Indiana Tribüne, Volume 10, Number 18, Indianapolis, Marion County, 6 October 1886 — Page 1

ä VH JO taftr A WVisYM KP WWA? ww HfJahrgang 10. Sfstee : o. 120 Ost Marvland Sttlche. Nummer 18. Judisnapollo, Judiana, Mittwoch, den 6. Oktober :8SG.

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Neue per Telegraph. Qetter auslichten Oashingt on. D. C.. 6 Okt. Schöne?, etwa? wärmere Wetter. Tabakmonopol. London. 6 Okt. Die russische Re gierung beabsichtigt die Einführung des Tabakmonopoli im ganzen Reiche.

' Henry Willard. B e r l i n. 6. Okt. E verlautet mit Bestimmtheit, daö Henry Willard als Vertreter einer Combination europäischer Banken zur Auöfülzrung großer finan zieller Unternehmungen wieder nach Ame rika gehen werde. . Gbitorielleö. Herr Powderly räth in feiner Iah resadrefse ganz und gar von den Streiken ab und spricht sich auch dahin aus, daß selbst mit der Einführung des achtstündi gen Arbeitstages nicht viel geholfen wäre. Er meint, daß alle Streitfragen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern leicht geschlichtet werden könnten. Herr Powderly ist aber natürlich nicht der Ansicht, daß eine solch große Organisation, wie die der Knights of Labor, bloß den kleinen Zweck verfolgen sollte, einzelne kleine Streitfra gen zu schlichten, deshalb sagt er auch, das Hilfsmittel zur Lösung des sozialen Pro blemS bestehe in der Einführung der ge noffenschaftlichen Arbeit, so daß die Maschine zur Dienerin der Menschen wird. Während umgekehrt jetzt der Mensch der Sklave der Maschine ist. Herr Powderly gibt keinen Plan an, ' wie das Cooperativ - System eingeführt werden soll, und macht es hierin ebenso wie die Sozialisten, welche ebenfalls nicht glauben, daß sie im Stande sind, der Entwicklung der Verhältnisse ganz bestimmte Wege vorzuschreiben, wohl aber das naturgemäße Ziel dieser Entwicklung bezeichnen. Somit stellt sich Herr Powderly ganz und gar auf den sozialistischen StandPunkt, und wir wüßten nicht, was ihn noch von den Sozialisten unterscheiden würde, ausgenommen die minderdeutliche und energische Sprache. Zu verwundern ist dies übrigens nicht. da Herr Powderly früher selbst Mitglied der sozialistischen Organisation war. Und es scheint uns fast, als Ware es feine Ab sicht, den KnightS of Labor nach und nach den sozialistischen Gedanken beizu bringen. Es ist ziemlich gleich giltig, was das deutsche Boycottpäper, genannt Telegraph" über die Sozialisten schreibt, man weiß ja warum es den Sozialisten feind ist, und Letztere rechnen sich diese Feindschaft zur Ehre an. Wenn aber ein solches Blatt einem Manne von der Stel lung Powderly's Worte gegen die Sozia listen in den Mund legt, welche dieser nie gesprochen hat, und welche er schon um deswillen nicht gesprochen haben kann, weil Herr Powderly selbst einmal Mitglied der sozialistischen Partei war, so zeigt ein solches Verfahren eine Gesin nungslumperei und eine Gemeinheit, welche denn doch an den Pranger gestellt werden muß. .DaS Boycottpäper behauptet, Herr Powderly habe in seiner Rede zu Rich mond Folgendes gesagt: . Dat Monopol sendet seine Agenten nach dem Ävtlande nnd füllt Amerika mit Paaperl, mit Anarchisten, Socialisten und auderm gleich ge sährlichkm Gesiudel an zum Nachtheile dek ame rikuxischen Arbeiter. Da Monopol allein ist sür die anarchistischen Uarnhen verantwortlich, für die von Anarchisten und Socialisten verüb ten Sreu'lthateu, die man in diesem Lande er l'bthat. .Mit dem Monopol wird auch der Anarchimu fallen, denn er ist da legitime Kind de Monopol. Herr Powderly verweist mit Stolz darauf, da keine Mitglieder seine Orden für die von Sozialiste und Anarchisten verübten Gewaltthaten verantwortlich gemacht werden können. Dazu ist zu bemerken, daß Herr Powderly weder etwas von Gesindel noch von Grmelthaten sagte, und daß das Wort Sozialist" in seiner ganzen Rede gar nicht vorkam. Wir fragen, ob es etwas VerächtlichereS, Anwidernderes gibt, als das Publikum durch erlogene Mittheilungen, absichtliche Entstellung von Aeußerungen in Bezug aus die Gesinnung eines bedeutenden Mannes einer Organisation gegenüber zu täuschen, und ob Derjenige, welcher oie's thut, eine andere Bezeichnung, als die eines Lumpen verdient? Grobe Hitze. London, 4. Okt. Die Hife in London und aus dem europäischen Continent ist ungewöhnlich groß.

Drahtnachrichten.

KnightS of Labor. Äichmond. Va , 5. Oktober. Die JahreSadresie Powderly'S wird der Con vention morgen vorgelegt werden, doch wurde dieselbe heute schon der Oeffent lichkeit übergeben. Dieselbe ist im Auszüge, wie folgt : Die Gesetze deS Ordens verlangen, dak dtt Grand Master Workman jährlich inen SituationSdericht vorlege. Wir haben eines der ereigniövollstkn Jahre hinler uns. DaS Wachsthum deS Ordens seit der Versammlung in Hamil ton ist ein wunderbares. ES wurden in einem Jahre 4068 AsiemblieS gegründet. ES ist natürlich, dab so viele Leute noch nicht gelernt haben, einander vollständig zu verstehen. Viele hatten sich dem Orden angeschlossen, um sofort einen Streik anzufangen, und in dieser Beziehung sind unsere Gesetze häufig aus's Rücklichts, loseste verletzt worden. ES ist vorgekommen, dafe Agenten der Albeitzeber sich in AssemblieS aufnehmen lieben und die aufreizendsten Reden hielten. Der grobe Eisenbahnstreik im Südwe sten wurde begonnen, ohne der Executive vorher irgendwelche Mittheilung u ma chen. Ich lieb die Sache gehen, bis ge droht wurde, den Streik über alle Eisen bahnen deS Landes auszudehnen, dann erst mischte ich mich ein und zwar zum Besten deS Ordens. Ich habe keinen ZVeifel. dab den Leu ten an den südwestlichen Bahnen viel Un recht geschehen ist. und dab die Com pagnieen den Stuik mit Absicht hervor gerufen haben, aber ich bin der Ueberzeu gung, dab meine Handlungsweise die richtige war. und ich würde unter gleichen Umständen heute edmso handeln, wie damals. . Der Achtstundenstktik, der am 1. Mai begann, war nicht erfolgreich. auSgenom men in Fällen, wo Arbeiter und Arbeit' geber im Einverstündnib handelten. Ein allgemeiner Plan für die Einführung deS AchtstundenfystemS lag nicht vor. und ich hatte das Recht, Sie vor übereilten Vor gehen zu warnen. Man hat mich be schuldigt.dab ich gegen die Achtstundenar beit war. Ich war gegen den Streik am 1. Mai, weil aus keiner Seite Vorberei tungen sür denselben vorhanden, waren. Eine Reduktion der Albeitszeit ist eine Nothwendigkeit, und mub früher oder später eintreten, aber wir sollten nicht vergessen, daß vielerort5 noch länger als zehn Stunden g?arbeitet wird, und eS handelt sich nicht darum, Vortheile für diesen oder jenen Beruf zu erlangen, sondern eS handelt sich um die ganze Arbeiterschaft. Die bloße Besprechung der Einfüh rung des Achistundensystems war dem Geschäfte allenthalben nachtheilig, und hatte die Entlastung vieler Arbeiter zur Folge. Ehe der achtstündige Arbeitstag eingeführt werden kann, mub sich das Verhältniß deS Menschen zur Maschine ändern. Wenn jetzt der Arbeitstag ver kürzt würde, dann würden noch mehr Maschinen gebraucht, noch mehr Kinder verwendet werden. Schon jetzt hört man von Maschinen, durch welche der Schrift setzer und der Cigarrenmacher übnflüsstg wird und der Tag wird kommen, an welchem der Handwerker um Almosen bitten, oder die Straße fegen mub .Wie soll da geholfen werden? Die Maschine mub die Sklavin des Men schen werden, statt dab der Mensch der Sklave der Maschine ist. Die genossen s'chastliche Arbeit mub an Stelle deS ge genwärtigen Systems treten. Um einen solchen Plan vollständig auszuarbeiten, gebricht es mir an Zeit, ich kann bloß mit Anderen zusammen wirken. Die Lösung der uns vorliegenden Fra gen ist Ukzgemtln schwierig und nimmt l,nge Zeit in Anspruch. Darüber sollte Niemand ungeduldig werden. Dagegen sollte man möglichst streben. Bildung zu verbreiten und die Jugend für die Lösung deS groben Problems zu erziehen. Die Streitigkeiten zwischen den KnightS of Labor und den TradeS UnionS sind vielfach übertrieben worden. Allerdings haben Organisatoren in allzugrobem Eiser die Rechte anderer Organisationen verletzt, aber dergleichen sollte sich stetS mit Leichtigkeit schlichten lassen und viele Streitigkeiten, welche entstanden, sind auch ohne sonderliche Mühe erledigt wor den. Ich bin vielfach schwach genannt vor. den, habe viele Angriffe zu erdulden ge habt und habe mich nie gegen dieselben vertheidigt. Ich glaube nicht, dab ich mich wegen irgend einer Handlung zu entschuldigen habe. Mitglieder dieser Generalversammlung sind instruirt worden sür mich zu stimmen Ich entbinde sie ihrer Verpflichtung. Sie haben die Freiheit zu wählen, wen Sie wollen, und wenn Sie meine Wünsche

berücksichtigen, dann wählen Sie einen Andern. Ich bin bereit dem Orden zu Kienen, sei eS in den Reihen, oder als Beamter. Lassen Sie alle persönlichen Gefühle aus dem Spiele und stimmen Sie so. wie Sie eö für die Sache derArbtit für Beste halten. Ich halte esfürmeine Pflicht, auf diese Weise zu sprechen. Zum Schlüsse will ich noch bemerken, dab alle Behauptungen und Gerüchte über Uneinigkeit im Erecutiv Board

lediglich au? der Luft gegriffen waren, und dab stets vollste Eintracht und Har monie herrschte. Die Convention. DaS Comite für Mandate ist mit der Lösung verschiedener Streitigkeiten in Bezug aus Zulassung von Delegaten be schäftigt. Während der VormittagSsitzung hitlten Z. F. Travellick von Detroit und Hugh Cameron von AansaS Reden. Die Raff ensra.ge. DaS Comite für Arrangements hat be schloffen, in Bezug auf die Frage wegen deS Zusammentreffens Schwarzer und Weiber gar nichts zu thun. ES werden auf dem Fairgrund zwei TanzpavillonS aufgeschlagen und man rechnet darauf, dab eS sich ganz von selbst so machen wird, dab der eine von den Weiben, oerj andere von den Schwarzen benützt wird, ebenso glaubt man, dab bei dem Bankett die Schwarzen sich ganz von selbst an be londere Tische und nicht mit den Weißen zusammen setzen werden. Eine grobe Anzahl New Norker Dele gaten kam heute in die Academy of Mustc, unter ihnen der Farbige Ferrell. Letzterer wurde ohne Widerrede eingelas sen. Unter den Weiben in Richmond erregte dies viel Aergerniß. Henry Geoge. ew ork. S. Oktober. Die grobe Cooper Union Halle war heute Abend übersüllt. Eine Versammlung fand statt, in welcher Herrn George öffentlich die Nomination sürdaSMayorS Amt übertragen wurde. John McMackin stellte Herrn Henry George vor und sagte : Bis jetzt haben die Arbeiter immer Klotz gestimmt, während Andere die Candidaten ousstel len. Diesmal sei eS umgekehrt, die Ar heiter hätten ihren eigenen Candidaten. Als Henry George sich zum Sprechen anschickte, entstand ein riesiger Jubel, die ganze Versammlung erhob sich und jauchzte. Ein solcher Enthusiasmus war noch nie in einer politischen Versammlung vernommen worden. Herr George sagte in seiner Rede, dab wenn die Arbeiter nur fest zusammenhal ten, 'er sicherlich gewählt werde. Die Bewegung sei eine Bewegung der Massen gegen die Klaffen und sür Reform. Die A rbei terpa rtei in Chicago. Chicago, 6. Okt. Gestern Abend fand in der Vorwärts Turnhalle eine von über 3.000 Menschen besuchte Versamm lung statt, in welcher das Vorgehen der Arbeiterpartei gutgeheiben wurde. Der Sozialist Morgan führte den Vorsitz. Er sagte, djese Versammlung habe eine gröbere Bedeutung für ihn, als alle Versammlungen welche in den letzten paar Jahren stattgefunden. Die Bedeu tung für ihn liege darin, dab diese Ver sammlung durch eine Bewegung hervor gerufen wurde, die sich nicht allein auf Chicago, sondern über daö ganze ZZand erstrecke. Ueberall kämen die Arbeiter zu der Emstcht. dab eS Zeit für sie fei. aufzuwachen, und selber ihre Geschicke zu regeln. Dab sie anfangen einzusehen, dab nur dann eine Besserung ihrer Lage zu erwarten sei, wenn sie alS Klasse zu fammen stehen, und den Kampf gegen die Klaffe, die sie in Armuth und Ab hängigkeit zu erhalten sucht, ausnehmen. Auch die rückständigen Arbeiter begän nen einzusehen, dab eS nicht genügend fei. sich in UnionS zu organisiren und durch Streiks nnd Boycotts dem stetigen Rück gang des Lohnes und der immer stäiker werdenden Arbeitslosigkeit zu steuern, sondern dab sie sich als politische Partei organisiren müßten und als solche ihre Macht in ihrem Jntereffe geltend zu ma chen hätten. Mehrere andere Herren hielten Reden und alle schienen grobe Hoffnung auf die Erfolge der neuen Partei zu hegen. Explc.iion eines Dampfkessei. S r. L o u i S. 6. Okt. Gestern Nach mittag explodirte der Dampfkessel deS Bootes .La MaScotta in der Nähe von Grand Tover, JllS. 22 Menschen kamen dabei umS Leben. Ver Etabti. AuS Bulgarien. Sofia. 5. Okt. Di Note, welche General ttaulbarö der bulgarischen Ne gierung vor seiner Abreise von Sofia einhändigte, lautete dahin, dab der Zar wünsche, dab Personen, welche mit der .setzung deS Fürsten Alexander in Ver bindung standen, freigegeben und dab die

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Wahlen bis zum November aufgeschoben werden. Die Folgen der Weigerung würden aus die Personen fallen, welche Bulgarien regieren. Die bulgarische Regierung bat den General Kaulbarö davor gewarnt, öffent liche Reden zu halten, da eine Verschwörung bestehe, ihn zu mißhandeln. Die Regierung hat aus die letzte Note Kau! dar nicht geantwortet. Letzterer hat dem Commandanten von Rustschuk Befehl er theilt, alle politischen Gefangenen sreizugeben, widrigenfalls er ihn persönlich ver antwortllch halten werde. AlS General KaulbarS nach Sochanie kam, stellte sich ihm eine Deputation vor. welche die Stellung der bulgarischen Re gierung guthieb. Ein neues Drama. P a r i S, 6. Oktober. Ein neue Drama betitelt: .Juarez-, von Alfred Gassier, wurde im Cbateau d'Eau Theater aufge führt. Die Grundlaae des Stückes bil. det die Expedition Maximilians nach xftcjtro. T,er Alarslzau Bazame ist der 5lnlriauant im Stücke. ftr N?kns5,? halte schon ein Duell mit dem Sohne deS Generals lramon zu bestehen. DaS Publikum wurde bei der letzten Vorfiel lung sehr lärmend, und das Stück wird wahrscheinlich verboten werden. Die Ivanisckikn R, bellen. Madrid. 5 Oll. Die Minister waren beute fünf Stunden in Sitzung W TL ?.-. I rw . uno yerieiyrn uoer oie ooesuriyetle gegen die Rebellen. BegnadiaunaSaesuöe unterzeichnet von sechs tausend Geschäfts teuren liegen vor. Vom Auslande. Die schwimmenden Ausstellungen", mit denen die Franzosen sich so viel beschäftigen, kommen jetzt zur Ausführung : die erste wird in Bordeaux gegenwärtig an Bord des Chateau-Lafitte eingerichtet, eine echt Bordeaux; sie bringt alle Wein-, Branntwein- und Liqueursorten, welche an der Gironde erzeugt werden ; sie bringt aber auch Glaskasten mit Pariser, Lyoner u. f. w. Ausfuhrerzeugnissen. Neben den Proden führt der Ehateau-Lasitte auch Massen der in Proben ausgestellten Fabrikate zum Perkaufe. Die erste Probefahrt geht nach den Antillen und Ä!ittelamerika ; es werden 31 Häfen besucht ; in jedem Hafen ist der Eintritt frei ; wo das Ausstellungsschiff nicht am Stöben anlegen kann, werden die Besucher durch eine Dampfschaluppe an Bord geholt. Mit dem Edateau Lafitte soll also die Zeit wiederkehren, wo die Phönicier und Karthager solche Ausstellungsfahrten durch die Schwarz- und Mittelmeerhäfen machten und ihre phSnicjschen Artikel in Mode brachten. Der Verhaftung von So:ialdemokraten in St. Pauli (Hamburg) lind verschiedene Haussuchungen bei Hamsurger Liedertafeln gefolgt, die auch zu nehreren Beschlagnahmen führten. Die Zache liegt dem Vernehmen nach so, daß socialistische Verbindungen unter den ttamen der Liedertafeln Anakreon", Aphrodite" und Elmsbütteler Sänger?und" heimlich Agitationen betrieben )aben. Diese sind dann unter dem Schein von festlichen und Vergnügung?Arrangements der Liedertafeln erfolgt. Die Verbindungen dehnen sich, wie neudings ermittelt, über die ganze Provinz Zchleswig-Holstein, nach Hannover und is auf die entferntesten auswärtigen Llätze aus. ' Große Exkursion nach ILsufsnyeitte, HnM, ant Sonntag, den 1v. Oktober lur FaHiion-Weilie Ui 2aft)tU Schwaben Vereins unter den Auspicien deS Ind'pls SHmavenuertins und Iao'pls Liederkravz. Rundfahrt. 81.50. Der Zug verläßt da? Union Depot um S Uhr Morgen?. Ticket sind gültig für 4 Tage, inclustoe Sittwoch Abend auf allen regulären Zügen. A Sonntag Atend um7Uhr verlZbt der erste Zug Lafazette, der zweite geht um 1 Uhr Morgen. Ticket sind ,u haben bet Ernst nodel. 113 Ost Washington Str.; John Bühler. Ecke McCart, und Delaware Etr.z Michael Hoffmann, 470 Süd Keri dian Sr. ; John D. Prinz. Ecke Jndiana Slve. und West Str.; Mozart Halle ; Hei Hassert. Ecke Noble und Market Str. und beim lomtte ghriflian Renner, Georg Bühler, Joh ernlöjr, Fritz Mack, C hatte Baden sowie trn Union Depot. Programm: Sonntag, 10. Oktober Empfang der Gäste in der LereinShzll. Nachmittag: Ausflug der äste und Mitglieder durch Ctadt und Umgebung, Ltendl: Unterhaltung i dr eereinS.Have. Montai. tl. Oktober ersammlang der VUglie, der und äst, in der Bereinihalle um Uhr vorm. !Uzr großer Umzug durch die Stadt in sckattsch,r Nationaltracht. Picnie mit Festrede durch den Bargermei'er von L fayette. Uberrichu5 der Fahne. - verschiedene Uaterhaltungen und velkS spiel; W:ttrennen. Sacklaufen. Preis-Wassertragea . s. w. im sch,ädischn Ssftäm. 6 Uhr bend Rückmarsch nach terHalle. Abend 8 Uhr .großer Ball. wozu alle Freund eingeladen find.

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