Indiana Tribüne, Volume 10, Number 102, Indianapolis, Marion County, 31 December 1886 — Page 3

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Dorcaö Mora,

Srzähluug aut dem Leben einer Schauspulerin. Von Na thild a Veneto. (Fortsedung.) Ich las : Wie Zoll ich beginnen, wo soll ich die Kraft hernehmen, mein geliebter Amado, Dir zu sagen, selbst mit Hilfe der Feder, was ich Dir sagen muß, jelZt, wo das Sckicksal rielenarob vor mlch bintritt und Sühne fordert für die Schuld, daß ich Dir mit einem Geheimniß in der Vrust an's Herz sank, als- Du in jener milden, weichen Mondnacht des Südens um meine Hand warbst, nachdem Du sicher warst, daß mein Herz Dir gehörte. Ich schwieg, weil ich Dich nicht verlieren wollte! Es war ein Frevelan Deiner Liebe, den ich beging, denn jetzt fühle ich und weiß es seit lange. Du hättest mir damals vergeben und mich doch an Dei nem Herzen gehalten. Um wieviel glücklicher wäre ich gewesen all die Jahre unseres Zusammenlebens, wenn nicht der Schatten diese? Geheimnisses, gerad , in den hellsten Stunden unserer Liebe vernnsternd durch mein Gedächtniß ge schritten wäre. Und später, nachdem ich Dein Weib geworden. Dir das ver säumte Bekenntniß zu machen, war un möglich dann hätte ich Dein Vertrauen, Deine Liebe, Dein und mein Glück zerstört, das fühle ich sicher. Für diesen an Deiner Liebe belange nen Frevel büße ich jetzt, büßen wtr alle, doch tausendfach zerreißt es das Mutter her; und rings um mich sehe ich nichts als Verzweiflung ! Sei park, geliebter Mann, nimm all Deinen Muth zusam men und fluche mir nicht bin ich doch ohnedies verflucht vom Geschick ! Höre : Der Verlobte unserer Tochter, Arthur Olden, ist DoreaS Bruder, ist mein Sohn! .mein Sohn! Da steht - es, zwei Worte, zwei kleine Worte sagen Dir Alles. Diese zwei Worte, die den Himmel des Mutterher zenS ausmachen sollten, sie brennen in dem meinigen wie Feuer, wie höllische? Feuer! Wie wirbelt und rauscht daS Blut in meinem Kopfe .' Barmherziger Vater dort oben, bewahre mir den Ver stand, bis ich AlleS gesagt habe ! Wie oft habe ich m zärtlicher Stunde Dir erzählt von meinem Vaterlande, Dir die kleine Stadt am Rhein, das beschei Ci cken-beschrieven, wo ich gebo x v r. w w , ' waro. Dort verlebte -jähre im Schooße meiner c'cheidenen, doch sorglosen Mein Vater war zwar oft abwesend vom Hause, er heimkam, war das alle Zu. V cT'--m ;v. a 4 - : ;st. Wie hatte er mich, sein einziges oind, lieb! So lange er lebte, fehlte es uns an nichts, aber als er eines TageS, von Fieber geschüttelt, sich hinlegte und nach kurzer Krankheit starb, da brach der Kummer über uns herein. Nun wußte meine Mutter oft nicht, wo sie unsere nöthigsten Bedürfnisse herneh men sollte. Noch lebte ihre Mutter, meine gute Großmutter, die mich von jeher verhätschelt hatte, mit uns unter demselben Dache. Mein Großvater war Magistratsbeamter gewesen und als er starb, hinterließ er ihr das kleine Haus chen, in dem wir wohnten, und eine kleine Pension. Diese geringen Mittel reichten knapp hin, die Bedürfnisse der Groß mutier zu decken, und so kam es, daß wir oft bittern Mangel litten. An eine weitere als oberflächliche Erziehung für mich war nicht zu denken. Ich war mittlerweile vierzehn Jahre .alt gewor den und eines TageS kamen Verwandte vom Vater her, zu Besuch, sie sahen die elenden Verhältnisse, in denen wir lebten, und der Mutter eine Last abnehmen wollend, uähmen sie mich mit nach Mannheim. Mir war Wohl bang, sehr bang nach meiner-armen Mutter, doch sonst hatte ich an nichts Mangel, ja eS fand sich noch hin und wieder Geld und Gelegenheit zu einem Vergnügen. So kam ich auch eines Tages in'S Theater, eS wurde eine Trvgödie aufgeführt.' Das was ich sah, war mir eine neue Welt, ein Feenreich, mächtig fühlte ich mich er griffen von dem, was dort oben auf der Bühne- vorging, eine magische Gewalt erfaßte mein Inneres und zog mich in den Kreis jener Gestalten. Ich wagte nicht, meiner Umgebung den Wunsch, Schauspielerin zu werden, auszusprechen, ich fürchtete den Spott. Noch mehrmals hatte ich das Glück, mit in's Theater genommen zu werden und jedes Mal schlug der in mir wachsende Vorsatz tiefere Wurzel und reifte schließ lich zum Entschluß. - Ich sann hin und her, wie ich ihn ausführen könnte. So hatte ich mein fünfzehntes Lebens . jähr beendet da kam eines Tages ein Brief, de? m anzeigte, daß meine Luitter erkrankt sei und ich möge nach Hiuse kommen. Ich that es und pflegte wichen, ach ! monatelang meine arme, arm? Mutter, bis sie die Augen für im mer schloß und hinausgetragen wurde auf den blumigen Friedhof. Nun stand ich allein in der Welt, nur noch die Großmutter blieb mir. Eines TageS sagte sie zu mir: Anna, auch mir kann der Herr jeden Tag befehlen. zu ihm zu kommen, was wird dann aus. Dir? Du mußt daran denken, etwa zu' . r tk rr. nt i' weroen, zu aroeuen, ir vein rov selbst verdienen zu können, wenn ich die. üugen schließe.Da stand ich nun vor der Wahl des einzuschlagenden Le.'ienspfades, blutroth überlief es meine Wangen, ich wagte L . w. rr.Vmt - . M m m n,qr in vas gute alte we icht der uttofc mutter zu sehen, als ich leise erwiederte : Ja, ich habe auch schon daran gedacht, Großmutter, ich möchte möchte gern Schauspielerin werden." : DaS gute Mütterchen erschrak, konnte kaum Worte sinden, meine kühne aben teuerliche Existenzwahl,, wie sie es nannte, zu bekämpfen. Sie machte mir Vorstellungen aller Art, aber ich blieb dabei und als sie sah, daß nichts mich davon abbringen konnte, erschöpfte sie ihre letzten Mittel, belud sogar das kleine HäuZchen mit Schulden, um mir den Weg zu bahnen, mich nicht ganz hilflos in die Welt gehen zu lassen. . Hübsch wie ich war, ward mir'S nicht allzuschwer, beim Theater anzukommen, zuerst aller dingS nur in Ux allerbescheidensten Stellung, verstand und 'wußte ich doch nicht das Geringste von der Kunst. Ich hatte-eine -hübsche Singstimme und wurde am Stadttbeater in A. in's Chor

aufgenommen, unabtälstg arbeitete ich nun daran, meine Sprache zu bilden ; eine altere Schauspielerin gab mir gut müthigerweise gratis Unterricht, sie stu dirte mir einize Rollen ein nnd ich trat endlich nach einem Jahre an einer klei nen Bühne zum ersten Male als Schau spielerin in größeren Rollen auf. Man schmeichelte mir, man fand, daß ich viel Talent hätte und eine schöne Bühnenerscheinung sei. Bald traten auch die Versuchunzen an mich heran. Liebes' betheuerungen, Nachstellungen aller Art. Für mich gab es aber nur ein Ideal, das der Kunst! Ich arbeitete an meiner Ausbildung, um eine würdige Jüngerin der edleren Darstellungskunst zu werden, nahm all meine Zeit zusammen, blieb taub allen Verlockungen gegenüber und lebte still und zurückgezogen für mich allein. Das bescheidene Honorar, welches ich für meine Leistungen erhielt, reichte wohl hin, um mich zu ernähren., aber es wurde mir unendlich schwer,' den Anforderungen an die Toilette zu genü gen, und ich mußte mir deshalb manche Zurücksetzung gefallen lassen. Drei Jabre waren so dahingegangen, jedes Jahr hatte ich das Engagemint ge wechselt; ich war jetzt seit zei Mlnaier am Hofih ater in B., wo ich in derGui.st deS Publikums u steigen anfing und endlich träumte ich von einer schöneren sorglosen Zukunft. Wie- hätte ich nun meine arme Mutter pflegen, ihre letzten Jahre erheitern wollen, wenn die Sorgen und Enlbehiungen sie mir nicht so früh entrissen hätten ! wie nöthig wäre .sie mir gewesen ich sühlte mich unend lich einsam in der Welt. Allei? bis hierher, mein geliebter

Amado, habe ich Dich ohne Lüge in mein Leben blicken lassen. Du weißt dies Alles schon ich wiederhole es nur. um Dir die Situation wieder vor die Seele zu stellen, wenn Du vergessen haben solltest, damit es Dir leichter wird, mir zu verzeihen. Es war also zu A. im Winter 1844. Eines Morgens, ich hatte den Tag vorher die Louise in Schillers Kabale und Liebe" gespielt, übel brachte mir ein Diener m Llvree einen Korb voll der prach tigsten Blumen und einen mit Wappen sieael aeschlottenen Brief. Die Blumen waren schön, doch duftlos, sie hatten in der warmen Atmosphäre eines GewächsHauses ihre Kelche erschlossen. Desto mehr aber duftete das Papier des Briefes, als ich ihn öffnete. Er liegt beiden anderen Schriftstücken, welche ich Dir mit diesem hier übergeben werde sein Duft ist längst verflogen, gleich wie die Leiden schaft, die aus seinen Worten spricht. Lies ihn und Du wirst sinden, daß sein Inhalt wohl geeignet sein konnte, das Vertrauen eines jungen, mit der Welt unbekannten Mädchens zu erwecken. Warm und ernst traten die Worte an mein Herz, das bisher kaltgeblieben war für alle Schwärmereien der Liebe. Es schlug eben meine Stunde und es war eine unheilvolle ! Wie hätte ich mich nicht freuen sollen über die unschuldigen Kinder des Früh lings, die mir inmitten des Winters hul diäten im Namen ihres Absenders ? Ich erfreute mich an ihnen und schrieb ein Wort des Dankes auf eine Karte, welche ich dem Diener übergab. Der Blumengrüß erneuerte sich Tag für Tag, die Er güsse eines liebenden Herzens in Prosa und Reim begleiteten dieselben,obne Auf dringlichkeit. ohne Begehren. Das war es, was mich gefangen nahm ; ich er tappte mich bei dem Wunsche, endlich doch auch zu wissen, wer dieser Mann sei, wie er aussieht ; stundenlang lauerte ich oft am Fenster, ob nicht Einer vorübergehen. Nicht das Haupt erheben, nicht herauf, blicken würde, doch verg:blich. In jedem hübschen.mir begegnenden jungen Manne vermuiyere iq ivn. Eines Abends verlies ick nach be .schlössen Vorstellung das Theater zu ?.. fll . . .. f fr c jub uno fllug, wie geivooniiH, oen iurzesten Weg nach meiner Wohnung ein. Kaum war ich ein paar Minuten vorwärts geschritten, als auf derselben ? cr.u: . : j. i WlUt VIV VUVll WV Ity glllg, tUIIgl samen Schrittes ein Mann mir entgegen kam. Es war ein junger Officiei, dessen hohe schlanke Gestalt ein weiter Reiter mantel verhüllte. Gerade als ich ihm begegnete, siel der Schein einer Laterne auf ein Gesicht, ein blonder Vollbart umrahmte. dasselbe, em paar aroke keuch tende Augen fielen auf mich, deren Blick ich mehr fühlte als sah. Es überlief mich heiß und Der ist es !" rief es in meinem Herzen. Ich vernahm seinen Schritt nicht mehr; er mochte Wohl stehen aebhe ben sein, warnend ich.rascheren Fußes davoneilte. Diese Nacbt. schlief ich nicht. meine Phantasie war mit der Erscheinung dieses Mannes beschäftigt und von Zeit zu Zeit murmelte ich vor mich hin : Er in es: Und er war's. Am nächsten Moraen erb'elt ick ein Gedicht von ihm, Die Begegnung" betitelt es liegt beiden andern Blättern und zum ersten Male wagte er den Wunsch auszusprechen, ihm eine Unterredung zu gestatten. Verlangt die Gesellschaft nicht Uebermenschliches von dem Weibe, von dem allein in der Welt stehenden Mäd chen, wenn eS gegen ihr Herz, gegen ihre Gefühle, gegen den innersten Trieb ihres LebenS handeln soll, indem es den Gegenstand ihrer Neigung fern von sich bitten, taub sein soll gegen seine Bit ten ? Ich hatte diesen Mann schon lieben gelernt, ehe ich ihn sah. seine Erfchei nung konnte nur dazu teitragen, meine Phantasie noch mehr zu erwärmen statt abzuküblen ich bewilligte ihm die Unterredung. Hätte ich nicht sollen ? Gewiß, ich that kein Unrecht, ich folgte dem b esetz der Menschenna tur. Nach diesem ersten Begegnen sahen wir uns.öfter, liebten uns, waren glück lich. Ich zweifelte keinen Augenblick, daß diese Liebe sür's ganze Leben sei. Wie jedes unverdorbene Frauengemüth war ich der Meinung und des festen Glaubens : daß der Mann dieser Frau, welcher er seine Treue zuschwört, sich für'S Leben verbindet. Mein Vertrauen war eben so groß wie meine Neigung. Die Frau, welche im Zweifel dem Manne sich ergiebt, liebt nicht wahr und in nig, und wenn Mißtrauen ihr das Gemüth vergiftet hat, hat sie die Unschuld des Heizens bereits verloren. ?lcb aab mich dem Manfö meiner Wahl im reinen ungetrübten Glauben an die Ewiakert

unserer Lrebe, unserer Verbindung. .Llr mand war der Sohn eines hochgestellten Staatsbeamten, aus einem vornehmen Adelsgeschlechte, doch ohne Vermögen. Seine Mutter war todt. Der Winter ging dahin wie in einem Traume, ich lebte nur der Kunst und Ar mand. Es kam der Mai mit seinen tausend Blüthen und Blumen in's Land geschrit ten. Alles keimte und grünte um uns her und auch unter meinem Herzen trug ich den Keim eines neuen Lebens. Mit diesem Eingeständniß an Armand war

mern Glück dahin, in den Frühling unserer Liebe fiel erstarren machender Win terfrost ! Heirathe mich bald," stammelte ich verschämt in sein Ohr, laß mich auch vor der Welt Dein Weib sein, wie ich es vor Gott bin." Er machte sich aus meinen Armen los und schwieg. Heirathe mich bald, damit, unser Kind nicht in Schande geboren wird," bat ich sanft. Heirath;n?ich ?" murmelte er vor sich hin, niemals !" Ich traute, meinen Ohren nicht, das Blut brauste und rauschte mir im Hirn. Gewiß, ich hatte falsch gehört diese Wort konnten nicht von dem Manne kommen, der mich seiner ewigen Liebe tausendmal versichert hatte, es mußte eine Täuschung sein ! Ja. h:irathen, das ist doch so natür lich," stort.rte ich mühsam hervor, als ich wieder Fassung'gewann. Daran habe ich nie gedacht." Was ? nre daran gedacht ? Du wärest also einVerrätbec?" Ich babe Dir nie die Ehe verspro chen." Nie die Ehe versprochen ? Tausend mal hast Du mir Liebe geschworen, hast Liebe von mir begehrt, hast Liebe erhal ten. . Licbe, ja das ist etwas Anderes! und ich liebe Dich noch und werde Dich lieben, aber begehre nicht Von mir die Fesselnder Ehe, ich kann Dich nicht heira then." Warum nicht ? Es gehört dazu nur die Sanction des Gesetzes, die Du mir schuldig bist, denn thatsächlich sind wir vermählt. Du hast Pflichten an Deinem Kinde zu erfüllen." Die werde ich erfüllen, so gut ich kann." Nun also die erste Pflicht ist, Dei nem Kinde einen ehrlichen Namen zu geben, es nicht in Schande geboren werden zu lassen." Ich kann Dich nicht heirathen, wir sind Beide ohne Vermögen; ich bin Ossicier, habe nickts gelernt als Militär Wissenschaft, wie sollte ich Weib und Kind ernäbrcn, wenn ich den Abschied nähme ? Und als Ofsicier kann ich Dich nicht heirathen, selbst wenn wir das dau nöthige Kautionskapital hätten; mein Vater würde sich dagegen auflehnen und die ganze Gesellschaft, denn Du bist Schauspielerin." Ach ! das traf, das ging so tief, daß ich nicht Worte fand zu einer Entgegnung ! Ich sah Armand nur starr an, thränenlosen Auges, stumm. DaS war der Mann, der so zart und so geschickt sich anzuschleichen verstanden in das Herz der Schauspielerin, die sich ihm in der ersten, reinsten, tiefsten Liebe gab, nichts verlangte als Liebe um. Liebe mit Allem, was 'aus diesem Gefühle entspringen kann an beiderseitigen Pflichten und Rechten. Die Schauspielerin hatte nicht be rechnet, nicht gefeilscht, sie hatte ver traut, geglaubt und mit ganzer Seele geliebt, batte ihren Himmel darin gefunden, den liebenden und geliebten Mann glücklich zu machen, dessen Leidenschaft für sie erglühte, als er sie zuerst nur in ihrem Berufe sah und jetzt, nachdem das Weib ihm jedes Opfer gebracht, jetzt stand die Schauspielerin trennend zwi sehen ihm und der Mntter seines Kin des ! War das nicht unerhört ? Damals war es mir unfaßbar jetzt weiß ich, daß meine einfache Erziehung, meine Unkenntniß der Welt und ihrer Sitten mich in das Elend gebracht hatten ; ich war nicht belehrt worden darüber, daß menschliche Sitten und Gesetze nicht immer in Einklang stehen mit menschlichen Gefühlen und dem rein Na türlichen. Ich wußte den Gefahren nicht aus dem Wege zu gehen, weil ich sie nicht kannte, nicht darüber belehrt worden war. Viun wirst Tu mein Sträuben gegen DorcaS Leidenschaft für's Theater besser begreifen als damals, wo Du als nach giebigster aller Väter ihr die Erlaubniß gabst, ihr angeborenes Talent ü der Oessentlichkeit glänzen zu lassen. ES war die Stimme der Warnung, das Phantcm meiner eignen schmerzlichen Erfahrung, was sich in mir erhob und rief: Laß Dein Kind nicht in Versu chung führen ! Wozu soll ich Dir meine Verzweiflung ausmalen, ich we-p, Du fühln mit mir. Dein Herz ist größer, als dasjenige eines in prahlerischem Adelsstolz erzogenen Edelmannes, der dennoch die ewig sich gleichbleibende Menschennatur nicht in sich ersticken kann. Armand war seinem edleren, ün verfälschten Gefühle gefolgt, als er mich aufsuchte, als aber die Ftage der Pflicht, deS Rechts, der Gesetze an ihn herantrat, da kam er in Konflikt mit seiner Erzie hung, den Satzungen der Cultur, die er schon mit der Muttermilch eingesogm hatte ; der angezogene Adel gewann das Uebergewicht über den natürlichen Adel der ewig unverfälschten Natur. WaS nun folgt, läßt sich leicht erra then. Ich trennte mich von Armand, ich konnte nichts mehr mit ihm gemein ha ben nach diesen seinen Erklärungen. Er betheuerte mir dennoch seine Liebe die Briefe findest Du hierbei er wolle mich nicht lassen. Was wäre aus der fortbestehenden Verbindung entstanden ? Eine Reihe von Fehltritten. Ich hatte Kraft genug die Kette zu brechen, es bei diesem einen Unglück bewenden zu lassen. Nicht, daß die Liebe so plötzlich in mir erstorben wäre, nein, aber diese Liebe konnte, mir kein Glück mehr bieten; das Vertrauen, die Unschuld wa ren in der Erkenntnißuntergegangen und mit diesen beiden uns unbewußt beglük kenden Factoren der Seele die Fähig keit, mit Armand vorwurfsfrei weiter zu leben. Meinen Zufluchtsort verheimlichte ich Armand. Wozu sollte er ihn wissen? Ich brach mit einem Schlage und ganz mit ibm. Erst ändertbalb Jahre später hörte

ick wieder den ihm und zwar, da& er nm cer Tochter eines Grafen aus altehrwür digem Geschlecht getraut worden sei und zuletzt vor einem Jahre ungefähr; er stand in den Listen der Gefallenen im Deutsch Französischen Kriege. Er lvar auf dem Felde der Ehre gestorben. Im Kirchdorfe W., in dem Hause ein fach.er Leute gab ich einem Knaben das Leben, welchen ich auf den Namen mei' nes Vaters taufen ließ. Dann flüchtete ich zu meiner Großmutter, dem einzigen Wesen auf der Welt, was mir geblieben in der Noth. Die Barmherzigkeit der Mütter ist grenzenlos ! Sie nahm mich auf mit dem Kinde ohne ein Wort zu sa gen. Diese stillen Thränen aber, welche über die alten, guten, gefurchten Wangen niederrcllten, waren vorwussvoller für mich, als die bittersten Worte hätten sein können. Zurückzukehren zur Bühne war mir unmöglich, hatte seine Triebkraft mehr in mir, es schreckte mich die Welt, der Oessentlichkeit und trotz meiner Jugend ich war noch nicht zwanzig Jahr alt, fühlte ich mich gebrochen und gealtert vor der Seit. Auch wollte ich mein Kino nicht verlassen. daL ja so sehr meiner be durste, denn die Großmutter war zu alt, ein so junges hilfloses Kind zu pfle g:n. So fing ich an meine erworbenen Kenntnisse zu verwerthen, ich gab Kin dern Unterricht im Klavierspiel und Ge sang und verdiente spärlich den Lebens unterhalt für mich und mei Kind. So gingen drei Jahre dahin, da kam eines Tages von einem Onkel ein Brief' aus New'Orleans.in welcbem er meiner Groß mutter mittheilte, daß seine Frau gestorben sei, daß er Jtiemanden um sich habe auf seine alten Tage und er be dürfe der Pflege so sehr. Er verlangte nach mir, wenn ich keine bessere Existenz

hätte, als ein grisgrämiger Brummbär von gichtbrüchigem Onkel bieten könne, dessen k.eines Vermögen nach seinem To de mir zufallen solle. Dieser Onkel wußte, daß meine Eltern beide geslorben waren, er wußte aber nicht, daß ich zum Theater gelaufen und in welch traun ger Lage ich nun sei. Er durfte auch von dem Dasein meines Kindes nichts erfahren, denn er war von sehr strengen Sitten und hätte mir nie verziehen. Was thun ? Ich kam mit meiner Groß mutter überein, daß ich deS Onkels An erbieten annehmen solle, daS Kind bei ihr lassend er wäre ja so' leidend und wenn er früher oder später die Äugen schlösse, so würde ich doch eine gewisse Summe Geldes in die Hände dekom men, womit ich meinem Kinde und mir eine Zukunft anbahnen könne, sie fühle sich ja noch kräftig genug und Gott würde ihr und mir ja beistehen, daß sie noch eine Zeit lebe, und der Junge wäre ja schon drei Jahre alt, würde vollends heranwachftn und was sonst einem alten guten utterherzen an Trost sürdieZu kunft entströmen kann, das m5kte sie alles geltend, um mich zur Reise nach Vsnievik ; bestimmen. " (Forttebung folgt.) Mucho'S Ctgarrenladen befindet sich in No. 199 Ost Walbinaton Strake. Zur Sicherheit, Bequemlichkeit und Sparsamkeit be?m Kochen steht GaS unen eicht da. GaS-Öefen Gasmaschinen zum Kostenpreise. GAS COMPANY, 57 Qoutb Beunsvlvania Qtr. C. PINGPANiYS deutsche Buch - Handlung ! Slo. 7 Oüb ?ttabamastr. Bücher passend für Festgeschenke. Soeben eingetroffen : Ein große An zahl sozialistischer Flugschriften. Krans & Grumman n Contraktorcv nnd W auunternch m e v, 223 Ost Morris Straße, empfehlen sich dem Publikum für die Ausführung guter und solider Bauten zu mäßigen Preisen. 3. G. PAW0W, SshW-MVSN STo. 30 3. Vasywgtonstr., . übr fcr tteto0ffle. ADVERTISERS can learn the exact cost of any proposed line of advertising in American papers by addressing Geo. P. Rowell & Co., Nwspapr Advrtiincj Bureau, 10 Spnio St, New York. Send lOota. sor lOO-Pag PamphUV.

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