Indiana Tribüne, Volume 9, Number 337, Indianapolis, Marion County, 26 August 1886 — Page 1
'? " I ttäMi t i l V )l Aftf i L i . vwy - Office : No. 120 Oll Mardland StrajZe. Jahrgang 9. Nnnucr 337. Indianapolis, Jndiaoa, Donnerstag. , den . Äugust 1886.
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c 1 1 f t u 14 Q t e id. Oashingl 9n, C, 26. Aug. Schöne Wetter, gleiche Temperatur. Der Straßenbahn st rei Vi n New Bork. New York, 26. Aug. Heute Vormittag vurde eine Broadway Car von Streikten umgeworfen. Die Polizei verteieb den Mob und bltb tüchlig mit den Knüppeln drein. Jede Car ist mit sechs Polizisten besetzt. FürstAlexander. Wien. 26. Aug. Der Zar hat dem Fürsten Alexander gestattet, über Odessa nach Deutschland zu reisen. Reni, 26. Aug. Der Zar hat die Verhaftung Alexanders und seine Ueber sührung nach Kissenoff angeordnet für den Fall er leine Abdankung nicht anerkennt. London. 23. Aug. Alexander befindet sich aus dem Wege nach Parmstadt. Wahrscheinlich wird er nachSofia zurück kehren, wenn er von der Contrerevolution hört. Ebitorielles. Die Knights of Labor, welche Ei senbahnzüge zum Entgleisen bringen, Straßenbahnwagen umschmeißen und demoliren und den Kutschern Revolver entgegenhalten, sind keine Anarchisten o nein ! Anarchisten sind nur die, welche von Gewalt reden, die, welche Gewalt ausüben, sind es nicht. Natürlich ! Die St. Louis Tribüne", em republikanisches Blatt schreibt : Wir für unseren Theil können, so bit' ter wir den Anarchismus bekämpfen, den Wahrspruch nicht billigen, denn die ,,Ge rechtigkeit," welche, ohne sich um Gesetz und Beweise zu bekümmern, einfach sagt. daß ein Exempel patuirt werden müsse, um den Anarchismus aus der Welt zu schaffm, resp, in den Wer. Staaten unmöglich zu machen, ist keine Gerechtigkeit, sondern mittelalterliche Barbarei." Wir fürchten sehr, daß sich unser Freukd Phil. Rappaport in Indianapolis umsonst be müht, den eigentlichen Werfer der Chicagoer Bombe anssiadig zu machen. Denn gelänge LeKterek, sa würden die Verurtheilte kaum eine größere Chance auf Erlangung eine neuen Prozesses bekommen. Sie wurden des Mordes im ersten Erade .überfuhrt, nicht weil man ihnen bewiesen hatte, daß sie dieses Verbrechens schuldig sind, sondern weil man ein Exempel fiatuiren wollte. Cleveland. Anzeiger". Gut ! So wird die Sache wenigstens dazu beitragen, daß diese Absicht in ihrer ganzen Nacktheit zu Tage tritt. In New York fand in Jrving Hall eine von 2000 Personen besuchte Ver? sammlung statt, welche von Anarchisten berufm war. Beschlüsse wurden gefaßt, in denen der Chicagoer Wahrspruch als Ungerechtigkeit und Klassenjustiz bezeichnet wurde. Jetzt beschäftigt sich der StaatSanwalt mit der Sache, um die Redner wegen ungesetzlicher Versamm lung" anzuklagen. Es wird nicht lange dauern, und man wird in dem Lande, in welchem die Verfassung das Recht der freien Rede garantirt, nur noch eine Mei nung über Ernteaussichten, Baseball und Börsenkurse aussprechen dürfen, und man wird eS als eine Vergünstigung betrach ten müssen, wenn man noch über spitzbübische Politiker und Beamte sprechen darf. Es ist weit gekommen im Vaterlande eines Thomas Paine. Das Indianapolis Journal" schreibt : .Herr Rappaport, ein achtbarer Sozialist, sprach sich dahin aus, daß der Anarchiflenpro zeß dazu beigetragen habe, daß man scharfer zwischen Sozialismns und Anarchismus unterscheidet. Herr Rappaport scheint sie? um einen neuen .Prozeß für die Chieegoer Verurtheilten zu bemühen. In wie fern kann ei neuer Prozeß dem vernünftigen Sozialismus nützlich sein ? Es ist schon ein Zugeständniß von Seitm eines aristokratischen Blattes, wie das Journal", wenn es von achtbaren So zialipen und vernünftigem Sozialismus spricht. DaS Journal" aber ist im Irrthum, wenn eS annimmt, daß es sich für Herrn Rappaport um den Sozialis mus handelt, wenn er sich bemüht hat, Herrn Deluse zu bewegen, ein Affidavit über den Vorgang mit dem geheimnißvol len Fremden zu machen. Es handelt sich hier einfach um einen Akt der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit gegenüber dem Blutdurst der Presse und eines Theils der Bevölkerung.
Sieben Menschen sollen gehängt' werden, auf einmal gehängt werden! . Wer schaudert nicht davor zurück ! ? Wer", der ein Herz hat, empfindet nicht ein Grauen? Haben neunzehnhundert Jahre christlicher Civilisation es noch nicht dahin gebracht, daß man des Galgens entbehren kann, so wird auch die Ausführung dieses Bluturtheils die Welt nicht beffer machen. Die Verurteilung erfolgte auf willkürliche Vermuthung hin, ohne bestimmte Beweise. Sind Beweise vorhanden, welche der Vermuthung eine andere Richtung zu geben geeignet sind, ist es dann noch etwos Anderes als einfacheren' schenpflicht, diese Beweise in der nöthigen Form dem Gerichte vorzulegen? Dem Journal" sei gesagt, daß Herr RappaPort sich nicht scheut, troß des furchtbaren Blutdurstes und Hasses Menschenpflicht zu üben. Es ist keine Kunst, dem Freunde gegenüber gerecht zu sein, die Gerechtigkeit zeigt sich erst in ihrer ganzen Größe, wenn sie sich dem Feinde gegenüber offenbart. , t V? ' Drahtnachrichten.
Parson S an Poroderly. Chicago. 25. Aug. A. R. Par. son?, der zum Tode verurtheilte Anarchist veröffentlicht heute in der .TimeZ" sol genden Bkief : .An die Redaktion der .Times". Wenn die von Genera! Master Workman PoVderly in Luzerne, Pa. gehaltene Rede richtig berichtet worden ist. wenn er wirklich gesagt hat, dab die Arbeiter sich von den Anarchisten fern halten sollen, indem der Anarchismus die Zerstörung von Leben und Eigenthum zum Zwecke habe, so muß ich denselben als einen Menschen bezeichnen, der falsche? Zeugniß über seinen Nachbar ab gibt. Ich frage nun, welches Rcht hat Mr. Powderly. eine solche Definition vom Anarchismus zu geben, wenn er denselben überhaupt nicht vetsteht? Weib er aber, nnS der Anarchismus zu be zwecken sucht, so ist tt feige und verächt lich von ihm, eine solche Fälschung zu begehen. Ich protellire im Namen von zehntausend amerikanischen Akbeitein gegen eine solche Handlungsweise. Ich bin ein K. of L. und habe in den lebten 10 Jahren so eifrig wie nur irgend ein Mann alS Redner und Organisator gewirkt. In dieser Zeit habe ich zu mindkstenS 500.000 Arbeitern gesprochen, und mich auf das Zeugnib dieser halben Mil lion Arbeiter berufend, fordere ich Mr. Powderly auf, mir nachzuweisen, das; ich, alS Sozialist oder Anarchist, jemals die Zerstörung von Leben und Eigenthum befürwortet habe. Wer dieses behauptet, ist ein Lügner. Die Fundamental'Prinzipien des So zialismuS und Anarchismus sind diese! ben, alS die der K. of L , nämlich : Die Abschaffung der Lohnsklaverei, und Schasfung eines auf kooperativer Basis beruhenden Systems, unter wel chem jeder Arbeiter ein Kapitalist, und jeder Kapitalist ein Arbeiter ist. und so für immer den Krieg zwischen Kapital und Arbeit, der unter dem heutigen System unvermeidlich ist. beendigt. Wenn diese? Zerstörung von Leben und Eigenthum- ist, dann ist Powderly ebenso schuldig als die Anarchisten. Aber, sagt Powderly, die Anarchisten predigen Gewalt, und üben Gewaltthätigkeiten auö-. Das ist nicht wahr. Wir sagen nur, dass die heutige Ordnung aus Gewalt beruht und nur mit Gewalt ausrecht erhalten wird, und haben gesagt und sagen eS heute noch, daß eine soziale Revolution kommen wird, kom men muß; daß die Arbeiter in den offenen Kampf gegen dieses GewaltS -System getrieben werden ; dab sie unwillkürlich zur offenen Rebellion gegen die heutige Klas senherrschaft genöthigt werden. Die? ist Anarchismus, dieses find seine Lehren, welche der brutalen Gewalt für immer ein Ende machen, und Friede und Gedeihen für Jedermann herbeizuführen suchen. Ich und meine Kameraden, welche hi:r im Gesängnib erwarten, was unseren Henkern zu thun gefallt, denken, dab es dem Herrn Powderly schlecht ansteht, im .Namen der Arbeiter in daö Geheul um unser Blut mit einzustimmen. Ob wir sterben müffen oder nicht, die soziale Revolution wird dadurch nicht ausgehalten, sie ist unvermeidlich. Die Grenzen menschlicher Freiheit müssen erweitert werden. Wir sehen die soziale Revolution kom men. Wir sagen sie voraus, und begrü ben sie mit Freuden. Sind wir deSwe gen Verbrecher? Die Arbeiterbewegung will die Be seitigung unserer Herren, unserer Dikta toren, unserer Regierer, und ein Regierer oder Diktator wird auch im Orden ner K. of L. nicht mehr geduldet werden.
denn der Uebelstnd ist derselbe, ob 'der Diktator Powderly heißt, oder ; Jay Gould. -: - Ich sage nochmals, eS steht Powderly schlecht an, seine Mitarbeiter zu verläum den. Thut i ii abtt im Namen der Arbeiter, so istiese Handlungsweise doppelt verächt:ich?" ' , Andere Männer werden die ArbeiterMassen in 1883 führen. Die Arbeiterfrage liegt aus zur Be ratbung und zur Lösung. Den Hunderttapienden, die mich gehört und die mich kennen, rufe jch zu : .Hütet Euch vor falschen Führern und vor falschen Ideen"! I. ParsonS. Unruhen in New Z) o rk. N e w V o r k. 25) Aug. Um e Uhr heute Morgen marschirten 300 Polizisten nach der Broadway Linie. Um halb elf Uhr ging der erste Wagen ab. Die Herumlunzerer erhoben ein lauteS Geschrei und sofort eilten auS den benachbarten Wirthschaften die Leute in Menge herbei. Einige Steine wurden nach dem Wagen geworfen, und ein Versuch wurde ge macht, den Wagen vom Geleise zu werfen. Dies mißlang. An der 42. Strafe stieb der Wagen mit dem Wagen einer anderen Bahn zusammen, wobei jedoch kein be sonderer Schaden entstand. Eine Men schenmenge sammelte sich an. und hie Polizeitrieb sie auseinander. Späterhin blockiere die Menge daSGeleise mit einem Frachtwagen, den die Polizei entfernte. An der 6. Avenue sammelte sich wieder eine Menge, welche von der Polizei auS einandergeknüppelt wurde. An der dritten Avenue vertrieb ein Mob die Paffagwe aus zwei Wagen und warf letztere um. Den Kutschern wurden Revolver entgegengehalten. Einer der Thäter wurde verhaftet. Man vermuthet, dab die Assembly der Strabenbahnleute einen allgemeinen t!s up" anordnen wird. Wieder eingesetzt. Chicago. 25. Aug. -Die von dem Sozialistenhaffer Murphy suspendirten zwei AffemblieS der KnightS of Labor wurden heute von den OrdenSbeamten wieder in ihre Rechte eingesetzt. Eisenbahnunglück. C o l u m b u S, O., 26. August. An der Kreuzung der Bee Linie Eisenbahn und der Chicago, St. Louis und Pitts bürg Bahn bei Milford Cent fuhr ein Bee Linie Paffagierzug in einen Fracht
zug hinein. Ein Passagier wurde ge löstet, mehrere wurden verwundet, und in der Nähe stehende Personen 'wurden von wegfliegenden Wagentrümmern er schlagen. Der Heizer deö Passagierzu geS wird vermißt, wahrscheinlich liegt er unter den Trümmern. Brauer und KnightS of Labor. Milwaukee. 24. August -Der Bierbrauerboycott, der hier seit einiger Zeit im Gange ist, ist in eine neue und zwar entscheidende Phase getreten. Die .Best Brewing Company" hat nämlich die zGambrinus'Affembly der K. o. L. davon in Kenntniß gesetzt, dab sie, falls nicht am nächsten Freitag der Boycott aufgehoben sei, sämmtliche tt. of L. aus ihrem Dienste entlasten werde. Ver Qadel. Die bulg a rische Revolution. London. 25. August. In Philip, popel rief die Nachricht von der Absetzung Alexanders grobe Anfregung hervor. Während der ganzen Nacht durchzogen Menschenmaffen die Straßen und riefen : ES lebe Alexander. Aller Verkehr zwischen der Türkei und Bulgarien ist abgeschnitten. Weder Dampsschiffe noch Eisenbahnen befördern Paffagiere. In diplomatischen Kreisen glaubt man, daß Rußland nicht in die Wiedereinsetzung Alexanders willigen werde. ES wird vielmehr daraus bestehen, dab der Land tag einen neuen Herrscher wähle. Die russischen Blätter meinen, russische Jnter vention sei unbedingt nothwendig. ES heißt, dab Alexander gestern in Reni angekommen und nach Oesterreich weitergereist sei. Er sei kein Gefangener. Die Besatzung von Rußschuk ist dem Fürsten treu und marschirt gegen Sofia. Eine Proklamation wurde im Namen des Fürsten Alexander erlösten, worin Stanbuloff die Uebernahme derprovi sorifchen Regierung erklärt. ES heißt, dab 10.000 Mann bulgarische Truppen, welche an der Grenze stehen, nach Safia marschiren. Offizielle Nachrichten melden die An kunft Alexanders in Reni; wohin er von dort aus ging, ist noch unbekannt. Das Wiener Tageblatt meldet, dab die russische fflotte im schwarzen Meere Be. fehl erhielt, sich triegöfertig zu machen. Die Polizei kriegt Prügel. Belfast. 25. Aug. Eine Polizei abtheilung wurde heute Abend von einem Mob angegriffen, und in die Flucht ge schlagen.
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Vom Auslande. ' VoreinigenTagen ist aus Southampton der Dampfer Nile" abgegangen, welcher die zur Beobachtung der totalen Sonnensinsterniß vom 29. ds. bestimmte britische wissenschaftliche Expedtion nach Westindien bringt. Der Führer der Expedition ist Norman Lock yer; unter den Gelehrten, die ihn be leiten, befindet sich auch ein Nicht-Eng sänder, Profeffor Tacchini, Vorsteher peß Observatoriums in Rom. Die Finster njß vom 29. ds. tvird sich von Westln dien über den nördlichen und südlichen atlantischen Ocean nach Afrika erstrecken; man hat, will man sie vom Festland aus beobachten, nur die Wahl zwischen Ben auela (Afrika) und der westindischen Jnsfl Grfnadq. Die Sachverstqndigen entschieden sich für Grenada, obwohl bij die Sonnensinsterniß mitten in dre Ne genzeit trifft, so daß Wolken und Niederschlage leicht die Beobachtungen beein trächtigen könnten. Man hat drei Sta tionen tn Aussicht genommen, zwei am südlichen und eine am nördlichen Ufer der Insel, und hofft, daß wenigstens ay einer derselben der Himmel während der totalen Verfinsterung, die kaum vier Minuten dauern wird, hell sein werde. Grenada ist nächst Trinidad die am. meisten südlich gelegene westindische In el ; sie zahlt gegen 45,000 Einwohner, aft alle sind Farbige. Sie ist vulkani' chen Ursprungs, aber stark bewaldet und jat ziemlich hohe Berge, von denen in der Regenzeit zahlreiche Wildbäche nie derströmen, Ueber ein bedauerliches Unglück auf dem Rheine berichtet die Bonner Ztg." aus Rolandseck : Am 8. Aug. fand sich am Honnefer Rbeinufer eine größere Zahl von Leuten zusammen, welche beabsichtigten, nach Rolandseck überzusetzen. Die Fahrponte war ge rade am Rolandsecker Ufer. Da es vor aussichtlich längere Zeit dauern konnte, ehe die Ponte nach dem Honnefer Ufer zurückkam, so erbot sich einer dcr Wartenden, ein Gärtner aus Honnef, die Ueberfahrt vermittelst eines am Ufer liegenden Nachenö zu bewerkstelligen, auf welchen Vorschlag die Andern leider eingingen. Ungefähr 30 Meter vom Rolandsecker Ufer gerieth-der Nachen"ä'uf dle Kette der Ponte und schlug um. Von den darin Befindlichen werben vier Personen vermißt, während man den den Nachen führenden Gärtner bald nach dem Um fall todt aus dem Wasser zog. Obwohl die Anzahl der im Nachen Gewesenen bisher nicht genau festzustellen ist, fo glaubt man doch, daß fünf Personen er trunken sind. Ein Herr aus Honnef, welcher sich mit Frau, zwei Kindern und einer zum Besuch bei der Familie wer lenden jungen Dame ebenfalls unter den Ueberfahrenden befand, konnte seine Frau und Kinder retten, dieselben hatten ein größeö Brett erfaßt, die junge Dame jedoch ist nicht wieder gesehen worden. (Nach andern Meldungen sollen von 10 Personen nur 2 ertrunken sein, der Gärtner und ein junges Mädchen.) Aus München wird unter dem 6. ds. g?schrieben: Eine nicht sehr große Zahl Geladener und sonstiger In teressenten fand sich heute im Glaspalast ein, um die Flugversuche des Aeronau ten Gustav Koch zu besichtigen. Das sischähnliche Modell birgt in seinem Hin tertheil einen Dampfapparat, welcher das im Hintertheil befindliche Räderwerk treibt und dieses wieder die vier Flügel und den schaufelartigen Steuerflügel an der Spitze in Bewegung setzt. Das Modell hangt von einem in einer Höhe von circa 20 Meter gespannten Drahtseil, auf dem 3lollen laufen, herab. Der heutige Versuch, der, wie überhaupt alle andern, nur dazu dienen soll, Herrn K?ch die Mängel und Fehler seines neuen Ex periments zu zeigen und ihm Gelegenheit zu geben, letztere zu verbessern, fiel gut aus. Später flog auch ein eigens von Herrn Koch engagirter junger Mann, welcher, an dem Drahtseil hängend, mit Flügeln versehen, von der Höhe sich her abschwang. Nach der Ansicht des Hrn. Koch ist die Möglichkeit persönlichen Fluges nicht ausgeschloffen. Die Fähig keit hierzu wird jedoch nur bei Akrobaten und ähnlich günstig veranlagten Jndivi duen zu finden sein. Wenn seine Ver suche von Elfolg gekrönt werden, wird Herr Koch mit seinen Gehilfen solche im Freien veranstalten. J.Il.Ryan&C., 'jiinii i ui i 62 und l!4 Ost Maryland Straße, Indianapolis. Getreide. Vehl, Futter, Vrodukte ,e. Aufbewah. kungöplotz (storage) für Mkhl und tontige Kltikkl. Unser Zimmer sind groß, luftig und rein. Gentml Garten ! Nordöstl. Ecke Washington und East Str. Schöner Oommergarten, Lustiger kühler Vlatz. Veste Opeisen und (Getränke-. IST Zu zahlreichen Besuch ladet ein JPKTER WAGNER, Eigenthümer.
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