Indiana Tribüne, Volume 9, Number 260, Indianapolis, Marion County, 9 June 1886 — Page 2

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Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Honntags.

CTNU tlf .ZiUSbc lofxei durch den Xiißtxü VJ ttn , ,ch, M eanBUiir.Kttdfta' Cfftil Boch. Gid ,f II f 11UI. Cr X2fcht U Bsrulljt;Ua 18 JWt. Of(Ici 120 O Oarvlandvr. JndianapoliZ, Ind., 9. Juni 1886. - Treue FreundsÄeft. Daß . echte, wahre, unverfälschte FrÖmdschaft auch noch heutigen Tages Doiiöckmen kann, beweist folgender feste ner Fall, der sich in Californien eignet .hat. Zwei junge Leute auS dem Staate New Vork, die zusammen in die Schule gegangen waren, begaben sich zu Anfang ' der Fünfziger Jahre ' gemeinsam nach Californien, um- dort ihr Glück zu der ' suchen. Gray blieb in der Stadt und eröffnete mit dem wenigen Gelde, toel ches er besaß, ein kleines Geschäft; Black wollte Gold graben und zog in die Ml nen. Dem in der Stadt gings gut. Er machte, ausgezeichnete Geschäfte, heira il)cte und wurde glücklicher Familienvater. Dann kam ein großer Rückschlag. In Folze einer verfehlten Spekulation lief er Gefahr, Alles zu verlieren. Nur $ 15,000 konnten ihn retten, aber keiner . seiner Freunde" konnte oder wollte ihm helfen." Da traf er in seiner höchsten Noth auf der Straße seinen alten Schul kameraden, der zufällig nach San Fran eisco gekommen war, um mit feinem 1 erworbenen Gelde ein eigenes Geschüft anzufangen, da er des wilden Lebens in den Minen, überdrüssig geworden war. Die Freude der Beiden über ihr Wiedersehen nach zehnjähriger Trennung war aufrichtig und groß, doch siel dem Gold : such er bald daö traurige Aussehen seines Freundes'' auf. Gray erzählte sein Leid. -Ich habe 515,000," sagte Black, das ist aber auch mein ganzes Vermögen. Ich .will.es Dir geben, Lieber Junge, weil Du es so nothwendig brauchst. Ich wollte zwar nicht mehr in die Minen zu rück, will es aber um Deinetwillen .-ihimj'.v; :! ... : - Gray hatte Glück mit dem Gelde. In einem Jabre konnte er es seinem Freunde mit reichlichen Zinsen zurückschicken. Tann hörte der Verkehr zwischen Beiden auf." Gray hörte nur, daß Black sich verheirathet und meiner andern Minen, gegend niedergelassen habe. Nach fünf Jahren kam Black mit Frau und Kindern wieder nach San Francisco, diesmal jedoch' als ruinirter Mann. Er batte nur noch 550 in der Tasche ; seine ,vrau und die mder waren schäbig ge kleidet, wie er selber. Er suchte seinen Freund auf. Mit mir ist's , aus," klagte er. Ich werde Sand schaufeln r muffen. Vielleicht kannst Du mir zu einem solchen Posten verhelfen. Ich brn müde auf den Tod." . Ich habe soeben an der Powellstraße ein Doppelhaus bauen lassen," sagte der Städter. Dasselbe ist erst kürzlich fer tig geworden, und die eine Hälfte steht ..noch leer. Besuche uns. morgen Abend " mit Deiner Familie ; Du wirst willkom men sein." Black nahm. die Einladung an. Am nächsten Ta. als das Abendessen vor über war,' und Black sich zur Heimkehr in sein Logilbaus anschickte, forderte ihn Grav aus, mit lbm zu gehen. Er wolle ihm die andere Hälfte des Hauses zeigen, i .Als s die Hausflur betraten, wurde Black stutzig. Hier steht ja mein 5koff :r," sagte er. Unsinn," erwiederte Gray. Komm' nach oben in die Schlafzimmer." Hier stehen ja alle meine Sachen aus dem osthause," rief Black verwuw dert. Du hast sie holen lassen !" Habe ich, mein Junge?" gegenredete Gray und klopfte fröhlich seinem Freunde auf die Schultr. ;,Nim, dies Haus ge , bort D i r. Hier auf dem Tische ist die -Verschreibuna, und von heute an bist Du Teilnehmer in meinem Geschäft. Hier hast Du es schriftlich." ; s ' Black brach zusammen und weinte, wie em Jans. . . . ; Das Doppelhaus ist jetzt alt geworden ' und wurde dieser Tage nach einem ande ren Bauplatz gebracht. Black selber ver bürgt sich für die Wahrheit dieser Ge schichte. Verkanntes Papiergeld. ES geschieht gewiß nicht bäusig, daß echte $100 Scheine der Ver. Staaten als . ' werthloser Gegenstand betrachtet werden. und doch yat es q dmer 5age m Boston ereignet, daß zehn Personen sechs Silber. : , cerUsikate, von denen jedes seine $100 werth war, als nutzloses Papier herumwarfen. - -vor tuva. vm uccn iam eine rooyi- : i - cn it ' crnx. . v habende, von ihren Zinsen lebende Dame nach Boston, um ihre angegriffene Ge sundheit zu stärken, und schlug ibren em 9 f t ' ? . r r ' W0YNNY in emem seinen oslyauze aus. ,U Ihr Vermögen war in Bonds angelegt. m . M . . und sie pjlegle die äipcn gewöhnlich m Papiergeld von hohem Betrage zu bezie hen. Diesmal hatte sie sieben $100' ' Silbercertisikate bei sich. Sie band das Geld leicht in em Schnupftuch, welches sie mit einer Stecknadel inwendig an die -StcS6t ihres Kleides heftete, und küm nerte sich nicht weiter darum, bis es ihr einmal einne!,' einige Einkaufe zu ma - chen. ' Sie holte das Schnupftuch aus der Tasche herau?, nahm eine LIOO-Bill ',1 mit und legte die andern sechs, leicht zu- - m n r :i . 1111 r i . wmmenaerour, aus lyre ua mioiui. i. ; ttnt rtr fiinfSüf FMFr in Sif ' Stadt und ließ die bur zu ihrem Zim r V W f jw -.: Q offen. An die $600 dachte sie nicht '.mehr. Als sie von .ihren Einkäufen 'hkimgeiehrt war, band sie den Rest der -'', - - A "C ... . Mitgenommenen iuu geoanienios wie hex in das Schnupftuch und steckte das .' - selbe zurück in die Tasche. Dann machte sie sich an einem seidenen Kleide zu schaffen vnd warf mehrere Schnitzel ' Seide aleicd all? auf den Waschtisch. Es vergingen mehrere Tage, als eS der Dame plötzlich einsiel, ihr Geld in eine? Bank zu deponiren. Sie öffnete ibr Taschentuch und bemerkte zu ihrem ' Erstaunen, daö ibr $600 feblten. Sie

rier vie ausnau derbe i und er:üö!t? derselben, daß sie 560 vermisse. ' DaS irische Dienstmädchen, in dessen Ehrlichkeit ihre Herrin keinen Zweifel zu setzen schien, wurde beauftragt, in der Kiste für den Stübenkehricht nachzusehen, ob sich darin nicht etwa? Werthvolles sinke. DaS ahnungslose Mädchen brachte ei nige Fetzen Seide ; weiter sei in der Kiste nichts. - Ich habe Papiergeld verloren," sagte

die Hausfrau, und ich gebe Dir 50 j Cents, wenn Du es sindest." Das Mädchen warf auf sie einen v ' dutzten Blick. Ich will Ihnen die . w. t aa M. WM Wahrheit sagen, icadame," gestand sie ein, ich habe etwas hinter dem Wasch . ' p c . a ? x. irr ii c ; . 1119 geiunoen, ais icy am amiiag oie Stube fegte, es war aber kein Geld." Und dann erzählte sie weiter, sie habe sechs . weiße, bedruckte Zettel gefunden und dieselben zwei Frauen im Hause ge igt. Beide erklärten, das sei falsches i y r iseid. ie yave daraus einen VcyeiN einem anderen Dienstmädchen im Haufe gegeben, dasselbe habe jedoch, das Pa pier. unter den Kehricht geworfen und dann im Ofen verbrannt. Die übrigen Zettel habe sie Abends bei einem Besuche in ihrem Elternhause ihren zwei Bru L C . C sj...l... oern unv zwei anoeren Zungen euien gegeben. DieHausfrau machte sich in Begleitung der Dame sofort auf den Weg, um die Eltern des Mädchens aufzusuchen. Nur die Mutter war zu Hause. Das war kein Geld," sagte sie mit dem reinsten irischen Accent sehr entschieden, es war kein Bischen grün darauf. Die Zette' sahen ganz weiß auS, Madame." Eine $100 Bill hatte unterdessen ein Clerk in einem Grocerieladen ans Fen ster geklebt : die ' andern Bills konnten nicht mehr gefunden werden. Ihre, Eigenthümer". hatten sie fortgeworfen. Verschwörung gegen Alexander. Wie das Kabel seinerzeit berichtete, ist in Bulgarien eine 'Verschwörung gegen den Fürsten Alexander aufgedeckt worden, die von Russen und Montenegrinern aus ling. Näheres hierüber wird der Pont, lorr." in folgender Depesche am 22. Mai aus Philippopel mitgetheilt: - Der Bauer Mlchauoff wurde von dem Führer der Opposition m Burgas, Ga ronoss, m die genannte Stadt berufen und wohnte einer geheimen Versamm' lung bei, welche in der Nacht vom 5.' (17.) d. m dem Hause Garonosss unter dem Vorsitze des russisch e n K a pi" t a n S vcabokoss stattfand, der vormals in der rumelischen. Miliz gedient hatte.' TheilnehmerderVersammlung waren: ein montenegrinischer Priester, ' zwei andere Montenegriner, vier Bulgaren und noch mehrere unbekannte Personen. Es wurde beschlossen, den Fürsten anläßlich seiner Reise von Slivno nach Burgas in ver Ortschaft Kamtschikdere, zwischen Ai tos und Burgas, lebend gefangen zu nehmen, wenn dieser Plan jedoch fehl' schlagen sollte, ihn aus einem Hinterhalte z u e r m o r d e n. Zur Vollführuna dieses Verbrechens waren dreißig Individuen unter Leitung des Kapitäns Rabokoff in Bereitschaft. Dem Bauer Michailoff wurd der Auf rag gegeben, sich mit zwanzig verläßli chen andleuten unter das Kommando Nabokoffs zu stellen. Für den Fall, daß es nicht gelingen sollte, in Kamtschiderre irgend etwas zu thun, beschloß man, den Fürsten bei seinem Einzüge in Bur gas festzunehmen und aufs Meer zu bringen. Minister Karawelff und der Prasekt sollten getödtet werden. Die Verschwörer gedachten dadurch eine Revolution zu provociren, Unruhen im ganzen Lande zu erregen und dann die Russm zur Okkupation herbeizurufen. Weiters beschloß man, am 6. (18.) Mai zwei Griechen nach Achiolo und Carnabad zu senden, um die Telegra phenleitungen zu zerstören. Sämmtliche Verschwörer mußten vor dem erwähnten montenegrinischen Geistlichen beschwören die Angelegenheit geheim zu halten. Alle Verschwörer sind verhaftet. Die gesammte Bevölkerung auf beiden Sei, ten des Balkans ist über die Conspiratoren und ihr feiges Vorhaben m größter Entrüstung. ' Amerikanische Sckifföjungen. Während auf unseren Krieasscbinen der Sold böber und die Kleiduna der Matrosen besser ist, als auf den Kriegs schissen der meisten anderen Lander, läßt sich doch nicht die traurige Thatsache bestreiten, daß verbältnikmäkia nur febr wenige amerikanische Matrosen in unserer Bundesmarme Dienste nehmen wollen. Cs ist dies schon seit unserem letzten Bürgerkriege schon immer so gewe sen,. und-wird sich wohl auch sobald nicht ändern fassen. Daß ausländische Matrosen die einheimischen aus unserer Marine förmlich verdrängen, ist natür Uch nur em unsinniges Geschah von Knownothinas. Die ..Ausländer" wer. den in der 21!arine nicht deshalb angestellt, weil sie zuverlässiger, behenderund ft- rr.-v .f L!.m i limici iino, aid oie Amerikaner, Ivnvern weil Letztere einfach nicht in der Marine dienen wollen, was die Behörden natürlich um zwingt, sich anderweitig nach brauchbaren Leuten einzuschauen. Einige ältere Ofsiciere der Bundes flotte, die den Mangel an einheimischen tüchtigen Matrosen bitter empfunden ha ben, sind jetzt auf die Idee verfallen, da? jetzt auf den Schiffen unserer Marine übliche Schiffsjungen-System derart zu verbessern, daß amerikanische Knaben hausiger, als dies jetzt der Fall ist, sich dazu verstehen Werdens in den Dienst der Marine zu treten und sich zu Matrosen oder , anderen Posten auf den Schiffen heranzubilden. Sie sind gegenwärtig mit dem Entwurf zu diesem Plane be schäftigt, der natürlich erst höheren Orts wird bestätigt werden müssen, ehe er in's Leben treten kann. Unter dem jetzigen System werden die jungen Leute, die sich zum Eintritt in den Dienst der Marine gemeldet und über ihre körperliche und geistige Lei stungsfähigkeit genügende Beweise abge legt haben, an Bord deS UebungSschiffeS Minnesota" geschickt, wo sie verbleiben, bis ihre Zahl auf zehn angewachsen ist. Dann werden sie auf daS Flaggenschiff New Hampshire" geschickt, welches im Hafen von Newport, R. I., stationirt nt. und dort unvenüalicö in die Lebre

genommen. Der . Unterricht ist sowohl theoretisch als auch praktisch. Ist er vollendet, dann werden die jungen Leute einem der drei Kreuzerschiffe zugetheilt, welche das Uebungsgeschwader bilden. Die Knaben, welche in den Dienst der BundeSmarine treten, erhalten Monat lich $9 Sold, doch wird ihnen in den

ersten Monaten von diesem Solde das i . . i , i Geld abgezogen, welches ihre Ausrüstung und ihr Bettzeug gekostet "hat." Der" Knabe hat in Folge dessen anfänglich J mit Schulden zu kämpfen und behilft sich ' oft Monate lang kümmerlich, bis er seine Schuld abgezahlt hat. Außerdem hat er es auch im Dienste nicht leicht. Er . t, r . tr r , -fr' f ' vars vor reiner zuroeu, wie muyieug ne auch sein mag, zurückschrecken, wenn er eS zu einem tüchtigen Matrosen bringen Will. - . Auch muß er sich daran gewöhnen, von vorneherein auf eine glänzende . Zukunft zu verzichten. Die Zeit ist vorbei, wo er hoffen durfte, es bis zum Ofsicier oder gar Capitän bringen zu können.' Wer jetzt auch nur den bescheidensten Ofsiciers Posten in der Marine einnehmen will,, muß unbedingt die Marine Akademie in Annapolis aosolvirt - haben. ' Höchstens kann es der Schiffsjunge bis zum Zim mermann, Segelmacher, Bootsmann ode? Kanonier bringen. . Die Commandeure sowie mehrere äl tere Ossiciere unserer Kriegsflotte haben, wie bereits oben angedeutet, jetzt den Plan gefaßt, das Schiffsjungen-System derart zu reguliren und zu verbessern, daß künftighin die jungen Leute mit viel mehr ust sich diesem Berufe -widmen werden, als bisher. Die Herren Ofsi ciere hoffen, eS auf diese Weise zu einer wirklich amerikanischen Schiffsmann schaft zu bringen, so daß es künftighin unnöthig werden wird, sich die Matrose? aus dem Auslande zu holen. Z Ungünstige Aussichten. - r, t" . 5lus Madrid wird der Franks. Ztg. geschrieben: . . . ; : Die Geburt eines Knaben hat die politische Welt hierielbst in große Aufre aung gebracht. Das Provisorium der Regentschaft soll also bis zum Jahre ,1902 ausgedehnt werden. Was kann während dieser Zeit nicht alles im raschlebigen Spanien vor sich gehen! Die Schwierigkeit der Lage wird noch dadurch vermehrt, daß die Karlisten hinfort ihr Projekt , der Versöhnung , der beiden Li nien durch Vermählung Don JaimeS mit der ; ältesten Tochter Alfonfo ' XII. aufgeben mußten, da diese nicht mehr die .Thronerbin ist. . Gestern Abend sprach man schon von Maßnahmen, die von der Regierung gegen die Karlistenbanden an der französischen Grenze angeordnet seien. General C o n ch a, der Prä sident des Senates, wußte .in seiner Nede, . in. , welcher er das Ereigniß der glücklichen Niederkunft der Negentin dem Oberhause mittheilte, den Befürchtungen des Landes nicht Aus druck zu geben, desto beredter that es M a r t o s in den CorteS ; er zog nämlich eine sehr treffende Parallele zwischen der heutigen Lage der Monarchie und derjenigen nach dem Tode Ferdinands VII. im Jahre 1833, wo eS den Könias treuen nach langen und schweren Kämpfen gelang, den Thron JsabellaS II. gegen die mächtigen Gegner aufzurichten und zu befestigen. Damals folgte dem Tode des Königs der furchtbarste Bürgerkrieg, den die Annalen Spaniens verzeichnen, und nachdem die Regentschaft des glück lichen Haudegens Espartero, welche die jenige der Königin-Mutter Cbristine ver drängt hatte, fast dreiJahre geherrscht,ver blieb Jsabella II. endlich im ungestörten Besitze ihres so sehr angefochtenenThrones. ' Die Verhältnisse lassen jetzt schlechter dings keine günstigeren Hoffnungen auf kommen, im Gegentheil : der Republik nismus ist beute ein gefährlicherer Geg ner des Thrones Alfonsos XIU., als es der Karlismus einst war, denn jener ist ein Ideal der Zukunft, für welches der Fortschritt der Zeit unablässig arbeitet, während dieser mit der Entwicklung der Nation an Macht verliert. Bezeichnend für den vorsichtigen und schlauen. Sa gasta war es, daß er sowohl im Senate, als in den KorteS keinerlei monarchische Erklärung abgab, sondern nur versprach, daß das Gesetz erfüllt werden .solle". Der'.kluge Mann- hält den Augenblick nicht für geeignet, für die Monarchie be geisterte Worte zu verschwenden, wo diese vor einer 16jährigen Ungewißheit steht Toll oder nicht ? Herr Jere Couahlin, der Herausgeber der TimeS" in Watertown, N. Y., be fand sich Abends am 19. Mai d. I. in dem Eßzimmer seines HauseS, als ein fremder Hund, dem Schaum vor dem Maule stand, mit dem Kopf gegen die nur angelehnte Thüre des Zimmers stieß und in das Zimmer hinein rannte. Der Köter sah müde und verwildert aus und ließ sich von der Gattin des Herrn Coughlin leicht in den Hof treiben. Couahlin selber nahm einen Spaten in I die Hand und folgte dem Thiere, um . r r r . r e . . naqzmeyen, oo es ncy uoq im Hvse aui halte. Der Hund rannte mit dem Kopfe gegen die Thüre eines Stalles im Hofe an, wendete sich dann wie betäubt um und stürzte auf Coughlin los, der ihn mit dem Spaten niederschlagen i wollte. Der Schlag ging indessen fehl, der Hund schnappte Herrn Coughlin nach derHand, bückte sich dann plötzlich, biß ihn in das Bein und versteckte sich plötzlich unter einer Treppe, wo er erschossen wurde. Herr Coughlin ließ seinen HaüSarz: msenum seine Wunde verbinden zu las sen, und erzählte demselben den Vor fall. Der Doctor schüttelte bedenklich den Kopf. Er gab dem Verwundeten inner liche Medicin und wartete. . ; ! ; i Am achten Tage nach jenem Vorfall begannen- sich die ersten verdächtigen rr r r Symptome zu zeigen, ougyilns i,emperatur und Puls waren normal, doch schon am Morgen empfand er heftige Stiche in den Augen. ES schien' ihm als seien seine Augen größer geworden, und er konnte leicht ohne Brille kleine Schrift lesen, was ihm seit 15 Jahren nicht mehr möglich gewesen war. Dabei fühlte er sich von einer seltsamen Unruhe ergriffen. Er war sonst ein sehr ruhi fer, besonnener Mann, konnte sich jedoch letzt nur mit der äußersten Kraftanstren gung soweit beherrschen, daß er nicht mit

Jedermann streit anstng. n seiner Wuth zerbiß er . einen ganzen Bleistift und legte sich zwischen 7 und L 'Uhr Abends schlafen, nur um Anderen aus dem Wege zu gehen. Ab und zn überflog es ihn heiß und kalt. Er rollte sich in seinen wollenen Dek ken auf dem Bette herum, bis um Mit ternacht von der Wunde aus plötzlich ein heftiger, brennender Schmerz empor

zuckte. -In einem Augenblick hatte sich dieser Schmerz über den ganzen Körper verbreitet. Der Kranke empfand außer dem glühende Hitze und großen Durst. ,- n m Veme erne Neigung war, ms reie zu laufen,.doch besann er sich und blieb im Bette "in der Hoffnung, daß der Anfall von selber vorübergehen werde. -Er rief. Niemand zu Hilfe, weil er fürchtete, er wurde im Gesprach mit Anderen semen Verstand verlieren. Dabei schien es ihm, als sei er federleicht und könne jeden Augenblick vom Winde hinwegge weht werden. Er hielt sich am Bett krampfhaft fest. Um 4 Uhr Morgens wär der Anfall vorüber. Die Decken waren naß vor Schweiß, und Coughlin sank ermattet in feine Kis sen zurück. - Dann versuchte, er em hal bes Glas Wasser mitMedicin zu trinken, er mußte dasselbe jedoch unter fürchterlichen, Qualen sofort wieder ausbrechen. Als fein System .sich etwas beruhigt hatte, versuchte er das Wasser zum zweiten Male. Es kam ihm wieder die Speiseröhre hinauf, doch preßte er den Mund entschlossen zusammen und hielt die Flüssigkeit zurück, trotzdem sich sein Körper in den heftigsten Schmerzen und Krümpfen wand. Am - nächsten Tage trank er wieder Wasser, diesmal jedoch mit geschlossenen Augen. . Es blieb ihm im Magen, und von dieser Stunde an fühlte er sich auf dem Weße der Besseiung, die bis zur ge genwärtigen Zeit anhält. Das Beste bei dem . Vorfalle ist, daß Herr Coughlin von Tollwuth nichts wis-, sen will und steif und fest hehauptet, die Wasserscheu beruhe nur in der Einbil dung der Menschen und. könne durch Wil lensstärke überwunden werden. Er denkt gar nicht daran, daß der Hund, der ihn t 'rr rr ... r . r ' gevijien, rou gemeien iei. ' t: Vom Inlande. In der Tiefe von 1950 Fuß ist man in der Nähe von Manistee, Mich., auf ein reiches Salzlager gesto ßen. . In Cedar Rapids, I a., hat jeder C'rcus eine Steuer von $300 zu entrichten, ehe er eine Schaustellung geben darf. ' In der Umgegend von Ful lerton, Nebraska, herrscht eine förmliche Raupenplage. DaS häßliche Ungeziefer kriecht sogar den Leuten beim Essen in die Speisen. ''' ' Davies County in I lli nois wird gegenwärtig viel von Wölfen heimgesucht. In -einem Monat' allein bezahlte das County an Prämien für Wolföscalpe 5300. , , Lev i Hemlin i n E l b a. Mich., hält sich für einen der zwölf Apostel. Es will ihm dies Niemand glauben, und er ist darüber so wüthend geworden, daß er in einer Irrenanstalt untergebracht werden'mußte.' Ein vielbeschäftigtesFräu. lein ist Miß Libbie McBrown in Mat toon, Jll. Sie leitet eine Holzhandlung, ist Telegraphistin, hat im Bahnhof das Amt einer Gepäckmeisterin und ist zugleich StationsÄgentin. - Eine F a m i l i e i n W a s h in g ton besitzt einige Goldsische, welche be reits seit 50 Jahren ihren Glasbehälter im Hause nicht verlassen haben. Trok ihres hohen Alters sind sie nicht viel größer, als andere Goldsische auch. Der kleine, 6jährige Sohn des Pastors T. W. Weatherwax in Lewisville, Ind., spielte neulich mit Bohnen,' wobei er eine derselben aus Versehen verschluckte. Die Bohne blieb ihm in der Kehle stecken, und er erstickte: Der Versuch, den Merrimac Fluß in New Hampshire und Massachu setts mit Lachsen zu bevölkern, jst. voll ständig fehlgeschlagea. ' Die Lachse kön nen nicht über die Fälle bei Manchester, und der ganze Versuch ist weggeworfenes Geld gewesen.. Eine sonderbar e B lü t he deS amerikanischen Vzlkslebens hat sich neuerdings in Iowa, dem. Staate der verbotenen Wirthschaften, .entwickelt. Es gibt jetzt dort nämlich zahlreiche Sa loons", welche in Stiefelschäften herum getragen werden. Das Leben ist manHmal sehr wechselreich. Eine Dame in Urbana, Jll., verheirathete sich, wurde Mutter, dann Wittwe, verheirathete - sich zum zweiten Male und trug um Scheidung an, und dies Alles ereignete sich im Laufe der letzten 12 Monate. . In Walla Walla imTerrito rium Washington hatte vor ungefähr ei nem Monat ein gewisser James Close eU nen Indianer getödtet, mit dem er in Streit gerathen war. : Er wurde Pflicht 'schuldigst verhaftet, jedoch, nur zu einem Jahre Gefängniß und zu ejner Geldstrafe von $5 verurtheilt. . i Jefferson ist einer der reich fien Schauspieler in den Ver. Staaten. Er ist jetzt jedes Jahr höchstens 16 Wo chen auf der Bühne thätig, verdient aber dabei, genug, um anständig das 'ganze Jahr leben zu können, ohne die Zinsen seines 8400,000 bis $600,000 betragenden Capitals angreifen zu müssen. . .. : - Das Problem der unter irdischen .Drahtleitungen wird gegen wärtig in Chicago schnell gelöst. Man hofft,' bis zum Winter sämmtliche Tele phon', Telegraphen und . Licht'Drähte unter die Erde zu bringen. .Besonders sind ; die Gesellschaften für elektrisches Licht mit der Steuerung sehr zuftuden. Rasch tritt der Tod den Menschen an. Frau S. Nufus aus Chi cago befand sich auf der Fahrt nach Texärkana, Tex.als in der Nähe jener Stadt der Eisenbahnzug mit einem schar, fen Ruck plötzlich anhielt. Frau Nufus stieß einen lauten Schrei aus und , war auf der Stelle todt. - Die Erschütterung deS Waggons hatte ihr das Leben geko stet. Ein kleiner Junge in Adaire County, Iowa, hat die seltsame Gewöhn beit, daß er NachtS im Schlafe an seinen

Fingern herumknadbert. vmen-Jmger hat er aus dieseWeise schon ganz eingebüßt,' und zwei andereFinger sind zum bis ersten Gelenk fort. Wird er wach, dann schreit cr fortwährend vor Schmerz über die Wunden, die er sich im Schlafe beige.' bracht hatte. - X Als David L. Hewitt) ein hervorragender Farmer von Aork, N. braska, sich in seiner Scheune mit Ab hülsen . von . Welschkorn ... beschäftigte, sprang an der Maschine eine Kette und schlug ihm ins Auge, so daß dasselbe aus dem Kopfe sprang und auf den Erd boden siel. Die Verletzung ist so gefähr lich, daß der Unglückliche wahrscheinlich sein Leben einbüßen wird. Die.Mitglieder einer Ne gerkirche -in Fort. Games, Ga.hätten sich beipflichtet, die auf. ihrer Kirche la stende Schuld' abzutragen, ihr' Pastor traute jedoch dem Frieden' nicht.' ' Wer nächsten Sonntag nicht seine 51.50 in die Kirche. bringt," so drohte er, der wird als Lügner aus der Gemeinde aus geschlossen." Das Mittel half, und die Schuld wurde prompt abbezahlt. Der Dampfer Albatroß," welcher von unserer Regierung der Fisch Commission zur Verfügung gestellt worden war, besindet sich gegenwärtig in den Gewässern der Bahama Inseln. Die Gelehrten an Bord des Dampfers haben kürzlich dem Smithsonian Institut, in Washington eine werthvolle Sammlung von organischen Wesen auS der dortigen See sowie vom Lande zugestellt. . Eine junge Dame in Wash ington . erwirbt sich ihren Lebensunterhalt dadurch, daß sie den jungen Attaches der Gesandtschaften von China und Japan Unterricht in der englischen Um gangssprache ertheilt. Kürzlich brachte sie sechs dieser jungen Herren ein und dieselben Höflichkeitsphrasen bei. Das stimmte ihnen auffallend. Als Abends ein Ball war, un.schwärmten sie sämmt lich eine hübsche Dame und sagten ihr die ' auswendig' gelernten Redensarten vor. Die Zuschauer amüsirten sich köst' lich ; die Dame weniger. . . ; ;; ' Ein eigenthümliches ,,Krieg" hat am Gräberschmückungstage in Lan caster, Wis., getobt.- Nach den Staatsgesetzen von Wisconsin' ist .der Montag gesetzliche? Feiertag wenn ein Feiertag auf den vorhergehenden Sönntag gefal len war. Die Schulkinder in Lancaster wollten nun am ofsiciellen" Gräberschmückungstag frei haben, der Principal der Schulen weigerte sich jedoch, den Tag frei zu geben, und die Kinder muß ten Vormittags in die ' Schule. Sie setzten.jedoch eine Klageschrift auf, über reichten dieselbe dem Schulrath und der Lehrer wurde gezwungen, am Nachmit tag den Unterricht einzustellen. ' Kurzsichtige Schützen scheint eS in West-Virginien zu geben. Eine Gesellschaft von Bürgern aus Grafton in jenem Staate begab sich neulich auf die Hirschjagd, wobei es dem Mr. Thomas Wymans passirte, daß er den frühe ren. Bürgermeister der Stadt, Herrn Samuel Adkyns, für einen Hirsch ansah und ihm eine Kugel in die Rippen jagte. Der Verwundete wurde von mehreren seiner Gefährten aufgehoben und in das nächste HauS getragen, sie' hatten aber solche Angst, nicht auch für Hirsche gehal ten zu werden, daß sie fortwährend Halloh" schrieen, bis sie freies Feld erreicht hatten. Vom vlnSlaude.

Unter den i n Ostafrika befindlichen Beamten der deutschostafli kanischen Gesellschaft scheinen Klima Uiid Strapazen übel zu Hausen, denn fast mit jeder Post lehren einige derselben wieder nach Deutschland ..zurück, weil sie den Aufenthalt in den Tropen und die anstrengende, Geist und Körper aufreibende Thätigkeit nicht länger ertragen können, ohne völlig zu Grunde'zu gehen. ; Schon im vorigen Jahre sind viele der Herren zurückgekommen, und in diesem Jayre wieder Herr Lieutenant Schmidt und. Herr Sönge, ersterer in Folge der. Verwundungen. die er bei einem Ueberfälle, von feindlichen Negern erhielt. Er bekam Schüsse in Brust und Beme,-und besindet er sich in Folge der in Deutschland wieder aufgebrochenen Vrustwunden sehr übel, so sehr, daß sein Zustand besorgnißerregend sein soll. , Im März kehrten die ziemlich lange verreist gewesenen Herren Graf Pfeil und Dr.' Schlüter zurück, beide, laborirend an , denglndenken der tropischen Zone."' : Diesen Herren folgten ' im April über Bombay die Herren Lieutenant v. Brogowsky, der Sohn des früheren Frankfurter Stadtcommandanten und Generallieutenants, sowie Herr Gravenreuth,,welche eben, falls Erholung in einem gemäßigteren Klima suchen. Auch der jetzige Vertreter der deutsch ostafrikanischen Gesellschaft in Zanzibar, Herr Assessor Lukas aus Elberfeld, begt'die Absicht, im Juni die Dienste der Gesellschaft u quittiren und sich wieder seiner juristischen Carriere zu widmen. . Ein für die Gesellschaft schwer zu ersetzender Verlust, da ein neuer Ver. tretet lange Zeit braucht, üm sich .nur , einigermaßen einarbeiten zu können. ' . . . A u s G r a z ,'w i r i'ü b eV emen sensationellen Vötrugsproeeß'. berichtet : Seit Jahren hat in Graz kein. Proceß so viel Aufsehen erregt, als dergegen den ehemaligen Bankier, zuletzt Geldver mittler Karl Hannemann und dessen j Gattm zullanna begonnene. Das Ehe paar Hannemann wird beschuldigt, bei ' einer Reihe von Opfern nur 1001000 ' pCt. genommen zu haben doch was he deutet dies gegenüber dem Hauptfactum, das darin besteht,, daß die beiden Ange klagten einer reichen, aöer noch minder jährigen Erbin , angeblich nur 6200 si. als Darlehen gaben, dafür zahlte die. Bewucherte bereits 24,000 fl. - und war trotzdem bei Beginn 'dieser Untersuchung noch 3,000 fl.: schuldige ?Jn Betreff dieses letzteren Factums .entnehmen wir der Anklageschrift Folgendes : Vor etwa 5 Jahren traf es sich, daß Anna von ' Azala, die damals 19jährige Tochter des Staatsbeamten Karl, Ritter, v. Azala, deren Pupillarvermögen. gerichtlich depo sitirt war,- in Geldverlegenheit kam. Durch ein Inserat wurde, sie an Hannemann adressirt, von dem sie zur Zahlung , eines schuldigen Schmuckes 1200 fl. auf'nehmen wollte. ' 'Hannemann erklärte, ihr helfen zu wollen, doch nicht durch Baargeld, sondern auf folgende Weise : fte müsse einen neuen Schmuck kaufen.

.'If ffTf'1' .-2jv.S;,.,,in?Lä 5.. 4 WSUÄ l v. Jamuöi joißs "rq Mtl'liLS 'f (TTU l - i' 5? -f f. T-Jj Invalikl Hnlfil ani! Snrariral IIIIUHUW I1UIUI UHU UUIjlUUI IIIUUlUlUj lPatikMen.Hotel vnd rhirmgische nstaltt. Knffttlo, zr. N, , Olngtrichtet lt einem vollltändigkn .tad I - vs sSs,ek vortalicke Aerte nk Shlrurgm zur Behandlung aller Chronischen ürankheikn. Ä)te Behantlunz vieler Ta-usekke vcuJIken inerten t - i - w . muen igrnthümNchen rcmkSeiten im JvalidS' Hotel ad ' Surgieal Jnftttute hat arohe Ersabruuz tm richtige Verordnen von Arzneien für ihre Heuuvz gewahtt, und Dr. PIERCE'S "FAVORITE PRESCRIP1H" LtbttssVerordnug), ' ' ist daS Ergebniß diese? großartigen Erfahrung. . . Sie tft ei mächtiges wiederherstellendes StarkungS und NervevkraftigungSmittel, rerletht dem OrzaniSmuS Spannkraft und Stärke und kurirt wie durch , ember .Leeorrh,ea oder nfttn JlK. bermästia chmerzhaste Nrnftruation, widernatürttche Unterdrückungen, Vrolapsub oder Fallen der ebärmutttt, ckenschwache. 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Unter allerleiDrohungen mit Scandal und Veröffentlichung durch die Zeitung wurde sie unter den verschiedensten Vorspiegelungen genöthigt, neue Wechsel auszustellen, doch Valuta erhielt sie nur sehr, wenig. Ihre Lage wurde-so schrecklich, daß. sie vor. grenzenloser Aus-, regung krank wurde. Da sich das Ehe paar ihr gegenüber unter Benützung ih rer Verwirrung und Zwangslage allerlei Irreführungen - erlaubte, lautet die Anklage in.diesem Falle auf Betrug und Wucher, indem hie?, wie die Anklage schrift dar'thut, eine Ideal und Real concurrenz beider strafbaren Handlungen vorliege. Karl Hannemann erklärte sich jetzt bereit, die Nestforderung von 43, 000 fl. auf . 2500 fl. herabzusetzen. Außerdem wär das saubere Ehepaar an geklagt, 27 Personen, darunter Grasen Sigmund Braida, Miron Ritter v. Eoc tie, mehrere Ofsiciere, Staats- und Gemeindebeamten, Schuldiener, Geschäfts leute, Wittwen zc. gewerbemäßig -bewuchert zu huben, wobei sie 1000, oft aber übe? 1000 - pCt. nahmen. Die Angeklagten ' wurden zu 2 Jahren schweren Kerkers und einer bedeutenden Geldstrafe verurtt)eilt. .Die Wechsel :c. wurden für ungiltig erklärt. "' ' Ein englischer Herzog hat kürzlich um 10,000 Pfund gewettet, daß' eineSchaär' Gänse eine '! gewisse' Strecke Weges in kürzerer Zeit zurücklegen werde, als eine Anzahl Tru Hähne und er Hai seine Wette gewonnen. In Folge dieses denkwürdigen Vorfalls dürfte neben der Gänsehaut wohl auch die Gans selbst, - die Einen überlauft, bald im Sprichwort. ihren .Platz sinden. 'aü ii .u ocistu l tun vor kommende Hadernkrankheit ist der ,',Rig.' Ztg." zufolge im Lumpensortirsaale der Aktien-Papierfabrikzu Ligat aufgetreten. .Bei den zwölf erkrankten . Arbeiterinnen, zeigte sich Athembeschwerde, Kopfschmerz, Schüttelfrost, rapids zunehmende. Schwache." ' Die Krankheit nahm einen so un geheuer" raschen Verlauf, daß der Tod in einigen Fällen binnen 24 Stunden, in anderen Finnen zweimal 2i Stünden eintrat. .' Im Ganzen sind bis jetzt sechs Arbeiterinnen verstorben.' Die Ha dernkrankheit besteht in Blutvergiftung. Kraszewski, welcher nach abgelaufenem Urlaub in die FestungShaft in Magdeburg nicht zurückgekehrt ist und die Caution von 22,000 Mark ver fallen lassen muß, behauptet, zur Reise unfähig - zu sein und hat- ein dement sprechendes Gutachten zweier deutscher Aerzte an die preußische Regierung abge sendet.

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! . Warum? Weil sie die kürzkfte ur.d deye Linie über Gt. Lonl, Blissotiiriy San . Iowp, NotorRHlta, Texas, Arltanösa, Colorado, Nenr Moxioo, Decota enl CJallsoruia ifl. Das Vahnbett ist von Stein un die Ogu neu sind 081 Stahl. Die Sage habt? die neneften Verbesserungen. Jeder Zug (it Schlafwagen. Passagiere, ob fie nun Billele erftn Klaffe oder Emigranteu-Villete habe werben durch unsere Passagierzüge erster Kiar.e befördert. .Ob Sie unu etu Vtllet z ermaigteu $xtu sen, ein Ezeursirnsbillet -der irgend eine Sorte eisenbahnbillete dollen, komme Oie, ode, schreibt Sie au ..- m n.. üoriinx, ffftent eneral Vaffa,terAgen ord?., kLa,hmgto und Jllwoi Jnd',i o. Hill, vku'l Bv.pt St. Louis, Uo. . t . ev'l Vass..t t 9t Olilcaß-o, Ht. JLouIm aid Plttsburß" Railroad. 8Ht'taoc!li skr durchgeheftd, ud Lokal-Süge. ' r, 17. Febr'. 1851 i0 tlaflfn da Unton.Dervt, Jndxl., , f,igr:

Statt., ,Schnll,glVoft,ug. Vchll,g kee. ba.Jndtans,l''4-V rlv:i '4:Um t. Unk.iamd'aktt, 6: . lZ:d9m 6:41 , 6:13, . Rtchi.... 6:63. 1:37 , 7:ii f:M m Danton 8:57 , 3:33 , 8:57 , .... .Piaua 8:t8 3:17 . 8:59 . , Urbsn 9:S . 4:51 . 9:&3 . , lumb.... Il:Am :40 , li:3 . ... , eroart 13'tl m l2:37Srn . Stende! . &:9 , 4:34 , , hettg 6:33 .... .... 8:03 . , ittburg.... 7:03 . 6:17 . , barrttburg... 4:l&6m 2:9 , Baltimore... 7:40 , i: ju , Bafjinoton.. 8:60 , : , Phtiadelrhta. 7:50 , .... .... 5:i5 , .New Vorl.... U:2a 7x30 . , Vofton....... 8.m 1 7:sv'.

TkgUch. f Tögltch, augnuimen Snn:ag. Pkann'8 Valaft, Tchlks. un, Hetlragn durch bt PittSborg. Harrtlburg. Vhtladelxtzia nd eVort, ohn ät&tU lol ein Vag,chs,l nach Baltimore, Washingte und oston. EZT Tahrlarten nach allen Oeftttche tädte kndtn ollen HauxtZahrkatten.VureaI deß Veftenl nd tn de Etadt.Bureau tit der Jllit und kSasbtngton Strak und i Uni Dp! urea JudtanaxoUI, tu haben. Schlafmegkn.Karttn tön en im voraus gesichert auden durch rpltkatto bei den Agenten t etadtBureau der t Uni Deoot z Jndtanaxott, Ind. o. . Derlng, S. S. P. , Rordoft.Eck Washlu,. ton nd Jllnot Etrai. .Jnd'xlI. Sae VXtQtta, anagei, lurndu, Oh aC Sd, 0el Vaffoeier, und rtcket..' ttt?. QütU3. m &m b r. " ' i Die kürzefte tut) deße Oah ist) Louis ville, Nashville, Memphis, Chat Unooga,' Atlanta, Savannan," J&ck80nvillc, Mobile and New Orleans, . 01 ift dorthellhaft für Passagiere nach dem Süden, eine dtrette Koute n nehme. Valaft-, Schlaf- und Par!orWagu zwtsche, Chicago nnd Lonisdille und St Lsni und Lonitdille h. Wagenwechsel. Comfort, EchnrUigkeU und Sicherheit bietet die ,Zff die alte zndnlüsflge - N. &, D. M. M. - . . . , . - XX. B. Xerln(rt ... X Vsftftent Sral?aslaaiergt, ordofi e ashlngto und.JStnot Str.. Idrll W. McKänniv. Snperintenflent. Die Bee Line !" '','K'f-l'' :;. ach kledeland, Lake hatauqua' Niagara Falls, ,. Thousand Island, Lake Seorge, Lake öham 'plain, Saratoga.'Whlte vkonntains, Old Orchard, Rhe Brach und alle - Cnrplae do ' NEW ENGLAND ' mit wet Schnellzügen täglich. Dt tnzig, Satz ron Jndtanapoltk nach , .. TGyrv Yorlc and Boston welche durchgehende Wage in Vervlnduna mit der Lake Ehore und . Z). Central Nendad bat. Dt tnztg Bah, welch tm Grand Central Derot im Zork einläuft. Ein westlich gehender Schnellzug wurde etngertch tet und Passagiere,' welch nach SXtffouri, Äanfal, Nebraaka, Colorado, em exico und alifornta reisen wo?n, sinden beste kkoraadatton und niedrig Skaten. ' udrlseVi0e. Ran hol sich deiZZ.J. Stich l , gent. ulkuuft tZ3 tcket tu allen regulären Ticket. Osficel. O.THontak- O. J.Skinue r, "Seneral Manager " " " Xtafne-Hgent. . Z. mtty, Sen. Pafs. gt.. Eleoeländ, O. "W. j. iInoI,. Passägier.Vgent. - ' V ... ' ' "Jndianaxottl, Jnd . Z atI Hau und 135 o. Ci Stnoll StraZ. m ,.-4A. , , (DLi0Ül 5 VI 1 lt. MI W AlBÄWT CM tCA 60 Rt (c" ' m VW Die' kürzeste und direktefte Linie von INTMAIVAPOI-IO f ' ' nach lFrankfort, Dey-bi, MonticeZo, Michigan Cüv, Chicago, und allen Orten un nördlichen Jndiana, Mchi gan, nördlichen i?'llinoik, Wisconsin, Iowa, Minnescta, ebrat'a, ansa. New Mexico j Dalota, Nedada, Erado,. Californien und Drezon. ' " ' - -' ' - direkte Jüqe taglicd 2 do Indianapolis nach 'bikago; ebenso ach Michigan City. Sleganti Pullmaan Schlaf daggonk ans den Nachtzüg.' Sep2ckarten bi en't Reiseziel ertheät.- . Sein Lahn hat größer JB, uemlichkeiteu oder dilliger Stare als wir. t lci nd quixix, nicht ,11 bertreffen. Stahl Seiet. , iller Plarfor nd Stoß!isZn, Luftbremse und oderne Ltn, rtchtu, ndrtrksflich orthtt'k. ürt,xa. ten, Land -.d Turift,n.lUte na irgend et Orte, der ,on anderen atzn, beruht unrd. Wenn an nördlich, südlich, kftltch r westlich , reis wünscht, kaufe man nicht das t UUt, Ixt unser Pre,s u. s. w, gesetze. UlLkge Nähere ende an sich a BobortCrnrnctt, . ;, , , Distrikt Passagier Igevt. 2 Süd Jlltno! Etrair.-JnUanapo , Id. ?od 0. tZarson, O C Oaldw, Sneralvrwalter, ez,nkal yafsagte, tttt icaio.J. ikag. 11 '

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