Indiana Tribüne, Volume 9, Number 203, Indianapolis, Marion County, 13 April 1886 — Page 3
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Roman von B. W. Z ell. (Fortsesung.) Der Oberst aber machte gute Miene ;urn bösen Spiel, scheuchte die bald ohn mächtige Gattin durch einen Blick wieder zurück in ihren Salon und folgte dann eine Minute später mit den beiden Herren, dabei Melitta's unschickliches Benehmen mit ihrem kindlichen Wesen ent schuldigend. Drinnen im Salon fand dann in aller Form Vegrühunz undVorstellung statt, als ob nichts vorhergegangen wäre. Trotzdem der Fürst wieder holt bat, man möchte dem Fräulein gegenüber sein Jncognito wahren, konnte doch die Baronin nicht unterlassen, immer wieder Durchlaucht" zu sagen, so lange wir allem sind," entschuldigte sie sich dabei jedesmal. Wie war es ihr so süß, das lang nicht gebrauchte Wort wieder anwenden zu dürfen, und sie betauschte sich förmlich an dem Gedanken, endlich wieder einmal mit einem Fürsten zu conversiren. Dieser tvar aber merkwürdig einsilbig und zerstreut. Ihn beschäftigte noch immer der Gedanke : War es entzückende Naivetät eines Naturkindes, was du ge schaut, oder rafsinirte Berechnung einer kokette? Aber nein, es war unmöglich so konntenAugen undMienen und der Ton der Stimme nicht lügen ach, und wie sinneverwirrend schön war dieses jung frauliche Kind ! Wenn sie nur erst käme, diese wilde Melitta ihm schien das Gemach dunkel und leer, so lange sie fehlte! Graf Schlohden errieth die Gedanken seines fürstlichen Gebieters und kam ihm ;u Hilfe. Wollen Frau Baronin nun nicht gnädigst gestatten, daß das liebe Kind erscheint ich sehne mich förmlich nach dem herzlichen Geplauder von vorhin. Uebrigens hätte ich Melitta unter Tau senden sofort als ' Baroneß Plessenburz erkannt sie ist eben ihrer Mutter Tochter " fügte er galant hinzu. Die Obristin nickte geschmeichelt Ge währ, das Mädchen ward hereingeklingelt und abgesandt, Melitta zurufen es mußte nun einmal Alles in bester orm vor sich gehen. Dann wandte sie sich zum Fürsten : Und nicht wahr Durchlaucht verzeihen meiner Tochter, die leider stets ge wohnt ist, dem Impuls des Augenblicks zu folgen, diesen entsetzlichen Empfang ? Melitta ist noch so jung sie wird das kindische Wesen mit den Jahren schon ab legen." Es giebt da nichts zu verzeiben, meine ,naoige Frau," entgegnete der Fürst schnell. Mir ist stets der warme Herz schlag ungeschminkter Natur lieber, als die kalte Form letztere läßt sich leicht erlernen, jener Vorzug aber nicht errin gen, wenn er verloren ging oder nie vor Handen war." Die Baronin konnte nicht antworten, denn Melitta trat ein. Sie hatte das leichte Fichu von vorhin jetzt dicht untzr dem Kinn zusammengeknöpft, sah etwas verwirrt aus und machte ihren ceremo niellen Hofknir. Die Mama konnte wahrlich zufrieden sein und sie war es auch. Gerhard Schlohden aber eilte leb haft auf die Eingetretene zu und väterlich ihre Hand ergreifend, rief er:. Ihr rosiges Aussehen bezeugt mir, daß das kleine Echauffement von vorhin Ihnen nicht geschadet, liebe Melitta Sie sehen, Ihre Strafpredigt hat gewerkt, es giebt für mich fortan keine Baroneß Plessenburg mehr, nur noch ein Herzens töchterchen Melitta." Wildfang genan.nt fügte sie schel misch hinzu. Drni warnte sie sich dem Fürsten zu, der eben auf sie zutrat und, ganz in ihren Anblick versunken, nur um Etwas zu sagen, fragte : Der kleine Flüchtling befindet sich doch wohl, mein gnädiges Fräulein?" O, ganz und gar, Herr Graf ! Lei der hat er mir nicht einmal daS Verspre chen geben können, in Zukunft arti ger zu sein und mir dergleichen fatal lä cherliche Situationen zu ersparen. Ich werde ihm also die bisher ausgiebig ge währte Freiheit beschränken müssen wilde Vögel bedürfen eben der Strena ge.- . . Bis der Vogelsteller kommt, der si, für immer gefangen nimmt," entgegnetc Fürst Werdau sinnend.' Nannten Sie mich nicht einen Vogelstell ir, gnädiges gräulein?". Melitta lachte fröhlich auf. Sie haben sich allerdings als solcher bewährt doch sagte ich wohl, wenn Sie ein König wären, gebührte Jnen dieser Beinam?." Nun, da wir kein Souverän sind, seien wir inzwischen Graf," bemerkte dieser launig, und gutmüthig fuhr der Oberst dazwischen: ... Als solcher aber erweisen Sie uns ! wohl die Ehre, mit uns zu frühstücken. Es' ist doch Alles bereit, Ellsa ?" . wandte er sich an seine Gemahlin. Diese bejahte und trat zu Schlohden, UM sich von ihm in das anstoßende Zimmer führen zu lassen, wo der Frühstückstisch gedeckt stand. Der Fürst folgte mit Melitta und behaglich trottete der Hausherr hinterdrein, seelen vergnügt bei dem Gedanken, daß man doch endlich wieder einmal ein ordent liches Glas Wein zu trinken bekommen werde. Das kleine Mahl verlief in heiterster Stimmung. Der Fürst saß neben Me litta und ergötzte sich an ihren launigen Einfällen, ihrer köstlichen Frische und 9!atvetät. Er aß fast' gar nicht, ließ aber immer wieder sein GlaS an das seiner fchönen Nachbarin erklingen und diese that ihm jedesmal fröhlich Be-scheid.-Ich trinke gern Wein," erklärte sie dabei offen. Er belebt den Geist, erhöht die Laune ich glaube, man kann nie griesgrämig sein, wenn man viel Wem trinkt.- :' Nicht Jeder besitzt Ihr glückliches Temperament, mein gnädiges Fräulein," erwiderte er, in ihre schimmernden Augen schauend. Wenn ich Vogelsteller wäre und Sie mein gefangen Bögelein, sollte das gefüllte Weinnäpfchen in Ihrem Käfig nie fehlen." Das wäre schlimm," lachte sie jetzt, denn in wenig Tagen wäre das arme Bögelchen todt. UebriaenS." küate
t ernster hinzu, Sie vexonen immer wieder 'den Vogelsteller, Herr Graf. Hat Sie mein unbedachtes Wort verletzt?" - Nein, ganz gewiß nicht. Mir- galt sogar als gutes Omen, daß Sie mir zuerst dies Wort entgegenriefen," entgegnete er. Da Melitta ihn verständnißlos anblickte, hielt er ihr wieder das gefüllte Glas hin und sie stieß an und trank, ohne weiter über den Sinn der Worte zu grübeln. Wie lange gedenkst du in S. zu bleiben'i" fragte währenddem der Oberst sei-
nen Freund, und dieser erwiderte, lustig zu dem Fürsten hinüberblinzelnd : Das ist noch nicht ganz festgesetzt. Doch scheint mir,' daß wir unsern Aufenthalt eher länger als kürzer ausdehnen werden. Zudem wollen wir doch auch Euer altes interessantes S. ein wemg durchstöbern. ' Es giebt in ihm so viele Kunsischätze und Alterthümlichkeiten zu bewundern, und ich gedachte schon heute mit den altberübmten Kirchen anzufan gen." Wurden in Ihrem Programm auch die Damen berücksichtigt, Graf ?" fragte die Obristin beziehungsvoll, und diejet entgegnete eifrig : Selbstverständlich, meine Gnädigste ! Wenn es Ihnen genehm, fahren wir gleich von hier nun zusammen zur Besichtigung der Kirchen." Kirchen sind nun gerade nicht mcT, Fall," lernte sie ab. Udo dürfte S'? dorthin gern begleiten und der Abend ver eint uns dann Alle wieder. Darf ich Ihnen einen Vorschlag zu dessen Ver Wendung machen V Ich harre Ihrer Befehle." . Wir haben seit gestern einen sehr berühmten Schauspieler aus der ötesidenz hier, Carlos Selden. Wie wär's, wenn wir uns den ansahen? Man giebt heute Abend Nomeo und Julia und falls noch eine Separatloge zu bekommen wäre Eine göttliche Idee, gnädigste Frau ! Wir wollen Alles aufbieten, um noch geeignete Plätze zu erhalten. Sie sind doch einverstanden, Graf Solms ?" Dieser hatte nichts gehört, war aber, als man ihm den Plan mittheilte, mehr als einverstanden damit. Völlig enthusiaömirt jedoch war Melitta. Ins Theater ? rief sie, fröhlich in die Hände klatschend, ah, das ist herrlich ! Was mir Ihr Besuch Alles bringt, Herr Graf," wandte sie sich dann wieder an ihren Nachbar, wissen Sie auch, vaß ich noch nie im Leben im Theater ivar ?" Aber das ist unmöglich, gnädiges Fraulein !" . Und dennoch wahr," nickte sie. ' Ich halte eö für nicht gerathen, junge Mädchen gar zu früh ins Theater zu süh' ren," schaltete hier die Baronin ein. Es erhitzt die Einbildungskraft und macht unerfahrene Gemüther geneigt, die Jdealgestalten der Bühne für wirkliche Menschen m nehmen, und von Letzteren dann ein Denken und Handeln zu verlangen, wie es jene Scheinmenschen ihnen vor das Auge geführt. Das bringt sie dann in'Konstikt mit dem realen Le ben." Eigentlich hätte die Obristin. als wahren Grund angeben muffen, daß die Verhältnisje es in den letzten Jahren' nicht gestatteten, kostspielige Vergnügungen,! denen auch der Theaterbesuch gehört, mtt zumachen. Da sie indeß Fremden gegen über niemals ihre Armuth eingestand, selbst nicht, wenn diese völlig über die Vermögenslage der Pleffenburg'S orientirt waren, so konnte sie das Einsiedlerleben, welches Melitta bisher geführt, so hübsch mit tönenden Phrasen als wohlbe dachtesErziebungSsystem hinstellen. ZÜenn sie indeß, gehofft, vom Fürsten, für den doch die ganze Tirade bestimmt war, eine zustimmende Bemerkung zu hören, hatte sie sich getäuscht. Er hatte sich bereits wieder ganz und gar Melitta zugewandt und schien nur für sie Auge und Ohr zu haben. Schlohden sah nach der Uhr. Ei, schon so spät ! Wie doch die Zeh in liebenswürdiger Gesellschast dcppelt schnell dahineilt. Wenn wir noch vor dem Diner die Kirchen besichtigen und eine Loge für heute Abend sichern wol len, dürste es hohe Zeit sein, aufzubrechen." Die Obristin verstand den Wink und erhob sich, die .kleine Gesellschaft folgte dem Beispiel der Hausherrin. Bald dar auf verabschiedeten sich die Gäste, den Oberst mit sich führend, und versprachen, den Damen zeitig Nachricht zu senden, ob es gelungen, für heute Abend eine Loge zu erhalten. , . ' Beim Abschied trat Fürst Werdau dicht vor Melitta. Auf Wiedersehen, mein gnädiges Fräulein !" sagte er, seinen beiden Blick tief in ihre Augen senkend. Sie nickte ihm harmlos freundlich zu. Auf Wiedersehen im Theater, Herr Graf ! Soraen ia, da wlr Plalze erhalten und meine Freude nicht wieder zu Waffer wird." Das soll sicher nicht geschehen. Freu doch auch ich mich aus den heutigen Abend, als hätte ich gleich Ihnen noch nie ein Theater besucht." Er führte ihre Hand an seine Lippen, sie ließ e5 etwat verwundert gesche hen. Dann waren die beiden Frauen allein. Ein charmanter junger Mann, dieser Graf Solms," sagte die Mama,sich müde in einen Sessel sinken laffend, mit affek? tirter Gleichgiltigkeit. Findest du nicht auch, Melttta?" - Diese, sich beim Alleinsein mit der M rna sosort erinnernd, daß sie noch eine lange Vtrasvredat für ,hr und Matz chens unverantwortliches Benehmen zu , r r . r. . !; erwarten yaoe, ntmnue icyneu uns icv haft in das Lob ein und zog dann trül lernd von dannen, um wie sie sagte, ihre Toilette sür heut Abend einer ernsten Musterung zu unterwerfen. Auf ihiem Stübchen angelangt, dachte sie indeß gar Nicht daran, leider anzuproben und th ren Spiegel um Rath zu fragen, welches derselben ihre jugendfrische Schönheit am Vortheilhastesten hob, sondern ließ sich sinnend vor Mätzchen nieder. Da r ..' r t m. vane ne nun yeur eine zener elannr fchaften gemacht, von denen Ernst gesprochen und die er so gefürchtet. Auch War dieser junge Graf mit dem bleichen, vornehmen Gesicht und den Allüren eines vollendeten KgvalierS .sicher
eme recht fv.mpa:yifche Perönlichlcir, aber beffer als Ernst gesiel er ihr jedenfalls nicht. DaS war ja auch gar nicht denkbar, nein, nein! Der warder Beste und der Liebste und der Schönste für sie und so sollte eö immer blei' ben. 6. Drei Stunden später kam ein Diener mit der svkeldung, daß der Oberst das Diner mittAen Herren im Hotel einnehmen und sich von dort aus gleich nach
dem Theater begeben werte. Eine Loge sei noch glücklich erlangt worden und Graf Solms werde die Damen zur bestimmten Zeit mit dem Wagen abholen. Melitta jubelte und mußte nun doch endlich an ihre Abendtoilette denken, denn es war die höchste Zeit, sol che zu beginnen. Eben, als sie das üppige Lockenhaar etwas geordnet und das helle, ihre schönen Formen knapp umspannende Seidenkleid übergeworfen, trat die A!ama in ihr Zimmer einen wundervollen Sttauß von zarten, halb erblühten Rosenknospen in der Hand haltend. Wie liebenswürdig vom Grafen," rief sie schon von Weitem. Er sendet uns soeben Sträuße für heut Abend leider vergaß er, daß wir nicht in der Residenz, sondern in einer ziemlich phili strösen Provinzialftadt leben, in der es Aussehen erregen würde, erschienen wir mit großen Blumensträußen in der Loge." Melitta beugte sich entzückt über die duftenden Blüthen. Wie wundervoll!" rief sie aus. Weißt du auch, Mama, daß es der erste Strauß ist, den ich pon einem Herrn er halte V Ich weiß," nickte die Obristin in gnädigster Laune. Gar zu gern hätte sie hinzugefügt : und er kommt von einem Fürsten," aber standhaft preßte sie die Lippen zusammen, denen es so schwer ward, das große Geheimniß festzuhalten. Melitta aber hatte sich eben zum Fen ster gewandt und schaute hinüber zum Nachbargarten. Es ist doch nicht der erste Strauß, Mama," sagte sie nun plötzlich leise. Ernst Weldingen hat mir unzahlige in seinem Garten gepflückt und selbst zusam mengebunden." Pah bei Euren kindischen Spie len," sagte die Mama wegwerfend. Derlei Sträuße gelten nicht als voll, wie auch der bürgerliche Weldingen nie als voll gelten wird in unseren Krei sen." Das junge Mädchen ward glühend roth. Es öffnete die Lippen, um erregt den theuren, fernen Freund gegen den Hochmuth der Mutter in Schutz zu neh men, da fuhr unten ein Wagen vor der Fürst kam, die Damen abzuholen. Eiligst verließ die Baronin das Gemach,um dem hohen Herrn im Salon entgegenzutreten, Melitta aber pflückte schnell einige Rosen aus dem Strauß und steckte sie an die Brust. Armer, guter Ernst," flüsterte sie da bei, du nicht vollberechtigt unter uns ! Es ist wirklich zum Lachen, und wie gern hätte ich eine Lanze für dich gebrochen aber es ist vielleicht ganz aut, daß die Zeit dazu fehlte. Ich hätte Mamas Laune für den ganzen Abend verdorben." Dann hüllte sie sich eilig in den weißen Burnus, dessen Kapuze zugleich das Haupt bedeckte und das rosige Gesicht hervorleuchten ließ,wie die Rosenknospen aus der weißen Spitzenhülle des Straußes, der vor ihr auf dem Tische lag und den sie noch erst hastig ins Waffer stellte, ehe sie ihr Zimmer verließ, um in den Salon zu eilen. Dort harrte man ihrer bereits. Der Fürst grüßte sie mit einem bewundernden Blick und bot dann als echter Kavalier der Baronin den Arm, um sie zum Wagen zu führen. Mit wel chen Gefühlen ließ diese sich von der Durchlaucht in das elegante Kupee heben ! Endlich, endlich einmal wieder ein Aufathmen in jener lang entbehrten Luft, welcher ir zum Leben nothwendig war, denn die letzten fünfzehn Jahre wa ren doch nur ein Vegetiren, nicht Leben gewesen. Und bald, bald würde ja nun alle Misere ein Ende haben und sie in Glanz und Pracht leben, wie es einer so hochgeborenen Aristokratin zukam, denn daß der Fürst rasend in Melitta verliebt war, das zu erkennen brauchte es kaum so scharfe Augen, als sie die einst vielumworbene Freiin von Raffcnburg Schönfelde besaß. Melitta sprang, des Fürsten stützende Hand berührend, mit graziöser Lebhas tigkeit in den Wagen, setzte sich bequem zurecht und sprach strahlenden Auge zu ihrem Gegenüber. Nein, Herr Graf, wie ich mich aus den heutigen Tag freue ! Mir ist, als be ginne heute erst mein Leben." Atöchte es so sein," entgegnete der Fürst innig. Das Theater war bereits lange . eor Beginn der Vorstellung überfüllt. Dem Gaste Carlos Selden, der den Nomeo zu spielen hatte, ging ein so bedeutender Ruf voraus, daß dieser Umstand genügt hätte, die kunstsinnigen Bewohner von s. in den Musentempel zu locken, wenn nicht außerdem die für den Wonnemonat sehr kühle Witterung den Theater besuch begünstigt hätte. Parquett und Galerien füllten sich wie gewöhnlich zu erst, die Logen später, und ganz zuletzt erst erschien Oberst Pleffenburg mit sei nen Damen und den beiden Fremden. So eingezogen und abgeschloffen nun auch die Familie Pleffenburg lebte, so gab es doch Niemand in S., der nicht jedes einzelne Mitglied derselben genau gekannt hätte. Dafür lebte man eben in einer Provinzialftadt, in welcher die Barone und Obristen nicht gar zahlreich vertre ten ;u sein und deshalb ein erhöhtes In tereffe in Anspruch zu nehmen pflegen. Dazu kam noch die auffallende Schönheit Melittas, beiderNiemand achtlos vorbei ging, und nun sah man heut, was bisher noch nie geschehen, die junge Baroneß mit ihren Eltern in der Fremdenloge erscheinen, geführt von einem jungen, vornehm ausschauenden Kavalier, strahlend in Jugend und Frohsinn, mit frischen Rosenknospen an der Brust das war ein Ereigniß sür die lieben Leute, gegenüber dem das Auftreten des berühmten Gaües fast an Bedeutuna Verlor. Ge-
wtß hatte sich Melitta von Pleffenburg verlobt, aus Neigung verlobt, denn hätte sie sonst so glückselig um sich schauen können, als wäre sie in eine andere Welt versetzt ? Und Melitta war in einer neuen Welt. Der Lichtcrglanz, die Musik, die Menschen berauschten sie förmlich. Sie empfand mit einem Male, daß das Leben doch sehr schön sei, und sie hätte all diesen Menschen, die da mehr oder, minder beharrlich zu ihr hinaufschauten, freundlich zunicken mögen, so glücklich
war fte. rtts rann aber der Vorhang aufrauschte und sich das bunte. alän:ende Gewühl des Maskenballes vor ihren ltaen entfaltete, ward fie sttll und saß regungslos, wie traumbefangen da, als könne ein lauter Athemzug die ganze Herrlichkeit da vor ihr fortblasen. Und dann lösten sich aus dem Gewirr auf der Bühne zwei Gestalten, die schon durch ihre äußere Erscheinung die Blicke aller cyauenden aus sich zogen Nomeo und Julia. Sie zart, schlank, fast kind lich jungfräulich, dabei von vollendeter Anmuth in Figur und Bewegungen; er hoch und kraftvoll aebaut. mit wirrem dunklem Gelock und Augen, die aus der schwarzen Sammetmaeke förmlich hervorleuchteten. Jetzt sprach er Mehtta schauerte fast zusammen bei dem weichen, bestrickenden Klana dieses sonoren Or gans. Nie bisher im Leben batte ibr r . r.r.r . . ' juor eme fvtcye klimme vernommen. Oder war es die Mustf der Shakespeare'schen Verse, die so süß, so melodischerscheinen ließ? Wie klang es seelendurch zitternd, als er jetzt, nach dem ersten überkräftigen Händedruck sich zu Julia niederbeugend, schmeichelte : Entweihet meine Hand vettvegen Dich O Heil'genbild, so will ich's lieblich bü ßen, Zwei Pilger, neigen meine Lippen sich. Den herben Druck im Kuffe zu versüßen." Und wie hochdramatisch wußteRomeo Selden die stumme Handlung des nun folgenden zu gestalten. Das war eine formelle Huldigung, kein Handkuß im gewöhnlichen Sinne, sondern ein glü hendeö Liebeswerben, bei dem die kraftvolle Mannesgestalt von Leidenscbaft durchzittert erschien, die Knie unWillkürlich sich beugten, um vor dem Heiligenbild niederzusinken. Und dann schien Nomeo sich mühsam in .die Wirklichkeit zurückzufinden, sich zu erinnern, daß man sich auf einem öffentlichen Aalle besinde, und mit einem Ruck rückte er die halb zusammengesunkene Gestalt wieder auf, noch einen letzten tiefen Blick in Julia's Auge tauchend. Melitta saß wie gebannt. Sie wagte sich nicht zu regen aus Furcht, ihr könne :in Wort, eine Bewegung auf der Bühne entgehen, und als dann der erste Akt vorüber war, und ein nicht endenwollender Beifall das Haus erschütterte, fuhr sie einige Male wie träumend mit der Hand über die Stirn, als muffe sie sich erst besinnen, wo sie sei. Halb mechanisch, nur um ihre Bewe gung zu verdecken, wendete sie sich zum Zürsten : Nun, Herr Graf Sie sind hoffentlich befriedigt?" Ja," entgegnete er kurz, sie unver Wandt anschauend. Ich bin voll befriedigt," fügte er dann schnell hinzu, als sie ihn etwas erstaunt anblickte, wenn auch nicht in dem Sinne, wie Sie meinen. Was auf der Bühne vorging, babe ich nicht gesehen, sondern nur Ihr Mienenspiel studirt, das jede Selenre gung klar wiederspiegelte." Das ist gar. nicht hübsch,Herr Graf." schmollte sie. Da müßte ich ja eigentlich uch eine Sammetmaske vorlegen." Gönnen Sie mir den Anblick doch," bat er leise. Gerade in der Balkonscene möchte ich unverhüllt Ihr Etnpsinden i j. ..z v. atiiii ! i 5 iiy auf vrill 3umig ivlevei'viegein czen (Fortsebung folgt.) Eingeschmuggelt. I Gin Comrnie voyageur tritt 2l6enDs mit seinem Musterpacket unter'm Arm, in den Saal, wo Concert stattfinden soll, geht am Kassirer vorbei, wird aber von diesem angehalten: Ihr Billet mein Herr." Hab' keines." Danu darf ich Sie nicht einlaffen." So, dann kann heute Abend das Flötensolo spielen wer will." O, bitte um Entschuld!' ung wollen Sie nur eintreten !" Sorgenvolle Ansicht rrnd : Für waZ sind denn die vielen Drähte Mutter! Das sind die Telephonleitungen." Kind : Da wird aber bald das Chri st kind nicht mehr herunter tonnen! n
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Für County-Clcik. AureliuS I. Jovce, unterworfen der nt'cheidung der rerublitanischen Eounty Convention 1880. Jobn R. Clinton, unterworfen der Entscheidung der republikanische Eount, onventton 18S. Edward H. Dean, unterworfen der ntschetdung dir reruilttantsche Sounto Konvention. Für County'Auditor. JobnWPfaff. unterworfen der Entscheidung der revudttkanische Eounty Konvention. Samuel Merrill, unter,rsen der Entscheidung der republikanischen ounlo Svr.ventt. Für Sheriff. Henry H. Veville, unterworfen der Entscheidung der republikanische Eount, lkonventio 1&86. t Nichard C (5oltec, unterworfen der Entscheidung der republikanischen Eount, Convention. . . G,orge H. Carter, unterworfen der Entscheidung der demokratische Eounty Eonvention. Lee Fulmer, unterworfen d,r nischeidnng der republikanischen Eount?'Eonvention. Für Coumy - Recorder. Ougeue Saulcy, nntekwor'en der Entscheidung der rexublikani'chen Eounty Eonvntl,n. Für Coroucr. Dr. W.H. Wilbard, unterworfen ber Entscheidung der rexublikanschen Ncmtnattons Eonventton. OhlGaß-o, Ht. JLrOuls und Pltt.tstii.xp Xfca.llxoa.l.. geU.rabell, för durchgehend nd Lokal-Züge. o 17. Febr. 18 : ftgt vttlafs da! Union.Depot, Jndpl!., t folgt:
Stationen. iSchnllzg Poft,ug. Vchnlzg eeom. bg.Indiana,t'4 4:XV tl: 4:iS8lw 4. nk.amb'eie, 6:30 , H:59rn 6:41 6:13. , Rtchond.... :S2 , 1:37, 7:it , 4:, Danton 8:57 3:81 , 8:57 . ..... , Ptqua fe:&8 3:47 , 8:59 , , Urdana 9:5 . 4:51 9:12 , ,lumbu4.... il:30ftin 6:40 , Ii:i0 wart tZ'ö? 12:378m , teubenviZl. 5:09 . 4:24 , , heeltng 4:33 8:03 , itttburg.... 7:03 6:17 . . Harrisburg... 4:15, 2:'9tan -Baltimore.... 7:40 i: jflm , Washington.. 8:50. :. 6:2). , Philadelphia. 7:50 6:15 ,tort.... il:2i , 7:3j , Boston.. 8:25n 7.-0?.n
Täglich, t Tagiich, genommen Sonntag. Pullan'4 Vataft, Schlaf, nd Hoiel-Wagkr durch bi Pittiborg. Harriibnrg, Lhiladelxhia und Rkw vork, ohn, Wechsel, Blo4 ein Waaenwechse! ach Baltimore, kLashineto und Soston. 7 Fahrkarten naH allen Oeftliche Städte n7n Nen Haupt'Fahrtarten.Bnreau de Westen nd in dem Stadi.Bureau, 9Xt der Jllinot und kSashingtov Straf? und im Union D.'pot Bureau Jndianavoli, tu haben. Schtafagenartn 15 n in tm orau gesichert erden durch Applikation bei den Ztaenten K StadtVura oder im üniar Drot iu Zndtanarolt, Ind. 4. K. Vrig, A. 9. P. , ordoftck ash'ng, ton nd Jllwotl trab. Jnd'vl. Va4 CttQu; vanagel, E,lumdu4, Ohi . , g , d. l. Zagogi und Sit.ttgii VUibura. a. Me Bee Line !" nach Cleveland, Lake Chatanqua, Niagara Kall4, Thousand Zölaud, Lake George, Lake Kham plaw, Saratoga. White Mountains, Old Orchard, Rye Brach und alle CurplSje den NEW ENGLAND Bit jwi Vchnklzügen täglich. Xit etnjigt Lahn Jndianaxeli nach New Yorlt and 23ogton eiche durchgehende Saacn in Verbindung tt der Lake Ehore und X. $. trat tfenbah hat. Die toll ahn, welche tm rand Eentral Devot tu Zort einläuft. 9in efritch gehender Schnellzng rd etgrtch tet nd Passaaierk, !$ nach Rchouri, ansai, Nebrakka. Eolorado, New Verico nd California reise ollen, finde beft kkomadation und niedrig aten. . . Kdrls0lllt. an hol, sich bet . I. t ch i 4, gent, knnst rtlkttk l eilen rkllMlkn mtUDftttt,'8. S.lboinal, O. 9.6!lttntr, cntril Manager. rrafftcAgtnt. W. 3. Snrltd, Te. Vasf. Lgt.. Eleveland, O. W. Nlohol, VafsagierVget. Indianarolti, Ind. . ate Hau nd 1Z . Kd Jllinai Straf.,. mm A)lJUISYUtEjWAtB4YCHtC46ÖnT Die !üri:ste und direkteste Linie von ' 1JXTTA.TAJPCXT& ach Frankfort, Dphi. Monticells, Michigan . Citv, (Chicago, und allen Orten un nördlichen Jndiana, Michigan, nördlichen Illinois, WiZeonsi, Iowa, Minnesota, Nebrat 'a, Kansa, Ned Mexieo. Dakota, Nedada, Ciirado, Kalifornien nd Oregn. 2 direkte Jüqe täglich 2 don Indianapolis nach iieags; ?benso nach Michigan City. Slegantc Pullm.,uu Schlafdaggont auf den Nachtzüg.v GpLckarke bis an's Reiseziel ertheilt. in ahn hat größer , ernlichkeiten oder billiger aten als tr. (JeUi) und Equiptrung nicht itt übertreffen. Stahl. elet. , tller Platfon nd Stoßkissen, Luftdremsen und a.'' oderne Et, rtchtungen, unübertrefflich Vorthet' für Emtgra, ten, Land und louriften.Billete naq irgend ine Ort, der von andere Bahnen beruht wird. Wenn an nördlich, südlich, östlich c eftlich zu reisen wünscht, kauf man nicht das .4hizi tUU via man ser Preis . s. , gesehen. Lege Stähere end man sich an Iotext Immott, j Dikirtkt Passagier Lgent,36 Stid Jltnoig traß, Jndtanap,' , Ind. Tob O. Ocrfoa 0ncrftUSnIt(t, i44,,,LIs. O. 4k. OatdC. Q l Pafsagio geut. - ;,, 314,
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- .--ct-'iY'; trfVmiir'A' Px -ftcr Eisenbahn .Zclt Tabelle. Nnkunst und Abgang dtk EistndahnzSee in Indianapolis, an und naS Sonntag, den 2. Januar 1886. Zefferssnbille, Madisou und Zndlavapolit visendadn. kldgaug: Hafens I: ndLUadNail I.UB dft Cdk4( UglO 4$ ft ad r tag. 4.15 Bot I kad Nee . 8.15 v ' L?' " U 3 M m I fp 9i i 9f. 4i fa .I I 9k I Bt K2fltfialLU adalia Line. Hall trat .... 7.R, ag 9 xv, 9 13 tl R Xerr (aatt it. 4.00 N Poftfj r 11X0 CchBIf I49C vait nd t,..1iM0B ng rxreß .... 4 S , vmeb . a Gffttm Sü...:0 lüftn - - mwww 'VT..WM SchNKll,ng 34 fin(ianD, Totnmvna, tttt1nnn nnd 3bmu napotts Utiendayn (Sei ine.) Vörr4,.. 4 0 : 31 8 f i tM .ia ea nderso ...10.10 aztonEtlk.lO.OS V Ct.... 7 10 25 oshea rZ.50 L rt.iij Laderion ... lp. I r i ci :wa S CtatiüSK riztwood Division, C. f .Cnnd 3. bgang täglich. 4.(06. täglich. 4.4 v 1 45 11 SK lJiK 6 30 K täalich. 4.43 0 m Iv.iv 11.05 l'm 2 00 Kn täglich. S.50 6 40 9tm täglich. 7.15 I UlK.18J5t Eincinnati, Indianapolis, 6t. Lonis n. tUagt iienvasn. incinnan tvtnvn. Llsuisv.. 4.00 cm Ctncinnatt 11 3J iia C.8 8x .. 3 0.5 tm Cic. Bcc tj.4a Sndianox Icc. itlitm L'vtll x x. I 4 B ßißern .... lS44Ka C Blfi 9 S I täglich , e. 44 Kai Chicago Division. Cio urt r 7.1ÜC hieago UaU p. :3.1V Uestern Dr d.lO 48 ü täglich 4 r ll.lus hik ou ff 8. täglich . 3.18 IU fauui Kc( ii.li Ca IÄMt.. .45 Ctnrinnatt 81c. M K Pittsburg, Sinkinnati k St. Lotiis kisesdkh V PWB5P Vr täglich 4 30Bm D ckE i aulgk vmmenSonnt.11.0 v RckDAktauIg. Sonntag 4.00 RBCb8il Cx täglich 4 h.. 4 6K iZaflkrnail tgl 4i,0L Chicago Rcuti ich k, an. genom Sonnt. .4g v P tt t täglich ll.ttB 5 D öl 4. Sonntag .... 4.35 K v 00 o e l täglich 1050 Wkfttrn Nall... i.WK Ulst Zkokomo. hicago Schnell, Jnd'4 k . ,u tög 11.15 Da echnelljua... 4.00 Chicago iprti.llAW d ( Jndxl', . I rx ß 3.3 Vübash, St. Letüs & Paeisie. et tttjlc all 7 X I 3 hiViich 4r 15 m I 9t (tag 8.06 Mm 15 Rrn tcl t S3 r..1l (-0 fei Det Cd Statt, lä U 7. 10 b ich. EU, nd Ttr5 Tolo ir.11 M gOil Wa,n.. 1.W Zm Zndianadslis nd vineennes kisenictiu.' . ait air, 7.15 I Ctncen! See. .10 45 Km Lt,,n,4 cc . 4.40 Um I Bau iair, . 4.18 Twünnatt,Hamilnä?IudianepolUSiseitchn. Jdp eta s 4.u) b I Enrvilltk 5.20 rn ,nrrtt M all. 11.48 Ea Jnd, n etLiutsil) 4j c ZndxisuSt. L.tt.O.,.! in 2).Z.9t.jij 30 ßim titneinnoti Kcc 50 m Zudiana, vloomwgton ndWetlern Vlsutda, S rit.. 7.6 e n5Ctjgae b. N tfOOft ftu !K 3 9l täglü.50 ld aftkr VE,. täglich 4 ft km Ein Cr 4 Kllftnticfiftn. ,44 4? lp eß tJ Oeftliche Didisio. Oftt.raU.... 4.10V Kgl. Ecxrei.... ib Atlantik 9.P.... 4v5rn I Vifte rpreß... 7 I x 10 ac Western Er,.... 4kt Indianapolis und vt. Louis Msentah. rag nreß, c k. v B fj tflg ragltch 7.2i sk i cc IM oft tt 6t S Cts. 5.0 SS u Ct i ( täglich 4 tt t. 10.55? Botal Pafsenaor.r tt a,r e ktügl tJZTSt Zndtanexott, ?bm Lima Sro tgt... n.'ö k'm, Lonisdille,New Lldanh 2: Chieags. ÜK-LKte. bieag tgl.. 13.105k Konen cc 4.4Jrn ich Eit, Ehtcag. l ,U 11.15 Eh cago r tgl.. , Ac 10, ich. EU, tt CtC r au. 1.444a Indianapolis, Decatnr k Spriogsield. Tee 5 Peo Vail. 8 3V I echnell,ug r4.. 1509 ontezum fttc I Stonttjurnt Lee tal ufl Sonnt. 4 0394 I aug Sonnt... 8 tJtWm Schnell, r c I...1U i I aU M Lüge mit r e. Lehnsessel. Car U I, Schlaf, mit Vt Parlor.E Cin'ti, Harnilton ü Dayion Bahn, kS-TIzlich drei Züge nach und von Cineinnati, und allen Ortschaften Nördlich. Löblich u. estliS. ssönMiche Verbindung mit alle Zögen ach Dayton, Toledo, Xotxolt & äaßinaw. Wege Vuskunft und Billet wende a sich an den Agenten, Ecke Illinois ir$c ks Kentucky Zlvenne der Union Depot. Zam, Ltteso, V.P. A, S. H. HarzardAgent. OHIO INDIANA MICHIGAn THE BUSINESS MAN TThen lie travela wants to pro qalck. iraat to le eomlortable, waata to aixlYe at dttiiwliM on time, In lact, want a trietly txuxM trip, and conseqnently t&kei th popuir Wttbash Ilout. 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