Indiana Tribüne, Volume 9, Number 210, Indianapolis, Marion County, 20 April 1886 — Page 1
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Neues per Telegray. W e t t t : u 3 1 1 & 1 1 n. Oashingl on, D. C.. 20. April, hübsche Wetter, stationäre Temperatur. Nordostwind. Schreckkicher "ll n 0 lü d I ! a U. PittSsield, Mass.. 20. April. Heute Morgen um 5 Uhr brach berDamm de Mud Pond Rtservoirk. ein und eine halbe Meile von East Lee und das Was. ser desselben ergok stch über da Dorf, aus seinem Wege eine schreckliche Verwü stung anrichtend. Bi j?dt bat man els Leichen gefunden und wahrscheinlich find noch mehr Menschen ertrunken. Mehrere Fabriken find vollständig über schwemmt und eine Anzahl kleiner Wohn höuser wurde von der Fluth weggerissen. Cholera. London, 20. April. Dle Cholera breitet sich an der Küste de mittelländi schen Meere au. Eöitoriclles. Armuth und Freiheit sind ewige Feinde. Politische Freiheit kann nicht existi ren ohne ökonomische Freiheit. Frei ist Niemand, der durch Armuth gezwungen ist, gegen seinen Willen zu handeln. Die Arbeit ist e, welche Alles schafft, was das Leben verschönt, und zum Genusse desselben beiträgt, d. h. daS Leben Derjenigen, welche nicht arbeiten. Es ist sehr leicht, dem Arbeiter zu sagen. Du bist frei, du kannst thun, wie Du willst, wenn man aber Gefahr läuft bei der Ausführung des eigenen Willens
ohne Beschäftigung, also ohne Brod für Weib und Kind zu sein, so ist man eben nicht frei. Wenn der ehemalige Herr einen Sklaven brauchte, dann mußte er ihn kaufen, den Lohnarbeiter bekommt der heutige Herr umsonst. Der Sklave mußte vom Herrn von seiner Geburt an ge? nährt und gekleidrt werden, um das Kind des Lohnarbeiters kümmert sich Keiner ; wenn für den Sklaven keine Arbeit da war, mußte er doch ernährt und gekleidet werden, wenn für-den Lohnarbeiter keine Arbeit da ist, kann er hungern. Wenn der Sklave krank war, lag es im Interesse seines Herrn, daß er wieder gesund wurde, und er ließ ihn pflegen und kuriren. wenn der Lohnarbeiter krank wird, mag er selbst zusehen, wie er fertig wird. Dafür freilich ist der Arbeiter von heu te frei, aber seine Freiheit ist Vogelfrei heit. Herr MorriS Roß, ein Angestellter in der Redaktion der News" hält Vortrage über die Arbeiterfrage. Der Mann versteht freilich nicht viel davon, wie Alle, welche mit der deutschen Literatur nicht bekannt sind. Der Mann hat vielleicht, ja sogar wahrscheinlich etwas klassische Volkswirthschast studirt, hat vielleicht Ricardo und John Stewart Mill gelesen, und giebt nun seine Weisheit, Wahrheit und Irrthum bunt durcheinandergemischt, zum Besten. Dagegen wäre nun an sich Nichts ein, zuwenden. Jeder hat daS Recht für seine Ansichten zu wirken, wenn nur Herr Nog nicht prospektiver Kandidat für den Con greß wäre. Wer heutzutage die politische Laufbahn betreten und praktischen Erfolg haben will, der gerirt sich zunächst als Arbeiterfreund und stoppelt sich gelegen lich eine Rede zusammen, die er zu geeigneter Zeit loslaßt. Das Merkwürdige dabei ist nur, daß diese Leute erst dann von einer Bewegung wissen, wenn dieselbe große Dimensionen angenommen hat, wenn sie sozusagen populär geworden ist. So lange eine Bewegung sein ist, also nicht nudbringend gebraucht werden kann, so lange haben solche Leute auch keine Kenntniß von derselben. Die Folge davon ist, daß. solche Leute, sobald es mit einer Bewegung abwärts geht, auch sofort, wie die Ratten daS sinkende Schiff verlassen. Diese Elemente, Aemterjäger und Politiker, welche ohne Ideale und feste Prinzipien, bloß darnach streben, sich von den augenblicklichen Wogen der Volks gunst emportragen zu lassen, sind einer Bewegung sehr gefährlich.' Sie haben nie den Muth der Kritik, sondern wollen nur schmeicheln und helfen somit stets dazu an Irrthümern, und seien sie auch noch so gefährlich, festzuhalten. Vor die
ser Klasse von Leuten können die Arbeiter nicht genug gewarnt werden. Will Herr Roß nicht zu dieser Klasse gezählt werden, so erkläre er, daß er kein Kandidat sei, oder wenn er glaubt in der Arbeiterbewegung wirklich Gutes leisten zu können, so habe er den Muth als Arbeiterkandi-
dat aufzutreten, so veranlasse er die Arbeiter ihn zu ihrem Kandidaten zu machen, und lasse die beiden alten Parteien links liegen. Freilich wäre in so! chem Falle seine Erwählung mehr als zweifelhaft, aber Herr Roß würde zeigen. daß eS ihm um ein Prinzip, nicht um ern Amt zu thun ist, und er würde dadurch der Sache weit mehr nützen, als durch seine Erwählung als Kandidat einer der alten Parteien. Drahtnachrichten. Straßenbahnstrike und Auf rühr. N e w V 0 r k, 19. April. Um 4 Uhr heute Nachmittag beschloß Präsident Lo on vonder3. Avenue Linie. so viele Car wie möglich vom Depot in der 65. Stra ße au, lausen zu lassen. Von der Cen tralosfice wurde eine starke Polijei'Abtheilung zur Beschützung der CarS deta chirt. Die erste Car war kaum zwei SquareS weit vom Depot entfernt, als sie in der Nähe der 60. Siraße von einer au Männern und Frauen bestehenden Menge umzingelt wurde. Al zwei Männer die Stränge durchzuschneiden versuchten, wurden sie von den Polizisten niedergtschlagen und die Car fuhr weiter. Auch dle zweite Car wurde on etwa 200 Män nern aitackirt, und e kam zwischen ihnen und der Polizei zu einem Zusammenstoß; auch hier gelang c der Polizei die Schie nen und die Seitenwege zu räumen. Na he der 67. Straße begann die Menge mit Steinen zu werfen. Capitän Stier be fahl seinen Leuten, die Menge zurückzutreiben und die Polizisten hieben mit Knüppeln drein. Zwischen 20 und 30 der Aufrührer trugen blutige Köpfe daron und 2 Polizisten wurden schwer durch Steinwürse verletzt. Sieben der Auf rüh'er wurden verhastet. Die StaatSEisenbahnCommissär blieben bi 7 Uhr Abend in Sitzung und e verlautet, daß sie morgen eine Entscheidung in der zwischen der 3. Aenue Straßenbahn Gesellschaft und deren Angestellten schwebenden Streit fragen geben werden. Ein Anerbieten der Ausständigen, dle Entscheidung einem Schiedsgerichte zu übertragen, wurde vorläufig, von der - Compagnie abgewiesen, welche vorher noch gewisse Punkte über Anstellung und Entlassung von Angestellten geregelt zu sehen wünschte. Daraus lassen stch die Leute nicht ein und somit haben die Eisenbahn Commissäre die Entscheidung zu fällen. DaS .Telegram" sagt, daß mehrere sashionableClub eineListe von 200 jungen Leuten zusammengestellt, welche ! Carkutscher eintreten wollen, so lange der Strike dauert, unter der Bedingung, daß indeß kein Fahrgeld erhoben wird. Wahr scheinlich sich der Strikt auf Brooklyn ausdehnen. Der soziale Krieg. St. Loui. 19. April. Die Brückencompagnie und die Gürtelbahn compagnie haben nun genügend Leute und der Verkehr ist nunmehr ungehindert und geht voran, ie vor dem Strike. Baltimore. 19. April. DerStreik der Straßenbahnkutscher dauert sort und bi jetzt ist noch wenig Aussicht aus baldige Beilegung. Die Compagnien wri gern st cd den verlangten Lohn von 2 zu zahlen und die Ausständigen bebauen bei ihrer Forderung. Pittöburg. 19. April. Mastor Workman Evan von der Distrikt Assem bly 103 sagt, die hiesigen ttnlght of Labor werden 10.000 $20.000 zur Unterstützung der Eisenbahnstriker aus bringen und erden einen Boycott gegen die Western Union Telegraph Co. de ginnen. Chicago. 19. April. Bei einer Versammlung der M0bklarbtittrUnion wurde beschlossen aus die Einführung de achtstündigen Arbeitstage unter allen Umständen zu dringen und womöglich vorher noch eine Lohnerhöhung durchzu setzen. C 0 l n m b u , 19. April. Ein prominente Mitglied der Brüderschast der Lokomotivführer und früher der oberste Beamte derselben, sprach heute die An ficht au, daß der Orden der Knlght os Labor den Gipfel seine Einflüsse über schritten habe, und seine Dauer, minde sten wa Einfluß anbelangt, nur noch eine Sache von wenigen Monaten sei. S cranton. Pa. 19. April. Pow derly reiste heute Nachmittag nach Wash ington ab, um vor dem Congreß.Csmite welches die Ursachen de südwestlichen Streik untersuchen soll, zu zeugen. Vor seiner Abreist äußerte er sich, daß die
Knight? os Labor zu Gunsten der Lstün digen Arbeitszeit, am l. Mai keine Demonstration machen würden, weil da? Land für einen solch' radikalen Wechsel noch nicht vorbereitet sei, und weder Arbeiter noch Arbeitgeber in Bezug auf diese Frage genügend unterrichtet seien. ProzebgegenDyuamiter. St. Lo u iS, 19. April. Heute Nach, mittag begannen die Verhandlungen ge gen W. SearS. M. Wither. I. Pinker. ton, P. Burn. G. Wlthdr und Th. Toiin. Dieselben find angeklagt, zur Zeit des StraßendahnftrikeS Dynamit Patronen auf die Geleise gelegt zu haben. Billige Kabel depeschen. N e w V o r k. 19. April. Die Anglo. American Cable Co. hat ihre Rate aus 6 Cent per Wort reduzirt. Die Reduk tion tritt am 3. Mai in Kraft. Der Eisenbahn strike in Chicago. Chicago, 19. April. Seit dem Strike der Weichensteller am Samstag steht der Betrieb in den Höfen der Lake Shore & Michigan Bahn vollständig still. Die Ursache de Strike liegt in der Nichtentlassung von acht nicht zur Verbindung der Weichensteller gehörigen Leuten. Um halb 9 Uhr heute Vormittag wurde da Auffahren eine Frachtzuge verhindert und die Wagen abgelöst, trotz' dem der Zug unter Polizeischutz stand. Am Nachmittag geschah dasselbe mit einem anderen Frachtzuge. Ein Fracht zug, dem ein Postwagen angehängt wurde, blieb unbelästigt. Bis jetzt hat die Eisenbahneompagnie und dle Polizei noch nicht den geringsten Versuch zur An Wendung von Gewalt gemacht. Siebzehn Weichensteller waren von auswärts gekommen und e gelang den Streikten sechzehn derselben zu überreden, nicht an dle Arbeit zu gehen. Einer woll te stch nicht überreden lassen, gebrauchte in der Hitze de Disput ein heftige Wort und im Augenblicke wurde er von hinten zu Boden geschlagen. Gouvernöe Ogleöby reiste mit dem Nachizuge von Springfield hierher. Die Absendung von Miliz ist wahrscheinlich. Vr Oabl.
Die Cholera. Rom. 19. April. Die in Brindist auSgebrochene Epidemie ist ohne Zweifel dle astatische Cholera. Sämmtliche von dort auSlaufende Schiffe werden in den adriatischen Häfen einer Quarantaiae unterworfen. Da kriegslustige Griechen land. Athen, 19. April. Der KriegSmini ster hat seine Resignation zurückgezogen. ES hkißt, die hiesige Garnison habe Be fehl erhalten sich marschbereit zu machen. Die türkischen und griechischen Truppen stehen an der Grenze bloß aus eine Meile Entfernung einander gegenüber. Todt. Madrid. 19. April. Der Bischof ist leinen Verletzungen erlegen. Verurtheilt. Pari. 19. April. Die Anarchisten Ducneretz und Rose, welche unlängst in Decazeville wegen Aufreizung zum Aus. rühr verhastet wurden, find zu je, 15 Monaten Gefängnißyast verurtheilt worden. OQiffßoaQttSte. NevPork, 19. April. Angekom. men :.Arizona- und .Sgypt" von Liver Pool, .Furnefia- von Glasgow und .Les. fing- von Hamburg. Hiesiges. Der kleine Otadtderold. Herr John Vutsch ist gestern im 27. Lebensjahre gestorben und wird morgen Mittag beerdigt werden. Bei Herrn Gustav Manteuffel und Gattin ist heute Nachmittag eine kleine Tochter eingetroffen. lvanVerrsttS. Henry Handy, Frame HauS an Gat. ling. nahe Shelby Str. $900. W. D. Wile, Anbau an Stall an West 3. Str. 500. Iame Parker, Cottage an High. land Home Add. 650. yolizet.richt. Zwei Stiefelputzer, wegen Oontzspie lens angeklagt, kamen mit einer Straf predigt davon. Der Fall gegen John Rozier, ange klagt Getränke an Minderjährige der kauft zu haben, wurde bi zum Don nerstag aufgeschoben.
Umsonst spart.
Ein arrnc Dienstmädchen im Denison Hotel sparte so lange bis es 553 btisam men hatte, und h.ltte die Absicht, da Geld nach -Irland zn schicken. . DaS Mädchen hatte da Geld in ein Taschen tuch gebunden und daS Taschentuch mit dem Gelde ist auf irgend welche Weise in die schmutzige Wäsche geworfen worden. Als die Wäsche bereits gewaschen war, bemerkte man die Sache. Die Bank noten aber waren nicht mehr zusammen zu klauben, nur die paar Geldstücke wurden dem armen Mädchen zurücknstattet. Freisinnige Sonntagsschule. Die Damen Frau Hißlinz. Frau Jrmer, Frau Stechhan. jr. und sr..Frau KruU, Frau Reger, Frau Karle, Frau Körner. Frau Sielken. Frau G. Vonne gut und Frau Stempsel, Frl. Grum mann und Frl. Heider sind ersucht, je 4 Dutzend Eier für da Osterfest zu färben. Die Eier können bei Herrn Jno. Grosch im Schulgebäude abgeholt werden. Vom Ausland, Graf Leon Tolstoi (Vet ter des Staatsmannes gleichen Namens), der berühmte russische Romanschriftstel ler und Mtsttf, hat, wie es heißt, auf die Literatur zu Gunsten der Neliaion verzichtet und beabsichtigt, sich künftig, hin gänzlich Werken praktischer Fröm migkeit zu widmen und die Vorschriften der Bergpredigt bis auf den Buchstaben auszuführen. Er hat beschlossen. Alles zu verkaufen, was er besitzt, es den Ar men zu geben und sein Brot buchstäblich im Schweiße seines Angesichts zu ver dienen. Er glaubt, daß das Heil nur in physischer Arbeit zu finden sei, und er bt schäftigt sich gegenwärtig mit der Schuh macherei. Da er es als seine Pflicht er achtet, den Personen in seiner Umgebung so wenig als möglich Mühe zu verursa chen, macht der Graf selber sein Bett und reinigt sein Zimmer, und, , um die Waschfrau zu schonen, wechselt er seine Wäsche so selten wie möglich. Alles, dessen die Armen sich nicht gemeinschaftlich mit den Reichen erfreuen können, betrachtet er als verwerflichen Luxus. Die Beschäftigung mit Literatur betrach tet er als etwas Eitles, und den Ruf, den ihm seine Werke eingetragen haben, schätzt er nicht höher, als den Beifall, der einem Schauspieler oder einer Bal lettänzerin gespendet wird. Der Graf hat neun Kmder, von denen daZ älteste soeben seinen Kursus in einem Seminar beendigt hat. Als der junge Mann sei, nen Vater vor Kurzem fragte, welchen Beruf er wählen sollte, wurde ihm folaende Antwort zu Theil : Gehe und fege den Schnee; alle meine Kinder müssön ihren Lebensunterhalt felber der dienen, ich gebe mein ganzes Vermögen den Armen." Der belgische Glaswaa rensabrikant Bodoux, welchem die Stri kenden seine Fabriken und Magazine im Werthe von zwei Millionen Francs zu Grunde gerichtet, dessen Schloß sie der Erde gleich gemacht, hat eine merkwür dige Vergangenheit hinter sich. Bodou; kam vor zweiundzwanzig Jahren als ar mer Glasarbeiter nach Belgien ; durch seinen nimmermüden Fleiß gelangte er dahin, daß ihn sein Chef. Mr. Devandro, zum Werkmeister ernannte, nach einiger Zeit heirathete er die Tochter des Chefs vnd beschäftigte jetzt zwei tausend Arbeiter. Als derStrike begann, erklärte Bodoux sofort, man müsse den Arbeitern ihre Fordemngen bewilligen und unterzeichnete dieselben. Am Abend brachten ihm die dankbaren Leute eine Serenade, einstweilen jedoch kamen, wie man erfahren, fremde Leute, die in den Arbeitssälen die Kunde verbreiteten, Bodoux habe eingewilligt, um Zeit zu gewinnen, bis Militär zur Stelle sei. Jetzt war die Wuth der Arbeiter in so ho dem Grade entfesselt, daß sie in die Wohnung des Chefs stürzten, um ihn in den Kessel der Fabrik, der das siedende Glas enthält, zu werfen. Der Unglück liche Mann, de? in wenigen Stunden vom Millionär zum Bettler geworden, hesindet sich in halb wahnsinnigem Zu stände. Ein schrecklicher Vorfall hat sich in Colltoure (Departement Ost Pyrenäen) zugetragen. Der pensionirte Hauptmann Favre bat zwei Einwohner, welche vor ihrem F?nster saßen, durch einen Flintenschuß mit explodirenden Kugeln getödtet. Der Hauptmann hegte schon seit längerer Zeit eine bittere Feind schaft gegen die beiden Männer. Nach der Schreckensthat, welche gegm Abend geschah, schloß sich Favre in seine Wohnung ein, aus der er, trotz aller Anstren aungen der Polizei, nicht zu bringen war. Am folaenden Wtorgen wurde die Garni son aufgeboten und die Wohnung ge waltsam geöffnet. Favre wurde als Leiche vorgefunden, er hatte sich den Hals mit einem Rasirmesser durchschnitten. Einige glauben, Favre habe in einem Anfall von Wahnsinn die Schreckensthat begangen. Anders schließen jedoch auf Vorbedacht. TE3IS PAPER m&j be toxmd cm fili et i. P. R0WEIX CcS Nrwpapr AdTertlcing Bureau 10 Spruot EtXMl), wbeve adreiw ni
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