Indiana Tribüne, Volume 10, Number 154, Indianapolis, Marion County, 22 February 1887 — Page 3
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e Novelle, frei nach drm Englischen, Von O lliverio. sFortsekurra.) Doch die Leute schüttelten ernst den ttopf, wenn sie das rrte, blasse Mädchen sahen ; ihre Augen waren zu leuchtend, ihre ganze Ersckeinung zu ätherisch, und die Aertte meinten, sie habe die zarte Constitution ihrer Mutter geerbt und jede geistige wie körperliche Aufregung müsse ihr ferngehalten werden. Der beiße Herbsttag neigte sich dem Ende zu. Karl Berthold saß allein in seinem Privatcomptoir. Das Läuten der großen Glocke, der plötzliche Still stand der Maschinen, das Geräusch vieler Tritte verkündete die Feierabendstunde. Gewöhnlich verließ Berthold die Fabrik eine halbe Stunde früher, heute aber saß er sinnend da, obne der enteilenden Zeit zu achten. Plötzlich wurde laut an seine t,hur geklopft und, aus seinen Gedanken erwachend, rief er: Herein !" Einer der Commis steckte den Kopf her ein und sagte bescheiden : B-.rzeiben Sie, Herr Betthold ; aber Friedrich wartet, um zuschließen zu kön nen." . Ich batte keine Ahnung, daß es schon so spät ist," antwortete Berthold, die Uhr zieb.'nd. Ist Herr von Hollwang schon fort ?" Nein!" Bitte, sagen Sie itm, daß ich ihn sprechen möchte, und Friedrich saaen Sie, daß er geben könne ; ich werde selbst zu schließen. Gutenacht !" Wenige Minuten später ließen sich näher kommende Schritte hören und über Berrholds edle, noch immer schöne Züge glitt ein freundliches Lächeln, als sich im Nahmen der Thür eine schlanke, junge Männergestalt zeigte mit schön geformtem Kopf, den braune Locken zierten, lebhaften, grauen Augen und Zügen, die eine edle Natur wie einen festen Eharak ter verrikthen. Gut, daß Sie noch da sind, HoUwang," . rief ihm Berthold entgegen. Ich war so eifrig mit meinen Gedanken beschäftigt, daß i v nicht merkte, wie die Zeit vergiilg Was macbt Jbre Frau Mutter r Danke. Die Hitze bekommt ihr nie recht gut, vielleicht gebt sie noch in ein Seebad." O. das ibut mir leid lM erwiderte der gabrikherr zerstreut; seine Gedanken waren dem von ihm angeregten Thema sichtlich sehr fern. Sie ivaren gestern Abend nicht in Villa Emma", auch vor gestern nicht," fuhr er fort, ich glaube, fast acht Tage sind vergangen, seit Sie sich dort das letzte Mal sehen ließen. Wie kommt das ? Marie äußerte bereits die Besorgniß, wir' könnten Sie durch irgend etwas beleidigt haben." Ueber des jungen Akannes Züge glitt ein leich:csNotb, während sie sich in ernst Falten legten. Vertholbs scharfem Blick entging das nicht. Wie kommt daS ?" fragte er noch ein mal. Sind Sie unseres stillen Hauses überdrüssig geworden V HoUwangs Antlitz färbte sich noch tiefer. ,$Wu, das gewiß nicht, Herr Bertbold. Sie wissen ja, wie gern ich zu Ahnen kommö und wie dankbar ich Ihnen bin, daß Sie mir Ihr Haus so liebenSwürdig geöffnet haben. Warum kommen Sie dann nicht öfter ? Vor Kurzem noch ließen Sie sei neu Abend vorübergehen, ohne wenig stenS auf ein halbes Stündchen bei uns vorzusprechen." Der junge Mann war auffallend veolegen geworden und schwieg. 'Zch will es Ihnen sagen," fuhr Bert' hold daher fort und legte die Hand auf des Anderen Schulter, weil Sie meine Tochter lieben." Hollwang warf den gesenkten Kopf stolz zurück, schlug die zu Boden gerrchteten Augen auf und begegnete voll den gespannten Blicken des alten Herrn. So ist es," sprach er fest. Ich liebe Ihre Tochter von ganzem Herzen, aber ich glaube es ihr weder durch ein Wort noch einen Blick verrathen zu haben. Ich habe gegen diese Liebe gekämpft und ver sucht, sie zu besiegen. Weaen der Regungen seines Herzens ist kern Mensch zu tadeln, und wie die Sonne nicht anders kann als scheinen, so kann ich nicht an ders als Ihre Tochter lieben. Aber sie soll es durch mich nie erfahren, das ver spreche ich Ihnen. Wenn Sie es wün schen, will ich sogar die Stadt ver lassen." Der alte Herr mußte lächeln und sah den erregt Sprechende freundlich an. Sie thörichter Knc.be !" rief er, die Stadt verlassen. W& sollte aus dem Mühlenwerk werden obne Sie? Und was s?llte ich anfanaen ohne Sie? Und was Marie ohne Sie ?" In Hollwangs Zügen flammte eS freu dia und erleichtert auf, unddie glück strahlenden Augen stellten die Frage, die seine bebenden Lippen nicht zu formen vermochten. Mein lieber Hollwang," fuhr der alte Herr gütig, aber ernst fort, meines Kindes Glück ist mir das Höchste auf Erden ; ich b?n ein alter Mann, der im besten ZZalle nur noch wenige Jahre iu UUn bat, und würde glücklich sein, wenn ich meiner Tochter Zukunft in guten und sicheren Händen wüßte." Würden Sie mir Ihre Tochter ge b," rief Hollwang eifrig. Würden Sie mir wirklich das Glück Ihres Kindes anvertrauen 'i" Ich kenne Sie von Ihrer Kindheit an, Mar ; kannte und achtete Ihren Va ter während vieler Jahresr war mir ein treuer Freund, dessen Sohn ich mein Kind lieber geben würde, als irgend Je, mandem auf der Welt." Und Marie Ihre Tochter?" Das müssen Sie sie selbst fragen; doch glaube. lch nicht, daß Sie zu ver zweifeln brauchen," fügte er lächelnd hinzu. ,Wie scll ich Ihnen danken," sprach Hollwang warm. Wotte vermögen nicht auszudrücken, wie glücklich Sie mick machen; und ich werde Alles thun, mich JhreS Vertrauens würdig zu zeigen. Jetzt bin ich ein unbemittelter Mann, aber ich werde nicht ruhen, bis ich Ihrer Tochter eine Stellung erworben hab die
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mindestens derjenigen gleichkommt, die sie jetzt einnimmt." In des alten Mannes Augen traten Thränen der Rührung, als er Hollwang so reden hörte. Was wollen Sie thun ?" fragte er. Ich erinnere mich, daß vor ungefähr sieben Jahren, als Sie vielleicht secbs Monate schon bei mir arbeiteten, ich Sie einmal fragte, ob Sie hofften, eines Ta ges ein großer Kaufmann zu sein. Da antworteten Sie mir: nein, denn Sie würden den Kaufmannsstand niemals genug lieben, um darin etwas Hervor ragendes UiUn zu können." Mar von Hollivang s Zuge umwölkten sich, und wieder färbte ein leichtes Vtotk seme Wangen. In den Tagen, von de nen Berthsld sprach, hatte er von Lor beeren geträumt, die er sich auf einem andern Felde zu erobern gedachte. Schon als kleiner Knabe batte er em besonderes Talent für Musik an den Tag gelegt. und nur die ditterste Nothwendigkeit. sowie das ausgeprägteste Pflichtgefühl hatten ihn bestimmt, Kaufmann zu wer' den. Als er kaum zehn Jahre zählte, starb sein Vater und hinterließ seine Mutter in so beschränkten Verhältnissen, daß eö ihr schwer siel, mit so Wenigem auszu kommen. Für Mar eine gute Schulbildung zu erübrigen, wäre ihr unmöglich gewesen. Da bot Berthold seine Hilfe an und versprach die Kosten zu tragen. Mar war ein begabter und fleißiger Schüler. Er stach seine sämmtlichen Kameraden aus, und als er mit fünfzehn Jahren seinen Platz an Bertholds Comp toirpulten einnahm, war er an Kennt nissen allen andern Knaben seines Alters und seiner Lebensstellung weit voraus. Monate lang war er in beständigem Krieg mit seinen Neigungen für die Musik, und es bedürfte geraumer Zeit, bevor er auf dem ihm vorgeschriebenen Wege gern und willig vorwärts schritt. Seines Gönners und Ehess Güte half ihm dabei redlich. DeS Knaben strenges Pflichtgefühl, seine Bereitwilligkeit zu Allem, was von ihm verlangt wurde, sein edler, groß angelegter Charakter gewannen ihm schnell Bertholds ganzes Herz. Im Laufe der Jahre näberte er sich dem Fabrikherrn Schritt für Schritt ; dieser frug ibn in allen geschäftliche?! Dingen um seinen Nath, er vertraute ihm, wie er noch keinem seiner Angestellten vertraut hatte ; er lud ihn ein, in sein Haus zu kommen, und als Mal zweiundzwanzig Jahre zählte, nahm er in dem Betthold'schen A!ühlenwerk den ersten Platz ein. Ist Ihnen Ihr Stand jetzt lieber geworden, als er es damals war V1 fragt, Berthold noch einmal. Ja,' lautete die aufrichtige Antwort; und nun Sie mir für meine Thätigkeit ein so herrliches Ziel gesteckt haben, hege ich die sichere Hoffnung, es einmal zu et' was Rechtem zu bringen." Eine Weile schwiegen Beide und blick' ten sinnend zu dem offenen Fenster hin aus. Mar," hub der alte Herr plötzlich wieder an, ich habe keinen Sohn, und mein Geschäft ist ein sehr gutes. Mein Vater hat es in seinen besten Jahren an gefangen, ich habe darin gelernt, es fortgeführt ud hänge sehr daran; es sollte mir leid thu, wenn es in fremde Hände übergmge, und habe seit lange den Wunsch gehegt, daß es früher oder später Ihr Eigenthum werde." Hollwang war tief bewegt ; er wußte nicht, wie er seiner Dankbarkeit Worte verleihen sollte. Ich werde alt," unterbrach ihn Bert hold, und der Gedanke, daß Sie ein mal hier Ehef sein werden, war mir je derzeit ein sehr angenehmer, keinen Sie es gut mit meinem Kinde, und ich bin mehr als belohnt. Es wird Ihnen so auch nicht schwer werden, Marie mit dem Luxus zu umgeben, an den sie jetzt gewöhnt ist," fügte er lächelnd hinzu. Und nun will ich gehen. Heute Abend dürfen wir Sie wohl in Villa Emma er warten?" Hollwang's glückliches Gesicht hätte die Antwort überflüssig gemacht, und mit herzlichem Händedruck schieden die beiden von einander. 19. Max war es zu Muthe, als ob sich die goldenen Thore Edens vor ihm geöffnet hätten und er nur hineinzutreten hätte, um Kummer, Noth und Sorge für alle Zeit Lebewohl zu sagen. Er war noch sehr jung, und seine Phantasie malte ihm erwiderte Liebe als das Schönste und Erhabenste von der Welt. Als er die engen, dumpfen Straßen hinter sich hatte und zwischen den Villen ver eleganten Vorstadt hinschritt, wo die iu beiden Seiten angepflanzten Bäume wohlthuenden Schatten warfen, fragte er sich immer von Neuem, ob ibm sem Einbildung nickt einen Streich spiele, ob er nicht bald erwachen und sich als das Opfer emes süßen, bestrickenden Trau mes finden werde. Jetzt lenkte er in einen von grünen yeaen vegrenzien )eg ein uno wenige Schritte führten ihn vor eine eiserne Gitterthür, von welcher ein schmaler Kiesweg nach einem freundlichen Häus chen führte, das inmitten eines großen Vartens lag. Er blieb einen Moment stehen, um das anmuthige Bild zu betrachten und sicd an dem Dult der Blume.r und rer senden Früchte zu laben, den ihm ein leichter Westwind entgegenwehte. Dann eilte er dem Hause zu, wo er an einem der geöffneten Fcnster seine Mutter sitzen sah, eine noch immer hübsche Frau, auf deren Zügen !?orge und Kummer sruye rer Tage jedoch ihre Spuren zurück gelassen hatten. Kommst Du endlich ?" rief sie ihm entgegen. Ich habe mich bereits um Dich geängstigt und gefürchtet, es könne Dir zwischen den abscheulichen Maschl nen ein Unglück zugestoßen sein." Das thut mir leid, Mutter. Doch lag dre Schuld nicht an mir ; Hrr Bert hold hielt mich aus, um etwas Wichti geS mit mir zu besprechen. Ich sollte doch meinen, die Geschäfts stunden wären lang genug, und er brauchte mx nicht die kurze Zeit noch zu schmälern, die Du für mich übrig hast." Aber, Mütterchen, jetzt bin ich ja bei Dir. Darf ich gleich zum Fenster hm einsteigen, oder muß ich hübsch manier lich um das HauS herum und durch die Thür gehen?"
.j i w.ijBi Sein frisches, muntereS' Wesen ver scheuchte sofort die Wolke, welche sicb auf Frau von Hollwang's Stirn geiagen hatte. Komm nur durch das Fenster," saate sie lächelnd, komm, welchen Weg Du willst. Du bist doch immer der Sonnen schein meines Lebens." Du liebes, gmeS Mütterchen," sprach er, nachdem er sich geschickt aus das Fen stersims geschwungen hatte und Von dort in die Stube bineingejvrungen war, und küßte die alte Dame herzlich auf den Mund. Du hast mit dem Abendessen gewartet," fuhr er fort, als er den ge deckten Tisck mit den noch unberührten Speisen erblickte ; das thut mir leid. Du wirst Hunger bekommen baben ; doch .t-A. - ' x. e....: cmmuBi u mir nocy runs tinuien uxlaub aeben, damit ich mir von dem Comptoirstaub etwas säubere." Er ist doch em lieber, prächtiger Mensch," dachte die alte Dame, während ihre noch immer sugendfrrschen Augen dem jungen Manne nachblickten. Du willst doch heute Abend nicht mehr ausgehen?" srciqte Frau von HoU wang verwundert, als Max. nachdem sie von Tisch aufgestanden waren, nach seinem Hut griff. Doch, Mutter, ich werde rn der V,Ua Emma erwartet." In Vllla tLmma ?" wiederbolte diese sinnend. Du bist häufig dort." Es sind über acht age, daß ich nicht dorr war," entgegnete Mar. und Herr Bertbold sowohl als auch Marie seine Tochter " verbesserte er sich, ha den sich geioundert, daß ick mich seitdem nicht wieder gezeigt habe." Der Name Marie war ihm unwill kürlich entschlüpft, hatte er sie in seinem Herzen doch schon tausendmal so ge nannt. Hat er Dir das gesagt?" fragte seine A!utter. ..Ja, und mich gleichzeitig für beute Abend eingeladen. Siehst Du eS nicht gern, wenn ich nach Villa Emma gehe V Die alte Dame schwieg. Das Herz pochte .ihr aber voll Stolz, wenn sie daran dachte, daß ihr Sohn ein will kommener Gast war im Hause seines Chefs, des reichen, hochgeachteten Karl Bertbold. Was war es denn, das Herr Berthold beute nach der Geschäftszeit noch mit Dir zu reden batte ?" fragte sie nach einer Weile. War es etwas besonders Wichtiges?" Etwas ganz besonders Wichtige," lautete die Antwort. Drch nichts Unangenehmes, will ich hoffen ?" Durchaus nicht im Gegentheil etwas sehr Gutes, daS auch Dir eine große Freude sein wird." Mir eine große Freude ? So betrifft es also Deine Person ?" Morgen sollst Du Alles erfahren, mein Mütterchen," sprach er, wäbrend er sich über sie beugte, um ihr den Gutenachtkuß zu geben. L0. Es war acht Uhr, als Max Villa Emma erreichte. Er hatte nicht länger als gewöhnlich beim Äbendbrod gesessen, batte die kurze Strecke zwischen seiner Wohnung und der seines Chefs so schnell zurückgelegt wie möglich, und dennoch schien Berthold längst schon voll Ungeduld auf ihn gewartet zu haben, denn er trat ihm mit ausgestreckter Hand ent gegen und sagte: Ich hatte die Hoffnung, fast auf gegeben, daß Sie heute Abend kommen würden." Es war halb sieben vorüber, als ich die Fabrik verließ, wenn Sie sich erinnern." entschuldigte sich Mar. Ich komme soeben aus dem Garten' fuhr Berthold, das Thema wechselnd, fort. Marie ist noch dort in der Weinlaube, glaube ich." Darf ich habe ich Ihre Einwilligung, sie dort aunusuchen ?" fragte Max mit stockendem Athem, denn das Herz pochte ihm so heftig, daß es ihm schwer fiel, die wenigen Worte hervorzubrin gen. Gewiß. Ich habe Marie gesagt, daß Sie wahrscheinlich heute Abend kommen würden." Das Zwielicht verlor sich mehr und mehr in Dämmerung, als Max in den Warten trat, um dort sein Schicksal zu erfahren. Als Mar nur wenige Schritte noch von der Weinlaube entfernt war, blieb er eine Minute stehen, um daS reizende Bild, bei besten Anblick seine Pulse schneller schlugen und das Herz ihm vor Wonne zu springen drohte, zu betrachten. Es war ein junges Mädchen, das man leicht hätte für ein Kind halten können, so schmal und zart sah eS aus. Sie stand in tem Eingang der Laube, und in dem Dämmerlicht, unterstützt von den bleichen Mondstrablen, war die An. mutb und die Lieblichkeit ihrer Erschei nung deutlich zu ehen, die schlanke, zier liche Gestalt umschloß ein matt rosa Muffelinlleid, ein weiß seidenes Tuch, welches eigentlich ihre Schultern be decken und vor dem 'fallenden T hau schützen sollte, war herabgeglitten und gab den Blicken ihren herrlich geformten Hals fr??. Taö war Marie Berthold, das einzige Kind und vergötterte Herzblatt des reichen Mühlenwerkbesitzers. Ihr feines Ohr vernahm die näher kommenden Schritte, und ihre großen glänzenden Augen wandten sich der Rich lung zu, aus der sie kamen. Sie erblickte den jungen Mann, und über ihre Züge glitt eS wie ein beller Sonnenschein. Im nächsten Moment stand er an ihrer Seite, und seine Augen weideten sich an dem Liebreiz ihrer Erscheinung, wäh rend er die dargebotene Hand in der sei nen hielt. Die liebe, feine zarte Hand, Wie Winzig ste aussah, unter den kostbaren Spitzen, die sie fast verdeckten, man hätte meinen sollen, ein schneller entschiedener Druck hätte sie in tausend Stücke zerbre chen müssen ! Es sind mehr als acht Tage her, seit Sie das letzte Mal hier waren," sagte sie, ihn begrüßend, und ihre Stimme klang wie ein Silberglöckchen ; ich sing bereits an zu fürchten, ich könne Sie be leidigt haben." Soll ich Ihnen sagen, warum ich ihr fern geblieben bin?" .Gkwiö mü?en Sie.mir da? beichten
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a v BWS,SZ!Ä,W und auch warum Sie Papa so lange m d r abscheulichen Fabrik zurückgehalten traben. Papa sagte, als ich ihn frug, ich solle mir von Ihnen die. Antwort darauf gcven lassen." Wie entzückte ihn der Anblick des unschuldigen Kindergesichts! Die leiden schastliche Liebe, welche sein Inneres zu verzehren drohte, ließ sich nicht länger unterdrücken ' sie schrie laut und gebie? tend nach Befriedigung. Feurige, leidenschaftliche Wone drängten sich ihm auf die Lippen; nur mit Anstrengung gelang es ihm, seine Aufregung so weit zu bemeistern, daß er scheinbar mit Ruhe sprechen konnte. Er streckte die Hände aus, erfaßte eine der ihren und sagte in weichem Tone : Marie, ich liebe Sie." Er sah in dem hellen Mondlicht, wie Ihre Wangen ein schnelles Roth färbte und die weißen Lider mit den langen seidenen Wimpern sich rasch über die dunkeln Augensterne herabsenkten. Ich liebe Sie schon seit langer Zeit," subr er, zu der zarten Gestalt berabgebeugt, fort so innig, daß ich schließlich mir selbst nicht mehr zu trauen wagte, und fürchtete, ich könnte Ihnen durch Wort oder Blick meine Liebe verrathen." Marie, geliebtes Mädchen, woll? Sie mich hoffen lassen, daß Sie eines Tages inein Weib sein werden ? Ich sraqe Sie mit Wisien und Willen Ihres Vaters." Marie, mein Lieb, mein theurer Schatz," flüsterte er zu ihr nieder, darf ich hoffen ?" Ich liebe Sie," 'flüsterte sie zurück, und habe Sie geliebt, so lange ich den ken kann." Er schloß sie in seine Arme und preßte sie an das Herz die kleine, zarte Ge statt, die in seine? Umarmung wie ein Kind erschien und drückte ihr warme, innige Küsse auf die rothen Lippen. Mein Leben, mein Alles." flüsterte er; wie hätte ick ohne Dich leben sollen? Ich liebe Dich ja so unaus sprachlich!"' 21. Kuno von Reifenstein's Reisevorbe reitungen waren schnell actrossen; am 3!achmittag wollte er von Kirnburg abfahren nach der Stadt, in der sich Elfrie dens Pension befand. Vielleicht bin ich in wenigen Wochen zurück." sagte er seiner Dienerschaft, möglich auch, daß ich Monate lang fort bleibe. Wenn ich etwas brauche, schreibe ich." Seine Lcr.le waren an das unregelmäßige, unstäte Leben ihres Herrn be reits so gewöhn:, daß diese nicht im Geringsten verwundert waren über seine Ankündigung; nur sein Kammerdiener machte ei.i überraschtes Gesicht. Eine neue Laun." brummte er, mich zu Hause zu lasten. Aber waS ; gut, daß ich uch einmal Ruhe habe und mich ordentlich pflegen kann." ' Christa und dem Glück entgegen," flüsterte Kuno vor sich hin während daS Dampfroß ihn Kirnburg schnell ent sühne Christa und dem Glück ent gegen!" Seine Phantasie malte ihm die löstlichsten Bilder ; zu dem verlaffenen, be stohlenen Mann, der in seinem einsamen Hause trauerte, schweiften seine Gedan ken keinen Moment zurück, nur Christa's besttickende Schönheit und die leiden schaftliche Liebe, welche er für sie em psand, beschäftigten ihn. Und doch wollte das Gewlsien nicht gänzlich schweigen, ganz leise ließ es zuweilen eine Stimme bören. lFortekuna solat.) Vom Ausland. Ein königlicher Feind der Etikette. Aus Rom schreibt man der W. Allg. Ztg." : Vor einigen Tagen kam der Kornz unerwartet ins Apollo Theater und wollte sich in seine Loge begeben, ohne oan er von der Anwesenheit der Prinzessin Louise von England Kenntniß gehabt hatte. Nun ist dem König bekanntlich aller offizielle Pomp und jede offizielle Toilette in der Seele zuwider. Soldat, leidenschaftlicher Jä ger, einfach in seinen Sitten und Ge wohnheiten, will er nicht genirt sein. So kam es denn, daß er auch an diesem Abend in einfachem Ueberrock und schwarzer Halsbinde ins Theater fuhr. Man unterrichtete den König von der Anwesenheit der Prinzessin ; doch Humbert ist nicht der Mann, der sich so leicht aus der Faffung bringen läßt. Schnell entschlossen schickt er zum Theaterdirektor, ersucht ihn, ihm für ein paar Minuten semen schwarzen Frack und seine Weiße Halsbinde zu leihen, zieht, trotzdem ihm der Frack zu klein ist und überall spannt, ihn mit großer Gemüthsruhe an und be giebt sich so in die Loge der. Prinzessin. Und wie das Publikum sich von feinen Sitzen erhebt und ihn mit lauten Hoch rufen empfängt, in welche sich Trompe tengeschmetter und Paukenwirbel misch ten, da hat Niemand eine Ahnung da von. daß der König in fremden Kleidern steckt, während dee Direktor eiligst nach Hause schicken.muß, um seine stark de rangirte Toilette zu ergänzen. Was aber das Lustigste an der ganzen Sache ist, daß der König selbst die ganze Geschichte zum Besten gab. Ueber einen vu lcant schen Krater in Schweden schreibt man aus Stockholm: Oben in Jemteland, auf einer recht bedeutenden Anhöhe, um geben von Äiorästen und Sümpfen, hat man einen rauchenden Krater entdeckt, der freilich nicht genau untersucht ist, jedoch ziemlich tief sein soll. Der Dampf, der uus demselben aufsteigt, hat in der Umgebung bedeutende Massen Schnee geschmolzen. Freilich existirt in den gegenwärtigen skandinavischen For mationen keine thätige vulkanische Kraft und der genannte Krater wird daher wohl nur zufällig seine Form erhalten haben, während die Wärme, welche ausströmt, auf heißen Quellen beruht, deren hohe Temperatur Dämpfe entwickeln, die namentlich bei kaltem Wetter O?ic Rauch ausseben. Jobn Weilacder. Saloon ll. Äillialdchallc, 38 ?. Vennsvlvanla Otr.
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