Indiana Tribüne, Volume 10, Number 151, Indianapolis, Marion County, 19 February 1887 — Page 3
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;)HAMBUKlitK TROPFEN Hegen Leberleidett. Wichtige Erfolge. schaffe pelZ Crltichternng. Lg Haziie.Z:?. Rvester. N. A. - kchsn selt IaKren lcide lch häufig an Leber Beschwerden. Dr. August Äönig'S Hambur , L I rossen scha?kcn mir jederzeit Erleichterung nd fcarf dctrocicn diese herrliche illcbijrn in Kleinem Huujc vit ausgab n. ö i in n Vlttftv. StVi vieserhergeZtt. . ' ?loomi',qro?e. N. ?). 3crr C. A d a in spricht sich üOer den ttcdrauch VN Dr. Äuquft König'S ambilrzer Tropfen olgendermaßcn awi : Seit mehreren Jadren ilt eine Frau an 5.'be?vrschwerden. Kopfweh und Rücker.sÄmerzen. Zi gedrauHte tintgt Flaschen der Tropfen uns ans ia kurzer Zt vieder herzesteUt. Hi Jahre lange Araakse! geeilt. IIS Firfc-tr., LllSany.N. 5). Lerr Ä. G oodrich berichtet das folgende: Ciä Lederleiden, das mir Iadre lang das Leben D?rziftete, wurde durcd den (Seorauch von drei Flaschen Tr. Auflmt König'S Hambur ?;er Tropfen vollständig gedoden, und hab ich eitdem keine derartigen Aeschmerden wieder gehabt. Zur chtM Zeit angewandt. 13 C. Jersey. ?tr JndianapollZ. Ind. Lerr Charles ' . berichtet, daß ibin ln hartnackiae Leberleiden viel Äeschwerke verursacht habe. Schließlich machte er einen versuch mit Tr. Auqust König'S Hamburger Tropfen. Zrcei Flaschen dieser berrlichen t dizin stellte ihn nieder vollständig her. THE CHARLES A. VOCELER CO Baltimore, Md. MMobK J r ' W vA rCT V VlVV gkgn bemattsm,S. VZenralaka. FrestimIkN. pnmjchub. trr?nieh. ückenkchmkrlk. verKauchunge, Vrkyungen, Lchnlmonnden, Zahnsmerzen opiwh, Brandwunden. ett W CtnUj ta al'.ea Vxothek hiie. CSS CIUAMÖ A. fOCU& CO.BAUIIO&S.O T sw&nFhj ffgn linjigcn lUffl IManeSkrastvoUslänÄiahcrt urc selbst rie sänbar udeilbaren Aale von l;ti.tl.tifr.iTif hifn iiffipr unb lAUrral L l qcuru, rrnrr, acum.r numarun j ucccohhuu. Uarlta! Weidlickkeitlhe! biudernige der ie'.den iini) Heiiun?, zeigt taä aediezeneBuch ckrkttnngS''er:"''.un.,'eu,nk iniluM i ledensr t;utifr vicrjj At$tn binKnlunj tcn2i ,'111(111. Venls in "Seil -iiauiU, icraiam yerxaZ:, frei' reiiantt. I I flctefMie: Deutsches Heilinstitut.ll Clinton Piuce. uLt lr.a-lway. New York. N. T. Obige ch i auch ,u habe bet Bu$l)äaUt9 K n le t. SitdDelam?, Straie. fitiet'-tl iirm-Oignale. 4 Dcnnlvloanta uu artet. I Hauptquartier det Jeuer $cartn I. 6 0trafc und New Vrt. 7 Hobti und ichtg,a träte. 8 , Jers, Stkaie ud afs,chufttl lnnbn und rd'Straße. IZ Valachugettl ve. ah Nvde Stt. 15 Ilawx Str. und Kort Z2a,n Ave. l Htm ?1v und Hort l2an teu li Dun Str. undatsuchustt lit 13 lrtntan v. und Ssh Str. t? Pak! . un, utler Str. i arro Str. und alott , 19 rch? unt jjojn Stk. ii o3ge o. und siebente St, 121 Älibacu und Siebente Srr 12 Hctibun und Siebint Str. IM anel Stx. und L,neln t irr u-,,5uig.bäud. I en.ra'. r,. und chte St, 131 il:baa unÄ"rris,n Sn - Jfl iKjoa-RBijn und tcht 6tl 1? 4oäm n .i!TU St:. 13j (tne ttot. und Delama? St 1 t tUwai d lSi4'4dn SU. jl St. t 6t, ( n)c JUii. U Ue pnlvatia und Äratt Sti. 25 . A. nat:ic tul Sich'lk, nt 1? 26 IttlstsstVVt und St. ilau St, 7 JSlnKt und R'.chigan St,. 6 Str.TWvini Ct. und Hg , i itflff cvi und ktert Str. 211 Xenntfirc und tttSiaia Sti. ilt ynnf,!vanla und ich'gan ti. 111 ZKind'.S ued Herbert Str. ZI 'I.tdtan, Sv. und ttlchtgan t,. Ti Wirtiiin und valnut Str. U lah'flmt und tJinnont Str. Sö f UU u itta y)vxt Skr. W .1bta!ia -jt. ttO 5t. ei ti 17 riadi'HsvUa. 3s ijlatt un ,,d . k9 ch'an und ckzuit vti 11 n t3lnut Str. 311 et na r kitte Stk 514 SUdfNt Und HSd vtl. 1 ,')ington. na)Ä1 Sti. O ftjeaborf und ttashivgts 13 $tiu,i Nd Dort C. eridt, und siin,n Sr,. U J1u,i nb OjiZ St,. 47 SnnflM ad t3fltlnUn tt. ftn;an'l Port hsue. 41 Zdianola. 411 Ktf.aunun Ä4rlan tt tii niffifftest unb K,bzsh e:. 413 K,g?a' Port eu!. 421 3. 8. BS. vind Hvw. 4il Js,4 1?lu. si Jlinot und UNS eii. Zlinsi und iuisia St, tt Best nd W:ani i. M Best b South S. b6 Xennefl und eorgi, n. 67 Reiidion nd a, Str. VadiZs . und srri ti. dZ adiZv Ave. un Dunlo? St, 112 OS und Sttd Stk. 111 entuZ 9o. und irrt e Hi Lnts, ub orril Sti Sl ISinoi und ans 517 dni nd acotah St,. Q Ssuth nah, Tßlesar Str. a Vnnsylt nd Louiftan Si. U DlZart und ciatt? Str. 4 Oft und Ueart, Str. KZ Tladam und virgiaua ve. k7 vtrgwta ko. unb radsha n S Oft nd Eobur Str. U Psnastz'.vania Str. und Adrso ,e 112 VeKer und Douzhert Str. 71 tSirgini See. nei Hur,a Str. n OJnllb ?ioi;UCtr. Tl ashingt und Bnton St,. 74 Sento nd Georgi tr. 7Z?o,ftoe. und Pin,. 7 tü&an und St. Tl CtxgtntalTji.Bnl DiSon. 17 8Utch, ,. nd lln. 71 Spree ud Prosxett Stfc 711 CagU!) 9C uni Haunl ti. 714 0taa IDttM tt, TII c;lda i tq Str. tl ßaue . , Jrs, Str. SasSngiv Nd Dlr I, 81 OK ab 4?tl Str. 4 t 8f9rt und 9vid1n 3 aut'JaainAnfUU. tü Bit. Staat Ars at. 87 Orient! nd Idingi l zg Frzu,n Sislngvltz. 1Z o. Schlauch Hau. Okt ashln,tdr, l kl,t und odt Str. &14 Oh und Ha:vk) Stt. St arHlnd n ertdia Str. tt Veridtan nnd eorgia StraZe. l-ft-1 Privat.Llgnal. 1-1-1 ud asten wiederholt, Iit, iIS Signal föi gtuer'Drui. zt Schläge. ? au. ! rtttUg.ruab. 2W ÖJli Ut lU1ilI
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(f ; c Novelle, frei nach dem SnaZischen, Von O l l i v e r i o. (Fortstkung.) Wilhelm erwiderte noch immer nichts ; aber auf seinen Zügen malten sich Zweifel, Schmerz und bange Sorge. Ueberlege Dir die Sache reiflich," fuhr Clotilde fort. Von Deinem Entschlusse allein hängt es ab, was aus Dei nem einzigen Kinde werden wird. Ich habe Alles gewissenhaft durchdacht, Wilhelul. und hielt es schließlich für meine Pflicht, mit' Dir zu sprechen." Christa würde nie darein willigen," sagte Äainer, und seine Stimme verrieth die innere Bewegung. .W?nn Du aus Furcht vor Weiber thränen das Lebensglück Deiner Tochter auf dasSpiel setzest.dann allerdings läßt sich nichts weiter sagen ; aber ich muß gesteben, dav ich so eine Thorheit nicht von meinem Bruder erwartet batte." Er schob Teller und Tasse beiseite, stand auf und schritt in sichtbarer Erregung im Zimmer auf und ab. Ich kann ja nicht leugnen, daß viel Wahres in dem liegt, was Du da sagst." meinte er endlich, aber ich zögere noch Christas wegen. Sie ist keineswegs kräftig und ihre Liebe zu Elfriede etwas Herrliches. Erinnere Dich, wie Unglücklich sie war, als sie sich für wenige Wochen nur von ihr trennen mußte. Ich fürchte, daß der Schmerz, den eine jabre lange Trennung ihr verursachen müßte, sehr nachtheilig aus Christa einwirken würde." Unsinn !" rief Clotilde, erfreut, ihn ihrem Vorschlag nicht ganz abgeneigt zu sehen, und entschlossen, von dem gewon nenen Boden keinen Zoll breit wieder zu verlieren. Wenn Du Dich für Elfriedens Gunsten entscheidest, so wäre es wohl am Besten, wenn wir sie in die Pension brächten, bevor ihre Mutter zu rück ist." Nein, Clotilde, das kann ich unmög lich zugeben," wehrte Rainer. Das könnte ich vor Christa niemals verant' Worten." Das sehe ich nicht ein.' Wenn Du das Kind fortschickst und ihr dann schreibst und Deine Gründe dafür auseinanderseyt, so wird sie vernünftig sein und ein sehen, daß Du recht gehandelt hast. Sie wird ihre Thränen und Borwürfe sparen und begreifen, daß sie damit nichts an dert." Ich will eS mir überlegen," gab er einigermaßen ungeduldig zurück. Inzwischen werde ich an die Pensions Vorsteherin schreiben." Die Tage schlichen langsam dahin, und Rainers gedankenvolles Gesicht, sein sinnender Blick legten Zeugniß davon ab, daß er sein Versprechen hielt. Frei lich hätte er es schwer nur vergessen können, denn bei jeder Gelegenheit malte ibm seine Schwester von Neuem in den glühendsten Farben, welcher Segen Elfrieden aus einem mehrjährigenPensionS leben erblühen müßte ; sie hatte sich einmal fest vorgenvililnen. daß sie kein Ta del treffen sollte, wenn Elfriede nicht zu einem Ä'uster für alle Mädchen der Nachbarschafk heranwuchs ; und wie fragte sie sich wäre da möglich, wenn sie dem Einflüsse ibrer Akuiter ausgesetzt blieb? Endlich gelang es ihr. Wilhelm eine, wenn auch zögernde, Einwilligung ab' zuringen. Eine leise Stimme flüsterte d'esem zwar zu. daß er unrecht, ja grauam gegen Christa handelte, aber er wollte sie nicht hören. Clotilde," beschwichtigte er sich, ist klug und gut. Sie muß daher wissen, wie es am besten ist." Er verschob es von Tag zu Tag, Chrr'ra mitzutheilen, welchen Plan er für Elfi:-. sens Zukunft entworfen hatte er schreckte davor zurück, die Worte nieder ,ulchreiben, welche sie so tief verwunden mußten. Ihre Briefe sagten ihm, daß sie sich täglich wohler und kräftiger fühle und es nur der Gegenwart des Kindes bedürfe, um sie im Hause der liebens würdigen Bertha Betten vollkommen glücklich zu machen. So wurde die kleine Elfriede von Clotilde weit fort in die Pension gebracht, wo sie selbst erzogen worden, und die Mutter, die nach einem Blick in ihres Lieblings Züge lechzte, welche die Stun oen zählte, bis ihr dies Glück gewährt wurde, blieb über diesen Schritt in Unwissenheit. Clotilde kehrte zurück ; ibre Pflicht war erfüllt. Sie hatte ihres Bruders Kind gerettet, hatte es bewahrt vor dem Schicksal, welches ihm drohte, wenn es dem Beispiel und der Erziehungsweise seiner leichtfertigen Mutter überlassen blieb. Nun schrieb Clotilde an ibre Schwägerin, theilte ihr fest und entschieden daS Geschehene mit und sonnte sich in ihrem Edelmutb. ; 14. Wilhelm und Clotilde hatten schwelgend ibr Mittagessen verzehrt. Auf Ersterem lastete ein seltsamer Druck, das Gefühl, als ob ein Unglück in der Luft schwebe. Es war der zweite Tag, nachdem Clo tildens Blies an Christa abgegangen war nnd Rainer hatte heute Morgen sicher auf eine Antwort gerechnet. Daß diese ausgeblieben, befremdete ihn, und ohne selbst zu wissen, warum, zögerte er, das Haus zu verlassen. Da plötzlich kam ein Wagen die stau I bige Landstraße von Kirnbur daher, und, das Mollen seiner Nader klang deutlich bis in das stille Gemach, indem die Geschwister saßen, die indessen keine No tiz davon nahmen. Selbst als der Wa gen vor dem Gartenthor hielt, hob kemi von ihnen den Blick von der Arbeit. Dann kamen leichte Schritte über den Kiesweg im Garten geeilt, eine zitternde Hand öffnete die Hausthür, und im nacht sten Moment ließen sich Tritte im Haussiur vernehmen. Jetzt blickten Beide aus und sahen sich verwundert an. Sie kannten diese Tritte und wußten, daß es Christa war, bevor diese noch die Stubenthür geöffnet hatte. I Ns?,. in Ytrt 9siirten in fff. sames Feuer, stand sie vor ihnen. Clo tildens Wangen färbten sich leicht, und unwillkürlich vermied sie es, den blitzen den Aiuen zu ieseanen.
Wilhelm, der rn dem Moment alles Andere vergaß über die Freude, sie wie derzusehen, ging ihr mit ausgestreckten Händen entgegen. Christa," begann er. Aber sie stieß seine Hände zurück und rief mit heisrer, gepreßter Stimme : Wo ist Elfriede? Was habt Ihr mit dem Kinde gemacht V Wilbelm blieb ihr die Antwort schul, dig, und ungeduldig wendete sie sich zu Clotilde. Ist es Dein Werk ? t Was habe ick Dir getban. daß Du mir den einzigen Trost, den ich im Leben bade, rauden willst?" . Zum ersten Male fühlte sich die Angeredete verwirrt und befangen und wich einer directen Antwort aus. Wie kommt es, daß Du viel früher zurückkommst, als beabsichtigt war?" fragte Clotilde. .Wir glaubten. Du fühltest Dich bei Bertha sehr wohl?" Glaubtest Du,' ich hätte dort bleiben können, nachdem ich Dernen Brief ge: lesen?" rief Christa. Wäre es mög lich gewesen, so würde rch noch in der selben Stunde abgereist sein Wilhelm," fuhr sie, zu ihrem Manne gewendet, fort, sage mir, daß Alles, was sie mir schrieb, nur ein böser Scherz war, en sie sich erdacht, um mich noch unglückll cher zu machen sage mir, daß Du ?eine kleine Elfriede nicht sortgeschickt hast." Rainer schmerzte es, seine Frau in ihrem leidenschaftlichen Kummer zu sehen, und in ernstem aber weichem Tone sagteer: Christa, ich habe es für das Beste gehalten, Elsriede in die Pension zu schicken für kurze Zeit wenigstens." Sie sah ihn starr an, wie wenn sie nicht recht gehört hätte. Du würdest das Kind durch Deine Nachsicht gänzlich verdorben haben," warf Clotilde ein. In ver Pension werden die Einwirkungen ihrer bisherig gen Erziehung bald verwischt und sie u einem braven und nützlichen Mitglied der menschlichen Gesellschaft herangebil-. det werden." Schweig!" rief Christa wie außer sich. Wer bist Du, daß Du es wagst, mit Deinen bösen Worten und Deinem verrätherischeircherzen zwischen Wilhelm und mich zu treten ? Wer machte Dich zum Hüter meiner Tochter?" So hatte noch Niemand mit ihr ge sprochen, und emsetzt sah sie ihren Bru der an, der ruhig dabei stand, ohne sei ner Frau die kühne Rede abzuschneiden. Christa," sprach er gelassen, ich habe gehandelt, wie ich es für gut be fand, und hoffen daß Du vernünftig sein wirst!" Du hast mir mein Kind genommen," gab sie aufgeregt zurück. Du hast grausam, ja unehrlich gegen mich gehandelt ; aber ich will Alles vergeffen und verge ben, wenn Du es sofort soieder bolen läßt." Das ist unmöglich." Warum V' Weil ich für ein Jahr Alles abgeschlossen habe. Und mich der Grau samkeik zu zeiben, dazu, Christa, hast Du kein Reckt. Der einzige Gedanke, wel cher Clotilde und mich leitete,, als wir Elfriede während Deiner Abwesenheit in die Pension brachten, war. Dir den Ab schiedsschmerz zu ersparen." , .Clotilde !" wiederholte sie verächtlich. ,.Was weiß sie von innigen Regungen, von herzlicher Liebe? O, es war fein geplant ick wurde zu Bertha Belten geschickt, damit Ihr mir das Einzige rauben konntet, das mir das Leben noch er träzlich machte ! Und ich war blind genug, zu glauben, daß freundliche Em p findungen meine Reise veranlaßt bät ten !" Es tvuren auch freundliche Empsin düngen, die sie veranlaßten. Ich hatte, als ich Dir den Vorschlag machte, nicht im Entferntesten die Absicht, Elfriede fortzuschicken, und bedaure jetzt mebr, als ich Dir sagen kann, daß icv es in Deiner Abwesenheit that." Wie ein Hoffnungsschimmer leuchtete es in ihren brennenden Augen auf. Du wirst sie zurückkommen lassen ?" rief sie. Das kann ich nicht," lautete die Antwort, aber sie kam so zögernd von seinen Lippen, daß sie die Hoffnung nicht aufgab. Könnte ich Dir begreiflich machen, was sie mir ist," sprach sie weicher. ..Sie ist das Einzige auf der Welt, das mir lieb und theuer ist. Ich kann ohne sie nicht leben !" Ihre Worte waren unglücklich ge wählt ; sie verhärteten das Herz, das bei ihrem sichtlichen Schmerz weich geworden war. Sie sah, wie seine Züge sich verfinsterten. Du wirst mir meine Bitte nicht ver weigern, Wilhelm." flehte sie. Aber die festen Lippen nahmen nur einen noch entschiedeneren Ausdruck an und die ernsten Augen blickten sie streng an. Es bleibt, wie es ist." Sie mußte alle Kräfte zusammen nehmen, um äußerlich wenigstens ihre Fassung zu bewahren ; sie faltete die sieberheißen, zitternden Hände über der heftig wogenden Brust. Jetzt ergriff Clotilde wieder das Wort ; es war ihr schwer geworden, so lange still ?u schweigen. Deine Worte sind für Deinen Mann nicht gerade schmeichelhaft," bemerkte sie. Warum Christa mich gänzlich zu übergehen beliebt, ist mir allerdings un begreiflich." rief dieser in bitterm Zorn. Sie thut, als ob ich gar nicht vorhan den Ware, in ihrem Herzen keinen Play, auf ibre Liebe keinen Anspruch hätte." Meine Liebe!" wiederholte Christa. ..Was ist Dir meine Liebe? Bor Jahren hast Du sie zurückgestoßenl Du hast" Er hat Dir zum mindesten ein Heim gegeben, das der Neid mancher Frau ist," unterbrach sie Clotilde ; und hat Dir das Leben so leicht und angenehm ge macht, wie denkbar." Wenn doch sie, die mich beneidet haben, in meinem Herzen hätten lesen kön nen, die furchtbare Leere in meinem Leben, die selbst meines Kinde Liebe nicht gänzlich auszufüllen vermochte, gesehen, und geahnt hätten, welch' Trugbild der scheinbare Frieden war dann würden sie mich nicht beneidet haben," rief Christa in heftiger Leidenschaft. Du bist außer Dir !" sagte Rainer kalt. Und wenn Du glaubst, durch
Demen unzicmenden ZorneSausdru .iiich von meinem Entschluß abzutningen, so bist Tu stark im Irrthum ; spare .ill' Deine Worte und füge Dich in das Unvermeidliche." Aber unerschrocken, hoch aufgelistet stand sie vor ihm. Ihre blitzenden, tbränenlosen Augen blickten fest in die seinen. Nein," rief sie, ick will ?md werde reden ! Ich bade nur allzulange geschwie aen. Du sollst wissen, was Mir Dein Haus gewesen ist. Ein Ort, un deni die edelsten und besten Regungen meiner Natur unterdrückt und zertreten werden sind durch kalte, boöhaste Blicke und beständige, unverdiente Verweise, ein Ort, an dem selbst heilige Mutterliebe als kindisch und unpassend bezeichnet wurde, ein Ort, an dem mein Herz erkrankt ist bei dem ewigen Kreislauf meiner Pflich ten, den keine Freude, keine Liebkosung, kein herzliches Wort unterbrochen hat, ein Haus, in dem die Frau der Schivetter in allen Dingen ist untergeordnet worden wo ibre Meinung nie befragt, ibr Wunsch nie berücksichtigt wurde. Das ist das Heim, um welches mich so viele beneidet habn. Und der Mann, von deM mein vertrauendes Mädchenlerz meinte, er würde mich zärtlich beschützen, mich unaufhörlich lieben, mit meinen Fehlern und Schwächen Nachsicht haben und mein Leben durch seine Güte und Fürsorge für mich und Andere zum Segen gestalten, der Mann hat sich als ein harter, strenger, unerbittlicher Zuchtniei ster gezeigt, der meine Jugend und Unerfabrenbeit vergaß und bei dem gering-, sten Ausbruch mädchenhafter Freude und Leicktberzigkeit finster die Stirn runzelte, bat sich immer kalt und gleichgiltig gezeigt " Immer gewissenhast, immer seinem Weibe treu." fiel ihr ökainer mit dem Versuch in die Rede, den Strom ihrer Worte zu hemmen. Immer treu, immer gewissenhaft' Wiederholle sie mir verächtlichem Lachen, das von ihren Lippen fast unheimlich klang, ja treu aber nicht liebevoll gewissenhaft aber nicht herzlich. Du und Deine Schwester Ihr habt mein Herz zertreten und mein eben vernichtet. Ich habe es versucht, mich Euren steifen, kalten Gewohnheiten anzupassen, mein Leben nach dem Euren zu formen, aber kein beifälliges Lächeln, kein ermuthigendes Wort lohnte meine Bemühungen. Ich habe versucht, mein dürstendes, ver-. langendes Frauenherz zu meistern und ohne andere Liebe als die meines Kindes zu leben. Ich habe gekämpft- und wie hart! meine wankenden Schritte auf dem schmalen Pfad der Pflicht zu halten. Ich habe den Einslüsterungen, daß eine Liebe meiner warte, die nur mit dem Leben ende, mein Ohr ver schlössen. Von keines Gatten zärtlicher Fürsorge unterstützt, habe ich gegen die Neigung angekämpft, die mir deutlich zeigte, wie süß und beglückend die gebotene Liebe dem Herzen sein mußte, das beständig schrie: Gieb, gieb". Und was ist mein Dank? Was ernte ich für das, was ick gesät habe ?Mein Kind, die einzige Blume, welche der Himmel in mein Dorngestrüpp bineingepslanzt hat. um mich vor Verzweiflung zu bewahren, wird feig und betrügerisch hinter meinem Rücken entfernt und dahin gebracht, wc keiner Ä!utter Lächeln und zärtliche Worte das junge Herz erfreuen, keiner Mutter Lippen den rothen Mund küssen wo man anfangs es lehren wird, mich mit Gleichgültigkeit zu betrachten, und dann mich zu vergessen. Du hast meinem Leben alle Frische und Freudigkeit geraubt," hub Christa mit wilder Bitterkeit von Nim an. Du hast mich gequält, gescholten, ge peinigt, bis ich gebrochen war. Es wird eine Zeit kommen, Wilhelm, in der Du meiner Worte gedenken wirst." Er wich vor der drohend erhobenen Hand und dem flammenden Blick einen schritt zurück und sprach noch immer keine Silbe. Einen Moment lang stand auch sie schweiaend vor ihm, ihre Augen wander ten rastkos im Zimmer umher von einem trautenGegenstand zum andern und dann Wendete sie Wilhelm den Rücken, verließ schweigend das Zimmer und eilte hinaus in den hellen Sonnenschein, der Alles draußen vergoldete. Die Zurück bleibenden sahen, wie sie bleich, entstellt, wild flammenden Auges und mit fest geballten Händen an dem oenen Fenster vorüberjagte, den harten durchmaß und das Thor öffnete, welches auf die Landstraße hinaus führte. Jetzt erst wich der Bann, der Rainer's Sinne umfangen zu haben schien, und eben wollte er ihr nacheilen, als sich eine Hand auf seine Schulter legte, die ihn zurückhielt. Er schaute sich um und begegnete dem strengen und furchtlosen Auge seiner Schwester. Was toillst Du thun, Wilhelm ?" Seine bebenden Lippen, seine heisere Stimme vermochten kaum, ihr Antwort zu geben. Christa" stieß er hervor, ich muß ihr nach !" Und warum?" Sie wird sich ein Leid anthun, ich la? eS in ihren Augen." Das wird sie nicht," lautete die in entschiedenem Tone gegebene Antwort. Jetzt ist sie außer sich, vor Wuth und Zorn ; sobald die verrauch sind, wird fie ruhig wieder nach Hause kommen. Da siehst Du nun, waS für einen Bul kan Du Dir in's HauS genommen waS für eine Schlange Du genährt hast ! Sie hat Dich und mich tödtlich beleidigt, und nun willst Du Dich so tief erniedrigen und ihr zuerst wieder die Hand bieten ? Laß sie sie wird schon kommen." Aber es lag ein Körnchen Wahrheit indem, waS sie sagte," entgegnete er; mein Gewissen klagt mich an. Wir sind beide nicht schuldlos." Wir haben unsere Pflicht gethan. Er schütteltedaS langjährigeJoch nicht ab, machte nicht den Versuch, sich dem Einfluß seiner Schwester zu entziehen, denn er setzte sich gehorsam nieder und stützte den Kopf in die Hände, während in seinem Innern die widerstreitendsten Gefühle wogten.
15. Inzwischen jagte Christa durch die c v w 3 : r . . I tfciccT, Us oenen vav iciic norn wogre, über die duftenden Wiesen dem Flusse au.
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ibre Füße sie trUgen ; sie fühlte nUr, daß ras Dach; unter welchem Wilhelm Rainrr weilte, ihr nie wieder Schutz gewäh irn konnte daß sie sich irgendn'o verbergen mußte, wo. jene kalten, strengen Äugen sie nie wiedir erblicken konnten. Der Kopf brannte itr wie Feuer; sie konnte nicht denken, und das Herz klopfte ihr. als cb eS zerspringen müßte. Da schimmerte aus der Ferne das Wasser ' zu ihr herüber. Wie kühl es aussah, wie es im Sonnenschein glitzerte und leuchtete ! Sie eilte weiter sie kam an die Stelle, an welcher Kuno vonRei fenstein ihre kleine Elfriede vor dem Ertrinken gerettet hatte sie warf sich in daS Gras nieder und blickte unverwandt in das Wasser hinab. Plötzlich sprang sie wieder auf; das wilee Feuer in ihren Augen war noch brennender geworden. Warum nicht ?" flüsterte sie vor sich bin. Das einzige Herz, welches mich je geliebt, habe ich voll Verachtung beiseile gestoßen und mein Kind ist mir ge nommen. Darum ist es besser, ick liege auf dem Grunde des kühlen Wassers und schlafe den langen Schlaf der Vergessenbeit, den kein grausamer Traum oder keine noch viel grausamere Wirklichkeit stört." Christa, Christa ! Um des Himmels willen " Doch sie hörte den von Todesangst er füllten Schrei nicht. Sie warf die Arme über den Kopf zurück und Da legte sich eine feste Hand auf ihre Schulter, ein kräftiger Arm hielt sie zu rück. Sie wendete entsetzt den Kopf und ibre starren Blicke begegneten denen Kuno von Reifensteins. Sie !" stieß sie hervor. Ich glaubte, Sie wären in Paris!" Es muß ein guter Engel gewesen sein, der meine Schritte hierher lenkte," rief er, und sein Antlitz war kaum min der bleich als das ihre. Christa, was hatten Sie vor?" Sie bebte an allen Gliedern; der Ton feiner Stimme rief sie zu sich selbst zurück. Schaudernd wandte sie den Blick von dem Wasser ab und sank, das Gesicht in den Händen bergend, in das Gras nieder. Er beugte sich zu ihr herab, zog ihr sanft die Hände fort und blickte ihr ernst in die verstörten Züge. Christa," sprach er mit unendlicher Weichheit, was ist geschehen ? Sagen Sie mir Alles!" Man hat mir Elfrieden genommen und in die Pension gebracht, wo sie ihre Mutter vergessen wird," schluchzte sie und erzählte ihm nun von ihrem Besuch bei Bertha Bellen und Elfriedens Entfernung während ihrer Abwesenheit. ES war so süß, einen Zuhörer zu haben, der bei jedem Worte Nlit ihr empfand, den ibr Schmerz tief und aufrichtig berührte. Sie haben mir das Leben gerettet!" rief sie, mit Wilhelm Rainer soll eS aber nie wieder vereint sein ! Ich will fort, in die weite Welt, damit wir uns ie wiedersehen." Der junge Baron sprang auf und schritt den schmalen Wiesenpfad mehr inalö auf und ab. Die alte Leidenschaft, die alte Liebe brannte mit erneuter Gewalt iu seinem Herzen. Wissen Sie, wo Elfriede ist ?" fragte kr plötzlich, v)r ihr stehen bleibend. Ja. sie trußte es und nannte ihm den Ort. Clotilde wurde in derselben Pension erzogen," fügte sie hinzu, und was man dort aus ihr gemacht hat, das wis sen Sie." Fortsetzung folat.)
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