Indiana Tribüne, Volume 9, Number 207, Indianapolis, Marion County, 17 April 1886 — Page 1
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&i R üm .ä. FZ -sä-i g? fe? . i fötäim A ww w wy Jahrgang 9. Office : 0. 120 Ost MartMnd Strafe. Numner 207. Indianapolis, Jndlana, Samstag, den 17. April 1880.
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Neues per TelegrapK. kSetter-uSiichlen. Q a s h t n g l o n, D. E.. 17. April. Leichte Regenschauer. Südostwind. Der S t,akenbabnstrike lN New York. New York. 17. April. Hkutt Mit tag liesest 23 Cars in der 3 Ave. Aus die Anzeigen der Compagnie hin, melde ttll stö 600 Pttsonen und viele wurden sofort angestellt. Nennundsechzig. St. Cloud. 17. April. Lttzte Nacht wurden eine Frau und ein Kind in den Ruinen gefunden. Demnach beträgt die Zahl der Todten bis jetzt 63. DrahtnaHrichten. Strafe nbahn Strikt. N e w Y o r t, 16. April. Die dritte Avknue und die Bowery entlang waren heute Morgen Polizisten .ausgestellt und die ganze Polizeireserve wird in Bereit' schast gehalten. Die Compagnie wird unterhalb Geant Strafet keine Wagen laufen lassen, oberhalb derselben aber den Verkehr so weit wie möglich aufrecht erhalten. Ein Beamter der Empire Protective Association sagte heute Nachmittag, daß wenn vle 3. venue uompagnte mcqi innerhalb 43 Stunden nachgebe, der Verkehr aus sämmtlichen Straßenbahnen in New Vk unterbrochen werde, und wenn die nicht genüge, der Strikt aus Brooklyn, Philadelphia und andere Städte der Union ausgedehnt werde. Die Strikee sagen, die Compagnie habt ihr Versprechen nicht gehalten, be zahle Verschiedenen nicht den versprochenen Lohn und lasse Viele auch länger als zwölf Stunden arbeiten. Die EisenbahN'Commisston in Albany wurde von dem Stand der Dingebenach richtige und wird morgen früh um 10 Uhr hier sein. Der Straßenbahn st rike in Baltimore. Baltimore. 16 April. Die Situa tion ist noch unverändert dieselbe. Der Verkehr auf den Straßenbahnen ist voll ständig unterbrochen und eine Beilegung steht nicht in Ausficht. Die gelehrige amerikanische Schullugend. Columbu. O., 16. April. In einer der öffentlichen Schulen verlangten die Schulkinder einen kürzeren Schultag und inszenirten einen Strikt. Die Poli zei lehrte die Burschen MoreS. St. LoulS. 16. April. In drei Schult find dikJöglinge mit den Schul regeln unzufrieden und drohen mit einem Strike. wenn die Sache nicht geändert wird. Sie verlangen längere Freistun den und kükzett Unterrlchtkzeit. In einer Schule wurde ein Plakat angeschlagen. worin die Zöglinge zum Strikt aufge fordert wurden. Die Thäter wurden entdeckt und eine tüchtige Tracht Prügel war genügend, den Strike zu verhindern De r Eisenbahn strike. Chicago. 16. April. Die Wei chtNsteller der Baltimore 3c Ohio Bahn standen aus. weil ihnen die verlangte Lohnerhöhung verweigert wurde. Es heißt, die Weichensteller der L lkt Short Bahn werden morgen ausstehen. Aus der Baltimore und Ohio Babn wird zu? Zeit von und nach hier keine Fracht be fördert. St. Lo uiS, 16 April. Horie ant ortete heute dem Vürgercomitt. das, die Bahn wieder in vollem Betrieb, sei und er daher die Ernennung dtZ verlangten Comite? nicht für nöthig erachte. Hastiesehle wurden heute gegen Mai tin JronS, A. C. Coughlan, eorge W. Jackson u. Andere erlassen. Die Anklage lautet dahin, daß die Angeklagten ver sucht Hatten, ourcy Anbringung von Drähten Depeschen zwischen Gould und Horit abzufangen. Die Strafe, welche da? Gesid auf diese Verbrechen fefcl. beträgt 2 Jahre Zuchthau und 5500 Geldstrafe. E a st S t. L o u i . 16. April. Letzte Nacht fielen au Häusern in der Nähe der Kreuzung der Cairo Short Line und der PittSburg Bahn Schüsse. Der gleichen geschah in letzter Zeit öster. bis jetzt ist aber noch Niemand verletzt vorhm. Ventral Reece, der die Milizen be
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fehltet, ordnete an. daß wenn aui einem Gebäude in East St. Louis geschossen Bild, die Wachen da? Hau? umstellen, durchsuchen, und alle verdächtigen Per sonen, die sich darin befinden, verhaften stlltN. Letzte Nacht wurde ein Mann, der einen durch den Streik vakant gewordenen Kosten eingenommen hatte, aus der Strafe übersallen und geschlagen. AehnlicheS geschah drei neu Angestell ten der Missouri Pacific Bahn in Hanni. bal. Mo. Verhaftungen wurden nicht vorgenommen. Ein ungeschickter Wilhelm Ttll. Freeport. L. I. 16. April. Dr. Taylor hatte mit seinem Kutscher schon öster da Eiperiment gemacht, dak er diesem irgend welche Dinge vom Kopfe choft. Gtstern schoß er ihm sechs Flaschen nach einander vom Kopfe. Dann wollte er ihm eine Blechbüchse vom Kopfe chießen, im Augenblicke aber da der Schuß fiel, hob der unglückliche Kutscher den ttops etwas in die Höbe und die Kugel traf ihn mitten in die Stirne, ihn sofort tödtend. Ver Kabel. Dieirische Landfrage. L o n d o n. 16. April. Gladstone leg te heute dem Unterhause die Landbill vor. Die Ausregung war nicht so groß, wie kürzlich, das Haus war jedoch bis auf den etzten Platz gefüllt. Gladstone begann damit, daß er erklärte, eö sei die Absicht der Regierung Ruhe und Frieden in Ir land herzustellen und da irische Volk zu sriedenzustellen. Die Geschichtt Irland sei eine einzige lange Anklage gegen die LandlordS, und der Druck der auf dem Volke laste, habe fortwährend Verbrechen erzeugt. England sei nicht frn von Schuld daran. Die Landakte müffen mit dim HomeruleGesetz zugleich in Wirk samkeit treten. Um den Eigenthümern des Lande .dasselbe abzukaufen, sei die Ausgabe dreiprozentiger Obligationen zum Betrage von 180 Millionen Pf. St. nöthig. Das Land soll dann den Bau er in Parzellen vermiethet werden, und zwanzigjährige Pachtzahlung mache den Pächter zum Eigenthümer. Sehr klar war die AuSeinandersedung Gladstone' nicht und er selbst sagte, daß UM den Plan vollständig aufzufassen, ein sorgsältigeö Studium der Bill nothwen big sei. Er wie jedoch nach, daß dieser Plan sür England mit weit weniger Kos ten verbunden sei, al die j-tzt nothwendige Art und Weise der Ausrechterhal tung der Ordnung und de Frieden in Irland. Chamberlain erklärte sich al Gegner der Vorlage und behauptete die Bill schütze die Landlord weit mehr, als da irische Volk und lege dem Lande zugleich eine Last aus. welche dasselbe nicht tragen könne. Chamberlain? Rede fand großen Beifall. Pavitt sprach stch in ähnlichem Sinne au? Die zweite Lesung der Bill wurde aus den 13. Mai festgesetzt. Senator Payne. C olu du. O. 16. April. Der Antrag wurde beute im Repräsentanten haust der Legislatur gestellt, die Erwä gung der Berichte über die Payne'lche Un tersuchung bi Donnerstag aufzuschieben. Der Antrag wurde verworfen, der Ma joritätSbericht, welcher findet, daß Payne durch Bestechung gewählt wurde, wurde angenommen und e wurde beschlossen, den Bericht an den LundtSsenat zu schicken. Cholera. Brindisi. 16 April. 63 Cholt rasälle kamen hier vor. Zehn mit tödt lichem AuSgang. Die Sache ruft in Italien und Frankreich Aufregung hervor. Marktpreise. f3tn. Ra.JR.85; 2 rotfc, 8V. Itift. ,.?wi 7; geld SS: gemischt. Haser. ,. 2 etß He; gemischt 80. Aalten. 60c Xlt(. $10 60. i; u. IllWQ lU'O. iniin. Schultern. Xt. . x. Seite . 7)e. Sch,tIchl,. hl. gamils 3.20 J3.40; Fane, 91.00 II.; Citri 13.00 tS.tO; Fern !2,iO$2.3). ,r. -10.' : tm Star 11. Butte, er, 25 30; air, 14 !; auntr, 1013. 5 ätzn,, ex, Lifb. rurk,7e. ,tassl. 50-o pr ustz. ,xti. ,t.-,z.7ä xr rl.
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. VSisssvaSrietn,. NewVark, 16. April. Angekommen: Dampfer. State of NebraSka- von Gla. ow. Philadelphia. Pa . 16. April. Angekommen? Dampfer .Grttian" von Glasgow. Hiesiges. RäthselbafteS A rschwiukka. John Noe. ein Deutscher No. SS Süd Noble Straße wohnyast. kam gestern von der Arbeit in den Car Works, nach Hause und klagte über Schmerzen im Beine. Der Mann ist schon seit längere? Zeit leidend und sagte gestern widerholt, daß eS nicht werth sei, zu leben, wenn man so viel leiden müsse, wie er. Er ging fort. angeblich um die Miethe zu bezahlen und ist seitdem nicht nach Hause zurück gekehrt. C. MauS' Bockbier beute. tO Julia A. Fitzhugh klagte auf Scheidung von William Fitzhugh und Magsie Wambaugh will von Joseph Wamdaugh geschieden sein. tZT Applikationen um HeirathSlizen sen für E. M. Lutz mit Loretta Thomp. son und Wm. Charle mit Anna B. Burri wurden zurückgewiesen. In beiden Fällen hatte die Braut daS gesttz licht Alter noch nicht erreicht. tZT An anderer Stelle veiöffentlichen wir einen Ausruf de? Ezt'culive der inter nationalen MödelarbeiterUnion. Wir möchten den htestgen Möbelarbeitern den selben zu? Beachtung speziell empfehlen. Im Verhältniß zu der großen Zahl von Möbelarbeitern ist die hiesige Union wirklich noch schwach. Die Möbelarbei' ter sind zum weitaus größten Theil Deut sche. die Union ist deutsch und die Ver Handlungen werden in deutscher Sprache geführt. Ohne durchgreifende Oraanisation ist an einen Erfolg der Arbeiterbewe gung nicht zu denken, und die Möbel schreiner haben wahrhastig eine Besserung ihrer Lage nothwendig genug. Wir haben schon Gelegenheit genom men. zu sagen, wie sehr der Erfolg der Arbeiterbewegung von der Theilnahme der deutschen Arbeiter abhängt, wie noth wendig e ist, daß die idealere deutsche Auffassung in die Bewegung getragen werde. Nun hier ist Gelegenheit, eine große starke deutsche Union zu schaffen, deren Einfluß ein sehr bedeutender werden kann. Vom NvSlande. AilePo!sd. Nach ?." s ch ? e t ben : Nach. Beendigung der Vorfielluna der Osncie?-Neit-Abtbeiluna des Garde-Husaren'Regiments m Potsdam (T v R. ntc .! ano in Girier er Serien jjjncicr? tatt. Nachdem dasselbe beendet, mar Wirten die Serren Dfficiere unter Bor ar.tntl deS Trompeterkorps des Regi ments nach der Kaserne des 3. Earde UlaneN'Regiments. Einige der Herren Dfficiere saßen zu Pferde und nun ging eS unter den Klangen der Musik 'in die Kaserne hinein und nach dem Ofsicier speisesaal. Die Reiter saßen nicht ab, sondern ritten die Treppen hinauf in den Speisesaal hinein, wo .sie mit Blicken unverhohlener Bewunderung ob dieses schneidigen" Neite?ftückeS empfangen wurden. Auch Prinz Wilhelm befand sich dabei." Wie Renan im Journal des Debats" mittheilt, hat MaSpero, der Direktor des Museums vonBulak, be reitS seit zwei Monaten an der Freilegung der großen Sphinx von Gizeh ge arbeitet, aber nunmehr die ihm zur Ver fügung stehenden Mittel erschöpft. Zur Vollendung des Werkes sind noch 20,000 Frcs. nothwendig. Renan wendet sich an alle Freunde des Alte?thums mtt de? Litte, zu diesem Werke, dessen die egyp tologische Forschung dringend bedarf, bei zusteuern. Er schreibt unter Ande?em : Die große Sphinx von Gizeh, unmit telbar neben den Py?amiden ist meineS ErachtenS die erstaunlichste Arbeit von Menschenhand, die unS die Jahrhunderte vermacht haben. Sie ist ein ungeheures ausgehauenes Felsenbett, etwa 70 Meter lang. Die Höhe des Monstrums, wenn man es freilegte, würde unsere höchsten Häuser überragen. Kein gestaltiges Denkmal im übrigen Eghpten, noch sonst in der Welt ist diesem seltsamen Idole vergleichbar, dem Ueberreste eines Zu standeS der Menschheit, de? alle unsere Begriffe übe? den Haufen wirft. Der Eindruck, den eine solche Erscheinung aus Rassen hervorbringen mußte, die mit starre? Einbildungskraft begabt sind und
von ven innen oeyerrscyr weroen, ia$i iich nach demjenigen bemessen, den die mutigen Egypter vor diesem enormen, auS dem Sande hervorragenden und mit seinem düsteren, stechenden Blick über die Wüste hinwerfenden Haupte empfinden. Der Araber flieht bei diesem Anblick ent setzt, indem er nach dem phantastischen Wesen einen Stein wirft oder einen Flin tenschuß abfeuert. Auch der Tempel gegenüber der Sphinx (wenn es ein Tem pel ist) hat einen höchst eigenartigen Charakter. DUser bizarre Bau sieht den übrigen Tempeln EgyptenS weniger ahn lich als das Parthenon der Notre-Dame Kirche. Unter dem tarnen oie National Dreß Society besteht in Lonvon seit geraumer Zeit ein Verein, de? eine vernünftige Reform der weiblichen Tracht anstrebt. Die Frauentracht der Zukunft, welche der Verein befürwortet, besteht aus weiten Pluderhosen und einem nur bis etwas über die Knöcheln reichen den einfachen hochschließenden Kleide mit Krausen an den Aermeln und am Halse. Durch diese Tracht, heißt es in den Re geln des Vereins, kann kein inneres Organ verletzt, keine Muskel eingezwängt und keine Bewegung des Körpers beein trächtigt werden. Schuhe mit hohen schmalen Absähen und Corsets sind ver. pönt. Die Mitglieder des Vereins hiel ten vor einigen Tagen im Stadt Hause von Westminster unter dem Vor sitze ihrer Präsidentin Lady Harberton eine Versammlung, in welcher das Lob dieser reformirten Frauentracht in allen Tonarten gesungen wurde, aber seltsamerweise hatte keine einzige der anwesenden Damen' die neue Tracht angelegt. Dem Vorwurf, daß letztere unanständig sei, begegnete - eine der Rednerinnen, Frau Fenwick Miller mit der Bemerkung, daß der Königin vor einigen Tagen 200 Damen vorgestellt wurden, die weit un anständiger gekleidet waren. Scandal-Scene in einer Kirche. Wie aus Paris berichtet wird, fand dort während der kirchlichen Trau ung der Tochter des Componisten Gounod mit dem Varon Lassus ein großer Scandal statt. Während der Ceremonie sollten nämlich zwei Herren von der Ko mischen Oper, der Tenorist Talazac und Herr Bcussagol, mitwirken. Als diese! ben aber in der Kirche erschienen, wurde ihnen der Eintritt in das Chor verwei gert. Gounod schickte nun seinen Sohn zum Kapellmeister, um ihm zu erklären, daß er (Gounod) selbst die beiden Sän aer zur V!itwirkung eingeladen habe. Der Kapellmeister verweigerte denselben trotzdem den Eintritt. Es entstand nun eine Prügel-Scene ; der junge Gounod und der Sänger Talazac wurden von den Kirchendienern hinausgeworfen; Talazac aber, ein sehr kräftiger Mann, stieß die zum Chöre führende Thür ein. Vicarius Abbe Lassere mischte sich in den Streit und gab in heftigen LLorten Gounod Unrecht, und schließlich mußte soga' Polizei interveniren. ÄZ'e es scheint, schreibt die Tägliche Rundschau" in Berlin, haben unsere kolonialen .Bestrebungen mit einem ersten Mißerfolg zu rechnen. Der Hannov. Courier" erfährt hierüber Folgendes: Der vielgenannte Durch forscher des Niger-Benuegebietes, Ed. Rob. Flegel, sollte bekanntlich dort Ver ttÜe mit den dortigen Häuptlingen aSschließen, um daS Land unter deutsche Schutzhoheit zu bringen. Der weitaus schauende Plan war der, das ganze Hin terland von Kamerun, vom Benue aus im großen Halbkreis bis zur Nordwest grenze des Congostaates, zu erwerben.
Es schien begründete Aussicht vorhanden, hierbei ganz ohne Conkurrenz durch die Bahn zu gehen. Man hatte wenigstens die letzte Abmachung mit England übe? den beiderseitigen Küstenbesitz an der Guineabai nämlich dahin verstanden daß der Grenzpunkt am Rio del Re nicht nur für die Küste gelten, sondern den Anfangspunkt eine? ins Jnne?e sich nördlich bis zum Benue fortsetzenden Linie bezeichnen ' sollte. In England wurde diese Auffassung augenscheinlich nicht getheilt. Die dortige Regierung hatte kaum von dem Flegel'schen Plane gehört, als sie den bewanderten Afrika reisenden Johston als Consul an den oberen Niger entsendete, woselbst er die Bestrebungen der Nat. As?. Company unterstützen sollte. In Wirklichkeit will diese Gesellschaft jetzt bereits im Besitze von 200 Verträgen sein, die ihr daS Bin nenland auch am BenuS bis weit über den Breitengrad vom Rio del Rey hinaus zusichern. . Vorausgesetzt, daß diese Verträge bestehen, und ihre Völkerrecht liche Bethätigung finden, wären die deutschen Colouialbestrebungen hier in der That von einem herben Mißgeschick betroffen. im PAPERlHw. Hewrpaper Adfertliing Bureau 10 Ssraof gSsSIDGü Vfffi
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