Indiana Tribüne, Volume 10, Number 23, Indianapolis, Marion County, 11 October 1886 — Page 1

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- G7 00 Jahrgang 10. Ofstee : No. 120 Ott Mardland Straße. Harune 23.

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eneö per Telegraph. C3 e t ! i c u f i ch t e n Washington. D. C.. 11. OV. Schöne Wettn, stetige Temperatur Der AnarchistenpeozebChicago. 11. Okt. ES ist nicht wahrscheinlich, daß eine Entscheidung der Supreme Court vor nächstem Frühjahr erfolgt und der Gouverneur wird jeden falls darum angegangen, zum Zwecke der Appelletion dieHiurichtung auszuschieben. Die Vertheidiger brauchen wenigsten? ünf Wochen, um die nöthigen Doku mente herzustellen. ES wird allgemein anerkannt, daß die Verurtheilten sich wie Männer von Stahl benahmen, und ihre Haltung findet all gemeine günstige. Beurtheilung. Ja eS scheint sast, als ob die Verur theilten das Martyrium des HenkertodeS wünschen. Man sagt, dab Sherisf Hanchett des halb nicht wieder als Kandidat austrat, weil er vor der Möglichkeit die Verurtheilten hängen zu müssen, zurückschreckt. Brauer'L ock out. Detroit. 11. Okt. Die hiesigen Brauereideflder entließen ihre sämmt lichen Arbeiter, weil sie die Entlassung eine? Nicht'UnionmanneS verlangten. Eine Million. New Y or k. 11. Okt. Kalbfleisch & Söhne. Besitzer einer chemischen Fabrik sallirten mit einer Million. Ebttoriclles. Als Richter GarY m Chicago das Urtheil über die Anarchisten sprach, sagte er Folgendes : ..Die Jurd wurde nicht belehrt, dab sie die Angeklagten schuldig finden solle, wenn sie glaube, daß dieselben persönlich an der Bombenwerferei thetlnahmen, oder das Werfen der Bombe anriethen oder ermuthigten, oder Kenntniß von dem be absichtigten Attentate hatten, oder sonst dergleichen. Nicht auf den Grund hin, daß die Angeklagten irgendwie thatsäch uch an der Handlung theünahmen, welche den Tod der Polizisten zur Folge hatte. erfolgte d:e Berurthellung, sondern auf den Grund hin, daß sie n Allgemeinen durch Rede und Schrift leine große Klasse zum Morde aufreizten und dte Gelegen heit, die Zeit und den Ort dem eigenen Wmcn und den Launen der Individuen überließen, welchen sie den Rath ertheilten ; und daß in Folge dieses Rathes und bet der Befolgung desselben und durch ihn beeinflußt ein Unbekannter die Bombe warf, welche den Tod der Polizisten herbeiführte." Hier ist also das offizielle richterliche Eingeständniß,daß nicht die That, sondern die Tendenz verurtheilt wurde. Wenn die Anschauung des Richters richtig ist, dann kann Jemand, der an einem Ende des Staates einen Gedanken ausspricht, dafür verantwortlich gemacht werden, wenn Jemand am andern Ende des Staates ganz ohne sein Wissen einen ähnlichen Eedanken zur Ausführung bringt. Wenn eine solche Ungeheuerlichkeit zu Recht bestehen kann, dann muß der gefünde Menschenverstand an jedem Versuche scheitern, jemals kennen zu lernen, was Recht ist. Gegen eine solche Auffaffung des Rechtes muß sich jeder Vernünftige sträuben. Das ist kein Rechtsgedanke mehr, das ist Haß, wüthender Klassenhaß. Und klingt es nicht geradezu wie entsedlicher Hohn, wenn der Richter von ei nem durch die Reden beeinflußten Unbe kannten spricht? Die gewaltige Kraft möchten wir kennen, welche den geistigen Zusammenhang zwischen den Aeußerungen eines Redners und den Motiven eines unbekannten Thäters zu erkennen vermag. Es ist vollständig unbegreiflich, wie ein Richter solchen BlSosinn von Amtswegen sprechen und damit die Hinrichtung von sieben Menschen begründen kann. Daß die Annahme eines solchen Zusammen Hanges bloße Willkür ist, das meinen wir müßte auch den Dümmsten einleuchten. DraytnaWHten. Die verurtheilten Anarchi sten. Chicago. 10. Sept. AlSderRich ter gestern Nachmittag da? Urtheil ge sprachen hotte, ging ein tiefeS Murmeln durch das Auditorium und jeder erhob sich rasch, um einen Blick aus die Geflch ter der Gefangenen zu werfen. Letztere wurden zwar einige Schattirunaen dlüs ser, bekundeten aber sonst keine Erregung oder Furcht. AIS die Verurtheilten sich erhoben, um in Begleitung der Gericht? diener hinauSzuschreiten, stand Frau ParsonS aus und drückte ihrem Manne einen Kuß aus da Gesicht; auch Frau Ane küßte ParsonS aus die Wange. Die

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Versandten der übrigen Verurtheilten rangen ihre Hände doch keine der Frauen vergoß auch nur eine einzige Thräne. Sie schienen durch ihre eigene Festigkeit auch die unglücklichen Verurtheilten ermuthigen zu wollen. Gleichzeitig, als der lVerurtheilte Fielden gestern seine Rede hielt, worin er auseinandersetzte, warum das TodeSur theil nicht über ihn verhängt werden sollte, wurde ihm ein TSchterlein geboren. Die Kunde hiervon drückte schwer auf den als sehr gemüthvoll bekannten Mann, und diesem Umstände ist eS auch zuzuschreiben, daß in dem zweiten Tyeiz der Fielden'schen Rede eine eigenthüm liche Bitterkeit sich kundgab, die den auf merksamen Zuhörern aussitl, ohne daß sie sich den Grund erklären konnten. Die Mutter der Neugeborenen ist ganz un tröstlich über den Gedanken, daß daS Kind vielleicht niemals seinen Vater zu sehen bekommen wird. Die Rede, welche ParsonS gestern hielt, dauerte genau 6 Stunden. Er hatte seine Rede aufgeschrieben und verla sie vom Manuskript. Zum weitaus größten Theil bestand die Rede auS einer Schilderung der Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit. Im Anfange sprach er kräftig und mit voller Stimme, aber die lange Hast hatte ihn offenbar geschwächt, und er sah sich bald gezwungen, sich zu schonen. Sein wiederholt an den Richter gestelltes Er suchen, Vertagung, oder Pause eintreten zu lassen, wurde jedes Mal abgewiesen, der Richter hatte offenbar gut gefrüh stückt. Er begann seine Nede damit, daß er den gegenwärtig bestehenden Kamps als einen Klassenkampf schilderte. Ich und meine Kameraden, sagte er, sind die Opfer einer Klasienjustiz. FS bestand eine grokt Verschwörung de Capitals gegen die Arbeit." fuhr Par sonS fort und als Beleg dasük cititte er die Aeuberungen, welche drei BundeSse natotenl. 3 von der SenatStrMne aus gethan, und die alle daraus hinausliefen. daß eine Verschwörung bestehe, den Werth deS Dollars zu erhöhen und den Werth der Arbeit allenthalben herabzu drücken. Redner versicherte, er und seine Kameraden seien dieser Verschwörung zum Opfer aesallen. Das Ziel der Acht stunden. Bewegung sei aus eine Erhöhung deS ArbeitSmertheS hinausgelaufen, also dem genannten Ziele gerade entgegenge. setzt gewesen und deshalb hätten jene Verschwörer vor Allem ihre Anstrengungen daraus gerichtet, die AchtstundkN'Be wegung zu vernichten. .WaS waren die wirklichen Thatsachen der Heumarkt'Tragödie? fragte Par sonS. Maysr Harrison hat seine Mei nun darüber in der '.New York Worldveröffentlichen lasten und die hiesige .Tribune" hat den Artikel nachgedruckt. Darin sagt der Mayor: .Ich glaube nicht, daß seitens Spieb' und der Anderen irgendwelche Absicht bestand, aus dem Heumarkt Bomben werfen zu lasten. Wenn ste eine solche Abstcht gehabt häthätten, warum wurde dann bloß ine Bombe geworfen ? ES war ebenso leicht, em Dutzend oder fünfzig zu werfen und zwar in allen Stadttheilen - wie gerade eine.. Außerdem wären, wenn eine solche A5sicht vorgelegen hätte, meiner Meinung nach die Führer überhaupt nicht in. der Versammlung gewesen, sondern hätten sich, wie jeder Obercommandant in einem derartigen Falle, zur Zeit an einem sicheren Platze besunden."Nun suhr ParsonS sort. .daS ist die Ansicht deS MayorS von Chicago. Er ist ein vernünftiger, respektabler Mann, und besindtt sich in einer Stellung, daß er sagt, er ist über diese Sache bester unterrichtet, als die ganze Jury. Ich glaube daß er auch mehr über die Art weiß, wie das angebliche Beweismaterial gegen uns sabricirt wurde. Euer Ehren, eS steht hier zu viel aus dem Spiele, um irgend etwas ohne Weitere als ver bürgt hinzunehmen! So denkt Mayor Harrison und so sollten auch Sie denken, und nicht sieben Menschenleben vernichten, als ob es sich um irgend ein Amüsement handelte. ParsonS suchte nun darzuthun. daßdaS Tragen von Waffen feiten? der amerikanifchen Anarchistengruppe gerechtfertigt gewesen und durch die Konstitution gestattet sei. Richter McAllister habe die Meinung ausgesprochen, die Polizei könne nicht ?hne gehöriges RechtLverfahren eine Versammlung angreisen. Dennoch sei die Pzlizei 1877 in eine Versammlung der Möbelarbeiter in der Turnhalle eingebrochen und habe einen Mann getödttt. Richter McAllister habe damals erklärt, daß, selbst wenn jeder daran theilnehmende Polizist getödtet worden wäre, die Versammlung nicht dafür hätte verantwortlich , gehalten werden können. Hier suchte ParsonS um eine Pause nach und versprach, seine Ausführungen noch heute Abend zu beenden. DerRichter wies indeß das Gesuch zurück.

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Oktober 1880.

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Ich boycvtte ihn. Anfangs äußerten viele Fachmänner, ste hegten nicht die geringsten Besorgnisse um das Schicksal des wohlgebauten DampserS.-jetzt aber neigen sich selbst die Zuversichtlichsten der Ansicht zu. daß der Dampfer wahrscheinlich verloren ist. Es bebt weiter. Ebarleston.'S. C., 10. Okt. m Lause des heutigen Morgens wur den hier wieder drei deutliche Erdstöße wahrgenommen, die etwas stärker waren. alS die der vergangenen Tage, und daher unter vielen Einwohnern neue Besorgnisse hervorriefen. besonders da sich die beannte druckende SÄwüle hinzugestllte. während doch das Wetter an sich nicht warm war. Augusta. Ga','10. Okt. Um 1 Uhr 5 Min. wurde hier abermals ein EkdstoK verspürt. Angekommen. St. Johns. 10 Okt. Ein kleines Boot von der Anchoria kam mit acht Leuten der Mannschast an. und berichtete, daß sich die Anchoria" 70 Meilen von Neufundland' mit gebrochener Welle isinde. Der Dampfer Moranda" ging sofort zu ihrer Hilfe ab. Passa giere und Mannschaft besinden sich wohl. Die Welle brach, nachdem der Dampfer ich bloß einige Tage auf hoher See beand. Man hoffte irgend einem Damer zu begegnen, der die Anchoria ins Schlepptau nehmen, oder die Passagiere aufnehmen würde, allein die Hoffnung erwies sich als trügerisch. K. of L. u n d S o z i a l i S m u S. R i ch m o n d, Va.. 10. Okt. Einer der hervorragendsten Delegaten zur Con vention der K. of L. hatte heute eine Unerredung mit einem Berichterstatter. Er agte, die Delegaten, welche hier versam melt sind, sind alle mehr oder weniger sozalistisch gesinnt. Die bedeutendsten uner ihnen sind Sozialisten. Natürlich handelt es sich dabei nicht um den Unsinn, den Ihre Zeitungen als SozialiSmuS bezeichnen, sondern um wirklichen, nur ver nünftigen SoziaiiSmus, nicht um Abschaffung deS Eigenthums ader des Ka pitals, sondern darum, daß daS Kapital nicht zum Nachtheile deS Arbeiters angewandt wird. Zwei Mitglieder der Executive begaben sich nach Chicago, um womöglich die An gelegenheit der Arbeiter in den Schläch tereien zu ordnen. Streik in Aussicht. Boston. Mass., 10. Okt. Sämmt liche' Straßenbahnleute drohen aus verschiedenen Gründen mit einem Streik. Frau ParsonS in Cin cinnati, Cincinnati. 10. Okt. LuchParson, die Frau deS verurtheilten Anar chisten, hielt heute Abend eine Rede in der Druidenhalle. Frau ParsonS rühmte sich, eine Anarchistin zu sein, und meinte, ihre Ansichten würden eineS TageS auch sie an den Galgen bringen. Sie sprach über zwei Stunden und bezeichnete da? Urtheil in dem Chicagoer Prozesse als verdammenSwerth. Schwabenverein und Lieder kranz. Lafayette. 10. Okt. DaSFestde? SchwabenvereinS fiel glänzend aus. Von Indianapolis waren ungefähr 200, von Cincinnati 60, von Fort Wayne 50. von Terre Haute 40. von Danville. Jll. 50 Gäste anwesend. Letztere hatten ein MustkcorpS mitgebracht. Der Jndiana poliser Liederkranz ist sehr stark vertreten und piknikt mit dem Gesangverein .Con cordia. - Jodn Weilacher, Saloon u. Villiatdchalle,

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