Indiana Tribüne, Volume 9, Number 321, Indianapolis, Marion County, 10 August 1886 — Page 1

Sahrgaug 9.

Indianapolis, Jndkana Dlenstag, den I. dwflufi 1896.

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V3$VV-W ü trx)n Spalte' fotsrit dieselben nt$t Teschäftsanzeigen find nnd de Rflna öo dttt Zellen nicht öbersteize, dndeu o t u t g t l U l ich aufgenommen. Diestlbeu Meiden 3 Tage stehen, Unnen aber nbeschräutt erneuert werden. Lnzeigen, welche bis Mittag, 1 Uh, adge. zedeu werden, fiadeu noch am selbige Tage Aufnahme. Oerlangt. V r langt in deutschkS iidchen im Eircle Park Hbtel Berlin gt: Sin Junge um ial Uhrmach raeschäft ,u erlern, ernst Herrann, No. 9k OK Market ttai. ttag erlangt: Ein ädchen für gewöhnlich Haular fc.it. etn ascken und kin Baela. Nachjufraikn in o. AI Nord Alabama Straße. 13, Verlangt wird ein fleißiger junger a-n. Nach ,ufragen in der Tösfr,i, 4 N Jllli Str. IZag Verlangt: Sin gut sohlen deutsches äd chen. 16 17 Jahre alt. Ecke von ftsq und Carlo? Straß'. Sag Verlangt: Agenten und den für die befte roerficherun. Für die utual Reserve Fund Life Iusurinc So , die befte in Amerika. Fü, den .Orden von lonti be,ablt S:5 per Woch rank ilnternü,g 1 in steden Jahr, ende ich an rubd. SSajtoa , 31 Ctrcle Straß, !JndianollS, Ind. da Brl an g t: Lute mit arital, um den Staat mit wer rftnoun, ,ar rleichterun, der Laft fär Zug rfer, ,u controunen. Verkauft sich an jeden Pferde genttzümer. ein Srpnent, fonder et' 6 ähn Lache. Tausend in gebrauch. Etwas ftafUnfcel fUr einen energischen Stattn. ährI bei O. D. Whtte, 234 Säst Lake Straße, Chicago. da tellcgesuche sucht: Ein Wä-chen sucht eine Stell in einer Familie. Hat gute Empfehlung. No. 4 Minerva Straße. " ' 2ag esucht rotrd rde von einem Manne, der gut Empfehlungen hat. ahere in der Office d. BltS. IS da Zu vermiethen. oermiethen: Mehrere hübsch Zimmer in i. Denke'! lock, 326 Oü Wash. 6tc da Verschiedenes. C ol Ira a es) tt n ntrtitii uutittfTt'.at und Selber aut üuroa etnae I g von RrtKMVs. Lff. Notar. 4U eüfc erima Straße. Proxr un oiaia Veorenuug. IKlut-, Haut nud Nerveukrankhei).! ten eine Spezialität. Dr. Denke-I Walter, 226 Oft Vashiugton 6fc. ttnt Wuflcrge ! Lik Witzlieder de, Jnd'pls Teutsch Gegenseitige FeuerVersicherungs'Gesellschaft, erden hiervtt I:nochrichttgt, daß sie auch dies Jaör kein Äaflag ,u entrichten haben. Otto Stocnhaii, Präs. Herrn. Slotooldt, Sekr Office : 113 Ost Wasbingtonstk. Aufräumen! Wir sind flezenwZrtiz damit beschäftigt nn sera gavzen Kram doa Sommer- Hüten lot;uschlagen. Um so schnell wie möglich damit fertig z erden, haben hur eme Außerordentliche Herabsetzung von Preisen eingeführt. Kommt Alle ! Kommt schnell ! Bamberger's No. 10 Ost Wasbiogtonste Frauen Hilss-Vcrcin ! Mittwoch, btn 11. August, achmrttigZ 3 Utr, regelmißtge Geschäfts, ersam. lang und Aufstellung neuer SomiteZ. Zahlreich! rfcheiaen tft erwünscht. m v. Lkarten, Sekr. Sommcrnachtssest - eranstattet om Ilational öairischen Unter. Verein am Samstag, dkll 14. August, im Vhömx mUa ? (Eintritt . . 10 CmtS. Frau Wullschleger, Geprüfte Sebanlne Hit ihr Prüfung laut Zeugnisse t Prakttlche t, i Theoretischen aaf der SanttätZdtrertlon Zürich in der chet, vr,Sgttch bestanden und emxhlt fich a2en Frauen. Sut aufmerksam Behaudl ird tgst4ert. No. 25 Süd Nev Jersey Straße.

HeoeÖ per Telegraph. Wetter Aussichten Oash tn gl o n, D. C.. 9. August Strichregen, bleibende Temperatur. . Der Chicago er Tendenz Prozeß. Chicago. 10. August. DieVer theidiger riefen Gilmer nochmals auf den Zeugenstand, und versuchten ihn über seinen biShtrigenLedenSwandel aus

zufragen, andeutend daß er Bigamist und Brandstifter sei. Die? wurde nicht ge stattet. Befragt, ob er gewisse Aeuker. unzen einem gewissen Graham gemacht habe, antwortete er mit Nein. Sraham zeugte das Gilmer zu ihm gesagt habe, daß der Bombenwerfer die selbe auch angezündet, dab derselbe ihm den Rücken zugewendet h.ibe und von mittlerer Gröke gewesen sei. Die Ber theidiger erklärten hierauf, daö sie mit den Verhör der Entlastungszeugen zu Ende seien. Meriko und dieVer. Staaten. St. LouiS. 10. Aug. Nachrichten von El Paso mtlden. dab die Mexikaner über die Grenze schössen, dak groke Auf reauna dtttsche. und dak man nch aus einen Angriff von Seiten der Meiikaner vorberelte. DraytnaAiHteo. Der Chicag oee Te nden zProzeß. Chicago. 9. August. Eine große Menschenmenge hatte sich heute emgesun den. indem bekannt geworden war. daß SpieS heute den Zeugenstand betreten erde. Der Gerichtösaal und die Corri dore waren überfüllt. Der erste Zeuge war Schwab. Seine Aussage war folgende : Wohne seit 5 Jahren in Chicago. War Mitarbeiter der wArb.-Ztg.- War am Abend des 4. Mai in der Office der .Arb..Ztg ES lief eine telephonische Nachricht ein von DeeringS. daß SpieS hinauttsamen und sprechen möze. Zeuge begab sich dann nach demHeumaktTum Spie auszusuchen, und traf dort seinen Schwager Sehnaubelt. Letzterer trug helle Meider. Zeuge nahm dann eine Car und fuhr nach DeeringS Fabrik. ES nahm dleS ungefähr 65 Minuten in An spruch. Er traf daS Comite an der Ful lerton Avenue. hielt dann eine halbstün dkge Rede über die Achtstundenfrage. kam nach seiner Wohnung um 11 Uhr. Zeuge traf Spiek nicht am Heumarkt, sprach nicht mit ihm, hatte keine Unter Haltung über .Pistolen und Polizei" in der Alley oder sonstwo. Die Atrsamm lung hatte noch nicht begonnen, als er den Heumarkt verließ. Sah SpieS erst am nächste Morgen wieder. . Kreuzverhör: Grinnell. Wie lange sind Sie in Chicago? A.: Ueber 6 Jahre. F. : Sind Sie so lange in Amerika ? A. : Ungefähr 7 Jahre. F. : Wo waren Sie. ehe Sie nach Chi cago kamen ? A.: In Milwaukee und einige Zeit im Wtsten. F. : Zu welcher Gruppe der I. A. A gehörten Sie? A. : Zur Nordseite Gruppe. F.: Kennen Sie die anderen Ange klagten ? A. : Ja. Alle. F. : Wie lange kennen Sie Lingg? Ein and erhoben und ausrecht erhalten. F: Sie wurden von einem jungen Manne, Namens Brand in Kenntniß gesetzt, daß Sie nach DeeringS kommen sollten? A : Ja. I : Wo ist der Mann fetz! ? -A: DaS kann ich nicht sagen, da ich ja schon 3 Monate in der J&il sitze. ZeiSler : Wir können'S Ihnen sagen. Mr. Grinnell; wir erhielten heute Mor gen einen Brief, von ihm. Grinnell: Er ist in Cincinnati ? ZeiSler: Wir sagen' Ihnen vielleicht später. F: Wann fuhren Sie nach DeeringS? A : ES möchte Uhr gewesen sein. F : Und wann kamen Sie dorthin ? A : Es war ungefähr 20 Minuten nach 9 Uhr. I: Gingen Sie direkt nach der Ver fammlung ? A : Nein, ich suchte in Gemeinschaft mit dem Manne, der mich per Telephon berusea, nach dem Comite, um diese zu blsragen, über waZ ich sprechen sollte. F: Und Sie fuhren direkt nach HauS, nachdem Sie gesprochen hatten ? A : Nein, wir gingen erst nach einem Saloon. tranken ein GlaS Bier und ich aß etwas ; dann fuhr ich nach HanS. F: Wann kamen Sie nach Hause ? A : ES mochte 11 Uhr gevesen sein. F: Sind Sie ein Anarchist? A: Ich möchte erst wissen, wa? Sie darunter verstehen. I : Sle sind Mitglied der lnternatlo valen Arbeiter-Association? A: Ja. Der nächste Zeuge war August SpieS. t trug eine merkwürdige Selbstdeherrsch

ung zur Schau, und sprach mit kräf tigem Ausdrucke. Ist 21 Jahre alt und kam 1872 nach Amerika. War Redakteur der Arbeiterzeitung und erhielt 518 wöchentlich Gehalt. War am 3. Mai in Folge einer Einladung bei dem Black Road Meeting. .Meine Rede, sagte SpieS. war eine gewöhnliche. Ich rieth den Leuten fest zur Union zu halten. Während ich sprach, ertönte ein Ruf in einer mir fremden Sprache,. und 200

bis 400 Leute gingen weg, auf die Fabrik zu. Ich sprach noch eine Weile und ging dann ebenfalls nach der Fabrik. Ich sah Leute sich verstecken. Andere davonlaufen. während die Polizei nach ihnen schoß. Dieser Anblick empörte mich und mein Blut fing an zu kochen. Während ich )a stand, kamen drei Jrländer aus mich zu und sagten mir. daß sechs Männer todtgeschosten und über dreißig verwundet seien. Ich ging dann nach der Arbeiterzeitung und schrieb den Artikel mit der Ausschrist Blut ! I: Schrieben Sie da Rachezirkular? A : Ja, bloß daS Wort Rache schrieb ich nicht. F: Wissen S e, wie daS Wort hinein kam? - A: Ich weiß eS nicht. F : Wann wurde eS geschrieben ? A ; Unm'ttelbar. nachdem ich zur Ossice zurückkam, ich war sehr aufgeregt und wußte auS Erfahrung, paß diese Men schenschlüchterei stattfinde, um die Acht stundenbewegung zu unterdrücken. SpieS sagte ferner, daß er ein Zirkular zur Einberufung der Versammlung aus dem Heumarkt gesehen habe, dasselbe schloß mit den Worten : .Arbeiter kommt bewaffnet in voller Stärke". Er habe gesagt, er erde nicht zur Versammlung gehen, wenn diese Worte nicht herauSge nommen werden, und er habe deren Her auSnahme angeordnet. SpieS fuhr fort : .Ich ging zur Ver sammlung mit meinem Bruder Henry. Ich fragte daselbst nach ParsonS und man sagte mir, derselbe spreche an der Ecke von Randolph und Halstead Str., gmg mit Schnaubelt hin, um ibn zu holen, und kam dann mit demselben zurück. Ich ladS chwab. g ar Licht, Sch n aubelt sagte mir, derselbe sei nach 'DeeringS gegangen. Aus die Frage, ob er mit Schnaubelt in die Alley gegangen sei und die Bombe angezündet habe, sagte er lächelnd: Nein! Schnaubelt kann kein Wort Eng lish sprechen, und eS ist ganz unmöglich, daß ich die angegebene Unterredung mit ihm hatte. SpieS erzählte weiter, aß er auf dem Wagen war, als die Polizei kam. die Versammlung war beinahe zu Ende. Er ging mit seinem Vruder Henry weg. alS auf einmal der furchtbare Knall kam. Er habe geglaubt, die Polizei habe mit einer Konone geschossen. DaS Zeugniß von Gilmer, sagte SpieS, war ein vollständiges Lügenge webe. Die von dem Zeugen Atkinson ange führte Unterredung gab SpieS alS richtig zu. Derselbe wollte einen Artikel über Anarchismus schreiben. .Ich hatte suhr SpieS fort .zur Zeit vier Bomben in meiner Office, welche dort länger alS drei Jahre lagen. Zwei bekam ich von einem Mann, welcher auf der Durchreise nach Neu Seeland hier war und ein An derer gab mir kurz daraus die andern beiden. Thompson wollte eine haben, um sie Herrn Stone zu zeigen und ich gab sie ihm. Wir gingen zusammen zum Essen nach einer Restauration und sprachen über die gesellschaftlichen Zustände und die Schwierig'eiten, welche aller Wahrscheinlichkeit noch daraus ent stehen würden. Ich sagte daß in Chi cago 3000 bewaffnete Sozialisten seien. Wir sprachen über Revolutionen und ich sagte, daß früher von den unterdrückten Massen Pulver angewendet wurde und daß Dynamit heutzutage eine große Hilfe sei. Ich habe nie eine bestimmte Zeit erwähnt, wenn die Revolution aus brechen werde.SpieS wurde sodann über die Bedeutun deS Wortes .Rube" im Brieskasten der Arbeiterzeitung- befragt. Er sagte, daß er am Abend vor dem 4. Mai einen Brief folgenden Inhaltes erhalten habe : .Herr Redakteur, bitte setzen Sie in den Brieskasten Ihres heutigen Blat. te das Wort .Ruhe" mit großen Buch Haben." . Er habe nicht gewußt, was dies bedeute, bis ihm am nächsten Nachmit taze Valtasar Nau sagte, daß daö Wort .Ruhe" als das Stichvort der bewaffne ten Sektion . acceptirt sei und bedeute, daß sie. sich bereit halten sollten, falls die Polizei einen Ausruhr herausbeschwören sollte. Zeuge sagte zu Rau. daß daS sehr unvorsichtig und thöricht sei. Zeuge hatte seit 2 Jahren 'Sprengpulver und Zündschnüre in seineu Schreihtische. Er hielt eS, um es Reportern zu zeigen. Er wußte nichts von einen Packet Dynamit und einem Revolver,, welcher, in der .Arbeiterzeitung- gefunden war. Er trug gewöhnlich einen Revolver, hatte

denselben aber am Abend deS 4. Mal bei CrAldermen Staube? gelassen. , SpieS sagte ferner auS, daß ihn die Polizei in höchst brutaler Weise behandelt habe. Superintendent Ebersold habe zu ihm aesagt. .Du schmieriger deut scher Hund, wir werden Dich hängen.Er (Spie?) habe ' darauf kein Wort erwidert. ,; Auf die Frage, .ob er de Ausdruck: .Arbeiter zu den .Waffen- geschrieben

habe, antwortete SpieS mit Ja. - F: Warum thaten Sie da? A: Ich wollte den 'Arbeitern begreiflich machen, wie man sie behandelt. Ich bin der Ansicht, daß sie daS Recht baben, sich zu vertheidigen, wenn sie angegriffen werden. Ich schrieb. aS vor. mir Viele geschrieben haben, nnd rieth zu dem, was die Constitutiorr gestattet, und waS empfohlen werden wird, bis Gutes daraus entspringt. F : Sie versuchten also Ihre Leser zur Revolution aufzureizen ? SpieS erging sich hier in einer langen Erklärung über die soziale Revolution Er sagte, eS sei seine Ueberzeugung, daß die abeitende Menschheit von dem aus ihr lastenden Drucke nicht ohne eine soziale Revolution erlöst werden könne, daß die Revolution unvermeidlich sei, und die besitzenden Klassen ihre Vorrechte niemalk ohne Kampf aufgeben werden. Der StaatSanwalt legte daraus einen Brief von Most an SpieS vor. und obwohl die Vertheidiger gegen die Ver lesung desselben oppontrten, ließ der Richter dieselbe dennoch zu. Der Bries lautete, wie folgt : New York 2-10-85. Lieber SpieS! Sind 3U sicher, daß der Brief von Hocking Valley nicht von einem Detektiv geschrieben wurde? ' In einer Woche werde ich nach Pltttburg gehen und ich gehe dann vielleicht auch nach dem Hocking Valley. Gegenwärtig schicke ich Drucksachen dorthin. Die Sh. H. hat stets nur auf dem Papier eMirt, wie ich Ihnen schon vor Monaten sagte. Aber ich bin im Stande Medizin zu liefern und zwar den unverfälschten Artikel. GebrauchSan Weisungen .werden die Leute wohl nicht nöthig haben, 'a sii erst kürzlich irr-der Fr. publizirt wurden. .Wenn Sie die Adresse von Buchtel für durchaus zuver lässig halten, so erde ich 25 oder 20 Pfd. schicken. Aber wie ? Geht die Erpreß nach dem Platze? Die hiesige Organisation ist nicht besser und nicht schlechter als früher, unsere Gruppe ist ungefähr so stark wie die NordseiteGruppe in Chicago und dann haben wir die Soc. Rev. Cl., die österreichischen und die böhmischen Lea gukS. Unser Einfluß mit den Trade'Ok' ganisation ist im Wachsen. Wir zeigen unsere Versammlungen nur in der Fr. an und dieselben sind ebenso gut besucht, wie damals, da wir noch 2 bis 3 Dollar wöchentlich der Volközeitung hinschmis sen. Vergessen Sie nicht, sich mit Dury in Bezug auf das englische Organ in Verbindung zu setzen. DieS ist um so nothwendiger, da die .Truth- misercke' geworden ist und.aus dem letzten Loche pfeist. Grüße an Schwab, Rau. etc. Ihr John Most.Fr. : Haben Sie dem Schreiber dieses rsr . mm neiks Anwenung gegeben, wie er Ihnen den Stoss schicken soll? A.: Ich antwortete ganz positiv Nein ! Der nächste Zeuge war der Angeklagte ParsonS. Sein Bruder BrigadeGene ral ParsonS (Parson'S Brigade), saß heute Morgen an der Seite desselben, sich ejsrig mit ihm unterhaltend. Er war gestern Abend von Washington, D. C , hierher gekommen und wird bis zum Ende des Prozesses hier bleiben. Er be kleidet eine hohe Stelle in dem Finanz Amte. Die beiden Prsider sehen sich ein. ander sehr ähnlich. General ParsonS ist ungefähr 13 Jahre älter. alS der Ange klagte und trägt eine Brille. Aufgefordert den ganzen Hergang zu erzählen, sagte er. daß er alS die Bombe fiel in ZePf'S Halle gewesen und von dort zurückgegangen sei. Er sagte ferner, daß er Redakteur deS Alarm gewesen sei. Ueber den Inhalt seiner Rede befragt, wiederholte er die in derselben angegebe nen statistischen Zahlen. Er schilderte dann, wie die Arbeiter von Polizei und Miliz zusammengeschossen werden. .Ich sragt dann,- suhr er fort, .waS ist da gegen zu thun? Wollt Ihr Euch, Cure Frauen und Minder ferner wie Hunde treten lassen, oder . wollt Ihr Euch be waffnen gegen Eure Unterdrücker? Je mand rief; .Wir sini jetzt dazu bereti.Jch antwortete : .Nein, die Zeit ist noch nicht gekommen.- Ich ermähnte auch der Beschuldigung, daß der Arbeiter sein Geld vertrinke. .Zeigt mir Einen, der arm ist, weil er sein Geld vertrinkt, und ich zeige Euch zwanzig, welche trinken, weil sie arm sind Fr. : Sagten Sie in Ihrer Rede, daß die .Time- epsohlen habe, d.n Ardei tern Strychnin in'S Brod zu backen, daß Scott von Pennsylvania gerathen habe, die Arbeiter niederzuschießen und daß die

.Time- der erste Dynamiter im Lande sei ?-A.:' Jawohl. Fr.-: Empfahlen Sie dagegen die An Wendung der gleichen Mittel? A.: Nein, ich rieth bloß zur Bewaffnung. Tilden'S Vermögen. New York. 9. August. Samuel Tilden hat ungefähr S Millionen Dollars hinterlassen. Die Haupterben sind seine Neffen und Nichten. WaldbrSnde. Milwaukee, 9. Aug. Im nörd llchen WiSkonson richten WaldbrSnde großen Schaden an, dieOrtschaft Spencer ist vollständig niedergebrannt. ' Ver Kabel. DieZustände in Belfast. Belfast, 9. August. Die Behörden ordneten die Schließung aller Wirth? Häuser qn. In Park Street brach heute wieder ein Ausruhr aus, wurde aber rasch unterdrückt. Die Hospitäler sind ange süllt mit Verwundeten. Die beiden Kaiser. Gastein, 9. August. Kaiser Franz Joseph -besuchte heute Kaiser Wilhelm undBiömarck. Graf Kalnoky gabeln Staatsbanken. Kaiser Franz Joseph wird von den Bewohnern überall sehr herzlich begrüßt. StssuaIrteJten. New V o r k, 9. August. .Fulda- von Bremen. Be VuSland. Angek; Der Tod hält reiche E.nte unter den Meistern der deutschen Ge schichtsforschung. AuS AnSbach dringt die Trauerkunde daß daselbst gelegentlich eines vorübergehenden Aufenthalts om 21. Juli der bekannte Historiker Mari milian Wolfgang Duncker amherzschlage plötzlich verstorben ist. Wie Georg Wartz, dem er in den Tod gefolgt ist, zahlte auch er zu den berufensten Echülern des Altmeisters Leopold von Ranke. Als de? älteste seiner drei bekannten Brüder, von denen namentlich der dritte, Herrinann, als zweiter Bürgermeister vvn - Berlin trnd der - jüngste, - Franz, durch seine parlamentarische, soziale und schriftstellerisch? Thätigkest hervorgetreten sind, wurde Mar. Duncker als Sohn des Buchhändlers Karl Duncker 1811 zu Berlin geboren. Er studirte Geschichte zu Bonn und an der berliner Universität und wurde wegen Theilnahme an der Burschenschaft zu sechsjähriger Festungs' rafe verurtheikt, aber nach sechsmonatli cher Haft wieder entlassen. In Halle widmete er sich von Ostern 1839 an der akademischen Lehrthätigkeit und wurde daselbst drei Jahre später zum außerordentlichen Professor ernannt. Gleichzeitig war er auch Mitredacteur der Halle schen Allgemeinen Literaturzeituna". Seine parlamentarische Lausbahn be gann er gleich 1818. Als Mitglied der deutschen Nationalversammlung trat er dem rechten Zentrum bei ; im Erfur ter Volkshaus und in den drei preußischen Kammern schloß er sich den Altli beralen an. Vom Jun, bis Oktober 1650 suchte er von Kiel und Rendsburg aus die Unterstützung der Herzogthümer mit Geld und Vkannschaft zu betreiben. AuS jener Zeit stammen seine Gelegen Hetzschriften Heinrich von Gagern" und Vier Monate auswärtiger Poli tik". Von seinen früheren Arbeiten sind zu nennen : 0rigin65 Gennanicae", Zur Geschichte der deutschen Reichsversammlung und Die Krisis her Reformation". Später schrieb er: ,Feudalität und Aristokratie" und na mentlich das in vielfacherAuflage erschien nene vierbändige Werk : Geschichte dei Alterthums." Von dem Ministerium Manteuffel erfuhr er offenkundige Zu rücksetzung sy nahm er denn einen Ruf p,l5 ordentlicher Professor nach Tübingen an. Allein schon 1359 wude er in das Staatsministerium nach Berlin als Ge heimer RegierungSrath berufen und dann mit dem Amte eines vortragenden Rathes für auswärtige Politik bei dem Kronprinzen betraut. Später zum Gene-ral-Dnektor der preußischen Staatsarchive ernannt, schied er Ende 1874 auS oieser Stellung. Folgende sProduct der Sauregurkenzeit hat 'sich in den Spal ten der A. A." häuslich niedergelassen Die Schwalben haben auf dem blecher nen Schirm der Petroleum'Hängelamps im Empfangszimmer des Bahnhofs zu Westererringen gebaut und fünf Junge suSgeorütet, vielmehr hat die Petra leumflamme solche ausgebrütet, welche mährend der Nacht brennt, was die Schwalben, gemüthlich auf dem Nahmen des Spiegels sitzend, beobachteten ! Für jeden Bushel Pfirsiche, der von den Ver. Staaten nach Canada gebracht wird, muß an der Grenze ein Einfuhrzoll von 40 Cents bezahlt wer den. John Weilacher, Saloon n. Billialdchallc, 00 ?. Vennsylvania (Ztr.

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