Indiana Tribüne, Volume 9, Number 178, Indianapolis, Marion County, 19 March 1886 — Page 1
a? MKWs ls WiJJiv'iwvWiiW
HH MM ii vWTvWU)
rfCVC"i wy Jahrgang 9. Ossiee : No. 120 OK Marvland Sttche. Nummer 178. Jodiauapollo, Jndiaoa. Freitag, den IS. März 1886.
n
ii i
Anzeige
;m llijn SpalU sottet! ittefest. ntQt - schäftsanzeizen find sd b"e Ranm' dou' drei 'gell nicht ödersteign, ndeu i e t g c It lich Lnfgeuommen. Ditftlden bleüeu S Tage Sehen, Uuueu aber beschrintt erneuert werden. Vieig, deiche bis Mag 1 Uhr adge. stiern werde, finde noch am festigt Tage Aufnahme. Verlangt.' erlangt: ein ut3 Mädchen ls SHin i Jes s,rs,n H ,. 6t Oft ot Str. 2Jnt SttUngl: in Hrau ,um Waschen. Z!.90 üb u Dlamar Straß. Zlw Stellegesuche. sucht: Stelle von einem Rann als Diener, ven einer Fraa all Schi in Prtoat-ami ii der gutem iauxant. Adresse : Iiiöüne. 2Jm escht: Sin junger Teutschör rbünscht irgen, eiche e-eschäftigun?, m liojtn i oie. De, sei rfteht auch mit Pferden um,ugehn. Nachzufragen 133 ,r, ob!e Strafe. 2m, Zu verkaufen Z , erkauf: irthschast dl sich einer gute Kundschaft erfreut, ist unter günstig dipflitrgtn tu erlaufen. 5!achjafragn tu er Osstc, ttl. ?b rka f n: in gut gleger Saloon. der sich einer gt,n undch ist erfreut, unter günfttge )t gungen. Nachzufragen in dr Osftc dies, 31 te. H da verschiedenes. dyandin gkon der. erlaufe eine halbblut Ierse uh mit Löchern in den Hö n rn. Segen elohnung ,.rückjudnnl.n ach 27 Centerftr. i t Blut, Haut und Nervenkrankhei-I tn eine Spezialität. Dr. Denke! Salier, 226 Oft Washington 5trj Stotterer geheilt. Physiologische Hetlerf,hrn. eingeführt tn tutcha Institut, in Heilung. tie,ad!ung. 4. roa. . 180 Oft South ki c Man versichere sein Sizeuthum in Xtx Indianapolis Deutsche Fener'vexstch rrnuzZ' Sesellschaft, Heniaaiiri J31etolltt Setr. Office : tto. Oft Washington StraSe. Neue Hüte! Neue Hüte! Den Kopf oben halten, ist die Haupt sachm gegenwärtiger Zeit. Dazu ist ein neuer Hut nothwendig und den kaust man am besten bei dem wohlbekannten Bamberger tto. 16 Ca Washingtonste. Ganz neue Muster soeben angekommen. W Mö! killen, die sich einer während meine! Po. zeffeö so darm angenimmen habe, .besonder den Advokaten Eropseh und Clahpool sage ich hiermit meinen herzlichste Dank. Mcinbardt Hündling. Englisli's Opernhaus. us btlenderei Verlangen ir, die . X yra 0oHollolian I Freitag und Samstag, is. und 20. Marz '36, die Oxer 2DH ü 33s: ct. all cd 2 mit ie'.en neuen Ein!.en wiederholen. Geenerie ne und elegant. Der Serkauf ,on Lien beginnt Dienstag, den 1. Rlrj in der V Offtee. haliche Preis : 2ic, 50, 75 und 11.00 . 100.000 StadlBonos. CUtVnl zum nnrth von 100, 500 und Zl.lX 4 Projkut Zinsen ,r Jahr tragend, vom 1, AP,U und zahlbar 1. De,ember, find ährend btt Achten 10 tn der Ctftc d Counto echinfterl U Pari u haben. DI Vld ir, tntt Erlaubniß dI Stadt und Mdrmaa.athI geborgt. ine ,itr,kilige Slnliih, ,om letzte Jahr ul jug'kichk. k. S. D n y, Vlaoor tchael F. Shiel d. Ltadt.Elerk. Bert) der Schneider ö Süd FiTiols Straß,, feine Wollene Herren-Anzüge. Vorzügliche Arbeit. - cctw ffciTTxr rtTTT 99 nuuoxiüja vriüi.. VjndianaTrust & Safe DepositCo. - n a r en. cm.cL:i.u rri MO. 41f LJIi 2DUIUIUU1UII KSll.. XJCIJC. VUU -wv.Vf f lv" p fc z besonder vottheilhast finden, dieselben nr .che-rn Aufbewahrung und nur unter ihrer , 'ieuen Kontrolle und persönlichem Zutritt ,u i i. mm . . OIVlLte m s W
sicheren Depositengewölbe. ". : '
Neueö. per Telegraph.
Wette?! tüten. Oashtngt on. D. C..19 Mürz. Südwind, etwa? wärmere, schöne Wetter, unterbrochen von leichten Regen schauern. Ein Dichter stirbt. Der Dichter Victor Echtsfel liegt im Sterben an der Wassersucht. Geschlichtet. South Bend, 19. März. Der Streit zwischen den Studebake S und ihren Arbeitern ist geschlichtet und der Ausstand zu Ende. U eberschwemmung. Berlin. 19. März. I Folge Thausetter und des Schmeljen de E.skö ist in vitlen Tbtilen de? Reicht Ueberschwemmung eingetreten. Göttoriclleöv In New Jork haben sie einen Aldennan eingesteckt, der seine Stimme an die Broadway Bahngesellschaft um Z20.000 verkauft haben s,ll. Dabeiist nichts weiter zu bedauern, als daß die vielen Collegm, welche der Mann im ganzen Lande hat, noch frei herumlaufen. Die Politik, oder das, was man hier so nennt, eneuat doch wunderliche Vorgänge. Polizeisuperintendent Lang ist angeklagt, daß er die (Lesehe mcht ausführt, und das soll dadurch bewiesen werden, daß man ihm nachweist, daß am Sonntag Wirthschaften offen sind, und doch weiß man, daß er gerade deshalb abgesetzt werden soll, weil er mehrmals Wirthe wegen Offenhaltens am Sonntage verfolgte. DaS ist eben Politik. Dem Kongreß liegen verschiedene BillS vor, welche die Etablirung eines sog. Posttelegraphen, d. h. eineS mit dem Bundespostamt verbundenen, der Bundesregierung gehörenden und von ihr betrie benen Telegraphensystems, bezwecken. ES entsteht nun für uns die Frage : Wäre eine solche Maßregel als ein Fortschritt zu begrüßen, oder nicht ? Zunächst steht eine Thatsache unwider' leglich fest: solange die kapitalistische Großproduktion die Grundlage unseres gesammten socialen und politischen Lebens bildet, wird auch die Staatsgewalt als solche, mit allen ihren Funktionen, unter allen Umständen der Ausdruck und das Werkzeug des herrschenden Ausbeuter thumS bleiben. Bei der Frage, ob dieser oder jener Betriebszweig vom Staate übernommen werden soll, wird sich'S da' her auch nur um Auswahl zwischen zwei Uebeln handeln. ES bleibt also nur zu entscheiden, welches Uebel das geringste. d. h, der sozialen Bewegung des Volkes am wenigsten hinderlich ist, Privat Monopol, oder Staatsbetrieb. Und da ist denn kaum ein Zweifel darüber möglich, daß der letztere vorzuziehen ist. Die Erfahrung des letzten Vierteljahrhunderts hat unS gelehrt, daß die sog. Segnungen der freien Eoncurrenz" bei Privatbetrieb namentlich auf allen Gebieten des Verkehrswesens eitel Flunkerei sind, dak schließlich sich naturgemäß Monopole bil den und daß deshalb sich die Frage ein fach so stellt, ob dieses Monopol einigen wenigen Privatkapitalisten, oder dem Staate überlaffen bleiben soll. Bei der Lösung dieser Frage kommt vor allem in Betracht, daß die Koncentrirung des Monopols in Privathänden eine kolossale Koruptionsmacht einzelnen Ausbeutern gibt, welche dadurch thatsächlich in den Stand gesetzt werden, die gesammte StaatSmkschine zu ihren selbstsüchtigen Zwecken auszubeuten. Bei Einführung des Staatsbetriebes würde diese Macht den Privatmonopolisten entrissen werden und Alles, was diesem unmittelbaren, entsittlichenden, die Urquelle der politischen Freiheit vergiftenden Einflüffe ent gegensteuern kann, ist als Fortschritt zu begrüßen. Allerdings läßt sich, wie gegen jeden Staatsbetrieb, so auch gegen die Einfüh rung von Bundestelegraphen, der Einwand erheben, daß dadurch der jeweilig herrschendm Partei bedeutende Machtmittel zugeführt werden, welche leicht zu Mißbrauchen aller Art verleiten können. Allein dieser Einwand ist darum hinfällig, weil er mit demselben Rechte auch gegenPrivatmonopole auf dem Gebiete des Verkehrswesens erhoben werden könnte. Jedes derselben ist' bekanntlich aus'ö Engste mit derjenigen Partei verknüpft, von der es die meiste Förderung seiner selbstsüchtigen Interessen zu erwarten hat.
Daß ein solches Privatmonopol im Parteikampfe neutral bleiben sollte, ist eine von der Erfahrung gründlich zerstörte Illusion. Besser ist es daher, das Ver kehrswesm von der jeweiligen Paxteire gierung direkt und von gesetzwegen abhängig zu machen, als umgekehrt diese Regierung selbst der Willkür und den Korruptionseinflüssen einiger Privatmo nopolipen preiszugeben. Drahtnachrichten. D er so z iale Kr ieg. PittSburg. 13. März. Sämmt. licht Arbeiter der National Tube Work über 1500 an Zahl sind wegen verveigerter Lohnerhöhung ausgestanden. Den Bergleuten in Longrun, Fairmount und Oak Ridge wurde zur Ber meidung eines Ausstände eine Lohnerhöhung von 10 Cents per Tonne be willigt. New Bork, 18. März. Die Damenmäntelschneider, 1S00 an Zahl sind ausgestanden. Sie verlangen Lohnerhöhung und Abschaffung de Eontraktsystem. Der große Eisenbahnstrike. Kansa City. 13 MSrz. Powderly kam heute hier au dem Osten an. Delegalen der süns Distrikt Assembliel sind hier, um eine Conserenz abiuhalten. Er ryird versucht, eine Zusammenkunst
mit Hoiit zu haben. Im Falle solche zu Stande kommt, wird er morgen nach St. Louis abreisen. St. Loui. US. März. In Eisen, bahnkreisen glaubt man hier allgemein, daß der Strike sich seint Ende nähere. Die Wiederausnahme des Verkehrs mit den Nachbarplätztn geschah ohne Ein Mischung der Striker. Letztere geben sich der Hoffnung hin. daß eS Powderley gelingen werde, die Sache in' Reine zu bringen. S da lia. 13' März. Die hier ver sammelten Lokomotivführer haben be schlyssen, ihre Stellen beizubehalten, und ihren Dienst zu versehen, so lange sie nicht gewaltszm daran verhindert werden. New Orleans. 13. März. Der Strike an der Texa und Pacific Eisen bahn wird durch Vermittlung deSBunde gerichtr wahrscheinlich beigelegt werden. Der Receiver erklärte sich bereit, die Ent scheidung darüber, ob die Entlassung Hall'S gerechtfertigt war, oder nicht, dem BundeSrichter vorzulegen. Dieser Vor schlag wurde von den KaightS of Labor angenommen und dieselben ließen die Feachtzüge ungehindert laufen. Seständniß eine Schurken N e w P 0 r k. 13. März. ES wird mit Bestimmtheit versichert, daß Alderman Zähne, welcher heute veihastet wurde. daS Seständniß abgelegt habe, $20,000 für seine Stimme zur Crtheilung des Freibriefes an die Broadrnay Eisenbahn Gesellschaft erhallen zu haben und da er mehrere seiner Collegen, rnlche ebenfalls gekauft worden waren, namhaft mochte. Jähne wurde gegen $1 5,000 Bürgschaft au der Haft entlassen. Der Fall wird am Montag zur Verhandlung kommen. ougreS Wa'fhiNkton, 18. März. Senat. Ohne Debattewurde eine Bill passtet, welche die Einsetzung einer Commission bezweckt, welche den . Handel mit Spirituosen von Standpunkte der Bestell' erung, sowie vom ökonomischen und mo ralifchen Standpunkte au untersuchen und darüber Bericht erstatten soll. Die Debatte über die EdmundS'fche Resolution wurde sortgtseht. Senator Brown vertheidigte in längerer Rede da Verfahren dePräsidenten und Senator Spoone? unterzog dasselbe einer scharfen Kritik. (Wir erinnern daran, daß e sich darum handelt, ob der Präsident da Recht hat, dem Senate die Uebersendung von Dokumenten, welche auf Absetzungen Bezug haben, zu veruttgen). Ehe Spooner mit seiner Rede zu Ende war, vertagte sich der Senat. H au. Da Hau hielt eine höchst langweilige Sitzung al Plenarcomite in elcher die, Jndianerbewilligungen besprochen wurden. Da Justizcomite empfahl die An nähme eine Bankerottgesetze. Ott stabil. Der Gang nach Canossa. Berlin, 18. März. Bischof Kopp von Fulda, Mitglied de preußischen Herrenhaust. ist vom päpstlichen Staatsekretär Jacobini instruirt worden, möglichft große Zugeständnisse von der preu ßischen Regierung zu erhalten, aber Alle zu vermeiden, va zurNiederlage derVor läge bez der Kirchengesetze führen könne, da deren Annahme, selbst unverändert, einen Gewinn für den Vatikan bedeute.
Eommun efei e r. P a r i . 13. März. Die Commu. nisten haben den Plan, den 15. Jahre tag der Commune heute durch eine große öffentliche Demonstration zu feiern, fallen lassen, dagegen die Abhaltung von 23: Banketten angeordnet. Dersoziale Krieg. Pari. 18. März. Die auSstän digen Bergleute in Decazeville machten einen Angriff au die Arbeiter, welche ihre Plätze eingenommen haben. SS wurden zahlreiche Verhaftungen vorge nommen. Ist krank. Madrid. 13. März. Francoi Achille Bazaine. ehemaliger Marsball der französischen Armee, welcher hier im Exil lebt, ist gefährlich erkrankt. Irische Politik. London, 18. Marz. Chamberlai sagte einem Freunde, daß Gladstone' Vorschläge in Bezug aus Irland eine so vollständige Trennung . herbeiführen würde, daß eS unmöglich für England sei den LandlordS irgend welche! Garantie zu geben, und daß wenn kein Weg ge funden werden könne, die den LandlordS zu zahlende Summe bedeutend zu redu ziren, er aus dem Kabinette scheiden werde. ES heißt, daß Gladstone die Anlage eines Landfond von 120 Mill. Pfund Sterling proponire. Ihre Geduld geht zu Ende. Manchester. 18 März. Viele der unbeschäftigten Arbeiter verlieren die Geduld und begehen Ausschreitungen. Sie durchziehen häuf weise lärmend die Straßen und bedrohen die Juwelen lüden und andere EtadlissementS. Vor läufig haben sie sich aus daS Cinmersen von Ladenfenstern beschränkt. StsrsnaSrteSe,.
New York. 18. März Angek.: .Assyrian Monarch" von London und .Rhätia- von Hamburg.. Southamvton. 18. März. n gekommen: .Werra von New Jork? Marktpreise. t , n. . 3 . 92 ; 0, 3 r,th, 91'. K,en. Sk.1i,U; gelS3e: mischt Ut. Hsr. N. 2 kli lischt e. t gen. 60:. ÄlU. 1134)0. tltt. tlü.10 -11.75. chtnkn. 10. Schult. dXt. , . X Seite . ?xeSch,tneschmltz. 7X-8. hl. Fa 1, .3.20 !Z.4z ?,ne, tX5-Z,.25z lU 13.0 13.10; ftttn S2.l0i.3d. lt. 10:; im 6tt 12. Butter. Srmr 242; Dlr, 1416; Countn 1013. Hühner. 7 rvl,. TutfetSc. ttfftn. 0. xr Bush. ?,!. l.U-l.509i Sei. H i e si ge s. VluS der Qrdeiterbewißung . In ftooi1 Stove Foundry sind die ausgestandenen Arbeiter bis auf drei wieder zu den alten Löhnen an der Ar beit. In Nordyke & Marmon'S Eisenwerken droht ein Strike auSzubrechen. Die Arbeiter verlangen eine Lohnerhöhung von 16 Prozent, aber eS ist fraglich, od dieselbe gewährt wird. Den 8stündigen Arbeitstag ist die Firma bereit, am l. Mai einzuführen. Dem Gerücht, daß die Firma vorarbeiten ließ, um einem Strike begegnen zu können, wird von der Firma widersprochen. Die Bremser der hier einlausenden Eisenbahnen sind unzufrieden, weil sie nicht für die Zeit bezahlt erden, in elcher sie nach einer bestimmten Station fahren, um an einem bestimmten Eisen bahnzug zu dienen. Die Moore Combination DeSk Companyverlangt vermittelst Anzeigen 10 Arbeiter. Nun sind aber in dem VeschSste 3 Stellen unbesetzt, und die Möbelschrei ner befürchten, daß diese Anzeigen und die daraus folgenden Offerten nur dazu dienen sollen, die Löhne herunterzuschrau den. Arbeitern, welche kürzlich um Arbeit nachsuchten, wurde nämlich nur 15 Cents per Stunde geboten, während die gegen wärtig bei Moore Beschäftigten 13 und 20 Cents per Stunde erhalten. Bembrnch. Harry New jr. brach heute früh um 2 Uhr als er von der Journal Office nach Hause gehen wollte, daS rechte Bein an zwei Stellen. Er wollte seinem Hunde nachlaufen und war dabei gefallen. Georae K. CollinS reicdte beute ein Scheidungsklage gegen Anna CollinS ein. Die Frau ist mit einem Andern durchgegangen. C3T Susan A. Pollard will von ihrem Henry geschieden sein. Er wird als Faullenzer, als unordentlich und schmutzig geschildert, so schmutzig, daß wenn er rein aussehen soll, seine Frau ihn erst waschen muß. Richter Walker hat ihr $25 auS des Manne Eigenthum zur Führung ihre Prozesse bewilligt.-
Arbeiter verunglückt.
Die Arbeiter in C. P. Paul Co'S. Sägemühle waren damit beschäftigt, BaumUämme aufzuziehen. Ein Baum stamm fiel auf den Arbeiter John Higgen und verletzte ibn so, daß er venige Stunden nachher starb. Er war etwa 30 Jahre alt, verheirathet und wohnte No. 76 Kennington Str. Vom ZluSlande. Wahrhaft erheiterndi Mittheilungen macht der Reichstagsab' geordneter Baumbach über die Vorgang, in jener Reichstagskommission, die sich mit dem Ackermann'schen BefähigungSNachweis zu beschäftigen hat. Der genannte Abgeordnete schreibt in der 9ca tion: Unsere kommissarischen Bera thungen geben einstweilen einen Borge schmack von den Dingen, die da kommen werden. Die Debatten über die Feststellung und Abgrenzung der einzelnen Handwerke, welche unter den Vefähi gungsnachweis gestellt werden sollen,w ren in 'der That vielversprechender Na wr. Darf der Schuhmacher Pelzstiefe! anfertigen, oder ist die) ein Vorrecht des Kürschners? Darf ein Hutmacher auch einen Strohhut herstellen ? Wie ist dei .Betrieb des Tapezierers oder Dekora teurS zu bestimmen, auf daß er nicht mit dem Sattler, dem Taschner oder Niemer oder mit dem Polsterer in einen be dauerlichen Konflikt gerathe? Müssen Landleute, welche Schwarzbrod in die Stadt liefern wollen, künftighin den Be fähigungsnachweiS für Bäcker erbringen! Muß der Korbflechter, der die einfachsten Arbeiten verfertigt, die jedes Kind herstellen kann, wirklich drei Jahre als Lehr ling und ebenso ein Triennium als Geselle absolviren, bis er. selbstständig machen darf? Muß er wirklich das Acker mann'sche Examen bestehen und muß ei 21 Jahre alt geworden sein, bis er über Haupt zu dem Korbmacherexamen zuge lassen wird? Große Schwierigkeiten verursachte ferner die gesetzgeberische BeHandlung der Barbiere (Rastter, Bader) einerseits und der Friseure und Perrückew mach er andererseits. ; Ist der Barbier durch daS Barbierexamen auch zum Haarschneiden legitim!, oder ist dieS nicht Vielmehr Sache des Friseurs ? Darf er mit dem Haarschneiden auch das Frisiren deS betreffenden Hauptes verbinden oder muß er 'hierzu erst noch die Friseurprüfung bestanden haben? Darf der Barbier der leidenden Menschheit Zähne ausziehen oder gehört das nicht vielmehr in's Ressort des Baders, des Chirurgen oder de Heilgehilfen? Schließlich erfchien die Schwierigkeit, den Begriff des Baders zu präzisiren, fo groß, daß man den Ba der ganz von der Befähigungsliste strich, nachdem insbesondere von einem verehr lichen Mitgliede der Kommission konstatirt worden war, daß in Oberschlesien der Schmied deö Dorfes nicht selten durch daS Vertrauen seiner Mitbürger zum Zähneausiehen berufen ist. Die edle Haarschneldekunst soll freilich auch nicht selten von kundigen Dillettanten ausgeübt werden. Ein entsetzlicher Mord und Mordversuch wurde am Abend des 25, v. Mts. bei Prag am Beraun-Ufer in der Ortschaft 3towin verübt. Während der Häusler Streiczek bei seiner Schusterarbeit saß und seine Frau zu Bett gehen wollte, wurde er durch einen Schuß vom Fenster aus niedergestreckt und die Frau verwundet. Letztere eilte von der Leiche des ManneS weg in's Freie, flüchtete aber wieder in's Häus chen, als ihr eine vermummte schwarze Gestalt entgegentrat. Sie weckte ihren zwölfjährigen, hinter dem Ofen schlafen den Sohn und ließ ihn durch das rückwärtige 'Fenster hinausspringen, um Hilfe zu holen; da siel ein zweiter Schuß und der Knabe, in den Unterleib getroffen, wälzte sich, schwer verletzt, in seinem Blute. Von den Thätern ist bis jetzt keine Spur. Man vermuthet, daß hier ein anarchistischer Racheakt vorliegt. Aus Paris wird erzählt: Der Tingeltangel mit den Königen von Frankreich" als Kellnern ist über trumpft. Seit Sonntag, den 21. Feb ruar, ist die .uberKs äes lisines üs Francs das Wirthshaus de? Königinnen von Frankreich inmitten von Paris (Rue de Bretagne) eröffnet. Die bekannten Königinnen von Frankreich, sowie die Maitressen der Könige sind als Kellnerinnen angestellt. Mar garetha von Burgund, Anna von Oesterreich, Jsabella von Bayern, Katharina von Medicis, die schöne Ferronniere, die La Balliere :c. erscheinen in ihren be kannten historischen Trachten, von denen jede 200 FrcS. gekostet haben soll, waS freilich nicht auf echte Spitzen, Brokat, Atlas und ähnliche Stoffe schließen läßt. Selbstverständlich, ist der Andrang der Neugierigen ungemein groß, trotz der schlechten Zeiten, über welche Jedermann klaat. Achtung Arbeiter. Voyeoitet Gebr. Warmeling, eil sie. der Bäcker Union ihr versprechen nicht gehalten Haien. DaeBAeottTomite, Wm. Hunter, Joh. Gräber, al.Vetzler. Gern. Wonnegnr, ARCHITECT, Qanee Block, Zimmer ?ko. 03 t3 l, ,tr. ycke Virginia Ave. ud Washwgt Fte.
I : 1
G
WC MsVz-F66V
veranstaltet in MOZART am onntag, den
SozialiDscheK
S
Aboncls ITlii. Eintritt für Herren 23 SentS. . . Damen frei.
PROGRAMM: rc. r r-r ?
siitz yen. 1. Ouvertüre: .Judith Miller' Orcheß. 2. Lebende Bild: .Die soziale Gegenwart" Snkv5rse do Bildhauer vahl. 3. Deklamation : .Zur Märzfeier. Gedicht von Hörth Frl. Oppekhewerl 4. Tenorsolg Yerr.Heer5- Festrede Herr Jl. ahlteich. 6. Kuegigesang mit Orcheßer.Begltitung Sozialistischer Söngerch,r. Zweiter Theil. 1. Ovvelture: .Der Schalk" Miller' Orchester. 2. Lebende Bild : .Die soziale Zukunft" Entworfen von VUdhaer Vlchl. Rede Herr Phil, appaport. 4. Doppelquartett : Schtväiische Volkslied Frl. vk. Rehel, Frl. L. eiZel. Fr. JkWll Frl. Rohner und die Herren Psaff, Klein, Rerroth und Mack. ö. Deklamation : .Dem Volle"- Gedicht von Reinhardt. . . . Herr Hy. Äirst. 6. Marseillaise mit Orchefter-Begleitung Sozialistischer SZinguchsr. Durch die freundliche Mitwirkung einer Unzahl Mitglieder de .Haruzari Cli gerchor" ist der Chor bei dieser Gelegenheit bedeutend verstärkt. Dirigent. Herr Trust del. Musik einhold Niller' Orchester. Schluß: Tanzkränzchen. -
RAIL R0AD HAT STORE VI o. 76 Ost Washington Straße, Hüte für die deutschen Arbeiter. Hüte für die KnightS of Labor." Hüte und Kappen für Kinder, Knaben und Männer. Große AuSwabl ! Niedrige Preise k Aufmerksame Vebiennugk IV o. V Ost Washington Straose.
OIBILS
Ontbält alle nabrbaften Sestavbtbeile deS ?!indfleisüeS in der schmackhaftesten und verdaulichsten Form. Ein unschätzbarer Artikel für Kinder, Kranke und. Schwächliche. Ortrefflich Geruch und Geschmack ; verdirbt nicht. Wird von allen Aerzten Europa's und Amerika's empfohlen. Uuzen. , 4 N,,e. Kiste, 24 Flaschen ZlS.eo I Kiste, 24 Flasche ...1M l Dujend Flasche 9.00 1 Dujend Flaschen S.tzS Zeha Pfund Kisten $1.25 per Pfund. ET" Zubereitet don Gebr. Cibils, Lueno hre. Agentur : ET saenaeo HG HCcöccj c3 CDcd, Ns. iäo Süd Neridian Cinfje, India,a,li, Sd. GSNVö HlAWfe MffH-Mc)M. 'rsisavoR viLv, Frisches und eingesalzenes Fleisch, Schinken, Spkö, und Dütsic ieder Qrt. NO. 14.r OÖT WASHINGTON ßTRAOOE. eftellunge oerbtu ptempt i Neu r) eilen er Übt itttlefert. XUi)n . AOO.
QleW &t)e hbxhiid (DiLeip mi iHjfDiEararcDiHiiEiHi, XJo. 47 Süd Velar, are ixtt. st die besten Fleischsorte werde geführt. Täglich frische Oörfte, wie v l t w k ß, Q i e u e r w r st, Vatwrft, Leberwnrft, .f. w. IZT Preise mähig. vediennng prompt. RnftrSge ach iriend eine CUilJtil rnci prompt besorgt.
iiLcn'K TIOGO'SIPHOK Gis"rrTP?isi. .GilesomitR -r- wummuucTWiu.i lNOlANABOLIS.lND. Obige .Closet ist nach dem Röhrenshstem eingerichtet,, verursacht keine Lärm und bot keine Ventile, die fortwährender Reparaturen bedürfen, wie da bei alle altmodische Qb set der Fall ist. ' Jedes ist geprüft und wird aarantirt. Dieselbe find zur Ansicht in 68 Nord yennshwanlastr.
m
- 1
Wk
von der
SemsN
der - HALLE! 21. Mörz. 1886. Beef ExtraN. ALEX. HETZGEE'S s Odd Fellowo Hallo, ' Zweites Stockwerk. General.Agentur der größte ad sicherste Feuer Versicherungsgesellschaft n UN verkauf on rutgth. Schifftschein fix lle deutsche , ngl'sch, ktie. EtnneHn n rIchften m U, SttU Sc4f lndl uner Schweij. nfetttgun vllchti. n n Verleihe ,Uttu. kZel,Aujahluik u,Ochsl uch gltuXtU Itn Sttt. Fasoacso cu den llllicrstozi Sxeloea
Flufnges
