Indiana Tribüne, Volume 10, Number 119, Indianapolis, Marion County, 18 January 1887 — Page 2
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Znvtana Tribüne, Erscheint Füglich und KouVtags. fTXU tJjUche ,rU lostet burch X H Cent! pti 34 , bt Conmtagl IrtbÄH'4 Ctl te Bo3. CtlM 3f aasn U .!. Ci VJ inzesu tw Boxa&2bit9tif V SW. OsOck 1 120 O. MarvlaudvL. JumapoliS, Ind.. 18 Januar 1837. Tempe7enz1?r in Uniform. Cd. Dean" La Banta in New Yo?k, fküder Capitän .im- 12. Regiment der vorrigen Na:n2lgarde, ist nicht nur eiu tapferer Krieger vor dem Herrn, sondern auch ein glühender Verehrer des Waffer Apoftelibums. Seiner Memung.nach sind Soltaten, die sich des Eenuffes vs Bier, Wein oder Whisky enthalten, viel besser zum Dienste für's Vaterland geeignet, als diejenigen Krieger, welche einem vollen Glase ebenso wenig aui dem Wege gehen, wie dem Feinde in offener Schlacht. Von diesem Grund satz ausgehend, hat er bereits vor zwei Jahren in dem 12. Regiment eine Com. pzgnie crzanisirt, zu welcher nur be kannte, zuverlässige Temperenzler zuge lassen wurden. Reformirte Trunken bolde wurden als nicht vollgiltig nicht angenommen. Auf diese Compagnie folgte bald eine zweite derselben Art. Col. La Banta verfiel nun auf . eine großartige" Idee. Er sah wohl ein, daß eS nicht möglich sein würde, die ge sammte Miliz der Ver. Staaten in daö Lager der Temperenzler zu treiben, doch wollte er die Temperenzler aus der Jia tionalgarde beraueksenund aus ihnen eine Stanimgarde" bilden, um die fich später alle anderen wässerigen Elemente mit kriegerischem Anstrich zu einer gan zen, großen 'Armee schaaren- könnten. Die neue Armee sollte durchaus nicht eine feindliche -Tendenz gegen die regu läre Nationalgarde zeigen, sondern viel mehr die'elben Ziele und dieselben Zwe cke verfolgen, wie sie, jedoch gemildert durch Wasser." Der wässerige Oberst und Dean" löste seine Verbindung mit dem 12. Ne gimen:e und erließ in den Zeitungen eine Anzeige, worin er junge, diensttaug liche Männer mit Temperenz-Grund-sähen auorderte, sich behufs Bildung des Ersten Regiments der Amerikanischen Armee, Departement von New Jork," zu melden. Die Organisation sollte rein militärisch sein und sich weder mit Kirche noch mit Politik befassen ; nur müsse jedes Mitglied' einen seierli chen Fahneneid" schwören, daß er für die Dauer eines ganzen Dienstjahres dem Genuß' berauschender Getränke ent sage. Die neue Idee fand, wie alles Ntue in unserem sensatirnswütbigen Lande, in weiten eisen Beifall. Das Regiment besteht schon jetzt aus- acht Compag nien, und weitere vier Comvagnien sind gegenwärtig in der Bildung begriff fen. Nach den Regeln des Regi rnen:s muß jede Compagnie mrndeftens aus 32 Mann bestehen, während dr Marimalbestand auf 100 Man fest gestellt ist. Mehrere Compagnien sind bereits vollzählig. Jede Compagnie hat einen Capitän, einen Premier-Lieutenant und einen Seconde Lieutenant ; zu dem Stab gebrnen der Oberst, ein Oberst lieutenant, orei Majore u. s. w. Die Rekruten müssen sich ihre eigene Uniform anzwanen ; vorläung erercirt das Regt ment nocb ohne Gewehre, doch soll es später solche kostenfrei bekommen. 2ie Manaschaften" des neuen Negi' menlö und für das. Unternehmen Feuer und kmine und aeben sich der Hoff nunz hin, daß bald die ganzen Ber. Staaten von blauen Tenrperenzsoldaten schwärmen tverden. Bis dahin wird tüchtig gedrillt und Wasser getrunken. Ist das eine Dienstjahr vorbei, dann kann man ja daö Bersättzmte in einer einzigen Spree nachholen und sich knup peldick besaufen, ohne den Diensteid zu brechen. Und weiter wird wohl die Geschichte auch keinen Zweck haben. Trinkgelder. Qeleaentliä, der Ankünöiauna eines Hotelbesitzers in Chicago, daß er der von ihm bisher besotgten ltte entgegen allen Angestellten in seinem großen Ge schüft die Erlaubniß ertheilt habe, fortan von den Gästen Trinkgelder anzuneh men, macht ern dortiges engtiicyes Btatt folgende, den viciq aus den ops tret sende Bemerkunaen: Einer der Angestellten dieses HotelS h neulich eiklärt. die Verfügung sei ne Arinc,vals sei für ibn den Anaestellten gleichbedeutend .'mit einer aknerböbuna von mebreren tausend Dollars jährlich. Während also . daS Publikum durchaus, nicht besser beoient torfcfn wird, als unter dem alten Sv' stem, wird es unter dem neuen System . V . (..v.rtjnSjn (tTfnT slirtfirMA (i Jtlll VVVv. v und so viele tausend Dollars mehr zu be zahlen haben. Ist das Trinkgeldsystem -T . . . w &t -t-i . r, . ver rn oreis uns in ccn &afwiwa gons recht, dann ist nicht einzusehen, iuarum es nickt auch nach anderer Rich tung hin ausgedehnt werden sollte. Die nittwaarenbändler baben dasselbe Recht, für ihre' Angestellten Trinkgelder ' r.' ' . c:. irrn zu verlangen, wie vie oikticiv. ajx.in man erwartet, daß ein Mann bei der Begleichung seiner Hotelrechnunz den ' Tinem nocö eine Geldsumme ertra be zahlen soll, weil sie ibm a u f g e w a x ttt haben, dann können auch die Schnittwaarenhändler und andere Kauf ' leute von ihren Hunden eine Extra-Geld-' entschädigung für diejenigen Angestellten verlangen, von denen sie die ctuncen bedient worden sind. Es gibt gar keinen Grund dafür, daß da? Publikum gezwungen werden lou, Yin otelbensern die Löbne ibrer Kell ner und anderer Angestellten bezahlen zu keifen, wäbrend in anderen Geschäften und CrwerbZzweigen ein derartiges, Kalb der Bettelei und halb einem Raube gleichkommendes !Lersayren ganz uner hört ist. Es läßt sich gar nicht entschul . htaen. fcafe eine oder Nvei Geschäftsklas' sen ein derartiges Raubmonopol besitzen 1 ein . ? a i. . tfi f Jollen, iwaiiim verrngrr cgiwgigg'
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wiUK iilchi seinem 'Schcthttisirih dön Lohn & weist ihn an, sich den Rest sei nö Lohnes von den Gästen zusammen znbetteln ' Oder warum sollte der Schnittwaarenhändler nicht seinen arm seligen Verkäufern und Verkäuferinnen, die sich sckon jetzt mit einem Wochenlohn von $3 bis L5 zufrieden geben müssen, auch noch diesen Lohn um die Hälfte ver ringern, mit der Weisung, sich den Rest von den Kunden in der Form von Trinkgel'v ausbezahlen u lassen ? Wenn wir denn doch schon einmal mit den Trink aeldern anfangen, dann wollen wir es auch gründlich und systematisch thun. 3?emt der Clerk in der Apotheke eine Flasche Medicin oder ein Schächtelchen Pillcn einem 'Kunden darreicht, dann möge der Käufer ferne milde Hand off nen und dem Clerk ein Gelestück zum Almosen reichen, damit der Apotheker nicht zu fürchten braucht, sein Clerk werde bei seinem magern Salair verhun gern. Laßt un auch den Conducteuren und Kutschern der Straßenbahnwagen jedesmal ein Ertra-Geldstück in die Hand oruaen, wenn wir vre uar" veMgen ; sie baden dasselbe vtecht aus unsere Un terstützung, wie die Kellner oder Portiers nn Hotel. Der Barbier, der Speis hauswirth, der Kneipwirth, der Fleischer, der Bäcker, der Talglichter-Fabri kant, sie Alle haben denselben Anspruch auf unser Geld für ibre Gehilfen und Arbeiter, wie der Hotelbesitzer oder wie die reiche Pullmatt Schlaswaggon-Ge ellschast, welche sich nicht schämt, ihre lortrers aus die Bettelet berm reisendem Publtcum anzuweisen. i vrai. Volks eibdiencr. In Wasb.ng on ist dieser Tage Clias Polk gestorben, ein in der Stadt wohl bekannter alter Reaer. der in früheren Jahren Sklave und Leibdiener des Prä sidentm James K. Polk war. itlras war im Jahre 1805 in Älkecklenburg, 9t. C., als Sklave rn der Familie Polkge boren und wurde ein Jahr später von seinem Herrn, dem Col. Polk, nach Maury Ccuniy in Tennessee mitgenommen, wo Herr Volk erne neue Plantage angekauft hatte. Dort spielte der kleine rn m m r t C - Bursa? yerum, v:s er rm ranoe war. Botengänge und andere kleinere Arbei ten zu. verrichten. Im Alter von 154 Jahren wu.de er als Diener dem.jun en Sohne seines Herrn, James K. .'o'k, be?a 'aeben, der damals auf einem College studirte. Von der Zeit an war das Schicksal der Beiden fast unzertrenn lichurn einander verknüpft, (mas ver ließ seinen Herrn erst dann, als derselbf starb. Die erste Reise nach Washington legte Clias als Kutscher seine Herrn im Jahre 1tt26 zurück, als James K. Polt zum Mitglttde des CongresseS erwählt worden war. Als Polk dre Wurde des Präsidenten der Ver. Staaten reicht hatte, fubr er einmal mit semem !Äkla ' r w 4 w nm mm - r ven und eivlut cyer nach WiUesoarre in Pennsylvanim. wo sie über Nacht blieben. Am nächsten Morgen, als Elias die Pferde im Stalle anschirrte, traten mebrere weise Männer zu ihm und richteten an ihn die svraae, ob er nicht wisse, dafc er ein freier Mann sei. befinde sich im Staate, wo es nicht erlaubt sei, Tklaven zu balten; er brauche nur fortzugehen, und sein Herr könne ihn daran nicht hindern. Die Antwort des treuen Negers war charac teristisch. Glaubt Ihr denn" so sagte er in seinem Kauderwelsch, ran ich auf diese Weift meinen Herrn verlassen würde Nein, niemals! Da kennt Ihr mich schlecht. Ich würde lieber sterben. als fortlaufen !" Zufällig befand sich der Präsident in der Nabe- und hatte die Worte seines Sklaven mit angehört. Erfreut über seine Treue, bot er ihm bald dar m . m aus seme reiben zum beschenk an. EliaZ lkhnte jedock dankend" ab und saa:e. er ziehe es vor, bei seik-.cm alten Maiia" zu bleiben. Unter den Negern war Clias nicht sehr beliebt, weil er seinem Herrn zu Liebe eifriger Demokrat war. Im Jahre 1875 bekam er eme Clerkstelle im Re präsentantenbause und behielt dieselbe. bis die Republikaner wieder ans Ruder kamtn, dann ging es mit seinem Glück ).ur steige, und er starb in dir größten Armuth. Er war Viermal Verheirathet gewesen ; seine letzte Frau war 41 Iah re jünger, als er. 5apt. Iocö Rache. Vor einigen Jahren" so erzählt kürzlich Capt. Joe Smith von Kansa einem Berichterstatter befand ich mich mit . zwei Gefährten Namens Hanl Worte und Lew Benson aus .der )lxap veriaad am ' Cimmaron'Flusse an der Grenze des Jndianer-Territormms. Wir hatten guten Ersola und machten uns de reit, unsern Jagdgrund zu verlassen, als White sich durchweinen Schuß zufallig ar. der Hüfte verwundete. Wir sahen sofort, daß. Whites Wunde, nicht unter 14 Tagen zubeilen würde, und fügten un nur mit Widerstreben in die o:hwen digkeit, im alten Lager zu bleib.. i. Zum llederttuk taucyten noch x der Äegen feindliche Indianer auf und umschlichen unser Lager. Wir mußten sehr vorsichtig sein, und dennoch wurde an einem Tagt zweimal auf mich gefeuert, und Venscr, wurde eine Kugel durch seine Kappe geschössen. Einer von uns mußte stets bei dem kranken Wbite :um Schuke bleiben, wäb:! ' ? . ' rend der Andere auf die Jagd ging, um r- - J . ' , oas für unsern evensunleryarr nory. wendige Wild zu erlegen. DaS Wild in der Nachbarschaft war indeffen scheu aeworden, und wir waren aezwunaen. dasselbe in weiter Entfernung vom Laaer m suchen. Eines NackmittaaS kam i mn einer viricyreuie uno eurem roll ' . . - Z .. 'i t'.Tjt ... w . ? , den Truthahn unter den üblichen Vor, sichtsmaßregeln von der Jagd in'S Lage, zurück. Es war Alles auffallend strll. . ... . ," . . '. m icy das jett betrat, fand ich am o, den Whites Leiche. Er war scalpirt und auf eine gemeine Weise verunstaltet wön den. ? . . Riff . ... Benson war rorr ; ues, was wir an Wildfallen, Häuten u. s.w. beseffen hat. ten, war gleichfalls verschwunden. Ich schlich mich leise hinaus und suchte die Spuren meines verschwundenen Käme raden Benson. Ein leises Stöhnen in fc. . S mr - m w ? . ? einem dichten iLeouscy fuoite mrcy in seine Näbe. l?r war an drei Stellen seine Nähe. Er war an drei Stellen verwundet, und laa dem Tode nahe auf tm üne Staltn. Mit schwacher
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rSIUhihs eizäblte et mliTUÄluilW! l " r V nach meinem Kortaanae bäbe er Wasser holen wollen, als sechs Indianer auf ibn losstürzten und ibm die drei Kugeln in den Leib schoffcn. Er verbarg sich schnell hinter einen Baum und erschoß 'inen seiner Ängreife'r, die sich zwischen ihm und dem Lagerplatze befanden, ;wei Andere jedoch dielten ihn mit ihren Büchsen in Schach, so daß' er dem kran ken Wbite nicht zu Hilfe kommen konnte, Mittlerweile fanden die drei LetztenZeit. den Kranken zu morden und sich mit ihrem Raube zu entfernen, ohne sich um ibn Benson weiter ,u bekümmern. , Nach ihrem Fortgange habe er sich in's ? r r i x i f - . !t r .1 o.v I lyeniiß? verrrrcyen, roerr er lernen .vo I herannahen fühlte. In einer Stunde war er auch wirklich todt. An seiner Leicke knieend, leistete ich den Schwur, . ' . ... ' meine Kameraden rn rawen. (rir,,n Wnnnt Tvnfr imf ,? stA hslfi sechs Indianer aus einigen Ranches süd 1. V - V 'I lich vom Platte . Flutz mehrere Pferde gestohlen hatten. Eine Gesellschaft von lo Jägern und Trappern - ich war mit dad7r machte nck auf den Wea, die - -w w " w-w V - - " ( " - - -w r - Pferdediebe ui vcrfolaen. cfa wurde ;um Caruain der Truvve erwäblt. Die ndiankr waren uns einen Tagesmarsch voraus, da ich jedoch' aus ihren Spuren erlab, we chen Wea sie einschlaaen würden. so bcschlo ich nach einer Bera. J . t t J thung mir meinen Genossen, ihnen durch ' ' w w eme Flankenbeivegung den Weg adM schneiden. Wir ritten Tag und Nacht. bis wir ein trockenes Flußbett erreichten. cri- 3 " n..rr. I UMit f üiiiiicn und an c mist ,vi.uuc, hii welcher unserer Vermuthung nach die Indianer vorüberkommen müßten, und brachten unsere Gewehre m. Ordnung.. Noch hatten wir nicht zwer Stunden ae wartet, als sich die' Indianer. zeigtem Sre hatten unterwegs Berstarkungen er IV iil VI.... I t.i ' v .sti.-- ?.4.. :1 m7. 19 WlWl Uttv UÜUIl KOfc ll.l UUllttl I Mann Mir waren im Flukbett je vier Wu von einander ausgestellt und kielten unscre Gewehre im Anschlag. Die Wilden kamen ahnungslos rm Gänsemarsch einhergetrabt, die gestohle nen Pferde hinter sich schleppend. Kaum war ihr Anführer an der Spitze unserer Linie angelangt, als wir Alle die wir o?w' wUttiVII'T .ist, UUI V Korn genommen fetten, feuerten. Neun stürtten sofort aus ihren Sätteln todt zu Boden; die anderen vier Indianer waren verwundet und mußten durch einen zwei ten Schuß getödtet werden. In zwei Minuten war keiner von ihnen am Leben. Ver Häuptling, von meiner Kugel getroffen, rollte todt vor meine Füne. Ich halte meine armen 5kon.eraden White und Benson gerächt ; ste konn ibr7n ' Gräberr ten fortan rubig rn schlafen ! IN.ti.rJitd iM.tMAAitH.f,i I VenrscheS Oleomargarrngeseh. mmm, I Wie bierzulande, so beschweren sich auch in Deutschland die Landwirthe vr i 0 vm i vr v v H wniiviv w über die Concurrenz, die ihnen durch die Ochsen, und Schweinebutter gemacht wird. Und wie bei unö, so soll auch dort unter dem Verwände, das Publi. kum vor Uebervortheilung zu schützen, der Handel mit Kunstbutter möglichst erschwert werden. Deutsche Blätter be. richten über den Gegenstand : Dem Reichstage ist ein Gesetzentwurf üwden Ä ttg ":- -O' v.... cvij. :c . a , c i. 1 fi h ? iV- SlhrnAi Lh '1 du Ner angebracht werden. Kommt Kunsibutter m ganzen Gebinden oder Kisten zum gewerbsmäßigen .Verkauf dcr Feilhalten so hat die Inschrift Außerdem den Namen oder die Firma des Fabrikanten .zu enthalten Wird l?ttm.. i iiniilngn fOttff Z L'; - t- t d v ttlu werbsmaßig verkauf oder fcllgehalten, so muffen die letzteren von rech r. 'ftl'xV -T ' "UT selben enie die Bezeichnung Kunstbut' r" und den Namen oder die irrma des Verkäufers enthaltende Inschrift eingedrückt sein, sofern ste nicht mit einer diese Angabe tragenden Umhüllung ver seben ist. Zuwiderhandelnde werden mit einer Geldstrafe bis zu einhundert undsünszig Maxi oder mit Haft bestraft. Dre Bestimmungen deS Nahrungsmittel V71 Ir? 8l TvVff sesetzeö werden durch die Vorschriften kes gegenwärtigen Gesetzes nicht aufgedooen. ri f u - c. ti . . Der Gesetzentwurf beruht Nicht auf sanitätspoliz-ilichen Gründen, da, wie die Motive anführen, Fälle, rn denen der Genuß von Kunstbutter Erkrankungen im Gefolge gehabt hat, bisher amtlich nicht bekannt geworden sind. Die Mo live sagen auch, daß die Kunstbutter bin. sichtlich ihres. Nährwerthes hinter der reinen Mtlchbutter nicht wesentlich zu rücksteht, nur schwerer verdaulich sein soll. . Auch will das Gesetz nicht die Fa i. . " i ' L n Pt t . . . . . . c vrirarron oer unnourier veryrnoern odrr erschweren, denn es handelt sich.urn emen. neuen Prooucrivnezwelg von,ve. beulendem Umfange, welchem an die 50 Fabriken von 'Kunstbutter obliegen, und es handelt sich ferner um ein Product, durch welches einerseits den weniger be mitteilen Volksschichten ein wohlfeiler Ersatz der Mrlchbutter geboten, anderer seits, eine' von heilhaftere Verwerthung ...a i.ii.j.rx(.A.i ffci c ' t. . . , i-c uciic gu;muici; Auieic VKivsigK sührt wird. Der Gesetzentwurf beruht auf w i r t b . s ch a f t l i ch e n Gründen : er soll, wie r .. vie Begründung ausführt, das Puvt,kum schützen, damit eS nicht sein Geld für. eine minderwerthige LLaare, die' T..rL..iA. ! w . .tu" t .'.ii m vem viauorn ausgreor, Milchburter zu erhalten : und er soll .vor Allem" der Landwirthschaft,, insbe ivnoere vem orrereiwe en,eme oetruae tische Konkurrenz vom Halse schaffen, wodurch die Milchbutter im Preise . ber ( Jl Cfc.. L.itf v-a ra . vtt wnv, (jciuci wiu vn w P L L . 9 r, t mm setz der deutschen Milchbutter auf . dem ausländischen Markte den guten Ruf er halten, der leiden könnte, wenn Kunst mi!ixt..n. . P r . i. ouller Mil iiicyourrer vermiscyr ooer unvermifcht als Milchbutter exportirt . würde. . . Das Gesetz dokumentirt sich in etwas . r . , . ' seinerer isewandung als em Schutzges der deutschen Landwittbschakt. und daher fast aleichwertbia mit dn Ge seven über die Zölle auf landwirthschaft' liche Produkte und Ledensmittel und mit dem Verbot der Einfuhr-amerikanischen ' -m . . . m - 1 1 . ' ' saweinesteischee. , Oer Schutz der Kau . ker v,an PnsKtt,?. Ikn srMAvnHA - fer von Kunstbutter, also durchschnittlich der minder wohlhabenden Klaffen ist or n.sme.ntaleS Jeiwerk, das sich am klar
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KErlSSZftS Hersbruck erlag einem Schlaganfall. - Q Xb: V l ? T Marktmeiste? Peter in Hof. - Kauf, oll hm ort eme m die Augen fallende ' c., ?s.nk.:..k:. .
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sttn SttäUistellt, iinn HiÄit ti$ m . m. w - . w der Verkauf von Kunstbuttcr als Milch butter vcm Strafgesetz ohnehin schon ge rade so gut getroffen wird, wie der Ver kauf kon baumwollenenFabrikaten als leinenen. Der Consum an Kunstbutter und d:e Fabrikation der letzteren hat erst seit der durch die Zölle bewirkten Ver tbeuerung der Lcbensmi'.tel zugenommen. Durck die Zölle auf Lebensmittel wur den Fleisch. Kaffee, Brot, Kleidungs stücke, Milchbutter u. a.- m. vertheuert, weshalb Einschränkungen im Haushalte geboten waren, die stet zuerst bei denje nigen Lebensmitteln eintreten, die ducch Surrogate mehr oder weniger ersetzt werki.. lrtMA ,2 t Vi.v. ÜAir.wiC !t Ka. ivtttir.t. ktk vuu ovlwfcli her der Konsum an Nassee ad, der an Zichorie zugenommen ; der Verbrauch an Heringen rst gestiegen, der an Fleisch . t ii. ... t vervarrnrbmamg zurua aeaanaen, uno der ärmere Theil der Bevölkerung greift 'n Folge der Wrrkunzen des Zolltarifs K 1 1 Jin(iKitilAV X a v4 .p"'" r -mmvotn 'W Wurfes, hinter der Milchbutter Hinsicht. lrch des Nahrwerthes nicht wesentlich, zu. . M r-i W 1 uasreor Will man den Consumenten und den Producenten der Milchbutter helfen, so hebe man die L eb en smrtt e lzö l le aus. egen oen eirug, oer mir Vurier, . w-k mmag es unstdutter oder )!itchbutter IP .r l. W L T sein, gerrieven wird, reichen die deslepen ven iLeserze aus. 5uraI-Nckrickten. - " " e i , c n'i'a i n n a o r. Philipp Graf inlÄonrecstilchen .vurdz beim Holzfällen von einem Baumstamm erschlagen. Die von Pfunastadt nach Eberstadt aebaure Nebenbahn ist auf all aemeine ZZe'rkanaen iekr. schon dem Ver - . - f . aemernes Verlangen ledr ichon demer r... , " ' " 'f-s-:-srn wrrd vorläufig mit dem Fahrmaterial der Main-?!eckar-Bahn befahren werden, da daS eigene Material der neuen Bahn noch nicht fertiggestellt ist. Verurtherlt wurden : wegen ulcordversuchs, begangen gegen seine Frau, der Tagelöhner Kon ? r 7? ? . 2 Zuchthaus, wegen Körperverletzung mtt rad König von Budenheim zu 2 Jahren ..i . f . , 'W lodtl.chem Er olge Chrr ttan Schn rder nd Wilhelm Bar von vberstadt zu 3 resp. 2j Jahren Gefängniß und der 37 Jahre alte Adam Kramer von Weine heim zu Jahren Gefängnrn, wegen Unterschlagung amtlicher Gelder der frü here Gemeindeeinnebmer Walbott von Garbenteich zu 3 Jahren Gefängniß und wegen Brandstiftung der Taglöhner Jakob Dietrich von Klem-Karben zu 3 3 Zuchthaus. Königreich B a i e r n. O' tUUvfM, mit v ivuivt in &mt ' Ja rnw; .. 5N,k ,Tm j wrl AL tZ (mii.N. k.. MltVtVtltlt WtV fJVHIIVI MM V tllv von dem Bräuknecht eyfried schlagen w y"? wiij . r 9 1 tT d t r r bürg hat sich erschossen. - Hilfslehrer lmtm Müller m Augsburg wurde wegen Diebstahls zu 6 Monaten Ge sangm verurtbeilt. - Du i ledige -lHc I ?miooauer von : aieupau ? i9r uid ermordet. -.Bahnmnfter Schnpp ' Dietmannsried erlag der Hundswuth. 17 VW?Z L ln ffseJOTÄ . nrk,n viinintth Kfbuitph in twww 7 w w w w CVfrtU (vinsliiiM in taTlUatty i liiuiiii .lUivv vtiivit ii iivm.v.u vv weaen Diebstahls ein Jahr Gefängniß, Oberaintörichter a. D. Fr. S. Korn - Kempten.-Der Soldat des 12. Ins.. hnnn miMPinlu 5atoiiÄ. f m zu lachen, in seiner Garnison N,Ulm sich einen Schuß in den linken ' - . H - Unter chenkel beigebracht harte, so daß Fuß oberhalb des Kniegelenkes am. tirt werden mußte, ist jetzt zu I I. und 5 Mon. Gefängniß verurtheilt worden.egen Todtfchlags wurden verur. . ' nf ctrnunt.r theilt : der Drechsler Joh. Frauenhofer von Altötting zu 6 Jahren, der Ackerer Mich. FeNl von Burgrain zu 10 Jahren Zuchthaus, der Buchdrucker Heinr. Ze maneck in Haidhausen zu 4 Jahren Gefänaniß der Handschuhmacher Michael Steiner, der in Jsen den Gendarm Karl Müller erstach, zu 12 Jahren Zuchthaus ber 'lZisendreber Joh. Anzinger in München, der den Soldat Neinaue? vom , oc ...i ... in c.l.. I - o,h,"tt O-V1' ucktbaus. M-aen Sittlickkeitsverbreche erhielten: der 37 Jabre alte Josef Ahrainer von Ahrain u Jahre und der Viehbändlerssohn Xav. Reich von Dasing 2 Jahre Zuchthaus, der 33 Jahre alte Josef Windl von Eiimanns' bg 7 Monate Gefängniß, der Ackerer Gg. Seelmaier von Königsbrunn 1j Jahre ZuchtbauS, der Schloffer Mar. Führlbeck von Lam 5 Monate Gesang, iß, der Landmann Nikolaus Kirchbeck r . 7 von Trrebenbach 3 Monate Gefängniß, der Hausirhändler Clemert Donner von Werlheim 7 Jahre Zuchthaus: wegen Verbrechen wider keimendes Leben ; der Photograph Karl Verdries von München 7 Jahce Zuchthaus und die ledige Anna .Gigl v?n Mehring Jahre Gefängniß, die 25 Jahre a'te Maria Kell von Gai fach oh Jahre Gefängniß; wegen Rau beSund Diebstahls: der Schuhmacher Karl Kaltenbucher von Achdorf 7 Jahre und der Maurer Jakob Hochfellner von Aign 6 Jahre Zuchthaus ; wegen Dieb ft.Lfa v or . " . rr .... l stahls der Ackerer Franz Dapperger von i r. rV . c c "i t i. i ,rm,ing v ayre vno wegen rrnostif. tung d 5l Jahre alte Konrad Knoll von München 8 Jahre Zuchthaus. I Königreich Württemberg. Der Dirigent und Lehrer Ludwig Gille in Stuttgart stürzte sich aus dem Fenster und starb an den Verletzungen. Pfarrer Bachmoor in Boch inaen wurde liberkabren und aetödtet. Ratbisckreiber Hetod in Heilbronn feierte sein 30jäbri ges Jubiläum. Der OekonomG.Knapp in Sickenbausen ist Schulden balber . - - ' ' " ' durchgebrannt. Der 16 Jahre alte Ludwig öüber in Kochendorf wurde we gen Sittlichkeitsverbrechen zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Lehrer Schnitzer i e..u: r. v . n?'et' . rv.. n upingcn iciciic vuv ojaoiigc biläum feiner Wirksamkeit. Der Post böte Müller von NoUweil ist ertrunken und der Bauer Johannes Hoffmann von Steinheim a. d. M. starb in Folge eines Sturzes. Ein Naud der flammen Wurden: in Gebrazhofen das Saus deS : Schmieds Paul Sobler. rn Scbarnhausen . das Anwesen des SSubmsöerS Albrecht Knödler.
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'ruUltl Ycüiuw i Wegen Ztttl.ch.' ' keitsverbrechenDerMaurer Josef öabcrle von Apfelstetten zu 6 Monaten Gefängniß, der saurer August Gern von Edin gen, O.-A. Balingen, zu 3 Jahren Zuchthaus, der Die.rstknecht Georg Balbach von Hyllenbach zu 5 Monaten Gcfängniß und der Taglöhner Fridolin Müller vor Schweinhaufen zu 2 Iah ren Zuchinaus, wegen Diebstahls und Fälschung der Dienstknecht Leonhard Wirth von Aöbach zu tt Monaten Gefängniß. wegen versuchten Todtfchlags der Glaser BenediktLirtle von Ludwigs' bürg zu IS Monaten Gefängniß, wegen Brandstiftung der Steinhaucr Karl John ' von Munoerkingen zu 3 Jahren Zucht bauS, wegen Meineids der Bauer Jawb Semmet von Kienharz und der äger , Christian Mazer von Wlttlenswe,ler zu 1 Jahr Gefängniß resp3 Jahren Zucht hauS und wegen betrügerischen Bänkerotts .der Schuhmacher? Georg Schwanz von Tu.ttlingen und der Kaufmann .Bap-. tu (rhrnth vtfn VKftlintttt Ä rfvi . M..v VI W j ! jH V . Monaten Gefängniß. ' " - : G r o ß h e r z o g t h um B.a d e i.. In Günzzin wurde Landwirth Job. ?aicr zum Gemeinderath gewählt. In der katholischen Kirche rn Wertheim wurde eine Lourdesgrotte, welche -der Pfarrer Otto hatte errichien laffen, festlich eingeweiht. Die Etrichtung einer Wallfahrt zu dieser Stätte steht in Aus ficht. In Karlsruhe erschoß sich der 18jährige' Gymnasiast Blechschmidt und gleichzeitig machte ebendaselbst im städtischen Nimrodebad der Buchhalter Seu bert durch einen Pistolenschuß seinem Leben ein Ende; im .Reinergarten Wald" wurde der seit Juli v. I. ver mißte Auszügler Schäfer von Kreenheinftetten erhängt aufgefunden. In ' As bach wollte die Tochter des Schmiede meisters Eiermann ein Licht 'attzünden, ihre Kleider fingen Feuer und das Mäd chen starb in Folqe der erlittenen Brand wunden ; im Rhin ertrank der Posamentier Johannes Scharli von Biber stein; bei Karlsruhe wurde der Bahn Wärter Flühe von einem Zug überfahren und getödtet; in der Brauerei Zum Kranz" in Oppmau siel der 4l jährige Brauarbeitcr Börisch von Maisach die Stiege hinunter und erlag den erlittenen Verletzungen. In Gundholzen brannte daS Wobn' und Oekonomiegebäude des Josef Bleile total nieder und Bleile selbst wurde als der Brandstiftung drin gend verdächtig verhaftet. .In Meers bürg wurden die Gebäude der LandWirthe Robert Löhle, Wenelin Dreher und Fidel Müller ein Raub der Flamrnen und in Waldsteig die Wirthschaftö gebaude des Wirthes Schmied. Aus derRheinpfalz. f Der Redakteur der pfälzischen Lolksrtg." I. Gottrand in Kaiserslau tern. Die Ehefrau d?s Sch.reiners Dafeld in udwigsrafen wurde wegen Meineids verhaftet. Die in demselben Hause wohnenden Ehefrauen von Georg Sceckerauer V. und Johannes Hartkorn in Weisenheim a. S. gerietben,wie schon käusig, in Streit; die letztere rief ihren. Ehemann herbei, und dieser brachte der Frau Neckeraucr mit einer Mistgabel ei nen Stich in der Herzgegend bei, an dem sie nach wenigen Stunden starb. Der Schneider Ludwig Schwarz in Nofen topf ertränkte sich im Gemeindebrunnen, und in Speier erschoß sich der Unterossi' zier Kaiser vom 3. Pionier-Bataillon. Der Ackersmann Meuerer in Dacken heim stürzte vo.i der Scheuer und war auf der Stelle todt ; der Tagner Ohler aus Eisenberg wurde in einer Sand grübe verschüttet; bei der Explosion eines Spiritus-Apparates in der Badischen Anilin und Sodafabrik in LudwigsHafen erlitt der Wirth Hirsch so schwere Brandwunden, daß er im städtischen Spital starb; in der Eitel'schen Mahl wühle in Speyer wurde der Müller. Pe ter Dörner von der Transmission erfaßt und schrecklich zermalmt ; der Verwalter Hach vom Gienauth'schen Eisenwerk in Trippstadt wurde im Lehnung'schen Gasthofe in Waldsischbach vom Schlage getroffen und war sofort eine Leiche. In Jggelheim brannte das von der Wittwe Adam Kühner und dem . Tagner Joh. Kirsch bewohnte HauS nieder, . in Neustadt wurden die Hintergebäude deS MetzgerS JuliuS Mayer ein Raub der Flammen, in Offenbach daS Wohnhaus des Holzschuymachers .yeobatd Gens heimcr, in Pirmasens das Häuschen der Wwe. Petzrnger und das anliegende Haus des I. Pchinger. ElsatzLothr ingen. t der Organist u. Tondichter Theophil Stern in Snaburg. Ter Färber Lud wig Landgraf, der Arbeiter Christian Eberhardt und die Ackerer Martin Hein rich und Martin Ließ, sämmtlich von Oberhcfen, wurden wegen thatlichen An griffs auf den Unterossicier Kuttler vorn .Feld-Artillerie Regt. Nr. 31 in Straß bürg zu je 5 Monaten Gesangm verur theilt. Der Rekrut Kühnrich vom 105. Regt, ist ertrunken. Der erst vor Kur- ..... c . Tt f r - ...: t zem wieoer aus oem rsefangnin enrras sene J'azlobner Tbeobald frischer rtt Mülhaufen hat in der Wohnung seiner Zxrau seinen alten Vater durch Meffersti lebensgefährlich verwundet. Der alte Mann wollte seinen Sohn von einer Mißhandlung seiner Frau abhalten. Die katholische Gemeinde in Pulverherm wird sich eine neue Kirche, deren Baulo sten auf rund 30,000 M. veranschlagt sind, errichte. Der bisherige Vermalter veö Postamtes rn vleichshofen. Lud wig Vanau, ist wegen Unterschlagung von amtlichen Geldern und Briefen zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Der geistesgestörte AloiS Kern von Rodern hat sich rm Brücklenwald- er hängt. Provinz Westfalen. f Landwirth Höh. Heinrich Kaiserin Olpe. Auf der Zeche Hugo" bei Buer wurde der Bergarbeiter Lohmann von dem Bergarbeiter Strotmann erschlagen. In einem Schachte der Zeche ..Gluck auf" bei Barop wurde der Bergarbeiter Hauer Friedrich Rummel von fallendem Gestein erschlagen; in Bielefeld wurde der Bergmann Aug. Schmidtkorb in einem Waffergraben ber Bleichstraße todt gefunden; bei Horst wurde der Hauer Hullmann auf Zeche Mathias Stinner" durch Sprengen von Gestein getödtet. 7 In Huckarde wurde in der Bergmann'.icken Bräuerei dem Maschinisten AtLV
ÄA.M n ÄHine U ctcV-f Rumpfe gerissen ; bei Mitten wurde dek Bergarbeiter rknd Schuhmacher Wilhelm Scheer überfahren und getödtet. R h e i n p r 0 v i n z. t Rentier Christian Boifferee inKöln. Ein Theil der westlich angrenzenden Bürgermeisterei Sonnborn mit ungefabr 3000 Seelen soll in die Elberfelder Stadtgemeinde einverleibt werden, so daß dann die Stadt 140,000 Einwohner ha ben wird. Der Candidat der Philolo gie Wilhelm Anders in Elberfeld wel cher wegen eine Zweikampfcs mit einem Ofsizier deS 8. Kürafsier-RegimentS in Deutz im Oktober v. I. zu 3 Monaten Festungshaft verurtheilt, und als er am 12. ökovember einen zweiten Pistolen kämpf mit einem feiner Kollegen- zu un ternehmen im Begriff stand, hieran von dn Poluei noch ixn . letzten Augen blick . verhindert worden war, - hat sich kürzlich in Ruhrvrt erschossen. Der
ILiahrrge Söhn des MeögerS Peter Ari mond in Prüm hantirte mit einem gro ßen chlachtmeffer vor -sich an ernem c,, -rr- . t 1 . rerrcven einer uiaarrenrlne, roooer oas Meffer plötzlich eusglitt und dem Kna den drrekr rns Herz drang. Derselbe konnte noch in die Wohnstube eilen und seinem Vater zurufen : Ich habe mich m s Herz gestoßen !" worauf er sterbend zusammenbrach. Die Stadtverordne ren in Remscheid beschlossen, bei der Re gierung daS Ausscheiden der Stadt aus dem Kreise Linnep und Bildung eines eigenen Stadtkreises zu beantrazen. - In Düsseldorf erschoß sich im Hofgarten der Kaufmann Walters aus Aachen, bei Pob ertränkte sich der an Tiefsinn lei dende Hermann Drehfen aus Schleh dusch. In Saarbrücken wurde, der Rangirer Peltzer überfahren und getöd tet. ' Provinz H t enN äff au. Der Pächter des abgebrannten Hos gutes Niesig, Georg Drägger, wurde wegen Brandstiftung verhaftet. ZuGe mernderäthen rn Langenschwalbach wur den dieHerrenFr. Hennemann, Fr. Bester und M. Marxhelmergewählt. DaS 1 rtr r . onsisiorrum n lesoaoen ernannre ore Predigtamtskandidaten ..- Fremdt zum Psarrvikar in Beilstein, Merz zum Pfar. rer in Altenkirchen, Paul zum Pfarrver Walter in Oberneisen und Schmidtborn zum Pfarrvikar in Brandoberndorf. Königreich Sachsen. Der Maler Karl Seidler in Dresden wurde wegen Sittlichkeitverbrechen zu 9Monaen Gefängniß verurtheilt. Die Universität Leipzig zahlt rm laufen den Semester 3,328 Hörer. Der Kas sirer der Pegauer Sparkaffe, Schuhma cher Jüchtzer. hat Gelder unterschlagen und ist entflohen. Der frühere Guts, besitze? Friedrich Honmann von Seisers dvrf wurde wegen betrügerischen Bänke rotts - zu 8 Monaten Gcfangntß-' verur' theilt. Der Arbeiter Bammler von Großenhain. hat. sich erhängt und der geistesschwache Privatmann Wadewrtz von Leulitz hat sich ertrankt. Der Fär bergehllse Gustav Schönseld von GerS dorf wurde überfahren und getödtet und der Weichensteller Eütler ron Klinaen thal kam dadurch um'ö Leben, daß er zwischen zwei Puffer gerith. In Zittau -brannte ein Theil der Gebr. Lim burger'schen Fabrik, der ehemaliger . Brendler'jchen Bleiche, nieder. , T h ü r i n g i s ch e S tagt e n. - f Pfarrer A. Hohmann in Weimar. Verurtheilt wurden: wegen betrügenschen Bankerotts bezw. Beihilfe dazu der Schneider Emil Zaubitzer, der Maurer Ferd. Zaubitzer der WirkerChr. Schröder von Apolda, zu je 3 'Jahren Zuchthaus resp, je 5 Monaten Gefängniß,, wegen Brandstiftung der Sattlerlehrling Albin Körner von Krispendorf zu 5 Jahren Zuchthaus, wegen Urkundenfälschung der Färbermeister H. Wehner Mon Jena zu 4 Monaten Gefängniß, wegen Meinerds die Handelsfrau Pauline Wuckelt von Naschhausen und der Arbeiter Ernst Höpel von Wurzbach zu 4. resp. 2 Iah ren Zuchthaus, wegen KindeSmordeS die Näherin Anna Knüpfer von llutergroch litz und die Dienstmagd - Therese Richter von Volkftadt zu 3 ' Jahren Gefängniß resp, ß Jahren Zuchthaus und wegen Sittlichkeitsverbrechen der Arbeiter Th. tappelt gen. Forster von unterwellen born zu je 5 Jahren Zuchthaus. - ' Ä ra U n fch weig. Anhalt. Lippe. -Der Landwirthschastllche - Verein ' in Bernburg wird im Laufe dieses JabreS gelegentlich der Feier seines SOjährigen Bestehens eine größere Ausstellung ver anstalten. Zü Stadtverordneten in Salzuflen wurden "gewählt : Director Meier, Gronemeier, Tiede'. Blanke, August Windmeier, . Karl Horstmann, tans Burre, Studemund, ..Dr. Ludolf, Zolland, 'Karl Krecke . und Däffel. Durch Verschütten wurden die Bergleute Günther) Bude' und Dlust sämmtlich von Hecklingen. getödtet ; in Hölzmmden wurde , diel l Jahre alte Tochter des Schuhmachers Henbecker durch einen herabfallenden Dachstein lebensgeführ tlch verwundet.Jn Senst wurden die Wirthschafts, und . Stallgebäude -des Winkler'schen Gutes ein Raub der Flam men. Zu Gömeindevorstehertt,wurden Neu bezw. wiedergewählt 7 rn Warum, Kothatz H. Wolf, in Fürskenau-Brinkbe sitzer Fr. Behme, inKl.Biewende Oeko . nom Th. Pfaue, in Lehndorf Kotbaß H. Lampe, in Neuhaus Domänenpächtcr A. Giffborn, in öteimsdorf Oekonom umbrecht, in Sierffe Häl.spänner H.Fricke, in Vallstedt Oeksnom A. Willens, in Waggum Ackermann Ernst Schaper, in Wedtlenstedt HalbspänrerKonrad Schlü ter und in Wietthe Halbspänner Chr. Balke ' m , m ' MerrsHaumpseifel!, lange deutscbe Pfeisen. Cigarrenspitzen etc. bei 53 m Mucdo. Ro. 199 OK LLaldinaton Str. l. m l i I vfflee: Zimmer No. g Fletcber Obarpe'S Olock, S,,chftuni: 10 org. Z-Nachmittag,. , 7 S b,dk. vontg on 10 lt vinu. vd 2 I irU)k ach. C55sss;1r Cft ICcürce H?e Ode,' Tklephou 040. "
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