Indiana Tribüne, Volume 10, Number 155, Indianapolis, Marion County, 23 February 1887 — Page 2

Zndiana Tribüne.

- Erscheint - und S ONt AS Sägriq CrNt tSflic iXrtltvt Kfiet durch Xrlfixll VJ T,tl,vochl, dtt ConiUgl.Irtl2i" ,RtI p, sch. 4iH a1tta 11 11. rf V? sg14WR d Dd,n,l " f" 3nt. Osflec: 120ß.QßttolaubGr. Indianapolis, Ind.. ttl Februar 1887. VuS dem Leben eine Vosträubers. Am 2S. Juni 1881 machte die o)i futiie von Lake City, Colorado, mit 14 'Passagieren, unter denen sich eine Dame befand, ihre gewöhnliche Fahrt naä Alamoia. Um Mtternachr hatte die Kutscke eine Stelle im Walee erreich:, die sieb e:wa neun Meilen westlich von Alainosa befand. Ein plötzliches: $a!x !'W ertönte. Um Ettieswillen, schießen Sie nicvt !" schrie der Postillon auf. Aus der Tunkelheit deS Waldes tauchte ein lOJairn aus. Sein Gesicbt trug eine Maske, und in der Hand Kielt er einen aespannien Nevoloer. Mit höfliche l&one:: ersuckie er die Passagiere auszusteigen und ihm gefälligst" einzubändi gen. was sie Ucberslüssiaes" bei sich dätten. Ouer über den Weg war ein schwerer Äsr gelegt, auf welchem ein großes S'.ück Tuch hing. Hinter dem Tucde bcr waren mehrere dunkle Gegen stände deutlich sichtbar, welche mit lan ?ien Gew.brläufen ver;weifel:e Aehnlich' eit hatten. Sie waren sämmtlich direct auf die Kutsche gerichtet. ..Schießt nicht, Jungens," rief der !äuder in die Finsterniß hinter dem Tuche hinein, diese Leute hier sind ..all ri-ht" '." Die zitternden Passagiere stiegen einer nach dem andern aus der Rutsche heraus und ließen es geduldig geschehen, daß der Räuber ihnen ihre gesammte Baarschasr es waren ungefähr 82000 adnadm. Davit revidtrte er nock den onsack, i.ahrn alle registrirten Briefe heran, die er in demselben vorfand, sprach ab und ZU einige beruhigende zu seinen Eencsien" hinter dem Tuche, sagte schließlich oen Pasiagieren höflichst .fönte Nacht" und verschwand trn Walee, nachdem er den Ast aus dem Wege geräumt batte. Die")iachricht von dem Postraub veruriachte in Alamosa große Aufregung, besonders als man entdeckt hatte, daß der :H au fr er gar.z allein sich an die 14 !asiaglere gewagt hatte lnd daß die Alintenlaufe hinler dem Tuche nichts weiter waren, als trockene, schwarz angestrichene Stocke. Auch erfuhr man, daß der Räuder ein N!ann von mittlerer Statur und mit schwindsüchtigem Husten devaflet war, ferner war seine rechte Hand verkrüppelt und er hinkte auf einem Äein. Und doch hatte er mit der großien Kaltblütigkeit 13 starke Männer ausgeplündert ! Die Police b.chörden wußten bald, mit wem sie es zu tbun hatten. Sie gabin sein Signalement an, wie folgt : ..Name : H. M. Burton ; rechte Hand labm; langes. sandfarbizeS Haar und sanc farbiger Schnurrbart, helle Gesichts färbe, dlaue Augen, Größe: 5 Fuß 10 oll." Auf diese Personalbeschreibung dtn wurde der Posträuber schon am ach sten Tage von dem städtischen Mar scholl Tesmovd in Pueblo verhaftet. Tec Letztere ttlegrophirte sosorr an die Postbeamten in Tenrec, und erhielt von denselben die Weisung, den Gefangenen nach Denver zu bringen. Am 1. Iuk machte sich der Marschall mir dem gefangenen Räuber aus den ''!.' ea.. Desmond wußte sehr wobl, daß er es nur einen desperaten Kerl zu thun baue, und ließ denselben nicht von seiner Seite. Erst, als der Bahnzuz südlich von Castle Nock angelangt war, erhob sich der Marschall, um ein Glas Wasier zu trirken. Als er das GlaS zum Munde führte, erhob sich Burton plötzlich von fei.iem Siye und stürzte sich zur Wagen tbüre hinaus. Desmond wollte ihn mit ver Faun schnell packen, aber der Griff mißglückte. Der Zug fuhr gerade mit :iner Geschwindigkeit von 25 Meilen die Stunde, trotzdem sprang Burton auf den vtisenbadr.damm hmunter. Er siel auf seine Schultern; sein Kopf war nur einige Zoll vom Geleise entfernt. Im nachsien Augenblicke hatte er sich erhoben und lief, so schnell er konnte, in die weite Prairle dinau?. Cs dauerte natürlich eine ganze Weile, bis der Zug angehalten werden konnte. Desmond und mehrere Passagiere eilten dem Flüchtling nach. Erst' als eine ttugel aus dem Revolver deS Marsckalls it'm die Kopfhaut streifte, blieb er sie den. Als man ihn wieder ergriffen hatte, stellte es sich heraus, daß er die Handtasche DesmondS bei seiner Flucht iul dem Waggon mitgenommen batte. Sr entschu digte sich wegen dieses Dieb stahls damit daß er geglaubt habe, in ' der Handtasche befinde sich ein 3!evolver. Es war ihm auf irgend eine Weise ge lungen. seine gesunde Hand aus den tlrmfesieln zu ziehen. Bunon wurde von nun an so genau bewacht, daß er an keinen Fluchtversuch mehr der.len konnte.. Er wurde richtig im Gesängniß ru Denver abgeliefert. Der Special 'ostagent L. C. Carpenter rahm ihn dort in's Verhör und rieth idm. seine Schuld vor dem Richter einruaesteben, da er in diesem Falle wahrscheinlich mit lebenslänglicher Zucht bausstrase davonkommen werde. Lege xi dagegen kein Geständniß ab, so laufe er Gefadr, an den Ort seiner Raubthat zurückgebracht und von den entrüsteten aroem aelvncht zu werden. Der Räuder lachte dem Postmanne in' Gesicht. ..Ehe ich auf's ganze Leben in'S ZuchtdauS gehe.- sagte er, will ich mich doch ltever aus der teue lynchen iai? ien. Unterdessen war man in de; Lage, Näberes über das Vorleben des Iläubers yx erfahren. Er stand in Teras unter . jiirci Anklagen, und zwar einmal wegen ' Mördesund das zweite Mal wegen Beraubung einer Postkutsche. Um seiner 'Uerbasluna vl entaehen. war er aus Texas geflohen. Vor fünf Jahren war er aleichsalls wegen Postkutjchenraubes zu Zuchthaus verurtheilt, uNd erst vor

eitorH balbiil Jahre vciit Prästdettteil Haves begnadig: worden ; seit der Zeit hatte er wieder einen !ord und drei oder vier Posträubereien auf seinem Gewisien. Man hatte' es augenscheinlich mit einem Desperado der schlimmsten Sorte zu thun und bewachte ihn daber sorgfältig bis er behufs seiner Processirung nach Pueblo in's Gefängniß übergefuhtt wurde. Hier machte er wir der einen Fluchtversuch. Er batte sich auf naend eine Weise etwas Zinnfolie zu verschaffen gewußt und dieselbe um , j-m M . 1 . C ..tstLA WM A A Wlft

nn wa ijoij ,o geuun, vuijn Lauf eines Revolvers aussah. Diesen Revolver" hielt er dem Gefängnißwär !er drohend vor und forderte tbn aus, seine Hände in die Höbe zu halten. Der Wärt aina iedock nickt auf den Leim, sondern entriß ibm einfach d:n soaderbaren Schießprügel. Barten wie alle Leute seines Schlaqes.hatte er noch verschiedene ande?Naen wurde ;u iedenslänalichem uchrbaus verurtheilt. Er sollte seine i' . . t t Strafe im Zuchthaus von uiitchlgan ao Äui der ?rabrt nach Detroit schlug er den ihn begleitenden Bundesmarschalt 'ltcor in teiltet uno ver suchte zu entfltehen. Alle mannlichen Passaglere liefen' erschreckt aus dem Waggon, nur eine Frau stürzte sich mutbig auf den Räuber, hielt ihn fest und setzte dadurch den Vcamien tn oen Stand, nch fernes .lngtetsers ;u entle digen. J rtt t .1 Aus Detrott wurde der aigenvoget sväter nach Älbanv aeschant, wo er bis vor einigen Tagen im Gefängniß ver wette. Jetzt ist er in otge eines iefetzes in Bezug auf die Freilassung invalider Gefangener auf Grunds einer Entscheidung der Supreme Ecurt freiq e l a s s e'n worden. Wahrscheinlich wird man bald wieder von jeinen HNdentbaten h?ren l Iacobin:0 Schreiben. In der Köln. Zeitung" vom Febr. liegt die vielbesprochene Depesche im Wortlaute vor, welche der päpstliche Staa ssecretär an den Nuntius in Mün chen zu Gunsten der Septennatsvorlage gerichtet bat. Hervorgerufen wurde diese Depesche durch eine Anfrage des Ba rons von rankenstein, uiceprandent des Reichstages, ob die Curie die Auflojuna der Eentrumspartei Wunsche. Sie lautet folgendermaßen: Wahrend ich davon abiere, die Gründe zu prüfen, mit welchen der Ba ron v. Franckenstein bemüht ist, das bei Abstimmung über he Cevtenna:s Ge setzvorlage vom Centrum beobachtete Verfahren zu rechtfertigen, halte ich es doch für sehr dringend und wichtig, auf den. and ren Theil seines Schreibens aufmerksam zumachen. Derselbe toünscht zu erfabren, ob der heilige Stuhl der Ansicht sei, daß der fernere Bestand des Centrums im Reichstage nicht mebr notbwendig sei, in welchem Falle er selbst nebst der Mehrzahl seiner College auf weitere Mandate verzichten würde. Er fügt binzu. daß, wie er schon seit 180 dargelegt, das Centrum nicht G thoriam zu leisten im Stande iei bei Gesetzen, welche nicht kirchliche seien und welche nicht auf blechte der Kirche sich beziehen. Sie müssen hierauf den Baron zunächst versichern, daß der heilige Stuhl die Verdienste unverändert anerkennt, welche das Centrum und seine Leiter sich bei Vertheidigung der Sache der Katho liken erworben haben. Im Namen des heiligen Vaters wollen Sie ihm daher auf seine Anfrage folgende Bemerkung mittheilen : Die Aufgabe der Katholiken, ihre religiösen Jntereiien u be chützen, kajn noch nicht als geschlossen betrachtet werden. Man muß dabei die absolute und dauernde sowie anderntheils die Hypothek tische und zeitliche Seite in's Auge sässen. Auf gänzliche Beseitigung der Kampfgesetze hinzuwirken, die legitime 'Auslegung der neuen Gesetze zu verthei eigen und deren Aursübrung zu über wachen. das bedingt jetzt die Action der Katholiken im Reichstage. Es ist ferner zu dedenken, daß in einer ?!ativn, bei der die religiösen Verhältnisse gemischt sind und der Protestantismus als Staatsreligion angenommen ist, sich Veranlasiung zu religiösen Rei z u n g e n finden können, bei denen die Katholiken berufen sein dürften, ihre Ansichten in gesetzlicher Wise zu ver theidigen oder ihren Einfluß zur Besie rung ibrer Lage geltend zu machen. Auch wollen Sie nicht verfehlen, bervor zudeben, daß eine katholifch-parlamen tarische Partei, welche snr d i e u nbaltbare Lage des erhabenen Oberhauptes der Kirche Mitgefühl hat, eine paffende Gelegenbeit benutzen kann, um die Wünsche ihrer katholischen Landsliute zu Gunsten des Papstes auszusprechen und zur Geltung zu bringen. Dem Centtum in seiner Eigenschaft als politischer Partei ist stets Ac nonsfreiheit eingeräumt worden ; sobald es sich aber um die Interessen der .Kirche handelt, würde es in dieser Eicnschafl dieselben nicht nach eigener Anschauung vertreten können. Wenn der beilige Vater geglaubt hat. dem Centrum seine Wünsche hinsichtlich des Sep:ennats -'aussprechen zu müffen, so ist das detnUmstande zuzuschreiben, daß diese Frage mit Fragen von religiöser und- moalischer Bedeutung zusammen hängt. Zunächst lagen triftige Gründe vor, anunebmen, daß der endgiltigen Revision der J)!aigesetze ein mächtiger Impuls und eine große Berücksichtigung seitens der ötegierung zu Theil geworden wäre, wenn die letztere durch das Be nehmen des Centrums bei der Abstim münz über das Septennat befriedigt worden wäre. Der heilige Stuhl hatte dann in zweiter Linie durch Vermittlung des Centrums auf ErhaltunK des Friedens bingearbritet und sich auf diee Weise die Berliner Regierung verpflichtet und dieselbe günstig für das Centrum und freundlich für dte Katholiken ge stimmt. Schließlich hat der heilige Stuhl mit seinen hinsichtlich des SeptennatS ertheilten Rathschlägen eine neue Gelegen heit herbeiführen wollen, sich dem deut schen Kaiser und dem Fürsten Bismarck angenehm zu machen ; außerdem kann der heilige Stuhl von dem Stand punkte seiner eigenen In teressen. welche mit den Interessen der Katholiken identisch sind, sich nicht eine Gelegenheit entgehen lasset durch welche er für d i c & cr c H c r u n g

seiner Lage das mächtige deutfcye Reich günstig stimmen könnte. Borste hende Betrachtungen, welche sich nach der Anschauungsweise des heiligen Stuh les auf die mit dem Septennat zusam: n,enhängenden religiösen und morali scheu Fragen beziehen, hatten den heiligen Vater veranlaßt, seine Wünsche dem Centrum ?u erkennen zu geben. Daö gegenwärtige Schreiben, ivelches, gleich dem früheren, die erhabenen Ansichten des Papstes wiederglbtwollen Sie demAaron v. Franckenstein mittheilen und ihn beauftragen, dasselbe zur Kenniniß der

kentrumsmltglleder zu dringen, gez. Cardinal Jacobini." Naturgas. Der berühmteste Gasbrünnen bergan en Welt besindet sich in der Räh? der kleinen Ortschasr Grapeville, dreißig Meilen östlich von Pittsbura, an dem Geleise der Pennsylvania - Eisenbahn. Er wurde vor ungefähr einem Jadre ge graben'und ist jeyt das Eigenthum der Westmoreland ' Cambria Ratural Gas Company". Seine Tiefe bnrägt -JöOO Fuß. und der Druck an seiner Mündung 750 Psuad auf den Quadrat' zoll Als nian das unterirdische Gaslager angebohrt hatte, strömte das Gas mir einem fürchterlichen Gebrüll in Form einer dichten Säule aus dem Erdinnern beraus, sodaß man es deutlich seben konnte. Bis zur Höhe von sechs Fuß sah es aus, wie blauec, dicker Rauch, dann nahm es eine fast vollständig weiße Farbe an und breitete sich wie ein umgestülpter Regenschirm nach allen Rlchlungen aus, bis es sich nach und nach in der Luft verlor. Man hatte bald genug berechnet, daß der Brunnen 16 b i s 20 M i N i o n e n C uv ikfuß Gas je den Tag lieferte, es war aber keineswegs leicht, sich das Gas dienstbar zu machen. Es spottete aller Feffeln. Man warf Eisenstücke im Gewichte von mehreren Tonnen auf die Oeffnung, um es unter Controlle zu bekommen, aber es warf dieselben weit fort, als ob sie nur Pavierfetzen wären. Schließlich versiel man auf die geniale Idee, den Gasdruck zu theilen, und auf diese Weise wurde endlich der Zweck erreicht. Es hat der Westmoreland k Cambria Gas Company" ungefähr eine Million Dollars getostet, um vermittelst einer liobrenleitung den Brunnen mit dein lebhaften Fabrikstädtchen Jobnstown zu verbinden, wo die Fabrlkgebäude der Cambria Jron Company" stehen, der bedeutendsten Eisen- und Stahlfabrik in den ganzen Ver. Staaten. Die Röhren baden vom Brunnen aus 18 Meilen weit eine Oeffnung von zehn Zoll Durchmesser, dann folgen zehn Meilen weit lLzollige', acht Mitten weit Ittzöllige und vier Meilen weit 24zollige Röhren. Nur etwas mehr als ein Drittel des aus dem Brunnen en:strömenden Gases wird in diese Linie geleitet, doch ist die Gasmenge, welche Johnstown erreicht, noch vollauf genügend, um nicht allein die große Fabrik der Cam bria ron Co." und alle anderen Fabriken, sondern auch sämmtliche Wohnhäu ser rn der Stadt im Ueberfluß mit Heizund Leuchtmaterial zu versorgen. Die ?)löhrenleitang nach Johnstown ist ungefähr erst vor einem Monate vol lendel worden. Als man an das Unter nehmen ging, meinten mehrere Sachverständige, es würde nicht möglich sein, die Leitung :v Meilen weit herzustellen, ohne unierwgö Pumpstationen behufs Aufrechlerhaltung des Druckes zu errichten. Xi: Crfahru ig widerlegte diese Annahme, uiiö die Eigenthümer überlegen es sich gegenwärtig, ob es nicht angebracht wäre, die ungebeure Menge Gas, welche noch jetzt jeden Tag nutzlos aus dem Brunnen entfliegt, durch neue 'Rohren nach anderen Punkten in östli cher und westlicher Richtung zu leiten. Der Brüstten ist für sie eine wahre Goldquelle. Schon jetzt beziehen sie aus 7obnetown allein 8200,000 jährlich, und dabei steigt noch sortwäbrend die ölnzadt ibrer Consunl.nlen. Die Unterballun.z der Leitung koster ihnen hochs:ens ;0,000 das Jahr. Führt die G?sellschask ihren Plan aus, das GaS auch nach anderen Städten zu leiten, dann kann sie mit Leichtigkeit aus diesem Brunnen allein auf ein Jabreseinkoni' von mehr als einer balben Million Dollars rechnen. Das Hauptquartier der Westmoreland & Cambria Co." besindet sich in Pitlsburg, trotzdem die Gesellschaft nichts mit den Gasquellen zu thun hat, welche diese Stadt mit Raturgas versehen. In Pittsburz sieht man ohnehin in allen Fabriken uno Wobnhäusern 3!aturgas brennen, und die Stadt ist überall von Brunnen umgeben, aus denen das überflüssige Gas in riesigen Feuersäulen Rachts gen Himmel steigt. Seit einem Jahr ist aller Rauch und Kohlendunst aus der berüchtigten 3!auchstadt" verschwunden, und Putsburg, darf sich jetzt rühmen, eine der reinlichsten Städte der Welt zu sein. Sie wird von sechs Na turgas-Gesellschaften versorgt, die über ein Gcsammtcapital von $14,000,000 verfügen. Das Gas wird aus Entfer ! nungen von 6 bis 30 Meilen nach der Stadt geleitet. In den letzten zwei Jahren wurden oOo Meilen Gasrohren gelegt, und im letzten Jahre allein gaben die Gesellschaften 800u Menschen stetige Beschäftigung. Auch in diesem Jahre ist man eifrig dabei, neue Röhren zu legen. Ferner gewährt die neue Industrie 7000 Menschen, welche in elf Fabriken Tag und Ji'ackt mit der Herstellung neu er Leitungsröhren beschäftigt sind, loh nende Arbeit. Mit Hilfe des Naturga: ses hat die Eisen und Stahl Industrie inPittsburz einen ganz bedeutenden Auf schwunz gewonnen, und auch der Glas Fabrikation ist dasselbe ganz bedeutend zu Statten gekommen. Das gewöhnliche Pittsburger GlaS ist gegenwärtig so ausgezeichnet, daß man es zur Her stellunz von Spiegeln verwendet. Zwei riesige Glasfabriken, eine in Tarentum und die andere in Butler, sind neu entstanden, und eine dritte ebenso große ist im Bau begriffen. Die Glasfabrik in Tarentum spart durch das Naturgas an Kohlen sowie an Kosten für das Fortschaffen von Asche und Schlacken jeden Tag allein s!0ou' Im ganzen westlichen Pennsylvanien und in den Grenzcounties von Ohio herrscht gegenwärtig auf' dem Gebiete der Industrie ein ungemein reges Leben, und sachverständiae Manner stellen die

'.iieyauvtung aus. tau in l0 abrcn das anzeGevie: wudn Jobnston?n.Pa. unt Cleveland. Cbio das größte Ferrit (Itnirum der Ber. Staa'.en in allen Jndu .ttriezweigen sein wird, in denen es bauptsäck'lick rtuf iir.es Qind billiges Heizmaterial ankommt Wild das Ralrnrga nichi ausgeben DieseFrage läßt sich fckwer beantworteil. doch wird sie gewöhnlich erneint. Einige Ga'drnnnen in Tarentum und anderen Zxun sind allettingH eingegangen. doct tat man neuerdings entdeckt, das dies nur an der mana.elhaftcn Conftruction der BnrniK lag. In Westmoreland- und Washington- County werden die Brunnen mit jedem Tag; ergiebiger. Brunnen in Wasying

toN'Counw. die noch vor einem Monat einen Druck von ! Pfund aufwiesen, besitzen jetzt ein? solchen von Pfund. Auch werden fortwährend neue Gasquellen entdeckt. Sollte jedow auch das Naturgas aufhören, so würde das westliche Pennsrlvanien dennoch nie mals wieder zur Kohlenbeizung zurückkehren, sondern das Gas aus den 10. 000 Coke-Okfen in der Connellsville Coke-Reglvn benutzen, wo jeden Tag Hunderte von Millionen Cudikfuß Ga! vroducirr werden, für welches die Cigen lbümer der Lesen keine Verwendung ha den. Vom Jnlande. In Philadelphia. wird dem nächst eine katholische Kirche für Neger gebaut werden,' der?n eS in der Stadt über 200 geben sull. Crzbischof Rvan ist entschieden für den Bau und gewährt demselben seine Unterstützung. In roville, Californien. hatten sich zwei Bürger gemeinsam ein Lotterieloos gekauft, um sich in den etwaigen Gewinn zutheilen. DasLoos gewann wirklich s000, und der Mann, welcher das Ticket im Besitz hatte, zog auch den Preis, weigerte sich aber, die Hälfte seinem Ä!itspieler abzugeben. Derselbe ward klagbar, wurde aber vom Richter mit. seiner öttage abgcwiesen, und zwar deshalb, weil im Staate Californien der Verkauf von Lotterie tickets verboten sei. Demgemäß könne auch der Gewinner nicht gezwungen werden, ungesetzlich erworben-s Geld mit Änderen zu theilen. Ein neues Wunder für die Dime-Museen ist in Coalporr. Pennsyl vanien, aufgetaucht. Es ist ein vier Jahre altes jfmd, welches anscheinend gar keine Knochen im Leibe hat. Mit der größten Leichtigkeit kann es seine Beine hinten über dem Kops zusammenfalten, als wie man vorne die Arme kreuzt. Mit ebenso großer Leichtigkeit kann es sich den Kopf mit einem F:i kratzen, wie mit einer Hand. Die Berrenkungen, die es mit seinem Leibe ausführen kann,sind geradezu erstaunlich. Im Uebrigen ist es gesund und gleicht voll kommen anderen Kindern. Dem Staate West Birginien steht jetzt ein heftiger Kampf zwischen Prohlbitionisten und den Freunden der persönlichen Freiheit bevor. Zur unangenehmen Ueberraschung der Gegner der Probibition hat der Senat mit ZweidrittelMehrheit die vom Hause bereit angenommene gemeinsame Resolution bestätigt, wonach im R'ovember 1888 eine Volksabstimmung über die Frage stattfinden soll, ob der (vetränkebl'ndel im Staate absolut verboten werden soll oder nicht. Drei Senatoren, welche vorher gegen diese öicsolution gestimmt batten, stimmten diesmal sur dieselbe, um die Annahme eines Prodibirionsgesetzcs zu vereiteln, wozu nur eine Stimmenmehrheit nöthig war, und welches die Prohibition sofort einge fübrt haben würde. Armes Virginien ! N e u e r e N a ch r i ck t e n a u $ Montana bestätigen, daß das Vich auf den Ranchcs zu Tauseiiteii fällt. Der Post' meiste? tn Albrighr schreibt : Unser Winter war verhältnißmäßig mild, aber wir batten keinen Tbauwino, wie sonst. Ich babe bcreit die Hälfte ttlcines Viebstände) verlöten, 'ine gros;e a,'l ein geborenen Bieb.s ist durch die Schnee. Nürme in die Flußniederungen getrieben worden und fällt dort, wie die Fliegen. Noch ein Fuv Schnee zu dem. den wir bereits haben, wird jedes Stück Vieh, das nicht im Stall gefüttert wird, um' bringen." Ein anderer Viehzüchter, der bereits seit 18 Jahren in Montana lebt, schreibt: Dies ist der härteste Winter, den ich durchgemacht. Ick schätze meinen Verlust schon jetzt auf 5,0 Procent und erwarte, dap -er 75 Procent erreichen wird. Ick fürchte, eine große Zahl der NeuAn!ömmlinge wird danke rott gehen." Vor etwa zehn Jahren war. eine Familie Namens Meyers aus Deutschland nach Amerika ausgewandert, ließ aber in der alten Heimath ihren zwei Jahre alten Sohn Otto bei den Großeltern zurück. Nach zehnjähriger Trennung erfaßte die Eltern die Sehnsucht, ihr Kind wiederzusehen. Sie schickten daher Reisegeld nach Deutschland und baten die Großeltern, . ihnen, den Knaben zu senden. Otto kam denn auch eines Tages, wohlgemuth in Castle Garden an und wurde vomLater empfangen. Llber trotz aller entgegengetragenen Liebe seitens der Eltern fühlte er sich in der neuen Umgebung nicht heimisch, auch konnte er sich schwer daran gewöhnen, die ihm ganz fremd vorkommenden Leute Vater und Mutter zu nennen. Und so sagteer eines Tages.daß es ihm in Ame rika gar nicht gefalle, und daß er sich nach seinen Großeltern sihne. Bald darauf war er auch spurlos aus dem Elternhause verschwunden, um auf irgend eine W.i'e die Heimkebr nach Deuisch land zu versuchen. ' Jetzt sucht die Polt zei nach ihm. Als neulich das vom Staatssenat von Minnesota eingesetzte Gefäng nitz Comite das Zuchthaus in Stillwa ter besuchte, erhielt es von einem alten irischen Gefangenen Namens Michael .!elly ein eigenthümliches Schreiben. Der Sträfling tbeilte mit, er sei vor 12 Jahren wegen Tödtung eines gewissen Barney Lamb zu lebenslänglicher Zucht hausstrafe verurtheilt' worden, trotzdem er die That nicht begangen habe. Ich batte," so schrieb er, mit meinem Nach bar Lamb Streit. Es kam zu Schläaen, und ich reichte meinen Cavallerie ' säbel, den ich bei mir hatte, rasch meiner ; danebenstehenden Frau; um mich gegen meinen Angreifer besser wehren zu kön neu. Er vackte mich bei den Laare.

Meine Frau ries ihni zü. et solle mich loslanen,' er tbat's aber nicht. Da siel der lödtliche Schwertstreich, aber nicht vo'i meiner Hand. Ich sagte davon nichts im Proceß, weil ich gar nicht daran dachte, das; man rrcich für schuldig befinden würde. Was mich zum Schweiß gen bewog, war meine Frau, die ich nächst Gott über Alles liebte. Sie war die Mutter meiner Kinder." Kelly bat im letrcn Bürgerkriege gedient und bat siw im Zuchthaus gut gehalten. Eine h ö ch st r o m a n t i s ch e Ge schichte kommt aus Evansville in In dlana. Dort bat nach zehnjährigem vergeblich.'mSuchzn ein Vater seine ibm gestohlene Tochter wiedergefunden. Im ahre 1870 starb dem wohlhabenden Farmer Daniel Chieman in Carmi in Illinois, während er selbst krank darnieder laz. seine Frau. Sein einziges, da mals 7jähriges Töchterchen Anna wurde zeitweilig bei kinderlosen Nachbarn, Ben Johnson und Frau, untergebracht, und diese gewannen das Kind so lieb, daß, als Chtsman es ihnen nicht überlassen woll:?, sie ihre Habe heimlich fortschaff ten, und dann das Kind stahlen. Chis man, den dieser Schlag an den Rand des Grabes brachte, hat nach seiner Wie derherstellungTausende von Dollars ver ausgabt, um das Kind wieder zu finden. Man verfolgte Johnson's Spur bis Evansville, dann verlor sie sich. Jetzt hat sich herausgestellt, daß die Johnson's mit dem Kinde ung.fäbr ein Jahr in Evansville wohnten, daß sie aber det Kleinen überdrüssig wurden, als diese krank wurde und viel Pflege in Anspruch nahm, und sie schließlich in einem Wai' senhaus unterbrachten, und selbst fortzogen. Von dort kam Anna zu einem deutschen Farmer Job. Iloesner, der sie an Kindesstatt annahm, ihr eine gute Erziehung geben ließ, und sie in den letzten Jahren wäbrend der Wintermo nate nach Evansville in die Schule schickte.. Dadurch wurde sie unw.ssent lich mit ihren eigenen in Evansville wohnenden Cousinen bekannt, und die Erzählung ihrer Schicksale brachte ihre Tante, Chisman's Schwester, auf den Gidanken. sie müsse die verlorene Nichte sein. Als Chiemzn, von ihr benach richtigt, vor seine Tochter trat, ohne lps diese vorbereitet worden, eilte sie, nach Zurzem Anstarren, mit dem Ausruf : Pa", auf ihn zu. Das Wiedersehen war natürlich ein äußerst rührendes, und mit schwerem Herzen ließen die Adoptiv Eltern das liebgewordene Kind ziehen Vom Ausland,

Ueber die Grundsätze, nach welchen bei der Ueberlaffung. der 'Ansiedlungvgrundstücke Verfahren wird, erfährt die Posen Zeitung Folgendes : Das Grundnück wird zu einem bestimm ten Kaufpreise überlassen, der an sich mäßig berechnet erscheint. Der Kaufpreis wird zu 3 Procent verzinst und die Zinsen als Rente in halbjährlichen Ra ten, das Capital als Ablösungssumme bebanddt. Fordert der Fiscus das Capital, so sinkt cv auf den 5fachen Betrag der Rente. Ein Zehntel des Capitals aber darf überhaupt nur mit Zustimmung beider Theile abgelost werden. Der ölest kann gegen sechsmonatige Kün digung gefordert werden, jedoch vom Fiscuö erst nach 50 Jahren, während der Eigentbümer sich der Rente durch Zahlung sofort nack ß Monaten entledigen kann. Der Eigenthümer ist ver pflichtet, auf dein Grundstück zu wobnen und dasselbe selbst zu bewirthschaften, sofern der Fiscus nicht eine Abweichung vo.i dies"? Bedingung bewilligt. Ge bände und Früchte müssen versichert wer den. Eii- Zerstückelung (Parcellirung) des Grundstücks ist verboten, die Ver äußerung im Ganzen ist von der Zustimmung des Fiscus abhängig. Der Fis:us behält sich für den Zuwiderhandlungssall und für Erbgang das Rückkaufsrecht vor, und zwar wird in diesem Falle der iückkaufspreis einzig und allein (?) durch einen siscalischen Sachverständigen den der Landrath ernennt bestimmt. Ein kaltblütiger Vater mörder ist Camillo Arlenghi in Florenz. Arlenghi. ein kleiner Taugenichts von vierzehn Jahren, der tagtäglich von seinem Vater Vorwürfe über seinen Unsleiv boren und auch manchmal eine empfindliche Strafe erleiden mußte, be schloß, um ferneren häuslichen Züchtigungen zu entgehen, seinen Vater zu er morden. An einem der letzten Abende trat nun der Bursche, eine Art in der Hand, an das Bett seines schlafenden Vaters, rüttelte ihn auf und fagte : Erinnerst Tu Dich, daß ich versprach. Du würdest niemals mehr in die Lage kommen, mich zu züchtigen ? Sieh', die Arlenghi halten immer ihr Wort !" und mit dieser Bemerkung spaltete er dem Vater mit einem Axthiebe das Haupt. Hieraus wusch er sich die Hände und l'.gte sich zu Bett. In der Frühe, durch das Hilfgeschrei des Dienstboten, der außer sich in's Zimmer stürzte, geweckt, sagte er: Wenn sie den Mörder suchen, sage ihnen, hier bin ich." Festgenom men und über den Grund seiner Misse tdar befragt, gab er achselzuckend zur Antwort : Was wollt Ihr ? Ich war es müde, länger wie ein Schulknabe be handelt zu werden !" und erzählte dann die grauenhaften Details des Herganges. Spät genug, aver oocy nicht zu spät, wird ein italienischer Ver breche? seiner Bestrafung zugeführt. Im Jahre 1865 wurde in Flaviana der Di rector der Nationalbank ermordet. Die 3!eckerchen ergaben, daß er der Secte der Meuchelmörder" deshalb zum Opfer gefallen, m er beim Vertheilen von Stellen stets Angehörige seiner Familie bevorzugte. Einige der Morde? wurden damals verhaftet, der Hauptthäter jedoch entkam. Er wurde h contumaciam zu lebenslänglicher Galeerenstrafe verur theilt, ohne daß es den Behörden gelun gen wäre, seiner habhaft zu werden. Luca Resta, dies der Name des Mörders, war in Turenza geboren, hatte sich im Jahre 1844 der Internationale" angeschlossen und ward bald zum Chef der Meuchelmörder", gleichzeitig ein beicheidenes Kasseesiedergeschäst betreibend. Nach dem am Director Monghini begangenen Morde floh er nach Spanien, wanderte nach Amerika und wurde dort Direktor einer KunstreiterGesellschaf. Dieses Gewerbes müde, ward er Theaterdirektor und erwarb sich mit seiner Operettengesellschaft einen guten Na men, bi? er sie auflöste, .um nach Spa

Socialistisch. Leih- u. Sparverein lOtltt ntörllr. 25 Centi tvöch:ntlichk VtozaHluag. Die nthelle zu $100 werde voll ans bezahlt. Die 6i-zahlunll bejiinrn am 1. Samstig iin Ran tn der LSulha'l. Llst fttt Mitglieder und solch die erden ol ltn, lugm in dtn Seschistversammlungkn Ux Sozia tlstischkn Seit 0 Ho. 1, und in der Otficc der Jndian ?,ibüne- Z'ir An'heilzelchnung cuf. Tie r,l$fi: Ekschästi-keksasmluzig bet Zonal:

Lektion findet am Eonntap, den 13. Vldri 3Ra5 mngS Z Uhr, i der echulhall statt. . Max Scdwarer. dr. Ekkr. C. PINGPANlt'S denrfye Buch - Handlung ! No. 7 Q&b UlabamaNr. . Bücher pasiend sür Festgeschenke. i, , , Soeben eingetroffen : Ein grosse An zahl sozialistischer Flugschristen. Dr, THEODOHE ü, VAGIiER i Dfflt: atratarr 0. 8 Flercder CbarpeV S3lucf. 6tt9ituntin: 9 lOOoTiinl. 1 4 Nchttt,. . 7-3Ätnbl. eo&nUgl von IX) 11 Dorn. nn 3 t Uix Ccjnisal: Ecke College NLd Hzk dt. releddon 4. pie JudianapoliA WseVwesVö finb eingerichtet, vortreffliche Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen, Baden und für Damofkess.l ?n auberordentlich niedrige Vrei. sen zu liefern. Office: 2S S. Pennsylnaniastr. ? n d i a u a v 0 l i . Ind. Lern,rt1 Vonneut. .rtdurLOdu' Bonnegut K Bohn, ellivVevV Oar,ceVlor,JiQmer ??v.ttS EZF' mnin. . O. Scke Washington und Pirgiaia Ade. Jodn WeilacSer. Saloou u. BilliardHallr, OQ R Otnnfbteaafa Otr men zurnckzulehren und m uonD eine Tanzschule zu eroffnen und als Balletmeister zu wirken. Ein Jahr später siedelte er nach Paris ühr, eröffnete dort eine Barbierstube, gab Tanzstunden und besorgte rnr Karneval m Privatclrkein die Musik für die Tanzkränzchen. Die italienische Behörde machte jedoch dieser Thätigkeit Nesta's em Ende, ver. langte die Auslieferung des Mörders, und die Carabimeris werden ihn an der Grenze geziemmd empfangen und in Sicherheit bringen. H 0 ch klingt dasLied von braven Mann." An einem der letzten Tage waren mehrere Kinder von Busum an der Nordsee in die Watten dt'nausgegangen, um auf dem Eise zu spielen. Dabei löste sich eine Eisscholle von etwa 14 Fuß im Quadrat und trieb mit drei Kindern seewärts. Das Geschrei der Kinder, die sich in dem Alter von 10 bis 14 Jahren befanden drang bis in den Ort hinein, und bald zählte der Strand Hunderte von wehklagenden Menschen. In kurzer Zeit lonrUe man nur noch mit dem Fernrohr die Kinder als kleine Punkte zwischen der Treibeis wahrneb men, als ein beherzter Schiffer Namens Hans Reiber hinzukam und. mit noch drei Gehilfen in seine Boot die gefäh liche Fahrt zur Rettung der Kinder aw trat. Wach mehrstündiger, schwerer Anstrengung, bald das Boot über die Eisstücke tragend, bald dasselbe schleppend, erreichten die Schiffer endlich eisfreies Fahrwasser, und so gelang es denn, den schon halb erstarrten Kindern nahe zu kommen. Der Schiffer Reiher sprang in's Wasser, erreichte schwimmend die Eisscholle und brachte die drei Kinder in's Boot. Der Jubel wollte kein Ende nehmen, als die Schiffer mit den Kin dern, die kaum mehr zu gehen im Stande waren, auf den Nacke nach . langem, bangem Harren über die Eisschollen bin weg daS Festland erreichten. Der Schiffer Reiher, welcher in' .dürftigen Berhältniffeil lebt, wies eine Belohnung, welche man ihm überreichen wollte, von der Hand und erwiderte nur, daß er als seine Mikör tbue. JnWienhatsich der Bor. senbesucher Theodor Färber in Folge von mißglückten Spekulationen erschos sen. Aus derartigen Motiven verübte Selbstmorde sind kei seltenen Bor. kommniffe ; waS aber diesen Fall besonders tragisch gestaltet, ist der Umstand, daß der Vatrr und zwei- Geschwister des Selbstmörders ebifallS ' freiwillig ihr Leben beendet baben'und seine hochbe tagte Mutter den unendlichen Schmerz ertragen ,nuß, all' ih Tbeurcn in der Vollkraft der Jahre aarf die gleiche Weise von ihrer Seile gerissen zu sehen. Vor zwanzig Jahren ergrrff der Gatte der gegenwärtig im neunzigsten' Lebensjahre stehenden Greisin däe Gistphiole und starb an den Folgen deS schrecklichen Trankes. Später stürzte sich eine Toch ter aus dem Fenster des vierten Stock Werkes in die Tiefe und blieb mit zer. schn-etterten Gliedern, als Leäche liegen. Der älteste Sohn der Bed:ernsZverthen, Moritz Gärber. welcher bei der Credit anstatt den ansehnlichen Posun eines Prokuristen bekleidete, schoß sich vor zwei Iahren trn Augarten ine Kugel . in den Kopf, ur.d jetzt hat ihr zweiter' CsZ . Theodor Gärber dieselbe That voll- ' bracht.

3i? sey, Iyr venktzt die Vlimiljji LINE ? tzr Garua! Ca Weil fte die kürzeste und.deke Ltme tUi Ht. JLoala. MlHHOurl, JtXanIowr , XVlxn.8ln, Texau, ArlcunuaM, Oolrado, IVo-w Mexico, JLeootct rmb CallTorixlii lfi. al TSatpbrtt tft tra Girtu uut tu C-aw Ntt find aal Slcfcl. Di, Wegk düdea o.k nratücn Cctbfercngrn. . Zeder Zug t VkdZLfkaaeu. Passagiere, od fte nu ?;uu erster Klasse ofcet tmtcrantra-SiCtle UlVc teerten durch anfett Passsgierzüge erßet St'.a-1 befördert. C& SU NUN ein Vtllet zu etmijtto Pr.t. sen. ein SlmrsutbiUet der trzeud eine Sori, eisendahetillete cHen, komm?? Tit. schneide fei, st 11. I. Derluß, Assist,! ea! Hzqai,.Ug,n,. urft,L, a,i)mgt, und J0 etrM A, i'r l 0. CU!. flr'! Snpt. &l.Xcui, ttt. M U ek'l .. wi.4 DhlOuro, Loiil. . i FMt7tMiurjx Hn.llt- h.i1.

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