Indiana Tribüne, Volume 10, Number 157, Indianapolis, Marion County, 25 February 1887 — Page 3

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Vi.Ws.it ,. WRN ijerom? .ää Gel ,. - -vgegen NheumatlsmuS. Wunderbare Heilungen. 40 Jsire Gelitten und dass gehettt. N. A!dan?.Ttr..Jthaca.?Z. F. Ueber vienig Jabre bw ich ein Opfer rheu, r.attjijer GÄrnern acweZen. Ich wurde Vit&rdir.i, St. JaksbZ Del zu gebrauchen und nachsemicö zweil2sch'NONzewsndt batte.wa renaH? Schmerzen ?crscr,i,unecn Meine Glie der. welch? uns lnbm waren, sind jetzt so gelenkiz itie in wetner Ic?pS. Jof. (Zdfell. 20 Jaw stliftfn snä ienn gkhettl. Oanzor, Keine. Fran? :'-zen, welcher in Eab den'Ä öcfiiir Ckjt-Tt, 127 Erane-Ttraße, crj.'iu:, f(--tc: Vater, eicher Nro. 4C ortuafce lrn, Ir.t'.e Zeir ben icjicn dr?'.iiiz Ircn i:c i.v.:: S-inttr ern RHMZ, ii:pj. iu icn --:'. ta ; tUun. Er zoz die ."un I:;u ?-.c:!.e . .o ttiiuite oüe te iu.-.-:i .1 ? :.It-;! -,i TIienCriolq. li.-lzZiZj;'.r.tic,iii rz :l'.t Z?:t sei Fü5e 7 Jäf XCU i:ink5 Be an an i'r-cü'r. .?icen, viiatu cr (5r.JkzdS Lil s 4 O are?c?5k.cu:. 18 sjctie ana Izm geeilt. avtu;?-ilie Co' r'.s? Journal, . '-l " 1 t - , , tez o.raldson, ivetchsr in der wlaon t-A iiiit-.ura l'u-roer ver rjirniet rruxce, satte ittec uchtzeh Jahre Ciuaniuj a-itvcuTiatiiiCifsrnersen gekttin. er ozriuchte Diel Xcficren, di? berühmte 1t tn aber, electrisöie separate und die er föictenftcn ficilntittcl cbue Erfolg. Endlich vevUati er 3t. ia:cb4 Cd, welches Ujit voll ständig '.ederheistellie. $20,000 dergkveuZ auögkgcben. Oberit D. J.Willinmfon, ein frühere? Arec-Df,i'iir und C;Eonsul der Ler. St., Qcrn Francisco, GaL, berichtet, daß er lange Jahre an entart Rbeumat:Smu-t gelitten . habe, und nachdem er alle bekannten Heilinit tel und die berlimtesten Bäder anderer Länder rerzebcnZ angewandt hi-te, wurde er durch die nroen.mz von Et. JakobS Ocl vollständig roteserycri.steüt, THE CHARLES A. VCCELER CO., Baltimore, Ud. Eintausend Dollars er.den dem . jenien bezahlt, elcher Bemeise liefert, daß die vorstehenden der alle anderen Zeugnisse, welche von der Tha Charles A. Vogler Co., vtrintnU lichtmerden, nicht echt sind. Alle von uni eroffenfc. lichten ZeuzMe sind ahrheitSgetnu. ' Of O'f'OO-i'O C) SsrgenVoU und traurig f) S blickt maner Kranke in die ufunft, trell er bieder Sitte erfolglos aecrauit bat. Alle, besonders liej?nizen, welcbe an Män erschwäZ,e une oeicblect'ts-KranrdeUen, l J jcirie aa den traurigen Folqea ton Jugend, jy 22 lünfcen leiden, eilten um Eelöstschude den ..ettung-Anker" lesen, ehe sie sich Kiaxä rerleckenre uno trüzeriscke Dersxre j sungcn xrzdierischer me tsrnitAcr Anzeen rerletten lassen. Xai aediezene Bück. 250 i I Seiten, n:u zzblreickea naturzerreue BU T tt-rn. irirh i ITH t Cv,.,,... sorgsam verpackt, frei versandt. tf4 Arresiire Deutsche Heilinstitut. . J. ) 11 Clinton Place. New Tork, N. Y. OQi'Ol'Q'i-CO Zur Beachtung! tt baden soeben eine neuen Ofenlaben, verbunden mit i-em HauZ'inr'chtungSIladlt' sern'nt, it Qo. 33 Sü: eridiön Strafe, eröff ritt, und binachticht gen bierlt lai euch Pablikam davon. ir baden et e große Au wähl der den und f c inst nfiaater, weiche in den Staaten fatmirt toerfiea. u er tau bin u't tem Vuktt, m mit) .theilen, daß urfete disherjaen ttschäf.S?e,ie .aen un in den Stand iezen, ,u w.sien, welch körten Waaren lüii vier bkacht und wir taden deShald an ttx Srie unser L U'X bxt d,ühmtn muütt Jt Q tan ang 3,- .Kill'k 0 's LZ ouaht Zftl Rang,-, d't ro"-IZren . Q 'ck Keal aso.t Oes n, d .AiaS?a N f taralor- und ti' 3 tiinapo.il D fen ficri'Ut ttnfrt neuen Waaren caftn schrei t,i und in ei" inx Tag n n(t aa u 11 ft4)t drftt. ßtt n er a-S ae,ich et 'ctli'ate' kS nen ir de ' tltiern auß"vtd,n:l'che o theile b'klkn Jnvm wir un'ern J'eundkn für ihr bithengek Berirauen tnttp, zeichn toir tituig?co2, Wm. JLT. Ueiiuett Sou, c. 3 Süd Miritlan Straße. " fc . iu. wv. u vkuiuftveu. m mcr Aeischladm von La,viä Wqyz, $tt. 401 Süd Meridian Straße. S. O. Ecke McCarlh und Mertdianstr. DaS beSe Fleicb! Vorzügliche Würge! Große Auswahl. Billige Preise. Ausmnksame Bediennng. L AIjKX. METZGER, ß Ode! FollowH Hallo, Zweites Stockwerk. GENERAL-AGENTUK der groesten und sichersten Fouor - VerHichorumjNGoHellsohaften. An und Verkauf von Gründeten thuni. SchiflVScheinc fuer allo deutsche und englische Linien. Hinziehen von Erbschaften in allen Theilen Deutschlands u der Schweiz Abfertigung von Vollmachten. All- und Verleihen von Kapitalien Geld - Auszahlungen und- Wechsel nach allen Theilen Europas. Orul)b,Paxton & Co.. Iknerotrsicheruugs.Ag'Nie?, Olllco : No. 1 Clrcle Sir. Wir l'kitrtten amerikanische, englische und französische Sesellschaflea erster Klasse und sind bereit, Velfickkruvakn zu jede,.'XVetrag anzu nehmen. Unser Gefchöst be?rht seit 1869. Mozart - .Balle ! ,lTffi.oot LIo!t ?ieen!hümei. Da größte, schönste und 'ätteke derartige Lokal in der Sladt. Die g'ränmige unk schör eingerich'eke Lalle steht Vereinen, Logen unk Privaten zur Sdhalluag von Fällen, Eovzerte und Versammlungen anler liberalen Bedin. gen zur Persügnaa. 5. G. PAilSOr, Sahn - MygöZ jlo. 30 p. asZWZJSr., tt da ,rusiORl4f,

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Ei, e Novelle, frei nach dem Snglischen, Von O lliverio. (Jortskkunfl.) fc8. Der erste Spaziergang mit ! Lat.r der erste Spaziergang, ihrem den sie nach dem ..qrauen HäUie" machte, blieb Elsr eden unvergeßlich. Ihre sichtliche Jruve gtfisl Nalner. In ihrer Gegm rrart vergaß er zuweilen seinen quälen den Schmciz. seine bitteren Telbstvor würfe ; ihre Nahe gab ihm Frieden und Ruhe. Was das Wetter anbetraf, so hatte sich Clotilde als gute Prophetin bewiesen. Denn kaum hatten sie den grauen Berg erstiegen, als großeNegentropfen zu . fallen begannen, von grellen Blitzen und ' grollenden Donnerschlägen begleitet. ; Rainer sah sich in seiner Besorgnis um : Elfriede nach einem schützenden Dache um. ! ' Das graue Haus" ist daS nächste. Lauf', Elfriede, Du bist schneller als ich, ' mache, daß Du blnkommst. Mervmgen wird Dich begleiten, und die Damen werden Euch freundlich willkommen hei ßen." Aber Du, Later?" Eile Dich, Kind !" rief er ungedul. big. Ich komme nach, so schnell ich kann." Elfriede wagte nicht, seinem Wunsche zuwider zu handeln, und rief, so rasch sie konnte, von Mervingen gefolgt, dem grauen Hause" Wenige Minuten spater erreichten die beiden den oeräumigm Hausflur, zu welchem die Thüren weit offen standen doch die wenigen Minuten batten gengt, Alfrieden bis auf die Haut zu durchnässen. Aber dennech bot sie em reizendes Bild, an dem sich Mervingens schüchterne Blicke gar nicht, satt sehen konnten, ur.d die Dame, welche jetzt eilenden Schrittes daherkam, glaubte, nie etwas so Anmuthiges gesehen zu haben. Bitte, kommen Sie hier herein!" rief sie, während sie die zunächst liegend Thür öffnete. 'ES ist ein furchtbares Wetter. Den ganzen Sommer über ha ben wir kein so böses Gewitter gehabt." Eifriede konnte die Augen kaum ab wenden von der kleinen Dame, welche sie in ein geräumiges Zimmer führte, das du die aestblollenen Gardinen &nd die auf dem Tifck'e stehende' Lampe freundlich und behaglich aussah. Ich sah das Unwetter kommen und habe es hier gemüthlich gemacht," sagte die kleine Dame in ihrer angenehmen, raschen Welse. Sie kenne ich, Herr Meroingen, aber das junge Mdchen habe ich noch nie geseben." Ich bin Elfriede Rainer," kündigte diese mit ihrer frischen, melodischen Stimme an. Die Tochter Wilhelm NainerS, des Besitzers vom Mühlenwerk ? Wie freue ich mich, Eie kennen zu lernen," rief die alte Dame, während sie freundlich die Hand des jungen Mädchens ergriff. Ich kcnne Ihren Vater, auch Jbre Tante. Mem Gott, welch' entsetzlicher Blitz!" In der That flammte das Zimmer wie in hellem Feuer auf und in grellem Licht zeigte sich an dem Nahmen der Thür Wilhelm Rainers hohe Gestalt. Wir haben Ihr HauS wie im Sturm genommen, Fräulein Haller," sagte er, an die Seite seiner Tochter tretend, welche theils aus Erschöpfung, theils auch vor Schreck auf einen Stuhl niedergesunken war. Ich hoffe, Sie werden unsere Zudringlichkeit verzeihen." Das werde ich gewiß nicht, sobald Sie noch ein Wort darüber verlieren. Sie sind sehr naß. Herr Rainer. Bitte, ziehen Sie Ihre Stiefel aus und legen Sie den Rock ab Ich werde Ihnen ein Paar Pantoffeln und ein Tuch um die Schultern bringen lassen, bis Ihre Sa chen in der Küche am Herd getrocknet sind. Und Sie, mein liebes Kind," fubr sie, zu Elfriede gewendet, fort, muß ich bitten, mit mir zu kommen. Ich denke doch, wir werden Sie mit trockenen Klei dern versorgen können. Ich kann un möglich dulden, daß Sie sich beim ersten Besuch, den Sie dem grauen Hause" abstatten, erkälten." Die zwei anderen Damen find doch boffentlich nicht unterwegs? fragte Rainer, während die beiden Damen im Begriff standen, daS Zimmer zu verlas sen. Schwester Anna ist glücklicherweife vor einer Stunde nach Hause gekommen. Sie ist bei heftigem Gewitter entsetzlich ausge egt. Laura ist noch nicht zurück, doch ängstigt sie sich nicht im Geringsten und wird jedenfalls irgendwo Schutz ge sucht haben." Damit ging sie, von Elsriede gefolgt, zur Thür hinaus. Sie durchmaßen schnell den weiten Hausflur, stiegen die breite, eichene Treppe hinauf und kamen auf einen langen Corridor, von dem aus eine Menge Thüren nach den verschiedenen Räumen fühlten Ziemlich am Ende des Eorridor. blieb die kleine, alte Dame vor einer derselben stehen. Sie klopfte an, und da keineAntwort erfolgte, klopfte sie ;um zweiten Mal, worauf eine matte, verschleierte Stimme zum Eintre ten aufforderte. Ein greller, leuchtender Blitz zeigte Elfriedens neugierigen Blicken jeden Winkel deS Zimmers,' in welches sie Fräulein von Haller gefolat war. ES war groß, viereckig uno sehr einfach mdblirt. An der einen Seite stand ein weißes Bett und neben diesem kniete oder kauerte vielmehr eine Gestalt in ei nem dunkelgrauen Kleide. Sie hob den Kopf Nicht, als die beiden Damenein traten, und etwas verlegen blieb Elfrtede ander Thür stehen, während Fräulein Haller strackS auf die vor dem Bett zu sammengekauerte Gestalt zuschritt. Schwester Anna", sprach sie freund lich, wobei sie ihre Hand zärtlich auf die Schulter der grauen Gestalt legte, komm, fürchte Dich nicht so sehr vor dem Gswitter. Wir stehen jetzt so gut in GotleS Hand wie bei hellem Sonnen schein." Ich weiß es," war die leise geflü sterte Antwort, doch verharrte die Ange rttjn iim rnim Qttßur.2.

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X uaUj in T., iii juj yuvt vtivus uv t twutl , fuhr Fräulein Haller fort. Hier ist eine junge Dame, we che trockrn- Klei der braucht. Richt wahr, Du wirst grn für Alles sorgen? Ich habe unlen Freunde, die auf mich wanen." J:tzt wurde der Kops gehoben und wie feil entschloisen, ihre Angst rnu.yig ab uschüueln, jprang d.e Gestalt schnell auf chre Füße. Es joll mich freuen, wenn ich der jungen Dame helfen kann", sagte sie, uno Elfrtee lauschte mit Vergnügen der leisen Stimme, von der ein jeder Ton wie sanfte Musik ihr Oyr berührte. Mu ausgestreckter Hand trat sie auf sie zu ; uno in demselben Moment flammte ein blendender Blitz durch das Zimmer, bet dessen grellem icht Schwe ux Anna Elfriedens Züge deutlich sah. Gleichzeitig entrang sich ihren Lippen ein halb unterdrückrer Schrei und tau melnd wankte sie gegen die Wand. Ist Ihnen nicht wohl?" rief Elfriede ets 9 rocken und sprang auf sie zu. Das bleiche Äesicht sah jetzt fast weißer aus als die große, saubere Haube und daö schneeige aar, welches vier und da un ter der,etoen hervorquoll. Heftiges Gewitter macht Schwester Anna immer necvös", nahm Fräulein Haller das Wort, .aber fo schlimm wte heute ist es noch nie gewesen. Lege Dich nteoer, sugre ne, zu ctejer gewenocr. freundlich hrnzu, ich werde Fraulem Rainer alles Röthige gb i" Wem? Wie nanntest Du sie?" stieß Schwester Anna mühsam hervor, ohne den starren Blick von dem Gisicht deS jungen Mädchens zu wenden. Fraulein Ramer die Tochter Wil Helm Rainers, des Mühlenb.sitzers. Sie ist erst kürzlich aus der Pension gelom men. Hast Du si- schon einmal gesehen, Schwester Anna's" Sie sie erinnert ja, so ist es sie erinnert mich an eine Person, die mir einst theurer war, als die ganze übrige Welt", stammelte Schwester Anna etni germaßen gesagter. Ich bin vollstan dtg bereit, Fläulein Rainer Hilfe zu lei sten." Das Gewitter zieh: vorüber. Ich denke, das Schlimmste liegt hinter uns. Du sorgst also für Fräuletn Rainer, Schwester Anna ? Gut, so gehe ich hm unter zu ihrem Vater und Herrn Mer vingen." Elfriedens hatte sich ein eigenthümli ches Gejühl bemächtigt. Sie war froh, daß man sie allein gelassen halte mit det Frau, deren Har so schneeweiß u,.d deren Gesicht so lieb und mild war und doch sehr traurig und hoffnungslos. Es that ihr wohl, von den bebenden Händen berührt zu weiden und dem Blick der blauen Augen zu begegnen. Das sebnliche Verlangen ergriff sie, von den ernsten aber doch o weichen Lippen geküßt und von der süßen Stimme mit Llebesnamen genannt zu werden. Aber sie hatte ihre nassen Kleider mit den trockenen vertauscht, und noch immer war kein Wort zwischen den beiden gefallen. Sie stand jetzt in einem einfachen Morgenkleid da. Ich babe Ihnen so viel Mühe gemacht, Schwester Anna. Haben Sie vielen, vielen Dank dMr." Die Freude, Sie rönnen zu lernen, hat mich reichlich belohnt", entgegnett diese mit bebtndent Mund. Mir ist es", sagte Elfriede träume risch, als ob ich Sie mein Ltbelang ge kannt hätte. Schwester Anna gekannt und gt liebt.". Das ist nichts Außergewöhnliches. Dergleichen Empsindungen kommen hau sig vor." Mir ist es wie eine ganz schwache Erinnerung", fuhr Elfriede in demselben sinnenden Ton fo.t, als ob ich vor vie len Jahren schon Ihre Stimme gehört und Ihre Küsse gefühlt, als ob Sie mich in Ihren Armen gehallen und mlr liebe volle, zärtliche Worte in das Ohr geflü stert hätten. Nicht wahr, welch seltsame Phantasie !" Aus solch-n Empsindungen entsteht meistens warme und treue Freundschaff" antwortete sie so leise, daß ihre vor Er regung bebende Stimme kaum zu ver nehmen war ; und Ihr Gesicht, meine Liebe, erinnert mich an mein Kind, das ich vor vielen, langen Jahren verlor." Sie haben wohl viel Trauriges er lebt", meinte Elsriede mitleidig. Schwester Anna sank auf die Kniee nieder und bedeckte das Gesicht schau dernd mit den Händen. Trau-iges". wiederholte sie und aus ibrem Munde klang daS Wort wie der Schmerzensschrei eines gebrochenen Her zenS ach, wie unendlich viel ; aber nichts, was dem Verlust meines Kindes gleichkommt- ' ES ist schon viele Jahre her?" Zehn Jahre zehn lange Jahre !" Ihr Ton war der einer Hossnungslo sen einer Verzweifelten und drang Elfrieden bis in'S innerste Herz. Sie trat dicht an sie heran und legte ihre Hand sanft auf ihre Schulter. Arme Schwester Anna!" Wetter konnte sie ibr jetzt nichts sagen. Arme Schwester Anna!" Und bei der Berührung der weichen Hand und dem Klana der mitleidigen Stimme brachen Schwester Anna's Thränen von Neuem hervor. DaS junge Mädchen machte nicht den Versuch, ihnen Einhalt zu thun. ES beugte sich nur noch tiefer über die Wei nende und flüsterte von Zeit zu Zeit : Arme Schwester Anna !" Ein lar teS Klopfen an der Tbür ließ sich vernehmen und gleich darauf zeigte sich eine kleine Dame auf der Schwelle, welche Fräulein Haller so ähnlich sah, daß Elfriede im ersten Augenblick glaubte, es sei diese selbst; doch ein zweiter Blick überzeugte sie, daß sie sich geirrt hatte dies aber die jüngere Schwester sein mußte. Tu warst bet dem Unwetter unter Wegs," sagte Schwester Anna mit einem matten Lächeln. Bist Du sehr naß ge worden, Laura?" Sehr. Jetzt bin ich aber trocken und warm. Und Du hast inzwischen einen liebenswürdigen Gast gehabt. Hoffent lich," und hier wendete sie sich dem jun gen Mädchen zu, wird der Regen Ihrer Gesundheit nicht geschadet haben, Fräulein Rainer." Sie hatte dieselbe rasche, muntere Art zu reden, wie ihre Schwester, und ihr Gesicht war ebenso angenehm, wie daS der anderen, so daß Elfriede von ihr niöt, minder Mt)W.öerM var.

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'Tavrr ist rnli n 'd)sai&e'Ti;!äÜ nete das juiitfe Massen. Sckwener Anna hat ja so vorzüglich für Mich gesorgt." Wie sie da für Jeden tfotf." Ein liebevoller Blick str ifle dabei die ftc nannte, und in oefürgrem -ume rügte Lauta hin;.u : Schwester Anna, Du siehst auffallend blaß aus." Doch iit mir wohl," lautete die von einem mat:en Lächeln begleitete Ant wort. Maraarethe hoffte, Ihr Vater würde Ihnen erlauben, die Nacht Über bei unS zu bleiben, doch meinte er, Ihre Tante konnte sich vielleicht beunruhigen, und so ist er nach Hause gegangen und. hat Jh ncn den Wagen geschickt." Elfriede hörte das mit Bedauern, Sie wäre so gern die Nacht über in dem grauen Hause" geblieben, hätte die liebenswürdigen Damen gerne näher kennen gelernt. Ich komme recht bald wieder, wenn Sie es mir erlauben," sagte sie. Gute Nacht, Schwester Anna." Sie hielt ihre Hand hin und warm nahm diese sie in die ihren, während ihre traurigen Augen sich wieder mit dem sehnsüchtig verlangenden Ausdruck auf die Zuge des zungen 'cadchens vetteten. fött4 51?e ViUlfr Das war alles, was die weiche Stimme sprach ; aber die blauen Augen folgten Elirieden, bis sich die Thür hin ter ihr geschlossen hatte. Dann sank Schwester Anna mit einem leisen Slöb nen neben ihrem Bett auf die Knie nie tr. , Margarethe erwartete das von Laura gegleitete junge Mädchen im Hausflur, Der geschlossene Wagen hielt vor der Thür. Es thut mir sehr leid, daß Sie nicht bei uns bleiben können." sagte sie, aber ich babe Ihres Vaters Versprechen, daß Sie uns bald wieder besuchen werden." Nachdem sie noch einige herzliche Abschiedsworte gewechselt, und Elfriede ihren Dank ausgesprochen halte, stieg sie in den Wagen uno rollte dem Hause ih res Vaters zu. Srhr still und gtvanken voll saß sie m der Wageneae sehr still und gedankenvoll kam sie zu Hause an. 29. Die Sommerblumen begannen zu welken, die Blätter der alte.i. großen Bäume in Villa Emma" färbten sich gelb und roch und sielen eins nach dem anderen verdorrt zur Eroe ; und Marie von Hollwang wllkte mit ihnen dahin. Elsriede war ihr täglicher Gast, zwang ihre zunehmende Schwäche sie doch tag ich mehr, sich auf des jungen Mädchens Kraft zu stützen ; und täglich auch sahen Max von Hollwang und der alte Berthold Elfiiedens Kommen mit größerer Sehnsucht entgegen, da sie füblten, wre diese junge, edle, hoffnungsfrohe Natur auf alle Gemüther erheiternd wukte in der dunkeln Stunre ihrer Vtükung. Das graue HauS" hatte Elfriede seit jenem Gewitterabend mehrere Male auf gesucht. Sie liebte die guten Fräulein Haller, mehr noch Schwester Anna. Die Gewalt, mit der es sie zu ihr hinzog, wurde immer mächtiger. Zuweilen ver suchte es Elsriede, sich von dem seltsamen Gefühl Rechenschaft abzulegen, doch ge lang ihr diis nicht. Rainer sowohl als seine Schwester freuten sich, daß das junge Mädchen sich Aller Herzen gewann. Es befriedigte ihren Sroli. Anton Mervingen war ein regelmäßi ger Gast im Hause seines Ehefs. Die Liebe zu dessen Tochter war die Herr schende Leidenschaft seines Lebens geworden. Jetzt schwamm er im seligsten Hoffnungsrausch im nächsten Moment war er tief darniedergedrückt. Clotilde kannte die Ursache dieser Stimmung. Elfriede hingrgen begriff sie nicht und schüttelte ahnungslos den Kopf. Sie war an seine beständige Gegen Wart gewöbnt, und dieselbe war ihr an genehm. Da er sie über alles lull und der Hoffnung lebte, sie einst die Seine zu nennen, das kam ihr nicht in den Sinn. Elfriede hatte sich heute spater in Villa Emma eingefunden, als sie sonst zu thun pflegte, und fand Marie weit besser und heiterer. Der Baron war mit seinem Schwiegervater in die Sladt gegangen, aber Frau von Hollwang war da und auch Elfrnde konnte einen freudigen Ausruf bei dieser Ueberrasch ung l.icht zurückdrängen Schwester Anna. Die sichtliche Freude des jungen Mädchens entgirg Marie nicht. Ich werde ganz eifersüchtig auf Schwester Anna werden," meinte sie lächelnd. Ist sie schon lange bei Dir?" fragte Elfriede. .Ungefähr eine halbe Stunde. Tu mußt sehen, welch' herrliche Weintrau. ben mir Fräulew Haller geschickt bat. Sie war nämlich hete Morgen hier und zufällig erwähnte ich, daß wobl im. gan !enOr?e keines helrlichr Weint?au'ben taüAltn. w,e in ihr,tn sflnrtn. nh bti Hat üe mir nun gleich einen ganzen Korb l,rr r.:. v .. gut n ibr? und nü7 aa tu ch Awe st?. ZL, M?iT Ä t tSSSTMA il 2tts,e 10 lf -rtÄL wohle. ,5 r.fc. si-. w.,.. iZnr"! tZriZZrZi wir sie zu Weihnachten wieder gan frisch 7 ' r r"v 11 o" . ru und geiund haben werden." Ueber das einaefallene Gesicht mit den TiutA ..l,. sn,r- fr. SittÄ nahmen einen träumerischen Ausdruck an. und leise, als ob s?e mehr zu sich selbst, als zu den Anderen spräche, sagte Marie : Wte eS kommt, so müssen wir es hinnehmen." Wovon sprachen wir doch gerade, als Fräulein Rainer eintrat," begann Frau von Hollwang abermals, und sinnend schweiften ibre Blicke von Schwester Anna zu Elfriede. Marie," rief sie da plötzlich, alles andere vergessend, sieh doch, Liebe, sieh doch die zwer Gesichter an !" Fällt eö Dir auch auf, Mama?" ent gegnete Marie lebhaft. Ich glaubte schon, eö sei nur thörichte Einbildung von mir " . Nein, die Aehnlichkeit ist unverkenn b".. iiel ihr., die alte Dgrne heinübz

, i ncch Niemals aus g; falle -i. 2-chivc;;r C' Anna, da räulm Ra'.ncc J?nen g:iz fabelbast ähnlich sich:?" Schwester Anna's' Gesicht war zum Theil durch die große Haube verdeckt und He san mit de n AluSen gegen das en ster, arer dennoch hatte Frau von Holtwang darauf schwören mögen, daß das blekche Gesicht noch ein Schein bleicher wurde und es wie ein stechender Schmerz darüber hinwegzuckte. Die bebenden Hände fuhren rasch nach dem Antlitz, als ob sie ' die Ähnlichkeit hinweg wi schen wollten, im nächsten Moment aber lagen sie fest verschlungen auf den Fal ten des grauen Rockes, Fräulein Rainer sieht meinem Kinde sehr ähnlich, das ich vor vielen Jahren verlor", sagte Schwester Anna kaum ver nehmlich; aber man meinte damals immer, meine kleine Tochter gliche mir in keiner Weise." So waren Sie verheirathet?" fragte Frau von Hollwang. Vor weniger als zwölf Jahren hatte ich ein Heim, Mann und Kind." Und Sie haben AlleS verloren ?" ', Alles". Sie sehen noch jung aus, Schwester Anna, trotz Ihres weißen Haares. Ich bin. auch nicht alt wenigstens nicht an Jahren. Kummer und Elend haben mern Haar gebleicht." Marie sah, wie schwer eö Schwester Anna würd;, all die Fragen zu beant Worten, und geschickt lenkte sie ibrer Schwtegirmutter Interesse anderen Dingen zu. Sie plauderten von diesem und lenem, und vatd gelang es chwejter Anna ihr Gleichgewicht wieder ;u sinden und sich den Damen als liebenswürdi ger, umelhaltender Gast zu zeigen. Ma' rie war entzückt von ihr. Sie müssen mich öfter besuchen", bat sie, als die Andere sich erhsb, um sich zu verabschieden. Versprechcn Sie mir, das Sie einen Theil der Z it, die Ihren Armen und Kranken gevort, mir wid men wollen. Ich bin auch krank i nk habe dadurch daS Recht. Anspruch an Sie zu erheben Wi: schade, daß mein j Mann nicht da ist, um Ih .n für Ihren ' Brsuch zu danken. Willst Du auch schon gehen, iLlsrtede i" rtchlele ftc dann an öiese das Wort. Es ist schon spat, Marie, ich muß gehen", antwortrte die Gifragte. Ich wundere mich, daß Herr Mer vingen Sie nicht abgeholt hat", warf Frau von Hollwang ein und fuhr mit einem bebe tungSoollen Läch.ln zu Schwester Anna gewendet fort: Frau lein Rainer hat nämlich einen sehr treuen und erzebenen Ritler." Er ist immer sehr freundlich,"meinte Elfriede unbefangen. Marie sah schnell zu ihr auf und schien befriedigt. Anton Mervingen ist nett und lie benswi:rdig", flüsterte sie dem jungen Mädcken zu, wävrend dieses sich zu ihr berabbog. um ihr Gu enacht zu wün ü:ui aber verliebe Dich ja nicht in ihn." Elfriedens Augen wuchsen vor Erftau' nen und flammende ötöthe deckre ihr Hals und Wangen. Das wäre unmöglich", flüsterte sie so leise zurück, daß nur Marie die Worte Verstand. Schwester Anna, welche dicht neben ihnen stand, hatte Mariens Warnung gehört und Elfriedens plötzliches Gab' then gesehen. (Fortsetzung folgt.) Vom Auslande Jung st fandimHorZaal? des Professors Billroth in Wien eine praktische Prüfung aus der Chirurgie statt, zu der sich zahlreiche Hörer einge' funden hatten. Etner von den zur Prir sung erschienenen Kandidaten bekam einen äußerst schwierigen Fall zur Dirg nose. Erschwert wurde ihm dieselbe durch das fortwährende Weinen des achtjährigen Patienten Johann Wenner, den Hosrath Billrotb vergeblich zu be schwierigen suchte. Selbst auf die Versicherung hin, daß ihm Nichts geschehe, weinte er noch heftiger und sagte mit thränknerstickker 'Stimme: I geb' Ih nen an Gulden, Herr Professor, aber lassen Sie mich geh'n", welche Aeuße rung den stürmisch nen- HeiterkeitsauS bruch des Auditoriums hervorrief. BeiVrerwirtben in Nüm berg haben im abgelaufenen Jahre 665 volneiliche Visitationen staltaebabt. und bei 210, also nahem bei einem Drittel ' von allen diesen Fällen, haben sich wesentlicke Beanstandungen ergeben ! Bei 57 Wirthen mußten Bierspriyen und , Spr'ttzhähne beschlagnahmt werden, bei 18 war große Unreinlichkeit im Keller oder bezüglich der WirrhschaftSgeräthe festzustellen. 21 führten saures oder ver dorbenes Bier, und in 111 Fällen fan. den sich Schankgefäße vor, welch; nicht den giseylireii Rauminhalt auswiesen. e?,.iem ".nor. ?un ; Wtcuit, .riefter übrigens der .ersten unter den romrfchen ttokat. sich rn den D.e..st d. geer tt "fc" -kV,v v""" Men, dan ietne Lerche verbra, Allem die zvamilte deS VerNor rannt werde. denen wi inu IN ies.m Wunsche de? iZWen. g Si" CraS & ÄrSÄ " -ÄÖÄ nen de! iviniten erhoben und fotbitt die öuigd. dkZ Leichnams. Der P, ;, , ceß iit noch nicht entschieden ; sollte aber das Gerrchr, wre meinem früheren Falle w. rt ' 1- - T A . i Tt 5, l?LL ?UT lien ocr vijcu iari cni tyciven. 10 roiro sts fm p,n nMie uBfe out bern Wege der Verblennung tn Asche verwandelt werUn mxX' Miß Dora Lillit, eine r.cht zehnjährige Londoner Dame, sandte vot ein'gen Tagen einem englischen Blatt ein Feuillewn, welches ihr baldigst als unbrauchbar zurückgestellt wurde. Die junge Dame nabm sich diesen abschlägi gen Bescheid so sehr zu H.'rzen, daß sie einen Revolver kaufre, erne Balltoilette anlegte und sich am Abend des 24. Jan. in ihrem Zimmer erschoß. In einem bin.erlassenen Briefe sagt die junge Dame : Ich wollte mich über die Gewöhnlichkeit erheben, doch gleich beim ersten Versuche bricht man mir die Flügel und im Staube schleppen mag ich Mich nicht. ..... .

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