Indiana Tribüne, Volume 10, Number 94, Indianapolis, Marion County, 22 December 1886 — Page 2
-v-t; ribüne. Erscheint Füglich uud S onntsgs. rVttlli4t .Irillnt- kostet du?ch den Xslitiil Ctntl pif Bs3t, tU Sonntag , Tritt A Cimil ptf B9. t . VN Si!2t U BSl9l)Uf 15 S9t. pl Qfüttt 120 O. Marlzlaudßr. Indianapolis, Ind., Sr2 Dezember 1886. Cin socialistisckeS Unternehmen. Im Jahre 1849 wanderte Dr. Franz Gerau, der im Jahre 1827 in Wiesba den am Rhein geboren war, nach Ame rika aus und ließ sich in Brootlyn, N. A. nieder, wo es ihm im Lause der Iah' re gelang, sich durch Fleiß und Spar samkeit ein kleines Vermögen zu erwerden. Er war ein eifriger Socialist und brachte es zu Stande, etwa 60 Gesin nungsgenossen in seiner Nachbarschaft zur Bildung eines socialistischen Vereins iu beweaen. der aeaenwärtia etwa 140 Mitglieder zählt. Unablässig bemüht, seine Ideen weiter zu verbreiten und in's Praktische überzuführen, verfiel er auf den Gedanken, eine großartige Halle zu bauen, die lediglich von armen Arbeitern - gebaut und zum ausschließlichen Nutzen der arbeitenden Klassen bestimmt sein sollte. Der Doctor besaß an der Myrtle Straße in Brooklyn fünf große Bau Plätze, von denen drei unbebaut waren, während sich auf zweien sein bescheidenes Wohnhaus befand. Im Frübjahr 188 1 überraschte er die Mitglieder seines Ver eins mit der Ankündigung, daß er seine drei leeren Bauplätze dem Verein schen ken wolle, wenn derselbe sich verpflichten würde, auf denselben eine Arbeiterballe zu errichten. Der Plan und die Scheu kun fanden enthusiastischen Beifall. Sosort begab man sich an die Arbeit,um das zum Bau der Halle nothwendige Geld aufzutreiben, da der Verein selbst keinen Cent in der Kasse hatte. ES wurde eine neue (Konstitution angenommen, die es auch nichtsocialistischen Ar beitern ermöglichte dem Verein beizu treten, und an alle deutschen Vereine und Logen wurde ein Rundschreiben mit der Bitte gerichtet, daS neue Unter nehmen durch (Geldbeiträge U. f. w. zu unterstützen. Es flössen denn auch bald von Verei nen und Einzelpersonen Summen im Betrage von 10 Cents bis 10 Dollars ein, und der Anfang war gemacht. Dann lie -der Verein Vittkarten" drucken, auf .welchen der weck der Geldsamm lung in deutscher und englischer Spracbe mit kurzen Worten geschildert wmde. -Darunter waren mehrere Reihen dicker schwarzer Punkte gedruckt mit der Bestimmung, cafc ein Stecknadelstich durch ei.ea dieser Punkte nur gegen Bezahlung eines Beitrags von ." Cents zu dem Bausonds gestattet sei. Jedes Mitglied des Vereins, sowie die Agenten desselben - hatten derartige Karlen bei sich und ammelten S'.ecknadelstiche und Nickel ; bei der Ablliserunz der ar:en an den Fr nan;sccretärmuöten von den Sammlern für jeden Ssiich" fünf Cents zur Kasse abgeliefert werden. Diese originelle Idee, Bertrage zu sammeln und zu con irolliren, fand allgemeinen Beifall, und bald bega, n das Geld, wenn auch vor in kleinen Summen, in den Bau sonds zu slleven. iowie emrge Hundert Dollars d.r waren, wurden sie sofort zum Bau verwendet, und rast jedes Ulcal dalf Dr. Gerau , ach, rndem er soviel Geld hergab, als er aeraöe in der Tasche batte. So gab er allein an baarem Gelde zu dem Bau über S3000 her ; als er seinen letzten Bettraz abneserte, betrug sein ganzes Vermögen nur noch fünf Tollars. Es fehlte noch immer an Geld, und der Doctor aab auck feinfmiiS und seine beiden letzten Bauplätze her, um den Bau zu fordern, nur stellte. die Bedingung, - - - ij - , - " ------ daß er in dem Hause noch fünf Jahre lang wobnen dürfe. Dann wurde Geld auf zinsfreie Actien, jede Actie zu 55, resp. 51, von den Freunden des Vereins geliehen, bis im Ganzen etwa 513,000 bis 514,000 gesammelt waren. Auch dieses reichte nicht, und der Bierbrauer Lrebmann gab wertere 814,000 gegen tt Procent Zrnsen und erne Hypothek aus das gesammte Eigenthum her, und nach rastloser Arbeit war man endlich so wert. daß das neue Arbeiter-Lrceum" so heißt das Gebäude am Danksagüngstage des Jahres 1882 eingeweiht werden konnte. Heute besitzt die Arbeiter-Lyceums-Atsocratron ern Vermögen im Werthe von mindestens $43,000, auf welchem eine Schuldenlast von nur 019,000 rubt. DaS Lyceum" ist ein solider Holzbau von vier Stockwerken, 75 Fuß breit und V0 Fuß lang. ES trägt vorn an der Straßenfront einen hübschen Thurm und n ..- . 'i ? . ill mrr zaorreuyen Vottsniyereien ver ziert. Hinter dem Gebäude befindet sich ein aeräumiaer, mit Weinlauben u. s. w. Ausgeschmückter Garten, in welchem die Bäste deS Hauses sich an heißen Som merabenden aufhalten können. Im Innern ist daS Gebäude äußerst prakrisch eingerichtet. Im Basement enthält es einen kühlen Bierkeller und , eine geräumige Küche ; im Erdgeschoß besinden sich außer der Wohnung des Zanitors die " Wirthschastslokale und Speisezimmer ; im zweiten Stock ist der große Ballsaal, in welchem zur Winters zeit auch theatralische Vorstellungen statt finden, eine mit allen nothwendigen Ge räthschaften ausgerüstete Turnhalle, ein unkleidezrmmer für Damen, erne Bar" und ein als Kmdcrgarten benutztes ge räumiaeS' Schulzimmer. . Im dritten . Stockwerk besindet sich eine Schule für größere Kinder, in welcher Unterricht im t m v e r r t Deutschen uno ngrrsqen, rnr ercynm, Nusik und in allen anderen gewöbnlichen Schulfächern ertheilt wird; nebmbei lernen i? Kinder turnen uno die Mädeben speciell verschiedene Handarbeiten. Urn Dienstag und Sonntag wird sogar Unterricht im ithersprelen ertheilt. DaS monatliche Schulgeld für ein Kind beträgt 81, für zwei Kinder aus dersel Un Familie 51.25. Die Schule wird von 150 Schülern besucht, . deckt jedoch noch nicht ihre Unkosten und muß von m i i r r r rr r i dem verein ourcy uscyusse ausrcyr er halten werden.
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iAtil Llttteii Tttckwcik kiknoi! Iid tiH großes Lögenzimmer für den freien Gebrauch von Arbeitervereinen; Logen und andere, nicht lediglich auS Arbeitern be stehende Vereine muffen für die Benutzung der Räumlichkeiten im Hause Mie tbe befahlen. Die Halle wrrd von Lo gen und Vereinen so fleißig benutzt, daß an manchen Tagen bis fünf ver schieden? Versammlungen in ihr statt senden. Die ursprünglichen Mitglieder der al ten socialistischen Section waren sammtlich Deutsche, und zwar vorwiegend Ciaarrenmacher, Schneider und Züchter. . o. i.t . ''tucy retzt vefley: oie vceum Assocra tion" zumeist aus Älcitglledern dieser Profeffionen, obgleich auch einige Zei tungsdrucker und Maschinisten jetzt zum Berern gehören. Gegenwärtig sind die Letter des Un ternehmens damit beschäftigt, im Lyceum eine Volksblbliother zu gründen,wodurch die Nützlichkeit der Anstalt nur noch er .i. ri . ' rr . hoyt werden wrrv. Brsonoers rm om mer ist das Lyceum ein beliebter Aufent baltsort sür die deutschen Arbeiter Brooklyns. In dem großen Garten" betindet sich erne geräumige Plat orm zum Tanzen, welche im Sommer fleißig i ... i m - . ntT- w benutzt wlro, oa arsoann zeoen Lioeno in dem Garten Concerte veranstaltet werden. ?catürlrch fehlt es nicht an er ner Kegelbahn, an Billardtischen u. s. w. Das Arbeiter-Lvceum" ist kein Experi " ' . r r ment mehr, sondern va: si vereus eine solide Grundlage gesichert. Dank der Jni tiactive seines Wodltbäters Dr. Gerau und der unermüdlichen Thätigkeit der Vereinsmitglieder. Wandernde Srüdte. Die kleine Stadt Arbordale in Ne braska war eben im besten Ausblühen begriffen. DieBürger der Stadt wußten, dav demnächst erne neue Eisenbahn ihren Ort durchschneiden werde, und dies bewog natürlich viele fremde Leute, sich gleichfalls in Arbordale niederzulassen. Jedermann rechnete mit Bestimmtheit darauf, daß die Stadt zu einer Eisen bahnStatron gemacht werden würde. Endlich war die Stadt ihrem Ziele nahe: die Cesenbahngeleise wurden gelegt, und man wartete nur noch auf die Errichtung des Bahnhofs und der anderen, zu einer Station gehörenden Gebaultchlerten. Die Tage vergingen, und die Eisen bahn -Gesellschaft machte noch immer keine Anstalten, mit dem Bau der Sta Uon anzufangen, obgl.ich die Geleise schon weit über die Grenzen von Arbordale gelegt worden waren. Wie groß war der Schrecken, als die Bürger in Erfahrung brachten, eine Farm, mehrere Meilen weit von der Stadt, sei von der EisenbahnGesellschaft angekauft und zu einer Station bestimmt worden : Eine Deputaticki von Bürgern d?r Stadt begab iu c.us drn Weg, um mit den Leitern des Babnbaues ein ernstes Wort zu sprechen. Die Bürger versuchten es erst im Guten, die Eisenbahnler zur Vernunft zu bringen, dann wurden sie böse und drobten, ganz Arbordale werde der neuen Bahn die Kundschaft entziehen und sie dadurch ruiniren, die Leute von der Eisenbahn jedoch lackten nur und sagten, sie gäben um ganz Arbordale keinen Deut. Die Station werde auf der Farm stehen, und nirgendswo anders. In zwei Wochen war fast ganz Arbordale auf Rädern. Die ganze Bürgers schaft machte sich bereit, nach der neuen Starion umzuziehen. Zuerst wurde das Hotel auf Walzen gepackt und langsam nach dem Platze geschafft, den der Eigern thümer für tbeures Geld neben dem neuen Zukunftsdepot gekauft hatte, dann folgten die'Saloons und die Concerthallen, hinterdrein machte sich das Schulbaus auf den Weg, und dann kamen die Privathäulcr. Das letzte Gebäude, wel ches die Wanderschaft mitmachte, war die Kircke: von ganz Ar bordale .waren rur die Löcher übrig geblieben, die den Bürgern früher als Keller gedient hatten. Der Berg hatte nicht zu dem Propheten kommen wollen, und so hatte der Prophet zu dem Berge kommen müffen. Aehnliche Beispiele von wandernden Städten gibt es nicht allein im Westen, sondern auch in anderen Landeetheilen die Menge. Natürlich geboren dazu immer zwei Factoren : die kleine Landstadt, die noch nie eine Eisenbahnverbindung gehabt hat, und eine Eisenbahn, in deren Interesse es liegt, derartige Städte zu ruiniren. Die Spekulation ist für die Eisenbahn sehr einfach. Sie weiß genau, daß die Stadt nicht ohne sie bestehen kann. Durch Unterhändler wird in nickt allzuweiter Ent fernung von der Stadt für billiges Geld eine entsprechend große Landstrecke gekaust und in Baulots ausgelegt. Dann wird auf diesem Lande das Depot ge baut. Was sollen die Städter tbun ES bleibt ihnen nichts übrig, als tief in die Tasche zu greifen, am Depot sich eine oder mehrere ots zu kaufen und mit Haus und Hof nach dem neuen Besitzthum überzusiedeln. Die Eisenbahn abcr hat ein gutes Geschäft" gemacht! Südamerikanische Pferde. Trotzdem die Eisenbahnen mehr Arbeit übernommen haben, als jemals die Pferde besorgen konnten, hat die Nach frage nach Letzteren keineswegs nachge lassen. Ueberall im Westen Europas, in Deutschland, England, Frankreich,Oester reich s. w. ist die Nachfrage nach Pfer den größer, als das Angebot ; auch in den Ver. Staaten und in Canada sind die Pferde im Verhältniß zu anderen Hausthieren sehr theuer, ein Zeichen, daß sie durchaus nicht rm Ueberfluß vorham den sind. ES wird gegenwärtig bereits davon gesprochen, Pferde aus Central und aus Süd-Amerika nach den Ver. Staa ten und nach Europa zu importiren. Fast daS ganze spanische Amerika ist mit Pferden förmlich überschwemmt. Es. gibt dort Gegenden, wo beinahe jeder er wachsine Mann fünf bis zehn Pferde besitzt, während jede Frau und jedes Kind mindestens ein Pferd ' ihr eigen nennen. In Patagonien herrscht ein solcher Ueberfluß an Pferden, daß Jeder mann sich so viele dieser Thiere hält, wie er nur will, und doch streifen noch ganze Heerden verwilderter Pferde auf den Prairien herum. Die wilyeu Pferde lassen sich sehr leicht
urt lihd M setjl üeletzttz, iö töhni sich aber selten für Jemand der Mühe, sich welche zu fangen. Sie haben ein fach keinen Geldwerth, trotzdem sie aus guter spanischer Nasse stammen. Auch in Central-Amerika gibt es sehr viele und billige Pferde. Sie sind allerdings nur klein, wie die texanischen Ponies, aber sehr kräftig und ausdauernd und begnügen sich das ganze Jahr hindurch mit demFutter, welches draußen in Wald und Prairie wächst. Sie vermeh ren sich ungemein schnell, da sie fast niemals von Menschen zur Arbeit verwen oet weiden. Für manche Zwecke in der
civilisirten Welt" sind sie allerdings nicht zu verwenden. So würde es kaum möglich sein, sie für Artillerie' oder schweren Cavallerie Dienst zu benutzen, auch wären sie als Lastlhiere zu klein. Doch geben sie sehr gute Arbeitspferde für die Farmer ab und eignen sich ganz ausgezelcknet zur Kreuzung mit edleren Nassen. In diesem Jahre ist bereits eine große 'Anzahl serner Hengste aus England und Schottland nach Süd Amerika gesandt worden, und im nächsten Jahre will man dorthin noch mehr Zucht Hengste schicken. Auch in den meisten Provinzen Au straliens hat man an Pferden Ueber fluß. !or vielen Jahren wurden dort hin schwere Last und Nassenpferde importirt, welche sich in dem günstigen Klima und bei reichlichem Futter ungemein schnell vermehrten. Es herrscht kaum ein Zweifel darüber, daß in nicht allzuferner Zeit besonders Süd'Ameri5a berufen sein wird, die Län der Europas und Nord Amerikas mit Pferden zu versorgen. Das Klima SüdAmerikas ist für die Pferdezucht sehr günstig ; Futter ist überall reichlich vor Handen und kostet nichts, und auch die Arbeitskosten sind dort nur gering. Als noch die langsamen Segelschiffe den Ver kehr zur See vermittelten, wäre die Aus suhr von Pferden aus SüdAmerika allerdings ein kostspieliges und gewagtes Unternehmen gewesen, gegenwärtig aber bieten die schnellen, geräumigen Dampfer eine gute Gelegenheit, derartige leben dige Frachten für billiges Geld aufweite Entfernungen hin zu befördern. Wieder einmal Boulanger. Der zweite December, schreibt ein Pariser Correspondent der Köln. Ztg." unter dem genannten Datum, der Tag der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz von 1805, der Tag des Staatsstreichs von 1851, der Tag, wo 1652 der neue Sou verän unter dem Titel Napoleon III. feierlich Einzug in Paris hielt und die Tuilerieen bezog, ist den französischen Republikanern so aus dem Gedächtnisse verschwunden, daß heute kein Hahn mehr danach kräht, auch der gallische nicht. Und doch hätte daS französische Volk wohl Ursache, die ernsten Lehren, die ihm der Sieger von Austerliß als Eroberer und deffen Neffe als Prosectenmachcr kür In- und Ausland gebracht hat, zu beachten. Wie damals dem ersten und dann dem dritten Napoleon zugejauchzt wurde, so jetzt, und aus denselben un klaren Gefühlen. zu demselben Zwecke, dem General Voulanger. Wenn s Ausland noch immer zögert, dresen wun derlichen Heiligen, dem der Herzog von Aumale das Gepräge aufgedruckt hat: ,,)uter oldat, aber gemein," ern t zu nehmen, so ist dies längst nicht mehr der Fall in Frankreich selbst. Boulanger wird Mit jedem Tage ernster genommen, man traut ihm die Herstellung Frank reichs in seinen alten Grenzen" voll ständig zu. Was die ..Revanche tagn, waS Teroulede in den Sitzungen der Patrio tenliga wöchentlich über jenen Fahnen träger" der Rache fabelt und faselt, ist leichte Waare : aber ern sehr ui beach tendes Anzeichen von der steigenden Wer thung dieser Erscheinung ist die Vorliebe, die Clemenceau für den jetzigen Kr:e4mlNlster zeigt, und die Ehrfurcht, die dieser Schutz sichbarlich der Mehr beit einflößt. Die Budgetberatbung im Palais Bourbon ist recht eigentlich von diesen Verhältnissen beeinflußt. Der Fmanzminister Sadl Cainot wurde wie ein Schulbube bebandelt, Freycinet wird jeden Augenblick bis hart an die Mauer getrieben, welche Älehrhert und Minder heit scheidet.'und nichts weniger als ehr erbretig m semer Stellung als Conseils Präsident behandelt; Boulanger dagegen steht sichtbar auf gemüthlichem Fuße mit den Republikanern, macht Spatze, kurz, er ist der Mann des Vertrauens selbst bei denen, die seme Manieren, sem Ge schwätz und die Widersprüche in seinen Stimmungen und Auslastungen nichts weniger als bewundern. Der Temvs" spricht heute nur eine Wahrheit aus. wenn er sagt : Der Herr Krregsminr ster hat die honneur$" der gestrigen Sitzung der Teputntenkammer gehabt : die Capitel seines Budgets iourden fast ohne Weiteres angenommen; aus der Rechten wie auf der L i n k e n haben sich Redner erhoben, um zu erklaren, das sie sich ohne P a r t e r g e r st den pa triotischen Anstrengungen des Generals Boulanger anschließen." Impfzwang verlangt. In Budapest herrscht die Pockenepide mie in einem geradezu erschreckenden Gra de, dergestalt, daß selbst zur Zeit, alS die Cholera noch arassirte, dre Furcht der Bevölkerung vor dieser Krankheit weit aeringer war als der Schrecken, den die Pockenepidemie verbreitete. Jetzt Herr schen auch rn Wien die Blattern epide misch. Die ,,?!eue Freie Prcffe" nimmt daraus Anlaß, aus die Vortheile des im Deutschen vleiche geschlichen mpfzwanaes hinzuweisen. Was Wiener Blatt führt an, daß schon im Jahre 1877 in allen Städten von zusammen 7 Mill. Einwohnern nur 42 Todesfälle an Blat tern vorgekommen, während in Wien al lern in jenem Jahre öL3 Todesfälle an Blattern vorkamen. Mit Stolz citire die Medicinalabtheilung der Berliner Kriegsministeriums, daß seit des Revac cination die preußische Armee in sieben Jahren kiinen Verlust durch Pocken erlitten. Beim Besuche deS Billroth'schen Rudolphinums in Döbling habe der Stadtphysikus den Kronprinzen Rudolf auf diese Erscheinung aufmerksam ge macht, und nicht lange darauf sei der Revaccinationszwang in der. österreichi schen Armee eingeführt worden. Die Wirkung sei schon .jetzt eine erstaunliche.
Äälö kktti üuch iti Ui bsittttiHllche!! Armee die Pocken Epidemie aufgehört haben, die nach den vom Reginrentsarzte Dr. Zemanek in seiner neuesten Arbeit gelieferten Daten in den meisten Jahren zwischen 1870 und 1664 mehr als 1000, im Jahre 1873 mehr als 4000 Soldaten ergriffen hatte. Wenn nur erst, schließt
die Vk. F. Pr." ihre Ausführungen, in I i . "ii . - rr. i. x ni... ver ivuvevouerung Jpujc ouro? nevac cinationszwang geschaffen würde ! Wäh rend die Städte Deutschlands keinen oder 1 bis 2 Fälle ausweisen, müffen wir in Wien von einer Epidemie spre chen, ein Blatternspital jahraus jahrein IVW uf . Ä -iT: i 7 M erhalten, haben 1874 nicht weniger als 928, im Jahre 1875 ga? 1200 Todesfälle, in allen folgenden Jahren gewöhn lich 500 Todesfälle zu verzeichnen. Vom Inland e. Auf der Pensionöliste On kel Sams stehen 9L,000 Frauen. In Los Angeles, Califor nren, vtd em großer Lelcyenveroren nungkofen gebaut werden. AlleHäfen von TeraS sind durch Proklamation deS dortigen StaatSgou verneurS gegen Schiffe geschloffen, die auS Süd Amerika oder anderen Weltther len kommen, wo gegenwärtig die Cholera herrscht. Der Gouverneur will der Einschlaggung der Seuche beiZeiten vor beugen. Mehr als eineMillion Acker Land im mericanischen Staate Chihua bua ist dieser Tage von den bisherigen Eigenthümern in St. Louis und El Paso, Texas, an eme Gesellschaft von Captta listen aus Chicago verkauft worden, welche darauf eine große Viehfarrn an legen wollen. In New York wurde der Wirth Pierre Bernard von No. 23 New Street zu S150 Geldstrafe verurtherlt, wen er dre Wände seines LocaiS mit Bildern behängt hatte, die Anthony Comstock anstößig ' erschienen. Wegen desselben Vergehens mußte George Bitt ner $10 bezahlen. Eine tüchtige Frau ist die des Farmers Overbrouh, der in einem der wildesten Theile der Catskill.Berge rm Staate New Vork wohnt. Sie war auf dem Wege zu einer etwa eine Meile entfernt wohnenden Freundin und hatte zu dem Zwecke durch em dichtes Gehölz zu gehen, als ihr Auge auf ein Thier fiel, das sie zuerst für einen großen Neu sundländer ansah, der sich aber als ein ziemlich großer schwarzer Bär entpuppte. Schnell entschloffen, lief die Frau nach Hause zurück, holte sich ihres Mannes Jagdflinte, steckte vorsichtiger Weise noch einige ErtraPatronen zu sich und suchte den Bären auf, den sie beim ersten Schuffe verwundete und beim zweiten tödtete. Er wog 256 Pfund. Ueber einen t r a g i k o'm i s ch e n Vorfall wird aus Pittsburg berichtet: Auf einem Erpreßzuge aus Chicago be fand sich auch der in St. Paul wohn baste I. I. For. Als der Zug durch Allegheny City, sprang For, der glaubte, daß Jemand ihn berauben wolle, von dem Zuge und trug dabei so schwere Verletzungen davon, daß er nur noch blut uversiromr sich ausrassen und in ein nahes Haus laufen konnte. In diesem Hause war der Eigentbumer, I. Lock hardt, in derselben 3?acht gestorben, und um dre Leiche herum saßen cmige Nach baren versammelt, als der blutige Fremdling hineinstürzte. Ein sruchtba rer Aufruhr war die Folge. Die er schreckten Leute ließen schnell hie Polizei holen, und Fox wurde nach dem Hospr tal gebracht, wo man seine Wunden ver band." Philipp C l a y t o n, e i n in der Nähe von Marion, Arkansas, am Mo line Fluffe wohnender Farmer, war von seinen Nachbanr zweimal aufgefordert worden, die Gegend zu Verlusten, da er sich bei ihnen unbeliebt gemacht hatte. Er leistete der Aussorderung kerne Folge, und die Nachbarn faßten den Beschluß, ihn dafür zu bestrafen. Als er dieser Tage Abends bereits zu Bette gegangen war, wurde er vor sein Haus gerufen und erblickte vier berittene maskirte Männer, .die sofort auf ihn zu schießen begannen. Clahtons 18jähnger Sohn ergriff ein Gewehr und gab, um seinen Vater zu retten, auf dre Meuchelmörder Feuer, doch erwiederten sie dasselbe und ritten erst fort, als Vater und Sohn, Beide aus den Xoo verwundet, auf dem Boden lagen. Die Sterbenden waren nrcht rm Stande, dre Namen rhrer Mör der anzugeben. Inder Umgegend von Ed . l nn . M . waros, 2li,nislppl, waren seit einiger Zeit Agenten thätig, welche die Neger unter allerlei verlockenden Vorspiegeln gen zur Auswanderung nach anderen Staaten zu bewegen wußten. Jeder Bahnzug entführte rener Gegend Neger familren, welche anderswo ihr Glück suchen wollen. Die Gegend wird rasch entvölkert und manche Plantagen Be sitzer haben jetzt schon keine einzige Ne gerfamilie mehr auf ihren Plantagen. Die Kaufleute und Pflanzer befürchten solchen langet an Arbeitskräften, daß r?..?, .iri c. . i r sie vie nacysiernre rcrr ernyeunsenron nen, und sind daher über d!e Auswan derungs Agenten höchlichst entrüstet. Aus einer Maffenversammluna der an gesehensten weißen und farbigen Bürger . v . r..fir.(r... c et . . - ivuroe vesiossen, ore Auswanoerungs Agenten zu warnen, damit diese ihre Agitation entweder einstellen oder selbst die Gegend verlassen, widrigenfalls man ? v j. r . . I . f . r . i. w ' lynen uoei Milspieien wilv. Die gewaltigen Waldbrän de in den Wäldern Carolinas erstreckten sich fast von Wllmlngton rn Nord Caro lina bis auf fünf Meilen vor Cbarleston in Süd Carolina, also über Tausende von Quadratmerlen. Das Feuer ver breitete sich überall mit riesiger Schnei ligkeit. Dürres. Unterholz und düneö ras loderten allenthalben empor und hier und da auch eine Terpentinfarm, wo Tausende von angezapften Tannen bäumen von den Flammen vernichtet wurden und das aufgespeicherte Sa in dickem Rauch aufging, so daß die Sonne ein paar Tage lang wie eine blutigrothe Kugel aussah. Die kleineren Ortschaf ten und kleineren Gehöfte schienen nicht so viel gelitten m haben, da man dort. auf ein solches Ereigniß vorbereitet, das Unterholz rn der Nähe der Anwesen rern hart ; aber doch wurden manches Haus und viele Umfriedungen ein Raub'der Flammen.
r illfn , , , i . i iSiüi ütlanftMUbute' ucoti' raschung wurde dieser Tage dem jungen Jtorweger Niles Hansen Germansen in Castle Garden bereitet. Derselbe war vor drei Jahren eingewandert und ließ sich in Perth Amboy nieder. Von seiner damals 21 Jahre alten Braut Andrea Larsen nahm er mit dem Versprechen Abschied, sie, sobald er ihr eine gesicherte Existenz bieten könne, nachkommen zu lasten, und sie gab ihm ihrerseits das Versprechen, geduldig zu warten. Die Beiden tauschten seitdem Briefe mttglü henden Llevesbetheuerungen aus, und Nils, der sich mittlerweile eine gesicherte ebensstelluna erworben, schick? seiner Lebensstellung erworben, schickte seiner Braut vor Kurzem das nöthige Reisegeld und richtete eine hübsche Wohnung zu ihrem Empfange ein. Andrea traf mrt dem Dampfer Eider" in New Vork ein und ließ sofort an ihren Bräutigam telegrovhiren. Dieser kam denn auch im Castle Garden an, war aber sehr un angenehm überrascht, als Andrea rbm mit einem vier Monate alten Kinde auf dem Arm entgegen trat. Das Mädchen versicherte ihm zwar, rhre vor ernem Monat gestorbene Schwester.sei die Mut ter des Kindes, er wollte dies aber nicht so ohne Weiteres glauben und ersuchte die Marrone Eßlrnger, Andrea in ein scharfes Kreuzverhör zu nehmen, um den wahren Thatbestand zu ermitteln. Aon Frau Eßlrnger rn dre Enge getrreben, gestand das Äiädchen dann unter Thrä' nen, daß sie selbst schon Mutter gewesen. blieb aber ber der Behauptung, das von ihr mitgebrachte Kind sei ihre Nichte, ihr eigenes Kind sei gestorben. Diese Mittheilung erstickte in Nils die frühere Liebe und er erklär, nichts mehr mrt ihr zu thun haben zu wollen, ließ sich auch durch die flehentlichen Bitten und Thränen des Mädchens nicht erweichen und reiste ohne die Braut nach Perth Amboy zurück. Andrea wird nach ihrer Heimath zurückgesandt werden. Oom Auslande. Wir lesen im Bund": Im Jahre 1884 hat der Freiherr von Loe dem Kanton Graubünden sein ganzeS Vermögen, daS fast 420,000 Fr. be trägt, vermacht und daran zwei Bedin gungen geknüpft: 1) AuS dem Vermögen soll der Kanton Graubünden ein Armenspital errichten, 2) dem Testator eine Lebensrente von jährlich 21,000 Fr. bezahlen. Kurz darauf verschrieb der Wohlthäter dem Kanton auch die allfälligen Ersparniffe von seiner Jahres rente nach seinem Tode, weil er im Bündner Lande seine schönsten Lebensjähre zugebracht habe. Die Regierung nahm die Schenkung sofort in Empfang und baute das Spital nach Vorschrift. Im Jahre 1854 hatte von Loe sein Va terland Preußen verlassen, versehen mit einer - königlichen Entlassungsurkunde, ging nach Oesterreich und ließ sich dann in Graubünden nieder, ohne jedoch das Bürgerrecht zu erwerben. Hier verfaßte er auch sein Testament. Nach Grau bündener Gesetzen kann Jemand aber nur über ein Fünftel seines Vermögens verfügen, wenn er Seitenverwandte hat, und der Freiherr hat wirklich einen Pru der und eine Schwester, die natürlich nach dem Tode des Erblassers das Testa ment angreifen werden, sich auf die Graubündener Gesetze berufend, welche in diesem Falle maßgebend sind. Was thun ? Herr Hilty. Professor der Rechte in Bern, rieth der Graubündener Regie rung, der Testatcr solle das Bürgerrecht in einem Kanton erwerben, nach dessen Gesetzen er nach Belieben über sein Ver mögen verfügen kann, wenn er nämlich weder eine Wittwe, noch Kinder hinterläßt. Der Greis ging also im letzten Sommer nach Genf und ließ sich in Ca rouge nieder. Um jedoch in das dortige Bürgerrecht aufgenommen zu werden, bedarf es eines Aufenthalts von zwei Jahren im Kanton. Leider ist nun der Gesundheitszustand von Loe's ein be denklicher. Die Regierung von Grau bunden wandte sich daher am 23. Octo ber an den Bundesrath und beantragte Anwendung des Heimathlosengesetzes. Aus dem Bundeöpalast kam aber die Antwort, das genannte Gesetz sei in die sem Falle nicht zutreffend, weil nach dem deutschen Neichsgesetz vom 1. Juni 1870 von Loe nur in sein Vaterland Preußen zurückzukehren brauche, um seine alten öeimatbsrechte wieder geltend zu ma chen. Die Frage ist also bis jetzt noch nicht gelöst. Eine aufregende Scene hat die Concertsängerin Baronin Scotti Stahlfeld in Berlin in ihrer Wohnung in der FranzösischenStraße durchzu machen gehabt. Sie saß beim Abend tisch und ließ sich von ihrer Kammerfrau, die sie von Wien hatte kommen laffen. serviren. Als Letztere nach Beendigung des Soupers den Tisch abgeräumt hatte, erschien sie plötzlich tieder mit dem ab geräumten Geschirr in den Händen, und zwar mit völlig entblößtem Oberkörper. Geheimnißvoll bewegte sie sich zu ihrer Herrm und sagte mit unheimlichem Lachen und leiser Stimme : I bitt', Sie haben ja das Beste liegen lassen, essen'S schnell, sonst Werden's ganz na. Da bei deutete sie aus die auf dem Geschirr liegenden Reste. Baronin Scotti war sprachlos. Als aber die Person ihr blitzschnell zu Leibe ging, das Geschirr fallen lreß und ihr mit bebender Stimme rn das Gesicht schrie : Mein Gott, retten Sie sich, es regnet ja so furchtbar in's Zimmer," da erfaßte die Herrin eine unsagbare Angst,' denn sie war allein mit der Wahnsinnigen in der Wohnung. Mit Schaudern machte sie sich von dem armen Geschöpf los, erreichte noch die Thur, bevor ihr der Weg abgeschnitten. und jagte in Haus.oilette wie sie stand und ging über die Straße fort zu Bekannten, woselbst sie Mit dem Rufe: Gott, die Person ist verrückt worden," ohnmächtig zusammenbrach. Nachdem ein Arzt herbeigerufen, begab man sich in die. Wohnung zurück, wo die Verrückte in einer Ecke kauerte und sich deS Regens nicht erwehren konnte. Da die Person nicht gemeingefährlich erschien, wurde sie für die Nacht auswärts unterbracht. Anderen Tages aber wurde Jenni Domauia, so yelpr vie ungiua. I aX m! L r.lL &X liche, nach W)en zurückexpedirt, woselbst sie ihres ausfälligen Betragens wegen l W . 4 X t L l - . , von der Polizei sofort in Obhut genommen worden ist. . Man schreibt aus Thü ringen, 30. November: Wenn sich die Ssttmäbler der reichen, femiSmeckeri'
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von ouw maxi Avzlano genomrnen. : j stA liefern. Diegrokartlgexunnsammlung des Barons Rothschild,, der Ossi: 23 S. Pennsylvankattr. kürzlich in Frankfurt ftarb, soll Deutsch- ; Zndiauavoli,. Sud. ittnh rrhaUrn Mttfeen. Die ErbkN festBcst :
inlich die Absicht, die in zwei Partien ! getheilte Sammlung von Kunst, und: . V ' Alterthumkgegenständen, wovon. sich der eine Tbeil auf deri GüntherSburg, der i . andere ,m Hause am mam venndet, zu vereinigen und m der Stadt Frankfurt, nachdem ein dafür eigen nothwendiger Sau hergestellt vord:n,. ,ein Jedern:2NZ zugängliches Museum zu errichten.
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