Indiana Tribüne, Volume 9, Number 174, Indianapolis, Marion County, 15 March 1886 — Page 1
HH VAVAN ni n W QA V Offlee: L!o. 120 OK MaMaud Strasze. lahrgang 9. Nummer ffi. 7 tj t Judiaoapoliö, Jndlana Montag, de IS. März lSSS.
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Neues per Telegraph. EB e i t i r u 8 f i t n. Q a s d i n g ! o n. D. C.. 15. März. WarmeS hübsche Wetter, gefolgt von leichtem Regen oder Schnee. Ziehen mit Musik umher. Vittburg. 15. März. Mehrere hundert der sinkenden ttohlengräber
,ogen heute früh um 1 Uyr mxx lucurn nach den Manor Valley Minen und deranlauten die dort Arbeitenden in die Reihen der Striker zu treten. Der aroke E i send ahnst r ike. St. Loui. 15. Marz. Man glaubt, daß die Missouri & Pacific Eisenbahn Co. erneute Anstrengungen machen wird, den Frachtverkehr in Gang ni irinaen. Die Wirkung des gegen die Striker erlassenen Einhaltsbefehl, k. da Eigenthum der Bahn nicht zu löjadigen, glaubt man -darin zu erkennen. dafc die Personenzüge heute alle regel müßig eingelaufen find. (AditoricUco. Das Phil. Tageblatt" schreibt: Wenn Diejenigen, welche sich zu sozia liftifchen Ideen bekennen, nicht auch zu gleich sich bestreben, bessere Menschen zu sein, so bleiben sie entschieden hinter der innigen Brüderlichkeit der Urchristen zu rück, und wenn sie eine Wiedergeburt des eigenen Innern nicht zuerst vornehmen, so können sie nicht den Anspruch erheben. eine ganze Welt neu gestalten zu wollen. Man mag denken, daß rohe Gewalt die soziale Revolution schon herbeiführen wird; den höheren. Alle mit sich fort reißenden Aufschwung wird die Idee aber erst dann erreichen, wenn alle Sozialisten von dem Gedanken beseelt sind, daß Men scheu besser sein können,' wenn sie ernstlich wollen und dies durch ihre Handluugsweise bethätigen. Früher wird die sozia listische Idee in den Augen der Welt nicht die hohe Achtung erringen, die zu einem geistigen und nicht bloß materiellen Siege führt. In der Liebe liegt eine höhere Macht, als in der rohen Gewalt, und sehr schön drückt Lassalle das Wesen der zukünftigen Revolution aus, wenn er sagt : ES ist ein Schrei der Versöhnung, ein Schrei der die ganze Gesellschaft umfaöt, ein Schrei der Einigung in den alle einstimmen soll ten, ein Schrei der Liebe, der seitdem er sich zum ersten Male aus dem Herzen des Volke? emporgerungen, für immer der wahre Schrei des Volkes bleiben und um seines Inhalts willen, selbst dann noch ein Schrei der .Liebe sein wird, wenn er als Schlachtruf des Volkes ertönt. " Trotzdem die Striker an den Gould'schen Eisenbahnen in Texas, Kansas und Missouri eine ganze Menge von Gründen für ihren Massenaus stand angeführt haben, so bleibt doch fast die ganze Presse des Landes dabei, daß sie nur einen Grund hätten. Der eine Grund wird fälschlich und absichtlich als der einzige hingestellt, weil er, meint diese Presse, so recht den Uebermuth der KnightS of Labor beweist". Letztere, so heißt es. hätten lediglich deshalb 10,000 Mann außer Arbeit gesetzt, weil an der Texas Pacisic ein Mann entlassen wurde. Ist das nicht ein unerhörter Frevel, eine Ver höhnung alles NechtsgefühlS ? Der Bund sollte seine Soldaten ausschicken. um die Bande züchtigen zu lassen. Wir steuern der Anarchie zu und sollten uns auf blutige. Kämpfe bei Zeiten gefaßt machen. Solche und ahnliche Ausrufe sindet man in Blättern aller Schattirungen und Gattungen. Thatsache ist dagegen, daß die Ver valtung der Texas Pacisic einen erst vor wenigen Monaten abgeschlossenen Con: trakt mit den Arbeitern schmählich gebro chen und letzteren hinterher ganz kaltbll tig erklärt hat, daß sie mit ihnen nicht unterhandeln wolle. Ihr Standpunkt ist der, daß ihre" Leute sich zu jeder Zeit auf die Straße werfen lassen müssen, kein Organisationsrecht besitzen und' folglich auch nicht als Gesammtheit zu dem Groß mogul reden dürfen. Wir haben jeden Einzelnen gemiethet, sagt sie. Folglich muß jeder einzeln zu uns kommen, wenn er Beschwerden hat. Eine Delegation der GesammtArbeiterschaft kennen wir nicht. Wir unterhandeln weder mit den Strikers, noch nehmen wir die Vermitt lung der KnightS of Labor an. Der Massenverwalter Brown, die Texas Pacisic ist nämlich bankerott, hat an den Großmeister Powderly einen höhni schen Brief geschrieben, der in dem Satze gipfelt : Die Arbeiter haben kein Recht, sich Hu organisiren. .
Es hat gar keinen Zweck, diesen That
bestand verdunkeln zu wollen. Wie in Chicago, Springfteld, Akron- u. s. w., so handelt es sich auch in Texas nicht um ei nen Mann, oder einen nichtigen Grund, sondern um Tod und Leben. 10,000 Ar. beiter, von denen wahrscheinlich außerdem noch 30,000 Personen abhängen, verzich ten nicht leichtsinnig auf ihren Broterwerb. Aber da es ihnen allen klär ist, daß sie nur durch Organisation die Ueber macht des Capitals brechen und als Fac tor zur Geltung kommen können, so ver theidigen sie ihr Vereinigungsrecht bis aufs Aeußerste. Wer ihre Motive ab sichtlich falsch darstellt, kann , auf Ehren haftigkeit keinen Anspruch erheben. DrahtnaHrlHten. Untergang eine Dampfers Sand? Hook, 14 März. Als der Dampfer .Oregon auf dem Wege zum Hafen sich heute Morgen um VA Uhr zwischen Jire Island und Shuniocook befand, ftikß er mit einem unbekannten dreimastigen Schooner zusammen. Der Schooner traf den Dampfer auf der Portleite, unmittelbar unter dem Speisesaale, ein großes Loch einschlagend. Dak Wasser ergoß sich in Strömen in das Riesenschiff. welches bald zu sinken be gann. Sosort wurden schleunige Vor bereitungen getroffen, die Boote zu be mannen. Die Scene, die sich auf D'ck abspielte, alt die Passagiere von der dro henden Gefahr Kenntniß erhalten hatten, spottet jeder Beschreibung. Ihr Geschrei übertönte die Kommandorufe der Offiziere und bki der herrschenden Confuston konnten die Boote nur mit Schwierigkeit in'S Wasser gelassen werden. Glückli cherweise war die See so statt wie ein Spiegel, und da die Disziplin eine vor treffliche war, kehrte dieBesonnenheit bald zurück, und in kurzer Zkit waren die Boote klar gemacht und herabgelassen. DaS Lootsenboot No. 11 und der Schooner .Fannie A. Gorham besän den sich in Rufweite, und die Passagiere wurden sofort von denselben aufgenommen; die Frauen zuerst. Sämmtliche Passagiere waren bald in Sicherheit. Bald darauf kam der Norddeutsche Lloyd Dampfer .Fulda heran, welcher die Passagiere aufnahm und mit ihnen um 6.25 in Sandy Hook eintraf. In Folge der Ebbe mußte die .Fulda dort vor Anker gehen. Der letzte Mann, der daS finkende Schiff verlieb, war Capitain Cottier. Der .Oregon" füllte sich lang sam und war um 10 Uhr gänzlich ver schwunden. Auf dem Dampfer hatten stch 155 Passagiere in erster Kajüte, 66 in der zweiten Kajüle, 389 Zwischendeck Passagiere und eine Besatzung von 205 Mann befunden. Der Schooner ging kurz nach dem Zu sammenstob unter und wahrscheinlich mit seiner ganzen Mannschaft. Der .Oregon" war einer der gribten Ozeandampfer, und ist der erste Dam pfer, welchen die Cunard Linie verliert. Aufrühre rische Kni ghtS of Labor. Cedalia. 13. März. Als heute Nachmittag ein Jrachtzug abgehen sollte. entstand beinahe ein Ausruhr. DerBor fitzende de Executiv Comites der ttnightS of Labor, Fred. Page, stieg auf die Lo komotive und ersuchte den Lokomotivfüh rer und denHeizer, herabzusehen. Diesel' den kamen diesem Ersuchen nach. Meh rere Hundert Striker hatten sich ver sammelt und der Mayor hielt eine An rede an sie, de Inhalt, daß ihr Vor gehen ein ungesetzliches sei.. Die Polizei trieb die L?ute fort, und der Zag setzte sich in Bewegung, aber die StrikerS schlössen die Bremsen und hängten die Wagen ab. Um einen vollständigen Ausruhr zu vermeiden, wurde der Ver such, den Zug abzuschicken, ausgegeben. Ein Mann Namen Fisher, der am hef tigsten aufgetreten war, wurde verhastet und unter $500 Bürgschaft gestellt. Ver Oabel. BiSmark'S Niederlage. B e r l i n. 14. März. Die Berwer fung der Hauptbestimmungen der Schnap.MonopolBorlage durch die ReichtagS Commission, an welche sie vermiesen war, ist gleichbedeutend mit Verwerfung der Maßregel. BimarS be trachtet die Niedeelage alS eine Demüthi guna und macht den Herren Boettlcher, dem Reichminister de Innern und Herrn Scholtz, Finanzminister, bittere Vorwürfe über ihre Unfähigkeit, ein günstiges Vo tum in der Commission zu erzielen. Während der Debatte in der Commission antwortete der Finanzminister auf eine Anfrage deZ Herrn Buhl, od die Regier ung geneigt sei, andere Steuermethoden in Betracht zu ziehen, daß die Regierung stch für daS Schnaps-Monopol verpflichtet habe.
Der Geburtstag des Kaisers. . Berlin, 14. März. Der König vSn Sachsen wird am 22. März in Berlin zur Feier des Lösten Geburtstage? des Kaisers Wilhelm anwesend sein. Die hervorragendsten Kunst ler Berlin? und viele Mitglieder des diplomatischen CorpS werden sich an den lebenden Bildern betheillgen, welche ei nen Theil der Aufführung von LiSzt'S Oratorium .Elisabeths b'lden. welche?
an diesem Tage zum Vortrag gelangt. Kiiser Wilhelm hat stch von seinem Unwohlsein so weit erholt, daß er heute an dem Bankett theilnehmen konnte, wel cheS zu Ehrender Thronbesteigung des Czaren Alexander III. veranstaltet wurde. Die Pille schmeckt bitter. London, 14. März. Der .Observer sagt, daß in der gestrigen CabinetS sttzung, die 2 Stunden dauerte, Herrn Gladstone'S Home Rule Plan für Irland wenig Beifall fand und fügt hinzu, dak wenn der Premier auf seinem Willen bestehen ssllte, eine Spaltung im Ministerium unausbleiblich sei. - Die englischen Sozialisten. London. 14: März. Dreitausend unbeschäftigte Arbeiter hielten heute in Hackney eine Persammlung. Rothe Fahnen wurden geschwungen, und Cham pion und Andere hielten Reden. Eine starke Polizeimacht hielt die Ordnung aufrecht. Die unbeschäftigten Arbeiter hielten heute eine Versammlung ab, um Vorbe reitunaen sür eine große Demonstration am nächsten Montag zu treffen. Marktpreise. t,n. fta.2B.92; H.2t0t9, ; ' ftarn. a.Ziß tt: gelb 3: ischt . Hafer. Ka. ? mft 34; gemischt e. Koggen. 60:. K li. I11.CJ. u. S10.5Qtl.75. Schinken. ivxe. Schulter, sk. 6 et X. Seiten. ?Xe. Schainlch!l,. 7V-8t. hl. Fam'l, Z.20-U.;Fane, 1 4.0MU& : itta li.ft J-tO; ttn ,ietz, , ir. 10:; itn et r 12c. Butter, ffreavitri 24 Z; 2atri 14 16c; Countri 10-13?. H a b N lyi et f fc. Kurs bc. Jtaitaf f In. 60-5 per Cuffc. Btpffl. Il.tt-S1.50w8rl. Deutsche Loeal Nachrichten. i m i . Ctttfr(4 OtdfiR, Die Methodisten ogitiren zur Zeit fehr stark in verschiedenen Theilen Sachsens; mehrere werden wegen allzu eifrigerVersuche, in Privathäusern Proselj?ten zu machen, polizeilich verfolgt. In Dresden wurde der frühere conservativeLandtagSabgeordnete Dr. Robert Schmidt, der nach Verödung großartiger Schwin deleirn in die Schweiz gegangen, später aber zurückgekehrt War, zu 6 Jahren Ge ftngnitz und zu Ehrverlust verurtheilt; die Beleidigungsklage gegen den Direc tor des mineraivgischen ÄuseumS, Geh. Hofrath Dr. Geinitz, welcher einen Dr. Th. Schuchhardt beschuldigt hatte, einen gewöhnlichen Schweselstein als Meteori ten zu verkaufen gesucht zu haben, endete mit Freisprechung deS Angeklagten ; der Handlunasreifende Oskar Hofmann, wel cher in Gemeinschaft mit dem nach Ame rika ausgekniffenen Monteur Schrapel Werthlose Dividendenscheine anzubringen gesucht hatte, erhielt 5 Monate Gefängniß. Nach löjährigem Siechthum starb der Gelbgießer H. Kattke in Bischof. Werder an den Folgen einer in-der Schlacht bei St. Quentin erhaltenen Verwundung. Der Sohn der Wittwe Rüger au? Franken hausen, welcher vom Militär desertirte und eingefangen vur de, gestand im Gefängniß, daß er vor einem Jahre das Sahngut in Franken hausen in Brand gesteckt. Wegen Sitt lichkeitsverbrechen erhielt der Schuhma cher F. Schütze auS Gompitz 18 Monate Gefängniß. Bei dem schon vorbestraften Einwohner Franke in Hohenstein wurde eine Masse falscher Ein und Zweimark stücke gefunden. Die Schneiderinnung in Leipzig feierte ihr 500jähriges Jubi läum. Die Dienftmagd Winkler in Hartmannsbach wurde wegen KinbeS mordS verhaftet. .Wegen Sittlich. keitsverbrechenS wurde der Bergarbeiter H. Bauer auS Lindenau festgenommen. Selbstmord begingen : Weber Fügert in Falkenftein, Verwalter Ackermann auf Rittergut Haubitz bei Grimma, der Brunnenbauer G. Anders in Naundorf, der (wegen Unterschlagung verhaftete) Referendar Engler in Oschatz und der Krempelmeister K. Berndt von Werdau. Verunglückt: der Knecht Mvdrach von Kötzschenbroda, der Knecht Nagel von Lipprandiö, der Knecht Vogel von Meerane, der Häuer H. Büttner von Döh. len, der Knecht Baumann von Ober, lungwitz und der Schlofferlehrling E. Kraft von Rochlitz. tzikin,tsch ctutnu Der von Roßfeld gebürtige Schneider lehrling Schramm in Coburg, dessen Va ter gegenwärtig eine lebenslängliche Zuchthausstrafe . wegen Gattinmordes absitzt, suchte die Familie seines Meisters mit Phosphor zu vergiften weil ihn der Meister ausgescholten hatte. ES stellt sich nun heraus, daß die vor zwei Iah ren verschwundene Handelsfrau Katba rine Schäfer von Küllstedt (Provinz Sachsen) von der Tochter deS Arbeiters Scköttler in Obe.rspier .ermordet worden
ist. Der Poftschassner 15. Beckyoss in Ebeleben erhängte sich gemeinschaftlich mit seiner Geliebten Anna Stohlmann, weil die Mutter des Mädchens gegen die Verbindung Beider war; außerdem er hängte sich der Messerschmied M. Peter von Steinach. Verunglückt : Arbeiter A. Althans von Reschwitz, Müller Wolf ram von der Mittelmühle" bei Tanna, und Arbeiter F. Buckel von Wechmar. Vom Schwurgericht erhielten: Der Schneidergeselle F. Fischer von Denn, bach wegen versuchter Nothzucht 2 Jahre Zuchthaus, der Kaufmann Nickel von Eisenach wegen Verbrechens gegen die Concursordnung und wegen Meineids 4 Jahre Zuchthaus, der Schuhmacher Gö pel und der Commis Döring von Eise, nach wegen Theilnahme an betrügen schem Bankerott 4 Monate Gefängniß und der Glasarbeiter Julius Frank von Lauscha wegen Körperverletzung 1 Jahr 9 Monate Gefängniß. önintH vavern, t in München Gastwirth Ried und der Steuerkatasterfuntionär Adolf Elfer ; in Altdorf Zimmermeister Johann Pöl. lat.. Den Treffer der KisiingerLot terie von 10,000 M, hat Privatier Popp in Birkach bei Langenzenn gemacht. Der steckbrieflich verfolgte Bankerottierer Mehlhändler Adam Waldmann von Kro nach wurde in Hannover erwischt, hat sich aber bei seiner Verhaftung erschossen. Per Hopsenhändler Gräbl und sein Kom. mis, m Lindau, wurde wegen Veraus. gabung falschen Geldes verhaftet. Der Bauer Hofer von Pörndorf wurde ermordet aufgefunden. f Fabrikant Oskar Brandenburg in Wunsiedel. In Jngolstadt hat sich aus Liebesgram der Sergeant Kertschmer erschossen, des. gleichen in München der Sohn des Gast wirths Winterstein in der Augustenstra ße,und in Eichstätt auf dem Grab seiner Mutter der 24jährige Sohn Franz des Brauereibesitzers Sengmüller. In Stocking bei Ruhpolding hat sich Peter Heggensteiger von Piesenhausen erhängt. Die Bauerntochter Barbara Raab von Abtsdorf bei Bamberg hat sich am Tag vor ihrer festgesetzten Hochzeit in der Ebrach ertränkt. Ertrunken sind der Münchener Studiosus der Mathema tik Niegel (oder Ringler) - von Regens bürg beim Schlittschuhlaufen auf dem Tegernsee, der 10 Jahre alte Julius Mittler von Rickenbach bei Lindau, ein Sohn des Fabrik. Aufsehers Mendl in Kelheim, der Bäcker Oberhäuser von Un terschwaningen und der Bahnwärter Georg Eberle zu Pl?ß bei Memmingen. In trunkenem Zustand stürzte der Bauernsohn Georg Scherer von Schönreit in das Messer seines Zechkumpans Georg Schlagberger und war sofort todt ; der Eisenbahnarbeiter Jakob Ziegler zu Sulzbach ist erfroren, durch Sturz fand der Holzarbeiter Barth zu Mühldorf sei nen Tod; durch eine stürzende Mauer wurde der Bauer Anton Heizinger in Holzhausen erschlagen, durch den umstür. zenden Wagen bezw. Schlitten wurden erdrückt der Scheuerbauer Georg Sttaßer von Allersheim und ein Sohn des Lch rers Franz Faver .Seidel in Seeon. Beim Baumfällen wurden erschlagender Söldner ct7aver Hirschner von Usterling bei Landau a. I. und der Taglöhner Josef Dobler von NeuMheim. In Bayersried spielte der Dienstknecht Josef Zick mit einem geladenen Gewehr und er schoß dabei. aus Unvorsichtigkeit den Otto Doll von Dirlewang. blreldir?krttemberi. Der in Geislingen gebürtige Drago ner Friegel wurde bei Leibi ermordet aufgefunden. Der Gemeinde Gerabronn, bisher nur Pfarrdorf obwohl Oberamtssitz, ist die Eigenschaft einer Stadtgemeinde verliehen worden. In Stuttgart wurde der in Nürtingen gebo rene ledige Küfer Fischer verhaftet, drin aend verdächtig, den Raubmord an dem Oekonomen Bader in Bogenhausen bei München verübt zu haben. Waldfchütz Vollmar in Rottenburg wurde von zwei Waldfrevlern lebensgefährlich verwundet. Schneider Schmauder in Stein heim wurde als Brandstifter verhaftet. Kaufmann Hans Locherer in Obersul metingen wurde wegen Unterschlagung zu 7 Wochen Gefängniß verurtheilt. In Reutlingen erschoß sich der Spinn meiste? Schergenbach; ebenda erhängte Sch die Gattin des dortigen Rektors riedrich und auf gleiche Weise beging in Rommelsbach der Bäcker Kümmerle Selbstmord. Durch Unglücksfälle ka men um's Leben; der Tagelöhner Wen zel Zimmerer von Frittlingen (von ei nem Baum erschlagen), der 10 Jahre alte Sohn des WirthschaftSpächtersRam bold in LudwigSburg (Hufschlag eineS PferdeS), der Wagenankuppler Georg Schmautz von Mäbringen und der Fuhr mann Matthias Weinmann von Roß Wangen (überfahren) und der Tagelöh ner G. Reichett von Warmbronn (ver schüttet). Niedergebrannt ist in Böh. ringen daS dortige Armenhaus (derZim mermann Banholzer wurde als der Brandstiftung verdächtig verhaftet). Jobn Weilacber, Saloon u. Billiardchallc, OQ LT. Vennsvlvanla Otr.
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PRO GRAMM! Erster Theil. 1. Ouvertüre: .Jupiter- Aller'S Orche?. 2. Lebende Bild : .Die soziale Eegendart" 3. Deklamation : .Zur Närzfeier." Gedicht do Hö,th Frl. Oppenhei. 4. Teuorsolo Herr .HeSer. . Festrede Herr Jul. rahlteich. 6. Kriegegesaug mit Orchefter-Begleitung Bo,ialiftische, SSngerchor. Zweiter Theil. 1. Ouveiwre : .Der Schall Niller' Orchester. 2. Lebendes Bild : .Die soziale Zukunft" 2. Rede : Herr Phil. Nappporl, 4. Doppelqnartett : Schwä lische Volkslied .... ... Frl. R. Reitzel, Frl. L. eizel. Fr. itU Frl. Nohuer und die Herren Psaff, Klein, Rexroth und Nack. 5. Deklamation : .Dem Volke" Gedicht von Reinhardt. Herr HY. . Marseillaise mit Orchester-Begleitung Sozialistischer Sängerchsr. Durch die freundliche Mitwirkung einer Anzahl Mitglieder de .Harugari Cln gerchor" ist der Chor bei dieser Gelegenheit bedeutend verstärkt. Dirigent Herr Ernst Musik. einhold Miller' Orchester. Schluß: Tanzkränzchen.
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