Indiana Tribüne, Volume 9, Number 257, Indianapolis, Marion County, 6 June 1886 — Page 3

Aie Wasern. 3m Xr. Vk. Dyri'nft). Fast keine Zeitungsnummer, die uns seit Wochen nicht über einen Masernfall m preußischen Königshause berichtete. 'Man möchte sagen, die Masern seien eine Hohenzollernkrankheit geworden : bald wird's kein Mitglied der Herrscherfamilie geben, das nicht ihre Bekanntschast gemacht hätte. Sogar der Kröniprinz hat sich ihrer nicht zu erwehren dermöcht. Eine solche Haus und Fami lienepidemie, die nicht nur die kleinen Binder, sondern auch die Erwachsen, der Reihe nach heimsucht, gehört zu den Seltenheiten und beweist, daß in den 'Wohnräumen ein Ansteckungsstoff vcn ungcmeiner Stärke und bei den einzelnen Mitgliedern eine außerordentliche Em pfänglichkeit dafür vorhanden sein muß. Und doch haben die meisten derselbe? in früher Jugend gewiß die Krankheit schon überstanden. Die Masern gelte'n ja allgemein als eine Ansteckungskrankhsit, die fast ausschließlich nur das Kindesalter und nur s?lten Jemand mehr als einmal im Leben befällt. Beide Annahmen werden durch die neuesten Erkrankungen im Königsschloß widerlegt ; richtiger wäre es zu sagen, daß, bei der großen Anlage der meisten Menschen zu den Masern, die Kinder selbstverständlich - am frühesten davon ergriffen werden, und sehr Viele, nachdem sie die Krankheit durchgemacht, für die ganze Lebenszeit oder einen Theil derselben fortan verschont bleiben, während Manche ihr zwei oder gar drei Mal anheimfallen. Einen schlagenden Beweis für diesen Satz liefert die Epidemie, welche in dem Jahre 1846 auf den Faröer-Jnseln ausbrach. Dort waren die Masern zum letzten Mal im Jahre 1781 aufgetreten, also während 05 Jahren nicht vorgekommen, und nun erkrankten von 7732 Einbohnern gegen 6000, und zwar erwach--fene und hochbetazte Personen in dem selben Verhältniß wie die Kinder. Der berühmte, vor wenigen Jahren gestorbene dänische Arzt Panum studirte damals die "Epidemie sorgfältig und zog aus seinen Beobachtungen folgende Schlöffe: 1) Es bedarf, bevor der Ansteckungskeim zur Reife kommt, eines Zeitraumes von 14 Tagen. (Jedoch verläuft nach Kerschensteiners Untersuchungen in Familien mit mehreren Kindern, von denen ines an den Masern erkrankt ist, immer in Zeitraum von nur 10 12 Tagen, bis weitere Erkrankungen eintreten.) 2) Die Ansteckungskraft der Masern äußert sich alsbald beim Ausbruch sowie im weiteren Verlaus des Ausschlages am heftigsten, weniger sicher in der Ab schuppungsperiode. 3) DerAnsteckungsstoff besitzt eine ziemliche Zähigkeit und Lebenskraft, da er sogar durch die Klei der solcher Leute, die sich in Krankenzimmern befanden, ohne selbst zu erkranken, in weitere Fernen und jrotz herr schender Winde verschleppt wird. Die Masern rechnet majv gleich dem 'Scharlach, Typhus, den Pocken Cholera, Ruhr, Dlphtheritis u. s. w. zu den Infektionskrankheiten, das heißt zu beifse nigen, welche ihre Entstehung lebendi gen, in unseren Organismus eingedrungene'n und sich daselbst vervielfältigenden -Keimen von pilzartiger Natur und Win zigster Kleinheit verdanken. Wenn es bei einigen dieser Krankheiten bereits gelungen ist, den Trägern derselben mit Hilfe des Mikroskops und chemischer Zieagentien die Larve vom Antlitz zu reißen, so harren wir beiden meisten anderen noch auf diesen Nachweis. Auch der Pilz der Masern läßt noch auf sich ttarten sein Dasein jedoch wird durch die Thatsachen außer Zweifel gestellt. In der Entwickelung des Maserprozesses lassen sich drei Zeiträume unterscheiden : der der Boten, der Blüthe und der Abfchuppung. lY Die Periode der Vorboten kenn

zeichnet sich mit großer Regelmäßigkeit durch heftige katarrhalische Beschwerden : sehr starken Schnupfen mit ungemein häusigem Niesen ; rauben, trockenen, oft bellenden, bräune - ähnlichen Husten, . 'Thränen ur.d Entzündetsein der.Augen, Lichtscheu, Kopsschmerz, Frösteln und Hitze, öfteres Nasenbluten. Abends tritt große Hitze ein, die Morgens etwas nach läßt. Nach ? 4täger Dauer dieser Zufälle folqt. 2) Die Periode der Blütbe. Ge wohnlich nach dem dritten Fieberanfall scheint zuerst auf dem Gesicht, der Ausschlag in Form kleiner, linsenförmiger, ktwas erbabener, rother Flecke, in deren Mitte ein etwas kleines Knötchen zu füh len ist. Die Röthung verbreitet sich binnen 24 Stunden über den ganzen Körper, am stärksten über Gesicht und Brust, läßt aber stets blaffe Zwischen räume wahrnehmen. Oft zeigt sich der Gaumen stark purpurröthlich punktirt. Am schmächsten ist die Färbung auf den Fußsohlen und dem Innern der Hände. Nach 4-.tägigem Stehen des Aus schlagS und andauernder großer Hitze und Unruhe, die bisweilen in heftiges Vhantasiren ausartet, verblaßt der Ausschlag und löst sich die Krankheit 3) durch allgemeinen Schweiß und Äbschuppung. Hierbei schält sich ' die .Haut, aber nicht in großen Fetzen, wie denn Scharlach, sondern in kleinen, mehl ftaubartigen Schuppchen. Nur eine lästige Erscheinung verharrt häusig noch 'wochenlang; ein quälender, hartnäckiger .Husten, mit reichlichem Schleimauswurf. . Im Uebrigen erlangen die Kinder bald wieder ibre frühere Munterkeit undAüs gelaffenheit, und laffen sich kaum noch .im Bett erhalten. . . Verwöhnt durch den bei uns überwle.gend günstig? Ausgang der Krankheit, ist man geneigt, die Masern als einen fast unschädlichen Feind zu betrachten, deffen Lästigkeit hauptsächlich darin U steht, daß er die Schulen entvölkert. Auein immer ist der gering geschätzte Geaner der wirklich zu verachtende. Erst r. r ..i. 1 vor wenigen ayren wurgren die ca fern, als sie nach den Fidschi - Inseln eingeschleppt worden waren, mit solcher Wuth unter den Einwohnern, daß sie ein Drittel der Bevölkerung, über 40,000, und zwar ohne Unterschied, Kinder wie Erwachsene, dahinrafften, Wenn sie bei uns auch nicht mit solcher Grausam keit auftreten, so gehören doch tödtliche Ausaänge, sowohl auf de Hoye der Krankheit, als auch in ihrem Gefolge, keineswegs zu den Seltenheiten. Es

giebt Cpidemken mit recht bosartkzem Charakter, mit diphtheritischer Ablage t rung auf der Nachenschleimhaut, Zersto- ' rung der Augen und Augenlider, ver derbjichem Nasenbluten und Gehirnent Zündung. Unter den bedrohlichen Zufällen während der Masern sei besonders der Lungenentzündung' und des Croups gedacht, welchen namentlich viele Kinder unter einem Jahre erliegen. Nach Ablauf der Krankheit stellt sich häusiz die Lungenschwindsucht ein. Die Km der erheben sich zwar von ihrem Lager, fangen aber an, stärker und immer stär ker zu husten, werden traurig, bleich, siebern,' magern ab, und nun geht's im Sturmschritt mit galoppirender Schwindsucht zum Ende. Unter den anderen Nachkrankheiten ragt vor Allem die Skrophelkrankheit hervor, die sich durch hartnäckige Ohrenflüffe, SchwerHörigkeit, Hautausschläge, Drüsenan schwellungen, Augenentzündung,' Geschwüre u. dgl. äußert. Allen diesen hinkenden Boten ist ein langwierig!?, schleppender Gang zu eigen. Bei gutartigen Masern möchte das Absperren der gesunden Kinder von den kranken überflüffig sein. Es hilft eben zunichts ; meift ist die Ansteckung schon geschehen, gerade wenn wir die Trennung beabsichtigen. Ebensowenig aber läßt sich die Ansteckung erzwingen, wie sie von manchen Eltern, welche eine Gene ralniederlage der Nachkommenschaft einer langsamen Quälerei vorziehen, versucht wird, sie sperren die gesunden Kin der absichtlich zu den Kranken, aber die Masern thun ihnen den Gefallen nicht, die Kinder bleiben munter, bis sie vielleicht nach vier oder sechs Wochen für die Ansteckung reif werden oder sich legen müffen. Das Krankenummer werde täglich ge lüftet. Die Wärme desselben betrage, mit Rücksicht auf den so hartnäckigen Lungenkatarry, selbst schon in der Zeit des Abfalls der Krankheit wochenlang noch 16 Grad Reaumur. Zur Scho nung der'Augen werde das Zimmer mä ßig verdunkelt. Waschungen des Ge sichts und der Hände sind auch auf dem Höhepunkt der Krankheit niemals fchädlich. Am 9. Tage, bei sonst günstigem Zustand, gebe man ein laues Seifenbad und nachher erwärmte warme Wäsche. Besondere Aufmerksamkeit gebührt dem Husten. So lange dieser andauert, so lange währe der Stubenarrest. Der Kranke trinke viel warme süße Milch. Das Zimmer darf vor Ablauf der vier ten Woche nicht verlassen werden. ' Der Aufenthalt im Bett erscheint bei sonstigem Wohlbefinden schon in der dritten Woche nicht mehr nothwendig. Unter der d i e s j ä h r i gen Ernte an Frühjahrs-Poesie zeichnet sich ein im New Orleans Times-Demo-aai" veröffentlichtes Gedicht von Alice ione Blackw?ll sowohl durch seine au ßerordentliche Lange, wie durch den jede

Strophe abschließenden Refrain Love 4hink es ine, wheu thp lmp tiTooin !'' aus. Die Folge dieser zwlefachen Handhabe, die das. Poem einer abfälligen Kritik bot, war : daß in cin.er anderen New Orleanser Zeitung die Dichterin ihrer unbescheidenen Langath migkeit wegen euf's Grausamste angegriffen wurde, während sie in einer drit ten gegen diesen Angriff noch grausamer mit den Worten vertheidiztwurde: Wir vermögen in. der Länge dieses Gedichtes durchaus keine Unbescheidenheit gegen den Leser zu erblicken. Im Gegentheil scheint uns Alice schon aus dem einen Grunde ein höchst bescheidenes Mädchen zu sein, weil sie ihren Geliebten bittet, während der Flieder-Blüthe an sie zu denken, und der Flieder doch nur ein Mal im ganzen Jahre, und auch dann nur so kurz, blüht." Die G e fabr der vielen Entdeckungsreisen. Nichts ist gefährlicher für die Augen, als drö in den Schulen übliche Kartenzeichnen. Ein wahres Glück war es bisher, daß es innerhalb der Grenzen von Afrika und Australien immer noch große weiße Stellen gab, welche nicht mit Strichelchen, Linien und Punkten auszufüllen waren. Aber diese weißen Flecken Oasen für das Auge möchte ich sie nennen haben gegen früher schon merklich abgenommen, sie werden immer mehr abneh men und zuletzt gänzlich verschwinden. Das darf nicht geschehen, wenn nicht die Kurzsichtigkeit immer mehr zunehmen, die Ueberbürdung der Schülerinnen höherer Klaffen einen unerträglichen Grad erreichen soll. Aus diesem Grunde müssen Entdeckungsreisen ferner ganzlich Verboten oder aber die Entdecker verpflichtet werden, ihre Entdeckungen für sich zu behalten. Auf andere Weise ist nicht zu helfen. Das sagt Vater auch. Elsa, höhere Tochter und Schülerin der 11 -Klaffe. Also Dr. Pellet ist gestorben, und er war noch nicht dreißig Jahre alt?" Ja, er ist wirklich todt, und die Wissenschaft verliert an ihm eine ihrer Zierden. Es läßt sich aar jiicht berechnen, wie viel Mcn schenleben er erhalten hat!"" Was ? Und er war doch nur ersk so iuna, ja mebr als das, er hatte ja noch gar nicht zu praktiziren angefanaen!" ..Nun, und sind das nicht zwei Gründe, von denen jeder einzelne :,-f,l wiA in moin,rn 9Tafritfi tyiiutiuyt, nnvy . v.i. über ihn zu berechtigen ?"" .St oßseufzer eines Goetheforschers. In Jndiana nördlich von 1.1 r . rt r. V?- r -il. C AlUlNNvrue iiül, roie oie Heilungen ve richten, eine alte Frau, welche Nachweis lich am 14. Avril 1769 geboren ist. Muß diese Alte gerade in Amerika zu Hause sein ! Wenn sie seit ihrer Geburt . ' . . . J . ' . r . i r f ltt eutZHland gelebt und vlS zum ayr 1832 mit Goethe rn Verbindung ge tan den hätte, welche 3teihe von Aändenüber i . den tllmeltter konnte man aus mttx unschätzbaren Mummelgreisin heraus locken! Schnapstrinkevs Weltkünde. Da hat wieder mal der Hr Doktor in dem öffentlichen Vortrag auseinanderaesetzt, dan uch die Erde immer ni um die Sönne dreht. Nanu weiß ich doch endlich, warum ich auf der Straße immer so waallch gehe. ' Wie gefühlvoll. Eomteffe: D dieser Sturm, Herr Graf, da müffen die armen Fljche ia seekrank werden.

Ailder aus der Fröeiierwclt,

t?t wird anders. ES ist eines jener Tenementhäuser, wie sie zu Hunderten beide Seiten der Straßen Kleindeutschlands" besetzt halten. Da ist nichts, was das weder be sonders verwahrloste, noch ausnehmend wohl gehaltene Gebäude von den anderen, ebenso aussehenden Beispielen der architektonischen Schablone für die ältere New Jorker Miethskaserne unterscheiden könnte. Und die Menschen, welche in diesen Häusern aus- und eingehen, geboren weiden, ihr Dasein verbringen und Wieder sterben, machen gleichfalls den Eindruck, als wären alle über einen Kamm geschoren : die Straße, das Haus und seine Bewohner tragen das nämliche Gepräae zur Schau : und es ist ein gutes, ehrliches Bild mit scharfen Zügen, denn ! s- . 5 r iri oer Plempe!, weicyer orezeioen unier dem vielgestaltenden Druck des Kampfes ums Leben hervorgebracht hat, ist die Arbeit. Deshalb summt und surrt es auch in dem Hause, wie in einem Bienenstock, dessen fleißige Einwohner sich keine Nuh und Na st gönnen. Von den Männern sind freilich die meisten nur des Abends daheim, wenn die Fabriken und Werkstätten im Viertel ihre Thore geschloffen haben, und jetzt ist es eine Stunde nach Feierabend. Die' Mehrzahl der Familien, welche hier neben', üoer- und untereinander wohnen und gute Nachbarschaft halten, scheint mit dem frugalen Nachtmahl schon fertig zu sein, und während die Frauen beim Aufräumen mit dem Gö schirr klappern, machen die Männer es sich bequem bei einer Pfeife Tabak, oder auch hinter dem Bierkeffel, der in man cher Hauswirthschaft wirklich eine ebens.) bedeutende Nolle spielt, wie das liebe Brot im Schrank. Nur in der Familie des August Neise bat man sich heut' verspätet. Wohl stand zur rechten Zeit das Essen fertig aus dem gedeckten Tisch, denn FrauMarie nimmt es nicht leicht mit ihren Pflichten als Gattin eines Fabrikarbeiters.der tüchtig schaffen muß, damit der bescher dene Hausstand keinen Mangel leide. In den zehn Jahren ihrer Ehe, welcher drei Kinder emsproffen drei prächtige Jungen mit rothen Backen, blauen Äugen, blonden Haaren und eine.: gesegneten Appetit hat es, Gott sei Dank, frei Uch noch niemals am Nothwendigsten gefehlt, aber die Leute haben in all' der Hei: auch nicht viel vor sich bringen könNn. Das kommt wohl daher, daß Auglst in seiner Jugend kein besonderes Handwerk gelernt hat, sondern nur im-, mer zugreifen mußte, wo es gerade etwas zu thun gab. Neuerdings scheinen sich die Verhältniffe äber günstiger für di Familie gestalten zu wollen, weil de Zufall den Vater zur guten Stunde rn einen Shop lbrachte, wo die auto mctische Maschine die Menschenhand nit vollständig zu ihrem willenlosen liaven macyl, lonoern wo aucy sur eme getiffe Handfertigkeit des Arbeiters ein etwas weiterer Spielraum geblieben ist. Unj weil August sich jene Handfertigkeit anzelgnen vermochte, so ließen auch die guten Folgen seiner Geschicklichkeit nicht lanc.e auf sich warten. Ja, er hat mit seiner Marie schon ernstlich davon ge--sprechen, ob es jetzt nicht an der Zeit sei. für die kleinen Ersparniffe, welche nach manchem Wochenabschluß noch übrig bleiben, einen beeren Platz zum Ausbewahren auszuwählen, als die bewußte Ecke im Schubfach der Kommode unter der Wäsche. Die Eheleute halten Umschau unter den Sparbanken der Stadt. ' August Reise, sonst sehr pünktlich in seinen Gewohnheiten, läßt Weib und Kinder heut wohl eine geschlagene Stunde auf sich warten. Eine solche Verspätung ist nun nicht danach angeryan, vle aune oer Hausfrau zu verbeffern. Es ist nicht allein wegen der Kinder, die ihr Necht haben sollten, sondern Marie wem auch aus Erfahrung, daß ihr Mann von diesem oder jenen Kameraden sich im Wirthshaus zurückhalten läßt, wenn er nicht gleich von her Arbeit heimkommt. Dre drer Jungen haben die Mutter schon zu wiederholten Malen um ihr Abendbrot gebeten und lassen sich mit ?uten Worten und kurzen Abweisungen aum noch länger hinhalten, da hört man endlich die schweren Tritte des Vaters auf der Treppe, und im nächsten Augenblick erscheint seine kräftige Gestatt aus der .hurschwelle. mn . ms . 1 r r vjni einem m welcyem em halber Vorwurf mit der freudigen Genug thuung kämpft, daß das abscheuliche Warten nun ein Ende hat, wendet Marie sich an den Gatten : Deine Uhr ist wohl stehen geblieben r Allem das Lächeln, welches diese anzügliche Frage begleitet, verschwindet baid von den Lippen der rau, ats ihr Auge die ungewohnte Röthe auf den Wangen des Mannes gewahr wird. Dieser hat inzwischen den Hut aus das ,.. . r i - -.- r-. Bett geworsen, ves loaessicy gieicyxaus entledigt und, ohne der Kinder besonders zu achten, stumm seinen gewohnten Platz am Tisch eingenommen. Nun welk die Mutter, was die unoae geschlagen hat. Das die Männer nicht. berm Blermann vorübergehen rönnen," spricht sie übellaunig, indem sie die dampfende Schüffel vor den Gatten auf den Tisch stellt, Wenn's Zahltag ist! Ich gönn' Dir die Unterhaltung x recht gern," sugt sie eifriger hinzu, aber das viele Bier verdirbt Dir nur den Appetit " August, der sich inzwischen Effen auf den Teller gefüllt und, wie cr cs jeden Morgen thut, auch die Kinder versorgt hat, meint bedächtig: Weiber verstehen nichts von Männergeschäften", und läßt sich die Mahlzeit schmecken. Doch mit einer solch albernen Redensart läßt die Frau, die sich in ihrem guten Rechte weiß, sich nicht abspeisen. Schöne svtänncrgeschäfte," ruft sie mit einem. herausfordernden Blick auf ih ren Gatten, "wenn man eine volle Stunde lang im Saloon sitzt und ein Glas nach dem anderen hinunterstürzt. Als ob's zu Haus bei Frau und Kindern nicht auch ein bescheidenes Pint that !" Wir hatten eine wichtige ShopMeeting in der Wirthschaft an der Ecke", entgegnet August begütigend, und, zum

Donnerwetter, ich bin ro auch dabei gegangen " Wobei V fragt Marie, die nicht weiß, cb sie die Erregung de5 Mannss ganz allein auf Rechnung des genoffenen Bieres fetzen soll. Wobei anders", fährt dieser auf, als bei der Union, wo sie im Shop ge gründet haben. Jeder von uns muß beitreten, oder er kriegt den Sack, daß er sich anderswo nach Arbeit umsehen kann!" Auch darauf weiß die Frau sich keinen rechten Vers zu machen : Was braucht ihr 'ne Union, da ihr doch die ganzen Jahre obne eine solche ganz gut fertig geworden selb ?" August unterbricht sie ungeduldig, mit den Worten: Du sprichst, wie Du' verstehst, aber ich sage Dir, es muß an ders werden. Oder willst Du etwa, daß i h mein Lebtag' ein Hungerleider blei ven soll ?" Mir kann's schon recht sein, wenn Du unter die Millionäre gehst", sagt sie lächelnd, aber ich lebe nur nicht ein, wie Du's machen willst" ' Das ist es ja eben, was die Weiber nicht begreifen können!" r schiebt den Teller weit von sich fort, wirft Messer und Gabel darauf, daß es klirrt, und entwickelt selbstgefällig, was er bei dem Shop -Meeting in der Wirthschaft gebört und leider nicht ganz verstanden hat. Ein Mitarbeiter, der noch nicht lange im Shop geschafft hat, aber ein prächti ger Kamerad ist und schwätzen kann, daß eS eine Lust ist, seinen Worten zuzuhö-, ren : der hat's den andern Alle haarscharf bewiesen, daß es eine Schande fein würde, wenn sie nicht eine Union in's Leben riefen. Zu solchen Verbindüngen gehörten nun meist sämmtliche Arbeiter im ganzen Lande, welche in der Welt ja Alles durchsetzen könnten, wenn sie nur fest zusammenhielten. Das hat der Hans Buchau gesagt, und in dem Papier hier er zieht dabei ein zusammengeknitterteS Zeitungsblatt aus der Tasche steht esauch gedruckt,ganz genau so, wie der Hans Buchau es erplicirt hat. Es muß also wahr sein! Ja, der Hans Buchau weiß mit Allem Bescheid! Ist das nicht der nämliche Mann, der, wie Du neulich erzähltest, den Tru bel mit dem alten Vormann gehabt hat?" schaltet die Frau ein, und der damals auch davongejagt worden wäre, wenn der Boß ihn nicht auS Mitleid gehalten haben würde?" Jetzt wird dir Sache aber anders," erwidert August eifrig, indem er verschmitzt mit dem Kopfe nickt. Jetzt muß der Vormann ''rauS, wenn er seine Sperenzen nicht fern lcßt und unsere besten Leute im Shop- noch weiter kujonirt." Früher hatte man gemeint, daß bei dem Streit, welchen HanS Buchau mit dem Vormann angefangen d?r Letztere das Recht auf seiner Seite gehabt habe, und das war damals auch dre allgemeine Ansicht der anderen. Arbeiter, in der Fabrik gewesen. Nun wir zurUnion belangen," fährt August mit großer Würde fort, wollen wir dem Boß und' seinem Vormann doch einmal zeigen, was 'ne Harke ist." Wenn ihr nur keine Dummheiten macht," entgegnet A!arie, welcher die Geschichte gar nicht nach' de Sinn ist. Und was für 'ne Bewandtniß hat es nun eigentlich mit der. Union so heißt es ja Wohl . Das sollst Tu gleich erfahren," spticht der Gefragte in belehrendem Ton und setzt dann, zu. seinem ältesten Knaben gewandt, hinzu:: Freddy. spring hinab zum Biermann und hol.' mir ein Ertra Pint: darauf- müffen wir noch Eins trinken l" Und als er den Gaumen dann auf's Neue genetzt hat, giebt, er der aufhorchenden Frau die Geschichte der Union zum Besten-. Hans Buchau hat alle Leute im Shop nun doch- noch-richtig herumgekriegt : bis auf zwei Mann, und diese Scabs" soll der Teufel holen ! Die Anderen wurden aber in jener Meeting beinv Glase Bier initiated". Was ist das V fragt Marie, die ihrem August beim Pint wacker hilft. Sie trinkt weniger aus Gefallen am Bier, .als weil sie verhindern will, daß der Mann davon mehr bekomnrt, als ihm gut ist. DaS ist ja ein ganz verdrehtes englisches Wort, das kein Ehristenmensch aus'prechen kann !" Jnitiated," wiederholt August langsam und feierlich. ,Das bedeutet, daß Jedermann im Shop dem HanS Buchau einen Dollar geben mußte, weil die Members von. der Union doch natürlich Eintrittsgeld bezahlen sollen und jede Woche muß Jeder dreißig Cents geben, denn die Union kann ohne Geld natürlich nicht bestehen, gerade wie die Losch" Ja, aber die Losch gibt Dir euch Ve ncsit", wirft die Frau ein, wenn Du einmal nicht schaffen kannst, wie damals, wo Du das vsscne Bein hattest. Das ist schon all-right, aber was thut nurk die

Union mit dem vielen Md 2 Hans Buchau sagt"', so belehrt der Mann seine Frau mit viel Ueberzeugung, ..das Geld komnu in die Kriegs kaffe, denn wenn die Arbeiter was durchsetzen wollen, dann müffen sie Macht dahinter setzen und dürfen sich nichts gefallen lanen " ..Gan; recht", meint die Frau, ..aber steckt denn der Hans Buchau nun euer Geld rn den Sack i Warum nicht aar !" August ist bei nah beleidigt durch diese einfältige Frage Acarrens. ..Der öans Buchau ist doch unser Kaschier, der das Geld nur an das Eomrte abliefert, welches sie den Exccu tive-Voard heißen." ..Was denn das wieder tut ein Ding V fragte Marie, in deren Augen Auaust allmälia eine sehr wichtige Persönlichkeit wird. Du liebe Zeit, mit unaewobntcn Ausdrücken, für welche der Begriff fehlt, ist es nicht anders wie mit hochtrübcnien Titeln: die flößin einfachen Leuten immer Achtung und sogar Vertrauen ein!' Dem guten August Reise und der Mehrzahl semer Alltarbeiter hätte die ganze Bereinsidee, welche den Leuten nach vielen vergeblichen Versuchen beun Blerglase endlich doch noch als das einzige Mittel zur Verbcfferung lbrer Lage aufgedrängt ward, vlelleicb gar nicht so sehr eingeleuchtet, wenn der Ren des Gebeimnißvollen das man-

gelnde Verständniß für die Wabren Ziele der Bewegung nicht reichlich Ci)tt haben würde. August setzt sich also in Posit5 und spricht, wie. wenn es sich um die Mktchei lung eines wichtigen Geheimniffes unier dem Siegel tiefster Verschwiegenheit delte, bedachtsam und leise: Wer de? Erekutive-Aoard ist, den kennt Keiner von uns ALen außer Hans Buchau natürlich aber was cr sagt, das müffen

wir thun, weil es zu unserm Besten ist." Das gebe de? Uebe Gott !" schaltet Marie seufzend ein, und, nachdem sie den Kindern, welche mit offenen Augen und Ohren der Unterhaltung der Eltern gefolgt sind, ein stummes Zeichen gegeben hat. dan sie noch en Auaenbtick auf die Straße- hinuntergehen di:rfen. setzt sie leuchtenden Auaes binzn : Sieb, August, es ist uns in Im letzten Jahren nicht zum schlimmNen gegangen, vno wir. haben deshalb auch wohl alle Ursache zur Dankbarkeit. Aber wäre doch so schön, wenn wir durch Fleiß- und Sparsamkeit etwas erübrigen könntttl. für mrsere alten Tage " Der Hausvater hat unterdeen' den etzten 8!est vom Pind sich in sehr Glas gegossen, thut darauf einen langen Zug und stößt das Glas auf tzn Tisch,. indem er sagt : Zum Tonnettvetter. Mit Zlem und Srarsamkelt'! Damit kommt Unsereiner nicht mehr weir" in der' Welt. Der Hans Buchau hat' es unSin dem Papier, welches er immer in der Tasche hat, genau gezeigt) was wir beginnen müffen, damit das evige Abrak kern in der Welt einmal-ein Enr e-nimmt: Weniger arbeiten und mehr verdienen !' Wir Arbeiter brauchen das nur-zu.wol-en, und die reichen Leute, welche von unserem Fett sich mästen,' müffen- zu' Kreuze kriechen !" Und' wer dagegen prlcht, der ist unser Femd,,vor dem man. ich hüten muß." Aber was meint denn' der Vormann im Sbov ;u Dem. was Du . mir da. er. zählst ?" Die Arbeiterfrau, welche schon mebr als einen Ausstand erlebt, hat em dunkleS Vorgefühl von bevorstehendem Unheil. Und der Boß.? Weiß er, was. im Werk i,t V Nun. wenn er kein Narr ist," ent-" gegnet August schmunzelnd, so thut er was wir wollen, sagt Hans Buchau, und, wein Gott, er hat Necht ! Bislang hat der Boß stets seinen Willen gehabt. vell wir w dumm waren und von der Union nichts wiffen wollten. Jrt aber sind wir dabei, und jetzt soll es anders werden !" Sage mir nur, was soll anders werden?" Der Frau ist gar nicht mehr wohl zu Muthe. Er fühlt -das in dem sorgenvollen Blick, mit welchem sie an seinen Lippen hängt, und das ärgert ihn. Deshalb spricht er härter und barscher. als sonst seme Gewohnbett ist : Fall nur Nicht in Ohnmacht, Tbranenliese, wenn ich Dir sage, daß wir beschloffen haben: acht Stunden sollen ein Tagwerk sem, aber der Taglohn bleibt derselbe wie jetzt" Und wenn der Bon das Nicht zuge stehen will oder kann?" Dann ordnet die Unron sogleich emen tritt an. )voq wir verlangen noch mjhr", setzt der Mann zuversichtlich hinzu. Der Schleicher von einem Vormann, oer un erem freunde ö)ans Buchau immer 'was am Zeuge flicken wollte, weil er ihn fürchtet: der muß raus mit den beiden Scabs, welche der Union nicht beitreten wollten " Das wird der Boß nimmermehr zugeben", fällt die Frau ihrem Mann, der sich in die Hitze redet, in's Wort, denn Du weißt gut genug, daß der Vormann rm Shop alt und grau geworden ist. Und gute Männer sind beide der Vor mann. und auch der Boß davon kann bemah ieder Arbeiter ein Lred 5 singen. wenn einmal Krankheit und Noth.an die Thür klopfte " Das war seme verdammte Pflicht und Schuldigkeit", braust August, nun zornig aus. Aber wenn er die M nung hatte, durch ein hingeworfenes Almosen Unsereins davon abzuhalten, J sein gutes Recht zu verlangen, sochat.er sich verrechnet, sag ich Dir : Hier die Zei tung", und er reißt aus der Innentasche.' seiner äuqU nebst dem daselbst verwahrten Wochenlohn auch em Zettungsblatt hervor und fährt hitzig fort: Hier, diese Zeitung enthält keine Lügenberichte, mit. denen der Arbeiter nur hinter s Licht gep suyrt werden soll, sondern da steht.es schwarz auf weiß, daß nur der Arbeiter. in der Welt was zu sagen hat. . Unsere Union kann Alles das wiffen . wir nicht blos von Hans Buchau, sondern auch aus dieser Zeitung und würden wir nicht Esel aus uns machen, wenn wir nicht nehmen wollten,. was uns- zukommt 5" Marie vermag die Zuversicht, mit wel cher ihr Mann von der Entwickelung der Dinge in der nahen Zukunft spricht, zwar nicht zu theilen, allein sie wagt auch nicht, durch hartnäckigen Wider--. spruch sein schon erhitztes Gemüth zu erzürnen. Eine Frau in ihren Verhältnissen scheint ja nur zum Dulden, geboren zu sein : nie. wird sie um Rath gefragt, ihr Wort ist von keiner Vedeutungi für die (Äestaltang des Lebens der milie, deren Mittelpunkt sie doch bildet. und sie hat sich nur wie oft gegen die beffere Ueberzeugung! mit Geduld in das zu fügen, was das Haupti der Familie, ob aus eigenem Antrabe,, eder auf Geheiß, fremder Leute- in seiner Weisheit, oder Dummheit beschließen mag. Es sind wohl trübe Gedann, welchen die Gattin und Mutter nachhangt, nachdem sie nrm die Gewißheit, erlangt hat, daß sie wieder mit den, ach.d nur zu genau gekannten, unausbleiblichen Wirkungcn eines Strikcö zu. rechnen haben wird. Den A!ann, der Gewühl dxs Kampfes von der Hoffnung ausrecht erhalten wnd, mag die Scge nicht so sehr anfechten, wie das arme Weib, welches im Geist schon den sauer erübrigen Sparpfcnnig dahinschwinden sieht und bald nicht mebr weiß, wie die kltinen Lebensbedürfniffe bestritten werden sol len. Und ist der Kampf, welcher bevorsteht, auch nur ein gerechter, daß man selbst beim Verlust aus dem Bewußtsein, für eine gute Sache zu leiden, Trost schöpfen kann? Ob August Reise, der ' während' der längeren Pause im Gespräch mit beiden Händen , auf der Tischplatte General-

marsch getrommelt fö, wohl die Thrän, im Ailge seiner Gaijn bemerkt hat? vergebens war ihr Böhen, dieselbe zu unterdrücken : so rasch kam der Tropftn zum Vorschein, um scdn langsam die bleiche Wange Hinabzupe5!en. Und das stxmme Leid der treuen Ledensgefährtin kann ihm doch nicht glezchgiltig sein. Fttundlich beugt er sich 5 ihr hinüber u?s sagt Zeise: üome, ciieer np, Mama!" And mit einem Seitenblick auf den lec?en Blchkeffel fe ev rasch hinzu : M hcie noch ein Pint. Kom??, laß uns fröhlich sein and auf tos? Gedeihen der Union Eins tsinken !" Doch sie wehrt ihn? ästlich und hält ihn mit zitternder Hand' xsft gewaltsam auf seinem Sitz: ,,'urrnrcht mehr trinken, August! D ich das Geld an mich nehmen? Sie deutet mit d?n Au??, auf das Geld, welches er'vorhitt'zugleich mit je nem Zeitungsblatt aus der. Tasche qezogen und vor sich auf den Tisch gelegt bat. Er nickt wortlos seinZustrmmung. Da zählt sie die kleine Sunme rmd zählt zum zweitenmal, als wolle die. Ziechnung nicht stimmen, und wirft dan einen langen Blick auf.den neben- ihr schenden Gatten. Der weiß wohl, wä s aus zusprechen nicht den Muth hat,, wvil sie fürchtet, er möge bös werden,. Aber er hat vor seinem Weibe wede? etwas zu verbergen, noch braucht er sichIberVorwürfe zu machen. Es ist ganz richtig," meint' s?desba!bganz zuversichtlich und ruhige Zehn Dollars ist mein Wochenlohn, davon geht einer für die Jnitiation-Fe:-blei-den-eun Dollars. Einen Dollar ant) zwanzig Cents machen die regelmäßigen Beitsäge für die letzten vier Wochen; die-mußten gleich bezahlt werdend Sss verlangt die Regel in der Union,' sögt HanZ- Buchau, und der Nest oow dem fehlenden dritten Dollar, ja, der Shcpmeeting in der Wirthschaft darauf gegangen. Siehst Du. Marie, man darf sich doch nicht lumpen laffen!" Die Frau schüttelte leise den Kopf: Nein nein, man darf sich nicht lumrxn l äffend Zor Poesie d'r sach'schen Srrachc.

Frei nach Schiller.) Drei'Wsrte nenn' ich Eich, inhaltöschwer. Ich säge- se Eich uff d'r Stelle, Doch.' stimmen se nich vun 'Ausland her. Wir Sachsen sinn selber so helle ; Und wc? diese Worte nich nennen kann. Das is Se, weeß Knäppchen, kee sack?scher Mann. Der Mensch is frei geschaffen, is frei, . ' Und wär'' er in Köthen geboren ; Ach, geht, Ihr Andern, mit Eiern Ei schrei, Ihr seidzlgen ons doch norr Thoren. Wie scheene klingt bei ons das harte B? Wie genrxthlich das Wärtchen : Ei. jemersch nee !" t Die Sprache, sie ist kee leerer Schall, Zum Reden is se gegäben ! Wie hibsch klingt bei ons doch ieberall : Das trauliche Wärtchen: Nu üben!'" Jeber'n' Preißen, wenn'r deitsch xahu bricht, Jeder de ächten Säckser spotte nicht ! : Und änn? Sprache is, scheener giebt' keene mehr, Ihr Andern mögt ieber uns lachen ! Wie klingen die andern Sprachen so le?r?. Aus der- sick'schen läßt sich was mache. Und wa& Schillern und Geethe ni nich' geglickt. Das siadt merr dorch merrschtendheelö ausgedrickt. Die' drei-Worte bewahret Eich, inhalb schwer, Und braitcht se an d'r richtigen Stelle-, Se stanim'n ahm nich vun'n AusÄllrd her. Wir Sacksen sinn sälber so helle. Unsres Sprache is aller Werth geriuAt, Wenn, an an diesen drei Worten 'rus, . klaubt. Sine von den Münchener Neuesten Nachrichten" ausgeschriebene Witz - Konkurrenz" hatte zur Folgedaß die-Redaktion genannten Blattes- mit Zusendungen (900 Briefe !) geradezu überstuthet wurde. Da manche.Einsen' derci dem Grade geistreich waren. daß sie bis zu 100 Witzen sich verstiegen, so berechnkt sich das Gesammt-Erzebniß auf- 14,000 Witz-Funken, ein Spröh-Feuerwerk des Geistes, dsS groß artig zu nennen sein würde, wenn nicht al& Kalender, Zeitschriften, und Anek' dot?n-Bücher bereits zu stark geplündert wvrden wären u. Kalau"" nicht gar zu viel beisteuerte. Der beste von all' diesen Witzen war jedenfalls das. Preis- Aus schreiben selbst. Die n euest.-e, Hun d egeschichte ist folgende : Der !gent eines Viehzüchters in Neu-Mexika machte sei. nen üblich? halbjährigen. Jnspektionsbesuch auf einem dem.BiehZÄchter aeböri' gen, abgelegenen We-ideplatz für Schafe. Zu seinem Erstaunen fasd er, daß der Schafhirt todt war das die Schafherde jedoch in einem benachbarten Casion unx ter Aufsicht des Hundes des gestorbenen, Schäfers weidete. Im hinteren Theile des Eorrals, in wslchen allabendlich die die Schafe getrieben wurden,, lagen die gebleichten Gerippe von vielleicht einem Dutzend Schaff Der Agent, welcher de 5und beobacbtsn wollte, verdara sick, in der Nähe dcS Eorrals und wartete bis! QT(tW. am rf Im a fium au(ui uiw it uy, juic u,u. m dem Hundb in den Corral geirieben wurden. Das letzte Schaf riß. der Hund zu Boden wid tödtete es. Dann schleppte cr den Körper in den hirüeren Theil deö Eorrals und fraß von demselben, bis er satt war. Der brave. Hund wurde für seir.e treue Pflichterscallung natürlich von dem Besitzer des Rancho gehörig belobt. Die klugen Hunde sterben, wie man sieht, absolut icht aus. WaS .ich mir daraus mache," sagte das Dienstmädchen, da bekam cs zu Weihnachten zu wenig Stoff -zum Kleid. Ich bin ein gemachter Mann," sagte der betrogene Mann, da hatte ihn ein Baucrnfänger ordentlich gemacht".

SpionöscrWarnungöschrei, imIn teresse Frankreichs auSgcstoßen. don Sk. Schmidt'Fodznlt.

Wacht auf, Franzosen, aus säumiger Ruh', Wacht ar?f, eh' Alles verloren ! Nicht läng?? drückt träumend die Augen zu. Schloßt länger nicht sorglos die Ohren ! Wacht auf, Jr Necken der großen Na tion. Durchforscht all? Winkel und Ecken: Wohin Ihr sie dreht: einen deutschen : Svion Wird rinc EureNafe entdecken? Ihr dürft nicht Kosw? scheuen noch Möh', Do) SpürerZSpurzu erjchnüffeln ; Jh?müßt 2a1va 7enia ihn riechen wie-' Das Schweiß die Pe,:gord-Trüffeln. Er bbgt sich in-jezlichzm Element Zu Frankreichs Leid urBefthiVerde; Hier kriecht er verkappt, daß te Teufel. . - ihn kennt Als Re2iwurm au der Erde; Dort wiczt als Falter sich-in. de? Luft Der unheiSträcht'gz Berrächer, Dmch's Fenster zieht er als Blumduft Und schwimmt als StäubchnIm Aether. Als Alge dem lecken Wasserrohr Ist sickernd er hier entronnen. Dort steigt e? als Infusorium impc In Spring- und sonstigen Bronnen Als Salamander trotzt erder- Glutb , 1 C. . . S. t . . r r ' uno wäre ne nocy 10 lrzvtscy sz..-'.ir'r r i - - Es zeigt sich s?gar die gefährliche B?ut Bisweilen nur mikroskopisch!! Sei's auf den BoulevardSvon 'Paris, Im Wüstensand-Don Algerien :: Es fressen sich: rings durch MS und Die!Die deutschen Gmeralstabs-Bakterien. Zerfetzt Ihr chemch der S?ne Strahl, Den lichthell schimmerndem gold'g Ihr sindet in unbegrenzter Zahl Darin Atome von Moltken ;: Ob kristallinisch oder amorphe Ein Körper : drinnen ist er Verborgen sicher Herr Schellendorf Bon Bronsart, der, Kriegsminister ;. Es schleicht sich durch. Mauer,. Qkabzn und Wklk Auf pilzgespornten Socken Fürst Blsmarck, man kennt ih in jedsi Fall Ja an den ambrosisch? Lockens So sicher und heimlich ist kein Aest Kein Oertchen so friedlich und stille,. Daß d'rin nicht eingekapselt fest: . Eine deutsche Ulanen-Bacille. Auf jede Festung im Dauerlaus? Stürzt eine unsichtbare .Gruppe :: Hier schwimmt sie lauernd als Augs auf Des Kommandanten Suppe;: Dort birgt in seinem Riaout sichsfchier Qin Hauptmann der preußischen Garde, ' r w . ' r- r - vis lauert ein lNlen-znzier In jeder gefüllten Poularde !: Ein Tummelplatz wird daS- fränkische Reia?. lDer grimmen Varbarm?Schwärme, (bu nagen sich, weh!? trrchinenattch' Als in die dünnsten Gedärme !.' Schon fanden den Wegbin Emr Gehi. Die Schreckgespenst?? die deutsch?, ' ie sangen Euch an den .Gel zidve? wirrln Und wund Eure.NerveN.zueitschen.; Sie spannen um EuerDasein.dichd Die unzerreißbarsten Netzen Was helfen für solch verveneöGezchr Die pionage.iS5setze:.' Ein Mittel .nur giebt's, de Unke Fkutk? Zu stauen auf die Dauere Flug borgt. Elich Ihr-, steht: ja mit EmnOiaufc Von dort die EhinesischöcMaueu; ' D'rin schachtelt mit größter- Sergfalt Euch ein. Und greift daun tiefan.den Säel, Und laßt Euch fertigen obendroin Einen lustdicht schließenden, Deckel; Der wird g2nz fest darauf gedrückt. Verschlossen und angeltet. Und Wenn's nicht aö Mangzl an Luft erstickt Ist Frank?eich 'mal .wieder gerettet! (Verlizer Ulk.) -Kampf zwisch-en Stör chen. Die StadHerzogeuaurach wurde in den: letzten Tagen in, gelinde Aufre gung versetzt, ::nd zwar durch eine Schlacht zwischen Störchen. Seit mehreren Jahren hatte sich aus dem Hau fadss Apothekers Sehiing ein Storchen paQ? eingenistst, und cfö im März w rede? zwei Störche diese Wohnung bezogen, cchte Niemand, daß dies die rechtmäßiZ2 Nesteigcnthümei nicht seien.- Aber diese letzteren hatte' sich nur verbätet. Als nun vtti diesen vor einigen Tagen das Männchen anZam, ergriff den Boael ein wältig Zorn über die wi derrechtlche Besitzergreifung, da er Wohl glaubte, daß se Wohnrecht n. Herzogenaurach, als im Geltungsbereich des Preußischen ud. Bambetger Landrechts, durch Berzährung erseffen sed, xx warf das Welcge der usurpütoriZchen Besitzer über Nestesbord. Vi'un begann eine süftägige Schlacht um bcn Platz ; keinePartei wellte weichen, Zeine nachgeben Da endlich wurde ein;s Abends der zu ketz't angekommene Si5rensried getödtet, und das zuerst eingezogene Pärchen wie auch die Gemüther sind wieder beruhigt. Ein Gefahrliches Talent. Musiklehrer: D, Ihr klein Mo, ritz hat viel Talent ; er wird sich schon die Bahn brechen !" Eommrzienrath : fH4 k. s (rAMiÄ clo4. ViV4 viv.vnj.w. & ljVVt ywllM sich zu Glichen d? Baan'!"