Indiana Tribüne, Volume 9, Number 316, Indianapolis, Marion County, 5 August 1886 — Page 1

ißY H0 ) V AJiu Ofsiee : Ra, 120 tt MMand Straße. Sahrgang 9. Nnmner 316. Indianapolis, Jndian. Donnerstag, den 5. August !s.

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Wettetustk)ten O a s h i n g t o n. D. S.. L. August Strichregen. verZnderttcher Wind, meist Südwind. ' . - Raubversuch: Blooming tön. Ind. 5 August. Ltdte Nacht vurde vitder ein Versuch gemacht, einen Sipreßzug aus der Monon Linie AU berauben. Der ökvrebagent I. D. Winchester hökte Jemanden an oer Thüre klopsen. er öffnete dieselbe und sofort stürzte ein Mann mit einem Revol yer auf ihn zu und schob ihm eine Kngel in die Brust. Sem Gehilfe PerkinS zog sosort seinen Revolver, schob auf den Räuber und dieser sprang vom Zuge, während derselbe in vollem Lausen war. Perkin sandte ihm fünf Kugeln nach, doch konnte bis jetzt die Spur des Räuber nicht ge funden werden. Winchester wird davonkommen. Gditovielles. Aus politischem Gebiete hat die Arbeiterklasse den Kampf zu führen gegen alle Gesetze, welche gegen die Arbeiter und zu Gunsten der Kapitalisten erlassen worden sind. Sie muß sich der Gesetzge bung bemustern und Hre eigenen Vertreter dahin senden.' Die Unterdrückten sind es zu allen Zeiten gewesen, welche fcte Flamme der Freiheit und Humanität gepflegt;,' denn die Noth ist die beste Lehrmeistenn der Menschheit. Den Schwachen lehrt .sie beten, den Starken feine Kräfte, gebrauchm zu seinem Befreiung denken und handeln. Da der Conareb sich in Küne verta gen und jedmfallmewtiguLesetze mehr erlassm wird, so ist eS angezeigt, einen Rückblick auf seine Thätrgkit zu werfen. Daß den scheidenden Gesetzge bern nicht viel Gutes nachzusagen ist, der steht sich leider schon von selbst. Mehr als acht Monate ist der Congreß in Sitzung gewesen, und während dieser Zeit sind in beiden Häusern nicht weniger als 12,867 Bills und 36 gemeinschaftliche Resolutionen eingereicht worden. Davon kommen nahezu 10,000 Bills allein auf das Abgeordnetenhaus. Und waS ist aus dieser ungeheuren Menge von Entwürfen geworden? Abgesehen von den Privat- und Pensionsbills haben im Ganzen nur 150 Bills die Form von Gesetzen erlangt, und auch unter diesen sind noch keine 20, die für die Gesammtheit von Interesse sind. Erwähnenwerth sind nur, das Gesetz zur Regelung der Präsidentschaftsnachfolge, die Dingley'sche Schifffahrtsbill, das Gesetz, welches die JnkBrpyrirung, nationaler Gewerkvereine gestattet, die Herunter setzung der Gebühren auf Postanweisun gen von weniger als $5 und allenfalls noch die Acte zur Errichtung eine? Con greßbibliothek. Dagegen sind nachfolgende wichtige Maßregeln wieder nicht zu Stande gekommen: Das nationale Bankerottgesetz, das Gesetz zur Regelung deS zwischenstaatlichen Handels, die Re form des Zollwesens, die Landverwir kungs-Erklärungen, die Fundirung der Schulden verschiedener Paxisicbahnen an den Bund, die Regelung der Electoral stimmen-Zählung, die Einstellung der Prägung von Silberdollars, der Wider ruf der Verkaufs-, Waldanpflanzungs und Wüstenland-Gesetze, die Verbesserung der Chinesenacte, die Zulassung Dakotas als Staat und die Eröffnung der Sioux Reservation. Man braucht nur die letzte Liste mit der ersten zu vergleichen, um zu der Ueberzeugung zu kommen', daß der Congreß weit mehr unterlassen,' als gethan hat. Freilich sind auch einige Unterlassunzen zu verzeichnen, über die das Volk sich zu freuen hat. Vor allen Dingen die mexi canische Pensionsbill, die Bill zur Ausgleichung der Werbegelder, die Bill zur Gewährung von Pensionen an Kriegsgefangene, die Blair'sche Erziehungsbill und die Eads'fche Schiffseisenbahn.Bill. Doch fragt es sich noch sehr, ob der Con greß diese anstößigen Maßregeln nicht in seiner Wintersitzung annehmen wird, während die oben erwähnten wohlthat! gm Gesetze als vollständig gescheitert be Nachtet werden müssen. Daß aus den Bills, welche sich auf die Arbeiterfrage beziehen, nichts geworden ist, kann als kleiner Schaden angesehen werden, denn im günstigsten Falle wären höchstens demagogische Maßregeln zu Stande ge-kommen.

Drahtnachrichten.

Der Chicagoer Tendenz Prozeß Chicago. 4. August. Die Verthtidigung fuhr mit dem Vuhör ihrer Zengensort : John Garrick sagte wie solgt au : Bin geboren in Kopenhagen und unge sähr 64 Jahre alt. 'Wohne seit 1376 in dem Hause, wo ich jetzt wohne. Bin Eigenthümer deS HauseS. Kenne ebenfall Harry Gilmer. der gesehen haben will, daß EpieS die Bombe anzündete, und zwar seit 1881. F. : Wie ist der Rus de Harry Gil. merS ? A : Schlecht, sehr schlecht ! F: Würden Sie ihm unter Eid glau ben? A:Nein, Rtin! That's all ! Kreuzverhör. I : Wal wissen Sie über Herren Gil mer ? A. : Daß ich ihn all einen Menschen kenne, mit dem ein anständiger Mensch nichts zu thun haben kann. F ; Wissen Sie nicht, daß Herr Gil. er zur .Grand Army gehört?" A; Rein. F : Wissen Sie nicht, daß verr Gilmer zu derselben Company der Grand Armv" gehört, zu welcher die Herren Zobey und Dick Toddle gehören, und daß diese zuweilen mit Herrn Gilmer ver kehren ? A : Nein, in deren Gesellschaft habe ich ihn noch nicht gesehen, ich sah ihn aber mit ganz gemeinem Gesinde! v'kkehren. Staattanw.: Wüthend Woher wissen Sie da? ? A : Weil er eimal eine ganze Partie solchen Volkes in1 Hau brachte; ich warf damals die ganze Gesellschaft hinaus, und sagte Gilmer. daß er au? ziehen müsse. I: Waren das Männer oder Fraukfl? schrie der StaatSanwalt. A: ES waren Männer- und einige öffentliche Dirnen. sStreet-TVulkerZ ) 3 iMiInnae tonnn! .ßilmr be! Ihnen? 557 Einen Monat. F : Nicht länger ? A : Nein. daS war mir schon jlz lang. (Gelächter im ganzen Saal.) That' all. Conrad Messer war der nächste Zeuge. Er kam um 310 Uhr nach der Heumarkt Versammlung und stand in der Nähe deS Wagens, an der Südöst Ecke von Crane'S Alley. Sah Fielden und SpieS auf dem Wagen stehen. Hörte, daß Capt. Ward die Versammlung aufzulösen aufforderte. Fielden sagte? DieS ist eine friedliche Meeting." Sah Fielden dann vom Wagen steigen und nach dem Seitenwege gehen. Ist gewiß, daß Fiel den nicht geschossen. Sah überhaupt Niemand auS der Menge schießen. Zeuge lies nach Lake Straße in Zeps's Halle. Zeuge gehört zu keiner sozialistischen Dr ganisation, ist Mtglied der Möbelschrei nee Union. DaS Kreuzverhör erschütterte die AuS sagen deS Zeugen nicht im Geringsten. August Kronen ist weder Sozialst noch Anarchist. Hörte ParsonS und Fielden am Heumarkt sprechen. Kam hin um .9 Uhr. Hatte etwa? zu thun in der Stadt und sah dann die Versammlung an der Deöplainkö Straße vor sich gehen und blieb dort stehen. Arbeitet in Kim ballS Orgel'Fabrik. Hatte einen Freund Namens Albrecht mit sich am Heumarkt. Sah die Polizei kommen. Er und sein Freund steckten sich gerade in der Gasse die Pfeife an. Sah nicht, daß vom Wagen geschossen wurde, sah aber die Polizei schießen. Steckte dann seine Pfeife zuerst an und gab dann seinem Freude ebenfalls Feuer mit demselben Streichholz. Sah die Bombe fallen. Glaubt, daß sie aus südlicher Richtung. ungefähr 2S Fuß von der Allty. gekom men sti. Hat SpieS nicht in der Alley gesehen. Wm. Albrecht zeugte ähnlich wie Keo nen. Robert Bidinger sagte auS, daß er am Eingang der Alley über zwei Stunden mit Carl Richter gestanden habe. Sagte aus, daß alle Schüsse von der Polizei herkamen. Dem Geschworenen Reed wurde mit Einwilligung deS Bertheidiger gestattet seine erkrankte Frau zu besuchen. Frau Sophia Glum zeugte, daß Seli ger, der StaatSzeuge ungefähr am 13 Mai zu ihr gekommen sei und zwei Wochen im Hause gewohnt habe. Sie sagte, daß er in Bez.,g aus ein der Poli zei übergebentS und von ihm unterzeich netes Schriftstück. das er für nicht sicher halte, gesprochen habe.' Die itraac. ob tt ibr nickt aesaat habe, daß diese Schriftstück durch Dro hungen von ihm erpreßt worden fei. wurde für unzulässig erklärt. George Köhler und Theodor Weimelt sagten ähnlich, wie die srüheren Zeugen auS. F. A. Groh und August Krause sagten auS, daß sie im April bei der Bersamm lung der CarpenterS Union anwesend

waren, von welcher . ein StaatSzeuge erzählt hatte, daß Engel aufgkforoert habe, Geld zu sparen, um Revolver und Dyna mit zu kaufen. Sie behaupteten, daß eine solche Aeußerng nicht gemacht wor den sei. i Wilhelm Rade bezeugte. d,ß GilmerS Aussage in Bezug aus Schwad falsch sei. Er sah Schwab am Abend deS 4. Mal in einer etwa 2 Meilen vom Heumarkte ent fernten Versammlung.

C. L. Schmidt stand so nahe am Wa gen bei der Heumarktversamralung, daß er am Rade ein Strelchbol ia,ündete. agte, daß alle Schüsse von Her Polizei herkamen. . i- , M. a. , Samuel Tilden. P onkerS. N. V .4.AUZ. Samuel ft. (!.( Im m.itiP.n 4. cm . O biiutu mv im V2Mcmuiic,vcuic JJlUt gen 10 Minuten vor 9 Uhr. Samstag Abend erkrankte er plötzlich, war aber Sonntag Morgen im Stande auSzufah ren. Am Sonntag Abend wurde jedoch fein Zustand wieder schlimmer. Heute in der Frühe schon war eS ersichtlich, daß sein Zod bevorstand, er sprach nicht mehr und starb ruhig und ohne Schmerzen. ' ' Tilden wurde am 9 Rehnior Iftll in New Lebanon geboren und war somit über 72 Jahre alt. Er hinterläßt eine chwester und mehrere Neffen. Die Nachricht von seinem Tode ver breitete sich in der Stadt sehr rasch und rief allgemeines Bedauern hervor. Man betrachtet innen Tod allaemkln als einen großen Verlust für die demokratische Partei. (Tilden war in 1811 Mitglied der New Yorker Legislatur und Mitglied der Con stituante. 1855 war er Kandidat als Generalgnwalt von New 3)ctk, wurde aber geschlagen. 1873 würde er als Gouverneur gewählt. 1876 war er PrästdentschastSkandidat de? Demokratie, sein Gegner war HayeS. Die Entschel dung deS Ausfalle? der Wahl wurde da malS ln dlt Hände eines SchiedSgerlchteS gklsgt7 unvS erfstaie die'bekannte Ent fcheidung mit 8 gegen 7 zu Gunsten von HayeS. Tilden war von Beruf Advskat und war sehr reich.) Streik, Chicago, 4. Aug. Achthundert Arbeiter der Hately Schlächterei in den Union Stock PardS stellten die Arbeit ein. Sie weigerten sich, wieder die zehn stündige Arbeit einzuführen. Ein Kapitän der Heilsarmee verhaftet. L ap o rte, 4. Aug. Ein neuer weib licher Kapitän der Heilsarmee kam gestern hier an, übernahm das Commando und arrangirte einen Umzug. Die Anführerin und die aus 7 Soldaten bestehende Armee wurde verhaftet und eingesteckt. Die Bürger zeigten jedoch Entrüstung über die Verhaftung und meinten, man habe dazu nicht das geringste Recht ge habt. Die Verhafteten wurden in der That auch am Morgen wieder entlassen nachdem sie die ganze Nachl im Gesäng niß zugebracht hatten. Sie veranstalteten neuerdings einen Umzug und blieben unbelästigt. ongreb Washingtons. August. Senat. Ein Beschluß wurde gesaßt, die Tro phüen und Geschenke Grant'S im Natio nalmuseum auszubewahren. Die Resolution, alle Ueberschüsse im BundeSschade über $100,000 zur Abtragung der Bundesschuld zu verwenden, wurde passtet. HauS. Nach längerer Debatte wurde die Morrison'Resolution in Bezug auf den Ueberschuß im BundeSschade in der Fassung deS ConserenzcomiteS passtrt. Eine längere Diskussion rief die Ber Wicklung mit Mexiko bezüglich deS in Haft befindlichen Cutting hervor. Hitt von Illinois behauptete, Cutting sei gegen Bürgschaft entlassen worden, waS jedoch bestritten wurde, indem derStaatS sekeetSr behauptet, die mexikanische Re gierung habe die Freilassung CuttingS verweigert. ES schien, daß Niemand etwas Rechtes über die Angelegenheit wußte und ein Beschluß wurde nicht gesaßt. Oit ttabei. War vorauszusehen. Berlin. 4. Aug. DaS Urtheil in dem Sozialistenprozesse zu Jreiberg wurde heute verkündet. Bebel, Auer, Frohme, Vollmar, und Viereck wurden zu neun Monaten, Dietz, Müller und Hein zel zu. sechs Monaten Gefängniß verur theilt. Vie Anklqge lautete auf Theil nähme an einer geheimen Verbindung und rührte von der Theilahme an dem Kopen hagener Congresse her. Die Heidelberg er Jubelfeier. , Hei beider. 4. August. Bei der Feier . des LOOjährkgen Bestehens der

Universität waren sämmtliche europäische Universttätcn vtttreten, außerdem die HopkinS Universität in Baltimore und das Yale College in New Haven, Conn. Ein Delegat des PzpfteS überreichte als Festgeschenk den Katalog der psälzischlN Bibliothek, welche im dreißigjährigen Kriege von Tilly geraubt und dem Vatikan geschenkt wurde. Telegraphische Verb indun g mrt China. Berlin. 4. Aug. ES heißt, daß dir chinesische Botschafter mit den Regierun gen von Deutschland und Rußland wegen Anlage eine? Ueberlandtelegraphen nach Chtna unterhandle. Englische Politik. London. 4. Aug. Die Radikalen von Birmingham werden mit der Ein willigung Chamberlain'S .der Wiederwahl Matthew'S opponiren. DieS ist daS ste Anzeichen eines Bruches zwischen den Conservativen und den Unionisten. DaS neue Kabinet hielt beute seine erste Sitzung. Eine große Menschenmenge hatte sich in Downey Str. versammelt und jauchzte Beifall. Vom Ausland, ueoer eine lensatione Verhaftung berichtet die Berliner Ge richtsztg Folgendes : Eine Verhaftung wegenLandesverrathS,die vor einiaenTa 9 l r v i gen rn oem nayen scyoneoerg ourcy ven dortigen AmtSvorsteher Feurig unter Zuziehung Berliner Kriminalbeamten und Gendarmen erfolgte, machte dort nicht geringes Aufsehen. Seit längere Zeit wohnte dort in dem Hause Haupt r, rt ac r w rv. . lzraße rn. oer eoemauge ugemeur Lieutenant von Härtung mit einer Da me, zu der er in einem intimen Verhält niß stand, Plötzlich löste er dieses Ver hättniß nnd trat zu einer andern Person tn ein solches, mir der er eine Wohnung in der Hauptstraße Nr. 79 bezog. Die erstere soll nun dem früheren Geliebten, der'bon ihr vollständig unterhalten vur de, m die Karten gesehen und sogar etnen Theil seiner Korrespondenz in Händen gehabt haben, aus der unzwerfelhast hervorging, daß von Härtung Plane der Magdeburger Festungswerke, wo er früher jn Garnison ge standen, an auswärtige Staaten verrathen hat. Diese Korrespondenzen hat sie de? Veyorde übergeben, und auf Grund derselben soll die Verhaftung er folgt sein. Selbstredend .entziehen sich die näheren Einzelheiten vorläufig noch jeder Besprechung, v. Härtung wurde zunächst nach dem . Militärarrest in der Lindenstraße geschaft. Nachdem aber festgestellt, das er nicht mehr m Militärverhältnissen steht, ist seine Ueberführung in den Untersuchungsarrest nach Moabit veranlasst wo die standes amtliche Heirath mit seiner letzten Ge liebten und drmnächst sein Transport an das Reichsgericht in Leipzig erfolger. soll. i-Nicht weniger als fünf undztanzig Opfer an Todten allein hat der Versuch der holländischen Negierung, das Aalgrelsen rn Amsterdam zu unterdrücken, gekostet. Das Aalgreifen ist allerdings ein grausames Spiel, aber es ist fast das einzige Vergnügen der niede ren Klassen, und äußerst volkstümlich. Es besteht darin, daß ein Aal in ein Tau geknottet wird, das man an beiden Seiten eines Canals so befestigt, daß der Aal von einer, in einem darunter wegfahrenden Boote stehenden Person eben erreicht werden kann. Die Sache ist die, den sich heftig windenden, und überdies mit Seife eingeschmierten Aal zu greifen und festzuhalten. DaS ge lingt nur Wenigen, und Viele verlieren bei dem Versuch daS Gleichgewicht und fallen in's Wasser. Die Stimmung in Amsterdam soll furchtbar sein, und nur daS massenhafte Aufgebot von Mili tär, das in den verschiedenen Kirchen marschbereit gehalten wird, verhinderte beim Veräbniß einen neuen Ausbruch. Man sieht aber mit schwerer Sorge dem kommenden Winter entgegen, denn die Socialisten fahren fort zu schüren, wie sie denn auch die Menge hauptsächlich zum Widerstande gegen das Verbot des Aalgreifens aufgebetzt baben. Am 13. Juli kam der Win zer Jakob Maer von Grethen (Pfalz) wieder zu feinen Eltern zurück, nachdem er 23 Monate im Zuchthause zu Kaisers lautern gesessen hat. Derselbe war vom Schwurgerichte wegen Körperver letzung mit nachgefolgtem Tode, verübt an dem Aaerer . Hellwlg m Gretbeu, zu acht Jabren Zuchthaus verurtheilt worden. Nun bat sich herausgestellt. daß nicht er, sondern sein Bruder Christlan jene That begmg. Und wer ent schädigt den Armen für diese 23 Mo. nate ? Der Bundcsrath hat immer noch nrcht stch genelgt o.ezet, den Reichstags ve Htm m veyuss wavlauna un schuldig Verurteilter beizutreten. Zur Feier deS siebzigsten Geburtefestes Gustav revtags wurde . r sv..t n r . . am ia. ouu in innern eourrsorie Kreuzburg in Schlesien die Gedenktafel an seinem Geburtshause bekränzt. DaS Geburtshaus Frevtags ist ein kleines. unansehnllchcs Haus an der Kirchstraße gegenüber der evangelischen Kirche : es lst jetzt im Besitz eines Schulkameraden und Altersgenossen des . Slchters. deS

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