. Mär,. Der Boy. cott gegen die zum Pool, gehörenden Bräuer nahm beute formell, seine ' An sang. Fast alle Kleinhändler, auge noamen solche, welche bei den Brauern tief in der Kreide sitzen, schloffen sich dem Vereine der Kleinhändler an. Ein Flußdamvfer verbrannt. Zwanzig Menschenleben verloren. Mobile, Ala.. 1. März. Der Dampfer .W. H. Gardner", einer der größten Dampfer aus dem Tombigbee River, brannte heute Nachmittag drei Meilen unterhalb EalneSville bi aus den Wafferspiegel nieder. Aus dem Da vser b. fanden sich 461 Ballen Baumvolle, welche ein Raub der glam men wurden. Der Verlust Menschinlebtn ist sehr roß. Fünf Paffagiere mit fünf Kin der und zehn Sieger von der Mannschaft fanden ihren Tod.

Ktt Dabei.

ZurReichstaaiuahl. Berlin. 1: März. Die Spaltung zwischen den Sozialdemokraten und den Deutschfreifinnien dahier wird zu einer ausgesprochenen. Herr Krüger, der so zialistische Kandidat, wohnte einer Ver sammlung der Deutschsreisinnlgen bei und machte ihnen den Vorvurs. daß sie da? Uebereinkommen der beiden Parteien der Reaieruna aeaenüber aebrocken ha " I - T ken. Die Stichwahlen werden sich über Mitt. woch, Donnerstag und Freitag ouSdeh nen. Bis Samstag wird die definitive Zusammensetzung des Reichstags unge wiß sein. AlleS verbündet sich gegen die Sozialdemokraten. Berlin. 1. März. I Städtchen Auerbach. Sachsen, sind von der Polizei 10000 Exemplare einer sozialistischen Flugschrift abgefaßt worden, welche grobe Beleidigungen gegen den Kaiser Wilhelm und BiSmarck entdielt. In Rostock. Mecklenburg, sind 14 Stu denten wegen Betheiligung an sozialisti schen Umtriebe zu sechswöchiger Hast verurtheilt worden. Die Beziehungen zwischen den Ratio nalliberalen und den Deutschsreisinnlgen, welche sich in den letzten Wahlen so bitter bekämpsten, sind nicht nur freundschaftliche geworden, sondern die beiden Par teien scheinen ein förmliches Schutz und Trutzbündniß gegen die Sozialdemokratin abgeschlossn zu haben, gegen die selben Sozialdemokratin, deren statkeS Votum kürzlich von Eugen Richter als Trost für die Niederlage der Deutschsrei' sinnigen hervorgehoben wurde und zu de ren Unterstützung bei den Stichwahlen Eugen Richter dringend anrieth, nur damit die verd ten SeptennatSanhänger möglichst wenig neue Sitze erobitN könnten. Die Berliner Nationalliberalen haben sich offen dafür erkort, bei den Stich wählen in Berlin wie Ein Mann für die Deulschsreisinnigen zu stimmen, nur da mit die Socialdemokraken geschlagen würden. Die Deulschsreisinnigen wer den diese Liebenswürdigkeit damit beloh nen, daß sie in Lübeck. Kiel, Magdeburg und anderen Orten allemal den nationalliberalen Kandidaten gegen den knallst mokratischen unte, stützen Augenblicklich beißt also die Parole : Unter allen Umständen gegen die Socialdemokia ten!" ES wird nun interffant sein, wie die Letzteren, welche bekanntlich beschlof sen datten. bei den Stichwahlep, soweit sie keinen eigenen Kandidaten im Felde haben, die Deutschsreisinnigen gegen die ?tationallidera!cn zu unterstützen, sich zu diesem neuen Arrangement verhalten werden. Die Einzigen, welche sich mit dem neuen P,ct unzufrieden zeigen, sind, außer den Socialisten, die Eon servativen. Eine Ehre ist der andern werth. Rom, 1. März, Derttaiier Wilhelm und Fürst BiSmarck hüben dem Papst Beileidstelegramme anlZKlich des Todes von Cardinal Jacobini gesandt. DoS BegräbniK des Letzteren fiidet am Donnerstag statt. Die KnigtS of Labor und die katholische Kirche. R o m, 1. März Der Correspondent der affociirten Presse ist ermächtigt zu sagen, daß die amerikanischen Bischöfe in Rom sich dabin ausgesprochen haben, daß eine Verfolgung der KnightS of Labor durch die katholische Kirche zwecklos und unzeitgemäß wäre, und höchstens dazu führen könnte, die Arbeiter der Kirche zu entfremden. Cardinal Gibbons sagt. der Orden in den Ver. Staaten sei Harm loS, mag aber dazu dienen, die Frage zwischen Kapital und Arbeit zu lösen. Europäisch-politisches. London. 1. März. In osfitiellen K eisen von Bucharest begünstigt man die strikteste Neutralität, doch versucht man sich in möglichste Bereitschaft für den Fall zu setzen, daß die Raffen den Pruth über schreiten sollten. In den Arsen ilen arbeiten tausend Mann ununterbrochen. DaS Erdbeben. London 6. März. Von den 300 Leichen in Diano konnten nur 15 iden tisizirt werden. Die vielen noch undeer digten Leichen verbreiten einen entsetz liüen Geruch. In Spitorno wurden heute wieder Erd stöe verspürt. Genua hat 100.000 Lire ($20 000) für bie Nothleidenden beigesteuert. Zwanzig Tausend Menschen sind obdachlos. Der Scbaden an Eigenthum beträgt über zehn Millionen Dollars. Nach offizieller Zahlung beträgt die Zahl der Todten in den 17 betroffenen Ortschaften 611, die ber Verletzten 492.

Vom VnSland. Aus Algier wird geschrie ben : Der Neffe des Prinzen von Wales, der sich vorübergehend in dieser Stadt unter denr Jncogntto eines Mr. Darling ton aufhält, unternahm eine Promenade zu Pferde. Da der Prinz gerade vom Diner in sehr heiterer Stimmung kam, siel es ihm ein, vor einem von Englän dern stark besuchten Etablissement anzuhalten und daselbst ein GlasSelterswas ser zu verlangen. Er ritt hart bis zur Thür und verlangte das Getränk. Da

ihm aber die Bedienung ungeheuer langsam zu Um schien, drang er mtt dem Pferde durch die Thür in den Saal. Die Gäste sprangen entsetzt aus, schrieen und flohen nach allen Richtungen, allein der Prinz behielt sein Phlegma und rief dem Wirthe zu : Gebt mir eine Ciaarre! (5me große Menschenmenge sammelte sich vor dem Locale an, die Gaffenjungen erhoben ein wildes Geschrei und einige Wildgewordene mach ten Anstalten,' auf den Prinzen ewzu dringen. Vielleicht wäre dieser in aller Form -gelyncht worden, wenn mcht noch rrchtzeilig ein Polizei Commissär erschie nen und eingeschritten Ware. Zuerst ve ruhigie er das Pferd, das sich zu bäutiftn ansing, nahm es dann am Zügel und führte den übermüthigen Prinzen zu Pferde' nach dem Commissariat, wo hin auch die johlende, und pfeifende Menge folgte. Dort angelangt, wei gerte sich der Prinz, vom Pferde zu stei gen, rief vielmehr dem Polizisten tu: Führe mich in die Schänke zurück!" Die Polizisten gaben merkwürdigerweise diesem Wunsche nach und einer von ihnen faßte das Pferd am Zügel und führte Mr. Darltngton, den wirklichen Neffen des Prmzen von Wales, nach dem Ecab lissement zurück. Der diensthabende Commiffär hat wohl eine Anklageschrift, ge gen den übermüthigen .Netter verfaßt, allein er scheute sich, den wahren Namen deS Prinzen darin zu nennen; dieser wrrd sich rn einigen Tagen als Mr. Darlingion u verantworten haben. wenn dte Sache nicht früher auf dtplo malischem Wege ihre Losung sindet." In dem so romantisch geleaenen Graufihal in den Wasaen hat sich in der letzten Zeit eine eigenthüm' liche Lpukge,chlchle abgespielt. Wer das Thal besucht bat, kennt den Riesen fels, unter dellen mächtigem Vorsprung, schwalbennestariig angeschmiegt, die weltberühmten Trozlodytenwohnun gen" liegen. Ueber diesem Fels nun sah man des Abends seit geraumer Zeit ein rothlich schimmerndes unheimliches Licht leuchten. So wie die Nachtan gebrochen, entzündete es"sich,um erst gegen Morgen zu löschen. Welchen Eindruck diese räthselhaste Erscheinung auf die abergläubischen Ideen noch sehr zugängliche Thalbevöikerung machte.läßt sich leicht denken. Man brachte die ge heimnißvolle Erscheinung mit den die Luft durchschwirrenden Kriegsgerüchten in Verbindung und erblickte in derselben einen Vorboten bevorstehender Kriegser eignisse: ähnliche Lichter seien auch vor dem Krieg von 1870 vielfach im Wald gesehen worden. Da das gruselige Lichr sich in den letzten Tagen fast jeden Abend zeigte, faßte ein Trupp beherzter Männer den. Entschluß, ihm auf den Leib zu rücken. Mit Knüpveln bewaffnet und sich gegenseitig Muth zuspre chend, erkletterren sie in einer finsteren Nacht den Fels. Ihren Angriff begannen sie mit einem regelmäßigen Stein bombardemcnt, das sie aus kluger Ent fernung auf das Licht richteten; hierauf schrittweise immer weiter voranrückend, hieben sie auf dasselbe schließlich mit ihren Knüppeln ein. Und was War'S ? Eine ausgehöhlte Rothrübe.die in ihrem Innern ein flackerndes Petroleumlicht barg. Der seltsame Beleuchtungsappa rat war durch einen Spaßvogel in Manneshöhe an einem Baumstamm be festigt und des Abends von Zeit zu Zeit angezündet worden. Der Schwindel war entlarvt und das Gruseln hatte ein Ende. Der Jntransigeant" entnimmt den im Ossiciel" vom Jan. d. I. erschienenen alten Rechnungsab schlöffen unter der Rubrik: Unterstützung der fremden Flüchtlinge in Frankreich" die Angabe, daß die AusWeisung des Don Carlos aus Pau s. Z. 6654 Franken 90 Centimes kostete, nämlich 1435,30 Fr. für einen Extrazug von Pau nach Bordeaux. 3603.60 Fr. für einen Ertraua von Bordeaux nach Pa ris und 1616 Fr. für einen Exirazug von PariS nach Boulogne. Crne solche Summe ausgeben für einen Postkut schen-Plunderer , fugt der Jntranstgeant" hinzu, während so viele Unglück liche keinen Bissen Brot zu nagen haben! WaS soll man aber von einer republika nischen Regierung denken, die einen sol chen LuruS entfaltet für eine Personlichkeit, welche in ihrem eigenen Lande für einen Abenteurer gilt. Hat man dleS gethan, weil er ewiger Prätendent au den spanischen Thron ist oder weil Boulbonenblut in seinen Adern fließt? Wir wljien, wie man mtt anderen AuS gewiesenen umgeht, welche weder Pri zen noch Vrarendenten sind. Man steckt sie in einen Zellenwagen oder gibt ihnen einen Platz in einem Waggon zweiter Klaffe. Wenn man die v: alt hett UZ an die äußerste Grenze treiben wollte, so hätte min sich damit begnügen können, Don Carlos emen Salonwsgcn zur Verfügung zu stellen. Cm Extrazug aber sur ,bn allem, wahrend der Pran dent der Republik für feine Reisen ein- , fach den Schnellzug benutzt, das war ' lachttUs oder aeradeiu lkandalyS.

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