Indiana Tribüne, Volume 9, Number 287, Indianapolis, Marion County, 7 July 1886 — Page 3

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Gebrüder Frcnzel, Merchanls tlational Bank. S.W.Sck Washington und Mttidtanftr. V a s s c& g 6 zu den Medrigften Preisen ! A.SMNECKE,jr. jw Bank - HsuS, Eck, S. und Vine Straße, OlllOlxiXiatJ, O. GoAmachten ach Deutschiand, OeSmeich nnd d, Ochwttt ifrtiai. GonsulQVisiHe u BgludigBg dsorgl. GrbschafteQ . f. d. ,rmvl und ftch, eiaiaff.rt. CJ Serttctit in 3nbtattsoltl : Philip Rappaport, Ho. 120 OH Narhland Cttai. 000K)OK) i SorgknvoU und traurig s j blickt manck,,, rank in tle Zukunft, eU irr biöder ÄlleS erfolglos gebrauckt bat. Alle, besonders dieieniaen, elcke a Staus erschwöche und üscklecl:ts-Kraukh,itn, , w . . ... c -s . ... . . c-..-loirie an ren aimgen yvtzra tob ugenv y 's iilnbm leiten, eilten innt ßelbüfAutoe den X 0,.Rettungs!nker" lesen, ehe sie sich durch verlockenre und trüz?riscke Verspre v yU chuuaen xradlerischer me.tzinischcr Anzetaen X A f - . . . a : . 4 2. nrk A Orcrieuca ijitcii. wa gccicjcnc uq, Teilen, mit zablreickea naturgetreuen Bil ( J - dem, wird für 25 6t. In Postmarlen, !4 sorgsam rerxackt, frei versandt. 4 .A Siressirz Deutsches Heilinstitut, J tl Clinton Place. New York, N. Y. 0QCfrQC4O Keuer-Alarm-Oignale. . i nn1?ltant und Startet. ty!quarltr bilgeuer Dana ntl. I 03xafce und Ne Vor!. 7 fcl ad chigan Strafe. 3 , Ke,.Strai und Wafi$ulUl Stniisn ud srdetr, J VegachuffeUs T,. aai: N-b. St,. (S Tlam,r Str. und gort Wann Iw. II Sie Zer'eo und ftort fini venu 15 Per ?tr. undRassachufeill Äo 14 bttftiau o. und 15 Str. 11 Psri Slv. und ut'.er Str. 13 ÖaTTanjl Ltr. un d Valott,, 19 Srcher und John Str. 123 ffo&eg u. und Siedente St, 124 lad ant o und Siebente Sn. 125 Kertdian und CUbenti 6t i. 126 Handel Str. und Lincoln v .17 1lusteZung.Sbäud. 138 entral ve. und acht St, itl Slabama und Wonissn Str Üfi Äoiarapion und Achte St, HH CSfl . und jjehnt tt. ta.36 Rv. und 5CIflioatf SN ii X)iUa; und Wichtzzn U. 30. St. I Str., nhe JZtnsti. U3 Pennfulvania und Pratt Str. '15 N. 5. Sagtn Hsuf Sechste, nad, W 3 fftifftftopi und St. la St,. tl JZttnoi und tchigan Str. Pennsylvania St,, und Home Se. tfftsftpvi und Vierte Str. 21? rnneffe und QiStam St,. tli Vai,loania und Vichtzan St,. 214 3Urii und Herbert t,. ZI Jndttt See. und ttichtgan tt. edta um alnut St,. H alifonrt und Sjraant Str. la!e d Ne gork St,. 5S Jsdiana vt. und St. CUir et n eudtofüttaL eui und dkd Ca. fSichtita und ant! Str' . CU UÜ trnd alnut St,. 3li Ocjl ud D,UU t,. 514 Siebente und Howard St,. 41 SasdtngtOn, nah Stefl St. O etMndsrf uud Balhtnßton Str 43 ntnourt und N ot St,. 4& eridia und 3af5tnton tt. 40 aitttotl und Ohio St,. 4T Itanefle und kSashing St,. 48 Jtiajan'l Pk H,us. 49 Zndiausl. 413 Wtffouri nd arvland St,. 41 isfisKPxiund vaba h St,. 415 Serzussn'i Psrk Hous. 4Zl I. . B. emnd !. 42 Zusao s?kt. St ZLtnot und verrUl Stk. 62 ZAnoil und LsutfiavA Str U E and Hclartg tr. 84 nn Nd South et. tt Z4Bat5t sät eorgia St,. 7 BertHan und Xa St,. U adtsa ,. undor,i . tt vadis? . un Dunls, St, m Bl und ftorfioook Str. OS intuZ, So, und ktill , L14 Union ud Wonil St, 116 SSbuil und Jlanfal III SUntl nd lacctah St,. (1 South ah lelaaai Str. 6 Psnnsyloanta nd Louiftan U Deamar, udcatt, Str. 14 0 d Uclatt, Str, S lab und virgian Cm. C7 Ciiatati . nb rabfia St, 68 Oft nd clurn Str. 43 $filsaU Stx. und Kadiso . ti2 Cclcnic nd ghert, Str. 71 BiiginU v. ah Hur,, Str. Tt 09 und eorgi Stk. 11 Oshingto und ton St,. 74 Sntoa nd eorgt Stk. 7kionftv.ud Pia. Tt Oo und Botel tr. Tt CtjjiaUIoe.und Dilon. Ti gUtch ,,. un Dii. 71 vr nd Pkosve Stti 721 Csili) Ist und aunl 6tt. 714 DtI d OltM St,, fl ha, ud Suche, 6U. Q .ttt zq, st,. U Oafhtact d Delawar Stt Oft a tzZki l Stt. . 64 Le LSki Nd Dadso Stt 4? rH4uT,,nfialt. U ve,. Staate Krf!. 7 CrienUX ud Balhingtou t, U Frau SfäliZ. HZ . Schlauch.Hul, Oft BashißtR,ß Bxii und RobU Str. 614 Cht d Ha , tt. U Br,lad h Ndia Stt. 42 veridian nnd Sevrgia Strah. 4 51 VNoat.Signal. I y-l Ud akte wiederholt, ,wtt, ln Signal für Zeuer.Druck. &Hl SchUg, Feue, aul Oi OchUz. ab. CzVi tlUhUZizCZiHh K

UnsHuIdig verurtheM.

Original-Roman von Jnliuk Keller. (Fortsedung.) Du weiß:," sprach Bernhard Claus, zu seiner Mutter gewendet, weiter, daß ich mit größter Aufmerksamkeit gerade diesen Proceß verfolgt, daß ich Dir am Abend meiner ölückkehr aus dem Schwurgericht sogleich von dem Vorgang mit dem armen, unglücklichen Weibe Vartbold's erzählt habe. Nun, es ist meine feste Ueberzeugung, daß dse Frau völlig unschuldig ist an dem Vergehen ihres Mannes, daß sie frei und rein ihren Blick erbeben darf, jedem Menschen, also auch Dir, auch uns gegenüber. Sie ist bedauernswertb, ne verdlent das Mitleid gtüer Menschen, -und ihr unglückliches Schicksal verpflichtet zeden liberal Den senden, ne zu unterstützen,' soweit es in seinen Kräften steht. Deshalb bitte ick Dich, Dein Mißtrauen, Dein Borurtheil zu überwinden und ihr die Stellimg zu geben. Er warf einen theilnahmevollen, bei nahe herzlichen Blick zu der ihn dankbar Anschauenden hin, während eine Älutter ibre Bedenken noch Nicht überwunden zu haben schien, sondern unschlüssig zur (5rde sah. Man bort so viele Beispiele empören der Undankbarkeit," sprach sie endlich leise und zögernd, erlebt so viele Täuschungen, daß man vorsichtig und auch mißtrauiscb wird. Ich bin eine alte Frau und bedarf einer Stütze, die mir wirkllck das Leben erleichtert." Das verspreche ich Ihnen zu sein. Frau Claus," wagte Hedwig nun zu sa aen, und zwar in so herzlichem, Ber trauen erweckenden Ton, daß die ötäthin überrascht aufblickte. Bersuci'e es, liebe Mutter," wieder bohlte nun Bernhard mit großer Wärme, Du bist ja nicht gebunden. Sei eine starke und muthige Frau," fuhr er mit lelä'tem scherze lächelnd fort, über winde die Vorurtheile, durch welche klein liche Leute ihre Handlungen beeinflussen lassen. Wohin sollte es ,nit der Welt und den Menschen kommen, .wenn nur Mißtrauen, Eigennutz und Hartherzigkeit das Szepter sübrten : " Er wandte sich hierauf zu Hedwig und sprach weiter : Ich sehe eö meiner V!utter an, liebe Frau Barthold, 'daß sie Ihren Wunsch erfüllen wird. Setzen Sie-sich zu ihr. Tu besprichst die näheren Bedingungen mir Frau Bartbold, nicht wahr, liebe Mama?" ' : Noch einen Augenblick schwankte die im Grunde gutherzige und mit innigster Liebe an ihrem einzigen Sohn hängende alte Dame, dann aber winkte sie Hedwig, näher zu kommen, und sagte kurz entschlossen : .Meinetwegen. Ich will's mit Ihnen versuchen." - Cin Seufzer der Erleichterung hob Hedwig's Brust. Einer plötzlichen Regung folgend, ergriff sie die Hand der Frau Claus, und drückte dieselbe an ihre Lippen. ,',Ein braves Geschöpf," dachte Bern bard, während seine Augen mit herzlichem Wohlgefallen auf dem Weibe Walter Barthold's ruhten. 1x7 Naudenstein ist ein kleines, vereinsamtes Städtchen, in einer unendlich monotonen, sandigen Gegend. Nur niedrige, beinahe dorfähnlich gebaute Häuser bilden die engen, gradlinigen Straßen, die das Auge des auf einer mäßigen Anhöhe Stehenden ganz zu überschauen vermag. Einige tausend Schritte hinter der Stadt aber erhebt sich ein imposanter, mächtiger, doch düster aussehender Bau ein großes, breites, festungsähnliches Gebäude, zu dessen Dimension die kaum sichtbaren, lukenartigen, mit dicken, eisernen Stäben versehenen Fenster einen ei genthümlichen Contrast bilden Wir stehen vor dem Gefängniß, in welchem die schwersten Verbrecher des Landes ihre Strafen verbüßen vor dem Zuchthaus 3laudenstein. Ein unfreundliches, düsteres Bild, dieses in der weiten, eintönigen Sandwüste wie ausgestorbene Städtchen mit einem einzigen grrßen, auffallenden Gebäude,' dem Gefängniß dem Aufenthaltsort aller derjenigen, die das Land wie wilde Aestien im Käfige feffeln muß, um sie auf gewaltsame Weise am Rauben und Morden zu verhindern...... - . ' ' Nach dreimaligem Läuten erst gelangt man durch das von dem Schließer, einem sinsttr und streng dreinblickenden Mami, geöffnete hohe, eisenbeschlagene Thor auf den Hof des Gefängnisses, - der sich etwa hundert Schritte weit vor dem Hause ausdehnt. Kein Baum, kein Strauch unterbricht die Monotonie dieses Zlaumes, über den man chinwegschreiten muß, um zu der kleinen, aber mehrere Zoll dicken und ebenfalls eisenbeschlagenen Pforte des Gebäudes zu gelangen. Knarrend und kreischend öffnet sich dieselbe, zugleich eine schrille, das ganze Haus durchgellende Glocke in Bewegung setzend, welche allen Wachtern und Wachen, sämmtlichen Jnsaffen der Anstalt verräth, daß diese Thür geöffnet wurde. ' Ein weiter, halbdunkler, aber sauber gehaltener Flur nimmt den Eintretenden auf ; an diesem Flur liegen die Woh nungen der Beamten, während eine auffallend schmale, eiserne Wendeltreppe hinauf führt zu den einzelnen Stockwerken, in denen die Zellen der Gefangenen sich besinden. Ein eigenthümliches, schrilles Geräusch durchdringt das gauze Haus es klingt wie das Hämmern und Klopfen in einer großen, von hundert verschiedenen Arbeilern bevölkerten Werkstatt und steigert sich oft zu einem verwirrenden, betäubenden Getöse. Dies' Geräusch rührt von den Arbeiten her, welche die Gefangenen je nach Bestimmung zu verrichten haben. Schweigsam und mit verdrießlichen Mienen gehen dieWächter und Schließer umher, meist altere, bärtige Leute, auf deren sinsteren Gesichtern sich die Einwirkung der Gesellschaft, in welcher sie ihr Leben verbringen, deutlich wieder? spiegelt. Wie viele Schuld wird hier gesühnt 93 wie vielen Sündern erwacht, hier die Stimme des Gewissens pd dje fcrtteje. beiße, aufrichtige Reue ! !

Wie viele abei Uttden aüch hier tlst

und start! ... . s.i . Kleine, ittge Kammern mit dunkelgrau aestrichenett Wanden sind, es, welche die Verbrecher beherbergen. Hoch oben, für die Jnsaffen käum erreichbar, fast an die Decke stoßend,- besinden sich die fensterähnlichen Oeffnungen, deren dicke, eiserne Stäbe jedem Angriff trotzen zu wollen scheinen. . cy frtTrf Q?n ist auch bet bei Mordes an einem eigenen Vater Ueber. führte, Walter Barthold, inhaftitt. . In die dunkewraune entstellende Sträflings tracht gekleidet, sitzt er auf dem schemel artiaen fioUuubl : seine von der ihm zu diktirten ungewohnten Arbeit schwieligen Hände ruhen in diesem Augenblick lässig in seinem Schooß ; denn er fühlt sich so unendlich ermüdet, daß er mit der Arbeit für kune .eit mne halt, tarr uno glanzlos hängt sein matter Blick an der grauen Decke der Zelle mit jenem uneraründlichen Ausdruck, welcher sich nicht V. ' 4 r. t fütl. vefcyreloen, nicyr vesiniren Walter Barthold ist während der acht Monate, die er nunmehr im Zuchthause verbracht, ein Anderer geworden. Seine " . . rr.-v i . : rY ' fi.. ..W .!Cn JUge fino uomg geaueii uuw inycuw5ii, seine Glieder ermattet und kraftlos, und in sein ebemals dunkles, lockiges Haar .:ti,. r.'j w; ;i K v.sv)ir. liujuyvii liu jvv vtv wivvmvii ters. Der kaum Vierundzwanzigjährige ist ein alter Mann geworden. Er scheint völlig theilnahmelos, apathisch zu sein ... ' . 'r r r r r . sur Alle, was um itrn yer gefcyleyk, inuhanisch beginnt er wieder zu arbeiten. als die Thür aufgeschloffen wird und dicht neben ihm die Schritte des Emtretenden ertönen. Er weiß, wer ihn um diese Stunde besucht ! Es ist der Gefängnißgeiftllche, em noch junger Mann mit einem sein geschnittenen aei streichen Gesicht von menschenfreundlichen Zügen. . Guten Tag, Barthold," sagte er in einfacher, schlichter Weise, soll ich em wenig mit Euch sprechen V Ja," antwortete der Gefragte kurz. ohne den Geistlichen anzusehen, aber seine Stimme klang weich und ließ jeden Trotz vermissen. Ich thue es gern," fuhr Jener lang-. sam fort, hoffe aber, daß Ihr auch hört, was ich sage, und daß Ihr Euch überlegt habt, was ich gestern sprach. Nun, antwortet mir." Ich habe es gethan." Das freut mich ; denn es zeigt mir. daß Ihr meinen Worten doch Bedeutung beimeßt. Nun aber sagt mir das Nesul tat Eures Nachdenteis." Walter hielt mit der Arbeit inne und sah den Geistlichen mit einem weichen. betnahe wehmüthigen Blick an. mm . i er . wi am Nun, o pxea't kow, Vartyold," er mahnte dieser.Ein eigenthümliches, nervöses Zucken umspielte die Lippen Walter's und sein Gesicht überflog ein Ausdruck wilden Schmerzes. Barmherziger Gott !" sprach er, wäb rend seine Stimme verzweiflungsvoll vibrirte, wollen Sie wirklich Gnade an mir üben, Ehrwürden, so martern Gif mich Nicht ! Sie Wissen nicht, wie Ihre Worte, Ihre Fragen meine Seele zerreißen, wie namenlos elend ich bin !" Und dennoch nicht wahr und offen, Barthold !" Wahr und offen, Ehrwürden, - wie Sie ! Zu welch' anderem Resultat soll ich gelangen, als zu dem, daß ich unschukdig leide, unschuldig in diesem Kerker schmachte, während mern Weib mein armes Weib Die Stimme versagte ihn den Dienst, er brach ab und schlug mageren Hände vor das gealterte Ge sicht. Heiße Thränen schienen sich aus öem Grunde seines Herzens in die Äugen zu drängen, er brach endlich in lautes Schluchzen aus. So hatte der Geistliche ihn noch niemals gesehen. Er stand erschüttert und von tausend Zweifeln bewegt vor dem Weinenden. . ,,Barthold ich habe Euch noch etwas ;u fager:." Ich höre." entgegnete Walter furz und dumpf. Schweren Herzens nur theile ich Euch mit, daß ein Begnadigungsgesuch, welches Eure Frau eingereicht hatte abgewiesen worden ist." Ohne jede Ueberraschung blickte Bart hold ihn an. Ich wußte es," sagte er mit furchtbarer Skuhe. Ich soll den Kelch bis auf die Hefe leeren." Ich hätte Euch diesen unglücklichen Ausfall gern verschwiegen vermochte eö aber nicht zu thun, weil ich Euch stberzeugen wollte, daß Ihr um mit Euch zu sprechen, wirklich den Kelch bis auf die Hefe leeren müßt. Ein zweites Gnadengesuch würde unter allen Umständen erfolglos sein Ihr könntet Euch also nach keiner Richtung hin schaden oder Eure Lage verschlimmern, wenn Ihr (!uer Herz befreit von der Last, die auf ihm ruht, wenn Ihr endlich der Wahrheit die Ehre geben und offen und reumüthig Eure Schuld eingestehen wolltet. Noch einmal ermähne ich Euch mit herzlieber Bitte Ihr werdet Euch selbst das Leben, das Loos erleichtern, wenn Ihr gesteht!" Ein fast feindseliger Blick aus Wal ter's dunklen Augen traf den Prediaer. Die Stimme des Unglücklichen klana rauh und heiser, als er sagte : ,,ch habe nichts zu gestehen." Einen Augenblick schwieg der Zunge Geistliche verletzt und verwirrt dann aber sprach er plötzlich erhobenen Tones : Barthold hr liebt und verehrt Eure Frau ! Denkt einmal, daß Ihr einen Fluch gegen sie ausstießet,, wenn Ihr in diesem Moment eine Lüge sprächet'. Gesteht !" Walter Barthold sah den Prediger lange schweigend an. Dann legte er die Hand auf das Herz und sagte langsam und feierlich : Und wenn ich wüßte, daß mein Weib . m n., - - , . . I. in. diesem Äugenvlm entseelt zu Boden stürzte, so könnte ich nichts Anderes sagen, als : ich leide ungerecht ich bin unschuldig." Nach diesen WoUen veränderte sich plötzlich sein Gesichtsausdruck. Finster und mürrisch wandte er sich ab streckte die Hand gegen den Geistlichen aus und sagte kurz und rauh : Ich muß arbeiten." Jetzt' war er wieder der Alte wai wieder der verschloffene, trotzige Gefan gene, als welchen der Prediger ihn kennen aelernt, . ...

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Sönnen vertchiedÄKen- &edaumt be wegt, Hetlich dieser, an dem Erfolg sei ner Bemühungen verzweifelnd, die Zellen Er batte kaum die Schwelle derselhe.il übertreten, als er beinahe mit einer vor ihm stehenden Gestalt zusammenstieß. , ' Ihr habt gehorcht, Hevne?" frclM er verwundert. Der also Angeredete war ein mitte' lgroßer, etwas gebückt dastehender Ma ln. : . p e i ..... 's. - f. r. l . ' veffen nops fneeweiße aaxc veoec, ten. ! und deffen rothes, tiefgefurchtes G.esicht Wh kleinen, außerordentlich beweglichen Hs,, f'X hMtrW IMV)V. VV.VV. Ja, ich habe gehorcht, Ehrlxürden," antwortete der Gefragte, wahrend au seinem Antlitz ein seltsamer, lnlxschreib licher Ausdruck lagerte und seine Äuaei sich unstät hin und her wendeten. ..ck habe gehört, was der da drinnen gesagt rv rw v Ä - . M 1 U hat nues Alles vade ich ge hört." Der augenscheinlich schon sehr bejahrte Mann sprach auffallend lebhaft in stockender, abgebrochener Weise, und in seinem ganzen Wesen verrieth sich eine eigenthümliche Unrube. Er fuhr sich hastig mit der Hand über die Slirn und der Prediger bemerkte, daß tr r , , ? - i - yeue grope aweiplropfen auf oerzelven standen. ori f. rs.,.1. ., r nerurilgi üuc?, eone, sagte er ...-r....r. w rvt- r , rrwomivoueno. or oennoer iucy rn einer ganz merkwürdigen, ja, ich will es offen gestehen, sogar gefährlichen Aufre gung. Daß Ihr nicht getrunken habt. weiß ich, auch ist Eure Erregung nicht diejenige, welche der übermäßige Genuß von Branntwein erzeugt." Ganz recht, ganz recht, Ehrwürden der alte Sebastian Heyne, seit nunmebr dreißig Jahren Schliever dieses Gefäna niffes, war noch niemals betrunken er ist es auch heute nicht, wahrbaftlg nicht!" Ihr braucht es mir nicht zu betbeuern ich kenne Euch. Seit längerer Zelt aber glaube ich schon bemerkt zu haben, Hebne, daß der Gefangene auf ' r Fr- '. Nummer zwanzig iLucy seltsam ausregt, daß Ihr horcht, wenn ich mit ihm spreche, und dann immer in außergewöhnliche Erregung gerathet. Ich vermag mir das nicht zu erklären. Ihr seid im Dienste grau geworden und müßtet doch Ersahrungen genug gesammelt haben, um gegen irgend welche Nervenerschütterung geslavil zu fein. Heyne schwieg einen Augenblick, dann sagte er hastig : Nein, nein, das bin ich eben nicht mehr. Früher, ja früher da hatte ich Nerven von Eisen, aber heute wollen sie nicht mehr halten ! Heute sind es elende dünne Bindfaden, die leicht zerreißen. Ja, ja, ich werde alt und schwachköpsig ich müßte mich Pensioniren laffen." Redet doch kein dummes Zeug, Heyne!" O, ich sehe jpphl ein, wie's irnt mir steht, Ehrwürden ich tauge nicht mehr für meinen Posten ! Aber dafür kann ich nicht mich trifft die Schuld nicht, sondern jene' Leute, die man $um Richter eingesetzt hat über ihre Mitmenschen ; jene Heute, die zu entscheiden haben über Leben pder'M, ewige (öefgngenschgft oder Freiheit eines Menschen ! Wgrum lassen sie sich verblenden .durch aßere Anzeichen und glauben nur an hg? Schlechteniemals an das Gute ! Ihr wißt nicht, was Ihr sprecht, Heyne, ermähnte der Geistliche bestürzt. O, doch, doch, ich weiß es sehr Wohl. Ich schwatze nicht m d?n Tag. hinein. Weil ich das Alles lveiß, darum horche ich, wenn Sie mit dem Gefangenen spre'chen, darum regt es mich auf, wenn ich seine Unschuldsbetbeuerungen höre ! Sie sind unser Aller Seelsorger, Ehrwürden," fahr er plötzlich lebhaft und entschloffen fort, Sie sind unser Tröster im Unglück, picht wahr? Wollen Sie einmal eine Geschichte anhören, die ich Ihnen erzählen möchte? Sie ist nicht sehr lang, aber gewiß hübsch, das heißt unterhaltend grauenhaft unterhaltend, und wenn ich sie erzahlt habe, dann Ehrwürden, werden Sie wlffen, warum ich so bin, so so " er fuhr sich wieder mit der Hand über die Stirn und vollendete stockend so beinahe wi? ein Verrückter." Ich will Euch gern anhören, Heyne," sagte der junge Prediger gespannt, laßt uns in Eure Zelle gehen, dort sind wir ganz ungestört." Ja, laffen Sie uns gehen, Ehrwürden," drängte der alte Schließer mit un .i!t..f:j. n.t.t ti x pj- ... ge.ooyiiiiryer eoyasl.gieir, ungeslorr muffen wir lein. Wenige Minnixn später ivaren Beide in dem kleinen GemachSebastianHevne's, deffen Thüre Letzterer hinter sich ver schloß, angelangt. X. Es war ein mit größter Einfachheit ausgestatteter Rauin in welchem der Schließer dreißig Jahre seines Lebens hindurch gewohnt hatte. Mit einer hastigen Handbewegung deu tete er nun auf einen der alten Holz, stöhle und sprach ; Nehmen Sie Blad. so aut es aebt. Ehttvürden ich werde mich Ihnen gegenuversetzen, damit Sie mir in'S Geficht sehen und merken können, daß ick die Wahrheit nicht weiter als die Wahrheit spreche." cachdem der Seelsorger des Gefängnlsses mit einem freundlichen Neigen des Kopfes Platz genommen, that Heyne, wie er gesagt, und lieb sich auf dem aegenüberstehenden Stuhl nieder.' Seine Erregung hatte sich noch nicht vermindert aber es schien ihm Erleichterung zu gewähren, daß er sich endlich einmal aussprecyen durste. vie wissen, Ehrwürden," beaann er. daß ich alt und grau im Amte aewor den bin, daß ich schon unter dem vorigen Direktor dieses. Gefängniffes, der erst vor vier Jahren von dem neuen Herrn abgelöst wurde, gedient habe. Mit dem Eintritt des neuen Direktors wurde das gesammte Personal dieser Anstalt gewechselt, mich nur behielt man, daher kommt es, , daß Niemand außer mir Kunde hat von dem, was ich Ihnen jetzt erzaylenwlll." Er holte emlge Male tief Atbem und sprach dann sveiter : ..Es ist nunmebr eine lanae Reibe von Jahren vergangen, seit dem Tage, da mnn in im r 5)li,it lUe. ,. ... miiv.v iltvk VllilU einlieferte, welcher wegen eines Mordes, begangenem eigenen Bruder, zum Tode verurtheilt, aber zu lebenslanalickem Zuchtbaus begnadigt worden war. Diese

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, " ih U f , ?f int tHl viiuncc er M worden, weil der Mann trotz der erenden Beweise hartnäckig seine l'ulo geleugnet hatte und durch nichts fi einem Geständniß betrogen worden war. Zur Vollstreckung der Todesstrafe wär damals das Geständniß erforderlich. Es tfax ein schöner junger Mensch, Ebrwürden, ungefähr fünfundzwanzig Jahre alt und sah gar nicht an wie ein Mörder. Wenn ich. dort hin blicke, dort nach der Wand, dann seh ich ibn nock vor mir mit seinen traurige, Auaen. vm t nt.trni .4 rui , ... die tage- und nächtelang weinten, mit seinem schmerzlich zuckenden Antlik j, vu,iu iu; Iv veulilll', wie eine 1 ri f i t " r , . ' ist Ynrtr .La iJ f. . k ? r u,jian aus ieiscy und Blut, wie Sie. Ehrwürden !" . Mit einem tiefen Seufzer hielt der -tleper vle i)and vor die Augen und erzählte erst nach einer Vause weiter - ÄttllÄ rungen des Verurtheilten keinen Eindruck Ollhmch. Ich svar ein harter, grausay SIIKiii. ...V ,.5 t . wann uno yapre oie Verbrecher wie die Teufel. Ich glaubte, ich hatte damals kein Herz, denn sonst hätte ich den Gefanaenen nicht sa str?n. k n,-?. lich behande,.. könn.,., wie e gescheht. lnrla)lungen waren zu jener Zelt ganz andere, viel arauiamer? ls .heute. Die Prügel waren an der Tageöordnunz und ich, Ehrwürden, ich machte von dieser Berechtigung den aus giebigsten Gebrauch. Die Thränen und lauten Klagen des armen Gefangenen betrachtete ich nur als Verstellung, als Widerstand ich war die Ursache, daß er gesiagen wuroe, icy stt)lug ihn selbst, tinX Aiit uiiM 1 . s . rr ' i u' aus meine Veranlassung o, daß ich es agcn muß ! auf me ne Veranlattnn., Mrnrn im W I O v i. ... viv VyiVV4(il vtCil(CU Ketten nicht abgenommen. Ich war ein Unmensch, Ehrwürden ; denn ich maltraitirte den Mann mit teuflischer Grausamkeit ich hätte ihn tödten können ; denn er war ja doch ein -Mörder Klar und deutlich stand es in seinen Akten, daß er den eigenen Bruder getödtet, und toas in den Akten stand, das war mir heilig ! Wie oft hat er mich um Milde, um Barmherzigkeit angefleht wie oft hat er die Hände verzweifelt gegen mich ausgestreckt und thränenden Auges mich beschworen, an seine Unschuld zu glauben ! Ein Fußtritt Hiebe . rw r , . . r1 i, , " waren stteltte Antwort Er jammerte und stöhnte nach seiner iunaen ftr. nach seinem Kinde ich sagte ihm, daß er ihretwegen keine Sorge zu hegen brauche, er habe sie durch seine Gr'äuel. that in den Tod getrieben ! Und ich sprach die Wahrheit ; denn das arme Weib hatte sich mit ihrem Kinde aus Verzweiflung in's Wasser gestürzt ! Aber mußte i ch ihm das sagen ? O, das Bewußtsein brennt mir im Herzen es zerfrißt meine ecle Es war an einem kalten, stürmischen Winterabend, als ich ihm aus seine leldenschaftlichen. immer erneuten Unschuldsbetbeuerungen mit grausamem Hohn die Trauerkunde vom Tode seiner Lieben, des Einzigen. das er auf der Welt besaß, mittheilte uich ohne Mitleid hetrachtete jch den zusammenvrechenpen, durch die sechsiäbriae Zuchthaushaft vollständig geschwächten Mann. Ich stieß einen Fluch gegen den verdammten Heuchler" aus und verlieb 'i. ; r r K Mll grimmigem lnn seine eue Es war just dieselle, in welcher jetzt Walter Barthold untergebracht ist, just dieselbe, Ehrwürden just dieselbe," Der Kopf des alten Schließers sank auf seine Osust herab und mechanisch . murmelten seine blassen Lippen die letz- .. CKirvvt. i. .,... r: r : .t r. vii vvi in viwmiiiuti .'lererooiung. (Fortsedung folgt.) Deutsche Hokal-Nachrichten. Der Weichensteller Lange von Plaatz wurde durch Ueberfahren getödtet. Vom Schwurgericht in Güstrow wurden verurtheilt ; der Pferdeknecht Lüders von Alt.Vuckow wegen Nothzucht zu 1 Jahr Gefängniß, der Landbrieftäger Hansen von Neu Buckow wegen Unterschlagung zu 10 Monaten Gefängniß, der Erb Pächter Behmke aus Püttelkow wegen betrügerischen Bankerotts zu 10 Monaten Gefängniß und die Hofgänger Geuer und Johannsen von Schwechow weaen Körververletzuna mit tödtlickem Erfolg zu 1 Jahr 4 Monaten resp. 4 rochen iesangniv. Freie Städte. Der Direktor des Realschule. Dr. fö4ft in Cimitt W)tJIlNist auf dem Bremer Llovddampfer UVttyVHH tl (MlllVUkW. v tu Wl I WjrnAr t RmmV S U fij. schoffen. iUI VtVIitM V. VtUttVk VM. IIIV tt' Schweiz.. Basel zählt 70,000 Einwohner. Im Bezirk Sissach, namentlich im Hombur erthal, richtete ein wolkenbruchartiger legen colossalen Schaden an. Der in Tiefen ' ansässige Jacob Thommen, der kürzlich den Schmiede gesellen Müller mit einem Bierglas erschlug, wurde zu zehn Jahren Zuchthaus und 1500 Fr. Ent icyaoigung an oie iurler cuuer s ver urtheilt. Da Steuerkapital der Stadt rr l m rr . rr i. ; c ... t 1. 1 . nn. I c?. cm. ... ... om rr i . si. auen yai uf in ven lehren w Jahren von 63 auf 109 Millionen Fran en gehoben. t In Genf der ehemalige Chefredacteur des Genfer Joumals, Ädert. f In Näfels Nathsherr und Apellationsrichter Josef Müller,.der Ne tor der Beamtenwelt des Kantons Glarus. DerKaffationshof von Neuenburg hat den Rekurs des gewesenen Bankiers Charles Pierre Petitpierre, der zu 15 Monaten Gefängniß und 500 Fr. Buße ur Bertrauensmißbrauch und einfachen Bankerott verurtheilt wurde, bestätigt. Eine männliche Amme. In der Rue Auguste-Orts in Brüssel läßt sich gegenwartig ein Mann sehen, der einen vollständig ausgebildeten weibli chen Busen besitzt und vollkommen im Stande sein soll, Ammendienste zu thun. er ' cnri- r . . . c?. rn r eine ru ne io meioen vie leiiame Zettel und Zeitungen haben das enor me isewicyt von u lloaramm: man muß sie also wohl a part gewogen ha ben. Zeugnisse von medizinischen Auto ntäten bestätigen, daß eö mit dem Na wrwunder seine volle Richtigkeit hat. Ob sie seine mannliche oder seine Ammen aualität bestätigen, wird nicht gesagt. Somit sind vielleicht noch einige Zweifel erlaubt. '

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