Indiana Tribüne, Volume 10, Number 21, Indianapolis, Marion County, 9 October 1886 — Page 1
?47 "00 PUWrt MPMD r kl j Jahrgang 10. Office : No. 120 OK MMland StrasZ s. Nummer 21. Indianapolis, Jndians Samstag, den 9. Oktober 1880.
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Wettersu sichten. Qashtngt on. D. S.. 9. Okt. Schöne varme? Wetter. Natürliches Gaö. Fovler. Ind.. 9. Okt. I der Nülz von Oxford in.diesem County ist natürliche GaS in einer Tiefe von 120 Fuß entdeckt worden StreikzuEnde. Craafordville. 9. Okt. Die Arbeiter an den WasZerwerkgrüben haben die Arbeit zum alten Lohne wieder aus' genommen. Gbitoriettes. Die Unwissenheit der amerikanifchen Zeitungsschreiber zeigt sich wieder einmal auffallend. Der Anarchist Fiel den trug gestern im Gerichtssaale ein Gedicht von Freiligrath vor, und nicht eine Zeitung hat den Namen Freiligrath richtig, weil nicht eme von ihnen den Namen eines der größten deutschen Dichter kennt. Dies ist um so beschämender für die Amerikaner, weil Freiligrath eine Menge vortrefflicher Uebersetzungen englischer Dich ter geliefert hat. In ziemlich direkter Weise wird bei der Mayorswahl in New Jork der politische Kampf zwischen Kapital und Arbeit zum Vorschein kommen. Auf der New Yorker Aktienbörse wur den Listen" aufgelegt, in welchen sich die Unterzeichner verpflichten, für I. Edward Simmons für Mayor zu stimmen. Innerhalb zwei Stunden hatten Zweidrittel der Mitglieder unterzeichnet, deren Gesammtvermögen auf über eine Billion Dollars abgeschätzt wird. Edward C. Fox, welcher die Bewegung ins Leben ge rufen, erklärte, Simmons solle der Ca ndidat des Capitals gegen Arbeit, Sozialismus u. s. w. sein. Simmons war im vergangenen Jahr Präsident der Aktienbörse nnd ist Großmeister im Frei' maurerorden. Er gehört der demokratischen Partei an ; diese Bewegung ist aber ins Leben gerufen worden ohne Rücksicht auf die Partei. Wir Werden also in New Jork eine besondere Kapitalistenpartei im Felde sehen. Die Sache wird jedenfalls interessant werden. Drahtnachrichten. tt. of L. Rich mond, 8. Okt. Da? Comite für Mandate ist mit seinen Arbeiten fer tig und die eigentlichen GeschSste der Convention werden morgen beginnen. Der'Bericht dS Comites zur Unter suchung deS Verfahrens des Home Club wurde ebenfalls vorgelegt, derselbe ist aber nicht befriedigend und eS ist wahr fchkinlich, dak ein anderes Comite für den gleichen Zweck ernannt wird. Auch ein Boycott. Richmond, 8. Okt. Der Schau spieler Bandmann, welcher den farbigen tt. o. L. Delegaten Farrell eingeladen hatte, am Dienstag in'S Theater zu kom men, wird von der weilen Bevölkerung verwünscht. Die, Leute gehen nicht ins Theater, und man hat ihm schon gedroht, daß man mit Eiern nach ihm schmeißen werde. KnightS of Labor und das Bluturtdeil. Mtlvaukee, 8. UI. In einer großen Versammlung sprach heute Robert Schilling, StaalSorganisator derKnightS of Labor und bezeichnete die beabsichtigte Hinrichtung der Chicagoer Anarchisten als eine eben so infame Schändlichkeit wie seinerzeit die John Brovns. Er sagte, er glaube nicht an Anarchismus, aber er fympathistre mit den Sozialisten. Der Beifall den seine Worte unter den Anvesenden, von denen viele Knightö of Labor waren, fanden, war kolossal. Ein grober Streik. Chicago, 8. Oktober. Ein großer Streik begann heute in den Stockyards, und zwar weil die Leute nicht wieder zum zehnstündigen Arbeitstag zurückgehen wollen. Sie wollen lieber einen kleineren Lohn nehmen, als wieder zehn Stunden arbeiten. Die 1500 Arbeiter der Chicago Packing und Provision Co. waren die ersten, welche ausstanden. Sie marschirten nach den andern Etablissement und binnen Kar zem befanden sich 8000 Mann am Streik. Heute Nachmittag begaben sich 150 Pin kerton Polizisten nach der Szene deS Streiks. Am Montag soll die Arbeit mit Nicht-Unionleuttn wieder ausgenommen werden, und eine ungewöhnlich große Anzahl von Polizisten befindet sich in der NShe und in den StockyardS.
Die Besider der EkablissementS behaup ten. daß die Cor:currenz mit KansaS City die Beibehaltung des achtstündigen Arbeitstages unmöglich mache und daß sie keinen wieder anstellen werden, der nicht Willens ist. zehn Stunden zu arbeiten. In Folge des Ausstehens von etwa 8000 Mann müssen noch weitere 12000 Mann welche sonst nicht gestreikt hätten, auf. hören zu arbeiten, und eS sind somit etwa 20,000 Mann ohne Beschäftigung.
DerAnarchistenprozeß. Cdicago. 8. Okt. Richter Gaty bat desalonen, Freitag, den 3. Dezember als den Tag der Hinrichtung festzujeden. Inzwischen werden die Bertyeiotger ihre Avvellanon einreichen uno Die vupkeme Court ersuchen, die Vollstreckung deS Urtheils hinauszuschieben. Engel begann in einer Neoe damit, dak er die Lage der Arbeiter in Deutschlano schilderte. Er sei nach Amerika gelom men, und habe die Berhalinitte nicht besser gesunden als in Deutschland. Hier wie dort werden die jkapttaitsten reicy durch die Ausdeutung der Arbeiter. Er habe angefangen, die Frage zu fludl ren, habe das Buch von Henry George ; ffori.chritt und Armuth gelesen und sei dadurch zum Anarchisten geworden. Nach Engel sprach Flelden. Er begann mit der Recitation des Freiligrath'schen Gedichtes .die Revolution-. Die eigentliche Rede war jedoch eine sehr ruhige, sachgemäße Darstellung der Vorgänge auf dem Heumarkt, worin er nachwies, wie er mit dem Bombenwurf in gar keiner Verbindung gestanden habe. Er sprach eine Stunde lang, und nach ihm begann Parsons. Derselbe bat um Vntagung, da er viel zu sagen habe. Richter Gary bestimmte jedoch, dak er sofort beginnen solle und ParsonS sing seine Rede damit an, daß er jagte, der Vrozek sei von den wildlsten Leidenschaf ten beeinflußt worden und selbst jetzt noch, da die Gefangenen schon im Schatten des Galgens stünden und der Henker mit sei ner Schlinge auf sie warte, schreie die ka pitalistische Presse sich heiser nach seinem Blute und dem Blute seiner Genossen. Die CitizenS Association, ein Verein von Millionären, habe von dem Richter die Verdammung der Angeklagten verlangt, wo ist da die Gerechtigkeit ? Virurtheilte sind nicht immer schuldig und Richter sind nicht immer gerecht. Der Prozeß wurde von einem mob" geleitet. Ver Nichte? habe daS gemußt und er Hütte die Sache vom Standpunkte der Vernunft und des gesunden Menschenverstände? ansehen sollen. Folgende stellen auS der Rede, welche SpieS gestern hielt, sind besonders bemer kenSwerth : WaS haben w'r in unseren Reden und Schriften gesogt ? Wir haben dem Volke seine Lage und seine Beziehungen zu der Gesellschaft klar gemacht. Wir haben ihm die verschiede nen Erscheinungen der sozialen Gesede und Verhältnisse erklärt, unter welchen eS sich befindet. Wir haben auf dem Wege issknschastliche? Untersuchung unwider legbar nachgewiesen und zur öffentlichen Kenntnib gebracht, da daS Lohnsystem die Wurzel der jetzigen sozialen Unzu träglichkeiten sind so monströser Unzu träglichkeiten. datz sie zum Himmel schreien. Wir haben serner gesagt, daß daS Lohnsystem alS spezielle Form der so ialen Entwicklung in Folge logischer Nothwendigkeit höheren Formen der Ci vilisation Platz machen müsse, daß daS Lohnsystem den Weg babnen und daS Fundament liefern müsse für ein System sozialer Cooperation. Wir sagten, daß diese oder jene Theorie,, dieser oder jener Plan in Bezug auf die zukünftige Ein richtung der Dinge nicht eine Sache freier Wahl, sondern eine Sache geschichtlicher Nothwendigkeit sei, und daß es unö er scheine, als läge der Forlschritt in der Rlchkung deS Anarchismus, worunter wir eine freie Gesellschaft ohne Könige und Klassen, eine Gesellschaft von Bürgern, in welcher durch die Freiheit und ökono mische Gleichheit Aller ein unerschütterliches Gleichgewicht als Bedingung nalür licher Ordnung geschaffen wird. ES ist nicht wahlscheinlich, daß die eh renwerthen Bonfield und Grinnell sich eine gesellschaftliche Ordnung vorstellen können, die freigehrlten wird vom Knüp pel und der Pistole d?S Büttels, noch auch eine freie Gesellschaft ohne Gesäng nisse. Galgen und StaatSanwälte. In einer solchen Gesellschaft möchten sie viel leicht keinen Platz für sich selber finden. Ist das aber ein Grund, aus dem Anar chiSmuS eine so verderbliche und gesähr liche Doktrin zu machen? Ad." sagt der Staat, .Ihr habt Artikel über die Anfertigung von Dyna mit und Bomben veröffentlicht." Zeigen Sie mir eines von den täglichen Blättern dieser Stadt, welche nicht ähn liche Artikel veröffentlicht hätte. Ich er innere mich sehr genau auf einen Artikel in der .Tribune" vom 23. Februar 1885. Dieses Blatt enthielt eine Beschreibung und Zeichnungen verschiedener Höllen Maschinen uud Bomben. Seit jener Zeit hat die .Times" häufig ähnliche Artikel über diesen Gegenstand veröffentlicht. Einige der in der .Arbeiter-Zeitung" gefundenen DynamitArtikel stnd übersetzte Artikel der .TimeS" gewesen, welche von John MuUigan und Fitz John Porter geschrieben waren und in welchen die Ge nannten Dynamit'Bomben alS das wirk samste Mittel gegen streikende Arbeiter empfahlen. Darf ich fragen, weshalb die Redakteure dieser Blätter Nicht des Mordes angeklagt und schuldig gespro chen werden? Etwa, weil diese die An Wendung deS zerstörenden ExplostvS nur gegen das gemeine Pack empfahlen? WeShalb ist Mr. Stone nicht Mii.Ange. klagter in diesem Prozeß ? Man hat eine Bombe in seinem Besitz gesunden. Außerdem hat Mr. Stone im letzten Januar einen Artikel veröffentlicht, wel cher ausführliche Belehrungen über di, Herstellung von Bomben enthielt. Ist eS nicht möglich, daß die am 4. Mai gebrauchte B ombe nach dem Recept der
A. Sammons.
Sammons & lueller, 33S,(OIEIILa TW
Volles Gewicht. Office: IV. T' Virginia Are.
John Philipp Deluse
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2Würsie eine 55o. 292 Ost Georgia Straße .RewZ- gemacht worden ist? Solange nicht auch diese Herren deS Mordes ange klagt und überführt werden, behaupteich, daß solche Parteilichkeit zu Gunsten des Kapitals sich nicht mit der Gerechtigkeit verträgt. Uns zu beschuldigen, wir hätten am 4 Mai oder zu irgend einer Zeit einen Versuch gemacht. daS gegknwärtige Sy stem gewaltsam zu stürzen, ist eine zu absurde Behauptung, als daß sie selbst von einem politischen Aemter-Jnhaber ausgestellt werden sollte. Fall Grinnell glaubte, das wir irgend etwas derartiges veejuchr Hütten, weshalb tietz er Doktor Bluthard nicht untersuchen, wie eS mit unserem Geisteszustand aussieht? Nur wahnsinnige Hütten einen solch' glänzenden Plan erdenken können, und Wahn sinnige kann an nicht wegen MoroeS prozesstren. Falls irgend etwas wie eine Berschmörung oder ein vorherrangirter Plan existirt hätte, glauben Sie nicht, dak die Dinge am jenem Abend und später eine andere Wendung genom men hätten. Lassen sie mich hier sagen, daß msn ebenso wenig Revolutionen machen kann, wie Erdbeben und Cyclone. Revolution nen sind die Wirkungen bestimmter Thatsachen. Ich habe die soziale Philo sophie seit langer als 10 Jadren zu meinem SpeziatStudium gemacht, und ich hülle keinen solchen Unsinn sprechen können. Ich glaube, daß die Revolution nahe vor der Thüre steht, daß sie in Wirkltchkeit schon begonnen hat. Aber ist der Arzt für den Tod de Patienten vereint wortlich, weil er ihn vorausgesagt hat? Falls Irgendwer für die kommende Re oolution verantwortlich ist, so ist es die herrschende Klaffe, welche sich störrisch weigert, Zugeständnisse zumachen, sobald Reformen nothwendig werden; die darauf beharrt. sie könne dem Fortschritt Halt zurufen und Stillstand gebieten den ewigen Ursachen, deren winzige Geschöpfe auch sie selber nur sind. In Bezug auf Most' Brief sagte SpltS; Ich habe Alles, was ich über d.esen Brief wußte, auf dem Zeugenstande ausgesagt, aber ich will hier hinzufügen, dak ich vor 2 Jahren selbst alS Eorrespon den! im Hocking Thale war. Während meine DortseinS sah ich, wie Hunderte von Menschen langsam hingemordet wurden, auf natürlichem Wege hinge mordet. ES war kein Dynamit dort, auch waren eS nicht Anarchisten, die das teuflische Werk anrichteten. ES war daS Werk Hochrespektadler Monopolisten, .gesktzlitdender Bürger" mit Ihrer güti gen Erlaubniß! ES ist unnötbig für mich, zu sagen, daß diese Mörder niemals angeklagt wurden. Die Presse hatte darüber wenig zu sagen, und der Staat von Ohio stand ihnen bei. Welch' , Entsetzen würde eS wohl her vorgerufen haben, wenn die Opfer dieses teuflischen EomplottS Widerstand geleistet und einige dieser Halsabschneider in die Luft gesprengt hätten? AlS in East St. Louiö Jay Gould gedungene Meuchelmörder 6 Männer und Frauen mit kaltem Blute niederschössen, hatte man sehr wenig darüber zusagen. und die Grand Jury weigerte sich, diese .Gentlemen- in Anklagezustand zu ver setzen. Dasselbe geschah in Chicago, in Milwaukee und anderen Plätzen. Ein Chicagoer Möbelsabrikant (Busch ke) schoß und verwundete letztes Jahr 2 Arbeiter auf den Tod. Er wurde der Grand Jury überwiesen, doch dieselbe lehnte eS ad, diesen Gentleman anzu klagen. AlS bei einer Gelegenheit Jemand den Mordversuchen der Polizei Wider stand leistete, eine Bombe warf und Blut auf der anderen Seite floß, da wurde
Conrad Mueller,
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