Indiana Tribüne, Volume 9, Number 273, Indianapolis, Marion County, 22 June 1886 — Page 1

N SXsyfm I iW.T 'II I I ! WIMÜO V Jahrgang 9. Dssiee: Ho. 120 a 5MWnd Maße. Hnnncr 273. Jndianapolio, Jndiana. Dienstag deu 2A. Juni 1006.

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Oo$eJoea a littet Spalte soweit dieseQ nicht Ce schäftZanzeigm find und den Kau von drei Seil it üierfieizm, werd n n 2 i g e l t. lich aufgenommen. DiestQ bleibe 8 Tage stehen, könne aber nbeschränü nuenert werde?. Unztizen, delche bis NMagt 1 Uhr adge aeben werden, finde no& am selbiae Taae

llnfn5ht. OerlaJt. verlangt: saldiert, elche das Klidnnachn -erlern woln tn der Vlsod? Kleideranferttgungl c&nl, 94 Nord Meridian Straje. Unsere Preise sind e du ,i,t. Jede SchiUeria, elche an ,r er dem 2. Juni fängt, hat ali txtlt Zahlung nur i,n Dollar u ntrichtea und wird vielleicht nicht mehr al f 3 dis 4 i Sa,, für alle rsaS um Erlern von ftlel hermachen nöthig ist, zahlen müssen. Jtinnt und seht die Uidchn bet der Arbeit, vergiit nicht, daß wir n nur noch wenig Tag pflichte otrakt ja obigen Preisen ,u mach. LeNftigung 17.50 xer Woche. Sehr gut? Tisch, 44t besser ,u i?gd wem Preis , habn. Süd ?ft dlt Meridian nd Ohio Strai. ba 'verlangt, et Vädche on etwa 14 16 Jahre u i Haus ,u helfen. Nachzufragen No. UZ Oft t.Jo, Etrai. Sj verlangt: Sin gutes deutsche? Lindermädchen. 3le.S3U Ost New Ijer! Straße. 23j v langt Vädch um da Kleide? und antl mache erlernen. No. 94 N eridian Str. ba Stellegesuche. e s u ch t wird rbeit on einem ZZanne, der gut mxfehcunze hat. Näherei in der Ofsie d. VitZ. I ba Zu vermiethen. Zuuermiethen: Mehrere hüdich ginne in Sr. Devle.Salter' leck. 226 Oa Wafh. Str. ba Versicherung. Sprich In 0. 42 Nord Jllinoi Stxai. r, um Dktn Steh zu rftchern. D.e Jndiana Lie Stoff Jnfuranee Comvanu bezahlt Verluste in voll, ein fseßment ?Un- Agenten und SoliettorT erlangt. Qerfchiedeueö. Albert Sabm, Demokratischer Kandidat für Counth.Commis. sär de zweiten Diftrittö. Per Akklamation für ledererwädlun, nemintrt. Llnt.Haut und ?!erdenkrankheitn ine Spezialität. Dr. Denke lU(t, 226 Oft Washwgtou StrH Die ZrdittäzUS Deutsch Ostens. Fern VerstchernngS'vesellschaft, ist die einzige irklich gegenseUige Versicherung!, Oesllschaft in Jndiana. .'vsfice: No. UZ)i Oft Washington Strafe. Hox-mann. Sleboldt, Cekr , Bamberger's großes Lager von Sommer - Hüten ! ist jetzt in voller Blüthe. Sängttyäte und Fnrneryüte eine Spezialitat. Vtv 7LO ON kasdingtonstr. (ZommernsHtöfeA der McEbelschreinpr Union llo. 13 an Sonntag, den 27. Juni '86. in der Turnhalle des .Socialen Turnvereins. Eintritt 26 Gvtiit Damm frei Pfinntf intt ! LyülUö .ViUiivH i Cit NsniS nnd Sud Neridiau Otr. Die schönste und kühlste Sommer - TSirlhochafl ! .in der Stadt. Eignet sich vor' kefflich für die Abhab tung von Sommernachtöfestert. Das Publikum ist zu zahlreichem Besuche freundlichst eingeladen. Fred. Krceckel, Eigenthümer, Arau Qullschleger, (Deprüfte Sebanne hat ihre Prüfung laut Zeugnisse im Praktischen W tm Zhevtttischen aus der EanitU,dtr!tion Zürich in de Lchmei, Vorzüglich b?andn nd xfikhlt ch alle Frauen. Qttt auferame Handlung trd lugesichert. 2to. 25 Süd New Jersey Straße.

HeoeO per Telegraph.

QettereuSlichten. Qashingt on. D. S..22'Juni. Stellenweise Regen, darauf schöne? Wetter. Meidende Temperatur. Sie ,f tlicn." Clinton. Iowa.. 22. Juni. In eine 5?apse zvischen Wirthen und Prohibitionisten wurden vier der Ersteren schwer verwundet. Marshall Judge und Frank Hillerman wurden verhastet. Arbeiterbewegung in der Schweiz. Zürich. 22. Juni. Eine Versa ung, an der sich etwa 1000 Personen be heiligten, wurde heute abgehalten, um gegen daS Austreten der Regierung, Streikern gegenüber, zu protestlren. Eme rothe Flagge wurde entsaltet. die Polizei indessen wußte die Ordnung zu wahren. GöttovielleS. Die Chicagoer Polizei hat sich unsterblich blamirt. Die 33 Demokraten, welche gegen den Morrison'schen Antrag zur Vornahme der Tarifbill stimmten, werden nun von ihrer Parteipresse- Lumpen und Verräther genannt. An Kraftausdrücken fehlt es der amerikanischen Presse niemals. Die heutigen Nachrichten von dem Beginn des Anarchiftenprozefses sind interefsant. Es muß keine schlechte Ueberraschung für die brutale anmaßende Chi cagoer Polizei gewesen sein, als der langgesuchte Parsons plötzlich vor den Richter trat. Man 'mag über die Anarchisten denken, wie man will, aber man wird dem Manne die Achtung nicht versagen können, melcher sich freiwillig zum Prozeß unter der Anklage des Mordes stellt, trodem offenbar nicht die geringste Ge fahr vorhanden war, daß ihn die Polizei ervischm konnte. War es ihm doch möglich, unerkannt durch die Stadt an Poli zisten und Detectives vorüber zu fahren, die Polizisten an den Thüren zu passiven, und die klugen Chicagoer Geheimpolizisten mitten im Gerichtssaale zu überraschen. Er hätte den Ausgang des Prozesses in aller Ruhe abwarten können, aber er kam zurück um, wie er sagte, das Schicksal seiner Genossen zu theilen, und um für das Recht der freien Rede und der freien Presse einzustehen. Einm trefflichen Beweis für die Frivolität und den Leichtsinn, mit dem unsere Tagespreffedie soziale Frage behandelt, bildet folgender kleiner Artikel im heutigen Journal : Es heißt, daß Gold in Jndiana entdeckt worden sei. Das ist nicht neu. Gold ist Jedem m lohnender Menge zu . r. w em-rr r ang!U7, ver Lumens eme eymcye "agesarbeit zu verrichten, sechs Tage in jeder Woche und öS Wochen in jedem Jahre und der es nicht genau mit der Zahl der Sekunden nimmt, welche er an einem bestimmten Tage arbeitet. Für den ehrlichen, fleißigen intelligenten Arvetter, ob m der Stadt, oder auf dem Lande giebt es Gold in Jndiana, aber es giebt kein Gold für den, der so besorgt um seine Rechte" ist, daß er mehr mit seinenZKinnbacken, als mit seiner Hand oder mit seinem Kopf arbeitet." Hängt es denn heutzutage wirklich einzig und allein von dem Willen des Arbeiters ab, eine ehrliche Tagesarbeit zu verrichten ? Giebt es nicht Tausende und aber Tausende, die sich tagtäglich vergeblich bemühen, Arbeit zu bekommen? Wird nicht die Zahl der Arbeitslosen von dem Bundeskommisiär für Arbeitsstatistik auf eine Million geschätzt ? Und kann der, welcher eine ehrliche TageSarbeit sechs Tage in der Woche und 62 Wochen im Jahre verrichtet, wirklich Gold in lohnender Quantität sinden ? Abgesehen davon, daß es wenige Arbeiter giebt, welche sechs Tage in der Woche und 62 Wochen im Jahre Beschäf. tigung haben, so klingt eS doch geradezu wie Hohn, hartherziger niederträchtiger Hohn, zu sagen, für den ehrlichen fleißigen Arbeiter giebt es Gold in Jndiana. Nehmen wir den statistischen Bericht von Jndiana zur Hand und auf Seite 273 desselben finoen wir, daß im Jahre 1834 im Staate Jndiana an 73,924 Arbeitern die Summe von $31,287,140 an Löhnen ausbezahlt wurde. Daß macht $1.40 per Tag. Diese Berichte sind jedoch nur unvollständig, denn eS ist ja klar, daß es in Jndiana weit mehr als 73,926 Arbeiter giebt, sie schließen auch die Landarbeiter und Tagelöhner nicht ein und der Durchschnittslohn ist also im Ganzen wohl weit niedriger. Und einen Lohn von $1.40 per Tag, das heißt

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$8.40 per Woche daS heißt der Jour nal"-Redakteur - Gold in lohnender Menge." Ist das nicht Hohn und ist ein solcher Hohn nicht grausam ? DrahtnagriHten. Die Anarchistenprozesse. C h i c a g o. 21. Juni. Heute begann der Prozek gegen die Anaräztsten vor Richter Gray. Eine große Zuhörer menge hatte sich eingefunde. Viele der Anvesenden waren besser gekleidet. alS man sonst in GerichtSzimmern zu sehen gewohnt ist. Die Liste der für den Ge. schworenendienst Berufenen wurde ver lesen und der Richter sagte : Diejenige, welche eine, Entschuldigung dasöraben. daß sie nicht dienen können, mögen vor treten." Fast jeder der Anwesenden hob seine Hand empor. Die Meisten entschuldig ten sich mit mangelhafter Gesundheit. Der Richter ließ daraus die Liste der Ersatzmänner verlesen. Viele derselben waren nicht anwesend und der Richter beantragte den Sheriff, sie herbeizu schaffen. Der Richter gab daraus Befehl die Gefangenen hereinzuführen. Oskar Reebe war bereit anwesend. SpieS schien etwaS nervös zu sein. Am festesten trat Engel auf, der den Polizeikapitän Schaak fast nicht auS den Augen ließ. Der Bertheidiger stellte den Antrag die Anklage niederzuschlagen. Der An trag wurde zurückgewiesen-, ebenso der Antrag jedem der Angeklagten einen de sonderen Prozeß zu bewilligen. Kurz nach 3 Uhr bot sich dem Richter und . der Polizei eine große - Ueber nsÄung. Herein trat A. R ParsonS. begleitet von seinem Anwalt. Man wird sich erinnern, daß derselbe seit dem Sreignib auf dem Heumarkt veschwun bin war. und daß die Polizei 'nicht im Stande war, ihn auszustnden. Der Vertheidiger stellte ihn dem Ge richtZhofe ohne Weitere vor und fügte hinzu: Der Angeklagte war die ganze Zeit über nicht hundert Meilen von Chi cago entfernt, und doch konnten ihn die 200 Polizisten, welche ihn suchten nicht sinden. Er hat sich bis je fot nicht gezeigt, weil er sich nicht der brutalen, allem Rechte Hohn sprechenden Chicagoer Poli zei überliesern wollte, einer Polizei welche die Gefangenen mißhandelt und soltklt, wie es in Rußland nicht schlimmer ist. Nachdem gegen ParsonS formell An klage erhoben und r .nicht schuldig" plaidirt hatte, nahm er seinen Sid des den anderen Gefangenen ein. Mit der Auswahl der Geschworenen wurde fortgefahren. lAni Abend als sich das Gericht vertagte, war es noch nicht gelungen, einen einzigen Geschworenen auszuwählen, Per Prozeß djjrfte wahrscheinlich zwei Monate dauern. Nachdem da? Gericht sich vertagt hatte, sielen die Reporter über ParsonS her, um ihn auSzukulldschasten und im Gefäng nik wiederholte sich dasselbe Spiel. Parsons schien erst ausgelegt zu reden, aber SpieS rieth ihm davon ab. Er sagte bloß, er sei zurückgekommen, um daS Schicksal seiner Genossen zu theilen, und um die Rechte der Arbeiter auf freie Rede und eine freie Presse zu verthei digen. Auf die Frage, was er unterdeß getrie ben habe, zeigte er bloß seine Hände. .Die Schwielen derselben bewiesen, daß er ge arbeitet hatte. Er war Morgen? um 7 Uhr angekom men, war bis 2 Uhr Nachmittag? zu Hause, fuhr dann in einer offenen Kutsche an Polizisten und DetectiveS vorbei nach dem CourthauS, ging an den DetectiveS vorüber, welche an den Thüren standen und wurde weder erkannt, noch angehal ten, bis er vor dem Richter stand. M i ! w a u k e e. WiS . 21. Juni. Der Prozeß gegen die angeblichen Ber schwörer, die von den Großgeschwortnen unlängst alS Mitschuldige an den .RiotS" und ArbeitSWirren in AnklageZustand gestellt worden waren, begann heute Nachmittag im Munizipal'Gericht. Rich ter Slsan prästdirte. Etwa 30 Ange lagte erschienen vor den S chranken.' ? Großes Feuer. B o st o n. 21. Juni. Das New Eng land Institute Fair Gebäude, besten Er. richtung $500.000 gekostet hat. und das von der Straßenbahngesellschast für $300,000 gekauft und als Wagenremise benüdt wurde, brannte heute Nachmittag nieder. DleFlammen verbreiteten sich mit rasender 'Geschwindigkeit und bald wär da? einen Raum von acht Acres bede kende Gebäude ein einzige Flammen meer. Zu retten war nichts und man mußte ruhig warten, bis AlleS'verbrannt war. ehe man an'S Löschen denken konnte Zwei Leichen wurden aus den Trümmern hervorgezogene aber.man vermuthet daß noch mehr Menschen erbrannt findES befanden' sich in dem QebSude zur Zeit ungefähr 400 Straßenbahnwagen.

Später : Vier Leichen wurden bis jetzt

gefunden. Sechzehn Personen jedoch werden vermißt. In dem Gebäude befanden sich Rtpa raturwerkstätten. in. denn , eine große Zahl von Arbeitern beschäftigt war. Die Flammen'griffen mit solch .rasender Ge tchwindigkeit um sich, daß viele der Ar beiter den Versuch ihre Werkzeuge zu retten, mit Verlust ihre? Leben? büßen mußten. , -J ; . ES wird behauptet, daß daS Feuer von entlassenen Arbeitern angelegt worden sei. Einer der Arbeiter wollte zum Fenster deS oberen Stockwerks hlnauSspringen. Er hatte schon ein Bein über daS Gesimse gelegt.ealS dasselbe einstürzte und er von den Balken festgehalten wurde. Leitern waren noch keine da. und man mußte un thätig zusehen, wie der Mann sich in Todesangst abmühte, sich loszumachen. Plötzlich nahte di feurige Lohe und hüllte ihn vollständig ein. ES war Nichts mehr von ihm zu sehen. Hoffnungslos krank. Bloomington. 31; Juni. Nach der Ansicht der Aerzte ist da Bkstnden deS David DaviS hoffnungslos. Gene, sung ist nicht mehr möglich. Der Kranke leidet nicht schwer, wird aber zusehends schwächer. .-- i ' Tougreg : Washingto n, 21. Juni. Senat. Die ArmeebevilliguvgSblll kam vom Hause zurück, welche? den AmendementS des Senats nicht beigestimmt hatte. Ein Conferenzcomite wurde ernannt. Das Gleiche geschah in Bezug aus die Bewilligungen für den Consular und diplomatischen Diepst' ' ' -Hau . Die Erwägung der Bewilligungen für die Marine wurde fortgesetzt und die Bill schließlich passtrt. Darauf wurden die Bkiöigungen für Verschiedenes vorgenomlnen. Versuche der Bewilligung für daS Graveurbureau AmendementS anzuhün gen. welche eine Vermehrung t Silber, zirkulation bezweckten, führten zu einer langweiligen Debatte über die Silber frage, in welcher Gebrauch von den alten abgedroschenen Argumenten gemacht wurtze. Darauf Vertagung. Ver Kadel. Dem Tode nahe. London, 21. Juni. Der .Daily Zelegraph" sagt: Abbee Liöjt liegt krank in Weimar darnieder. Die Aerzte erklären sein Wiederauskommen unmög lich. Gladstone aus dem Stump. London, 21. Juni. Gladstone hielt heute wieder eine Rede vor einer großen Versammlung in Edinburg. DieRegentschast. München. 21. Juni. Der Au schub de Landtages hat die Regentschaft deS Prinzen Luitpold einstimmig ge nehmigt. VeStffsuaQrteÄt. Glasgow. 21. Juni. Angek: State of Jndiana. von New Pork. S o u t h a m v t o n, 21. Juni. Angek ; Aller, von New York. New Dork. 21. Juni. Angek: Holland, von London. Marktpreise. Weizen, o. 2 N. 78; o. 2 roth, 77-. Korn. N.2 iß d6; gelb 8ie: gemischt 3.'. Haser. No. 2 weiß 31; gemischt 23c. Roggen. 60:. Jtlttt. 13 75--tt tt. I &.C0 840. chtnken. 10 -11. Schultern. SZ5. Speck. 7X. Seiten. 7e. Schmeineschmal,. 7-7. hl. Famil ,2 85-U.vo; Fane, S3.70-I3.76; ttra tz2.:0 ,2.K0: ,tn ,2.00-tzZ.tt. ter. 9:; im Stor 10 Lütter. Erarn 1315; Dair, 1112; Eountr 79. Hühnr. 7 xr Pfd. Türke? 7c. Kartoffeln. Reue 51 75-52.50 per Brl. evfel. RuffettS 53-50 -Sio. Vo Auslande. DerVerlaufderJubi. läumsfeier der Universität Heidelberg ist in folgender Weise geplant : Am Vor abend, Montag den 2. August, Empfang und Begrüßung der Gäste durch die Ver treter der Stadt in der Festhalle. Der erste Tag des Festes, 3. Auaust, wird durch einen Festgottesdienst eingeleitet; dann Empfang der Abordnungen in der Aula. Am Abend findet ein Fest auf dem Schlosse statt. Am zweiten Fest, tage, Mütwoch den 4. August, Vormittags, Zug der akademischen Körperschaft nach der Heilig . Geistkirche, in welcher die Festrede gehalten wird. Nachmittags Festmahl im Museum. Abends Fackelzug, dem Rektor Magnisicentissimus, dem Großherzog, von der Studentenschaft ge bracht. Am dritten Festtage, Donnerstag den 6. August, Ehrenpromotionen in der Heilig'Geistkixche. Freitag, den 6. Aug., historischer Festzug ; Abends allgemeiner Kommers der Studentenschaft in der Fest balle. Sonnabend, den 7. August, Ausflüge; Abends Schloßbeleuchtung, veranttaltet von der Stadt : nach derselben

Gartenfest?, gegeben von der Museums

geleuscyast unv von der Harmonie. Blut- Trinkballen sind in Neapel als Neuestes aufgetaucht. Mehrere Aerzte sind die Jmpresarien. Das leidende Publikum (besonders Brustkranke), welche, sich von dem Genusse frischen Thierblutes sichere Heilung verspricht, bringt der Neuerung großen Bei fall entgegen. Der Andrang ist ungeheuer. . . m . Ueber Spitzbubenkunst" schreibt man aus Zürich: Kürzlich wur den auf dem Bahnhofe zu Altstätten zwei französische Gauner, Pierre Salomon Michelin aus Toulon und Alfred Duranton Annonav dingfest gemacht, die in fast unglaublich einfacher Manier mit großem Erfolge operirt hatten. Sie pflegten einzeln oder zusammen in Bank geschaften zu erscheinen, um eine schwei. zerische Tausendfrancsnoty zum Wechseln zu präsentiren. Während der Cassirex Banknoten kleineren Betrages hinzählte, brachten sie unbemerkt die Tausendfrancs note an sich und verschwanden schleunigst mit dieser und dem Herausgeld. Durch diesen Diebsgriff haben sie nachgewieseermaßen in Genf, Nizza und Basel bohe chummen, die) nra.n hei ihrer VerHaftung in Gold nnd Banknoten bei ihnen vorfand erbeutet. In Zürich mißglückte ihnen das Manöver an meh reren Stellen. Die eingeleitete Fahndung führte hald zur Festnahme. - der Hochstapler. . J n Weimar-ist der 15jahri ge Schulknabe Lamprecht aus Schellro da, einem weimarischen Dorfe, zu vier Wochen Gefängniß und zur Zahlung einer Geldbuße von 2000 Mk. verurtheilt worden, welche natürlich die Eltern zu entrichten haben. Der Sachverhalt war nach dem, Lpz. Tgbl." folgender : In der Sylvesternacht von 1835 auf 86 wa? dem Dienstmädchen Großner in Schellroda mittelst eines auf ein blind gelade fleSTerzerol aufgesetzten PapierpfropsenS das rechte Auge ausgeschossen, worden Nun konnte zwar die Großner, da der Knabe Alles leugnete, nicht mit Bestimmtheit behaupten, daß Lamprecht es gerade gewesen sei, da auch einer seiner Gefährten sich zur Zeit des . Schusses War dunkler Abend . gewesen -r.sich mit solchen. Ungebürlichkeiten! avgegeoen. yaoe. Allein ver rm Auge zurückgebliebene Pfropfen, den Dr. Breym irc.ErfurtsuS .dtt Augenhöhle hatte entfernen müssen, war . der : Aerräther Lamprecht's. Der Gensdarm Müller hatte den Pfropfen nämlich sofort requi-. rjrh und nach Auseinanderlegung desselben festgestellt, daß derselbe einem Schreibhefte ' entstammte. Die Handschrift stimmte nach Aussage des Lehrers von Schellroda mit der des Lamprecht bis auf den Punkt überein, so daß kein Zweifel an der Thäterschaft mehr vorzu liegen schien. Hie letzten Meldungen aus dem Sudan sprechen von einer förmlichen blutigen Schlacht, die zwischen den Kababischs unter Führung des Scheikhs Saleh und einer starken Insurgentenabtheilung bei Dongola - stattgefunden haben soll. Scheikh Saleh hatte nämlich seinen Bruder zu den Derwischen entsendet, um dieselben zur Unterwerfung unter die Autorität des Khedive aufzufordern. Der Abgesandte wurde jedoch ermordet und sein Leichnam in der Wüste ohne Grab gelassen. Hierüber äußerst erzürnt, warf sich der Scheikh auf eine etwa zweitausendfünfhundert Mann starke Nebellenschaar, welche vollständig vernichtet Worden wäre. Diese Meldungen stammen von einem in Wady . Halfa ange. kommenen Deserteur und von zwei Spionen her, welche ebenfalls dort eintrafen. Im englischen Hauptquartiere wird die Affaire auf eine 3tazzia reducirt, welche die Kababischs gegen die Derwische in Debbeh unternommen hätten. Eine weitere Meldung, wonach vom Scheikh Saleh ein langer Bericht über seinen Sieg angelangt wäre, welcher Bericht neuerdings mit der Bitte schließt, ihn zum Gouverneur von Dongola zu ernennen, erweckt allerdings den Verdacht, daß Saleh aus ehrgeizigen Absichten seine Erfolge ein wenig aufgebauscht ha ben möge.klonn Mgrkarüt's Sommer-Garten ! Ecke Eaststr. und Lincoln Lane. Prachtvoller Aufentbalt ! Gute Getränke und Speisen. Aufmerksame Bedienung. Jedermann ist freundlich!! eingeladen. Jodn ?birhardt. Eigenthümer. Centml Gmten ! Nordöstl. Ecke Washington und Gast Str. Schöner Qommergarten, Luftiger kühler Vlatz. Veste Qptisen und (Ietränke. IST Zu zahlreichen Besuch ladet ein e?L:?7KL. walGntzil, , Eigenthümer.

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