Indiana Tribüne, Volume 9, Number 197, Indianapolis, Marion County, 7 April 1886 — Page 1
-
4 I Jk jtK Vfil vv iWV (VM t: Jahrgang 9. Office : No. 120 OK Marvlaud Straße. Numnler 197. Indianapolis, Jndlana Mittwoch, den 7. April 188G.
Ag
r
, MtfVmv
ssvm i
m
.WWJWIW
?' H
t K ' i V U l 1 l t' ir . " r i vi ! l v V r l
Anzeigen
tu Mcics'-Gpftttc somit dieselben nicht jchäftZanztigea stud und den Raum dos drei geile nicht übersteigen, erde unentgelt lich lufgeuommen. Dieselben bleiben S Tage ftehen, können aber Unbeschrankt erneuert werden. Anzeige, Kelche bis Mag l Utz adge. geb teerten, finden noch am seMzn Tage Nnsnnhm. Verlangt. Ve,lt witb cm deutsch? ädchen für llge in H 'SdeU f-glkich. a hzusrage -7 'College R,ent. Sap langt: ädchn fr ka,rieit. te'Lohn. chjufragen ZUS Oft Ohi KtraZe. da ,rln,t: i putk Mädchen. ach,ufr,gen ife4 Dft Wartet Strafe. Sa? ,,lgt wird ei ufmärter im ffircl Vart Xt(L 7a? Stellegesuche. sucht ttttfc rdeit ,n einen uteu Viaschini ften. äheres in der Ofstee dl. Blattet. 019a, Oesnch t wirb Arbeit zn einem ftirken deutsch ,nn. Räzerei 1S1 Nor Ptne Straie. ax sucht? Ein Fra sucht Stell alt HaustzTltklin, httti UE ead D!aare SttaZe. - Sap 9 sucht wir, Arbeit ,n in gut Juae i AUer von etwa l Jahren. Nachzufragen i Frau 113 Sheld, Strafte. ,? Zu vermiethen. u , ftcn: 4tn schön oh. leicht in ,,d shx tn St. ente. alter' vlck, Oit Oashtngt, Gtraie. ba Zu verleihen Zu ,rleih n: Z1FU auf erste H,pthk. Sä&t , t dr Offtk . in. da Verschiedenes. ölut.,Saut und NervenKaukhei-I in eine SpeüaUtät. Dr. Denke. Käalter, 226 Oft Washington Str Stotterer geheelt. Ph,filgische Huorfahr. eingeführt in teuychen Jftuu:n. in Heilung, tetn e,ahlung. 4. Brodow, . ISO Ost South 9tll. 9t Die Zndiauapslii 2tniiQtwU tutx BersichkrnngSVrsellschaft, macht rießz, Zsttlchritte. ie ,Zhlt teils 410 ttttli(Mr, hat an $7J0,0lW Vrftchrng in jtraft. Office : No. Oft Vashmgtoa Straße. Hermann. Siotoldtv Sek. Neue Hüte ! Neue Hüte! Den Kopf oben halten, ist die Haupt sache in gegenwärtiger Zeit. Dazu ist na neuer Hut nothwendig und den kauft man am besten bei dem wohlbekannten Dambeir ?o. 16 8 Wasblngtonttk. Ganz neue Muster soeben angekommen. Sozialistische Sektion! Sonntag, den 18. April '86. Große Feier von W6sSlö6'S Seöurtstag ! in der Mozart Halle. Eintritt 25 CsntS für Herren. Damen frei. g Programm später. WoUständkg gefabrloS. Vaulzlor's Gsolin-Oeken, it den ullernenepe Elrichtugkn und Verdessernngeu - bei - Wonnen & ff ßisstyränke neuester Construktion. Blecharbelten jeder Art vetde prompt und billig besorgt. 119 Ost Washington Str. 119 j. 0. PARS0NS, SaHn - Fo. 30 W. NasiZingtonftr., öber der ,ed".Osfiee.
' - - .
NeueS ver Telegraph. W e t l e r p u S i i öd i e n. W a s d t n a l o n. D. C.. 7. April. Schönes, etwa? ärmertö Wetter. Hab en Angst. Lawrencebura. 7. April. Die Furcht vor einer' Utittschvemmung ist grob. Alle Wagen welche auszutreiben sind, werden dazu benutzt, um Waaren und HauShaltungSgegenstSnde in Sicher heit zu bringen. Die Gesahr vorüber. Pitt Sburg. 7. April. Die Gefabr einer groben Ueberschmemmung ist- vor über. Die Flüsse fangen an zu fallen. Preiserhöhung. Brüssel. 7 April. Die lass. brisanten haben ihre Preise e:höht. um die durch Zerstörungen während des Auf ruhtS entstandenen Verluste au.zuglei chen. Gditorielles Eine Zeitung in Adelaide (Australien, schreibt : Dieser Tage bedrängten Arbeiterde putationen den Bautenminister um Arbeit und klagten ihm ihre Noth. Der Minister gab eine Antwort dahin, daß die Re gierung für die Arbeiter gethan habe, was in ihren Kräften stehe und nichts wei ter zu thun vermöge. Sie habe etwa 1(XX Arbeitern Beschäftigung gegeben. und aller Wahrscheinlichkeit nach werde der Parlamentsbau in kurzer Zeit wieder beginnen, der etwa 200 Arbeitern Be schaftigung geben würde. Der Distrikt Council in Woodville hätte 200 Jard Steine zu zerschlagen, könne aber keine Arbeiter bekommen, weil der gebotene Lohn ihnen zu niedrig sei. Er würde für sie thun, waS er könne, aber sie müßten mit niedrigen Preisen fürlieb nehmen. Weiteres könne er ihnen nicht ver sprechen." In Australien besteht die achtstündige Arbeitszeit. Es dürfte somit .Obiges, Diejenigen, welche wähnen, daß mit der Verkürzung der Arbeitszeit die soziale Frage gelöst sei, eineS Besseren belehren. Zwei Stunden Ruhe und Erholung sind allerdings ein bedeutender Gewinn, aber in ökonomischer Beziehung ist der Vortheil nur ein vorübergehender. Eine Verkürzung der Arbeitszeit .ist nöthig, aber man darf nachher die Hände nicht in den Schooß legen. Es ist ergötzlich zu sehen, wie ge wisse kapitalistische Blätter über Jay Gould schimpfen. Das kostet nichts, kein Mensch nimmt's übel, denn wem ist etwas an der Person Eould'S gelegen, und man kann dadurch die Arbeiter auf den Vedanken bringen, daß man ihr Freund sei. So macht man in Arbeiterfreundschaft, ohne Gefahr zu laufen, eS mit den Kapitalisten zn verderben. Thöricht wäre es natürlich von den Arbeitern, sich durch dergleichen beein flussen zu lassen. Denn nicht darauf kommt eS an, wer was und wie Jay (Lould ist, sondern darauf, daß Vorsorge getroffen wird, daß eS überhaupt keine Jay CouldS mehr geben kann.Z Ob der Monopolist und Ausbeuter Jay Gould oder anders heißt, das ist völlig gleichgiltig. Wenn Jay Gould morgen stirbt und sein Vermögen zersplittert wird, oder wenn er sein ganzes Vermö gen an der Börse verliert, so sind die Arbeiter um kein Haar besser dran, und irgend ein Anderer tritt an Stelle Gould's. ES kommt ja schließlich viel auf die Gelegenheit an, und Manche von den kapitalistischen Zeitungsschreibern, welche so gerne einen Fluch gegen Gould oder einen sonstigen Monopolisten als Köder auswerfen, sind um kein Haar besser, als er selbst. WaS ist z. B. für ein Unterschied, wenn ein Eisenbahnprasident durch schlechte Bezahlung der Arbeiter eine große Dividende für seine Eisenbahnaktien herauszuschlagen sucht, oder wenn der Präsident einer Versicherungsgesellschaft so seinen Vortheil wahrt, daß die Versicherer hohe Prämien zahlen müssen? ES ist Ausbeutung in jedcm Falle, und der Unterschied liegt bloß in der Form und in dem Umfang. Ganz abgesehen davon aber, daß das Schimpfen auf einzelne Personen oft lächerlich und kindisch ist, denn was wird Goutd daran liegen, ob irgendwo ein obskures Blatt auf ihn schimpft oder nicht, so liegt darin nicht nur der heuchlerische Versuch, als Arbeiterfreund zu gelten, ohne es zu sein, sondem eS liegt
darin Arbeiterfeindlichkeit, der Versuch dem Arbeiter zu schaden. Es ist allemal mehr oder weniger die Absicht damit verbunden, die Aufmerksamkeit deS Arbeiters von der Sache auf die Person abzulenken, und das Streben des Arbeiters auf falsche Wege zu leiten. Eine Monarchie wird darum noch nicht zu einer Republik, weil man den König todtgeschlagen hat. Der König ist todt, es lebe der König." Es ist nicht derselbe
König, aber eS ist der König. Der Kampf gilt nicht dem Monopo isten, sondern dem Monopol, nicht dem Kapitalisten, sondern dem Kapitalismus. ES gilt daS System abzuschaffen, welches die Ausbeutung Vieler durch Weni ge ermöglicht. Wer unter diesem System Ausbeuter und wer der Ausgebeutete ist, hängt lediglich vom Zufall ab. Gewiß, eS giebt Fälle, in denen die Ausbeutung in gemeiner Geldgier betrieben wird, aber das ist im großen Ganzen nicht der Fall. Die Ausbeutung liegt im System. Der Lohn repräsentirt niemals den Ertrag der angewandten Arbeitskrast. Der Lohn ist nie so groß, daß der Arbeiter sich das von ihm Erzeugte auch wieder für seinen Lohn kaufen kann. Keine Arbeiterbewegung, welche den Kampf ausschließlich auf persönlichem Gebiete führt, und sich nicht das größere, ideale Ziel der Umänderung der Gesell cyattsordnuna stellt, kann m emem großen Erfolge kommen. Jede derartige einseitige Bewegung muß früher oder später vom Schauplätze weichen. Darin muß sich der Arbeiter icht irre machen lassen. ES handelt sich um die Bekämpfung eines Gesellschaftssystems, welches eS dem Besitze ermöglicht, wie ein Schwamm die Resultate der Arbeit des Volkes einzusaugen. Wenn der HanS einen Schwamm in Wasser taucht, so saugt dieser daS Wasser ebenso gut ein, wie wenn ihn der Kunz hineintaucht. So saugt das Privatkapi tal den Schweiß der Arbeit ein, gleichviel ob Hans oder Kunz der Kapitalist ist. Wenn aber der Schwamm gar nicht da ist, so kann er nicht daS Wasser einsaugen. Wenn der Privatkapitalismus gar nicht da ist, so kann er auch den Schweiß der Arbeiter nicht einsaugen. An Stelle deS Privatkapitals muß das Collektivkapital, n Stelle der Lohnarbeit die kooperative Arbeit treten. Jay Gould und College werden dann von selbst verschwinden. Drahtnachrichten. Der Eisenbahnstr! ke. St. LouiS. 6 Zlpril. Der gemein schastliche Cxtcutivboard der Distrikt AssemblieS 101. 93 und 17 hat einen Auf ruf erlassen, gerichtet .an die KnightS of Labor der Welt, in welchem eS heißt, daß Jay Gould der Erzfeind der Arbeiter ist, daß er seinen Reichthum dem Fleiße und der Anstrengung der Arbeiter zu verdanken habe und diese trotzdem nieder trächtig behandle. Arbeiter der Welt, heißt eS. schaart Euch zusammen! Gould und sein Monopol müssen untergehen ! Der General Excutiv Board der NlghtS of Labor hat beschlossen, den Strike fortzusetzen. Sie bestehen jetzt darauf, daß alle Striker wieder ihre früheren Plötze einnehmen. auSgenom men diejenigen, welche sich an dem Ei genthum der Compagnie vergriffen haben. Die Eisenbahnbeamten behaupten, daß sie im Stande seien, vollständig ohne die KnightS of Labor fertig zu werden. Sie behaupten, daß ihnen eine genü gende Zahl von Leuten zur Verfügung stehe, und daß keine Unterbrechung de Verkehr mehr zu befürchten sei. Turner widerspricht dem. und behaup tet. daß die Compagnie niemals genügend Leute finden könne, so lange die KnightS of Labor l AuVstande sind. Der Ver kehr mag thtilveise vor sich gehen und scheinbar mag keine Störung vorhan den seien aber der ganze Verkehr könne ohne die KaightS of Labor nicht bewäl tigt werden. Die Ordre deS Erecutiv Boards, den Strike fortzusetzen, hatte zur Folge, daß Viele, welche bereits wieder an die Arbeit gegangen waren, wieder ausstanden. Trotzdem entstanden keine besonderen Schwierigkeiten im Zusammenstellen und Abschicken von Frachtzügen. Sorth Worth, 6. April. Die Milizen sind wieder abgezogen, bloß Compagnien State Ranger? bleiben noch. Züge fahren unbehelligt aus und 'ein.
Die U ngunst de We tter S. Cincinnat i. 6. April. Der Fluß ist 64 Fuß 2 Zoll hoch und man befürchtet das Schlimmste. Detroit. 6.. April. Eine solch' furchtbaren SturmeS, wie der zur Zeit herrschende, sann sich Niemand erinnern. ES ist vollständig unmöglich auS dem Hause u gehen. S ä st S u g i n a w. 6' Apr. Sieben Meilen von hier blieb der Sturm einen Paffagierzug vom Geleist. Elf Personen wurden verletzt. Evanöville, Ind., 6. April. Der Fmk hatte gegen Mittag eine Höhe von 42 Fuß erreicht. Man fürchtet, daß ous Green River Island da dort befindliche Biei) verloren ist. da die Insel mit 3 Fuß Wasser bedeckt ist. Louiöville. Ky.. 6. Aplil. Der Flub ist auf 31 Fub S Zoll gestiegen. Washington. 6 April. DaS Wetter-Bureau meldet : Der Ohio wird von PittSburg biS 'zu seine? Mündung steigen; von Sincinnatl bis Cairo wird er gefährjich werden; dasselbe gilt von den Tennessee und Cumberlandflüssen. Zwischen Cairo und VickSbug wird der Mississippi die Niederungen überschwem-MM.
Großes Feuer. La C rosse. 6 April. In John Paul'S. Mill brach heute Morgen 10 Uhr Feuer auS. daS in kurzer Zeit einen solchen Umfang annahm, daß man für die ganze Stadt fürchtete und telegraphisch Hilfe auS benachdalten Orten berief. Das Feuer erstreckte sich über 5 Blocks. Erst um 3 Uhr Nachmittag gelang es desselben Herr zu werden. Der Schaden beläust sich auf eine Million. Wablresultat. Chicago.. April. Bei der Stadtmahl haben die Republikaner 12 Stadt rathSmitglieder gewonnen. Clncinnati.e April. DieMehr heit EshelohS. Republ. für Comptroller beträgt 5,786. Von 1 ff.ldermen haben die Republikaner 17 gewählt. Sedal ia. Mo.. 6. April. In der Stadtwahl wurde der Bürgerkandidat für das Matzoröamt mit einer Majorität von 5,25 über den Kandidaten der KnightS of Labor gewühlt. (longreß. Washington, 6. April. Senat. Die Debatte über die Bill zur Vergrö ßerung der Armee wurde fortgesetzt. Lo gan hielt eine längere Rede, worin er zeigte, wie über unsere Armee und Mari ne sich die ganze Welt lustig mache, und wie wir nrcht im Stande seien, unsere Bürger im Aullande zu schützen. Hau. Nach Erledigung verschieden?? Dinge von untergeordneter Bedeutung zog daS HauS' das Budget für den Postdienst in Erwägung. Ein Amendtment, die Bewilligung für Beförderung der ausländischen Post von 5375,000 aus $425,000 zu erhöhen, wurde verworfen. Ver Kabel. H o ch v a s s e r. Berlin. 6. April. Die Umgegend von Danzig steht unter Wasser. Dassel be hat in einzelnen Dörfern und an Fabriken unendlichen Schaden angerichtet. Die Noth unter den ärmeren Klassen ist sehr groß. Selbstverständlich. Berlin. 6. April. Der Bundeörath yai vle vom sreiazstage angenommene Verlängerung de SozialistenGesetzeS gutgeheißen. Nehmen Bern uns! an. London, 7. April. Der .Daily Telegraph- meldet, daß der König von Griechenland und sein Ministerium die KriegSvorbereitungen eingestellt haben. Fürst Aleiander von Bulgarien hat sich dem Willen der Mächte unterworfen und acceptirt die 5 jährige Verwaltung von Ost'Rumelien. Soziali st enprozeßL o n d o n, 6. April. Gestern begann der Prozeß gegen die Sozialisten BurnS, Hyndman. Champion und William we gen AufruhrstiftenS. Marktpreise. W , t , , n. .?. 85 ; . 2 roth, 8V. er n. 9io.3 i &; acl33c; oemifät 31:. äfft. . 3t34i; fmit4t80c. I a t n. 63:. Ute. $11.00. ftt. 110.50 U.C0. 4 inten. fX-lOV. Schulter. X,. Ex ck. SX. ,. Sktte. 7e. ' chlnschal,. 78. hl. Fa'l 3.2-t3.40; ,nc, Ji.00-J4.25 ztra fJ.Oo-fMO; Ke, ,2.10-!,.. ier. 9-10:; t t, II. utter. raer, 2& 30; Dalr, 14 '6c; oiiniry iv x Sühner. TXtvtxm. Türke 7c. rtofftln. $0-60t t ef; fpftt. ,!.-,l.7i ,, rl.
Au Belgien. Brüssel. 6. April. In Charleroi sind mehrere AuSstöndige. die an den Ruhestörungen theilgenommen hatten, zu GesSngnißhaft von 3 Monaten bis zu 5 Jahren verurtheilt. 10.000 Personen befinden sich noch im Ausstand, jkdoch er wartet man. daß Viele derselben schon morgen die Arbeit wieder aufnehmen werden. fUorti Auslande. Auf eine eigenthümliche Weise erfuhr neulich Abends in Berlin der Inhaber eines Putzwaarengeschäftes in der Bellealliancestraße, daß es in sei' nem Schaufenster brannte. Der B. B. C." erzählt : Eine Dame hatte gerade den Laden betreten und ein Päckchen Wolle verlangt, wo sie in sichtlicher Erregung mehrere Male den Wunsch äußerte, so fort bedient zu werden. Als die Nichte des Ladeninhabers, welche rhr das Gewünschte verabreichte, lächelnd fragte: Warum denn so schnell?" antwortete die Käuferin wörtlich : Bei Ihnen im Schaufenster brennt es ja !" Die brave Frau hielt es für ihre Pflicht, erst ihre Einkäufe zu besorgen, ehe sie sich veranlaßt fühlte, von der dem Geschäft drohen den Gefahr Mittheilung zu machen." Mittlerweile war das Feuer schon so rrüchtig geworden, - daß schließlich der ganze Laden abbrannte. Eine tragikomische Scene ereignete sich kürzlich in einem Wohlthä-tigkeits-Bazar zu Gravesend (London). Dort fand vor einigen Wochen, veranstaltet von einem Damen Eomite, der Verkauf weiblicher Handarbeiten zu Gunsten der Gründung eines TaubstummewJnstituts statt. Der Herzog von Eonnaugbt mit seiner Suite, dann eine große Akenge Aristokraten hielten sich mehrere Stunden auf, und ein junger Eavalier, Lord Edivan, nahte sich einer Bude, in welcher drei Ladys Schutzdecken verkauften. Lächelnd sagte der Lord: Für solches Zeug habe ich keine Ver: Wendung, aber (nun wandteer sich direct an Miß Flore Page) wenn Sie mir eine Locke Ihres Haares geben,',öezah!e ich sie mit L0 Psd. Sterling." Tief, erröthend wandte sich die Dame ab, da erschien die Lady Patroneß und sagte : Sie werden gewiß dem wohlthätigen Zweck das Opfer bringen", und griff scherzend nach den Locken ; Miß Page wollte sich schnell zurückbeugen aber in diesem Augenblick blieb der ganze falsche Lhignon in den Händen der entsetzten Patronesse. Von Herzkrümpfen befallen, stürzte das arme Mädchen zu Boden. Unbsschreib lich ist die Scene, die nun folgte. Nie mand wußte, was geschehen ; als endlich das Ereigniß bekannt wurde, begab sich die Herzogin von Connaught zu Miß Page und tröstete sie mit den Worten : Man weiß, daß keine Dams gern ihc eigenes Haar für Locken opfert." Dem P f ä l z e r K u r.", berichtet man über auf der Hünin ger Nheinbrücke bei St. Ludwig in Oberelsaß stattgehabte Arbeiterexcesse: Gegen 20 Arbeiter der Seidenfabrik bei Großhüningen, welche seit einigen Tagen gefeiert hatten, versammelten sich, nachdem sie sich angetrunken hatten im Aerger über die ihnen angedrohte Entlassung, auf der Schissbrücke und verübten gegenüber den Passanten und den Beamten grobe Excesse. Als sie von dem herbeigerufenen Gendarmen, zum Auseinan dergehen aufgefordert wurden, gab einer der Wüthendsten demselben einen Schlag in's Genick ; der Gendarm taumelte bis an's Geländer der Schiffbrücke zurück, erholte sich aber sofort wieder und streckte den Angreifer durch einen wuchtigen Schlag deS Gewehrkolbens nieder. Da erscholl wüthendes Geschrei seitens der betrunkenen Arbeiter, die auf den Veamten eindrangen, ihn zerrten, anspieen und schlugen und über das Geländer zu heben suchten. Drt inmitten dieser rohen Bande Stehende wußte sich schließlich nicht mehr zu helfen ; er zielte nach einem der Vordersten und schoß ihm eine Schrotladung in den Oberschenkel bezw. in denUnterleib. Nun wäre derGensdarm ein Mann des Todes gewesen, doch traf glücklicherweise die Grenzaufsehermannschaft von Hüningen rechtzeitig zur Hilfe ein, Welcher es im Verein mit einigen beherzten Bürgern gelang, die betrunke nen Arbeiter zu zerstreuen. Der Geschiene ist im Spital zu Basel gestorben. Als Ursache der Vorfälle wird Folgendes angegeben : Zwei Arbeiter, welche am Montag blau" gemacht haben, wurden am Dienstag auf eine Woche von der Arbeit ausgeschlossen. Daraufhin erklärte eine Anzahl von ande ren Arbeitern ebenfalls so lange zu feiern, als ihre beiden Kameraden, worauf die Fabrikdirection nachgab und die bei' den wieder einstellte. Diese und ihre Kameraden kehrten nun aber, wie man sagt, den Stiel um und verlangten, indem sie glaubten, es sei hierzu der günstigste Zeitpunkt vorhanden, als Vorbedingung f".r die Wiederaufnahme der Arbeit eine Lohnerhöhung. Die Direction erwiderte, auch darüber lasse sta) sprechen, aber jetzt nicht, jetzt müsse die Arbeit aufgenommen werden, widrigenfalls sofortige Entlassung erfolgen würde. Hierauf antworteten etwa 20 Arbeiter mit einem Strike, betranken sich und verübten dann die bekannten Excesse,was in dem Drama führte. Der erschossene rvr r l V ' . rZ. I . Aaoeuer wno uorrgens von vem avrudirekter als der Ordentlichste" von Allen bueicknet. .. . . ;
i. n, 'mnEiiörs & 55 S5 Ä Ost Washington Straße, . . . Indianapolis, Ind. ßroßartige Hffette : Yar für ewige Fage ! SÄ? lllfÜSl A"'S'r,ieS j3.n0 j glisckt dekorirte dUmUxBttt u 8fl i!4e d.kor.rt urnbrr .. 3.00 Englisch, d.kritte Dir.S.r.ic.. etü.. lt Blech Lkl'et Sttl 11.47. Vollständiges Assortement von Eßgeschirren. L5 Muster geöffnet auf Lager. I. N. HEIMS & CO.
01000 Belo bn una!
werden Demjenigen bezahlt, welcher beim ICQß .Ci wmivii igou iuu4til "QUICK MEAL" am B ften rath. Sieh' den
8ELF LIGHTING OFEN." Gefahrls, weil kein Cchdefelhol, znm Anzünden nöthig ist.
HP. KMI- XPxmxLsILIL saimxfll Ccmnao
Vko. 05 Ost Washington trage.
Der billigste Platz
mmi
Teppiche, Oesen, Matten, Oeltnche, FenstervorbSuge, GiSschränke, GiSkisten und Gasolinöfen
auf
zSöcZkutNSe oder rnonatNche AözalZknng oder für 063 gcft.
Parlor Garnitur (7 Stück)
Wallnuß Schlafzimmer Garnitur lS Otück, Glas -
auf dem Waschtische)
DecorirteS Schlafzimmer Garnitur (8 Stück) 820-C0.
Bei dem zuverlässigen Hause, IKCDIICM QCB CDCTOJSDUIP AI 'KTTTy -
97 Ost WashingtonstratzL. Abends bis 8 Uhr geöffnet. GIB
LS
Enthält alle nahrhaften Bestandtheile des Rindfleisches in der schmackhaftesten und verdaulichsten Form. Ein unschätzbarer Artikel für Kinder, Kranke und, Schwächliche. Vortrefflich fcr Geruch und Geschmack ; verdirbt nicht. Wird von allen Aerzten Europa's und Amerika's empfohlen. 9 Unze. 4 Nze. Klfie, 24 Flaschen $18.C0 I Me, ,4 Flaschen. tz!.tt 1 Dutzend Flaschen ,.V9 1 Dutzend Flaschen. I.C Zeha Pfund iften 51.25 per Pfund. Zubereitet von kZebr. CibllS, Bueno Vhret. Agentur ; qD" söimnea IHJ, HCcoea c3 Dof No. io Cäd Okeridian etrafle, Sndis!i, Sb.
Cigarren ! Cigarren ! D. C. Kitt. I. v. Hitt. DIE IIVOIAIVA CIGARREN COMPANY ! Nachfolger von L. M. Fttzhugh. Fabrikauten nd 9ngtoCr?3nfer seiner Cljtrr:. Wir haben auf Lager die berühmten 5. M. F., .Daily Journal .Daily SenUnel, .Jahhawker, .Zeni", .Knack" und diele andere Sorten. Aufträge per Post werde pr,pt und unterVarantie der Zufrieden h it ausgeführt. Die Indiana Cigarren Company, No. ss Süd Meridian Straße, Jndianadliß.
EAIL HO AD HAT STOßE. VI o. 76 Ost Washington Straße, Hüte für die deutschen Arbeiter. Hüte für die Knights of Labor." Hüte und Kappen für Kinder, Knaben und Männer. Große Auswahl ! Niedrige Preise ! Aufmerksame NedlenunaZ JSo. TG Ost Washington Strasse.
S6Mö Hsmfe FMfH-MttM. VSL0V0R VIETZ, Frisches und cingesalzenes Fleisch, Schinken, Spc6, : und . y Qutslc jeder Llrt. NO. 4!7 OST WASHINGTON 81RAÖOE. BftUg oibn pxt in Ben Xütn kc tt Jflilltfer. TtUtu SU. 5OO. ;
Gebrüder Frenzel, Merchanls National Bank. S.W.Ecke Washington und Meridianftr. V f f .fij 6 zu den Niedrigsten Preisen i
Rathen auf die Zahl de? während dn '
GAS0LIN0EFEN in Indianapolis für n r tt e . . . 030.00 . . . $40.00, 14 & 16 Süd Delarssrestttbe. Samstags bis 3 Uhr.
M
Flüssiges Beef
ExtvaA. Zur Sicherheit, Bequemlichkeit und Sparsamkeit beim Kochm steht SaS unerreicht da. aö-Oefen Gasmaschinen zum Kostenpreise. A8 (?0ArAFI', 7 South Pennsylvania Otr.
y. n
&rz5&fi i.- . - O
