Indiana Tribüne, Volume 10, Number 99, Indianapolis, Marion County, 28 December 1886 — Page 3

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Dorcas Mora.

Erzählung au dem Leben einer Schauspielerin. VonMathilda Veneta. sFortleKung.) Die nächstfolgende Woche hatte tch e den Abend u spielen ; ich sah Dorcal nur eine flüchtige halbe Stunde eines Tages bei mir. Es schien mir, als ob nervöse Unruhe ihre sonst kindliche Hei terkeit leickt aetrübt bcitte. Als sie nickt von Olden erwäbnte. frua ick sie, als sie sich zum Fortgehen anschickte, nickt ohne rv . . ? ct a leiciic Ironie : aoen ic ,,ren" Olden nicht wiedergesehen?" ..Nein. Dock ia. da ick nickt lüae. er begegnete mir ein paar Ä!al im Cen nal.Park. Wir tauschten Grüße, als er an meinem Wagen vorbelrut." Wer die englischmerikanische Sitte kennt, dav wenn Herr und Dame sich be gegnen, die Letztere die Initiative zum Giuße ergreifen muß, wird errathen, daß d.r junge )!ann solchen Eindruck auf sie gemacht hatte, daß sie seine Bekanntschaft fortzusetzen wünschte. Als ich gewohnheitsgemäß am nach sten Sonntag Nachmittag bei Dorcaj vorsprach, fand ich sie in aufgeregter Stimmung und in eleganter Gesell schaftstoilette. Ein heKbaueS Seiden, kleid umfloß die reizende Gestalt Sckul tern und Arme bloß lassend. Eine kostbare Perlenschnur schlang sich un den klassisch modellierten Hals, ein glei ches Armband zierte den linken Arm und im glänzend schwarzen Haare duf tete die nie fehlende, frische Gardenia bluthe. . Toicas sah bezaubernd aus. Liebe Freundin," kam sie mir entge aen. ..es itt mir unendlick leid, dak ick -Ihre liebe Gesellschaft heute nicht lange ' ? , (Vi r r ? . ffr-m't genießen kann. oaoe, wie my sen, einen Onkel hier, meines Vaters jüngerer Bruder, bei diesem bin ich zu Diner geladen. Mr. Jae Mora ist ei ner der hervorragendsten Handelsherren New Yorks. Ich habe neulich erst eine Einladung abgelehnt, heute kann ich es nicht wieder thun, es ist meiner Tante Geburtstag ; ich muß hingehen obgleich ich .lieber zu Hause bliebe, um mit Ihnen sein zu könnkn. Die Sonntagsabende an Ihrer Seite sind mir ein liebes Be dürfniß geworden,ich freue mich die ganze Woche darauf und nun muß ich diese Erholung heute einer steifen Gesellschaft opfern ! Und dann" Dorca stockte und schlug die Augen nieder und dann es ist möglich, daß daß der junge Mann Sie wissen, dieser Olden, dort sein wird." Ich schwieg, obgleich eS mir schien, als wünschte Dorcas eine Bemerkung von mir, um ihre Verlegenheit zu verdecken. Ick aber that ihr nicht den Gefallen, ich schwieg unverdrossen weiter und sie fuhr fort : Mein Vater schrieb mir, daß er durch Oldens Brief, in welchem er in aller Form um meine Hand angehalten hätte, zwar höchst überrascht gewesen sei, daß aber der ernste und ehrliche Ton, die ganze Art und Weise des Schreibens ibn bestimmt hätten, an sei nen Bluver Jose sich zu wenden, ihn zu bitten, d m kühnen Werber nachz'ufor schen, seinen Charakter und seine Le bensftellung, mit einem Worte: ihn selbst kennen zu lernen. Das ist nicht schwer für meinen Onkel, denn er ist sehr befreundet mit jenem Mr. Gould, durch welchen Olden bei LockhardS eingeführt wurde." ..Und darum, meine liebe DorcaS, sind Sie so erregt?" fragte ich ernsten Tones. Ja. Ich gestehe auch, daß ich Olden aern beaeanen würde, denn er fällt mir, ich habe viel an ihn gedacht seit der ersten Begegnung mit rym vei ocr hardS, sehr viel und daS ist nicht lange her mir aber scheint es ein Ewigkeit !" Dorcas Herz ging seinen unvermeidli chen Weg, ich sah eS und versuchte mich mit dem Gedanken zu versöhnen, daß die ses berrlicke Gesckövf, dieses aottbeana dete Talent etwas anderem als der Kunst angehören, daß sie dieser vielleicht sür immer entrissen. ,n den Armen eines ae liebten Mannes die Bestimmung des -m 'r m r.-n v w . o f rr'.f r:x . ' . ? . itveloes ersuueno, vas icyucpua? einzige und wahre Gluck des evens, die erwie derte Liebe nnden sollte. Und so war es gekommen ! Olden r c rs . e f war vel oem wntx zugegen gewesen, ne hatten einander sich genähert, die Herzen batten sick erkannt,- die Seelen.verstaw den, wenngleich daS lebendige Wort, noch nicht zum Dolmetsch der Gefühle ge worden war. Die Zauberkraft der Liebe entfaltete ihre Wunder m DorcaS aamem Sein mit beängstigender Schnel ligkeit und verrieth sich in all ihrem Thun, sowie rn ihren Leistungen aus der Bühne durch eine beinahe unheimliche Lideni'ckakt. ES war Anfang April.. DorcaS spielte jetzt in dem Sensationsdrama die un glückliche Indianerin. Mit welchem Feuer, mit welch grausiger Natürlichkeit wurde sie dieser Aufgabe gerecht ! Und wenn sie zum Schlüsse auf dem mond bealänUem Strome, welcher den Niaaara vorstellte, im Hintergrunde der Bühne im ichmalen anoe an ven verrätherischen Geliebte?; festgebunden dabinalitt. das scköne Antlitz mit den wun derbar strahlenden Augen nach dem des Gellebten gerichtet, plötzlich uver den Wasserfall hinabstürzend verschwand, fühlte ich ein schmerzhafte? Zucken in memer Brujt. Giebt es Ahnungen? 7. So war der April dahingegangen und der Wonnemonat Mai mit seinem ganzen Zauber inS Land gezogen. Der Früh ling entfaltete all seine lockendenReize,daS blühte und duftete, das schwirrte und girrte in den frischarünen Zweigen ! NeueS Leben regte sich überall, auch in der 2)lenschenvruil. Dorcas Und Olden hatten sich öfter ge sehen und tiefer und tiefer schlug die Wurzel in Beider Herzen. Olden ritt jetzt täglich bei den Spazierfahrten DorcaS im Eentral'Park neben deren Wagen her, eS wurde nun auch ausgestiegen und zu Fuß die lauschigsten Blüthengänge durchwandert. Arm in Arm. Olden hatte sich bereits definitiv erklärt, hatte beselit DorcaS'.-Gcständniß der innigsten Oeaenliebe empfangen und Beide siebten

die Eltern um ihren Segen an. Mr. D!ora kam selbst nach New.Iork, überzeugte sich von der Würdigkeit OldenS und am ersten Mai fand mit Einwilligung von Dorcas Mutter, welche ihre Abgeschlofsenheit von der Welt u.tfgrnr aufgebend in Cleveland geblieben war, die öffentliche Verlobung statt. - Welch ein schönes und glückliches Paar !" hieß eS allgemein. Zwischen den Verlobten wurde be

schlössen, daß Olden künftig in Amerika leben sollte, tzs ihn nichts weiter ai Deutschland iflrV England fesselte, als kaufmannische Interessen, die zu regeln er Ende Mai nach Europa zurückreisen sollte. Zu dieser Reise genügten vor auSsichtlich drei Monate und wenn er dann Ende August oder Anfang Septem der nach den Ver. Staaten zurückgekehrt sein würde, sollte die Hochzeit den.Drei Monate Trennuna ! Dlkttr Ge danke war der einzige Schatten, welcher in dett vollen Sonnenschein der Liebe fiel. Mittlerweile aber genoffen sie ihr Glück in vollen Zügen. ES war Ende Mai, in wenigen Tagen schon sollte der Dampfer, auf welchem Olden zur Reise nach England eingeschrie den war, in See gehen. Meine-schauspielerische Thätigkeit hat te bereits mit Ende April aufgehört, un sere Gesellschaft war längst heimgekehrt nach Deutschland. Ich war zurückge blieben und arbeitete vor für die nächste Saison, vorläufig stand ich wegen eines Gastspielarrangements für . San Iran eisco mit dem Leiter deS donigen deut schen Theaters in Unterhandlung. Älittlerweile besuchte ich fleißig die englischen Theater. DorcaS spielte noch immer in dem Sensationsdrama ihre allgemeines Auf sehen und Enthusiasmus erregende In dranerin. Es war am Sonntage vor Oldens Ab reise nach London. So sehr daran ge wohnt, diesen Ruhetag miteinander zu verleben, war auch für diesen letzten Sonntag eme Landpartie verabredet worden, woran Olden, Dorcas, Mcs. Warrens und ich theilnehmen sollten. Zeitig am Morgen holte mich Olden im leganten Landauer ab, dann fuhren wir bei Dorcas vor. Olden stieg die Treppe hinauf, um die DcQen abzuholen, kehrte indeffen nur mit Dorcas am Arme zurück: Mrs. Wärrens fühlte sich unwohl und war nicht zu bewegen gewesen, an der Partie thiilzunehmen. So fuhren wir Drei denn allein durch die Fifth Avenue und Acanhattanville, das Häusermeer der Stadt hinter uns lassend, m den frischen Morgen hinein, bis wir die Landstraße erreichten, welche oft hart am Hudsonstrome dahinführt, zu dessen beiden Seiten die Villeggiatur vcew Äorks sich meuenlang erstreckt ; rei zende Cottagks und Villen zieren rechts und links die sanftansteiaenden UferHöhen, der ganzen Landsckast ein äußerst feffelndes, malerisches Ansehen gebend. Es war ein wundervoller Frühlings tag! Entzücken lagerte auf der Erde, das sang und klang durch die Lüfte, eine üppige Vegetation sproßte rings um uns her in tausend Schattirungen und Wohlgerüchen ! Selbst einem farbenprächtigen Frühlingstage zu vergleichen, saß Dorcaö lächelnd an meiner Seit?, gegen über ihrem Verlobten; auch in ihrer Brust sproßten tausend Blüthen des Glücks und der Lebenswonne. Beinahe ausgelassen heiterer Stimmung, wie sie war an diesem Morgen, trübte sich doch dieselbe, sobald der Abreise Oldens Er. wähnung geschah und dann ruhte das leuchtende Auge schwermüthigen Blicks auf des Geliebten Zügen. In dem unmuthig auf einer Erhöhung am linken Ufer des Stromes gele aenen Orte Gleenwood machten wir Halt für ein Luncheon. Ein in einem schattigen Park gelegenes Hotel, Lincolnhaus, nahm uns gastfreundlich auf. Das Frühstück wurde uns auf einer nach dem Fluffe hinaus gelegenen Terraffe servirt. von wo aus man einen reizend schönen Ausblick über den Hudson binweg auf daS jenseitige selsengezierte User genoß. Ja, eS war em schöner, welcher Früh lingstag ! Fern dem geräuschvollen Trei ben. den fieberhaft pulsirenden Ädernder Weltstadt, den. rauchenden Schloten der Fabuken, dem Hämmern und Stampfen der Maschinen, fühlte selbst der verein samte Mensch sich gehoben und poetisch gestimmt, wie nun erst die in erster Liebe entslammenden leidenschaftlichen Herzen memer oeiven iLesayrten? Wie schön es hier ist," sagte Old.-n, Dorcas' Hand in der seinen haltend, als wir mit dem Frühstück zu Ende waren. wie romantisch!. Und wie lebhaft diese Partie'des Hudson mich an den deutschen Rhein erinnert, an den zauberspinneni , , rri , m - vtn lviromymir seinen Acarcyen und&a gen, wo 5) meine Jugend verlebte. Aber - Deine Mutter hat Dir davon er zahlen müffen, DorcaS,' dcnn Du sagtest mir schön, auch' sie sei 3theinländerin und hätte die Sehnsucht nach der Heimath nie verloren." Wie - freue ich mich, nach meiner Wiederkehr in dies reiche Land, Deine theure Mutter kennen zu lernen und wer weiß ! vielleicht reisen wir emmal einen Sommer Alle zusammen. Deine nein, unsere Eltern und wir, nach der alten Heimath dort drüben über dem Ocean. ; Du würdest die Reise nicht bereuen, DörcäS, Du hast Sinn für r . u m l . rm czonyeir in zeoer eoeurung oes Wor te, und Deutschland ist fckön !" O, eS ist überall' schön, wo ick an Deiner Seite sein kann!" Und sie sah ihm dabei so tief und warm in die lie ben, ernsten Augen. 'Meine Mutter hat mir oft von Deutschland erzählt," fuhr sie fort, von den grünen Wäldern und Ritterburgen, deren zede ihre Legende hat. In ver that, es muß em ganz an dereS Land sein, als unser Amerika! Auch die Menschen sind dort anders als bei uns,' ernster, treuer,, aber auch me lanckoliicker. DaS babe ick an meiner Mutter erfahren; eS kommen ihr immer die Thränen m die Augen, wenn sie von ltzrer alten Heimath spricht. Wir sind bin ' leichtherziger, heiterer, kühneren SchwungeS' und was die Treue anbe- ! trifft, zweifle nicht an der meinigen c x. . - t . v r . r r . mr . . . paoe icy oas suvianoiscye iur meines ' VäterS in den Adern, so . habe ich sicher die deutsche Treue meiner Mutter im Herzen." . j Ich Leiste nicht!" erwiderte Olden, T Tm Vs v4 ff TffV' Vm JUw V VMMHMVIi 1 VVH

Deutschen eigen und ich bin ein echter i , . . r ' . .1 l

deutscher oyn, was dles oelrlnl." Wir beschloffen, auch den Nachmittag in dieser reizenden Umgebung zuzubrin gen, um fünf Uhr zu diniren und dann die Rückfahrt anzutreten. In heiterer Stimmung gaben wir uns mit mehr oder weniger Geschicklichkeit einer Partie Croquetspiel bin, machten dann einen erquickenden Spaziergang landeinwärts am schattigen Ufer eines Baches entlang, der in plätscherndem Gemurmel uns hastig entgegenkam, um sein selbstständiges Dasein im gewaltigen Hudson zu b?' schließen. Als wir zuruckkevrten nac dem Hotel, traf ich dort Bekannte aus New York, welche ebenfalls einen Ausflug nach Gleenwood gemacht hatten und mit dem Dampfboot heimkehren wollten nach dem Diner, welches sie im Lincolnhausgarten bestellt . hatten. Ich versprach ihnen, später ein Viertelstündchen mit ihnen zu verplaudern vor unserer Rückfahrt nack New York. Auf derTerraise, an demselben Tische, wo wir das Frühstück eingenommen, dirnrienwir; es war sechs Uhr vorüber, als ich vom Tische wieder aufstand, um mich nach einem seitwärts vom Hause gelegenen Pavillon zu begeben, wo meine Freunde speisten. Dorthin konnte ich auf zwei Wegen gelangen :, erstens durck den großen Speisesaal, welcher durch eine Thür mit der Terrasse ver bunden war, und zweitens wenn ich die Stufen der Terraffe hinabstieg und emen gebogenen Seitenpfad einschlug, welcher, mit allerhand seltenem Gesträuch ge schmückt, um den Rasenplatz vorder Ter raffe sich windend, hinter dem Hause weg nach jenem Pavillon führte. Dieser war der weitere Weg, daher schlug ich den durch den Speisesaal ein. Dorcas nickte mir lächelnd zu und rief mir nach, ich wöge das Eeplauder mit meinen Freun den nicht zu lange ausdehnen, denn Punkt sieben Uhr würde der Wagen zur Abfahrt bereit stehen. Ich versprach, zeitig genug meinen Besuch beendigt zu haben. Es war ungefähr ein Viertel vor Sieben, als ich mich von meinen Bekannten verabschiedete ; A!rs. W. beglei tete mich ein Stück des Weges und wir hatten den Fußpfad durch den Garten eingeschlagen. Kurz vor der Stelle, wo der Weg den Rasenplatz erreichte, verließ mich Mrs. W., und ich, um die Entfernung abzukürzen, eilte mit hastigen Schritten über den weichen, kurzgeschnittenen Rasenteppich der Terraffe zu. Nur noch ein paar Schütte von derselben ent fernt, sab ich durch das üppige Gezweig der das Geländer der Terrasse zierenden tropischen Gewächse ein weißes Kleid schimmern und der Anblick bannte mernen Fuß auf dem Boden fest. Dorcas lag in den Armen ihres Verlobten, wel cher, auf einer Ruhebank sitzend, sie umschlungen hielt. Gern hätte ich mich unbemerkt wieder entfernt, aber ich wagte es nicht, fürchtete Aufsehen zu erregen. Währeiid ich so zögernd und überlegend dastand, hörte ich Oldens sonore Stimme in zitterndem Tone sagen : Weine nicht, mein Lieb, Deine Thränen thun mir weh ! .Dieser Kuß hat uns vermählt. Du bist mein Weib, ich bin Dein im Leben und im Tod Du hast meinen Schwur !" , ..Und wenn Du nicht wiederkämst V schluchzte Dorcas, ich würde nicht leben können! Arme Mutter! armer Va ter !" In drei Monaten bin ich wieder bei Dir es müßte denn das Schicksal an ders beschließen. Wenn ich lebe, bin ich bei Dir." Und wieder beugte er sich tiefer berab auf ihr schönes Antlitz und sie, leidenschaftlich ihre Arme -um seinen Nacken schlingend, war selig im Kuß. Eine Viertelstunde später saßen wir im Wagen und es ging heimwärts. Aber die Fröhlichkeit war aus dem kleinen Kreise verschwunden. DorcaS war bleich und still, sie wendete reut Auge von Olden : auch dieser war einsilbig geworden und ich fühlte mit Unbehagen diese Situation, die ich Wohl begriff, aber nickt ändern konnte. Die Unbefangenheit war aus Dorcas' Herzen gewichen. Zauberhafter Vollmondschein glänzte über Waffer und Stadt, als wir am drei ten Hudsonstrome dahinrollend, uns wieder New Aork näherten. Es war einer jener herrlichen Abende, wo Alles Harmonie und Frieden in der Natur athmet, wo daS arme Menschenherz, voll erhabe ner Sehnsucht geschwellt, an einen Schöpf fer all dieser Wunder übe? und um uns herum glaubt. Als der Kutscher vor Dorcas' Woh. nuna hielt, verabschiedete sie sich von Olden zögernd und schwer. Er küßte sie auf die Augen, hauchte einen Gutenacht grüß und Auf Wiedersehen morgen" ihr in'S Ohr. Ich begleitete Dorcas bis an die ersten Stufen der Treffe, wo Mungo sie deieits erwartete. ..Warum auf einmal so verwandelt. so traurig, Theuerste?" frug ich, ihre l. i. r r. . x. rri!. yano ergrelseno, eye xap micy veraozcyie dete. O, ich bin glücklich," sagte sie mit leise zitternder Stimme, mir den Arm um den Hals legend, ich bin unendlich glücklich in seiner Liebe, aber wie soll ich ihn entbehren so lange, drei Ulconate ! - und das Meer ist tückisch. Es hat mich auf emmal eine bange Ahnung besauen, hier thut es weh !" sie legte meine Hand auf ihr heftig pochendes Herz und legte weinend ihr Köpfchen an meine Brust. Ich sprach einige ermuthigende Worte und nach einer kleinen Weile trennten wir uns, wartete doch Olden draußen auf mich. Als ich aus dem Hause trat. lehnte er am Wagen, den Kopf in die Hand gestützt und blickte unverwandten AugeS zu DorcaS' Fenstern empor, die ri. r?.rpr r .rri . em miioer icylsch immer eryeure. Nun, Olden, warum so melancho lisch V frug ich, indem ich in den Wagen stieg. Kommen Sie, begleiten Sie mich nach Hause und dann schreiten Sie muthig vorwärts durch die Welt! Es steht Ihnen schlecht an, den Kopf zu hängen, überlasten Sie das den verlieb ten Mädchen." Er lächelte und drückte mir die Hand, mir gegenüber im Wagen Platz nehmend. Sie haben Recht," sagte er, warum sich betrüben wegen dieser kurzen Trennung ! Es ist ein Schmerz, welcher im Attaleick iu dem schönen Glücke. welckeS

die Zukunft uns verheißt, nicht in Betracht kommen kann." Als der Wagen, meine Wohnung erreicht hatte," nahm auch ich Abschied von Olden, denn er sollte in drei Tagen mit einem Dampfer der englischen EunardLinie New )orf verlassen ; ich wünschte ihm Glück zu seiner ökeise und Wieder-, kehr, und so trennten wir uns als gute Freunde. Daß es für immer sein sollte, das ahnte ich freilich nicht. Mittwoch Rachmittag war Olden ab gereist. Denselben Abend spielte Dor-

cas ihre' Rolle der Pocahontas zerstreut und apathisch. Nach der Vorstellung sah ich sie ; sie erzählte mir, daß Olden von ihr Abschied genommen kurz vorBesteigung des Dampfers, daß ihr dieser Abschied sehr schwer geworden und da ihm ihr Herz gefolgt se,, so empfände sie jetzt eine so große Leere in und außer sich, daß sie noch nicht wüßte, wie sie die Trennung ertragen solle. Die letzten Tage, welche DorcaS noch in New L)ork verlebte, waren wir soviel als möglich beisammen, wir fuh-en mit einander spazieren, dinirten miteinander und endlich, am zweiten Juni, nahm auch sie Abschied von mir, herzlich und liebenswürdig, wie eS ihr eigen war. Wie wird meine Mutter sich freuen. mich wiederzusehen," sagte sie, und ich wenn das Herz sehnt und bangt und nach Liebe verlangt, da ist wohl in den Armen der Mutter die einzige Zuflucht statte, wo man die Trennung vom ge liebten scanne ertragen rann. 8. DorcaS war in Cleveland bei ihren Eltern eingetroffen, ein kurzer Brief von ihr schilderte mir Die Freude der Eltern, sie noch einige Monate ganz und gar zu r. r- a Tv i i... . oeziyen. er yumor uno vie yetteneu schienen auch wieder in ihrem Gemüthe eingekehrt zu sein. Der Brief schloß mit der Nachricht, daß. um der Mutter Luft Veränderung zu vschassen, der Vater sie Beide noch für einige Zeit nach NiagaraFalls zur Sommerfrische begleiten würde, ehe er genöthigt wäre, aus em paar Monate nach dem Süden zu gehen, um die Ernten auf seinen Plantagen zu leiten und zu beaufsichtigen. kleine Verhältnisse hatten sich indessen so gestaltet, daß ich Mitte Juni zu einem längeren Gastspiele nach San Francisco abreiste. Dort erhielt ich von Dorcas noch zwei Briefe, von iiagara Falls datirt, der eine war am 18. Juli, der letzte r -v rvr r . f j. . ' .r ns. e m e am zu. Augusi ?eicyrieoen. ?iese riefe geben Zeugniß von der tiefen, unendlichen Liebe zu ihrem Bräutigam. Schwärmeriscoe Wehmuty spricht aus ibnen, trotz des leidenschaftlichen Tones, welcher das südliche Temperament in jeder Zeile verräth. Von Arthur habe ich oft Nachrichten," schrieb sie, er befindet sich wohl, e ' rr r r r, ?, r . n r seine escyaslsangeiegenyeiten ueyen gut, die Loslösung vom Hause Gould & Co. in London verursacht keine Schwie rigkeiten, da er in New Jork dem Zweiggeschäfte derselben als leitender Chef vorst ben soll in Zukunft. O, ich bin stolz auf ihn : er ist noch so jung erst fiebenundzwanzig Jahre und schon ein so tüchtiger Geschäftsmann ! Das muß er Wohl sein, denn sonst würde man ihm nicht eine solche Stellung anvertrauen. Ja, er ist ein ganzer Mann für die Welt, für mich ist er ein Gott! Ich fühlte es ja damals schon, aus seinen ersten Zeilen an mich, als er mir noch ganz unbekannt war, daß er anders als andere Männer sein müsse! schon aus seinen Schriftzügen hauchte mich der undefmirbare Zauber an. der mich später, bei unserer ersten persönlichen Begeanung auf den ersten Blick umspann, so daß ich seine Briefe nicht verbrennen mochte. Sie erinnern sich an jenen Sonntag Abend, liebste Freundin, wo ich Sie in mein Geheimniß einweihte, nicht wahr? Mein Vertrauen war der Maßstab meiner Verehrung für Sie. Sie und meine Mutter kennen und verstehen mich ganz, ich fühle das; Sie Beide denken groß und mild und nachsichtig mit den Schwächen und Fehlern der Menschheit, wie tief .und -innig müffen Sie erst die Tugenden, deren Krone ja die Liebe ist, mitempfinden können!" (Fortsetzung folgt.) NeujahrsGeschenke ! Passend u. praktisch zugleich. Glvße Auswahl ! Spiel-Waaren. Möbel. TcPPiHe. Okscn. Lampen, Matratzk. Lounges. und alle sonstigen Haushaltungs gegen stände. Gegen baar oder Abschlagszavlung. rJ..Aillige Preise! Thomas Koch, 253 & 255 Süd Dekvare Straße. 3. . PAßSONS, Seichn WssN Vo. 30 p. U5ssylsgtoustr., ktt rr Jt'M .rffle. Dr. 0. ß. Psass, Qrzt, Qnndarzt (Geburtshelfer. Ossiee : Blculisoii Are. öpuSftttnbm: Morgen n 8 Hl 9 Uljt. Machittag von 1 511 1 Uhr. Ci I ,o 7 tll I Uhr. 0 iVdo 983. Oshuung : N. Alatmraa Ot. eiepiZ? 630.

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