Indiana Tribüne, Volume 9, Number 254, Indianapolis, Marion County, 3 June 1886 — Page 2

Jndiana Tribune.

Erscheint FäglitZ nud Sstags. r-VU t3f Ue rioan- lotet durch Un Zt&ßti D VJ (nt ptt ftoch, kl onn ag .riii b fimtl x, Voch. fid vfaa tt Cnil. V, ajl'iastf: tu öTftal3lJ W M Stfr. . Of sleti 120 . cAarvlandNr. Indianapolis, Ind., 3. Juni 1336. -OTexico und die Olezikaner. Der bekannte amerikanische Schrift peller Joaquin Miller befindet sich gegen wärtig in Mexico, das auf ihn einen sehr angenehmen Eindruck gemacht zu haben scheint.' Von vornherein verwahrt tx sich Wen die Annahme daß er in Mexi co ein Fremder sei. Mehr als 25 Jahre habe er mit den " eingeborenen Califor niern gelebt und dadurch eine vollständi Se Kenntniß der Mexikaner gewonnen, lnd der Mexikaner sei es. werth, daß man ihn eines eingehenden Studiums Würdige. Miller schreibt: Der erste Mexikaner, den man in der Stadt Mexico trifft, ist ein Spanier. Er ist in der Regel der Besitzer eines Ho tels; jedenfalls besitzt er einen Laden vder eme Weinschenke. Und er lügt, lügt wie gedruckt, nach allen Dimensio nen, und zieht seinen Mitmenschen die taut ab, auch wenn er dies nur zum paß thun sollte. Er verachtet Mexico und die Mexikaner und theilt seinen Gä ften-bei der, ersten Gelegenheit, im Ver trauen' mit, daß er eigentlich aus Casti lien herstamme.' Selbstverständlich meint er damit, daß er ein viel feinerer und gebildeterer Mensch sei, als der gewöhnliche Mexikaner. Ich kenne einigeAmerikaner noch heute, Kelche einen ganzen Monat lang in Mexicosich aufgehalten hatten und doch mit Zeinem Mexikaner in Berührung gekommen waren. Der Eigenthümer des Hotels, m welchem sie sich aufhielten, umgab sie mit seinett eigenen Landsleu ten, hübschen, gefälligen und höflichen Burschen welche eS verstanden, dem Ga sie eine solche Meinung von den Mexi kanern beizubringen, daß er sich mit Ab scheu von denselben wandte, während sich sein Herz mit Bewunderung für die stolzen Castilianer füllte. Ich denke, der gemeinste Mensch, den ich in Mexico getroffen, ist der Amerika ner. Er ist Grundeigenthums-Agent in kleinem 'Maßstabe und wahrscheinlich hierher aus dem Umwege übe? Canada gekommen -Ich kann iedoa nicht sa gen von welcher Bank aas New Iork. X. ' . r i . rs. cy unleryanveile tn emem allen yn dianer in den Bergen, welche Die Stadt Mexico umgeben, um ein Stück Land, welches einige meiner Freunde in Cali fornien zu kaufen gedachten, als ein solcher mexikanisch-amerikanischer Agent sich zwischen-uns drängte, erst den Besitztitel anfocht, dann denselben klar stellte, den Kauf rückgängig machte, mehrere Prozesse einleitete und schließlich den unwissenden alten Indianer um $5000 Commission für einen Vttkaurttagte,den.eNer er nur noch darauf, daß ,ch das Land ver lasse, damit er vor Gericht seinen Anspruch auf die $5000 bester verfechten kann. ' Unter den Handwerkern sieht man sich umsonst nach den Spaniern um. Auch sindet man sie gewiß nicht in einer Fa brik oder aus einer Farm. Der Spanier weigert sich nicht nur, selber zu arbeiten, sondern hilft auch Andern nicht bei der Arbeit. Mit anderen Worten: er ist hier nur,-um Geld zu verdienen . und dann wieder nach Spanien zurückmkeh ren. Der spanische Mexikaner ist viel schlimmer, als der spanische Cubaner. Und was der Cuba hassende spanische Cubaner, ist, weiß Jedermann. Trotz alledem - kann ' der Mexikaner kaum den Spanier Haffen, wie gemein und ver rätherisch derselbe auch sein mag. Denn der Spanier - kommt in der Regel mit einem auten' Rückhalt hierher, vertritt gewöhnlich ein bedeutendes Geschäfts Haus in Spanien oder sonstwo und hat genug Geld in der Tasche, um arrogant auftreten zu können. Außerdem ist noch die Thatsache in Betracht zu neben, da Mexico . verhältnißmäßig erst seit kuner oi r. i.tt- .Ti . ' ' r ' Ocu jcinc unaoijangigicu von Vvanien erlangt hat. Diese Unabhängigkeit ist sogar nur eine theilweise, da sie nie so Z-ZJ.il V tl.-.Jf!X . . uusiilig uno naqoruutiry roar, roit vle Trennung der Ver. Staaten von Eng land. Thatsächlich war auch die Unabhängigkeit Mexicos von Spanien nie mals so nothwendig, wie die Unabhän aiakeit der Ber. Staaten. Unsere er folgte auS Grundsatz, diejenige Mexicos aus Selbstsucht. - Es ist grausam, so etwas zu sagen, aber eS ist wahr. Spa nien hat viel für Mexico gethan. Bis zu der Stunde seiner Unabhängigkeits Erklärung , war, Mexico die leitende Machrin der neuen Welt.'. Wenn man Humboldt Glauben schenken darf, dann hätte Mexico nach Belieben den ganzen übrigen Nest . der neuen Welt" kaufen vder verkaufen können. Und doch hat es seit seiner Unabhängigkeit von StW nien lern einziges neues Haus' gebaut!., f .Napoleon 'war in Spanien. ' 'Das ' Mutterland wurde Stück bei "Stück zerrissen und lag im Blute gebadet da. Das war für das selbstsüchtige Mexico eine gute Gelegenheit". Das verrathe Tische Werk war jedoch nicht die Arbeit, der eingeborenen Mexikaner. Der zwei felhafte Ruhm der mexikanischen Anab hängigkeit mag spanischen Beamten, Oesterreichern und ränkesüchtigen sparn sehen Politikern jener Zeit zu Gute kom nen, denn die mexikanische Unabhängig keil wurde "nicht auf eine so klare, uneigennützige und glänzendeWeise gewonnen, wie diejenige der Ber. Staaten. " .Dies bringt uns auf die Armee. Sie ist miserabel! Unsere amerikanische Lrmie ist gegenwärtig elend genug im Vergleich mit derjenigen von England und Deutschland,' ton der Zahl ganz ab gesehen. Aber diese armen Indianer, welche jetzt zum ersten Male Kleider auf dem Leibe haben, halten in der Ikeael nicbt einmal mit unseren armseliasten

Rekruten einen Vergleich auS. Angst ist in ihren Gesichtern ausgeprägt, und sie

scheinen unter der unklaren vee izu iei den, daß sie in ihrer Tracht einen lächer lichen Eindruck hervorrufen, wenn sie sich jeden Morgen auf den TrottoirS der Stadt zum Appell schleichen. Sie sehen wie Märtyrer aus, die sich geduldig einem unabwendbaren Schicksal ergeben haben. Die Offiziere dagegen sind aufgeweckte und tüchtige, hübsche Leute,' und' gewiß ebenso tapfer, wie die tapfersten Männer in der Welt, aber sie sind klein und schwächlich, gerade, wie die Ofsizier, in der französischen Armee. Die grimme Thatsache ist, die Mexi kaner haben sich gegenseitig umgebracht. Sie haben ihr Blut und ihre Rasse erschöpft, wie sie die Schätze und den Cre dit ihres Landes erschöpft haben. Doch ' siehe da ! ' Eine neue, bessere Zeit naht. Neues Blut, neues Leben, neue Hoffnung, neue Heimstätten bele ben, füllen, überfluthen dieses schöne Land und sichern ihm eine glänzende Zu kunft. Man mißverstehe mich nicht. Bor 15 Jahren stand - Italien' auf dem selben Standpunkte, wie heute Mexico. Italiens Armee war ein Mob. Heute hat es eine Armee, und eine Marine oben drein. Italiens Geld war damals ein miserables, rothe Papier, das tief un ter den Sechzigern stand. Heute zahlt Italien mit Gold. Auch Mexico wird Al leS thun, was Italien gethan hat, und zwar in viel kürzerer Zeit, denn es ist voller Gerechtigkeit und besitzt Hilfsquel len, die einfach unerschöpflich sind." Zum Schluß fordert der berühmte Schriftsteller die Ver. Staaten auf, mit Mexico regere Geschäftsverbindungen anzuknüpfen. DieS würde sich nicht allein für Äkexico von bedeutendem Vor theile erweisen, sondern in noch viel höherem Maßstabe für die Ver. Staaten selber. ' BiömarckS Nachfolger. i Der Reichs Anzeiger veröffentlichte im 17. Mai die Ernennung des G r a fen Herbert- Bismarck zum Staatssecretär des Auswärtigen Amtes. Hierzu bemerkt die Köln. Ztg." : Graf Herbert, der jetzt im 37. Jahre steht und als einer der vertrautesten Gehilfen seines Vaters seit vielen Jahren den Vorzug der hervorragendsten, diplomatischen Schule genossen hat, wurde am II. Mai v. I. als Nachfolger des jetzigen Gesand ten in Bukarest, Dr. Busch, zum Unter staatssecretär im Auswärtigen Amt er nannt. Als dann im Anfang No vember bekannte diplomatische Vorfälle die Versetzung des Staatssecretärs Graf Hatzfeldt als Botschafter nach London nothwendig machten, wurde dem Grafen Bismarck zu seinen bisherigen umfang reichen Amtsgeschäften auch ' noch . die Wahrnehmung der schwerwiegenden Staatssecretärschäfte übertragen. Daß er dieser Stell.g gewachsen ist, das hat er während der an diplomatischen Ver Wicklungen überreichen letzten sechs Mo nate, wöhrend , deren er. auch stets den Vortrag beim Kaiser ' hatte, bewiesen. Die Arbeitslast war aber zu groß, und daß die Lungenentzündung, die er eben überstanden, sür ihn lebensgefährlich geworden war, schieben die Aerzte zum gm folge der Arbeitsüberhäufung die volle Widerstandsfähigkeit verloren . hatte. Fürst Bismarck, der in der jetzigen Zeit seine hervorragendsten Gesandten an ih ren wichtigen Posten nicht missen konnte, sprang zwar sofort in die Lücke ein und übernahm den vollen Dienst des Staats secretärs, indessen war die jetzige Ein richtung auf. die Dauer nicht haltbar, und so vollzog der Kaiser jstzt gleichsam als Geschenk bei der Genesung die in weiteren Kreisen längst erwartete Ernennung. Eine andere Darstellung geben "die freisinnigen und sonstige Oppositions dlättet. So schreibt z. A. das Berli ner Tageblatt": Wenn ' die Ernennung des Grafen Herbert BiSmarck zum Staatssekretär des auswärtigen AmteS ziemlich allgemeiner Ueberraschung begegnet, so ist Niemand anders daran schuld, als die Ofsiciösen. , Diese haben nicht nur beharrlich die Absicht einer solchen Ernennung abgeleugnet, sondern auch allerlei G r ü n d e für deren Un Möglichkeit oder UnWahrscheinlichkeit an gegeben. Es widerspreche altpreußischent Brauche, so hieß es, daß der Sohn an der Seite des VaterS in derselben Verwalwng sitze. Auch die Befähigung deS jungen Grafen zu einem so wichtigen Posten schienen die Ofsiciösen anzmweifeln ; wiederholt erklärten sie, es sei des ser, das Amt vorläusig a u S M a ngel an geeigneten Kräften" unbesetzt zu lassen. Aber die Erhöhung des Grafen Bismarck, die überdies mit einer bedeutenden Gehaltsaufbesserung (von 20,000 auf 50,000 Mark jährlich) verbunden ist, konnte weder durch, die Berufung auf den altpreußjschen Brauch, noch durch die Zweifel in Betreff der .Qualisication verhindert werden, und die Ofsiciösen haben sich wieder einmal in ihrer ganzen Verlogenheit und Takt, losigkeit bloßgestellt. ' ! ' " ' Die Nachricht von der Beförderung des Grafen Wilhelm Bismarck zum Regierungspräsidenten in öslin war ebenfalls ofsiciös durch den Hanauer Anzeiger" mit dem Bemerken dementirt worden, daß in Hanau anmaßgeben der Stelle durchaus nichts bekannt sei". ' , " Antastung deS Qersamnilungs t rechts, i Nachdem der preußische Minister Pütt kamer am 1l. April' das Vereinigungs recht derLerliner Arbeiter durch einen Erlaß aus der Welt geschafft hatte, hob er am 'I I. Mai auch das Versammlungs recht nicht nur der Socialde.,lokraten, sondern überhaupt aller Parteien in Ber lin und. Umgegend auf. Am 13. Mai ging dem Reichstage über dieses Versah, ren ein sogenannter Rechenschaftsbericht zu. Es heißt darin, die frühere gesetz liche Praxis, wonach jede Versammlung der Polizei nur 24 Stunden vorher a n gezeigt werden mußte, genüge nicht mehr, um die Ordnung zu schützen. ES gingen so viele Anzeigen ein, daß die Polizei sich über den Charakter der an gekündigten Versammlungen nicht 'un terrichten könne. Jnfolae dessen müß ten nachtraglich viele Versammlungen nsaelött werden, jede solche Äus

lonma aver lel iccon an; nco eine

Störung der öffentlichen Ordnung, f Ueberdies sei eine Aenderung geboten,' weil die Arbeiter'-und Lohnbewegung in Ber lin ihren wirthschaftlichen Charakter ein gebüßt und einen, politischen Charakter angenommen habe. Die Socialdemo kraten hätten sich dieser Bewegung bemächtigt und bedrohten die Sicherheit der Reichshauptstadt. Es sei daher nothwendig geworden, zu verordnen, daß alle Versammlungen 48 Stunden vorher angezeigt werden müssen, und daß die Polnei alle Zusammenkünfte v e r b i e ten soll, die ihr gefährlicher scheinen. Die Frankfurter Zeitung" sagt hierüber : Wird nicht die Suspensioir des . Ver sammlunasrechls der socialistischen Agi tation erst recht Eingang verschaffen, wird nicht der Arbeiter geneigt wer den, in der Socialdemokratie seinen An walt ni seben,' auch sür das Coaltttonsrecht, dessen Ausübung ihm durch die Reaieruna erschwert wird ? Ein ein ziger Mißgriff der Polizei kann hier schlimmer wirken,' als zehn Arbeiter- . . . ? . v c X. Versammlungen . uno roie iverven --jic? solche Mißgriffe vermeiden lassen ? Wenn die Volnei einaestandenermaßen nicht in der Lage ist, binnen 24 Stunden den Charakter und die Tendenz emer ange meldeten Versammlung zu erkennen, so werden' auch achtundvierzig Stunden da, für nicbt ausreichend sein. Werner ist es wahrscheinlich, daß die Arbeiter in klei nen Zusammemünsten yMml.ta) q zu verständigen suchen, und daß in die r . ? ' a r ' en ganz emsacy naco oaloemvlrl cher Ordre aebandelt wird. Ein Berli ner Blatt ' hat an die Geheimdelegaten der abgesetzten" Bischöfe erinnert und dle Analogie hegt nahe, daß in ver er liner Arbeiterwelt sich ahnliche Zustände entwickeln, die dann .natürlich , eine Art Diktatur der Socialdemokratie über alle Arbeiter berbeifübren müssen. v Ui fQom 3nUnbt. ' " Ein englisches Blatt erzählt allen Ernstes, ein Showman" auf Co ney Island habe Herrn Most $300 die Woche neben freier Beköstigung u. s. w. angeboten) ' wenn er sich dazu verstehen wolle,-in einem eisernen' Käsig' sich 'vor der schaulustigen Menge sehen zu lassen. Ein alter, r e i ch e r I u n g geselle Namens Joseph Walker inIoungö town, Ohio, war kürzlich so unvorsichtig, daß ihm beim Essen ein Stück Fleisch im Halse stecken blieb, so daß er daran er stickte. Trotz seiner 80 Jahre hatte er noch nicht vernünftig essen gelernt. . . Als der ExpreßagentChar les Hutchins in Mexico, Mo. - unbestell bare Expreß'Packete sortirte, fand. er ein t-X.L f. 1. .".t. .t. X ... v -a " tt-JI-x ' : sZJ lurcoiernco uoelriecyenoes auei. vii öffnete dasselbe und fand darm die Leiche emes Negerkindes. .Das Packet hatte sechs Monate lang in der Office in Kan sas City gelegen, und es ist merkwürdig, daß man es so länge unbeachtet liegen gelassen hatte. ' tt In B i S m a r c5 D a k o t a, herrscht große Aufregung. .' Dr. Carroll Corson, ein hervorragender Arzt in . der Stadt, der sich eines großen ' FreundschaftskreiseS erfreute, ist unter dem Verdacht ver haftet worden, das dortige. Sheridan House" rn Brand gesteckt zu haben itL r.s- u -Xiiw Änandsbewelfe gegen ihn vor. Als fein Mitschuldiger . . v. . . . rouroe em gewter ojepy $ait) ver haftet. Die Stadt Hillsboro in Illinois leidet an einer sonderbaren Plage : den weißen Ameisen. In einem Falle hatten sie eine zwölf Zoll dicke Holzwand so zerfressen, daß die ganze Wand einzustürzen drohte. Als man sie aus ihren Schlupflöchern hervorholte, konnte man mit ihnen zwei bis drei Bu shel füllen. Auch andere Häuser haben unter diesen Jnsecten zu leiden. Ein eigenthümlicher Dieb stahl ist in Gallipolis, O. begangen worden. Mehrere frühere Mitglieder des dortigen Stadtraths waren nämlich angeklagt worden, auf ungesetzliche Weise sich städtische Gelder angeeignet zu ha ben. Die Beweise dafür waren in den städtischen Büchern enthalten, nun wur de aber neulich Nachts in die Office des Mavors ein Einbruch verübt, und seither sind alle diese Bücher verschwuw den. Vor einiger Zeit hatte ein gewisser William Brhson dem Farmer ConstableinderNähe von DextorinKan sas einPferd gestohlen und war mit seinem Raube in das JndianerTerritorium ge flohen, wo er das Pferd verhandelte. Er wurde verfolgt, und vor einigen Ta gen holten ihn mehrere Manner ein, die ihm nach kurzem Prozeß bewiesen," daß er ein regulärer Pferdedieb sei, der schon mehrere Pferde gestohlen habe. Dann wurde er an einem Baum aus gehängt, und die Rächer ritten von dan nen. ' Di eProh i b itionSfanat iker treiben es immer bunter. In der Stadt Humboldt in Iowa wüthete seit langer Zeit eine heftige Fchde gegen die dorti i öffentlichen Billardstuben, deren Ab chaffung von der Muckerbande verlangt vurde. Die Angelegenheit wurde kürz lich durch Abstimmung erledigt und en bete mit einer Niederlage für die Billards. Gegen die Billards sielen 131 Stimmen, für die Billards nur 113. Die Billardfeinde behaupteten, das Spiel sei ein noch größeres Uebel, als der Saloon". In Wolfbors, N. begab sich neulich der reiche Prediger der dorti aen Congregationalisten'Gemeinde, Rev. T. C. Jerome, mit seinen zwe! Söhnen, einer Tochter und einem jungen Manne Namens Davis in einem Boote auf die See, um zu fischen. Das Boot kehrte nicht heim, trotzdem es Abend wurde. Ein kleiner Dampfer fuhr hinaus, um nach den Verschwundenen zu suchen, und fand ihre Leichen auf dem Strande von Kenningtonö Island. DaS Boot trieb kielüber , auf der See. , Jerome besaß Eigenthum im Werthe von $250,000. , MormonewMissionäre treiben sich auch in Pennsylevanie herum und machen gegenwärtig die Umgegend von Troytown am Monongahela unsicher. Sie haben dort bereits etwa 40 Leute zu ihrem Glauben bekehrt, darunter ei nen alten .Mann, der bereits seine 70 Jabre auf dem Rücken hat. Inder Ge sellschaft der Missionäre befindet sich ein AuswanderungS-Agent, der für die Be kebrten, welche nach Utab übersiedeln

wollen, die teljegelegenkett besorgt. U)le Missionäre werden überall, wo sie sich zeigen, verhöhnt und verspottet, kehre? sich aber nicht daran. Ein abgefeimter Schurke,, der sich Charles Lenhart alias Leonard nennen ließ, verlangte in Boston durch

eine Zeitungsanzeige eine Reisegefährtin für sein klemes Kind. Eine junge Dame meldete sich, wurde angenommen, und gab ihm den Check zu ihrem Koffer, in welchem sich Kleider und Werthsachen im Werthe von etwa $500 befanden. Dann fuhren Beide nach New Iork, wo Leuhart von dem Mädchen noch eine goldene Uhr borgte und dann fortging, ohne sich je wieder blicken zu lasten. Auch der Koffer war fort und die reiselustige junge Dame sitzt jetzt ohne Geld rath- und thatllzs da. ; i i,Die weiße Schlange", der alte Häuptling der Indianer bei Tram pealeau, N!inn., befindet sich in schwerer Sorgen Letzten Sommer , wurde sein Sohn beim Kartenspiel von einem anderen Stammesgenossen : im ' Streite er schössen. Der Häuptling meint, der Mord sei absichtlich fco der ihm feindli chen Gegenpartei im Stamme angezet telt worden, um die Herrschaft an sich zu reißen. Jetzt haben ihm seine Feinde auch den zweiten Sohn getödtet, und er hat 'keine Kinder mehr. Er ist nach Winona gekommen, um sich bei den Bleichgesichtern Rath und Hilfe zu holen. Ueber eineschre ck l i ch e Ex plosion wird aus Toms River, N. I., berichtet : Das Trockenhaus der Ver. Staaten Dynamit-Gesellschaft" wurde heute durch eine Explöjwn in Stücke ge rissen, undAtwood Hizers und ohn Gra ham, welche Beide in dem Gebäude arbeiteten, . wurden, augenblicklich getödtet. Stücke von.ihren Leibern lagen in einem Umkreise von 100 )ards überall herum perstreut. Es waren 200 Pfund Dynamit 'explodirt.' . In dem 13 Meilen ent fernten Forked River platzten die Fen sterscheiben, und durch den ungeheuren Luftdruck sprangen in dem 17 Meilen entfernten Waretown die Thüren auf." EinFranzoseNamens Ernest Delacourt oder, wie er sich nannte, Syl vain de Lainet, ein früherer Bedienter im Hause des Herrn Lispenard Stewart in New Iork, hatte sich vor einiaen Iahren in die Tochter desselben verliebt und aeberdete sich dabei so toll, daß er nach Blackwell's Island in die Irrenanstalt gesandt werden mußte. Es gelang ihm, von dort zu entwischen,, er schwamm an die Küste und reiste später nach Frankreich zurück. ' Letzten Herbst, kam er wie der nach New Iork und sing seine alten Tollheiten gegen seine mittlerweile mit Herrn Frank S. Witherbee" verheirathete Flamme" noch viel schlimmer an, als früher.. Infolge dessen landete er im December v. I,',' wieder im Irrenhaus auf Ward's Island, und jetzt ist es ihm wieder einmal gelungen, von dort zu entfliehen. Man sucht ihn jetzt zu ver hasten. : '' Vom Nnölanoe. A u s V e r n wird ü b e r i n e unschuldige Verurtheilung geschrieben : Anfangs Ävrll d. n nlg ferner ura) versammelten Schwurgericht ein ehemaliger Neapoli taner" (Söldling) Namens Miserez we gen eines Mordez und sein Stiessohn, ein noch nicht löjähriger Bursche, 3!a mens Caillct, wegen Mithilfe, der erstere zu lebenslänglichem, der zweite zu 12jährigem Zuchthaus verurtheilt. ' Das Opfer war ein zwölfjähriger Knabe, welcher am 2. Januar eine Summe von circa 100 Franken vom Städtchen Prun tut nach dem Dorf Alle zu tragen hatte, aber dann, von dreißig, Wunden bedeckt, todt und beraubt, in einem Wäldchen an der Straße aufgefunden wurde. . Nach den Aussagen deS Caillet hatte er, nach Verabredung mit dem Stiefvater, den Knaben von der Straße gelockt, Miserez denselben mit Messerstichen und Schlä gen mit einem' Holzschuh abgethan". Diese Aussagen lauteten so bestimmt und es entsprachen denselben verschiedene Umstände so sehr,' daß trotz beständiger Unschuldsbetheuerungen des Miserez die Schuldfrage bejaht und obiges Urtheil gesprochen wurde. Nun aber hat seither der junge Caillet seine damaligen Aus sagen vollständig widerrufen und sich selber und einzig als Mörder . bekannt. Das tückische, abgefeimte Lügengewebe, in das er seinen Stiefvater verwickelt hatte, sindet seine Erklärung in dem Haß, den er gegen letzteren nährte, und überdies sprechen mehrere Umstände, die seither in ein anderes Licht gestellt wurden, für die Wahrscheinlichkeit . der 'jetzigen Aussagen des jungen Mörders. Man erinnert sich jetzt auch mit etwas anderem Gefühl einer Scene, die sich vor Gericht abgespielt bat. AlsZeugin war auch die Frau des Miserez aufgerufen worden, die bei der ersten Nachricht'von der gegen ihren Mann erhobenen Anklage einen Selbstmordversuch gemacht hatte und nun mit verbundenem Hals erschien. Der Präsident bemerkte zum Angeklag ten, das sei auch sein Werk, aberMiserez antwortete: Ich kann nichts. dafür", welche Antwort damals ein Beweis der. Verstocktheit des Anaeklagten galt. .Die Revision des Processes, wird , demnächst beschlossen und fctr sensationelle Verhandlung wieder avfgenomnien vierden? U e b e r L Y n ch j u st i z au f Befehl eines .Gcmeinderaths,'! berichtet man aus Ungarn: ' Im" Dorfe Srocki unterhalb Szcerctt sind in der letzten Zeit wiederholt Brande ausgebrochen. Der Verdacht, 'das Feuer' gelegt zu haben, siel'auf 'einen Mann - NamenS Michael Kozak. Der Gemeinderath beschloß auf Grund einer .privaten Besprechung Kozak standrechtlich zu justisiciren. . (.! In Folge der Aufforderung des Gemein devorstehers Stefan Cioroch und zweier Beisitzer vollstreckten auch thatsächlich die Einwohner des' Dorfes. Krynko . und Mvszyszan das Über Kozak gefällte Urtheil. (!) Die Nachricht rief große Freude hervor.' In Folge einer Anzeige Verhaftete nun die Gendarmerie sowohl' die Mörder Kozäks, als auch deni.Orts; Vorsteher und die beiden Assessoren., Eine Gerichtscommission begab. sich aus Szczerecz an den Thatort. ' . ' V Aus Nimbus g"i n Bö hmen wird vom 7. Mai über eine Aröei terrevolte gemeldet : Die Mehrzahl 'der bei der Mrlina.Regulirung beschäftigten Arbeiter forderte eine Lohnerhöhung und beschloß, die Arbeit einzustellen. Als

.trotzdenr einige Arvezter vie Arv:tt aus nahmen, wurden sie von den Sinkenden überfallen und es entstand eine förmliche Schlacht. Bevor die aus Nimburg ge rufene Gendarmerie erschien, war bereits ein Arbeiter todt, fünf schwer und fünf leicht verwundet. Der Anblick der Verwundeten ist grauenhaft ; ihre Gesichter sind furchtbar verstümmelt, einigen seh len die Öhren. 'Vor den Assisen inWiw chester .stand dieser Tage der Matrose James Whelan unter der Anklage, den zweiten Steuermann der neuschottischen

Brigantine Emma I. Shore" auf hoher See, : ermordet . zu haben. Das Schiff, deren Bemannung aus Schweden, Fin nen Nova Scoten bestand, war auf.der Reise von New Iork nach dem La Plata Fluß begriffen. Whelan hatte , bereits mehrmals Richardsons Leben bedroht, als er in der Nacht vom .15. November letzten Jahres, als Richardson auf dem Decke ging, diesem einen Schlag auf den Kopf versetzte und ihn. dann über Bord warf. Whelan wurde in Eisen gelegt und in Buenos Ayres .dem britischen Consul übergeben, der ihn sodann nach England transportieren' ließ. Die Ge schworenen fanden den Angeklagten schu' dig, empfahlen ihn jedoch der Milde des Gerichtshofes, weil er von Richardson fc der That gereizt worden sei. Whelan wurde zum Tode durch den Strang ver urtheilt. .. , ,. ., Die Un iversitat Heide lbera hat auch die Akademie .der .Wissenschaften in Paris eingeladen sich beiden Feierlichkeiten des 500jährigen Jubi läums -vertreten zu lassen. -Die Akademie der Wissenschaften leistet dieser Ein ladung Folge. Der Mathematiker Charles Herimite ist , gewählt worden, - die Akademie bei den Uuiversitätsfesten zu vertreten. , ... , . Auf seltsame Weise ver. unglückte kürzlich in Seußen (Oberfran ken) die Magd . eines Bauern ' auf der Wiese beim Einebnen von Maulwurfhü geln. In einem dieser Hügel war uäm lich eine Dynamitpatrone verstockt, welche durch die Berührung mit dem Rechen explodirte, das Mädchen zu Boden warf, ihr zwei Finger abriß und sie im Gesicht erheblich verletzte. - . . - In Warschau hat, wie man der Pos. Ztg." von dort schreibt, die Jahreszeit eine deutschfeindliche Agi tation eigener Art gezeitigt. Fast die gesammte : polnische Presse richtet an daS Publikum Angesichts der bevorstehenden Reisesaison die Aufforderung nicht nach den deutschen Badeorten zu reisen. Dies sei, so heißt es ungefähr in dem Artikel, nicht nur als.3!evanche für die Unter drückung des polnischen Elementes in Deutschland,-sondern auch aus rein prak tischen Gründen geboten ; es. könne nämlich jeden, polnischen , Kurgast die Ausweisungsordre treffen 'und damit eine recht - unliebsame und der Gesundheit schädliche Unterbrechung der Kur. Kissingen, Ems, Landeck, Reiuerz :c. welche alljährlich eine große Anzahl polnischer Kurgäste beherbergen,' ließen sich leicht durch die eine gleiche Wirkung erzielen den polnischen, aalizischen und böhmi scyen Badeorte ersetzen, zumal, da die Reise, und Kurkosten billiger seien. Daß an dem Erfolg dieser Rathschläge nicht gezweifelt wird, beweisen einerseits die umfangreichen Vorbereitungen der pol nisch galizischen .Bäderverwaltungen behufS Aufnahme des erwarteten größeren Zustroms von .Badegästen, andererseits die ernsten Befürchtungen, die sich bei den Verwaltungen der deutschen Bäder geltend machen.' ' 1 In der Geschichte R om spielt bekanntlich jene Menschenfreund li che Wölsin, die siain mutterlicher Weise der späteren Stadtbaumeister. Romulus und Remus annahm, eine hervorragende Rolle. Zur dankbaren Erinnerung un jenes humane Thier ließ das Munizipium der Stadt Rom .seit uralten Zeiten im kleinen Garten des Kapitols immer eine Wölfin haltend. ' Es war eine Art heiligen Vermächtnisses, daS eine Gene ration von der anderen überkam, und mit großer Pietät wurde' immer darauf geachiet, dß bei dem jedesmaligeir Ableben d'er'Wölsin eine würdige Nachfol' geiin gefunden werde. Unser prosaisches Zeitalter hat nun auch diesem Brauche ein .Ende bereitet. Vor. einigen Tagca ist nämlich die Wölsin eines plötzlichen Todes gestorben, und als es sich darum handelte, einen Ersatz' für die Dähinge schieden? zu suchen, da wurden im Muni zipium Stimmen laut, daß man diesen Anlaß benützen möge, um mit.der'bis herigen Tradition zu brechen. Als wichtigstes Argument gegen die Beibehaltung der Wölsin. wurde geltend gemacht, daß die Bewohner der in der Nähe des Kapitols gelegenen Häuser sich über das Geheul beklagen, welches die Wölsin in der Nacht ausstoße.' Und so käm es,' daß er Antrag,' künftighin keine Wölsin ' mehr aufzuziehen, mit großer Majorität angenommen wurde. Wenn das die.. Urahne der verstorbenen Wölsin wüßte,' .sie würde sich im Grabeutmdrehen ob deS schnöden Undankes für. die. hingebungsvolle Liebe, mit welcher sie die Städte gründe? gesäugt, anstatt sie.zu verspeisen. ? V o r.e r n i g e n .T a g erfand bei. Petersburg ein , Duell zwischenzwei' der ersleü Gesellschafr ungehörendeN Her ren statt das Um einett Herrn F. P.' Panjutin, das Leben kostete.'- E erhielt .einen Schuß in den Unterleib und ' starb -schon' nach .wenigen Stunden." Ueber die Veranlassung zu diesem Duell entneh-. men wir - den -Mswosti" ffolaendes : Ein junger Pann-veUiehtesich in Pe 'tersburg in eme Fürstin, die aber von 'seinen, Bewerbungen nichts wissen wollte. Als Ver unglücklich Liebende das' Un fruchtbare seiner Bemühungen einsah, beschloß er, in den Kaukasus ..zu, geHeft, um dort womöglich zu vergessen Bei dem letzten Zusammensein mit' seiner 'Herzensdame ließ er sich aber von' ihr das.Wort geben, im Falle sie 'ihre Ge' sinnnngen ändern sollte; ihm ' sofort . zu' schreiben. i , . Dann reiste er. ab. ' Längere Zeit war seitdem vergangen :'' allmälia !erbleichte das .Bild der schönen Fürstin, fin deren Ansichten noch immer keine !. Aenderung eingetreten zu sein schien . denn der Anfangs . aus Petersburg so heiß ' ersehnte Brief blieb aus. Der : junge Mann verliebte sich im Kaukasus f von Neuem und verlobte sich bald da raus mlt dieser neuen Herzensdame. Die Fürstin wußte von alledem nichts ; lo richtete sse denn, als ibr ebemaliaer

Bewerber schon einige Zeit - Bräutigam war, ein Schreiben an diesen, sie wäre jetzt bereit, die Seine zu werden. Ohne sei ner kaukasischen Braut hiervon etwas zu sagen, reiste der Bräutigam sofort nach Petersburg ab und vcrlobte und vermählte sich mit der Fürstin. Vergeblich wartete die verlassene Braut im Kaukasus auf die Rückkunft ihres Verlobten. Endlich erfuhr sie den wahren Sachver halt, und nun machte sich ein Bruder von ihr auf und verlangte von dem jun gen Ehemann Genugthuung. Dieselbe wurde gegeben : das Duell endete, wie

Eingangs erwähnt, mit dem Tode des. einen der Betheiligten, welchen die ?!owosti" nicht namentlich aufführt. Zu G.u n st.e n .d e S..' I n st i tuts Pasteur fand am I I. Mai im Tro' cadero (Ausstellungspalast) das ane kündigte Monstre Konzert statt, daS nicht weniger als 5 Stunden währte. Der große Raum war, dicht gefüllt, und die Einnahme belies sich aus mehr als 100,000 Francs. ' Gounod. Delibes, Saint Saens, Reyer und Massenet dirigirten persönlich, und unter den Mitwirkenden befanden sich die Kammersängerin , Frl. Bianchi aus Wien,. Faure,' Coquelin, Got, die Reichenberg, Judic, ' Sivori. -Marsick zc. In der ersten Abtheilung sang Frl. Bianchi die Arie der Gilra aus Rigoletto". Sie wurde .von Lei seps in den Saal geführt. Eine groß artige Ovation wurde Pasteur' bereitet. Als ein Schauspieler ein Gedicht auf .Pasteur deklamirt hatte, 7 wendete sich ' n , l r ä. Ti , Alles gegen vle oge, wo ver belehrte, umgeben von seiner Familie' saß, und brach in Jubel aus ; man schwenkte Ta schentücher und Hüte, 'und stürmisch er schollen die Rufe: - Hoch Pasteur!" Der Gelehrte, der zu Thränen gerührt war, verneigte sich mehrere Male dankend ge gen daS Publikums ' Man schreibt vom Nie derrhein, 11. Mai 7 Einen Bürgermei st'er von seltener Un eigennützigkeit besitzt die Stadt' Duisburg 'in Herrn Lehr. Nachdem der Düsseldorfer Oberbürge? meister Becker. an Stelle des verstorbenen rothen Becker in Köln gewählt worden war, hätten die Düsseldorfer als ErsaZ ihr Augenmerk auf Herrn Lehr gerichtet. Dieser lehnte jedoch auf Wunsch der Duisburger ad und verzichtete ebenso zu Gunsten der mit Steuern schwer, belast? ten Stadt auf die ihm angebotene Zi läge von 0000 Mark. Entzückt hierüber arrangirten die Duisburger zu Ehren ihres standfesten Stadtoberhauptcs ein Bankett. Als Oberbürgermeister Lebr dazu durch eine Deputation eingeladen wurde, , sträubte er sich gegen eine derar tige . Ovation mit den Worten, ' man .möge ihm lieber eine Pfeife und ein Päckchen Tobak schenken.. Dies merkten ,sich seine Freunde, und als der Oberbürgermeister v?n dem dieser Tage stattge habten Bankett in die Sozietät" far.; überreichten sie ihm eine lange Pfeifi. deren Kopf mit dem Duisburger StadtWappen geschmückt ist, sowie ein Pä.k chen" Tabak im Gewicht von 50 Kilo. Mit mächtigen Zügen rauchte Herr Ob.?, bürgermeister Lehr noch am selbigen Abend aus dieser famosen Friedens pfeife. ' Das Königsberger Poli zeipräsidium hat, wie die K. H. Z." mittheilt, die Schutzmänner angewiesen, alle diejenigen - trunkenen Personen, welche luf der Straße umhertaumeln, in polizeilichen Gewahrsam . zu . nehmen, damit sie vor ihrer Entlassung genau und vollständig darüber vernommen werden können, too sie sich betrunken haben,' und gegen die Gast bezw. Schankwirthe wegen Uebertretung des Verbots, anae trunkenen Personen noch mehr geistige Getränke zu verabfolgen, vorgegangen werden kann. Das Sch öffengericht zu Halle verurlheilte die Inhaberin einer Gewürzmühle in Lindenau bei Leipzig wegen Verfälschung gemahlenen Pfeffers tu 1 Monat Gefängniß and 100 Mark Geldstrafe event, noch L0 Tagen Gefäng niß. Der betreffende' Pfeffer war an ei nen Hallenser Kaufmann' geliefert wor ben, der ausdrücklich reinen Pfeffer be stellt hatte. Die Untersuchung ergab, daß das Gemenge kaum noch den Namen Pfeffer verdiente. Es bestand aus Reis mehl, Maismehl, Palmkernmehl,Samen schalenmehl. Das Urtheil lautete auf Gefängnißstrafe,.da.die Angeklagte schon im vorigen Jahre aus gleichem Anlaß mit 600 Mark. Geldbuße belegt worden war. - Die Angabe, 5aß nur ein Verse hen deS Personals der großen Dampf mühle. bei der Verpackung stattgefunden haben könne, da die . Mühle allerdings auch Surrogate verarbeite, wurde ' nicht als stichhaltig erachtet. ' ;-' ' - and C0. Contrakrorco 1 . :- - , 0 , . ' V nd . . : WauunSernohmer, . : " . 1 , i . -! 1 : ' - - v . - - .. . i . . I . 5 ... 223 Ojt Morris Straße, 4 : i t- , , '' i . ,-. ! ' ' A 1 . V 1 , r . ! empfehlen sich-dem Publikum für die . Ausführung guter' und solider Bauten i r . 7 . r.yi . '. zu mäßigen Preisen . , - au,: ., 4 Nal 49 Oft Washington Str. .. ' ' 1 ' - - : 4-'i ... , , " " 7 ; : . . Besitzer von Wertpapiere n.f v., werden e besonder dortheikhaft fideu, dieselben zur sicheren' Anfievahrung und, nar unter, ihrer eigene Controlle und r persönlickem Zntntt zu depöuireni . " - " ' .Z ., .s r ' ' J',sicheren DepoiktengewSlbex - - z' 1 : ?ie Indianexslis ? V V is&6 find : eingerichtet, ? vortrefflich eß Wasser zum Trinken, Kochen, Wafchrn, Baden' und Zur Dampfkessel zu außerordentlich uiedrigen Prei. sen zu liesera. t,, . Ofsice : 23 S. Ptnnsylvaniastr. Indianapoli, Ind.

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