Indiana Tribüne, Volume 9, Number 303, Indianapolis, Marion County, 23 July 1886 — Page 1

HH eMÄ MsM,sO Ossiee : No. 120 Oü Nardland StrssZe. Jahrgang 9. Nummer 303. Jndlanapolls, Jndlaua Frelta. den 23. Juli :86.

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AnzeiosO a dies Spalte sodeit dieseldm Sicht 0c fchästZ anzeige find nnd den Skan von drei gelln nicht öierfteigen, beide? u s i n t g e l U l ich ans genommen. Dieselbe bleibe 3 Tage Sehen, tinnra aber beschränkt erneuert werden. Anzeigen, welche bis fXtttagl 1 Uhr adgk. zeden werden, finde och am selbige läge LufnahAt.

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NeneS per Telegrsvb. Wetter " u S t l k e n Oa ld i n gl o n. D. s.. 23 Juli. Schönes Wetter, wärmerer Nordwind. S e lbstrnord. Co shocton. ).. 22. Juli. Der Fabrikant ThomaS W. Woolen beging heute Selbstmord, indem er eine Ouan

tität Schwefelsäure verschluckte. Streik. HarriSburg. 23. Juli. 500 Ar beiter der Amtrican Tube Company in Middletown stellten wegen verweigerter LohneihSSung die Akbkit ein. EöitorieNes. Liebknecht, der Neichtstagsabgeord nete, Mitglied der sozialdemokratischen Partei, wird im September die Reise zu einer Vorlesungstour in den Ver. Staaten antreten. Von England auS wird Dr. Eoward Aveling und deffen Frau. Liebknecht begleiten. Aveling's Frau ist eine Tochter von Carl Marx. Gouvernör Hill erwiderte auf das Begnadigungsgesuch der N. Z). Central Labor Union für die verurtheilten Boycotter, daß er die Beantwortung folgen der Fragen verlange : 1.) Wurden die Gefangenen nicht ordentlich vertheidigt, oder ihre Processe nicht richtig und unparteiisch geführt? 2 ) Wird jetzt etwa behauptet, daß die Gefangenen das ihnen zur Last gelegte Verbrechen nicht begangen hatten ? 3.) Welche mildernde Umstände sprechen dafür, daß die Executive Gnade walten lassen solle ? 4.) Sind die Strafen zu hoch bemessen worden, und hat sich seit dem Processe irgend etwas ereignet, das die Umstände in diesen Fällen in anderem Lichte erscheinen läßt? . , Der Herr Gouverneur sucht offenbar nach einem Auswege. Eine sonderbare Rache üben die Angestellten des Abgeordnetenhauses an denjenigen Mitgliedern, welche gegen die Bewilligung des Extra - Monatsgehalts stimmten. Wenn z. B. ein Wähler seinen Abgeordneten auf einen Augenblick zu sprechen wünscht und einen Thürsteher mit seiner Karte in den Sitzungssaal sendet, so kommt dieser Beamte, falls der Abgeordnete gegen das Geldgeschenk stimmte, mit der Meldung zurück, der Abgeordnete sei nicht im Saal. Wenn dann der Wähler sich auf die Gallerie be müht, sieht er den Volksvertreter ganz ge müthlich auf seinem Platz sitzen, und nun nimmt er an, daß der Herr ihn nicht sehen wolle. Das hat schon zu verschiedenen sehr unangenehmen Auseinandersetzungen geführt. Zuweilen läßt aber der ThürHüter gegen einen Wähler auch noch die Bemerkung fallen : O, der Abgeordnete, nach dem Sie fragen, ist beinahe nie da." Und es ist gar nicht so leicht, einen solchen boshaften und lügnerischen Be diensteten des Hauses aus seiner Stelle zu bringen. Dafür folgendes Beispiel : Ein Thürhüter erklärte einem Ausschußvor sitzer, als er nach einem Buch geschickt wurde, das möchte der Herr gefälligst selbst besorgen. Täglich liefen Klagen bei dem Oberthürfteher über diesen Mann ein, aber die beständige Antwort war: Ja, ich weiß, aber da kann ich nichts thun, den hat Holman angestellt." Und Niemand wagt es, einem Schützlinge des mächtigen Holman von Jndiana zu nahe zutreten. Weil also ein Abgeordneter den andern nicht beleidigen will, lassen sie sich allesammt von den Thürstehern und Boten in's Gesicht speien. Es ist wirklich eine stolze und ehrwürdige Versamm lung. DraWaHrichten. Der Chicagoer Tendenz Prozeß. Chicago. 22. Juli. Der Gerichts laal war auch heute, wie gewöhnlich, von Neugierigen . gefüllt. Drei Viertel der Anvesenden im Zuschauerraum gehörten dem schönen Geschlecht an. Ein Mann Namen? Williamson wrde zuerst aus den Zeugenstand gerufen. Er war Be richtnstatter der Djilg New?" und wohnte der BöksenDemonstration bei, die vor nahezu Jahren abzehallen wurde. Er hörte dart Fielden und Par son sagen, daß die Versamknelttn einen Angriff auf Kleider und andereGeschäfle machen sollten, sie. die Redner wollten sich an die Spike stellen. Capitän Black protestirte gegen diese Art von BeweiZführunz und wollte wis in, Die tit der Slaatßanwalt zurück)

greisen gedenke, um zu beweisen, daß die Angeklagten Dean ermordet hätten. dichter GZlY entschied, daß es da keine Grenze gebe. Williamson hatte auch am selben Abend eine Dynamitpatrone in der Office der Arbtitekzeitung gesehen. Erhalte auch mehreren Versammlungen in No 54 W. Lake Struße beigewohnt, wo ParsonS und Fielden zur Plünderung der Läden auf gesordttt hätten. Fielden habe sogar

gesagt, die Leute sollten sich für o Cent Dynamit lausen um damit diettäpilalisten in die Lust zu blasen, dieS sei mehr werth alS alle Flinten und Revolver in den Vereinigten Staaten. ParsanS habe ihm mitgetheilt, daß die Zahl ihrer An. Hänger in der Stadt stch auf 3000 belause, daß diese regtlmWgkEz:rzierübun ' gen in verschieden The lcn der Stadt vornähme und daß wenn die Zeit zum Handeln gekommen sei, sie ihre Operatlo nen auf dem Mnkistcaßen Square be ginnen würden. Polizeilieutenant Shea war der nächste Zeuge. Er war am 5. Mai in der Office der .Arbeiterzeitung", nachdem SpieS verhaftet worden war. Durchsuchte da? ganze Gebäude und verhaftete alle, die sich noch in demselben befanden. Be schlagnahmte auch einen Haufen Manuscrivt. Typen, ein Quantum Dynamit u's.w, welche Gegenstände alle nach dem Polizei'Haup quartiergeschafft war den. Zeuge gab darauf den Inhalt einer Unterhaltung wieder, welche er mik Spics kurz nach dessen Verhaftung hatte. Dieselbe drehte sich um schon bekannte Dinge. Währenddes Kceujverhörs dieseS Zeugkn. welchtS Advokat Foster la ufe, begleitete Letzterer eine Antwort Zhka'Z mit einem bedeutungsvollen ,Aha!" Shea hatte SpieS nämlich nicht gestattet, daS Original Manusceipt deS sogenannten .RachecircularS" zu lesen, damit dieser eS ident fijiren konnte. Richter Gary unterbrach hiee Foster und bemerkte, daß dieses Aha" keine schickliche Aeußerung fei. Zeuge müsse km Gerichtszimmer mit derselben Höflichkeit behandelt werden als auf der-Slrabe. L. J.Buch, ein Sachverständiger in Ninenangelegenheitin, war der nächste Zeuge. Er wurde über die Wirkungen )eS mit Beschlag belegten Dynamit? be fragt. Hierauf betraten die Polizisten Hubbard, Wenkeund JoneS nacheinander den Zeugenstand. ' Ihre Aussagen bezogen sich auf die Vorgänge am Heumarkt und lieferten nicht? NeueS. Die ersten Zeugen am Nachmittag waren die Polizisten Zanks, McKeoph und Jlian. Sie bezeugten, daß sie in der Osfice der Arbeiterzeitung verschiedene tausend Racheeir cularS vorfanden, daneben andere Circulare. in welchen die Arbeiter zu den Waffen gerufen wurden. Auch einige Pfund Dynamit wurden gefunden. I. I. Ryan. ein ausgedienter Flotten offizier betrat demnächst den Zzugenstand. Er hatte SpieS, ParsonS, Fielden, Schwab und Neebe bei verschiedene Ge legenheiten an der Seeseite zu Versamm lungen sprechen hören. Flinten, Revol vern und Dynamit seien dort den Ar heitern alS die paffenden Waffen gegen ihre Erzfeinde. Kapitalisten und PoliZti, empfohlen worden.. Zeuge bezeichnete Frau PnsonS a!Z diejenige, welche bei diesen Versammlungen die heftigsten Reden hielt. .Mr. Ryan unterbrach hier den Z?ugen Capitän Black, nur nicht einer der Redner ein Jrländer? Z;uze wurde etwa? verlegen unv bekannte, daß dieS zu ver schiedenen Malen derFall gewesen sei, doch wisse er den Namen deS Mannes nicht. Harry Wilkinson. Berichterstatter der .Daily News war der nächste Zeuge. Seine Aussagen bezogen sich aus einige Unterhaltungen, welche er im vergange nen Januar mit SpieS hatte. Im Kreuzverhör suchte Capitän Black darzu thun, daß Zeuge im ZeitungSzeschSft ein Neuling sei. daß er SpieS zu einem Dinner und einer Flasche Wein einge laden habe, um in die sozialistischen und anarchistischen Geheimnisse eingeweiht zu werden und daß SpieS ihn a!S Narren gebraucht und ihm verschiedene Bären aufgebunden habe, dak endlich die Er güsse in der .Daily News' daS Produkt seiner eigenen Phantasie gewesen seien, angefacht durch den Wein, den er in Ge sellschaft von SpieS getrunken. Zeuge versuchte diese Punkte einen nach dem andern zu entkräften. Er gab an. daß er schon in PittSburg verschiedene Jahre im ZeitungSgeschüft thätig war, ehe er nach Chicago kam. daß die .Daily NewSfür das Diner und den Wein bezahlt habe und nicht er, und bekräftigte schließ lich unter Eid, daß er nie Wein oder Bier trinke. Hieraus Vertagung. Thompson in Canada. St. Louis, 22 Juli. Almon B. Thompson, der betlügerische Kassier der Provident SavinaS Bank, ist glücklich in Canada angekommen Verschiedene Bewohner dieser Stadt und auch einige Freunde des Betrügers, welche heule von

A. Lauamons.

Sarnrnons & luelier, jgzn3snLn isss3,

BolleS Gewlcbt. Office: To. Y Virßli A.'v. einer Vergnügungstour zurückkehrten, haben ihn gesehen und mit ihm gesprechen. Da Sä ng erfest. Milwaukee, 22. Juli. Hunderte von den um Sängerfeft gekommenen Sängern marschirten heute Abend durch die Straben, einige mit einem Mustk corps an der Spitze, andere mit chinest schen Laternen an ihren Spazierstöcken befestigt. Sie brachten den verschiedenen ZeiiungSbureauS ein Ständchen. Heute Abend fand daL erste Hauplconzert statt. Dasselbe erfreute sich eines außerordentlich starken Besuches. Eine GratulationSdepifche wurde an Herrn Taubert in Berlin, den achtzig, jährigen Komponisten, abgeschickt, besten Kantate .Der Landsknecht heute Abend mit außerordentlichem Erfolg aufgeführt wurde. ES wurde beschlossen, daS Sängerfest am Sonntag mit einem Um zuz und einem Picnic zu schließen. dongreg Washington, 22. Juli. Senat. Die Debatte in dem Falle Henry B. Payne'S nahm heute den ganzen Tag in Anspruch. Senator Sherman hielt eine Rede, in welcher er die demokratischen Betrügereien in Ohio bloßstellte. welche mit der Convention im Highland Hause begannen und mit Der Wahl deS Senators Payne endigten. Hau. atchdomlandrÄtthschastlichen-Co mite berichtete die Oleomargarinbill mit den Amendement de Senats zurück. Sonst kam nichts von Bedeutung vor. 'Ver üabel. Aus Deutschland. Berlin. 22. Juli. AuS London wird gemeldet, daß Gras Münster, der deutsche Gesandte in Pari, restgnirt habe. Es heißt ferner, daß Graf Hatz feldt nach PariS versetzt werden wird und Gras Herbert YiSnarc? alS Gesandter nach London gehen werde. Französische Anarchisten. P a r i S. 22. Juli. Verschiedene Wort führer der französischen Anarchisten, da runter auch Louisa Michel, sind vor die betreffenden Behörden geladen worden, um sich wegen Aufreizung zur Plünderung und Ruhestörung während deS StrikeS in Decazeville zu verantworten. In Folge dieses Vorgehens der Behörden drohen die Anarchisten mit Repressalien. VeamtedeSenglischenKriegS' departementS werden der Corruption beschuldigt. London. 22. Juli. DaS Kriegs. Departement zeigt an, daß in Folge eines in der Times am 19. d. M. publicirten Artikels, in welchem die Beamten des Ordinanz Departements der Corruption beschuldigt werden, die Generäle Camp bell. Reilly und Alderson, welche nach einander Vorsteher dieses Departements seit den lebten elf Jahren waren, eine Untersuchung dieser Anklagen verlangt haben. Campbell-Bannerman, Sekretär deö Departements, weigert sich, eine Un tersuchung anzuordnen, da keine bestimmte Thatsachen vorlügen, worauf dieselbe zu gründen. In dem betreffenden Artikel der Times beißt eö : Schon lange war e ein offenes Geheimniß, daß das Kriegs Departement sich in inkompetenten Händen befinde und icfet sagt man auch öffentlich, daß eS durch und durch korrupt und der Be stechung zugänglich sei. Die Beamten sind auS Leuten zusammengeseßt, denen jegliche mechanische, chemische und metal lurgische Kenntnisse fehlen. Diese Leute werden von den ihnen Unterstellten wie die kleinen Kinder behandelt, denn manche derselben sind Theilhaber einer von Pri vatleuten gegründeten Kanonengießerez und Waffenfabrik. Sollte England morgen in einen Krieg verwickelt wer den, so muß Krupp eS mit Waffen versehen, um seine nationale Existenz vertheidlgen zu können. Colonel Hope hat sich erboten zu beweisen, daß daS Depar tement durch und durch korrupt ist. Die gelieserten Gewehre zerspringen beim Schießen, dre Bayonette biegen sich und die Säbel haben keine Schärfe. In Garnisonsstädten ist der Glaube allge mein, diß Litserungen für das Kriegs departement nur durch Bestechungen zu

erlangen sind.

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t Ueber den- Selbstmord eines Meininger Hofschauspielers berich-1 tet man aus Düsseldorf vom 3. Juli: Gestern begab sich der mit dem Meinin genschcn Hosthcater Personal hier gasti rende Hofschauspieler Hugo Seyvlmann nach der städtischen Badeanstalt, badete dort und begab sich dann nach der von ihm in Benutzung genommenen Anklei dezelle zurück. Dem Aufsichtspersonal siel nach Verlauf einer halben Stunde auf, daß die betreffende Zelle noch nicht j verlassen worden war, und da man auf wiederholtes Klopfen keine Antwort bekam, öffnete man die Zelle. Hier fand man nun den Hofschauspieler S. entseelt am Boden liegen, er hatte sich mit einem Nevoloerschuß das Leben genommen. Auf dem in der Zelle befindlichen Tisch stand das Bild einer Dame, fernerBörse, Uhr, Brieftasche u. a. geordnet hingelegt. Der Itevolver war neu und fand man bei dem Entseelten noch ein Schachtel voller Patronen. In der Brieftasche fanden sich verschloffene Bnefe vor. welche jedenfalls über die Motive zur That Aufschluß geben. Gestern Abend wirkte S. noch in der Braut von Missina" mit. Der Verblichene war verheirathet, seine Frau ist ein früheres Mitglied des Meinlnger Ensembles. Die Ehe, aus der zwei Klnder stammen und die früher eine sehr glückliche war, ist durch die Frau getrennt worden. S. hatte bereits die Scheidung eingeleitet und wollte seine Kinder zu sich nehmen. In der letzten Zeit hatte sich bei ihm eine schwärmerische Verehrung für eine Eollegin tundgegeben, die aber unerwidert blieb. Dies und Schwierig: reiten, die sich bei der Ehescheidung einstellten, waren die Motive zu der verzweifelten That. Vor dem Mün chen erLand' gericht l. fand am 7.Juli bei beschränktet Oessentlichkeit der Beginn der Verhandlung gegen eine aus neun Köpfen bestehendeBandevonÄ!enschenverkäufern statt. Die Verhandlung entrollt ein furchtbares ?!achtbild der menschlichen Gesellschaft. Mütter haben ihre leiblichen Töchter, Geschwister ihre Geschwister preisgegeben. Das Haupt der Bande ist die 45jcibrigf Pfandvermittlerin und Käsehändlerin Louise Nätz; sie hat seit-1831 bis zu i xer Verhaftung am 11. November Z835 unschuldigen Mädchen Unterschlupf gegeben und mit anderen Kupplern in reger Geschäftsverbindung gestanden. Unschuldige, oft kaum den Kinderschuhen entwachsene Mädchen wurden in ihrem Hause verführt und an Häuser nach Petersburg, Zürich, Genf. Mühlhausen u. s. w. verkauft. Das Gleiche that sie mit ihrer eigenen Schwester. Für gewährten Unterschlupf verlangte sie monatlich 100200 M. von ihren Opfern. Die zweite Angeklagte ist die Postfunktionärsfrau Maria Loib! von Hengersberg. Dieselbe verkauftt an die Neitz ihre leibliche, kaum Ibjäh: rige Tochter und gestattete deren Weiterverkauf nach Zürich. Die Kommissio närsfrau, Ver. Wörz von Straßbeuren betrieb die Kuppelei gewerbsmäßig. Du Magazinierswittwe Elise . Hutmach trieb das gleiche Geschäft, überliefnte 16jährige Mädchen dem Verderben unt erpresite überdies von den Jugend Verführern ansehnliche Summen, verschacherte die Mädchen an die Neid, welche sie wieder weiter nach der Schweiz ezportirte. Die Badcrs-Wittwe M. Slots führte ihre beiden 17. und 16jät)riger Töchter der Neitz zu und ließ diese ihr, Kinder nach Turin und Mailand ver kaufen. Der Optiker Karl Voll tnt führte unter Beihilfe der Reiß die 17. jährige Katharina Kühn nach Zürich, andere Mädchen nach Mühlhaufen u.s. w. Die Advokatenschreibers-Ehe-leute Karl und Marie Baumann von Hiltpoltstein hatten mit der Neitz m förmliches Austauschverhältniß abgeschlossen. Der Ausgeher G. Aman von Geiselhörnig vermittelte Besuche. streckte Reisegeld gegen Wucherzinsen vor. Die Neitz stand in Verbindung mit Zürich, Mühlbausen u. f. w. Von St. Petersburg, Mailand, Turin unt Belgien fanden sich Agenten bei ihr zu direkten Geschäftsabschlüffen ein. 28diese, verkauften Geschöpfe sind als Zeuger vorgeladen, ein anderer Theil ist ver' schollen oder verstorben.

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