Indiana Tribüne, Volume 9, Number 230, Indianapolis, Marion County, 10 May 1886 — Page 3

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Aachbarskinder.

Roma von P.W.Zell. (Fortsetzung und Schluk ) Äxcil am Abend deffelben ereignißrei chen Taqes läutete Paul am Gitter thor der Sievenschen Villa. Als die erstaunt dem späten Gast öffnende Haushälterin den treuen Freund ihrer Herrin erkannte, wich sie vor seum Anblick erschreckt zurück. Ums Himmelswillen, Herr Weldinaen, was geht nur an diesem furchtbaren a,e vor! Sie sehen aus wie das Unglück selbst, und drinnen sitzt die gnädige Frau seit dem frühesten Morgen noch auf derselben Stelle und hat weder Speise noch Trank berübrt, so sehr ich auch bat und bettelte." Kann ich Frau von Sieven sprechen?" fragte Paul mit schwerer Stimme. Du lieber Gott, uns ist zwar streng angesagt worden. Niemanden vorzulafsen, und nun gar so spät aJbtx. freilich, bei Ihnen wird die gnädige Frau wohl eine Ausnahme machen. Sie können ihr doch nur Gutes bringen, zum Mindesten Freundestrost, der ihr gewiß sehr nöthig ist. So will ich denn anfragen." Sagen Sie, ich hätte eine sehr nichtige Mittheilung zu machen." Die Alte nickte und ging. Nach wenl gen MmutM kam sie zurück. Die gnädige Frnu erwartet Sie. Nun habe ich doch wenigstens die Lampen anzünden dürfen, so lange grübelte sie im Finstern über ihrem Schmerz. Sie sieht zum Erbarmen aus freilich, Sie selbst auch nicht besser." Paul WeldingP trat in Anna's Zim mer. Sie hatte die Lampen durch einen Schirm beschatten lassen, so daß in dem großen Geinach wohlthuende Dämmerung herrschte. Augen, die viel ge weint daben, können das helle Licht nicht ertragen. Anna erhob sich beim Eintritt des Freundes müde und ging ihm schleppen den Schrittes entgegen. Ihr Gesicht war eingefallen, die Wangen fahl, die von schwarzen Ringen umgebenen Augen blickten starr und düster. Sie reichte ihm nicht, wie sonst, die Hand em gegen. Sie kommen - zu der Frau des Hoch verräthers V preßte sie mit heiserem Tone mühsam hervor. Wortlos nahm Paul ihren Arm und führte die schwankende Gestalt zum Sopha zurück; als sie darin nie Vergesunken war, beugte er sich über sie, nahm ihre Hände in die seinen und flü-' sterte: Ich komme, um Ihnen Freiheit, Er lösung zu bringen. Stuxt von Sieven hat sich eine Stunde nach seiner ersten Vernehmung, in der er seine Kassette mit den erdrückenden Schuldbeweisen in den Händen des Richters gesehen, den Tod gegeben. Beten Sie für seine arme Seele!" Ein dumpfer Schrei, ein schwerer Fall Paul schellte wie wabnsinnig nach der Dienerin. Die vereinten Bemühungen der Beiden brachten die Ohnmächtige endlich wieder zum Bewußtsein. Als sie Weldingen erkannte und sich auf daö Vorgefallene mühsam besann, winkte sie dem Freund matt mit der Hand. ou mutz jetzt allem sein auf rus'if dersehen, Sie treuer Freund !" Er ging. Andern Tags empfing er die Nachricht, daß Anna v. Sieven sich bis auf Weite res in das Stiftzurückgezogen habe, in dem sie als Mädchen gelebt. In der Nacht darauf reisten auch Ernst mit Sabine und Arthur, Letzterer in unkenntlicher Ver kleidung, ab. Die Villa Weldingen war verödet. 28. . Fünf Jahre sind vergangen. Im kleinen Garten ihres Hauses sitzt Melitta Selben über eine Stickerei gebeugt. Sie ist voller, blühender, frauenhafter gewor den in dem verflossenen Zeitraum, aber auch noch schöner. Äkeben ihr spielt die nun 9jährige Earla, deö verstorbenen Vaters Ebenbild. Die Uhr vom naben Kirchthurm verkündet die sechste öi'achmittagsstuttde. Earla schaut auf. .Sechs und Onkel Ernst noch nicht hier?" Die Mutter lächelt. Er kommt Wohl noch. Vergeht doch kein Tag. an dem er uns allein ließe borch, da tönt wohl schon sein Schritt."' : ' !' Mit einem Jubelruf fliegt das Kind dem Eintretenden entgegen und hangt sich an seinen Hals. Wie einsam es ist, wenn du nicht da bist, Onkel Ernst-ich wollte, du könntest immer bei uns sein !" Und mein Amt's!" fragte er lächelnd, zärtlich des Kindes Haupt strochelnd. Dann wendet er sich zu Melitta, die ihm freudig entgegenschaut. (larla hat den ganzen Tag nur das eine Wort : Onkel Ernst aus den Livpen," sagte sie, ihm die Hand zum Gruße reichend. Ernst sieht nicht blühend aus, sondern müde, überarbeitet wie ein Mensch, der einen tiefen Seelenschmerz mit sich herumträgt. Dennoch ist er stets freundlich, zum Scherzen aufgelegt, 'so auch heut. , : Onkel Ernst !" sagt er heiter, l Das ist ja auch die Stellung, welche mir das Schicksal außeramtlich angewiesen hat. Und daß der Name nicht zu Schanden wird, dafür tft bestens vorgesehen. Mein Minister , erklärt mir übrigens immer wieder, ein . richtiger Diplomat dürfe nicht heirathen, die Familie ziehe, ihn von seinem Berufe !ab. Da muß ich mich schon mit der Stellung des Onkels begnü gen." ; Melitta lachte, aber es war nicht ihr offenes, kindliches Lachen, wie sie es sonst hatte. " ' ' ' " ' ' ; : Und doch waren und sind unsere arößten Staatsmänner verheirathet," sagte sie dann. Da du nun aus dem be sten Wege bist, ein solcher zu werden, solltest du dich wirklich endlich nach einer Frau mnsehen. Oder soll ich eS für dich thun? Du weißt, Frauen vermitteln aern."

Bemüh dich iüchtV' entjzzgnete er herb, finster zur Seite blickend. t ,-Ueb-rigens habe ich Neuigkeiten für dich, die dich interessiren werden. Fürst Werdau bat sich vor drei Tagen in aller Stille auf seinem Landsitz mit deiner Schwester Elfriede vermählt." Ein freudiges Roth verklärte Melitta's Gesicht. Ah wie gönne ich ihr das Glück und Mama auch ! Vielleicht", setzte sie leiser hinzu, wird sie nun versöhnli cher sein." Ernst zuckte die Achseln. ..Kaum. Ferner ist ein Brief aus Af-

rika eingelaufen. Arthur und Sabine melden die Geburt eines Knaben und bitten mich dringend, an Ort und Stelle die Pathenschaft zu übernehmen. Fast habe ich Lust, einmal auszuspannen und die Reise zu machen. Ich möchte mich mit eigenen Augen von dem Glück und Wohlstand überzeugen, von dem sie immer wie der schreiben." Melitta war still geworden. Du bleibst dann lange fort ?" fragte sie endlich. ' Nun ein Jahr Urlaub könnte ich nach so langem angestrengten Dienst schon verlangen. Vielleicht ließe sich sogar irgend eine diplomatische Mission mit der Äteise verbinden." Du willst fortreisen, Onkel Ernst auf lange, lange Zeit V rief Earla, zu ihm fliegend. Da mußt du mich schon mitnehmen ich bange mich sonst todt nach dir." Ernst küßte jetzt das holde Kind zärtlich. Du mußt bei Mama bleiben, mein Liebling sie ist sonst ganz allein." ,.Mama kann ja mitkommen." Er nandte sich ab. Sie wird es nicht wollen. Auch reise ich ja noch nicht. Wir sprechen schon noch darüber. Als das Kind dann harmlos sein Spiel wieder aufnahm, wendete er sich zu Melitta. Weißt du, was ich dachte ? Paul und Anna können vielleicht mit. Beide reisen gern und viel, Paul kann das Ge schüft seinem langjährigen treuen Ge schäftssührer schon einmal auf längere Zeit anvertrauen, und seit unsere gute Mntter zur Ruhe gegangen, laffcn sie ja Niemand zu Haus zurück, um den sie zu sorgen brauchten." Ich glaube wohl, daß sie mit dir reisen," sagte Melitta sinnend. Die Beiden sind ja so inni glücklich das Glück zieht ja mit ihnen, wohin sie auch immer gehen. - Dann blieb sie den ganzen Abend still und schweigsaln. Nur einmal fragte sie ganz unvermittelt : Ob der Fürst wohl Elfriede aufrichtig liebt V Ich denke doch. Weshalb sollte er sie sonst geheiralbet haben 'i Uebrigens ist Fürst Werdau ein Anderer geworden als der, der damals um dich warb. Er ist ein müder Mann, der in vollen Zügen das Leben bis zur Neige genossen nun, ich verzeihe ihm das. 'Nicht Jeder über winder getäuschte Hoffnungen, ohne daran zu Grunde zu gehen." Es war das erste Mal, daß er auf Melitta's Vergangenheit anspielte, er mußte in sehr bitterer Stimnmng sein, um das zu können. Gleich darauf bereute er das Gesagte, beugte sich stumm auf ihre Hand und küßte sie. Das Abendessen war vorüber, die kleine Earla hatte unter stürmischen Küffen von .Ernst Abschied für heut genommen, um 'bur Ruhe zu gehen. Ernst und Akelitta saßen wie gewöhnlich unter derLinde,nur wollte das Gespräch heut nicht recht in Fluß kommen. Der Mond stieg auf, groß, voll, prächtig und durchfluthete mit mildem Licht den Garten. Ernst erhob sich nervös er regt. Weißt du auch, Melitta, daß daö Mondlicht sentimental macht i Ich alter Knabe kann den Mond nicht mehr sehen eS muß krankhaft sein, und es scheint mir hohe Zeit, daß ich reise und einmal andere Eindrücke empfange." Auch sie hatte sich erhoben und war an seine Seite getreten. Sanft legte sie die Hand auf seinen Arm. Willst du mich nicht mitnehmen aus deiner Reise, Ernst ?" Er sah sie verwundert an. .Wenn Paul und Anna mitreisen dürste das ja leicht gehen, ohne daß die liebe Welt daran m mäkeln findet." Muffen Paul und Anna durchaus mitreisen?" fragte sie zitternd, mit nie dergeschlagenen Augen. Ernst schaute sie an, ohne zu begreifen.. Ich verstehe dich heute nicht." So muß ich deutlicher sprechen," flüsterte sie. Wenn ein Mann zwei Mal um ein Weib vergebens geworben mäkelt dann die Welt daran, wenn es zum dritten Mal von selber kommt und ihn ftagt : Liebst du mich noch?" Jetzt endlich begriff er. Der starke Mann schwankte. ' Melitta ist es möglich !" jubelte cr aus. Dann schlang sie die Arme um seinen Hals und barg tr Antlitz an seiner treuen Brust. . Und du liebst mich jetzt liebst mich wirklich?" fragte zweifelnd, träumend, ohne sie zu umfaffen. . Ich denke doch denn da weiß ich: Ich könnte nicht ein Jahr ebne dich le den." ' Er schloß ihren Mund mit glühenden Küffen. - Gott, mein Gott, laß es keinen Traum sein", murmelte er. ,Ein so spätes Glück und darum nur um so berauschender. Melitta,' meine Melitta ich habe geharrt und gewartet länger als je ein Mann und nun hast du mich doch gerufen voll Liebe zum Glück berufen." . ; i Zärtlich schmiegte sie sich an ihn. Du treuer, liebster Mann ! Und soann vollen wir reisen ?" Sobald du meine kleine Frau gewor den. Gleich morgen nehme ich Urlaub das soll eine herrliche Hochzeitsreise werden - . . Und wenn Paul und Anna mitkom nen. wie wir hoffen, dann werden drüben im fernen Welttheil nach langer Tren nung wieder einmal die Nachbarekinder alle vereint sein." Vereint und glücklich!" bestätigte Ernst gerührt. (Ende.)

Onkel Tobias. Von Paul Trasettiän.

(Fortsetzung.) Während dieser Rede war der Dienst mcrnn vollständig aus der Dunkelheit her vorgetreten, und Emilie bemerkte, daß cr eiölen anscheinend ziemlich schweren eiser ncrr Kasten trug, in welchem sich bei jedem Seritte ein bedenkliches Klimpern bemerkbar machte. Mannigfache Gedanken durchzuckten bei diesem Geräusch Frau Emilrens Hirn. Erst neulich hatte sie im Theater ein Stück gesehen, wo im letzten Akt der Onkel aus Amerika kommt und vermöge seines Reichthums alles zum guten Ende führt. Wie, wenn Onkel Tobias nun ein sol cher Onkel wäre ? Hatte er nicht gesagt, daß er nur gekommen sei,um seine Schwester noch einmal zu sehen ? Und hatte er nicht vielleicht den abgetragenen Anzug nur deshalb an, um zu prüfen, ob er auch ohne Ateichthdm willkommen sei ? Er war stets ein Sonderling gewesen. Und reiche Junggesellen sind einmal alle-Son derlinge.' Das Ende von Emittent Betrachtungen war, daß sie Tobias die Hand reichte und ausrief : Da fällt mir ein, lieber Tobias, daß du heute Mittag ganz gut hier bleiben kannst. Unser Heinrich muß glücklicherweise nachsitzen und sein Theil reicht gerade aus für dich. Onkel Tobias machte eine ablehnende Handbewegung, die andeuten sollte: Glaubst du etwa, daß ich den Jungen um sein Mittagbrot bringen will' (Zmilie verstand die zarte Rücksicht. Mache dir kein Bedenken," entgegnete sie, wenn der Junge nachsitzen muß, bekommt er zur Strafe nie Mit tagbrot. Das weiß er schon gar nickt an ders." Wenn das der Fall ist, dann will ich Hierbleiben," sagte Tobias, und zum Dienstmann gewandt, begann er, indem er eifrig seine Taschen durchsuchte : Las sen Sie nur den Kasten jetzt hier, ich tren ne mich nie davon." Aber trotz alles Sucher.S fand er nichts in den Taschen. Mein ganzes Kleingeld muß alle geworden sein," brummteer, und ich hatte ihm doch auch ein Trinkgeld versprochen. Liebe Emilie, kannst du mir vielleicht etwas wechseln?" Er machte bei diesen Worten eine vielsagende Bewegung nach der Arusttasche. Bemühe dich doch nicht, lieber To bias," beeilte sich jetzt Emilie zu antWorten, ich habe einzelnes Geld bei mir." Während sie noch sprach, drückte sie dem Dienstmann etne Mark in die Hand. Ich werde es nicht vergeffen," sagte Tobias, aber du erlaubst doch, daß der Dienstmann den Kasten erst noch in die Stube trägt. Wenn ich denselben nicht immer in meiner Nähe habe, kann ich nicht ruhig sein." Ganz selbstverständlich," meinte Emi lie, indem sie dabei den Kasten mit einem liebevollen Blick betrachtete. Der Dienstmann "nahm daher unter Beihilfe von Tobias den Kasten wieder auf und schritt, da Emilie bat, ihr zu solgen, mit seiner Last bedächtig hinter der selben her, während Onkel Tobias den Beschluß machte. In dieser Reihenfolge traten alle drei in das Wohnzimmer, wo indessen der Rath mit Frieda un'v Fritz ungeduldig das Erscheinen der Gattin und Mutter ettvartete. Als der 3!ath den sonderbaren Zug m die Stube treten sah, sprang er erstaunt auf. Aber ehe er seiner Verwunderung Ausdruck geber. konnte, flüsterte ihm seine Gattin einige Worte ins Ohr, von denen er nur Amerika Onkel Tobias klin gender Kasten Frida, Hochzelt Fritz studieren verstand. Immerhin war es genug, um auf seinen Zügen ein Lächeln, deffen Abalanz auf Onkel Tobias siel, hervorzuru sen. Willkommen in der Heimath, lieber Schwager," sagte der Rath, indem er Tobias die Hand schüttelte, oft habe ich mit meiner Frau deiner gedacht und immer gehofft, dich noch einmal zu sehen. Jetzt ist mein Wunsch endlich erfüllt, und nun darfst du uns für das erste nicht wieder verlassen." Tobias begnügte sich, durch ein leich teö Verneigen des Kopfes anzudeuten, daß augenblicklich die Sehnsucht nachher Neuen Welt noch allju stark in ihm sei, als daß er ein festes Versprechen geben könne. Er war indessen doch zu sehr der praktische Amerikaner, als daß er durch die Poesie des Empfanges des Lebens Prosa vergessen hätte. Seine Augen blickten nicht auf das wohlwollende Gesicht des Schwagers und seine ?kase zeigte nicht die Nichwng, wo die Lieblingsschwester Emilie stand, sondern Auge und Nase schienen bedeutend mehr Interesse für das noch auf dem Tische stehende Mittagbrot zu haben. Aber noch war es ihm nicht ver. gönnt, ?!effen Heinrich für das Nachsit zen zu strafen, denn jetzt schritt Frida, von dem Nöthigst? durch die Mutter unterrichtet, heran, um den lieben Onkel zu begrüßen. Ganz wie die Mutter," sagte jetzt Tobias, unter Tausenden hätte ich sie erkannt. So sah auch Emilie aus,' ehe ich sie verließ, um mein Glück zu versuchen." Zwar hatte außer Tobias noch niemand eine Ähnlichkeit zwischen Mut ter und Tochter gesunden, aber warum sollte man wiedersprechen ? Sah doch der Onkel mit den Augen der Liebe und theilte außerdem seine Aufmerksam seit zwischen der Nichte und dem Hammel fleisch. Die Frau Näthin gab sich unterdessen alle erdenkliche Mühe, ihrem .Sohne Fritz die Erkenntniß beizubringen, daß der Mann mit der langen 9!ase und dem abgetragenen Rocke sein lieber On lel Tobias sei. , So sieht ja gar kein Amerikaner aus," brummte Fritz und du hast mir auch nie erzählt, daß ich einen Onkel hüt te. Die lanae. Nase " . .....

Cirt hetmlHe . Rippenstoß, den Fritz in diesem Aög lblicke von Mutters Hand fühlte, unf-rbf ach alle weiteren Einwen.

düngen. .Und. es gelang auch in der That diescnr.7.nütterlichen Zureden, Fritz zu bewegen, ?aß er dem Onkel betheuerte, wie sehr , erfreut er sei, den lieben On kel Tobias, von dem die Mutter so viel erzählt hätte endlich einmal zu sehen. Nachdem Vie Vorstellung in der Familie beendet war, ließ es sich die FrauNä thin'nicht nehmen, dem Bruder eigenhän dig Heinrichs Antheil vom Mittagsbrode vorzulegen. So saß denn der Onkel Tobias am Familicntische und aß mit der.allen Amerikanern eigenen Ungeniertheit, während Fritz leise zu Frida die Bemerkung mach te, daß sonst doch die ; Onkels im allgemeinen für Nichten und Neffen immer etwas aus der Fremde mitbrächten, besagter Onkel Tobias aber nichts weiter mitgebracht zu haben scheine, als einen ungeheuren Appetit. - Diesem ersten Mittagessen im Hause des Kanzleiraths, an dem Onkel Tobias theilnahm, folgten bald mehrere. Der selbe schien allmählich die Sehnsucht nach der Neum Welt etwas zu überwinden und sing an, sich ganz behaglich bei Schwester Emilie einzurichten. -Obwohl er zuerst durchaus im Hotel logieren wollte, gab er endlich dem Zureden der beiden Gatten nach und bezog des Herrn Raths Stube, in welche sich letzterer oft geflüchtet hatte, wenn Frida den Traum einer Jungfrau oder die Klosterglocken auf dem Klavier einübte, oder wenn Frau Emilie die übrige Wohnung einer gründlichen Reinigung unterzog. Aber es ließ sich auch wirklich gut mit Onkel Tobias verkehren. Nie mäkelte er, daß das Essen etwa schlecht sei, sondern alles, was die Kelle gab, aß er stillschweigend. Früher war es öfters vorgekommen, daß der Rath den Milchreis, wenn er nur ein wenig angebrannt war, ärgerlich zurückgeschoben hatte ; jetzt aß auch er, durch Onkel Tobias' Beispiel bewogen, ohne seiner Gattin den geringsten Vorwurf zu' machen. Zwar vermehrten sich die Wirthschaftsausgaben bedeutend, denn der neue Gast inußte mindestens für zwei gerechnet werden ; aber freut sich nicht jede Hausfrau, wenn sie sieht, daß ihr Essen schmeckt ? Und mbt es für Gastgeber ein angenehmeres Gefühl, als wenn .sie erkennen, daß ihre . Gäste sich wohl und be haglich fühlen ? ' Diese Gründe' überwogen denn auch alle vielleicht aufsteigenden kleinen Bedenken, und Emilie verstieg sich höchstens zu einem kleinen Seufzer, den- Niemand hörte, wenn sie gerade wieder einmal zu tief in d& Geldbeutel gegriffen hatte. Und ein wie liebevoller Onkel war TobaS den Nichten und Neffen gegenüber. Er wurde nicht müde, der Jungfrau Traum oder die Klosterglocken täglich ein dutzendmal von Frida vorgespielt zu hören, und bat den nächsten Tag immer wieder von neuem um diesen Genuß. Dann saß er still auf dem Lehnstuhl in einer dunklen Ecke und hörte mit geschlossenen Augen dem Spiele zu. Ja, er war oft so vertieft, daß er für die ganze Welt abgestorben zu sein schien und den Eindruck eine ruhig Schlafenden machte. Dasselbe Interesse aber bewahrte er auch für Fritz und Heinrich. Er erbot sich, ihre Schularbeiten zu überwachen und danach hinzusehen, daß sie sich während derselben nicht mit frem den Sachen beschäftigten. Leider aber gaben sich die beiden Jungen alle erdenkliche Mühe, den guten Onkel zu be trügen. Denn wenn er glaubte, daß Fritz seinen Cäsar übersetzte, lag unter dem dellum gallicuai der letzte Mohikaner aufgeschlagen, indessen Heinrich, statt , sich in der neuen Orthographie zu üben, sich bemühte, des Onkels 9!ase in möglichst getreuer Nachbildung auf das Löschblatt zu zeichnen. Aber Onkel Tobias hatte ein zu großes Vertrauen zu seinen Neffen, als daß er von allen diesen Dingen etwas gemerkt hätte, so daß sich Fritz einmal zu der Bemerkung verstieg : Des Onkels Nase wäre ja groß genüge um darauf herumzutanzen." Nur eins gefiel dem Herrn und der Frau Rath an ihrem neuen Gaste nicht, und das war der Anzug, in dem er seinen Einzug gehalten hatte. Verschiedene wie von ungefähr hingeworfene Bemerkun gen in Betreff ernes neuen Anzugs schien Tobias entweder nicht zu bemerken, oder für nicht ernstlich zu halten. Das Ende aber war, daß der Schneider eines Tages kam und Onkel Tobias nach kurzer Zeit in einem neuen Änzuge einherstolzierte. Nur die Rechnung, welche er in der einen Rocktasche vorfand, hatte er, als zum An zug nicht gehörig, auf den Schreibtisch seines Schwagers gelegt. Da der Onkel jetzt recht stattlich aussah, ließen Fritz und Heinrich nicht nach, zu quälen, daß er eines Nachmittags mit ihnen ausgehen solle, damit sie dem Onkel die Veränderungen seiner Vaterstadt zeigen könnten. Emilie schärfte dem Bruder noch recht eindringlich in, daß er ja den beiden Jungen nicht so viel kaufen sollte, denn sie hätten die schlechte Angewohnheit, al leS, was ihnen gefiele, auch gern ihr eigen zu nennen! Nachdem Tobias diese Angewohnheit pflichtmäßig entschuldigt hatte, schritt er mit seinen Neffrn stolz die Straße hinab, während Emilie als glückliche Atutter aus dem Fenster dem Zugt nachiah, und den Himmel pries, daß er ihren Kindern einen solchen guten Onkel bescheert habe. ; . Vor der ersten Konditorei, an welcher dieselben vorbeikamen, blieb Heinrich stehen und erklärte dem Onkel,daß hier stets die besten Sachen frisch und gut zuhaben seien. . i Da magst du recht haben,' mein Junge," sagte Tobias, aber ich kann dir nurden anten Rath geben, dich nie ver leiten zu lassen, etwas von sokchen Sachen iu essen. Jch selbst habe schwer dafür büßen lnüssen, daß ich in meiner Jugend der Verführung nicht widerstanden habe, denn durch diesen Genuß sind alle meine Zähne hohl geworden, nnd ich habe viel Schmerzen' ausstehen müssen, als mir einer nach dem anderen ausgezogen tuurde " (Fortsetzung folgt.) Merrschaumvseifen, lange deutsche Pseisen, Cigarrenspitzen etc. bei Wm. Mucho. No. 199 Ost Washington Str.

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E-iaLwJC Eisenbahn .Zelt-Tabelle. Ankunft und Abgang der Sisenbahnzag, in Jndianapollk,an und nsH Sonn tag. den 3. Januar 1886. Sefferfondille, Nadlson und SktivapoliF - tAsk.nbo.dn. - Abgang: tid r ... 4.15 Brnl; 1 ad ftcc... 8.15 ' kl n k n u s t : kdNadaU. , 45 , 3oMd ail 3.(0 ml 1" . Md i 9 tag. 6.44 Sa I 6t S Ä2aa I ; I V 5 I. 0 45 KB Vaudalia Line.ni trat .... T.W am Sag 9p, p I2.uu Sem Haute er. 4.0U tfte 4)r 1U0 aZne,? ,44 V Watl ndke...to Xag ffreß. ... 44g, GXVttt A.lftSm Western Mail... 5U,0 5:u! -w j JCw Tlevetand, Tolnabn, Cinnnnan uud 2ta. r . r . Echnell,ug 3 ZK napon vijeuDafia. (Sei SinO nBlrt I.. 4.00 Km dersd e. .. 10.10 Bm SajtsnftCltx.iü.o&Ba tt.... 7.10 etsettai 4.4 ;w ati.n.3) ndelson lie... 1.50 st 2-J3 L " ) 3 oslzen 9(3.50 9ia 5k vc.iu.2i Km vrightwood Division, C. E.T.UU0 I. daana Mali. 4.(0 10.10 n U.S Cm 0 tsillch. 3.10 4sl ttis Malta). 4.40 N14iv 11 8Sftu lZKn 6 30 Km Mffllch. 4.40 tätlich. 70i Km I Cmrinnatl, Indianapolis, 6t. koni, n. EhUag, raauch.iv.Zi iiuvua. uicuiaau ajiBinoa. CBoui0.ftS. 4.00 Bm Sndiana? . lOÜBa 8'tU.j,. tl.4i Km B'Bcrn tj.... iz I I ItÜ 3 fi tnctnnatt tr tt XI ttm f. 801 ff.. 3ft.i lc. Acc 6.40 I tag, e. 4.M Chicago Division. Cto utl a i i sin. Chicago Uail ,.:z.i0m die 8. täglich i(ui 3.34 Ob ifaM KCC..11Uk iSaU m.. I. tneinnati Kcc. 6.30 i mnem ij ö.iujRn 8 glich ic 11.10 Km ptMburg, Twcinuati & Tt. kouit isendah VPWBKP ,icheea,. Es täglich 4 30 Bm I , 45nt. 1.40 B 4 r eugk. i P u O V"1-0 !BÄ i i Mch.....tt.4. HMIi Sonntag 4.00 Rm VVZUB5V r taelta 4 d.. 4.51 Sonnte, .... 4.34 Kw v ? 5 P Ei tagl'ch 10. Weftrr ait... ,.40 itt CKl. Sasternail tal 4i, Chicago Rente via okomo. hicago Schnell. I Jnd'4 . I rag ti.is Schnell,... 4. e7l.i.. iW. 1 4 .Lk LHLlAi. w inB ipnj.ii.uu so i anopri sOtt, i rx e, 3ji ft Vabash, Et. Loni & Pacific. ,t dk,tail 7.15 Bm Cdi rtlfi 8.05 B M m htr Ntq t e u Mb et a h eil. i.15 ft Mich. Eit, und Detr Told j ll-iO , Cl 7.1 9Lh 0t ,.. 1.40 B Zndiauapslit nnd vixeennes vistnbtltu. - - -7- I w Bineenne Kcc . 4.40 m RaU ,u,. . utl Cairo Ar 7.1& i f)i....i . Cwcinoi,HamiltonInUanapolitGisenbah Jndp StS R V 4.00 B oervill,ee 40 B TvverevlLeAkc v.öo vm dv.U ll t. 11.., ail. 11.43 2nd, StLoniltO 4 ,nctnnattcc 140 itn D.T.KR.Z) Z.d0m Jndiana, Vloomwgton ndVkpern isenbatz. Sa l it.. 7.iOKm in Ter F Lk 5.'0rn antrn 4x. täglich.. 4.00 Bai Ctnc 6pec 10.40 Ätltuttt xA. S.4SK lVd BW 4 St 5r 13 00 17 Du niaei tAgiu.&u si Oeftliche Division. Ostl.rNil....4.Z0Bm I acifte , nrh ' kagl. epret.... uu fit I ö 3 j u tont Btuntieatp.... 4U59laS2ifttrn (In .... 4 45 Indianapolis nnd et Lsni visenbah. rag nreft, cc. 6 a fx tit CC 3.45 B Local Passenaer.ioo Vtm Da?re etägl eSA Jndianorolt e 35w oft t L i. 5. aguA 7.2 B toQXm 9 u et k r taalich 4 u cc.10.K5 Km Ltmt Er? tgl... Il.ii itrn Lonisville,New Albany & Chicago. ir-Linc. Cticaa 5tI..ia.203Rm btcag, S. tgl.. 3 JOB Mono cc 4 4im on, c IOawio ich SU? Izicag. iH. Eit, L hie. I a:t 11.15 x CUU. 3 408 Indianapolis, Decatur & Springfield. Dee Peo Mail. 8 JeSm I Schnelltua c .. 3 50V ont,uma Ätc I Zonte,uma e Schnell, x C4...10 M)A5 1 KaU........... I Xilm tat au a Sonnt. 6 omb I aua Sonnt.. . 8 CO Rünt mit r c. EcbnicffcI.Sar mit 0 map, derlei ttat Cin'ti, Hamiltan & Dayton Bahn. LS-TSglich drei Züge nach und von Cineinngti, nnd allen Ortschaften Nördlich, Südlich u. Oeftlich. Pünktliche Verbindung mit allen Zügen ach Dayton, Toloclo, Detroit to Haffinaw. Wegen AvSknnft nnd Billet wende ma sich an den Agenten, Ecke Illinois Straße nnd Kentncky Avenne oder Union Depot. Tam. Etevenso, P, , ?. Har,ard. gent. OHIO INDIANA M1CHIGAN THE BUSINESS HAN When ho travels wanta to pro qnlck. want tO le coiulortable. wauts to arrive at destinatlon on-tiine. in fact, wants a strictly busl-oeaa trip, and consequently takes th9 popolar Vuiah Route, feeling that he ia Sure to meet liis engagements ana coutixui to prospw ad be happy. . THE TOUHIST ITäa cmz slnce chosea the TTabasIi as tla taTorite i-outetoallthe Stimmer reaortaof 4k4 East, North and West, and Winter Ueaorts ot the South, as tho Company has for years pro vided better accomirodations anu tuoit d4tractions than any of its eompetitora for thls C.'0S3 0l trayel. Tourist Tickets can b bad at odueed ratet at all principal OÜlces ol H& Compouiy.THE PABHEB Ia searebof a newbom.irhr Jj cm M Cure better returns for hlslabor, shouid n. memberthat the Wabash is the roott üirfet route to Arkansaa, Texas, Kansas. Nebralra. and all points South, West, and2iorUivt. and that round-trip land-explorers' tlekete at very low rates are always on sale at the ticket osllces. Descriptivo advertlsina; cnat ter of Arkansas and Texas eent free to a(l applicant9 by addreising the Ueneral rag aeager Agent. THE INVALID' Will find tue Wabash the tnoef conTenlcm route to all of the noted hcaltü resorta of

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