Indiana Tribüne, Volume 9, Number 157, Indianapolis, Marion County, 26 February 1886 — Page 2

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- Srschei, FügNcZ, MölZkJllZch . Ssauwgs. (ik tZgllch .Tritünc' kelet durch ' IiSll knt xerkSoche, Mi ontzt,ru,"t senil xr Boche. Vktd, ,fa 1J iwtl. P, ys? mcelSt i per Jaik. Ssfleet ISO O. Marvlandgr. Indianapolis, Ind., 2tt. Februar 1386. Massenbeschwindlung vonScdottea. Im Sommer verflossenen Jahres teur den in 'Schottland Pamphlete vertheilt, welche das Farmerleben in Florida und dem Reichthum des dortigen Bodens in den ' rosigsten Farben schilderten. 5Zurz darauf schien in schottischen Zeitungen eine Anzeige des Jnhalts,daß in Florida eine schottische Ansiedlercolonie gegründet worden sei, welche aus höchstens 150 Familien, oder Einzelpersonen bestehen solle und bereits 60 Familien umfage. ' Weiter hieß es, es sei ein ausgezeichneter Platz für die Colonie ausgesucht worden, und jeder Reflectirende habe die Wahl unter einer großen Anzahl Grundstücke von je 40 Acker. Dafür sei ein Kaufpreis von 2 10s (etwa 12j Dollars) prs Acker zu zahlen. Der Boden eigne sich . vorjüglich zum Anbau tropischer Fruchte sowie aller Sorten frühreifender Gemüfe ; für die Unterbringung der Emigranten bei ihrer Ankunft dah'er seien sehr sorgfältige Anordnungen ge treffen worden. Viele Personen in Schottland ließen sich durch diese Anpreisungen verlocken, sich der ,Colonie" anzuschließen. Jedem wurde em gedrucktes Formular zur Un terschrift vorgelegt, in welchem u. A. zu lesen war: Der Unterzeichnete verpflichtet sich, alle ihm auferlegten Bedin gungen zu erfüllen und zur Bestreitung der Kosten, welche durch Gründung und Verwaltung der Colonie entstanden sind oder noch entstehen, seinen Beitrag zu liefern. Er wünscht, daß der Verfasser x deS (obenerwähnten) Pamphletes als Sachverständiger die Emigration leite". Nachdem die neugebackenen Colonisten dieses Schriftstück unterzeichnet hatten, mußten sie die Hälfte des KaufpreiseF nebst ihren Beitrag für die Kosten" im Voraus zahlen ; der Nest sollte im Lauf von zwei Jahren bezahlt und achtprocen tig verzinst werden. Außerdem wurde Garantie dafür verlangt, daß der Colonist im ersten Jahre mindestens 50 an dem Boden wende. Das waren gewiß ziemlich weitgehen' de Forderungen ; aber das Glück, im Sande der Blumen" zu wohnen, war nach der Meinung der Colonisten über Haupt unbezahlbar. Ende vergangenen Jahres bestiegen die Angeworbenen 106 Männer, Frauen und Kinder aus den mittleren Ü)olksclaen das Emr arantenschiff. Sie hatten eine sehr schöne Fahrt, leider war die Fahrt das Beste an der ganzen Geschichte. Als sie Flo rida erreichten und in dem ersebnten Landstrich eintrafen, trauten sie ihren Augen kaum, und ihre Gesichter verlänaerten sich erheblich. Denn vor ihnen lag ein ödes Sandfeld, auf welchem da und dort eine Palme oder eine Eiche stand. Von Wohnungen war wett und breit Uv ne Spur zu sehen. Legionen von Mus' kitoS summten den Einwanderern den Willkommgruß zu und ließen sich segnend auf sie hermeder. Um das Unglück voll zu machen, verstand fast keiner der Colonisten daS Geringste vom Landbau ; es waren meistens Aerzte, Handlungsreisende, Geometer :c. Deshalb war auch nicht daran zu denken. daß in-den nächsten Jahren etwaS aus diesem Boden gemacht sein wurde, öo bald den Betrogenen die Situation in . tbrer ganzen ivürchterlichleit aufgedam' mert war, fuhren diejenigen, welche nicht ihr allerletztes Geld sür den Schwindel ausaeael,'en hatten, sofort nach New Nork und von da mit dem nächsten Dampfer in ihre Heimath zurück. Die Uebrigen schrieben nach Hause um Geld, damit sie daS Gleiche thun könnten. Zur Zeit, wo wir dies schreiben, ist wahrscheinlich nichts mehr von der Colonre" übrig. Die Schwmdur sind Landsleute". Zurückweichen der Wüste. Schon öfter ist in der Presse auf die Thatsache hingewiesen worden, daß die Grenze cultivirbaren Landes in Nord amerika immer weiter nach Westen rückt. und daS Gebtet der sog. wüsten Lande reien in der Gegend deS 100. Längen arades sich fortwährend m Folge häuft' gerer Negenfälle vermindert. Doch schenkt man dieser wichtigen und interessanten Erscheinung immer noch nicht genug Aufmerksamkeit, und namentlich sind ihre Ursachen fast noch gar nicht untersucht worden. Dabei wird die Bedeutung der Sacbe fortwährend durch neue Belege bestätigt. So schrieb jüngst ein Ansied' ler aus der Umgegend von Wichita,Kan.: ES steht fest,daß mit der fortschreitenden Cultivirung des Bodens auch die Regen areme beständig in entsprechendem Maße vorrückt. Auf der ganzen Linie von Canada bis herunter nach dem südlichen TexaS ist dieser Proceß zu beobachten. Noch 'vor 10 Jahren war die westliche Sälfte von KansaS völlig unbrauchbar für Ackerbauzwecke und höchstens als Weideland stellenweise zu verwenden; iefct befindet sich gerade dort das beste Culturland des Staates. Der Boden bier war stets ein sehr dankbarer, nur feblte der befruchtende Regen. In der L. 'i w zr.t..- r "tGegend von ooge uu? juien siuyer iäbrlich nur 10 Zoll Regen, jetzt sind tl bereits 30 Zoll. Wenn der Regen in dem seitherigen Verhältniß westwärts dringt,, so wird binnen 15 Jahren die künstliche Bewässerung in Colorado über flüssi sein.- Im vergangenen Sommer hat die Besiedelung des westlichen Kan saS unerhört rasche Fortschritte gemacht. . r . . a Gegenden, oie man oisyer nur tu ooes Vrairieland kannte, bedecken sich förmlich mit Zarmbäusern und blühenden Anwesen. den letzten zwei Ä!onaten allein ist die Grenze des Wüstenlandes um 20 Meilen zurückgewichen, resp, das Acker land in diesem Verhaltn vorgedrun-

ken."

Man könnte diese enthusiastischen

Aeußerungen eines jungen Ansiedlers gegenüber seinen alten Bekannten im Osten sür übertrieben halten, wenn ste nicht durch Dutzende anderer Zeugnisse bestä tigt würden. Hr. Nimmo sagte im ver flossenen Jahre in seinem ossiciellen Bericht über Rindviehzucht im Westen: Es ist nachgewiesen, daß in den Staa ten Kansas und Rebraska die Grenze des durch natürliche Bewässerung für Ackerbauzwecke brauchbar gemachten Landes heute 150 200 Meilen weiter nach Westen liegt, als vor 20 Jahren." Ein Ansiedler in Icebraska schreibt. daß Landstücke in der Mitte dieses Staates, die vor 12 Jahren eine völlige Wüste bildeten, jetzt reiche Ernten liefern. Hügel, welche früher fast nur mit ödem Sand bedeckt waren, haben jetzt den schönsten Graswuchs und erhalten viele tausend Stück Vieh. Bis zum Jahre 1878 war zwischen Beaver Creek und Cedar Creek nirgends Waffer auf der Oberfläche zu sinden, während jetzt die Gegend eine große Masse kleiner Teiche enthält, in deren Umgebung das Gras vortrefflich gedeiht. Auch aus den Hoch ländern lm fernen vcordwesten wird bekanntlich Aehnliches gemeldet. Ohne Zweifel sind dieje Beranderungen lediglich durch Zunahme des Regens verursacht worden, und dieser wiederum scbeint m directem Zusammenhang mit der Cultivirung des Bodens zu stehen Es Würde sich lohnen, wenn die Regierung endlich diesen Zusammenhang wiffen ichaftllch untersuchen und mit den diesbeiüalichen Verbältniffen in anderen Landern vergleichen ließe. Die Mög lichkett, daß der Mensch einen ganz erheblichen Emflußauf Witterungsverhält niffe zu semen Gunsten ousubt, scheint jedenfalls nicht so fern zu liegen, als man lange Zeit geglaubt hat. Der Londstier Aufruhr. fast alle Berichte in den europaischen Blättern über die Londoner Ruhestörung vom 8. Februar stimmen darin überein, daß die Zerstörungen und Plünderungen nicht von den eigentlichen Arbeitern ausgingen, und daß sie hätten verhindert werd: können, wenn die Polizei nicht so kopflos gewesen wäre. Ein Correspondent des Berl. Tagebl." giebt eine sehr anschauliche Schilderung, die zum Theil die Kabelberichte ergänzt, (jt schreibt : Als langjähriger Beobachter zahlloser Maffenverjammlungen sowohl auf dem rasalgar-quare wie auch anderswo in London und als Augenzeuge des gestri' gen Meetings, dem ich vom Fenster meines Clubhauses am TrafalaarSquare zuschaute, kann ich auf das Bestimmteste folgende Thatsachen berichten. Die Volksmenge aus dem TrafalgarSquare war wohl sehr groß, allein lange nicht so zahlreich, wie ich sie schon häufig bet ahnlichen Anlanen oder belProzesno nen und Lordmayors-Shows" sah; das Maxlmum betrug nach Abschätzung von geübten Experten 20,000 ; allein die Zu sammensetzung der gestern angehäuften Volksmenge unterschied sich auf den ersten Blick von sonstigen derartigen Meetings. Eine sehr große Majorität, sicher über 15,000, geHorten demArbeiterstande, frei lich denen niedrigster Klaffe an, wie Kleidung, sonstige Abzeichen und auch die Gesichtszüge mir auf den ersten Blick verriethen. Auf meinem Wege nach iern Club bemerkte ich bald, daß jenes bru tale Pöbelelement, welches die Paffanten mit rohen handgreiflichen scherzen zu traktiren pflegt, in dieser Volksmenge fehlte, daß dagegen die übrige Menge, die in einer Stärke von 3000 bis 5000 Mann die Nord feite deS Sauare ausfüllte, diese Maffe enthielt; hier sah ich den niedrigsten Abschaum- der London ner Pöbelhefe, gewohnheitsmäßige Ver breche? und dergleichen, rn Kleidung und überhaupt m ihrem ganzen Aussehen, mit aufgeduns-nen Gesichtern, von den Arbeitern, selbjt der Niedrigsten Klaffe, vollständig verjchtcden. Das größere Arbeitermeeting nun wurde mehrmals von jener kleineren Bande unterbrochen, welche sich dann mehr gegen das Gebäude der via tionalgallerie concentrirte, als sie ein sah, daß sie das eigentliche ArbeiterMeeting nicht verhindern und indemsel ben auch nicht die Hauptrolle spielen konnte. Das andere, nämlich das eiaent liche Arbeiter-Meeting, setzte unterdessen seine Reden fort und merkte gar nicht den Abmarsch jener ; es war ungefähr 4 Uhr. Jetzt ging der Plünderungszug an, und es war die Polizei, welche sich unverzeihlich pasnv verhielt und da durch alle weiteren Scenen verschuldete. die sie eigentlich leicht hätte verhindern können. Die Polizei hatte seit Mittag, sicherlich aber seit zwei Uhr gesehen, wel che Elemente jenes Ä!eeting auf der ode ren Seite des Squares bildeten; die Polizei hatte daber mehrere Stunden Z.'it, und doch l eß sie die Bande, vielleicht 2000 Mann stark, ungehindert den square verladen und nach Westend zle ben, obne auch nur einen einiaen Ertra Polizisten auf der ganzen Route zu postiren oder Reserve-Polizeiabtheilungen aus bestimmten Punkten des Weges vor her anzusammeln. Jene Banden begegneten daher vom Trafalgar-Square bis zum Hyde Park nur vereinzelten Polizisten, die auf lh ren gewöhnlichen Posten standen; sie konnten daher ungehindert Fenster zer trümmern, Läden plündern, Equipagen anhalten und sonstigen Unfug anrichten. Ueber den angeblichen Führer der Tu multuanten erzählt ein anderer Corre sondent : Vor einigen Jahren hatte ich eine längere Unterredung mit H. M. Hyndman, demselben, welcher gestern vor der )cationalgalerle die Menge zum Kampfe gegen das. Spießbürgerthum aufforderte. Er versicherte mir damals, daß wir auf einem Vulcan wandelten, daß der Tag der Abrechnung nahe sei. und besonders, daß eS nicht schwer wäre. hunderttausend Arbeiter auS dem Osten nach dem Westende marschiren zu lassen. Seitdem ist Hhndman daS Haupt des Demokratenbundes geworden, hat eine Geschichte deS englischen Eoclalismu veröffentlicht und betheiligt sich noch heute an der Herausgabe der socialistischen Wochenschrift To-Dav ", ,n welcher er seine Ziele näher auseinandersetzt. Hyndman sieht überall Socialismus. Er glaubt daß die aelammte deutsche Armee

socialistisch untergraben sei und nur aus das Zeichen von England warte. Und Hyndman will dieses Zeichen geben. Sein Vaterland hat zwar den Socialis-

mus nicht erzeugt er läßt diesen Ruhm Deutschland ; aber England besitzt die vollkommenste wirthschaftliche Entwick lung und daher hat es den Classen kämpf anzufangen. Hhndman ist überzeugt, daß Deutschland, Frankreich und andere Länder folgen werden, scdaß, wenn das Jahr 1689, das hunöertjährige Gedenksest der französi schen ölevolution, gekommen, das Ziel Hyndmans, der Collectivismus, der Staatso.-'.lismuS durch das olk, nicht durch die Beamten, erreicht sein wird. Off.':.ba? dauert aber dem hestigei Manne die Zeit bis dadm viel zu lan". Äom Inlande. In Manitee, Mich., bestebi in Orchester, welches sich auS 14 jungen ' ' . . . cm r ? . rr ivamen zusammensetzt, wie sou classisch" sem. Eine Zvrau in August, Me hat ihrem betagten Lieblingsgäulchen (Pony) ein künstliches Gebiß machen laffen, da eS seine Zähne verloren hatte. Ein ärztlicher Verein in New Z)ork erwirbt sich große Verdienste um die Menschheit im Allgemeinen und die leidende Menschheit im Besondern, ,ndem er emen energischen reuzzug ge gen das Quacksalbergesindel inscenirt hat, welches daS ganze Land verpestet. Einer dieser Kerls, ein Schwindler, der durch Astrologie" heilt, stand neulich m . l - or r r. I. vor lzzerlcyr, und oas neryor ergao oie erbauliche Thatsache, daß derAstrologe" noch nicht einmal wußte, waS ein Pla net eigentlich für ein Ding fei. In New Jersey hat man, wie es scheint, nicht nur tolle Hunde, son dern auch tolle Schweine zu fürchten. Zwei einer Frau Mäher in Doddtown gehörige Schweine, welche alle Symptome der Wuthkrankheit zeigten, mußten neulich getödtet werden. Sie sprangen wild umher, stießen sonderbare Töne auS und bissen nach Allem, was ihnen in den Weg kam. Frau Mäher selbst entgmg mit knapper Noth ihren Amen. 6te sagt, die Schweine seien vor etwa zwei Wochen von einem fremden Hunte gc bissen worden. Frau Jda Meyer, die Gattin de Dr. Henry Meyer aus Chicago, ist von ihrem Manne geschieden worden. Meyer ist mit einem Frauenzimmer, Na menS Dresser, auf und davon gegangen. Emer der Zeugen, John Aahmann, der früher Collektor bei Meyer war, sagte aus, dieser habe ihm einmal mitgetheilt. die Dreffer, welche eine Hellseherin und Somnambule sei, leide an einer Krank helt, zu deren Heilung er Meyer) Sympathie" anwenden, nämlich die Patientin bei ausgelöschtem Lichte und verschlossener Thüre drel Mal küffen muffe. Die Deutschen von Ml lwaukee wollen mit besonderer Rücksicht auf. das im Sommer daselbst stattsindende große deutsche Gesangsfest wieder einen Deutschen zum Bürgermeister gewählt haben. Dazu bemerkt das angloame' kam ehe Blatt Wisconsin": Dem Wisconsin" würde es Vergnügen machen, den deutschen Bürgern die beregte Höflichkeit erwiesen zu sehen. Es würde zu guter Kameradschaft unter den ver schiedenen Natlonalttäts-Elementen bertragen und für den etwaigen Fall dien lich sem, daß spater das (anglo-) amekanische oder ein anderes Element eine ähnliche Gefälligkeit für sich wünschen sollte." Im Staatsziu chtb ause von Texas sitzen, oder saßen vielmehr bis vor Kurzem, wegen Beraubung einer Post' kutsche zu lebenslänglicher Hast verurtheilt, zwei Männer Namens Samuel I. Piper und Albert G. Hemdon. Als nun aber jüngst im Zuchthause der Typhus ausbrach und schrecklich unter den Sträslingen ausräumte, erboten sie sich frei willig, das gefährlich Amt von Kran kenpjlegern zu übernehmen und zeichneten sich als solche durch Unerschroaenhelt und unerschütterlichePflichttreue aus. Schließ lich wurde Piper selbst von der unhenn llchen rankheit ergriffen, kam aber. Dank der guten Pflege, die ihm sein Kamerad zu Theil werden ließ, durch. In Anbetracht ihre? Verdienste sind jetzt die beiden Sträflinge begnadigt worden. Fannie Mills, das holde Mägdlein aus Ohio, dem Allmutter Na tur in ihrer unberechenbaren Launen haftigkeit die riesigen Piedestale verlie hen hat, steht trotzdem doch im Begriff, mit vollen Segeln in den Ehehafen ein zulaufen. Bekanntlich versprach der alte Mills in einer schwachen Stunde dem Manne, welcher Fräulein Farnue zu ser ner Gattin zu machen den Muth hatte, 85000 und em hübsche Landgut. Sei es nun, daß die Mitgift zartfühlende Männer genirtc, oder war etwas ande res imSplele,kurzum, die begehrenswerthe Jungfrau hatte sehr lange auf den Erlö ser w warten. Theodor Grlsnn hcißt der Glückliche, welcher jetzt die groß r.-.?.?.. er x. i t. .if. rrf a in. ruvige cyonyerr yeiraien wiu. i selbstverständlich, daß diesen verwegenen Jüngling weder die westliche Farm noch , sn . i . rm . ?. r. vie yicneun ves auen mm gereizi ya ben, sondern emzrg und allem der Per sönliche Zauber des . weiblichen WesenS, daS binnen Kurzem MrS. Grifsin zu fein hofft. ,. " Leute, die aus der Kabel öahn fahren, erzählt ein Chicagoer Blatt, werden schon bemerkt haben, daß einzel nen Wagen ein Hund folgt, zuweilen laufen auch mehrere Hunde mit. Schrei ber dieses fragte neulich einen Maschinisten, den Mann, welcher den Grip" besorgt, was es mit der Hunde'Gefolgsch aft auf sich habe. Ich glaube, die Bestien sind verrückt," sagte der Mann. Eben so gut, wie die Menschen wahnsinnig werden, können eö auch Hunde. Ich habe bemerkt, daß ein solcher Köter, wenn's ihn gerade gepackt hat, unabläs stg hinter einern solchen Zug. her läuft. Ununterbrochen, Tag für Tag, folgt er dem Zuge. Hin und zurück macht er die Tour mit. DaS dauert . einen Monat oder so, dann ist er in der Regel todt, der Hund nämlich. An seine Stelle aber treten andere, die halten es auch einige Zeit aus, bis auch sie am Milzbrand sterben und ihren Nachfolgern 3taum ge ben." Die Verachtung, welche der Grlpmann" gemacht hat, . beruht that sächlich aufi Wahrheit. Die Vermuthung

liegt naht, das; die Hunoe Nicyr svwvyt

den Wagen, als vielmehr ihren in die selben gestiegenen Herren nachlaufen. r' r . rr t . , , c - r. . ! Sie vemerren vleuelHl Nlcyr, cap oie respectiven Herren aufsteigen, und werden so zum Opfer blinder Unterthan nen-Treue. Eine wahrhaft salomoni sche Entscheidung hat ein weiser Kadi in New Aork gefällt. Eine Frau Markus ZZteyer hat ihren Gatten verhaften lassen, weil er es nach Madame's Aussagen unterlassen, für den Unterhalt seiner An gehörigen, wie es für einen guten Haus Vater sich geziemt, zu sorgen. Meyer wußte nichts besseres für sich und seine Sache vorzubringen, als daß er angab, seine Frau habe den ganzen Tag nichts weiter zu thun, als den Haushalt in Ordnung zu halten, auf die Minder zu achten und Novellen zu lesen, während er von früh bis spät sich quälen müsse, um die nöthigen Gelder herbeizuschaffen. Als der Kadi auf dem kurulischen, Sessel die beiderseitigen Klagen vernommen, schüttelte er bedeutsam sein weises Haupt und gab den salomonischenEntscheid,Markus Meyer solle nach Hause gehen und sür die Dauer einer Woche die Arbeiten feiner Gattin verrichten, diese aber in irgend einem Geschäft während der nämliehen Periode eine Stellung nehmen.Die Woche verging, und Herr Meyer be eilte sich, den hohen Gerichtshof davon in Kenntniß zu setzen, daß er die Thätig' keit seiner Gattin vollständig unterschätzt babe. Noch eine Woche weiterer Amts führung seinerseits, und er müsse radikal aus dem Häuschen gerathen. Madame Meyer hatte sich ganz im Gegensatz zu ihrem Gattin wundervoll amüsirt. Sie kam jeden Abend um 7 Uhr nach Hause, aß Abendrot und ging in's Theater. Als sie ihr verdientes Geld dem HausHerrn brachte, drohte dieser Selbstmord ju begehen, falls ihm nicht wieder seine klten Rechte zugestanden würden. Bom Auslande. In Lyon spielte sich am 5. Februar ein entsetzliches Drama ab. Seit langer Zeit verfolgte ein gewisser Guignais eine junge Korsettarbeiterin Namens Malziae mit seinen Liebesan trägen. An jenem Abend kehrte dieses Mädchen in ihre Wohnung zurück, als es von Guignais mit neuen Liebesanträgen behelligt wurde. Diese erwiderte ihm, daß, wenn seine Anträge ehrenhafter Natur wären, er sich doch sicher zuvörderst an ihre Eltern wenden würde. Darauf geräth Guignais in fürchterliche Wuth, zieht einen Revolver aus der Tasche und euert auf das Mädchen, das blutüber trömt-niedersinkt. Zwei Pompiers, die in der Nähe auf Wache lagen, eilen hin zu, um den Mörder festzunehmen ; dieser aber richtet die Waffe gegen die Pom Piers und gab zwei neue Schüsse ab, wo von der eine den Pompier Parmentier schwer am Schenkel verletzte, während der andere. Namens Ballet, einen Schuß mitten durch die Brust erhielt. Der Mörder ergriff nunmehr die Flucht, o einer wild erregten Volksmenge verfolgt. Ein gewisser Vaguinot stürzt sich unerschrocken ihm entgegen, aber der Unmensch feuert auf's Neue, und auch dieser Mann wird schwer getroffen. Jetzt versuchen zwei Soldaten Guignais zu überwälti gen, aber ehe sie ihn anpacken können, sinken Beide, durch zwei neue Revolver schüffe schwer verwundet, nieder. Nun flüchtet der Mörder in ein Haus, vordem sich ein großer Haufen Volks sofort an sammelte. Der Mörder hatte rnzwischen den Revolver aus's Neue geladen, tritt damit an's Fenster und feuert mitten in die Menschenmaffe hinein; sein Schuß streift die Wange eines kleinen Mädchens. Endlich gelang es der Polizei, in das Haus einzudringen und Guignais, trotz dem er auf's ?!eue zu feuern drohte, zu überwältigen. Als man ihn, schwer ge sesselt, zur Wache transportirte, konnte die Polizei nur mit größter Anstrengung das Volk davon abhalten, sich auf den sechsfachen Mörder zu stürzen und Lynchjustiz an ihm zu üben. Aus G reiz wurde dieser Tage gemeldet, daß ein von dort nach Breslau verkaufter Hund, der per Eilzug in Breslau angelangt war, alsbald wie der verschwand und nach zwei Tagen in Greiz wieder eintraf ; er hatte also in zwei Tagen ca. 70 Meilen zurückgelegt, und, was die Hauptsache, seinen Hei mathsort wiedergefunden. Die Mitthei lung riecht etwas nach Jägerlatein, in deß ist die Thatsache nicht unmöglich und nicht ohne Präzedenzfälle. Ein weitbe kannte? Korpshund, der Pudel der Sa xonia, wurde 1852 von einem Mitgliede der Verbindung für die Weihnachtstage mit nach Braunschweig genommen. Der schon bejahrte und recht struppige Pudel legte die nächtliche Postwagenreise willig zurück, hielt sich auch einige Tage in Braunschweig auf, verschwand aber dann. Am zweiten Tage darauf langte er in Göttingen wieder an, allerdings in rech! traurigem Zustande. Es war dem al ten, schon recht steifen Thiere sehr sauer worden, die große Tour bei sehr star kem Froste, über Schnee und Eis zurück zulegen. Indeß erholte sich der Pudel ' wieder, ist aber nie wieder zu bewegen ge Wesen, seine vielgeliebte alrna rnater noch einmal zu verlassen. DieOrg an isation des Con gostaates ist bereits bedeutend vorwärts geschritten. In Brüssel besteht die Con go-Regierung aus drei Departements : dem Innern (Präsident Strauch) für Polizei, öffentlichen Unterricht, öffentli che Gewalt, Hygiene, Industrie, Acker bau, Straßenwesen; dem Auswärtigen (Van Letvelde) mit Handel, PostWesen und Justiz ; der Finanz Abtheilung (Van Reuß) Mit dem gesammten Kassen Wesen, Zöllen, Münzsystem, Grund- und Boden-Verwaltung. Am Koi'go besteht die Regierung aus dem Generalverwal ter De Winton und obersten Justizherrn Janssen. Am 1. Januar sind die Postund Zoll-Bureaus. in Funktion getreten, ebenso für die Europäer der Civilstand. Gegenwärtig werden die Rechte der Be sitzer an den Territorien festgestellt und eingetragen. Va:ante Territorien gehö ren dem Staat. Keine Besitzverände rung geschieht fortab ohne Mitwirkung eines öffentlichen Beamten. Im Di strikt von Boma ist die Katastrirung beendet ; zwei topographische Abtheilungen sind in den übrigen Distrikten in Tha tigkeit. Die Justiz wird geübt durch Gerichte erster Instanz an den Hauptor ten und dem Avvellationsaericbt in Bo

ma. eoes bericht velteyt aus oret Mitgliedern, dem von dem Souverän er nannten Richter, einem Beamten des öffentlichen Ministeriums und dem Ge richtsschreiber, beide vom Generalver Walter ernannt. Zwei ode? vier Besitzet treten hinzu,wenn es sich um Todesstrafe oder lebenslängliche Knechtschaft handelt. Jeder am Gerichtsverfahren Be theiligte schwört vorher den Eid loyal Pflichterfüllung. Die Urtheilsprechung ist öffentlich. Vergehen der Eingebore nen unter einander werden nach lokaler Sitte, gegen Nichteingeborene nach dem Strafkoder bestraft. Todesstrafe ist das

lA?kntweren ' Strf?.(?necktsbft wirk I im Innern der Station abgebüßt. Dieb stähle werden sehr streng bestrast, auf Menschenmord mir Ueberlegung steht der Tod. Geldstrafen schwanken zwi schen 1 bis 5000 Francs, können auch in iiatura erlegt werden. Eine fürchterliche Blut that hat sich vor wenigen Tagen in dem Orte Potempedocle bei Girgenti auf der Insel Sicilien zugetragen. Zwei Flei scher, Vater und Sohn, Namens Jndeli cato, welche einen Laden im Orte unter hielten, hatten zwei Brüder, Alfonsound Giovanni Cannetoni, zu Partnern ange nommen, und es herrschte anfangs gute Freundschaft zwischen ihnen. Als aber die Cannetonis auf ihre eigene Rechnung Lammfleisch zu verkaufen begannen, ent standen Zwistigkeiten, welche zu einer Eollision zwischen Valdassare Jndelicato und Alfonfo Cannetoni führten. Beide zogen ihre Fleischermeffer, und Alfonfo führte einen wohlgezielten Stich auf Baldassare. Dieser parirte mit dem linken Arme, der bis auf den Knochen durchschnitten wurde, und stieß in dem selben Augenblicke Alfonfo . sein Messer in's Herz, der augenblicklich todt nieder stürzte. In demselben Moment kam der neunzehnjährige Sohn Alfonso's seinem Vater mit einem Knittel zu Hilfe. Bal dassare schlug ihn nieder und durchschnitt ihm dann die Kehle, wie er ein Schaf geschlachtet haben würde". Blind vor Wuth, stürzle er dann in den Laden, übeisiel Givoattni,den Bruder Alfonso's, und tödtete ihn durch einen Stich in den Unterleib, bevor dieser auch nur Gott, steh' mir bei !" rufen konnte. Als er hierauf den Laden verließ, versetzte n noch einer gerade eintretenden Person eine schwere Wunde. Das Alles geschah im Verlauf von vier Minuten, und das Resultat war, daß drei Personen getödtet und zwei verwundet wurden. Der Mörder besindet sich bereits in den Händen der Gerechtigkeit Kürzlich wurden in einem Krankensaale des Rochusspitals zu Buda pest zwei Schwerkranke untergebracht: der Maschinist Franz Wenzel ' und der Kutscher Dionys Matheideß. Am 2. Febr. starb einer dieser Beiden, und man benachrichtigte die Gattin Wenzel's, ihr Mann sei gestorben, und sie habe vier Gulden und einige Kreuzer für Begräb nißkosten zu entrichten. Dem Todten wurden die Kleider Franz Wenzel's an gelegt, und die Beerdigung ging in üb licher Weise vor sich; die trauernde Witt we folgte schluchzend dem Sarge Desje nigen, der ihr ein treuer Lebensgefährte war, und den sie hienieden nimmermehr wiedersehen sollte. Kurz darauf erschien nun die Wittwe Wenzel's im Spital,um die Beerdigungskosten zu erlegen. Man zeigte ihr im Krankenzimmer das leere Bett, in dem ihr Mann gestorben, und sie war eben im Begriffe, einen schmerz lichen Blick auf die Leidensstätte zu werfen, als vom Nachbarbette her ein ihr wohlbekanntes Stöhnen sie aus ihrer dumpfen Betrübniß weckte. Es war die Stimme ihres Mannes und auch sein Gesicht : Alles, Alles gemahnte so treu, so lebendig an ihn, hinter deffen Sarg sie doch vor einigen Tagen erst einherge schritten war. Von einer Gemüthsbe wegung ergris?en,die sich schwer schildern läßt, warf sie sich auf das Bett und bedeckte das Antlitz mit ihren Küssen. Die Wärterin aber'sch äffte die Frau vom Bette ab, trotz der Versicherung, daß der rr . i l ..m er r. n Palienr ver zustimmt t warn Wenzel, ihr Mann, sei. Unglückliche!" rief die Wärterin aus : schauen Sie doch aus den opfzettel, vle ,rren sich ,a." Und mit bebenden Lippen las das Weib, das in diesem Augenblicke nicht wußte, ob es Frau oder Wittwe sei, vom Kopf zettel, dem legitimen Jdentitätsschem, die Worte herab: Dionvs Matbeidek". Der inspectionirende Arzt kam inzwischen herbei und die verwickelte Situation fand nun ihre höchst einfache Auflösung. Man hatte bei der Aufnahme die Kovfttttel der beiden Patienten verwechselt und den verstorbenen catheldeß als Franz Wen zel begraben. Der Letztere wird in näch ster Zeit das Spital vollkommen berae stellt verlassen und seine Frau hat in .aT..' i. E? r. r einer moiivirien uinaaoc otc Vpuats direction ersucht, ihr die für ihren Mann gezahlten Begräbrnßkosten zurückzuerstat ten. Charter Oalt" RAMES! mit schönen Ofenthüren. ' Kommt und seht sie ! KÄ -lZöföw aller Sorten! zu den Niedrigsten Preisen - bei - yff ifeTj CöEN 62 Ost Washington Str. mmi m&Y r foxmei o 4ii ac ueo. r. PnwriT. Jk ÜOf Kewspaper Xdvrtlelng Bureau 10 Sprno BtreeD.-wneie aavsr. SOKI VBESS esug contra t:c5 ist

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