Indiana Tribüne, Volume 9, Number 282, Indianapolis, Marion County, 1 July 1886 — Page 1
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Jahrgang 9. Osstee: Ho. 120 Bö Narlzlaod Jttche. NuQner 282. Jadlanapollo, Jnviana, Donnerstag, den 1. Juli iS96.
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a titln Spalt sodeit dieselben nicht Ce schAstZanzeigen find und deu Raum von drei gkiltu nit öinfteiztn, teerd u u , u t g e l t. ltch aufgenommen. Dieselbe bleib 8 Tage stehen, können aber nbeschräntt erneuert werden. Unztizen, velche bis Mittag! 1 Uhr abge. geben werde, finde noch an selbige . Tage Aufnahm. Oerlangt. e,la,t ird in Mädchen zur Besorgung eines köZuglmgS und für leichte H,uirbU bei Dr. Wag tue, R, S7 öoUejt vnu. 4jl vrl an g t: Leute mit Äapttal, m den Staat mit ,nr Grftnduna zur rteichterun' der Last skr ZugPferde i eontrolltte Verlaust fiH an jeden Pferdetettzür. ein S.xerivent, sonder i e le ttiSne Cache. Tausend in brauch. Etwa? Pafid für eine rgtschen Rann, äher bet O. fc. Ähtie, 234 Saft Lake Straße. Chicago. ba erlangt ird in etwa 16 Jahre ltS Mädchen, lchj nallsch und deutsch s,rechn kann und Er f hruna a.s erUuserin hat tn einer äckerei, fto. 311 affachulltZ eenu. Sjl erlangt ein Kindermädchen. . 9t 87 College V, 4 Stellegesuche. 9 f ch t ird Stelle für Haularbeit von einem s,b annändtgen adche. ä,re Ko. 6J3 adiso na. 8il sucht Stell on in starken Vädche für Haual,,tt. drksftr: . Seijert. 130 heldo tu alt. Zil gesucht trd irgend mlch rbit von inem jun ,nane. Rachzufrazen Ao. Sud D,laar, Straje. 211 Zu verkaufen. 8 erlaufen find iniie noch sehr gut erhalten, nur Keni.e Monat gibraucht Teppiche. Nähri in der Offt. ds Blatte. Zil Verschiedenes. Albert Sahm, Demokratischer Kandidat -lxCounty - (Tommissär de zweUen Distrikts. Per vkklamatlon für Sledererwädlung orninlrt. fiter, ö ant- und Nerdenkankhei-I IttTX eine Spezialität. Dr. Denke-I Walter, 22S Oft Washington rrj Wer bei Versicherung seine Sigenthum l?eld spare will, der dende sich an Hermann SIetollt, l?ersicherungS-5lgent, Ossice: No. 118) Oft Washwgton Str Zämdöi'AS!'' großes Lage? von Sommer - Hüten ! ist jetzt in voll Blüthe. SSngngnte und Furnnyöte eine Spezialität. co. IQ Oa OasbingtonUr. Ilational i a, Seminar -Verein. Ti Vitalieder det Rationalen deutfch-amerikani-schen Eminar-Sret find ersucht, sich Morgen, Freitag Nach Utag u 4 Uhr, tn der Office von H. L br k So., injustnd. In der Versammlung sollet Te:egt erroählt erden, der unsern Berein i der tZneral-Vrsa!u obig VertS, die tn Uake am v. Vuguft stattfindet, xrasenttrt. H. Lieber, Vorsitzer. DiviSenbe. Auf fehl der Luxerior-kourt on Marion Toupt, rd ich m und nach dem 6. Jult ein Dividend von 10 Prozent an all Ereditoren der I.etcher und Lharpe'S Oank, lche i Besitz on Rtki,r Ertisikatn find, und dtZietzt noch keine 40 Proz'Nt oder 33. Prozent Divi ,tde erhalten haben, zahlen Qrn. Oa0a, ttiver für Fletchir Sharxe. Neuer Spar- und Leih -Verein! ti vrsamlung des neuen xar und Leih eet zum Zweck der Organisation, findet am Qontag, den 12. Jali 1000, Abend. Uhr. bei 7?eter fiict, 330 MaffachusettS Ave., statt. Veter ?rik, temx. Präs. Sohn . ?. teeg, temx. Sekr. (SroHeS DeutschesBoWstst veranstaltet vom Ind'pls Liederkranz, -InArucc FarK ! ?udpuntt der College Ave. Straßenbahn, am Sonntag, L Juli Musik: Union Oaud- ; g lk srischnng' aller Art ift bestens ge. l-rgt. Das Comite.
Neueö per Telegraph.
Wettru sichten. Oash tn gt o n. D.. C.. 1. Schönes, wärmeres Wetter. Juli. Wird nicht abgesetzt. St. LouiS, 1. Juli. Die israeliti. sche Gemeinde Shaaremitb verwarf die Empsehlung der Trustee? den Rabbi Sonneschein abzusetzen. Bekannten sich schuldig. New Y o r k. 1. Juli. Michael Stroh und A. Rosenberg. Mitglieder des Carl Sah ClubS. welcher den Wirth Theib boycottete, bekannten sich der Erpressung schuldig. Danenhäuser wurde prozessirt und schuldig befunden. Der Chicagoer Streik. Chicago. 1. Juli. Die Streiker verhielten sich heute Morgen ganz ruhig und störten den Betrieb in keiner Weise. DieEinvohnerzahlChicagoZ. Chicag o, 1. Juli. Nach dem neuen Directory ist die Cinwohnerzahl Chica go' 750.000, eine Zunahme von 50.000 im lktzten Jahre. DrahtnagriHten. DerStreik der W e ichensteller in Chicago. Chicago. 30. Juni. Die Arbeiter in den Schlächtereien sympathisiren mit den Streikern, und da dieselben schon um 4 Uhr Nachm. Feierabend machen, so glaubt man in der Nähe der StackyardS besondere Vorsicht gebrauchen zu müssen. Lokomotive No. 468 mit 30 Extrapoll. ziften wurde heute früh nach den StockyardS geschickt. Die Fenster der Schlachthäuser waren dicht mit Arbeitern beseht, velche mit lautem Johlen die Polizisten beschimpften. Als die Mittagsstunde herankam, ver sammelten sich etwa 2000 Menschen um die Lokomotive, welche mittlerweile an einen Zug gehängt worden war. Auö einem Fenster wurde ein Haufen Abfälle herabgeschüttet und dieselben träfen nnen Pinkerton Polizisten. Gleich daraus flog ein Hagel von Steinen und Knüp pel gegen die Polizisten. Dem Polizist Begley wurde durch einen Steinwurs der Kinnbacken zerschmettert. Die Menge zog auseinander, als um halb 1 Uhr wieder zur Arbeit geblasen wurde. ZweiPinkerton Detektives hörten in der Nähe von South Chicago einen Schuß. Sie begaben sich nach der Stelle woher der Schuk kam und hatten ein Rencontre mit drei Streikern von denen einer in'S Bein geschossen und von seinen Kameraden fortgeschleppt wurde. Spät heute Nachmittag wurde an der 40. Straße ein Zug vom Geleise gewor fen. Die Thäter, vier an der Zhal, welche die Weichen geöffnet hatten, liefen davon. ES wurde nach ihnen geschossen, woraus sie still hielten und verhaftet wur den. Heute Abend fand eine Versammlung sämmtlicher hiesiger Weichensteller statt. Etwa tausend Mann waren anwesend. Die meisten waren für einen allgemeinen Streik, einige Besonnenere riethen jedoch davon ab und schließlich wurden bloß Beschlüsie gegen die Lake Shore Bahn gefaßt, und den Streikern finanzielle Un terstützung versprochen. Der Chicag o er Tende n z Prozeß. (Epecialdepesche der . Volkszeitung") Chicago, 29. Juni. Geinnell und sein deutscher Hanttanger Furthmann prahlen bei jeder Gelegenheit dmit, daß sie massenhasteö, überwältigendes Be weiSmaterial gegen die acht angeklagten Anarchisten in Händen haben, wenn man indessen die Leute, welche dieses Material gesammelt haben, näher betrachtet, gelangt man zu der Vermuthung, daß eS damit nicht sehr weit her sein kann. Ich habe mir die DetecliveS, welche den Fall aufgearbeitet haben, ziemlich genau an gesehen und bin zu der Ueberzeugung ge langt, daß sie von ihrem Geschäft nicht viel verstehen und dabei stütze ich mich auf meine Erfahrungei.' als langjähriger Polizeiktporter, der m'hr wie zwölf Jahre in Polizeihauptquzrtieren und Detective LureauS Tage und Nächte zugebracht und da? Busineß" genau kennen zu lernen Gelegenheit hatte. Zwei der Det cliveS, welche den Anarchisten nachgespürt und alle ihre Gehtimaisse ergründtt haben wollen, sehen wie die reinsten DudeS'auS ES sind ein paar junge Bengel. geschnie gelt und gebügelt, mit blasirten Gestch tern und asfektirten Manieren. Ein jun ger Detektive, ausgenommen ein solcher für junge Diebe, der womöglich selbst Dieb gewesen, ist barer Unsinn. Ein anderer Detectioe. der hauptsächlich hinter Spieß und Genossen her war, ist ein unförmlich dicker Mann, der ungefähr 250 Pfund wiegt, im" Bonsteld nen nett sie ihn. Er ist der Bruder des Psli. zrimfpektorS und wohl nur deshalb zum
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Detective avanckt. Er läuft gegenwär tig bei allen Anarchisten herum, deren er habhast werden kann, und sagt ihnen, indem er äußerst freundlich thut : Seid nur nicht bange. Euch thue ich nichts ; ich bin ein guter Kerl und thue Niemand etwas zu Leide. Wir wollten blos den SpieS und ein paar Andere unschädlich machen, weil sie eS zu arg getrieben ha ben. Wir konnten eben, nicht anders. Ihr aber werft ja keine Bomben und so braucht Ihr vor mir keine Angst zu haben." Der dicke Bonfield hat nämlich gewaltige Angst vor den Anarchisten. Ein vierter im Bunde ist der Chef der Detektives. O'Shea, ein Schlauberger sondergleichen. Er ließ unter Anderen den Maschinisten Schnaubelt verhaften, einen Schwager des Angeklagten Schwab. Schnaubelt schien schwer kompromittirt zu sein ; eS heißt sogar, er, und nicht der jung: Tischler Lingg, habe die verderben bringende Bombe geworfen. O'Shea brüllte den Arrestanten, als derselbe nach dem Hauptquartier gebracht worden war. an und frug ihn, ob er ein Anarchist fei und ob er am Abend deS 4. Mai. auf dem Heumarkt gewesen sei Schnaubelt. der ungesähr einen Kops größer ist als O'Shea, schüttelte den Kops und sagte mit unschuldigster Miene, er wisse nichts von der Geschichte. Ali Yighf, ant wortete O'Shea und ließ Schnaubelt laufen. Schnaubelt machte sich sofort auS dem Staube. Seither hat ihn kein Detektiv mehr gesehen. Seit der Flucht Schnaubelt'S soll O'Shea sich jede Nacht heimlich Fußtritte versetzen. Im Uebri gen ist das sogenannte BeweiSmaterlal hauptsächlich durch .Bulldozen- erlangt worden. Der einzige Belastungszeuge, welcher möglicherweise GravirendeS aus sagen ird. ist der KosthauSbesttzer Seil ger, welchem die Polizei nachsagte, er sei bei der am 3. Mai gehaltenen Versamm lung, in der bestimmt worden sein soll, wer die Bombe zu werfen habe. Thür Hüter gewesen. Seliger ist einer Art Torturverfahren - unterworfen worden und was er in Folge dessen aussagte, wird als einer der Hauptbeweise ausge führt werden, um SpieS und Genossen an den Galgen zu bringen. Ebenso sind angeblich mehrere Andere derart eingeschüchtert und bedroht worden, daß sie Dinge sagten, die sie auf dem Zeugen stand vielleicht wieder zurück nehmen werden. Erst jetzt kommt eS heraus, daß die PolizeiAttacke auf die Versammlung am Heumarkt ohne allen Grund und ent gegen den Befehlen deS Polizeichefs Ebersold vom Inspektor Bonfield ange ordnetwurde. Bonsield hat am Samstag Urlaub genommen und kaum hatte er der Stadt den Rücken gekehrt, als auch schon einer seiner Untergebenen, der wahr scheinlich gern selbst Jnsp ktor werden möchte, einem Reportor erzählte, daß am Abend des 4 Mai Mayor Harrison und Chef Ebersold sich die anarchistische Versammlung angesehen hätten und nach Hause gegangen wären, als sie erfahren hatten, daß die Reden ziemlich gemüßigt seien. Ebersold entließ die Reserven und telephonirte nach dem Hauptquartier, daß kein .Trubel" zu befürchten sein werde. Kaum war der Chef von der Scene verschwunden, fo ließ Inspektor Bonfield seine sünf Kompagnien, die er kommandirt, in dir DesplaineS Straße Station antreten, und stürzte dann mit ihnen auf die Straße, um die Versammlung au? einanderzuknüppeln. .Die Bombe wäre an jenem Abend ganz gewiß nicht geworfen worden versichert der Gewährsmann, .wenn nicht Bonfield seinen durch nichts zu rechtfertigenden Angriff gemacht hätte. Denn eS hat sich herausgestellt, daß kein Plan vereinbart war, die Polizei mit Bomben zu werfen. Kein einziger Zeuge kann daS beweisen und wenn eS irgend einer thut, fo wird Bonfield wohl wissen, wie daS kommt. Meineide werden bei diefem Prozeß von DetecliveS massenhaft geschworen werden. Bonfield weiß ja. wie so etwas zu arrangiren ist. Im Uebrigen erklärte der Betreffende. BonfieldS Anordnungen beim Auseinanderknüppeln der Versammlung seien denk barst dumm gewesen und die Bombe hätte nicht den zehnten Theil deS Schadens anrichten können, den sie wirklich angerichtet hat, wenn Bonfield seine Leute vernünstig vertheilt hätte, statt sie ln einem dichten Hausen mitten aus dem Pflaster marschiern zu lassen. ES ist ge sagt morden, daß viele Polizisten von den Anarchisten durch Revolverkugeln verwundet worden seien. daS ist aber nicht wahr. Die Revolverkugeln, welche ln den Wunden der Polizisten gesunden wurden, passen genau in die Läuse der Polizei. Revolver. ES ist gar keine Frage, daß die Polizisten in ihrer Verwirrung und Todesangst vor weiteren Bomben wie toll um sich geschoss.n und so sich unter einander verwundet haben. Es ist keine Frage, daß die Anklage gegen die Anarchisten aus schwachen Füßen i steht und dies tritt immer mehr klar zu
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Tage. Die Chancen der Angeklagten scheinen sich in demselben Maße .zu bessern. Die Gelder für den VertheidigungSfond laufen ununterbrochen ein und die Aussichten werden ebenfalls mit jedem Tage günstiger. Der Vertheidigung' fond ist gestern um mehr als $1000 gewachsen. Die Central Labor Union hatte nämlich im Schützenpark ein großes Picnic veranstaltet, an welchem über 3000 Personen teilnahmen. WaS an den Schanktischen und VerlausSständen eingenommen wurde, floß Alles in den Fond. Außerdem wurden Hunderte von Bildern von SpieS und ParsonS, sowie Medaillons mit dem gutgetroffenen Pro fil von SpieS für je 50 resp. 25 CentS verkauft. Bis jetzt gingen im Ganzen ungefähr 58000 für den Wiederaufbau der .ArbeiterZeitung" und die Bezah lung der vier Advokaten ein, welch Letz tere zusammen etwa $5000 bekommen. Anwalt Foster hatte anfangs jede Be zahlung abgelehnt, eS widerstrebte aber den Angeklagten, einem Advokaten als .Advertistng Medium" zu dienen, uno so bewogen sie Foster, gleich den Uebrigen, Gebühren zu berechnen. Unter den.Leu ten, welche bisher zum Vertheidigung? fond beigetragen haben, figuriren solche, die $100 und mehr subskribirten. C h i c a g o. 30. Juni. Der Staats anwalt lehnte heute den Sozialisten Melchior ab. Frank S. Oöborn, ein fünfter Geschworener, wurde heute angenommen. Er ist Verkäufer im Detailgeschäst von Marshall Field & Co., ist Wittkver 29 JaZre alt und scheint ein gebildeter Mann zu sein. Der Boycottprozeß in Mil w a u k e e. M i l w a u k e e. 30. Juni. Vor ei nem überfüllten GerichtSzimmer instruirte Richter Sloan die Geschworenen in dem Prozesse gegen Schilling. Er sagte, die Gerichte würden die Arbeiter in ihren ehrlichen Versuchen zur Besserung ihrer Lage schützen. Boycotten und Einschüchtern sei jedoch ein strafbares Verbrechen und ebenso sei eS ungesetzlich, Arbeiter aus andere Weise alS durch Zureden zum Streiken zu bewegen. Die Jury hatte sich spät am Abend noch nicht geneigt. Congreg. Washington, 30. Juni. Senat. Die Resolution künftighin die Erecu tivsttzungen öffentlich zu halten, wurde eine Zelt lang besprochen und dann wie der zurückgelegt. Der Conserenzbericht über die Bewilligungen sür den diplomatischen und den Consulardienst wurde angenommen. Hau. Vier Mitglieder deS Comites zur Untersuchung der Pan Electric Telephon Affaire berichteten, daß Generalan alt Garland, Sekretär Lamar und die andern Jmplicirten durchaus nichts Un ehrenhaftes oder TadelnSwertheS thaten. Die Minorität deS Comites berichtete dagegen, daß die Genannten ihre Stellung dazu mißbrauchten, um von der Bell Compagnie Zugeständnisse zu er langen. Das HauS setzte darauf die Erwägung der civil 8untlry appropriations fort. Ott dabei. Die Wahlen in England. London. 30. Juni. Die Aufre gung wegen der herannahenden Wahl ist in fortwährendem Wachsen. Die Wahlen finden nicht gleichzeitig an allen Orten statt, sondern ziehen sich durch mehrere Tage hin. Gladstone's Agenten berich ten Gewinne in Bristol, Norwich und Southampton. Sollte sich dies bewahr h.iten. so liegt darin sür die Liberalen Ursache, aus eine kleine Majorität zu hoffen. Gute Bezahlung. München, 30. Juli. Die zweite Kammer des Landtages bewilligte dem Regenten Luitpoldsine Donation von 200,000 GuldenGestern Abend wurden Walter A. TombS und Wm. I. LewiS welche auf Kosten der Hotelbesitzer zu leben pflegten, verhaftet. Sie quartierten sich ein, und zogen wieder aus, ohne zu berappen. Ihre hiesigen Opfer sind das Grand Hotel..English'S Holet und MddellHauS. Sie wurden als Vagabunden ange kreidet.
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