Indiana Tribüne, Volume 9, Number 281, Indianapolis, Marion County, 30 June 1886 — Page 1

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Oerlanat. Verl t: ScttU mit Aisttcl, um den Staat mit ner rlUöuni jr rleichterun Ux Last fax guc ftrle v etrolln,n Ccrfauft fl tu leitn Pferde i,er,ttzö,r. ein ?mnt, sonder etr ie oftdne Lache. Zrafenk in Zedrauch. Staat Caffc tat et cncratf4n Rann. Rhr det O. V. QHUe, 4 Eaft Ltte Straße, Chicago. b erlangt trdet et IS Jahr, aktelvabä), vlche n, lisch nb deuts s,rechen tan nd fr J'hruna a.5 CeiiiitftUB Hit fai eiaer X)3imt, ft. 11 afsachlttt ,ne. ZU Bedingt in Ämbmlchen. Re. , 87 Esllege 2ll Stellegefuche. 3 ! & t ird Stelle für Haulardeit von einem seh, aintiffn min Am. ifirtl Ist Vkadtton . 3il 3tf8ä)t Stelle von in starten W ! für ilatiett. drejstre: . eerr. ?n etraZF. 2il Z es acht ird irgend elch Arbeit ooninem ! M - . .-i i - r a wanne, xaqzusrazen . o u Strafe. 2jl escht irdrbeit von einem Wanne, der gut mpsehngen,hat. aher in d? Office d. Bits. I Zu vermiethen. in (Biethen: Mehrere hübsche Zimmer in it. Deatt.QaUer' lack. 22S Oft Wash. Str. da Zu verkaufen Hu erlaufen sind einige voch sehr tat rhal. tene. nur entge anate genauste xcpsiqje. xa txti in der Office dS. Blattei. ?il Zugelaufen Znaelausen: Ei großer schwarzer Hund ist ir ugelafe. Tr Eiagevthümer kan ihn gegen Er fiattun deluttergel? bei mir in (Zmifcng eh -mcit. tfi r. M Cft Wkkinat Str. lil Verschiedenes. Albert Sabm, 5Omokrttscher Kandidat für Couuth.Commis sar dek zweiten Distriktt. Vr kklainatle für Vled?eräHlung nrtlrt. ILlnt-, Haut und Nervenkankhei-ß ten eine Spezialität. Dr. Denke,! Walter, 226 Oft Vashwgto Str Wer bei Versicherung seines Eigenthum Geld sparen will, der wende sich an JEH.&rmaxix 8iololclfc, OersichernngS -Agent, Office: Rs. ItSX Oft Washington Str Zg,WbsrFsr'8 großes Lager von Sommer - Hüten ! ist jetzt in voller Blüthe. Käagnyute und Fn'rnnyüte eine Spezialität. fto. itt Oü Wafbiuqtonür. Gr. Conzcrt ! und Feuerwerk ! ant Samstag,:;. Juli, Abends UN Vb?mx Gsvte ! Ecke Meridian uud Morris Straße. Musik von Prof. Xteifiliold ÄXlller'a Grand Opera Honse Orchefter. - Eintritt frei. Gentml Gnrtm ! Nordöftl. Ecke Washington und Eaft Str. Qcböuer Oommergarten, Luftiger kühler Vlatz. Qcüe Opeisen und Oeiränke. VJ Zn zahlreiche Besuch ladet ein PETER WAGNER, Eigenthümer. Z?rau OullsHleger, Geprüfte Sebaunc hat ihra Vrüfu-g laut Zeugnisse i Praktischen i U?htische ass dee Sanitätsdirektion Z ürich in die Schweiz vor,2gttch bestanden und empfiehlt sich allen Frauen. Este ufstrksam Behandlung trd zuge sichert. No. L5 Süd New Jersey Straße.

Qeneö der Telegraph.

t3 1 1 1 1 1 u 9 I t Ä 1 1 n. Oakdlngl on. D. C.. 30. Juni. Leichter Strichregen, bleibende Tempera tat. . ' : Schlimm sür die Arbeiser. Philadelphia. 20. Juni. Die hiesigen RoMng Mills haben den Betrieb m M . 4 rjt nrv k O 4 Ä - einaettellr: i buu mann uns in tota dessen beschäftigungslos. ' - Der Streik der Weichensteller. Toledo. 20. Juni. Hier ist .Alle ruhig. Die Lake Shore Co. hat bexejtS fünfzig Weichensteller angaglrt, welche von hier nach Chicago an Stelle der Streiker gehen. ., . Gbitorielles. " Aus dem östreichischen Reichsrathe erschallte dieser Tage eine Stimme, bemerkenswerth genug, um sie an dieser Stelle anzuführen, ie ist bemerkenswerth deshalb, weil sie nicht von einem Sozialiften, oder Arbeiterführer herrührt, sondern von einem BourgeoisVertreter, der aber jedenfalls offene Augen hat. In einer Rede äußerte sich der Demokrat Dr. Gregr, wie folgt : 'Wir alle sind überzeugt, daß die ge gznwärtige Organisation der Gesellschaft nicht das Vorzüglichste, nicht oas Erreichbarste was der menschliche Geist schaffen kann, ist, und Jeder von uns hat gewiß zahlreiche Mängel und Uebelstande wahrgenommen, an denen unsere jetzige Gesellschaft schwer leidet, und wer eS noch nicht wahrgenommen hat, der steige hinab in die tieferm Schichten der Bevölkerung und seine Seele wird erfüllt wer den von Schmerz und Grauen ; denn wer es gesehen hat, wie Menschen unter der Last schwerer Arbeit zu Boden sinken. weil sie wegm Mangel an hinreichender und geeigneter Nahrung bk verbranchte Kraft nicht mehr ersetzen können ; wer es gesehen hat, wie Menschen, welche ihr ganzes Leben in schwerer Arbeit dem Dienste der Gesellschaft geopfert haben. im Alter entkräftet zum Bettelstäbe grei fen müssen, um den Rest ihres elenden Lebens iurö Almosen ;u fristen ; wer eö gesehen hat und ich habe es gesehen wie kranke Menschen auf faulem Stroh in Kuh und PferdestSllen buch stäblich Hungers starben, weil ihnen die Kraft fehlte, den siechen Körper von Hütte zu Hütte zu schleppen ; wer es gesehen und ich habe es gesehen-wie kleine Kinder aus dem Kehricht großer Städte Knochen hervorsuchten, um sie hungrig abzunagen; wer das gesehen und noch behaupten könnte, die gegenwärtige O rga msation unserer Gesellschaft sei eine gute und vollkommene, der hat kein mensch lich fühlend Herz in seiner Brust und kei nen menschlich denkenden Verstand in sei nem Kopfe. . . . Darin erblicke ich die erste und höchste Aufgabe unserer Staatsmänner, unserer Regierung und unserer Parlamente, daß sie den nothwendigen Umbau der mensch lichen Gesellschaft selbst so -führen und so leiten, daß er durch gewaltsame Erschütterungen der Fundamente nicht in Trüm mer gehe, daß sie den unaufhaltsamen und von Tag zu Tag anschwellenden Strom der sozialen Bewegung selbst so führen und so reguliren, daß er nicht die Ufer durchbreche und die Blüthen einer fast zweitausendjährigen . Kultur unter seinen Fluthen begrabe. Zum Still stände, zum Versiechen vird den sozialiftischen Strom keine Macht der Welt mehr zwingen. Und wie bereiten sich die Staatsmanner und die Regierungen zu dieser großen und , hohen Aufgabe vor? Was thun unsere Staatsmänner, um die friedliche Ui. Wandlung Gesellschaft zu beWerk pelligen oder wenigMS anzubabnen ? - Sehen wir uns um in Europa. Wir sehen den ganzen Welttheil in Kriegsbe reitschaft ; Alles, was Waffen tragen kann muß unter die Fahne ; die Heere zählen nach Millionen, und der Welttheil sieht einem Kriegslager ähnlicher, als der Werkstatt? friedlicher Bürger. Und die Volksvertretungen, wie rühren sie sich zu diesem Kampfe? Auch sie stehen theil nahmslos, rücksichtslos und rathlos dieser großm Aufgabe gegenüber. Ich will nur von unserm Parlamente sprechen Ich will die Bedeutung und große Nüd lichkeit der Gesetze nicht unterschätzen. welche wir zum Schutze und zur Bester ung der Lage der Arbeiter theils bereits i v r MW erlaben, lyms m Angru genommen haben. Ich erkenne es mit Dankbarkei , an ; aber im Vergleiche zur Lage der ar

bettenden Klaffe .sind diese doch nur' sin dernd Tropsen in dem großen Meer des Elends. Der SozialiSmus ist der Kampf neuer Ideen gegen die morsch gewordene gesellschaftliche Ordnung, und nuhts hat sich seit jeher so gefährlich und nachtheilig erwiesen, als wenn n einen Kampf der Gedanken und Ideen die plumpe Hand der Polizei emgriff. Der Sozialismus ist der Ruf deS Volkes nach Brod, und man antwortet ihm mit dem Kerker und mit Gefängniß. Wenn die Staatsmän ner und die Regierung kein anderes Mtttel zur Bekämpfung dieser Bewegung haben, als die Polizei, dann steht es schlecht mit der menschlichen Gesellschaft, dann ist der Sieg schon im voraus entschieden." DraWagritzteu. DerStreik derWeichen steller in Chicago. Chicago, 29. Juni. Die Lake Shore Eisenbahn schickte heute ihre Frachtzüge ohne neanenSwerthe Belästl gung ab. bis gegen Abend als ein Zug mit leeren Vagen von den StockyardS herausfuhr, ein Mann plötzlich auf das Geleise zusprang und dieWeiche verstellte. in Folge besten die hintersten Wagen deS ZugeS entgleisten. Die Mannschaft deS ZugeS schoß aus den Thäter traf ihn aber nicht, und eS gelang demselben zu entflieh,. Sheriff Hanchett behauptet, do daS von ihm vor zwei Monaten gegebene Versprechen, daß die acht Nlchtunionleute entlassen würden, im EinverstSndnib mit dem PrSstdeoten der Lake Shore Bahn gegeben wurde. Unbequemes Gebimmel, ßogansport. Jnd, 29. Juni. Frau Mnna DaSkmann hat gegen die deutfch'lutherische Kirche Klage eingeleiM. Sie sagt. sie habe ine -Tochter, die seit Jahren invalide im Bette liege. Sobald nun am Sonntag die Glocken der Kirche, in deren Nähe sie wohnen, zu läuten begännen, werde ihr Kind wieder kränker. Deshalb solle man die K.rche anhalten, den gesundheitsgefährlichen Spektakel einzustellen. Gleichzeitig ver langt sie 110.000 Schadenersatz. Der Cbicag oer Tendenz Prozeß. Chicago. 29. Juni. ES wird ge. sagt, daß der StaatSanwalt auSgefunden habe, daß einer der gestern angenommenen Geschwornen, Ernst Melchior, ein ausgesprochener Anarchist und persSn licher Freund von SpieS sei. Er ist Partner der Eisenhandlung der Gebr. Melchior, ist in Solingen gebürtig und wird von seinen Bekannten oft .Melchior, der Communist- genannt. Sein Vater spielte in 1881 unter den hiesigen Sozia listen eine bedeutende Rolle. AuS den angesührten Gründen wollte der StaatSanwalt ihn heute perempto risch zurückweisen, nachdem er ihn schon vorher angenommen hatte, wogegen die Vertheidigung jedoch Einwand erhob. Ueber die Bämbengeschichte wird jetzt eine neue Version verbreitet : Der Mann, welcher die Bombe warf, ist todt. OScar Neebe, einer der Mitangeklagten im Anarchistenprozeß, war eS, der einem Reporter daS Geheimniß" entschleierte. .ES ist kein Wunder bemerkte Herr Neebe, .daß die Polizei ihn nicht gefun den hat. Ich wußte damals auch nicht, wer daS schreckliche Geschoß geworfen, aber ich habe mir alle erdenkliche Mühe gegeben, es auSzufinden und habe bessere Gelegenheiten, als die Polizei, tt auSzu finden. Der Mann, welcher die Bombe warf, war Reinhold Krüger, welcher den Polizisten Michael Madden am Tage nach dem HaymarketRiot zu tödten versuchte, .von diesem aber erschossen wurde. Krüger war durch die That in der Nacht vom 4. Mai zur Verzweiflung ge trieben. Die ganze Nacht verbrachte er in den SaloonS'an der Milvaukee Ave. und trank viel in Gesellschaft. Er und seine Begleiter waren bewaffnet und man hörte Krüger am Mittwoch sagen, er sei entschlossen, den ersten Polizisten, den er treffen würde, zu tödten und mit ihm sterben. Er fürchtete, gefangen und gehängt zu werden, deshalb wollte er in seinen Stieseln sterben. Diese bemerkenSverthe Geschichte führ te zu einer Untersuchung von Krügers Vergangenheit. Wn. Seliger, der An geklagte, welcher für den Staat zeugen will, sagt, Krüger sei einer der Verschwö rer gewesen, welche in der Nacht vom 3 Eiai in West Lake Straße eine geheime Versammlung abgehalten hätten. Lingg, Eng.el. Fischer, Hirschberger und Apel waren zugegen. Bei dieser Versamm lung wurde der Plan gefaßt. Krüger rzar unverhelrsthet.in Deutschland geboren, 22 Jahre alt, 6 Fuß 9 Zoll lang und blond. Er sah nicht auS wie

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ein Arbeiter. VUse Beschreibung stimmt mit der übtteiu, velche John BarntS von dem Mann liefert, der die Bombe warf. Dieselbe paßt weder aus Fischer noch aus Schneubel. Krüger war eU Gerber. . Man wußte, daß er mit Louis Lingg und zwei Ande ren mit der Fabrikation von Dynamit und Bomben beschäftigt war. Er wohnte der Versammlung am Heumarkt mit Wilhelm Boege bei. Nach der Katastrophe versteckten sich alle 4 Verschwörer und verließen ihr Ver steck erst, als sie Von der Polizei hervor geholt wurden. ' - Wenige Tage, nachdem Klüger er schössen, entfernten, einige Freunde zwei Koffer von seiner Wohnung nach einem Hause nahe Rahep Str. und Lloomlng ton Road. Dort warben 2 Tage später 30 gefüllte Dynamit'Bomben unter dem Fußweg gefunden. Wollen nicht streiken. Toledo. 29. Juni. Vier Abge sandte der Chicago Weichensteller kamen von Chicago hier an, um die hiesigen Weichensteller ebenfalls zum Streiken zu veranlassen. Die Abgesandten wurden kalt empfangen und die hiesigen Wei chensteller zeigen , keine Lust zum AuS stände. Arbeiter Schlägerei. Ch icag o, 29. Juni. In dem in der Errichtung begriffenen Jacob -Qe bäude an Washington Boulevard ent stand heute eine blutige Schlägerei zwischen Scabs und Union Leuten, wobei von Steinen und Knüppeln augiebiger Gebrauch gtlnacht yurhf. Bei einer Schlägerei zwischen ScabS und Union Leuten in Jefferfon wurde einem Manne ein Ohr abgeschlagen, und ein SS jähriger Mann. Namen McKean würd lebensgefährlich verletzt. L o c a l O p t i o n. Port land, 0re. 29. Juni. In al len Städten purb die yrohitttionsvor läge verworfen, in den kleineren Ort schalten dagegen wurde sie angenommen. Die Frauen nahmen nicht daS erwartete Interesse an der Sache und waren in ihren Ansichten getheilt. Sehr viele stimmten gegen Prohibition. dongreg Washington. 29. Juni. Senat. Auf Antrag PlumbS wurde die Bill die Besttztitel der Ansiedler auf dem Des MoineS Land festzustellen, über daS Veto deS Präsidenten hinweg pafftrt. Der Senat zog darauf die Bewilli gungen für die Kosten der Erecutive de Congresse und deS Justizwefens in Be rathung, kam aber damit nicht zu Ende. H aus. Der Bericht deS ConferenzcomiteS für die Bewilligungen für Penstonen wurde angenommen. Der Bericht deS ConferenzeomiteS über die Bewilligungen für den Postdienst wurde ebenfalls angenommen. Der Ee nat stand von seinen AmendementS, durch welche Dampfercompagnieen fubstdirt werden sollten, ab. Ver Qabel. Ausgewiesen. B e r l i n. 29. Juni. ES wird mitge theilt daß der sozialdemokratische Reichs tagSabgeordnete, Singer aus Berlin ausgewiesen wurde. Nothftan dSarbe iten. Pari, 29. Juni. Per Senat nahm heute die Porloge an, die Stadt Paris zu ermächtigen, eine Anleihe von 50 Ml! lionen Francs aufzunehmen, um durch Vornahme öffentlicher Arbeiten unbe schüftigten Arbeitern Beschäftigung zu geben. NiederlagederBriten. Rang un. 29. Juni. Eine Abtheilung britischer Truppen mit zwei Balte rieen hatte ein Gefecht mit 1400 hirma nischen Rebellen. Nach fünfstündigem Gefecht gen sich die Briten zurück. catt7?BactQca. QuenStovn. 29. Juni. Angek. : Dampfer. AlSka" und .Cittz of Rich mono" von New Port. tSlatttpttiU Q 1 1 t . Ho. 2 H. 78; Ho 2 roth, 77'. r. .2 sitz 1 ; gelb 94c ; ftmtf chi 34;. Hase,, o. 2 etft 3i; gemistet 23. tteggtn. 60c. Jtltl. 18 75. u. I 5.i0 840. 4 1 n l n. 10 -llc. Schultern. 5i. Speck. 7e. t t e . chwsinasamal,. 7X7e. ehl. 8a'.l, ,18 Ja, $3.70-43.76: itttt IJ.i0-42.6u; F,, I2.U0-42.ld. tar. 9e; tn ettra 10. Butter. raer, 13-15; fcatra U-J2c; ttauntr 7 9. H b e ,. 7t pei Cfd. Zarte 7c. X a 1 1 o f 1 1 1 n, , f ae fl 7-20 1? 0 tl. flftt Jaff IZ-Ä-tt,

Aom Auslande. ; . Ein eigenthümlicher Fall den Unfug in der Kirche beschäftigte küylich die Strafkammer in Hirschberg in Schlesien. Ein Stellenbesitzer aus Neu Stonsdorf war am 2. März d. I. in der Kirche aenannten Ortes, um sich mit einem Mädchen auS Schwarzbach trauen ivl lassen. Die Traurede hatte der Geist liche beinahe bis zum Schlüsse gehalten, .da geschah etwas ganz Unerwartete?. Der Bräutigam, der schon von Anfang der Ansprache an ganz unruhig auf seinem Stuhle hin und herrückte, stand plötzlich auf, zog die wohlgespickte Börse auS der Tasche, trckt an den Geistlichen heran und redete ihn mit folgenden ver bluffenden Worten an : Nun ist eS aber genug, was kostet die Geschichte? - Ich bezahle gleich, denn ich bleibe nicht gern schuldig!" Der auf's Höchste verwun derte Geistliche fragte ihn darauf, ob er sich denn nicht trauen lassen wolle, wo rauf er die wenig erwartete Antwort er hielt : Nein, ich habe keine Lust dazu!" Nach diesen Worten machte der saubere Bräutlgam Kehrt und verließ die Kirche. Seiner armen Braut, den verblüfften Trauzeugen und den zahlreichen Hoch zeitögästen blieb nichts Anderes übrig, als ihm zu folgen. Der Mann hatte eben einen riesigen Rausch. Als er sich am anderen Tage seines ungebührlichen Benehmens bewußt wurde, gmg er sofort zudem gekränkten Geistlichen und leistete Abbitte. Dieser ließ sich auch bewegen, von einer Anzeige abzustehen. ' Die An gelegenheit, weil Tagesgespräch in der ganzen Umgegend, gelangte aber zur Kenntniß deS OrtSgendarmen, der die Anzeige von Amtswegen erstattete. In der Verhandlung entschuldigte sich der Bräutigam mit Trunkenheit. Im Ue hriaen zeigte er auch da große' Reue und in Anbettacht seiner bisherigen Unbe scholtenheit wurde er zu nur ! einem Mo nat Gefängniß verurtheilt. ' D)ci Staatsanwalt hatte drei Monate bean tragi. Man schreibt aus Bar men, 6. Juni: Beim diesjährigen Mai' umzug sind hier wieder. zahlreiche Fami lien obdachlos geworden,-, hie .theils, jm Freien kampirten," theils von der Polizei rm Cantongefängniß untergebracht wur. den. Inzwischen ist mehr als ein gan zer Monat verstrichen, und heute theilt der hiesige Stadt-Anz." die befremdliche Nachricht mit, daß n o ch immer zwei obdachlose Familien kein Un terkommen gefunden haben, und feitmehreren Wochen in dem in unmittelbarer Nähe der Stadt belegene'n Gehölz Schönebecker Busch" kampiren. Dieselben bestehen je aus Mann, Frau und zwei Kindern, also im Ganzen acht Personen. Sie sind nur mit den nothdürftigsten Lumpen angethan, voller Ungeziefer und lagerten bei der in den letzten Tagen eingetretenen Kälte, während der Nächte in den nahegelegenen Ställen oder aus Ab orten! UnglaublichAber wahr! Der Anblick dieser obdachlosen Elenden ist so abschreckend, daß das schöne, sonst von Spaziergängern vielbesuchte Gehölz in letzter Zeit ganz gemieden wird. Und was sagt unsere städtische Verwaltung, unsere Polizeibehörde und Armenpflege dazu? Der Fall kann diesen Behörden doch unmöglich unbekannt geblieben sein! Vielleicht ist kein Geld vorhanden, um die Leute unterzubringen. Dagegen hat man im Stadtverordnetenkollegium erst kürzlich für einen palaisartigen Gymna-sial-Neubau ca. dreiviertel Millionen bewilligt, obgleich sich der Bau durch Mitbenutzung anderer leerstehenderRäumlichkeiten, z. B. in dem Kolossalgebäude der nur sehr schwach besuchten Gewerbe schule :c., sowie durch Aufhebung der Porschulen noch lange hätte hinausschie ben lassen. Ueber einen höchst eigen, thümlichen Brauch schreibt der Anz. f. d. Havel: Schon seit einer Reihe von Jahren begeben sich die Mitglieder der Verbindung Wingolf, Studenten der Theologie, am Mittwoch vor Himmelfahrt von Berlin nach Pichelswerder,um hier im Restaurant Wilhelmshöhe ibr Stiftungsfest zu feiern. Hiermit istfol yender Brauch verbunden : Alsbald nach threr Ankunft erklettern die Theilnehmer die in der Mitte des Gartens stehende al te Eiche und nehmen auf den Aesten Platz. Den in diesen hoben Regionen Versam melten wird das Bier hinaufgereicht und nach Leerung des dritten GlaseS hält der Präses die Festrede, die mit einem Hoch auf den Kaiser schließt. Dann werden sämmtliche Gläser auf Commando zur Erde geworfen. ES besteht hierbei der Aberglaube, daß, so viel Gläser zerbre chen, so viele Lebensjahre dem Kaiser noch beschickn sind. In diesem Jahre betheiligten sich an der seltsamen Feier etwa 40 Wingolsiten. Dieselbe ging in Anwesenheit eines zahlreichen Berliner Publikums vor sich. Es zerbrachen dies mal zwölf Gläser." (Die Sache klingt kaum glaublich ; handelt es sich doch um gebildete junge Männer, abgesehen von dem Verufsstudium derselben.) Der Armen-Referent einer kleinen Marltgemeinde in Oesterreich berichtete über seine Erhebungen hin sichtlich zweier Unterstützungsbewerber folgendermaßen : N. N. ist ein sehr ar mer Mann welcher sich schon anderthalb Jahre nur von seiner alten 'Großmutter nährt. Wohingegen der B. F. minder empfehlenswerth er scheint, weil er av W und ; a b st e i igiiivi. Hiivanvi? Yr u' ccnen n :-v'-'.'.:! : . : .. .'! I v . (i..l...vi..'l:i . - w

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