Indiana Tribüne, Volume 10, Number 98, Indianapolis, Marion County, 27 December 1886 — Page 4
AitiM"'. m AlHW? Ist das beste Heilmittel gegen die derlchiedenen Leiden der Lunge und Kehle, sie Husten. Heiserkeit. Bräune. Erkält ung, Engbrüstigkeit, Influenza. Luftröhren Entzündung, sowie gegen die ersten Grade der Schwindsucht und -zur Erleichterung schwindsüchtiger Kranken, wenn die Krankbeit scdon tiefe Ein schritte gemacht hat. PruZ. 25 Cent?. -fci Hie.sigeö. Indianapolis, Ind., 27. Dezember 1836. au unsere Leser ! X3li ersuchen unsere Leser alle Unre geläkigkeiten in Bezug auf Ablieferung der .Tribüne' un so schnell wie mögl ich itzutö eilen. DtLsr dk, Tribüne find ersucht, leine bon imintlzttd an die kräger, sondern hui an Herr Schmidt, unsern koaekor der tn der Osftce , be. ,ahle. Herr Schmidt tft für alle au der Offie edden ZkUun verantwortlich, stellt stldst sein, Träger an. und a2 ntkedendt Berwst falle ihm ,u. Bis bitten delhalb ihn vor Schaden , bewah. ren, der ihm dadurch erwachsen könnt,, daß Subskrtr Noniitlder a Jemand ander! all an ihn, oser tp der Ofste be,ahU werde, e müßt den der betr. Xtljtx eine ,,n Herren Schmidt nter,etchet Quittung hab. divilNandSregister. , sRhNe ae find die de erb der vutter.) Oibttiltn. Fred G. Backmtyer.'ttnabe, 25 Dez. Marion Gramler. Knabe, 21. Dez. Charles Brinkmann. MÄdch'n. 20. Dez. Adam Miller, Knabe, 22. Dez. Albert Stolard. Knabe. 17. Dez. Jame. English. Mädchen. 19. Dez. Wm. McKnight. Mädchen, 17. Dez. H e i r a t d t n. Jodn Ballard mit Viola Owen. Win. D. Palmer mtt Jda F. Moody. Dirkison Cole mit C. May. Douglak Jackson mit Dalpha McMuray John A. Mosier mit Jennie Baachman. John H. SmadeS mit Emma Shepler. .guiiiD jx. miuiüu um juuuv. X o D i f d 1 1 c. Suste Johnson. 27 Jahre. 25. Dez. Thomas Connaught, 21 Jahre, 23. Dez William Thomas. 44 Jahre. 25. De,. Ella Slinkard. 36 Jahre, 23. Dez. William Heinsley. 3 Jahre. 23. Dj. Jsaak JoneS. 26 Jahre. 24. Dez. Peter Körner. 65 Jahre. 25. Dez. .Mein lieber Freund lafc das Husten sein und stärke dich durch einen ersrischenöen Schlas. Dr. Bull'S Husten Syrup sichert dir ungestörte Nachtruhe, indem es deinen rauhen Hals vollständig turnt." g&- Diphteria 193 Braadway Str., 223 Prospekt Strafe und 126 Virginia Avenue. Kaufe Mucho'S "Best Ilavaniia Cisara". tSr Der soziale Turnverein viranstal tet am Sylveslerabend einen großen fieslEommerS mit darauffolgendem Tanzklänzchen. Die besten Bürsten kaust man bet H Schmedel. No. 423 Airainia Avenue. Fragt nach Müller'. ire.Depar. ttment oder Banner-Cigarren. tT Heute Nachmittag sollte die Un tersuchung in dem Falle gegen die deZ Wahlschwindels Angeklagten sortgesedt werden. Da aber Advokat Duncan nicht erscheinen konnte wurde sie ausge schoben. Herr Oliver Snavely, der weit und breit bekannte deutsche Farmer von Ost Syracuse.N Y. preist daS St. JakobS Oel a!S einen Feeund, der ihm schon rnznchen hestigen RheumatiSmuS ver trieben hat. Gestern Abend brach in dem Hause deS Herrn Fritz Kleis. No 145 Ost Merrill Straße. Feuer aus. DaS Ftuer var durch Funken, welche wahr schtinlich auS dem Kamin gefallen waren, im Schlafzimmer der Kinder entstanden. . V - C llfXl - C . ..il... ir...i. sr.:.i M:i tttit a,. UVC U"VUI, im iltllillllBlVI 11 ll Schaden verursacht war. Herr Kleis und seine Familie wollten eben die Harugari Unterhaltung besuchen. alZ Herr Kleis das Feuer entdeckte, glücklicherweise noch zeitig genug, um ein glöfeereS Brandun glück zu verhüten. Eine Anzahl junger Männer der an altet nächsten Dienstag Abend, den 23. Dez. eine große dramatische Unter Haltung zum Besten einiger armenFrauen in der Männerchorhalle. Dieses Unter nehmen verdient reichlich unterstützt zu werden. : Feine Cervelatwurst für . die Feiertage bei Theo. Dietz, -mw i . m- . vio. ad Z5aivlngl0ll Olrafie. IC?.3ci Virginia Avenue Rink finden gegenwärtig eine Art BekehrungSver , sammlungen statt, welche von den Behör den unterdrückt werden sollten. Diese Versammlungen werden von einer Frau Woodworth geleitet. Dieselbe behaup tet. auch Kranke durch Gebete heilen zu können und haranguirt die Leute so. daß Manche in einen gelinden Wahnsinn ver fallen. DieS passtrte gestern Abend ei nem Manne. NamenS Steward, der nach her in daSStationShauS gebracht wurde, wo er den größten Theil der Nacht mit Singen, Schreien und Beten zubrachte. Ein aanaborer Artikel hat immer Nachahmungen, deshalb stehe zu. daß wenn du eine Flasche Salvation kaufst. du das achste erbällst. In qelben Um fchlSzen,fabrizirt von P. E. Meyer & Lo., in Baltimore. Ud.
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Ochueider ans dem Kriegsfuße. Gestern Nachmittag gegen 2 Uhr kam ein halbes Dutzend Schneider Namens Albot Linderholm. Hv.Peterson. Oscar Olsen. Philip Kost, August Bergmann, und Wm. Schwab, welche sämmtlich bei Egan 6z Zitat beschäftigt sind, die Noble Straße herab und an der Ecke der Market Straße wurden sie von Patrick und Nichael Curran angefallen. Eine allgemeine Keilerei folgt,, Einige flüchteten sich in Reichwein'S Wirthschaft und Pat Curran stiek dem Schneider Linderholm ein Messer in die Brust. Peterson erhielt ebenfalls eine leichte Schnittwunde an der Hüfte. Die ganze Gesellschaft wurde verhaftet und Linder Holm wurde inS St. Vincent Hospital gebracht. Dr. Taylor verband seine Wunde und erklärte dieselbe für sehr ge sährllch. Heute Vormittag wurden die Obge nannten dem Polizeigericht vorgeführt, ihr Verhör wurde auf Mittwoch schoben. Obige Affaire, eine ganz gemeine Hauerei, giebt natürlich dem .Journal" wieder Stoff, seinen Fremdenhok auSzu lassen. DaS bat der WhiSkey gethan philosophirt dieses engherzige Blatt, .und auf diese Weise machen die ForeignerS von der amerikanischen Freiheit Gebrauch " ES unterlaßt eS natürlich, zu bemerken. daß die amerikanischen RowdieS doch ganz andere Kerle flnd, daß die sich nicht mit ein wenig Prügel oder einer Stich ?unde zufrieden geben, da muß gtschos sen werken, daß eS nur so kracht. DaS ist der Unterschied. Selbstmord einer melancholischen Wittwe. ffrau Lucy WeekS. eine Wittwe No. 53 Harnson Straße wohnhaft, beging gestern früh Selbstmord durch (.toroform. Sie war 42 Jahre alt und hin terläßt keine Kinder. Ihr Gatt, starb letzten Sommer und seitdem war sie schwermüthig. Sie hatte mittlerweile schon zwei erfolglose Selbstmordversuche gemacht Snmsta,! Nacht sagte sie irer Nach barin, daß fall 3 man sie am nächsten Tage nicht lebend finden solle, man sich nicht darum kümmern brauche. Sie halte ein Testament hinterlassen, in welchem sie $60 für i)re Beerdigung aulsedte. Harugari Sangrchor. Herr Ernst Knodel.Dirigent deS Harugari SängerchorS wurde gestern Vormit' tag in der Probe überrascht, indem ihm Herr Wm. Johann im Namen deS Vereins a!S Weihnachtsgeschenk eine vrachtvolle goldene Nadel in Gkstalt einer Lyra umgeben von einem Kranze überreichte. Hr. Knödel dankte in einigen wohl angebrachten Worten. Am Abend feierte der Verein sein WeihnachtSsest in der Mozart Halle; die Kinder führten eine Polonaise auf und wurden reich beschenkt. Die Sänger sangen einige Lieder und Jung und Alt amüstrte sich auf'S Beste. Der Besuch war ein außerordentlich guter. Qa war die VoliZ'i '! Der Teppichweber Conrad Wörner lic fette am Freitag Abend an der Nord Pine Straße einen Teppich ad und zog das Geld dafür ein. Dann ging er in ein Wirthshaus, wo er ein G!a8 Bier trank. Beim Bezahlen ließ er sein Geld Zehen und ein Loafer schlug ihm vor, mit ihm zu würfeln.' DieS verweigerte Wör ner und ging weg. AIS er noch ungefähr einen halben Block von Washington Str. entfernt war, sprang plötzlich Jemand aus ihn zu und gab ihm einen Faust schlag inS Gesicht mit solcher Wucht, daß er bewußtlos niederfiel. Nach einer Weile kam er wieder zu sich, der Spitzbube aber war fort und Wörner, der sehr stark blu tete.'gittg heim. Wörner trug zur Zeit zwei Paar Hosen übereinander und sein Geld hatte er in die untere Hose gesteckt. Da fand e der Spitzbube nicht und Alles, was der Schurke erbeutete, waren zehn Cents. Verlangt Mucho'S vest Havanna Uigara". Die Auswahl ist groß und billig in Kappen. Handschuhen, Unterkleidern u. s. w. bei John Rosenberg, 196 Ost Washington Str.
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l OHdclcTI 0 nu 3iy brilliant. Die frei Oonntagsschule. Gesteen Nachmittag fand in der Lyra Halle ein Fest sür die Kinder der freien SonntagSschule statt, welche? Zeugniß dafür ablegte, daß die Schule sich in blühendem Zustand bisindet und daß die freisinnige deutsche Bevölkelung sich eine? vorzüglichen Institut? erfreuen kann. DaS Fest war speziell sür die Kinder arrangirt aber auch die Großen freuten und amüsirten sich. In der Mitte deS SaaleS prangte ein großer geschmückter Baum und vor der Bühne hatten die verschiedenen Klaffen und die Lehrer und Lehrerinnen Platz ge nommen. Herr Herrman Lieber war durch Un Wohlsein verhindert, die Festrede halten zu können und in Flge dessen richtete Herr Vonnegut, fr. eine kurze Ansprache an die Versammelten. DaS Programm bestand auS Gesang und deklamatorischen Vorträgen von Kin dern und Erwachsenen. Jra.u Nannte Vonnegut sang ein deut scheS Lied mit sehr viel Ausdruck, die Lyra hatte eine Gelangnummer übernommen und gefiel damit sehr und Frl. Julia Schnull spielte auf dem Klavier mit große? Fertigkeit. DaS Turner.Orchester lieferte die Musik, und die Herren Bender und Krull, welche sich um die Schule außerordentlich verdient gemacht haben, leiteten das Ganze. AIS der musikalische Theil des Programms zu Ende war folgte der schönste Theil süe die Kmder. nämlich die Bescheerung. Jedes Ktnd erhielt ein Ccrap-.Buch (ein Album in welches Bilder eingeklebt werden) und eine hübscht Düte mit Zuckerzeug. Dasür überraschten die Kinder ihre Lehrer undLehrcrinnen auch mit hübschen BouquetS. Den Schluß des hübschen Feste! bis bete ein kleines Tänzchen für die Kinder. Aon dem blühenden Zustand der Schule zeugt die Thatsache, daß dieselbe setzt von MO Kindern besucht wird. VNltzet'Gertchk. Conrad l5llinl wnede wegen Friedens störung bestraft. ' Frank Gisler und George Stahl mußten je $10 Strafe und die Kosten bezah len, weil sie am Weihnachtltage geistige Getränke verlaust haben. Florence JoneS mußte $25 und Kosten sür einen Affen bezahlen. Augustus Samyer hatte seiner Frau eine tüchtige Tracht Prügel zu Weihnach ten belcheert. der Mayor bescheerte ihn dafür mit einer gehörigen Strafe. Moses Johnson wurde wegen eineS thätlichen Angriffs, auf Wm. Browning inS Arbeitshaus geschickt. Uui ira Oectär30fe3. Erimina .Gericht. George Wood deS KleindiebstahlS an geklagt, bekannte sich schuldig. Der Richter will erst morgen sein Urtheil sällen. Daniel JllS. deS Einbruchs und Großdiebstahls angeklagt, wird prozessier. Er ist beschuldigt in Sarab C. Birdged'l Hau? an Nord Illinois Straße ringe brochen zu fein. Freihandel. Die Reduktion der Jnlandsteuern und die Befreiung-der Medikamente von Be steuerung. ist unzwetfeldaft den Consu menten zu Gute gekommen, und hat den Fabrikanten eine große Last abgenommen Besonders ist dies der Fall mit GreenS August Flover und Bofchee'S deutscher Syrup. da die Reduktion von sechs und dreißig Cent? per Dutzend eine Ver größerung der Flaschen zu? Folge hatte, in denen sich diese Mitte! befinden. 1o daß in der 75 CentS Flasche ein Fünftel mehr t DaS August Flower gegen Dysptpsta und Leberbeschwerden und der. deutsche Syrup gegen Husten und Lungenleiden haben vielleicht den größten Verkauf von allen Midi zinen der Welt. Der Vortheil der gröberen Flaschen wird von den Kranken und Leidenden aller Orte und Städte in ivilisirten Ländern wohl gewürdigt. Musterflaschen für 10 CtS. bleiben in derselben Gtöße. . ES lohnt sich, einen Cquare auS dem Wege zu geben, um die BargainS in Büchern. Spielsachen, Spielen etc. etc u sehen. Jndiana Paper Co.. 21 Ost Maryland Straße.
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Die tndlvtkueüe Freiheit. So lautete das Thema, welches gksterN Abend unter den Auspizien der sozia listischen Sektion vor einer ziemlich zahl reichen Versammlung diSkutirt wurde. Herr Philip Rappaport reserirte über das Thema. Er wies in längerer Rede nach, daß der Vorwurf, welcher ron Gegnern des SozialiSmuS den Sozia listen häufig gemacht werde, daß nämlich der SozialiSmuS die individuelle Freiheit aufhebe, vollständig unbegründet fei Gerade unter heutigen Verhältnissen, unter denen in allen Lag?n deS Lebens der unerbittlichste Zwang ausgeübt wird, könne die individuelle Freiheit nicht ge beiden. Gegewärtig fei absolut gar kein Raum für die individuelle Freiheit vorhanden. Heutzutage ersticke die Sorge um da? tägliche Brod jeden freiheitlichen Tried im Menschen. Der Mensch komme aus bei Welt, ohne vorhtr darum befragt zu werden und darin läge vielleicht nicht BemerkenSmertheS, wenn es nicht in gewissen Staaten deS freien Amerika so gar bei Zuchthausstrafe verboten wäre, sich selbst auS dieser 'Welt, in der eS wohl Manchem nicht gefällt, wieder fortzumachen. Redder sagte, er wolle hier nicht untersuchtn ob der S lbstmord ein Akt des' Muthe oder ein Akt der Feigheit sei, aber er glaube, daß der Mensch wenigstens die Freiheit über sein Leben zuersügen für sich beanspruchen könne. Und indem er aus die Unfreiheit im Erwerbsleben zurückkam, sagte er, daß schon in vielen Füllen selbst dem zarten Kinde die Freiheit, sich seiner Jugend zu freuen, geraubt werde. DaS Arbeiter kind werde schon in früh'ster Jugend in die Fabrik geschickt, die Talente die viel leicht in ihm schlummern, werden ver kümmert, es muß arbeiten sür'S tägliche Brod und man könne wahrhastig nicht behaupten, daß eS freier Wille von Sei ten des Vaters oder der Mutter fei, dies geschehen zu lassen. ES sei der Zwang, die Sorge um das tägliche Brod. Ist der Knabe dann erwachsen und zum Mann herangereist, dann ist eS ihm in den meisten Fällen unmöglich, sich aus dieser Spöhre herauszureißen, denn nun muß er erst recht
schaffen und schaffen um sür sich und für die Seinien zu sorgen. Man sagt wohl er hat ein Recht zu arbeiten was er will und wo er will. eS steht ihm frei gar nicht zu arbeiten, ja freilich steht ihm. das frei, eS steht ihm auch frei zu verhungern, wenn er sich nichtdem Zwange, 10 Stunden des Tag? zu arbeiten, fügen will. Redner erging sich auch des Längkren über unser verkehrtes Rechtsversahren. welches von dem Grundsätze ausgehe, daß der Verbrecher bestraft werden müsse, wäh rend doch die Wissenschaft unwiderleglich nachgewiesen habe, daß der Mensch keinen freien Willen habe und daß sich daher die Gesellschast wohl Verbrechern gegenüber zu schützen habe, daß sie aber kein Recht habe sie zu bestrafen und dies sogar mitTodeSstrose. wie das heute noch vielfach geschehe. Herr Albert Grummann sollte Herrn Rappzport mit einer kurzen Rede, in welcher er nachwies, dzß das. waS wir beute Freiheit nennen eigentlich Willkür sei, ausgeübt von einigen Wenigen ge genüber der großen Masse deS Volke? und gestärkt durch das heutige Profi'sysiem. Die Herren Eonrad Bender. Karl Hoff mann und Kar! Haupt betheiligten sich ebenfalls an der Besprechung, Hoffmann in seiner urkomischen Weise. Zum Scklusie sprach noch Herr Paul Janke. Er sagte, dß während seine Vorredner namenilich den Mangkl an individueller Freiheit aus dem wirthschastlichtn Gebiete nachgewiesen, er versuchen wolle, die sogenannte politische Freiheit, welche wir hierzulande haben, zu beleuchten. Er kam dabei auf die jüngsten Wahlen zu sprechen, und beleuchtete in trefflicher Weise die Wahlschwindeleien, durch welche das Volk wie gewöhnlich um da Resultat seiner politischen Freiheit betrogen .wurde. Und doch glaube der Amerikaner, daß Amerika da? Ideal der Freiheit sei. Er dünke sich geheuer groß, weil er mit 21 Jahren seine Stimme abgebe, und beschimpfe die Ausländer, welche es wagen, diese sogenann ten Freiheiten, welche man hier genießt. zu kritisiren. Für den Amerikaner seien die hiesigen Wahlen derJdealgegriff aller Freiheit, trotzdem man heute sich erst ver anlaßt sehe. Gesetze zu machen, durch welche die Wahlen regulirt werden. Gegen die .ForeignerS". die Alles bester wissen wollen, und namentlich gegen die bösen Sozialisten toben die kapitalistischen Zeitungen, aber die KnightS. of Labor werden schon glimpf sicher behandelt, weil der. Führer derselben ein Ilome wlent" sei. Die Arbeiter, welche in Europa dem Despotismus ent fliehen, haben sich hier in der Person Powderly'S einen Despoten aufgehalst der bester bezahlt wird, als mancher kleine Fürst, und den Arbeitern ge radezu vorschreiben will, waS sie thun und waS sie lasten müssen. DaS bürft Ihr nicht thun und JeneS dürft Ihr nicht thun, sagt Powderly. Er verbietet ihnen Geld zum Prozeß der verurtheilten Anarchisten zu sammeln, während doch die Richmonder Convention selbst das Urtheil alS ein ungerechtes, parteiisches bezeichnet hat. Jetzt will er den Arbei tern auch noch das Trinken verbitten, denn lagt 4i, der SchnapS ist namentlich an Eurem Elend schuld. Er sagt dieS ohne Rückstchk darauf, daß viele Tausende von Arbeitern direkt und indirekt durch die Getränkefadrikatlon ibrBrod erwerben und daß Diejenigen welche geistige Ge trän't im Uebermaß genußen, nur die Ausnahme bilden. Powderly ist nach meiner Meinung
Stets verkaufe, auch spezieller Verkauf. tfu? unseren Feiertags . Verkauf diese Woche stellen wir die gewöhnlich: Anzahl von Bargains aus. Mäntclprcisc ermäßigt. Wir halten noch immer die Preise von Mänteln niedrig. Es wird unS stets lerchter, dies zu thun, da daS Lager immer kleiner und kleiner wird. Andere Preißermäßigungen. Noch eine Partie von LadieS Cloth 6J4, noch eine Partie von Kleider Ginghams 5c, werth 12c. Diese speziellen Preise sind nur für Freitag gültig, bis die Waaren verkauft sind. Also kommt zeitig. Der Laden ist am Donnerstag und Freitag Abend geöffnet. .S.AWööGo. I ZV T I AN A Trust & Safe Deposit COMPANY. Fächer und Abtheilungen zu vermiethen in unserm gegen Feuer und Einbrecher gesicherte QtWht. Wertbsacbeu irgend welcher Art können da avfgehobeu wer den zu Preisen von $5 die $25 per Jahr. 84 H Z3arket Straß,. Wir verkaufn zum GSöSlAfsyV6W Unser ganzes Lager von Tascden- und Stand - Nbren, Nlsqen, Ohrringen, Armbändern, SpiHeunadeln, gvldenen Orillen, Haarketten, Manschettenkuöpsen, u. s. w. AlleS sebr billig LkM.LornIlvIzr & Co. Juweliere. (Nachfolger von August Mai.) No 43 Cud Illinois Olr. sagte der Redner, nicht sowohl ein Ar beitersührer alt ein Werkzeug der Ka pitalisten.Die AuZsübrungen sämmtlicher Redner wulden sehr beifällig aufgenommen und der Abend war belehrend und genukreich zugleich. Der UntekstützunSvertin deut scher ffrauen -No. 1 veranstaltet am 10. Januar einen groeen Maskenball. Mucko'S Ctaarrenladen befindet sich in No. 199 Ost Washington Straße. Während am Samstag Abend in der Tomlinsonhalle ein Ball stattfand, wurden auö der Garderobe die Ueberröcke im Wholesale gestohlen. Zu den besten JeuuAerftcherungS Geschäften deS Westen? gehört unbe dingt die .Franklin von Indianapolis Ihr Vermögen beträgt 5320.000. Diese Compagnie repräsentirt die Northvestern National- von Milwaukee, Vermögen $1,007,193.92 und die .Geraan Ameri ean" von New Pork deren Vermögen über Z3.095.029.69 beträgt, fferner re präsentirt sie die .ffire Affoeiation os onvon, vermögen $i,0(X),(XX) und die .Hannover of New York" mit einem Vermftrtn ftnntf) 7mnm 7M tt V D v wm vv,ww, .MkUlllttll ist namentlich deshalb zu empfehlen, weil fle nicht nur bmtge Raten hat, sondern Stil außer den regelmäßigen Raten, auch bei großen Verlusten kein Vuf schlag erfolgt. Herr Htkan T. Brandt, ist Agent rar dte hiesige Otadi und Umaeaend Catanh tritt in dieser Gegend deS Lande? häusiger ein, al? alle anderen Krankheiten zusammengenommen, und wurde seit Jahren sür unheilbar gehalten. Lange Jahre erklärten Aerzte die Krank heit sür eine Lokalkrankheit und verschrie den örtliche Heilmittel. Da aber keine? derselben anschlug, erklärten sie die Krankheit sür unheilbar. Die Wissenschaft hat bewiesen, daß Catarrh eine Erkrankung des System? ist und darnach behandelt werden muß. .Hall'? Catarrh Cure'', fabrizirt von F. I. Cheney k Co., Toledo, O.. ist da? einzige Heil Mittel zur Zeit im Markte. E? wird in nerlich in Dosen von 10 Tropfen aus einen Theelöffel genommen. E? wirkt direkt auf da? Blut und da? ganze System. Hundert Dollar? werden sür jeden Jall offerirt, in dem e? keine Heilung herbeiführt. Zirkulare und Zeugnisse stehen zur Verfügung. ff. I. C !e n e y k Co., Toledo. O. In der Apotheke zu 75' Ct?. derkauft.
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