Indiana Tribüne, Volume 9, Number 258, Indianapolis, Marion County, 7 June 1886 — Page 3

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Ein Hochstapler.

OriHindl Roman von E. H einrich. lFortseduag.) ..DaS wobl. Erik Larsov." üvmh m Alte ; wenn nur die Wolke im.?kordost ihn nicht packt. Er ist ein Trotzkopf, und mich dauert die junge Frau, ja, ja. sie dauert mich, denn das Wetter rst tücklsch, Erik Larson !" Nock ne Weile blickten sie dem Boote nach, das sich immer weiter vom Ufer entfernte und bald nur noch wie eine weiße Möve im blitzenden Sonnenlicht dahinflog ; dann schlenderten sie wei ter, einem Wirthshause zu, während die weiße Wolke im Nordost sich langsam aber stetig vergrößerte und der junge Schiffer seine Goldstücke betrachtete,, den stillen Wunscb dabei hegend, dab der reiche Trotzkopf sein Boot vafür behalten möge. ES war kalt draußen auf dem Waffer, recht kalt, die Fabrt durchaus nicht ange nehm, denn der Wind pftff immer heftiger und bauschte die Segel des kleinen Fahrzeuges drohend auf. Aber unbeugsam hielt die seine weiße Hand des Era fen das Steuer, daß sie pfeilgeschwind wie der Blitz über die höhergehende Fluth dahinschoffen. Laß uns umkehren, Adalbert, ich. bitte Dlch inständigst darum," stevte Antonie, ich sterbe vor Angst und Kälte." Bah, schönes Liebchen ! - Es macht mir Vergnügen," rief der Graf mit einem so höhnischen Gelächter, daß Antonie ihn entsetzt anblickte. In Hamburg setztest Du Deinen Willen durch, hier bin ich Gebieter, bin Dein Herr über &b?n und Tob!" Adalbert." schrie sie angstvoll auf, o, treibe nicht so fürchterlichen Scherz mit mir !" , - - Ich scherze nicht," versetzte er kalt, ein Mann wie ich läßt sich von Dei nesgleichen nicht ungestraft beleidigen." Antonie war wie gelähmt ; war der Graf plötzlich wahnsinnig geworden ? Sie schrie laut auf und streckte ihm sie hend die gefalteten Hände entgegen Adalbert ' lim GotteswiSen, was hab. ich denn verbrochen ?" Ein spöttisches Lächeln war die Ant. wort. Die weiße Wolke hatte sich aus gedehnt, sie brachte den Sturm, welcher plötzlich die tückische Tiefe aufwühlte und mit Gebraus in die Segel fuhr. Jetzt lebt s ciiiir hudsck'en Tanz, mein Lied chen !" rief der Graf, as Steuer fahren lassend, um die Segel mit fundzgex Hand einzuressen. Wie im Wirbel drehte sich die Nußschale, daß die junge Frau vor Angst halb wahnsinnig auf dje Knie stürzte und sich an das Boot klammerte. Wieder ergriff der Graf das Steuer, um das Boot zu wenden und dem Ufer zuzulenken. Angstvoll folgte sie seinen Bewegungen und athmete m wenjz aus, als sie seine Absicht ahnte. Gewiß hatt er ihren Muth nur auf die Probe stellen wollen, was ihr allerdings sehr grausam erschien, doch immerhin verzeihlich war. Er sollte sie jetzt rncht mehr verzagt sin den. .... Doch das Ziel war noch lange nicht erreicht, und immer toller wütoete der Sturm und trieb sein Spiel mit dem leichten Schisslem, während die Wogen mm 9 L .. 1 nn m. stch rajeno uoer ote leaen lenfHenlk!? der ergossen. Bete ein Vaterunser!" rief der Graf. Dle Geschichte ist aus, deine Grasen kröne versinkt in deii Wettersee. Per dämmt !" Das Steuer war gebrochen, das Boot letzt ern willenloses &ptci der Wogen. Nette mich, Adalbert!" schrie Anto nie verzweifelt auf, Verlasse mich nicht in dieser Noth!" Eshörte nicht auf sie, zog einen Strick bcrvor und band nch lelber mit vewun derungswürdiger Kaltblütigkeit an eins der Sitzbretter des Bootes, ohne sich um sein unglückliches Weib zu kümmern. sie waren letzt dem ufer auf Horwezte näber gekommen, der Stunn aus Nordyst ' . - i. t r iniiRre jic oem ?iranoe zulreioen. , Plovlich legte sich das schwache Fabr zeng auf die Seite, ein furchtbarer 'chivi durchdrang den Sturm, Graf Altors warf einen Blick nach der Stelle, wo sein Weib gekniet, der Platz .war leer. Noch einmal tauchte ein todten blasses, verzerrtes Gesicht vor ihm auf, dann batte die Tiefe es hinabgezogen. : Vom User stieß in diesem Augenblick ein Kahn mit einigen kräftigen Schiffern vemanm. 7U3 ne Uch vury tt vochge henden Wogen bis zu dem Boote hinge kämpft, war letzteres in Trümmer ge Zangen und von dem Grafen nichts mehr zu sehen. 7. Die kleine Vera hatte sich inzwischen in der Goldenen Traube" eingebürgert. da sie sich nach den Tagen der Noth und lLtttbebrung wie - im Paradiese vorkam. Frau Möller war. ihr aber auch in der hat eine gute Mutter geworden, sie ver bätschelte die kleine Prinzessin", wie man das reizende, blondgelockte Kind . i. l r r rw Nill oen.ivunveroar viauen Liugen im Hause nannte, auf eine etwas besorgliche Weise und entzog jedem Gast unerbittlich ihre Gunst, welcher ihr Kind nicht be achtete. Freilich kam das gur nicht vor, . m w. t. p p . daera selvst dem eingefieiscykesten iLgoisten und !)!enschenverächter einen freund lichen Blick, ein Lächeln abzuzewinnen vermochte. ' Man' muß das Göör" liebhaben," meinte Herr Möller, mag man nun wollen oder nicht, und ich gäb's, wahrhaftigen Gott, für kein Geld wieder von mir. Wenn die Prinzessin" mit ihren leichten Füßchen für welche die neue Mama die allerzierlichsten Zugstiefelchen gekauft hatte, durchS HauS trippelte und wie ein '.Sonnenstrahl, bald hier, bald dort,' bald in' der Küche,, bald .wieder im Wohn- und Gastzimmer auftauchte, wo ihr goldigschimmernder Lockenkopf überall gern gesehen wurde, da fühlte eS ein Jeder, daß dieses Kind eigentlich in ein Königsschloß hineingehörte, und Frau Möller war nicht wenig stolz darauf, es jetzt ihr eigen zu nennen, da die Adoptirung Nlit deS Herrn Notars Hilfe ganz glatt von Statten gegangen war. . 'Der alte Notar Willing sprach öfters in der ".Goldenen Traube" vor, um die

Kleine zu seyen, da ihn die geheimniß volle Geschichte derselben ganz außerordentlich interessirte. ..Sie müssen sich das Kind 'mal anse

hen, lieber Gotthardt !" sagte er zu dem Bankier, ich will' ganz ohne Bedenken W .C rlu.Uv.n StCt 3 h(ir Trtft ri , oaraus muu, wnv.v öv yvsehen hat und aus höheren Kreisen stammt. Schade im Grunde, daß es zu diesen freilich ganz braven Leuten gera- . ft - r - f. A. . ? Ti Lä LaA m M lyen isl, es sieor, weip v, tun verzauberte Prinzessin aus, welche in eine niedere Sphäre hinab gestoßen worden." Dann hätten Sle es selber adoptiren sollen," meinte der Bankier achselzuckend, I - . r n ' .1 so viel ich vernommen, sou es em pol' nijches Arbeiterkind sein. Hat man keine Nachforschungen angestellt, um des Vaters habhaft zu werden ?" , ; cn-rt.r s. rr Üema? vai oic ciijei nau? uc Richtungen hin recherchirt," nickte der Notar, doch obne Äkesultat. Wenn meine selige Frau noch gelebt, hatte ich es zedensalls nicht in der Goldene Traube" gelassen." .... ' . , m Die Mutter des Kindes hat sich za wohl vergiftet V warf die Tochter des Bankiers, welche am Fenster mit einer Stickerei beschäftigt saß. dazwischen. Man fand die Unglückliche, mit dem Kinde im Arm, todt in der Droschke," versetzte der Notar, sie ist an Blausäure gestorben ; ob sie es selber genommen, oder ob eine dritte Hand es ihr gereicht, wird wohl als schauerliches Geheimniß für immer mit ihr begraben sein." Das ist gräßlich," meinte die junge Dame, ich glaube doch, gelesen zu ha öen, daß ein fremder Mann dabei im Spiele gewesen." Der Droschenkutscher, welcher sie vom Bahnhof nach dex Goldenen Traube" gefahren, isj, wie er ausgesagt hat, von einem Manne in Arbeiterkleidung für die Fahrt engagirt und im Voraus bezahlt worden. Der K'itscher glaubte darauf schwören zu können, daß dieser sebeimnißvollc Arbeiter mit eingestiegen sei ; am Ziel angelangt, fand er nur die todte Frau mit dem inde im Wagen. Irgend ein GlaS oder ein Fläschchen mit der verhängnißvpllen Blau säure ist nicht gefunden worden, woraus lch schließen muß,!vie mit mir auch sicher jeder Criminalist, daß jener Arbeiter der Mörder und nach der That unterwegs aus dem Wagen gesprungen ist." Dje arme Frau!" rief die junge Dame, was wollte ich darum geben, wenn der entsetzliche Mensch yoch entdeckt würde. Es ist ein wahrhaft grausiger Gedanke, daß ein solches Verbrechen un gestraft bleiben und der Mörder sich vielleicht eines äußerlich ganz ehrenhaften Passjns erfreuen kann." Ja, daS ist die Folge unserer ndi schen UnVollkommenheit, liebe Natalie!" bemerkte per Bankier trocken. Wenn wir Menschen allwissend tvären, dann hätte die Polizei leichtes Spiel ; so aber müssen wir uns selber ein wenig vorse ben, wenn wir die Hand zum freundjchaftlichen Gruße reichen und gegen neue Befanntschaften besonders spröde sein." Darin gebe jch dir Recht, Pava!" niiitk tie Tochter, ich würde selbst ge. gen schwedische Grafen mißtrauisch sein." Und lieber einen alten Hamburger Notar vorziehen, nicht wahr, Fräulein Natalie T lachte Willing, Poch appro pos, schwedischer Graf," setzte er ernst hinzu, haben Sie noch keine Nachricht von unserer Frau Gräsin erhalten V Nein, ihre frühere Gesellschafterin, Madam.e Bpriler, tvap gestern bei mir und heulte' mir ein Weniges vor. Die Dame war der festen Meinung gewesen, daß sie' diö.Marzipan'Villa fortan bewohnen und als Gchsoßkastellanin ihr Gebalt fortbeziehen werde, damit die aräfliche Herrschaft, wenn dieselbe Hambürg mit ihrer Gegenwart beehren wolle, ihr Haus in Ordnung finde. Da ist nun gestern Morgen ein Makler zu ihr ge komme, um ihr Schwarz auf Weiß vorzudemonstriren, daß die Villa mit dem ganzen Inventar, Pferde und Equipagen verkauft sei und am 31. Dezember d. I, gergumt werden müsse. Man hat der guten Dame vor ' der Abreise kein Sterbenswortchen von diesem Verkauf gesagt, sondern sie in der festen Meinung gelassen, daß die Villa zu ihrem Aufent halt bestimmt sei, hat auch von keiner Kündigung gesprochen, sondern nur die Ablehnung der bberflüssigen Dienstboten anbefohlen. Wie finden Sie dies ?" Mehr als perfide", rief der Notar in halber Entrüstung, es ist verbrecherisch und nicht stark genug zu brandmarken. Und der will ein Aristokrat sich nen nen !" Vielleicht hat die Frau Gräfin den Handel geleitet," meinte der Bankier, der einen besonderen Zorn auf die junge Frau hatte. Nein, Papa," rief Natalie- in U stirnrntern Tone, das ist von ihm aus gegangen und sieht nach meiner Ansicht ihm ganz ähnlich. Antonie wollte ihre Marzipan-Villa behalten, wie sie mir selber gesagt, eS kitzelte ihrem Hohmuth, ihrer maßlosen Eitelkeit, ihr eigenes Heun hier in Hamburg zu. behalten, um zeitweise dahin zurückkehren zu können, im Glanz der gräflichen Krone, um auch der schwedischen Gesellschaft zu zeigen, daß sie mindestens zu unserer Geld-Ari stokratie gehöre. - Ich kenne ihren Eha rakter und bin überzeugt, daß dieser Verkauf, abgesehen von der persiden Heimlichkeit, ihr heiße Thränen erpreßt hat." Das glaube auch ich," bemerkte der Notar, unsere Gräsin bätte wohl die arme Borner, aber niemals aus eiaenem Antrieb ihre Marzipan-Villa verkauft., Wer yat dleieive erstanden r Das habe ich noch nicht erfahren, wußte die Madame Vorner auch selber nicht ; der Hausmaller Hansen ist'S ge Wesen." . ' ' Hm, werde ihn noch heute darum be fragen," sprach der Notar nachdenklich, sonderbare Heimlichkeit, mir unerklär lich, sie hat ja leider daS volle Recht zum Verkauf." ' Freilich, freilich, der Graf wird seine Gründe dazu gehabt haben, vielleicht ge aen Baarzahlunz unter'm Preise ver schleudert, wer kann'S wissen. ' Die Sache sieht verdächtig aus, wie?" Mi? kommt'S so vor, alter Freund !" nickte der Notar. Jch werde mich je denfallS erkundigen, . habe als langjährib ae Anwalt der alten Firma immerbin

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ülte Haus noch vorhanden, woräp die Mufsumme vollständig haftet ; tifr 'tow. " -v. r -.- -r. vt . , l(n vox ayressris! nicyr vouig ruidiN können. Wollen's abwarte, viel, jst's noch zum Besten er eitlen Min." . ' . . In diesem Augenblick meld, -te der Diener den schwedischen Coniu, welchen er in den Salon geführt hatt. Der Bankler bllckte Hi Freund bemm m SB . - . troffen an. Vielleicht, Nachrichten von i .. r ert a. ' ' - " ' (1 V"IV Vfcdem grasllcven aar, murmelte er. ..Bleiben Sie, Notar, bis ich den Bewck empfangen yaoe, seine 2,lttlyeuungen tt. ' , könnten auch. Sie Interessiren." Er verließ daS Zimmer. Ich komme heute Abend um fünf Uhr, wenn es hinreichend sinster ist, zu Ihnen, Herr Notar," sagte Natalie. Sie begleiten mich dann zur Goldenen Traube". Ter Papa braucht eS nicht ll Aft(filM " JU (lUVl( ! Aber" Kein Aber", wenn ich Sie darum bitte, lieber alter Freund! Ist es ein Verbrechen, in Ihrer Begleitung einen solchen Besuch zu machen? WeSyald haben Sie meine 3ceugierde erregt?" Ja, wer Ihnen etwas abschlagen könnte, meine kleine Freundin !" lachte der alte Herr. ..Machen Sie sich aber nicbt zu schön, die Gäste sind dergleichen dort nicht gewohnt. Also um fünf uyr?" Hole ich Sie ab. Notarchen !" Gut. Was der Consul wohl für Neuigkeiten bringen mag?" setzte er nachdenklich hinzu. Hm, der Graf wird auf diesem Wege das ganze Vermögen herausholen wol len ; das Schicksal jene? Mrrin be kümmert mich tvefliger, als das des vep schollenen Felix. Wo der anne Junge wohl geblieben sein mag?" Das mag Gott wissen ! Er hätte die alten Freunhe in hex Hejmath aus dem Laufenden erhalten müssen, ha kein Eonflikt mit dem Strafgesetz ihn fortgetrieben. Daß c? Ihren Vatex Mlht um weitere Zahlungen angegangen, mqcht. mich bedenklich. Vielleicht ist er nach Amerika oder sonst wohin iihex's Meer gegangen und modert irgendwo schon in fremder Erde." Entsetzlicher (Ledanke!" rief Natalie. Hoffen wir, daß Ihr schwarzer Seher blick Sie gründlich ßetäuscht. Wäre er nur um einige Jahre älter gewesen, m Antoniens hohlen, eitlen Charakter beurtheilen zu können, ich glaube schwerlich, daß der arme Don Carlos um diese Kö nigin sein Erbe verscherzt haben würde." Möglich, obwohl die Männer in dieser Hinsicht so ziemlich Alle den Staar besitzen." ' " Und sich selbst im Alter noch nicht davon operiren lassen ippffen," lachte Na talie. O, diese weisen Männer, welche den Kern nie von der äußeren Schale e? kennen. Doch still, da kommt der Vater, die Conferenz bat nicht lange gedau txt. Seltsam aufgeregt und bleich trat der Bankier in's Zimmer, einige Papiere in der Hand haltend. Meine Ahnung.wa? richtig,'' begann er, sich in einen Sessel niederlassend. Der Besuch betraf daS junge Paar. Setzen Sie sich Siotar, die Geschichte ist 'r r r . wirlttcy tragisch, seyr tragisch !" Der Notar nahm Platz und sah ihn erwartungsvoll an. Darf auch ich es anhören, Papa?" fragt? Natalie, zu ihm tretend, Ja, gewiß, es wird früh genug durch die Zeitungen laufen. Also, die junge Frau Grasin ist todt ertrun ken!" Großer Gott !" Wie au5 einem Munde erscholl dieser Nuf von beiden Zuhörern. Der Consul hat heute Morgen dieses Schreiben aus Jönköping erhalten," fuhr der Bankier mit einem tiefen Athemzuge fort. ES enthält den amtlichenTodten schem der jungen Frau und die Beschei niung der Behörde, daß Graf Altorf wie durch ein Wunder gerettet wprden und diese Lebensbeglaubigung sich ebenfalls amtlich habe ausstellen lassen. Hier schreibt er selber an mich mit dem Ersuchen, den übrigen Nachlaß seiner Gemahlitt, welcher laut Testament ihm zufalle, flüssig zu machen und an ein mir be .anntes Bankhaus in London zu senden." Schreibt er nichts über den Unglücks fall r fragte der Notar erschüttert. ' O.doch, hier stehtS in kurzen Worten." Der Bankier laS die kurz gehaltene Schilderung von jener Fahrt auf dem Wettersee, von dem AuSbruch des Stur mes und dem Scheitern des Bootes; er selber, der Graf, habe, da Alles hberrq schend' schnell gekommen, leider nichts fü? die Rettung seiner jungen Gattin thun können, sondern nur so viel Bewußtsein noch gehabt, um sich an. eine Planke zu klammern, mit welcher er an ein ödes Ufer geworfen sei, wo er nach und nach wieder zur Besinnung gekommen wäre, um endlich ohne irgend welchen Beistand nach Jönköping zurückkehren zu können. Mit einigen vornehm kühl klingenden Phrasen über den Tod der geliebten Gattin ging der edle Graf sodann ;u dem geschäftlichen Thema über, welches in der Forderung gipfelte ihm den bedeu tenden Rest der Hinterlassenschaft in baaren Capitalien sofort nach London zu feliden." - Der Bankier faltete das Schreiben, welches mit dem ärztlichen Wappen ver siegelt gewesen, langsam zusammen und blickte den Notar nachdenklich an. Der ist schnell Wittwer geworden," meinte Letzterer, den Blick erwidernd. Wer, zum Kukuk, mag von den Beiden den Einfall gehabt haben, in dieser Iah reszeit eine derartige Wasservartie zu machen ? Jch traue es ' der eigensinnigen Krabbe, der Antonie, wohl zu." Nein, Herr Notar! Da beurtheilen Sie die junge Frau, der ich immerhin mein tiefe? Mitleid nicht versagen kann, Zanz falsch !" rief Natalie. lebhaft. Sie suhr nur im Sommer auf dem Wasser, im Herbst schon unterließ sie es auS Furcht, ihrer Schönheit zu schaden, nichts vermochte sie von diesem Entschluß ab!u bringen. Und nun sollte sie in solcher Jahreszeit dort vben im Norden 'selber die Wasserkabrt in Scene gesetzt haben ?

ken an.

Behalte solche - Gedanken für dich,' meln Kind," . sprach 'der. Bankier, sehr, ernst ; sie bergen elne zu gefährliche Konsequenz. Hm, die Geschichte ist doch geradezu hohnvoll!" setzte er, leicht mit dem Fuße. ausstalnpfend, hinzu. Muß ich einem wildfremden Menschen das nanze Vermögen ausliefern, während der legitime Erbe heimathlos in der Welt umherirrt. Doch -was" hilftö ? Jch t r r t. '..-fr.. . ' t r T . ..fr'. . . ? i" ju verpachtet und . un. ilr' n ryay I l l j .....' V? w"?'', w" oewatt'S ilig .zu. haben, der Herr lrr'" Graf V! Der Notar sagte kein Wort dazu) nahm Hut und Stock und empfahl H mit. eignem verständnißvollen Blick äuf Natälle,' welchen diese verständißvoll Erwiderte.'' ' ' . . . ; J 8. , Punkt fünf Uhr Abends stand Natalie Gotthard jm Hause deS Notars, ni die: sen an sein Versprechen zu mahnen. Wenn die Neugierde, im .Spiele ist, dann sind dle jungen Damen stets Prä, zise," lächelte Willing. Fällt eS Ihnen wirklich so schwer,' mir Ihre kleine Fee zu zeigen ?" Das weniger, meine Theuerste ; ich glaube, daS Schicksal der armen Gräsin hat mich angegriffen: ich kann die Geschichte vom Wettersee nicht mehr loswerden." Ganz begreiflich, lieber Notar," nickte Natalie ernst, auch mir hat's heute den Appetit verdorben, zumal wenn ich das Bild in seiner eigenthümlichen Beleuch' tung betrachte und alle Consequenzen da bei zog. Wie der Anfang dieser Gra fen-Geschichte mir schon, wie soll ich's nennen, dunkel und räthselhaft erschien. sp ist dgs Ende, ganz wie ich im Gtillen befürchtet, unheimlich tragisch geworden. Wer weiß, was sich dort auf dem Wettersee für ein Drama abgespielt hat !" Der alte Her? knöpfte seinen Ueberzieher zu, ergriff Hüt und Stock und verließ mit de? jungen Dame das Haus. Natalie hatte sich in einen einfachen Regenmantel gehüllt, während eine Kapuz? mst dichtem Schleier sie ganz un kenntlich machte. So erreichten sie nach einer ziemlichen Wanderung den Gasthof Zur goldenen Traube", dessen Wahr zeichen weithin kenntlich den .Namen verwirklicht. ' Auf dem Hausflur kam der behäbige Wirth ihnen entgegen. Ach, der Herr ykotaxj" rief er mit einem Kratzfuß.' Freut mich ausnehmend, wollen 'die Herrschasten in die Stube treten ?" ' Guten Abend, Herr Möller !" nickte der Notar, ihm die Hand reichend. Will Sie nicht aufhalten, kenne ja Hausge' segenhejt, Ist Ihre. Frais vielleicht bei. der Hand ?" ' ' - In der Küche, Herr Notar! viel zu thun augenblicklich. Jeses Han neö, kannst nicht sehen ; der Dööskopp rennt Allens um." Hannes hatte es sehr eilig, weshalb er die zur Seite getretene Dame nicht sah und mit seiner Ladung Essen sie fast umwarf.. Natalie lachte laut, hing sich aber doch ein wenig erschreckt an des Notars Arm, als sie bei dem hastigen Eintritt des Hausknechts einen Blick in die von Tabaksqualm gefüllte Gaststube warf und roheS Gelächter und lautes Gezänk ihr entgegenscholl. Wie gräßlich !" flüsterte sie, leicht zusamrnenschaudernd, als ihr Begleiter sie mit sich fortzog. Ich warnte Sie im Voraus," versetzte er leise, ein solches Haus ist nichts für Sie und Ihresgleichen, loenn auch Wirth und Gäste ganz erträgliche und rechtschaffene Menschen sind." Er trat mit ihr in die hoswartS .gelegene freundliche Wohnstube, , welche durch eine Hängelampe erleuchtet war. O,'hier ficht es ja ganz hübsch und behaglich aus," sagte Natalie, sich auf einen Stuhl niederlassend. Nun ja, es ist immerhin ein anständiges H..us und recht brave Leute." ' Nee, Vera " hörte man plötzlich die resolute Zliinine der Frau A!öller, müßt bübsch in der Stube bleiben. Heut' Abend sönnen wir Dich hier nicht brau chen, mein' süße Deern! Da, hasVn Voll je. so, nun sei aber auch nett, hörst Du?7 . , . . Die Küche stieß an die Stube ; man konnte durch ein Fensterchen, das halb offen stand den Raum überblicken.' Natalie erhob sich und blickte versteh-, len hinein. Die Wirthin, deren breites, behäbiges Gesicht vom Herdfeuer lebhaft geröthet war, hatte das Kind auf den Arm genommen und hielt ihm mit ei nein zärtlichen Blick das Zuckerplätzchen hin. Ne"in, bei Mama bleiben, ' Kuchen backen." rief die Kleine,' beide Aermchen um den al4 derselben leaend. (Fortsetzung folgt.) . Yolitlsche Anzeige. Für Sheriff. ' George H. Carter, ' nterworse der Entscheidung ' der dokratische Sannt, Eettn. , Gebr. Warrneling, WöcLeVei Woybttovei, Vß. 175 Wadioa Aveuue.ZeeCreäü nkd fei Cekkö ller. Serteu. , Bestellungen für Hochzeiten und Sesellschaf teu werden prompt ausgeführt. ' Stollwerk's Prima, Vaailla, Ehocolade und Vranse-Bonbout.' . Eine große Auswahl von Kuchenderjiernvgen aller Art. ' J ; ' J.'.G. FAES0NS, SWH i n ,Io. 30 zz. ??asykzt,nstk., . 4' ' " " , ' i ' "i ."' ', tte d'.5tevt?Off.'' CUi

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