Indiana Tribüne, Volume 9, Number 315, Indianapolis, Marion County, 4 August 1886 — Page 1

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Neueö ve? TelegMd: . M--Ocltts ulllötf n; a s h i n g l o a. D. C..4 August. Slrichrtgkn, veränderlicher Wind, etmaS Srmttt Telnperatur. ' t Samuel I. Tilden, f N V V o r k. 4. August. Samuel I.

Tilden starb beute Morgen um 8 Uhr 45 i Min. nach kurzer Kcankheit. & hatte einen billigen Anfall von Diarhde und da Herz blieb plödlich stille strhen. ES befanden sich bei ihm in der Todesstunde Dr. SamQonS und Dr. Swift, und lein Nichte Mib Held. Flaggen sind aus Halbmast gezogen. Ein Attentat. London, 4. Aug. Am Samstag schok in Constantinopel ein Tartar zwei Mal auf den Croßvezier. ' Er wurde ver baftet. Borden Sultan gebracht, sagte er, der Grobvezier habe ihm Gerechtigkeit versagt. Er bat den Sultan, den GroKvezier zu hängen. Gditoriclles. - Der New Yorker Richter Bookstaver hat einigen Appikanten . um Bürgerpa pme, dieselben aus dem Grunde verweigerr, weil sie an dem Boycott gegen den Bierbrauer 'Ehret theilnahmen. . Das Gesetz sagte der Nichter schreibe vor, daß I zur Erlangung der Vürgerpapiere em guter moralischer Charakter nöthig sei. Einen solchen habe der Bohcotter nicht. Das ist aber doch starker Tabak. . Wir haben noch niemals viel vom Boycott gehalten, weniger aus rechtlichen Skrupeln jedoch, als vielmehr weil wir ihn für nutzlos halten, ja unter Umständen sogar dem Arbeiter schädlich. Auch führt diese Kampfeöweise in der That öfter zu Handlungen, welche vom Standpunkte des Rechtes aus nicht gutgeheißen werden können, aber dem Boycotter schlechtweg jeden moralischen Charakter abzusprechen, das ist doch zu stark, und kennzeichnet den Klassenkampf in seiner häßlichsten Gestalt. In Hetzkas aufsehenerregendem Werke : Die Gefahr der sozialen EntWicklung" befindet sich folgende Stelle: Einst war wirthschaftliche Ungleichheit, die Ausbeutung der großen Massen durch eine Anzahl Bevorrechteter, bewußt das Grundprincip jeder staatlichen und moralischen Ordnung ; gleichviel, welcher politischen Auffassung die Staaten des Alterthums und Mittelalters gehuldigt haben mochten, der Grundsatz, daß die Menschen von Natur aus nicht gleich seien, daß es Bevorrechtigte und Parias gebe, war Allen gemeinsam. Seit der großen französischen Revolution erst ist die absolute Gleichheit vor dem Gesetz zur principiellen Rechtsüberzeugung aller civilifirten Staaten geworden, ja man könnte sagen, daß kaum jemals zuvor eine neue Idee so vollständig triumphirt habe, wie diese. Aber dieser Anerkennung deö Princips steht die Unfruchtbarkeit desselben im praktischen Leben gegenüber. Die unbedingte Gleichheit vor dem Gesetze geht Hand in Hand mit einer Ausbeutung der arbeitenden Klassen, die sich in wirthschaftlicher Beziehung nur der Form, nicht dem Wesen nach von der antiken Sklaverei oder von der mittelalterlichen Hörigkeit unterscheidet. Während also in den Staaten des Alterthums und MittelalterS das herrschende Rechtsprmcip mit dem praktischen Leben in vollem Einklänge sich befand, gähnt jetzt zwischen Theorie und Praxis eine Kluft, wie fie niemals zuvor zwischen den Ideen und zwischen den Thatsachen einer ganzen Welt ähnlich bestanden hatte. Die besten, edelsten und freisinnigsten Männer glaubten ein Jahrhundert hindurch beinahe ausnahmslos und glauben größtentheilS heute noch, daß die Freiheit und Gleichheit aller Menschen dadurch zur Thatsache geworden sei, daß den Massen das politische Stimmrecht, die Gleichheit vor der Justiz und das Recht gewährt wurde, über ihre Person nach Gutdünken zu verfügen. Es ist nicht gar lange her, daß man ernstlich darüber nachzudenken beginnt, ob denn mit all' diesen an sich ganz werthvollen Rechten Demjenigen gedient sein könne, dem die Ausübung des ersten und wichtigsten aller Menschenrechte, nämlich des Rechtes, zu leben, verweigert ist. Jetzt erst beginnt man sich wieder daran zu erinnern, daß der Mensch ein Wesen sei, welches nicht blos geistige und politische sondern auch körperliche Bedürfnisse habe, so daß die letzteren, als die unab-

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weislichsten und dringlichsten, auch die wichtigsten von 'allen seien. In jenem Zeitalter, wo genügsame Lebensfreude die Gemüther der Meisten beherrschte, kannte selbst der elendeste Vagant nicht jene bittere, unablässige Angst vor dem Hunger, die heute, wo die Mehrzahl der Menschen zu unausgesetztem Verzweiflungskampfe gegen den Hunger verurtheilt ist, selbst Diejenigen nicht frei läßt, die im Ueberflusse schwelgen. Unser Zeitalter ist vom Wahnsinn der Furcht vor dem Hunger besessen. Man betrachte den Millionär, dessen Bedürfnisse vielleicht gering sind, der die Zinsen seiner Zinsen nicht verzehren kann und der doch unablässig nach neuem Besitze hastet und jagt, sich des Erworbenen nicht freuen kann, weil neuer Erwerb all' sein Sinnen und Trachten erfüllt ! Was ist er, wenn nicht ein Wahnsinniger, der inmitten aufge häufter Schätze zu verhungern fürchtet, und wo anders liegt die Quelle seines Wahnsinns, als in dem Schauspiele, daS ihn rings umgiebt, in dem grauenerre genden Stoßen und Drängen seiner Mitbürger, denen das Hungergespenst wirklich an Leib und Leben geht. Man glaube auch nicht, daß hiermit eine Ausnahme gezeichnet ist; so allgemein ist der Wahnsinn, daß die wenigen gesund Gebliebenen als Sonderlinge verlacht werden. ' DraytnaWHten. Der Chicagoer TendenzProzeß. -Chicago. 3. August. Fwu Black. die Gattin des Vertheidiger beschenkte heute Herrn Spies mit einem Bouquet und gab den übrigen Angeklagten Zeitun gen und Zeitschrisktn. Dr. JameS Taylor sagte auS, daß er seil 45 Jahren in Illinois und seit 3 Jahren in Chicago wohne. War bei der Versammlung aus dem Htumarkte. Er sah Fielken unmittelbar nachdem die Bombe gefallen war. Derselbe hatte keinen Revolver. Die Bombe kam von einer Stelle 20 Fuß südlich von der Alley wose!bst eine Anzahl Kisten stand, und flog in nordwestlicher Richtung. Er habe zuerst geglaubt, Fielden würde gemik der Erste sein, der getroffen wird. Zeuge blieb bis die Menge sich in die Alley verlaufen hatte. Eine Anzahl Zeugen sagten auS, daß die Reputation von Gilmer, der gesehen haben wollte, wie SpieS die Bombe an zündete, sehr schlecht sei. Joseph Kutscher, ein Schuhmacher, sagte aus, daß er auf dem Heumarkte eine Schußwunde empfangen habe. ES schoß Niemand, a!S die Polizei. Frank Laab, ein Bäcker sagte eben fall, daß bloß die Polizei geschossen habe. John Obritty.ein Schristsetzer, zeugte, daß Gilmer einen sehr . schlechten Rus habe. Wilhelm Urban, ein Schriftseder an der .Albeiterztilung war eb?nsallS bei der Versammlung. Er hörte wie Fielden sagte : Wir sind friedlich- und zwar in einer Weise, alS wollte er daS blob zu Cpt. Ward sagen. So etwa wie: .Hier kommen die Bluthunde- oder wie : .Thut Eure Pflicht, wir werden die unsrige thun- wurde nicht gesagt. Wm. D. Gleason, ein Schuhmacher. sagte aus, dsb bloß die Polizei geschossen habe. Kreuzverhör. F : Sie sind, was man einen irischen -Dunamiter nennt, nicht wahr? A. : Ich wüßte nicht, daß ich einer bin. F : Haben Sie sich nicht so nennen hören? A. : Ich kann m'ch dessen nicht erinnern. F.: Kamen Sie nicht in'S Land. um Dynamit und Revolution zu predigen? A. : Nein! F: Sie kamen mit Empfehlungsbriefen von O'Donovan Roffa ? A : Nein. F: Wo lebten Sie in Irland? A: In New Castle am Tyne. F: Sie waren dort Mitglied einer revclutionSren Organisation? A:Ja Vhl war ich daS. F : Nid Sie brachten die Papiere der Organisation mit hierüber. A : Bis zu einem gewissen Grade, ja. F: Hörten Sie den Namen Jay Gould'ö bei der Versammlung erwähnen ? A: Ja. F: Antwort darauf auS der Menge? A : Ja wohl, eS wurde gerufen : Hängt ihn, erschießt ihn. F : Wa sagte der Redner daraus ? A : Die Zeit dazu sei noch nicht gekommen. F: Kamen Sie nicht nach der Verhaftung der Angeklagten zu mir und sagten, Sie wüßten ntchlS von der Heumarkt'Af faire und daß SieNeebe zu sehen wünsch ten ? A : Ich errinnere mich nicht, gesagt zuhaben, daß ich von der Affaire nicht wüßte. F: Sagte ich nicht, Sie sollten sich in Acht nehmen, Ihr Name sei selbe? vor

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VolltS Gewicht. Offiee: JSo. V Virginia Ayo. der Grand Jury und daß man Sie viel leicht noch festnehmen würde? A: Sie sagten etwa? dieser Art, aber ich dachte Sie scherzten. F : Sie gingen jedoch sofort eg ? A: Ja. ich ging mit einem Freunde weg. Wm. Sah! sagt aus, daß er ein So zialist aber kein Anarchist sei. Er war bei der Versammlung aus dem Htumarkt. und ist gewiß, daß alle Schüsse von der Polizei kamen. Eberhard Hiersemendel sagte in ühn licher Weise aus. Die beiden letzten Zeugen konnten kein Wort englisch und machten ihre Aussagen mit Hilfe eines DollmetfcherS. Streitende Dampferlinien. New V o r k. 2 August. Heute fand eine Conferenz der Vertreter sämmtlicher europäischer Dampferlinien mit AuS nähme der Red Star Line statt. Gusta? Schwab, Agent deS Norddeutschen Lloyd führte den Vorsitz. Die Conserenz vtrtagte sich biS Montag, um Instruktionen abzuwarten. ES heißt die Rotterdam Eo. habe ihren Vertreter instruier, noch 53 unter den PretS der Red Star Line herunterzugehen. Dies würde den Fahr preis nach guropz aus $18 und von Eu ropa auf $12 festsetzen. Hr. Richard, der Vertreter der Hamburger Linie, sagt daß S die Absicht sei. die englischen Linien zu bikämpsen, weil sie Pzffzgiere zu reduzirten Preisen befördert hätten, und daß die Baltie Linie etablirt worden sei, um den skandinavischen Verkehr zu bekommen, der sich bis j'tzt fast auS schließlich auf die englischen Linien beschränkte. Die G. A. R. in Sa n FranciSk o. SanFranciSko. 3 Aug. Die Stadt ist voll von Fremden. ES wurde elf Uhr bis der große Umzug sich in Be wegung fetzte. Derselbe brauchte nahezu zwei Stunden um einen gegebenen Punkt zu passtren. An der Markt Straße wurden Plätze für 55 verkauft. In letzterer Straße näherten sich sechs weißgekleidete Mädchen der Kutsche deS Gen. Sherman und bewarsen Letzteren mit Blumen. Da? Welter war äußerst angenehm und kühl. Ver Kadei. Beigesetzt. B a y r e u t h, 3. August. Die Leiche LiSzt wurde heute im hiesigen Kirchhofe temporär beigesetzt. Die Leichenfeierlich seit war sehr einfach. Der Sarg war mit Blumen bedeckt, von denen die meisten von deutschen Fürsten gekommen waren. Alt Heidelberg, du seine! Heidelberg. 3. Aug. Jedes Hotel. ledeSWirthShauS von hier biSMannheim, ist mit Besuchern besetzt, welche Tdeil nehmen wollen an der Feier deS 500 JahreStag der Gründung der Univer stlät. Die Deputationen der anderen deut schen Universitäten versammelten sich letzten Abend in der Festhalle und der Bürgermeister hielt eine Ansprache. ES waren ungesähr 5000 Personen anwe send. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm er öffnete die Feier in Person, und hielt eine Anrede, welche einen Rückblick aus die Geschichte der Universität enthielt. Der Großherzog von Baden a!S Rektor der Universität erwiderte auf die Rede deS Kronprinzen. Du Bürgermeister machte der Naiver sttät nne Büste des GroßherzogS zum Geschenk. Abschied deS VicekönigS. Dublin, 3. August. Der Abschied von Lord und Lady Abe'rdeen war phänomenal. Ganz Dublin rückte auS. Der Lord Mayor ersuchte Lord Aberdeen der Königin die Szene zu beschreiben, und ihr zu sagen, daß dies nur ein Schar ten deS Empfanges sei, der ihr zu Theil werden würde, wenn sie in Person käme und Irland seine alten Rechte wieder gäbe. In der Adresse der Stadtvertreter wurde gesagt, daß nichts weniger als die Gladstone'sche Maßregel Irland besrie dige. tT Der Optiker MoseS, welcher, einen Laden an Nord Pennsylvania nahe ver Washington Straße führte, ist heute früh um L Uhr am Rothlaus daS in Blutvergiftung übergegangen war. ge storben. Er war ein hoher Fünfziger.

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Conrad Usueller. Gute Qualität. V a r d : 149 South Alabama Ot. Vom Auslande. Die Gesammrzay l oe, jüdischen Bevölkerung wird in dem neuen Jahresbericht drr in Paris erscheinenden .Archives Jsraelites auf 6,300,000 angeschlagen. Auf Europa entfallen 5, 400,000 Juden, welche sich, wie folgt, auf die verschiedenen Länder vertheilen : Deutschland 562,000, Frankreich 63, 000, Oesterreich-Ungarn 1,644,000 (Galizien allein 683,000), Italien 40,000, Niederlande 82,000, Rumänien 363, 000, Nußland 2.552,000 (davon in Polen 768,000), Türkei 105,000), u. f. w. Asien besitzt etwa 300,000 Juden, unter diesen leben 195,000 in der asiatiscken Türkei (25,000 in Palästina). Afrika wird von 350,000 Juden be wohnt, von diesen leben 200.000 in Abessinien, 600, in Marokko, 55,000 in Tunis. 250,000 Juden sind nach Ame. rika gewandert. irtn ercy u tternder iln glücksfall hat die Familie des Rittergutsbesitzers D. Hollweg auf Gr.'Wei. ßensee in Ostpreußen betroffen. Herr V. tzollweg feierte seine Silberbochzeit. zu der auch die beiden Söhne, der ältere, Schüler der Kunstakademie in Düsseldorf, der jüngere. Student der Heidelberger Universität, eingetroffen waren. Die Unterhaltung der jungen Männer lenkte sich auf die Construktion des neuen Re petirgewehrs, welches der Heidelberger Student beschrieb; um die Sache den Zuhörern zu verdeutlichen, ergriff der Student ein doppelläufiges Gewehr, ohne vorerst. zu. prüfen, ob- es geladen sei, spannte bei seinen Erklärungen den Hahn und dabei glitt der Daumen von demselben ab und im nächsten Augenblicke sank sein Bruder in die rechte Brust getroffen nieder. Glücklicher Weise befand sich unter den geladenen Gasten auch ein Arzt, der die Wunde sofort verband und sie für nicht lebensgefährlich erklärte. Aber wahrend man sich noch mit dem Verwundeten beschäftigte, erdröhnte plötzlich in einem oberen Zimmer ein zweiter Schuß. Der unglückliche jüngere v. H. konnte den Schmerz und den Lorwurf, Mörder seines Bruders zu sein, nicht ertragen ; er begab sich auf sein Zimmer und schoß sich eine Kugel durch den Kopf, die sofort seinen Tod herbeiführte. Der ,Meraner Zeitung" wird aus Tuen! vom 4. Juli geschrieben: Auch die Cholerafurcht hat ihre heiteren Momente. Gestern, mit dem 'Abendzuge, langte ein behäbiger Reisender, von Voghera kommend, in der Grenzstation Ala ein, und vertraute einem Conducteur in tiefstem Geheimniffe an, er möchte in einem Waggon Platz nehmen, der mit einem jener unentbehrlichen Apparate verschen ist, die in gewissen kritischen Momenten als Segnungen der Cultur erscheinen. Der Conducteur hört es, entspricht dem Wunsche des Reisen den, vergißt aber nicht, seinem Vorgesetzten Beamten pflichtschuldige Meldung über diesen Vorfall zu erstatten. Der Beamte berichtet es der hohen Polizei, diese benachrichtigt den Cholera Arzt, dieser runzelt bedenklich die Stirne und unserem Reisenden folgt, ohne daß er es ahnt, ein Diener der heiligen Hermandad bis Trient. Die Polizeiwache summt in Trient dem Jnspectionsbeamten zwei geheimnißvolle Worte in's Ohr, man eilt den Bürgermeister, den Spital-Chef und den Stadtarzt von dem Ungeheuerlichen in Kenntniß zu setzen. Siehe da ! Nach etwa einer Stunde präsentirt sich dem Reisenden, der im Hotel Europa" behaglich beim Abendmahle sitzt, der Stadtarzt, wie man sich erzählt, von einer Wache gefolgt. Dem Fremden wird bei diesem unerwarteten Besuche etwas bange zu Muthe und er fragt beklomme nen Herzens, welchem Umstände er die Ehre des Besuches verdanke. Der städtische Arzt, eine äußerst liebenswürdige Persönlichkeit, antwortet mit verbindlichstem Lächeln, er sei nur zum Zwecke gekommen, sich nach dem Besinden deS werthen Gastes zu erkundigen. Ich besinde mich ausgezeichnet," meinte der Herr aus Voghera. Freut mich sehr," antwortet unser Arzt, aber in Ala haben Sie ein Begehren gestellt, das einigen Verdacht erregte; Sie verlangten einen Waggon, in dem einer jene? Orte vorhanden ist, die zu gewissen Zwecken dienen !" Wollen Sie mich vielleicht in ein Lazareth stecken, dann reise ich lieber gleich wieder ab !" Nein, gewiß nicht, ich bin nur gekommen, mich nach Ihrem Befinden zu erkundigen." Kurz, unser Italiener aus Voghera, der ein be geisterter Anhänger der Bezuemlichkeit bei allen Gelegenheiten ist, erklärte schließlich, daß er auf Reisen stets solche Waggons benutze, die mit einem gehei men Cabinete versehen sind, weil ihm fünf Minuten Aufenthalt nicht genügen und so löste sich die Tragikomödie in gegenseitiges Wohlgefallen auf, nachdem man Polizei, Bürgermeisterei und Sanilätspersonale in Thätigkeit versetzt hatte.

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