Indiana Tribüne, Volume 9, Number 301, Indianapolis, Marion County, 21 July 1886 — Page 1

0Y ' ) vi VW? i Ossice : No. 120 OK Nardland TtrajZe. Jahrgang 9. llunner 301. Indianapolis, Jndlana Mittvoch, den 81. Juli iSS.

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Neues per Telegraph, Wettr Aussichten Oashingt o n. D. 21. Juli. Schöne, ärmere? Wetter. ' Eisenbahnunglück. Nashville. Tenn., 21. Juli. 48 iw.is. toMii mnn htr fürst aus der

4 rr. "V - , - LduiSville & Nashville Bahn ine Locomotiv mit einem Zuge zusammen. Sie den Personen fanden ihren Tod. Gditorielles. Die New Aorker Central Labor Union ist den Gouvemör um Begnadigung der Boycotter angegangen. Es ist ein Wahn zu glauben, der Mensch sei frei, es tft ein Wahn zu glauden, das Fortkommen des Menschen hänge von seinen eigenen Fähigleiten ab. Das ist beim Thiere des Waldes weit mehr der Fall als beim Menschen. Beim Thiere des Waldes herrscht das freie Spiel der Kräfte der Natur. Jede Kraft, welche die Natur dem Thiere verliehen, kann es ungehindert dazu verwenden, sich sein Nahrung zu verschaffen, sich einen Ruhe Platz, ein Obdach zu suchen. ' Anders beim Menschen. Zwei gesunde kräftige Arme und der gute Wille, den Lebensunterhalt zu gewinnen, genügen bei ihm noch lange nicht. Ohne den Willen desjenigen, der das Kapital im Besitze hat, sind für ihn seine Arme, ist sein guter Wille nutzlos, haben die Kräfte, mit welchen ihn die Natur ausgestattet, keinen Werth für ihn. Es herrscht beiden Menschen nicht das freie Spiel der Kräfte der Natur, sondern die Anwendung dieser Kräfte hängt ab von dem Willen des Kapitals. Wenn sich Niemand sindet, der dem Menschen seine Arbeitskrast abkauft, so muß diese Arbeitskrast unverwendet bleiben. Eine natürliche ungehinderte freie Entfaltung der menschlichen Kräfte ist unter der heutigen gesellschaftlichen Organisation nicht möglich. Unsere vielgerühmte Zivilisation hat es dahin gebracht, daß die Arbeit zur Sklavin des Kapitals geworden ist. Vom Zufall hängt das Fortkommen der Menschen ab, und um die Gunst des Zufalls führen sie einen erbitterten Kampf. Ein solcher Zustand der Dinge ist der Wohlfahrt des Menschen nicht förderlich. und was nicht nützlich ist, muß fallen. Nur das Nützliche hat Aussicht auf Erhaltung. Die Liquorfrage wird bei der nach sten Wahl wahrscheinlich wieder eine Hauptrolle spielen, und wie es scheint. wird es sich um zwei Gesetze handeln, von denen daS eine ebenso verwerflich ist, wie daö andere. Wir müßten uns sehr tau schen, oder die Republikaner erklären sich für ein local option Gesetz und die Demokraten für ein Hochlizensgesetz. Es ist schwer zu entscheiden, was vom prin zipiellen Standpunkte aus schlimmer ist. Local option ist im Prinzip nichts anderes als Prohibition. Ob die Mehr heit des ganzen Staates, oder ob die Mehrheit einzelner Counties den Geträn keverkauf verbietet, es bleibt immerhin ein Verbot, ein Eingriff in die individu ellen Rechte auf Grund einer falschen Auffassung der Rücksicht aus das öffentlicheWohl. Praktisch mag ein local optiern Gisetz für EountieS mit größeren Städten nichts zu bedeuten haben, obwohl das nicht immer ganz sicher ist, prinzipiell aber ver mögen wir keinen Unterschied zwischen local option und Prohibition zu machen. WaS das Hochlizengesetz betrifft, so hat daZ viel Bestechliches für sich, denn es bringt Geld in die öffentlichen Kaffen. Selbst wenn man eS nicht für unbillig hält, den größten Theil der Kosten der öffentlichen Verwaltung einem besonderen Geschäfte aufzubürden, obwohl man es gewiß nicht billig nennen kann, so halten wir eine Hochlizens aus Gründen der öffentlichen Wohlfahrt für verwerflich. Ein Hochlizensgesetz wird das Eingehen kleinerer Wirthschaften zur Folge haben, denn es giebt gewiß eine ganz er kleckliche Anzahl Wirthe, welche sich schlecht und recht ernähren, welche aber eine hohe Lizens unmöglich erschwingen können. Dieselben werden dann gezwun gen, ihre Geschäfte aufzugeben. Es isi sehr zu bezweifeln, daß deshalb weniger getrunken wird, sondern das Geschäft der vermögenderen Wirthe wird sich entspre chend vergrößern, und es wird sich eine Art Monopol bilden. Wir werden dann denselben Vorgang beobachten, der sich in jedem anderen Geschäftszweige immer

mehr zeigt, die Leute mit großen Kapitalien monopolisiren das Geschäft, der Mann mit kleinem Kapital wird herausgedrängt und in die Reihen des Proleta riatS geschleudert. Von unserem Standpunkte aus können wir dergleichen nicht befürworten. Gewiß, es könnte nichts schaden, wenn wir eine ganz erkleckliche Anzahl Kneipen weniger hätten, aber unter den heutigen

Verhälwiffen, da ehrliche Arbeit so schlecht bezahlt wird, und bei der fortwährenden Unbeständigkeit der Beschäftigung ist. es keinem Menschen zu verdenken, wenn er versucht, auf irgend eine andere Weise seinen Lebensunterhalt zu gewinnen. Es sind immer nur einzelne Wirthe, welche viel Geld verdienen, die meisten verdienen kaum, wie man sagt, das Salz zur Suppe. Wir haben Monopole genug, es ist gerade nicht nöthig, auch in diesem Berufs zweige ein Monopol zu schaffen. DrahtnaHrilhten. Heftige Stürme im Westen, C h i c a g o, 20. Juli. Im westlichen NebraSka wüthete heute ein heftiger Sturm, der bedeutenden Schaden anrich tkte. Die Telegraphische Verblnduna ist an vielen Stellen unterbrochen. Drei Meilen südlich von JredricSburg wurde eine dänische Kirche umgeyeht und eine Frau getödtet. Neun Meilen südlich von Minden schlug der Blitz in ein Haus nnd tödtete den deutschen Farmer Dillet son. sowie seinen siebzehnjährigen Sohn und seine vierzehnjährige Tochter. Unruhen in Mexico. St. Louiö. 20. Juli. Von Mata mora?. Merico. wird gemeldet, daß Colonel Hermandez fünfzehn der evo lutionäre gefangen genommen habe, darunter den Anführer Adolf Gonzales. Man schenkt dem Bericht jedoch nicht viel Glauben.' Eisenbah n un fall. Nashville. Tenn. 20. Juli. - Nicht weit von Duck Niver, 48 Meilen südlich von vrashville stieb heute Abend eine Lokomotive mit einem Zuge der Louisville und Nashville Eisenbahn zu summen. Sieben Personen wurden augenblicklich gelgdtet und zwei schwer verwundet. Der Chicagoer Tendenz Prozeß. Chicago. 20. Juli. Polizist West betrat zunächst den Zeugenstand. War am 3. Mai bei McCormick's als der Riot statfand. Er erzähNe. daß, als die Glocke bei McCormick ertönte, ein Theil der Leute, die in einiger Entfernung davon eine Versammlung abhielten, sich aufmachte und der Fabrik zueilte. Sie griffen die aus der Fabrik kommenden Leute mit Steinen und Revolvern an. Sagte den Leuten, sie sollten weggehen. Sie thaten es aber nicht. Der Mob feuerte zuerst. Hier eihob Herr Foster Einwand. Er sagte: Wenn die Ange klagten für jede Schlägerei und jeden Mord verantwortlich gemacht werden sollen, für jedes Verbrechen, das seit Jahr und Tag hier begangen wor den ist, so wäre eS besser, diesen Prozeß gleich hier abzubrechen. Vor einem Jahr wurde ein Mann auf einem Picnic erstochen, mehrere Personen wurden von Oraniern bei einem Riot erschlagen. warum legt man nicht auch diese Ver brechen den Angeklagten zur Last. Ich protestire ganz energisch gegen dieses Vorgehen. ' Richter: Wenn die Polizei im Rechte war, als sie bei McCormick's auf die Ar beiter schoß, dann müssen wir die Leute, welche jene Circulare verbreiteten, dafür verantwortlich halten. Grinnell bemerkte, daß er beweisen wolle, daß SpieS uneingeladen nach McCormick's ging und daß er dort die Leute aufforderte, einen Angriff auf die Fabrik zu machen. Daß er daraus zu rückging nach seinem RedaktionSlokal und daS Rache Circular schrieb, woraushin die Versammlung auf demHeumarkt stattfand. Grinnell meinte ferner, wenn alle Acht gehängt würden, so wäre die Sühne nicht zu grob, dafür wäre wenigstens unser Land gerettet. Jameö L. Frazer war der nächste Zeuge. Er ist in einer Lumber Pard nahe McCormick's Fabrik beschäftigt. Sah Spieb auf einem Wagen stehen und sprechen; derselbe sührte eine hestige Sprache. Gegen Schlub der Rede hörte er Jemand au der Versammlung rusen : .Labt unS nach Mc.Cormick'S gehen und die verdammten ScabS umbringen Im Kreuzverhör fragte Capt. Black den Zeu gen, wie weit er von. der Stelle entfernt gewesen sei. an der SpieS stand. .Einen Block war die Antwort. .Sprach SpieS veiter, a!S ein Theil der Zuhörer nach Mc.Cormick'S ging ? Antwort : .Ja'

A. Sirnrnons.

tamons -;.-' " T"5 cl Solle Gewicht. Office: 5?c. V VlruInlaAve. E. T. Baker achte im Wesentlichen dieselben Aussagen. A. S. Lecklie. ein Rkporter der Daily NewS, war der nächste Zeuge. Er sagte, dab SpieS in seiner Rede von Bomben, Revolvern u. s. v. gesprochen habe. Zeuge befand sich auf derselben Platsorm, von welcher SpieS sprach und eS wurde ihm, dem Zeugen, angedeutet, dieselbe zu verlassen. AlS er sich dessen weigerte, sei er mit Gewalt entfernt worden. F. Haraster. Präsident der gumber Shover'S Union bezeugte, dab der Zweck der Versammlung nahe Mc.Cormick'S Fabrik der gewesen sei, den Bericht eines Comites entgegen zu nehmen, welches mit den Eigenthümern der verschiedenen Holz hl)fe verhandelt hatte. Zeuge selbst sollte den Bericht abstatten. AlS er jedoch gm Versammlungsorte angekommen sei, seien dort von Fremden heftige Reden gehalten worden. Zeuge sei aus die Platsorm ge sprungen und habe den Versammelten Mäßigung angerathen, woraus man ihm mit Hinabwersen yon her Platsorm ge droht habe, wenn er sich nicht ruhig ver halte. Zeuge habe auch versucht, die nach der Fabrik admarschirenden Leute zurückzuhalten. Gegen diese Aussagen erhob die Vertheidigung Einwendung, doch Richter Gray wieS dieselbe zurück. Sergeant John Eoright und Polizei kapitän Ward wurden darnach verhört. Gie bestätigten die Aussagen ihrer Käme raden. Bald nach Mittag wurden die in den Versammlungslokalen- der Anarchisten mii Beschlag belegten Sachen, wie rothe Flaggen, Gewehre, Bomben, s. m. von der Central Polizeistation nach dem Criminalgeriche überführt, um dort als Beweiömaterial gegen die Angeklagten verwandt zu werden. Der Schneider Michael Hahn war der erste Zeuge, welcher am Nachmittag ver nommen wurde. Er erzählte, dab er am 4. Mai am Heumarkt gewesen sei. Zeuge stand hinter der Polizei. daS Gesicht dem Wagen zugekehrt, aus welchem der Red ner stand. Beim Zerspringen der Bombe sei er von einem Eisenstück am Rücken ge troffen wotden und bewußtlos hingestürzt Nachdem Detektive Slayton den Ge schworenen die näheren Umstände bei der Verhaftung Fischer's und Fielden'S mit getheilt hatte, wurde Theodor Fr ick. der Gesch!istSvttwalter der Arbeiterzeitung. aus den Zeugenstand gerusen. Er beant wartete die Fragen in Betreff der Bezie hungen der Angeklagten zu der Arbeiter zeitung prompt und bestimmt, darüber hinaus jedoch gelang eS den Vertretern des Staats nicht, irgend etwas von Wich tigkeit auS ihm herauszubringen. Eugen Seeger war der nächste Zeuge Er übersttzte verschiedene Artikel, welche vor dem 4 Mai in der Akheiterzeitung erschienen. Das Verlesen derselben nahm über eine Stunde in Anspruch und man sah es den Angeklagten an. dab ihnen dies gefiel. SpieS und Parson lachten wiederholt, wahrscheinlich über die Böcke, die der Uebersetzer geschossen hatte, dongreft Washington, 20. Juli. Senat. Die Oleomargarin.Bill vasstrte heute den Senat mit 44 gegen 23 Stimmen. Die Strase, welche wegen Verletzung dieses Gesetzes festgesetzt wurde, besteht in einer 'Geldbuße von nicht mehr als 1000 Dollars und Gefängniß von nicht mehr als zwei Jahren. HauS. Morrison berichtete eine gemeinsame Resolution ein. welche die Vertagung de? CongresseS auf den 28 Juli festsetzt. ES wurden dann noch verschiedene BiSS für Brückenbauten passtet, woraus daS HauS sich vertagte. Ktt tlabti. Unruhen in Marseilles. Pari, 20. Juli. In Marseilles wurden gestern Abend die Bureaus der Royalisten Zeitungen von 'wem Volks hausen angegriffen. GenSdarme wur den herbeigerufen, um die Ruhe wieder herzustellen, doch diese waren der Lage der Dinge nicht gewachsen. Erst als Militär anrückte, gelang eS nach kurzem m m Kampfe ore unruynnter zu uoerwamgen. Viele Polizisten und tzoldaten wurden verwundet. Die Russen in Ostasien. London. 20. Juli. Eine Depesche von Peking an die TimeS meldet, daß die

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Gute Qualität. Vard: 149 Soutli Alabama Ot. russische Flotte Lozereff bedrohe, weil England während der afghanischen Streitigkeiten Port Hamilton besetzt ge halten habe. Die Depesche sügt hinzu, dab die chinesische Flotte sich nach Vladi vostock ausgemacht habe und dab der rus sieche Kriegsminister Ostasien besuche. DieCholera. Rom. 21. Juli. Die Cholera ist in den am schlimmsten von der Seuche heimgesuchten Distrikten in der Abnahme be griffen. Ja andern Gegenden haben sich die Erkrankungsfälle nicht vermehrt. Gla dsto ne und sein Kabinet schicken ihre Resignation' e i r, . L o n d o n, 20. Juli. In einer Sitzung heute Rachmittag beschloß daS Kabinet, seine Resignation sofort der Königin ein zureichen. Die Sitzung wurde in Glad stone'S offizieller Wohnung in Downing Straße abgehalten. Die Straße war ae drängt voll. Um sechs Udr beute Abend wurde ein Bote zur Uederhringung der Resignation an die Königin abgeschickt. Marktpreise. Wetzen. . Z vk.76e; No. 2 roth. 7 . ftorn. 9lo.3 ei f6;jgelb 34 ; gemischt 31;. Hafer. Ro. 2 weiß 8,; gemischt Z0e. Rg gen. &6:. lw. (350. Heu. 5 7.60 900. Schinken. 10 -11c. Schultern. 7t. Speck. lt. ette n..ze. Schmetnelchraal,. ?X-8 . Mebl. Jam'l i3.7 13.mJ: X&ncn ia.snis.E4? Iltxa 2 3 12.50: Jet ii,M-$l,7. rer. y:; im Store mc. Butter. Crcam.m IS 17 : Tmim ! 8ovntrn7 9. Stiftn er. Junge Ile. Türke 7.. artosseln. Neue $1 w-ji.25 per il. epsel. 5leuc 11.00 12.00 per 9t l. Qem VuSlaude. Die Zeiten deS frischen freien Räuberlebens, von denen man in Europa wie von vergangenen Dingen redet, scheinen doch noch nicht vorüber zu sein und gewissenhafte Fabrikanten von Sensation und Schauenomanen wür den noch immer ein reichesFeld zu nützli chen Studien finden nicht etwa in der Türkei, in Griechenland und andern ,,wilden" Ländern, sondern in dem höchst civilisirten französischen Eorsica. Neueroings ist dort das edle Räuberhandwerk wieder in vollem Aufschwünge und es sollen sich, wie der Temps berichtet, jetzt nicht weniger als ü00 Banditen in den corfischen Maquis" aufhalten, allen Nachforschungen der Obrigkeit trotzen und den Gendarmen ab und zu erfolg reiche Gefechte liefern. Neulich haben die Näuber sogar den Bischof von Ajac cio, Herrn de la Foata, unter folgenden Umständen gefangen genommen: Der Bischof, welcher sich auf einer Dienstreise befand, wurde 15km vor dem Dor fe Piedicroce mit seinem Gefolge durch zwei Kerle aufgehalten, die ihn mit ih ren Gewehren in Anschlag bedrohten, zu gleich aber das Zeichen des Kreuzes machten. Sie forderten den Bischof auf, ihnen zu folgen, was dieser auch ohne Widerstand that, da er glaubte, daß die Näuber ein junges Mädchen entführt hätten und nun von ihm die Vornahme der Trauung verlangen wür den". Es scheint daraus hervorzugehen, daß so etwas in Eorsica zu den mehr oder minder alltaglichen Vorkommnissen gehört ! Der Fall war aber ein ganz an derer und noch merkwürdigerer! Die Räuber forderten nämlich vom Bi schos die Abberufung des Geistlichen einer benachbarten Gemeinde, der ihr Mißfallen erregt hatte, und sie fetzten ihm solange zu, bis er einen Eid leistete, dem merkwürdigen Wunsche zu entsprechen. Nachdem er den Eid ge geleistet hatte, verschwanden sie, der Bischof aber war von diesem Abenteuer s.? erschreckt worden, daß er mehrere Tage das Bett hüten mußte. Eine andere Geschichte gleichfalls aus neuester Zeit ist auch recht lustig : Eine Mili tär Aushebungscommission macht eine Rundreise. In einem kleinen Dorfe des Bezirks von Sartine wird der die Commission begleitende Militär -Arzt von einem Notablen gebeten, einem verunglückten Manne seinen ärztlichen Bei' stand zu gewähren. Der Mann hatte den Fuß gebrochen, der Arzt richtete ihn ein, legte ihm einen Verband an und die militärischen Mitglieder der Commission sprachen dem armen Kerl ihr tiefstes Beileid aus. Aie Commission setzte nun ihren Weg fort und unterhielt sich noch über den verletzten, der ihr Interesse er regt hatte. Wie. groß war ihr Erstau nen, als nach einiger Zeit einer der sie begleitenden .Eingeborenen ihnen mittheilte, daß sie die Ehre gehabt hätten, einender gefürchtetsten, von der Gendarmerie seit langer Zeit eifrigst aesuch ten Banditen von Angesicht zu Angesicht zu sehen ! Und dabei sagt man noch, daß die Romantik und die Gemüthlichkeit

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