Indiana Tribüne, Volume 9, Number 121, Indianapolis, Marion County, 21 January 1886 — Page 4

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Wer entschädigt den Manu? Wir berichteten gestern, daß J,hn Griffin. welcher angeklagt war, ein Flei schermesier gestohlen zu hoben, freige sprachen wurde. Bei den Verhandlungen stellte eS sich heraus, dak der Mana gar nicht daran dachte, das Messer zu stehlen, sondern dasselbe einem Andern wegnahm, weil Jener auf einen Dritten damit loSgehen wollte. Thatsache ist also, dab Grisfin durch Wegnahme deS MesZerS ein Verbrechen verhinderte. Trotzdem schmachtete Grif sin sechs Wochen lang in der von Unge zlefer angefüllten Jail in Untersuchung? hast. Trotzdem hat ti die Grand Jury für gut befunden, den Mann in Ankla gezustand zu versetzen, und trotzdem mußte er sich den peinlichen Verhandlun gen eines Prozesses unterziehen. Wer entschädigt den Mann sür die ausgestandenen Qualen? Wer entschä digt ihn dafür, daß er während dieser Zeit seine Stelle einbüßte? Wer entschädigt ihn dafür, daß sein Ruf ohne sein Verschulden befleckt wurde? Alle diese und noch viele andere Fragen sind in diesem Falle berechtigt, und für alle dient die gleiche Antwort, daß sich kein Mensch weiter um den Grkänkten be kümmert. Die größten Grausamkeiten werden bekanntlich im Namen des Gesetzes begangen. aaMra oertStShAftt. S uve rior Court. Zimmer No. 1. Joseph DaubinS ge gen Lawson Seaton. Schuldklage. Zu Gunsten des Verklagten entschieden. ThomaS Thompson u. A. gegen Bar bara Schnabel. BesitzrechtSklage. Zu Gunsten der Verklagten entschieden. LewiS Wallace gegen Mary Ann Far man u. A. BesitzrechtSklage. In VerHandlung. Zimmer No. 2. Frank Drake gegen Peter Kealing. Schadenersatzklage. Urtheil 52.500. John A. Haster gegen William T. Covert. Patentklage. In Verhandlung. Zimmer No. 3. Mary S. Denker ge gen Christian Denker. Scheidungsklage. Zurückgezogen. Maria I. Lemoine gegen Peter Rou tier u. A. Zurückgezogen. JameS Sanderson u. A. gegen John Lather. Zur Zahlung von 515 Strafe und Kosten verurtheilt wegen Mißach tung deS Gerichtshofes. Eduard Aikin, der kürzlich wegen Miß achtung des Gerichtshofes eingesteckt wurde, wurde heute Morgen aus der Haft entlassen. Crimina l-G ericht. Belle Georg, Diebstahl ; 2 Jahre Gefängniß. Stephen Jefferson, des Diebstahls angeklagt, wurde nach der Besserungsanstalt geschickt. Abe Levy alias Bahn. deS DiebstahlS angeklagt, erhielt 9 Monate Arbeitshaus. Plizei Bericht. William Smith und James Hanley. die beiden Schwindler, wurden um je 525 und Kosten bestraft. Stephen Jefferson, deS Uhrendieb stahlö angeklagt, bekannte sich schuldig und wurde dem Criminalgericht überwie sen. Er wurde in die Besserungsanstalt geschickt. Der kleine StadtherolB. Herr Professor Moorehead von Rich mond befindet sich besuchsweise in der Stadt. Man sollte die ersten Anzeichen von Rheumatismus nicht u leicht nebmen. denn eö kann in kurzrr Zeii ein chronisches weisen werven. aufe eine Flasche Sal vation Oel. gebrauche es nach Vorschrift uno oic schmerzen werben sofort ver schwinden. Preis nur 25 Cents. i&- Der StaatSgesundheitSrath wird am 18. Februar in Gemeinschaft mit den verschiedenen OrtS.GesundheitSbehörden eine Sitzung hier abhalten. Mucho'S Cigarrenladen befindet sich m 'o. i! vt Washington Straße. t&- Will Hord erhielt gestern einen Brief von seinem Vater dem General Anwalt Hord auS Berlin. Schreiber sagt in seinem Briefe, daß er soeben in Berlin eingetroffen sei. und noch nichts gesehen habe, das ihn an die Heimath erinnere außer Cleveland'S und HendrickS Bilder und eine Firma auf welcher ge schrieben stand : .01ü Ktrntacfcy Whis ky Hu den besten Feuer-VerstcherungS' Gesellschaften deS Westen gehört unbe. dingt die .jranklin" von ?ind:anavali Jor Vermögen beträgt 5320.000. Diese Compagnie repräfentirt die Northwestern National- von Milwaukee, Vermögen 51.007.193 92 und die .German Americanvon New York veren Vermögen über 53.095.029.59 beträgt. Ferner re. präsentirt sie die .Fire Association of London." Vermögen 51.000.000 und die Hannover of New York- mit einem Vermögen von 52.700.000. Die .Jranklinist namentlich deshalb zu empfehlen, weil sie nicht nur billige Raten hat, sondern weil außer den regelmäßigen Raten, auch bei großen Verlusten kein Aufschlag erfolgt. Herr H e rma n T. Brandt, ist Agent für die hiesige Stadt und Ugeend.

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Frauen Hilfsverein.

Samstag Nachmittag findet wieder eine Versammlung im d. e. Schulgebäude statt. Die Lyra beschloß gestern Abend zum Besten deö Vereins ein Conzert zu veranstalten. Das Gerücht, daß Thomas D. Kingan hierher zurückkehren und das Geschäft von Kingan & Co. übernehmen wird, wird von der genannten Firma in Abrede gestellt und außerdem wird betont, daß sich daS Geschäft in blü hendem Zustande befindet. ES sind 800 Leute daselbst beschäftigt, und 3.000 Schweinen wird täglich der Garauö gemacht. Vom ZruSlande. Bei der Frage deS voll ständigen Verbots der Kinderarbeit in den Fabriken, schreibt die Frankfurter Ztg., (unter Kindern verstehen wir alle Personen, welche noch nicht das 14. Lebensjahr erreicht haben) ist immer der Einwurf erhoben worden, cafe es eine Grausamkeit sei, durch ein solches Ver bot armen Familien die Gelegenheit zu nehmen, sich etwas zum Unterhalt für die Kinder zu verdienen und daß durch ein solches Verbot die Ernährung der armen Kinder noch dürftiger sein würde, als sie ohnehin schon ist. Nun soll die Zahl der in den Fabriken beschäftigten Kinder in Deutschland etwas über 18,000 betragen. Nehmen wir an, es find 20,000. Es liegen mir keine statistischen Mittheilungen über den Verdienst die ser Kinder vor. Aber ich weiß, daßKinder (von 12 Jahren an), welche in Har monikafabriken beschäftigt find, ein Zweig der Industrie, der noch nicht zu den am schlechtesten lohnenden gehört, wöchentlich bei einer täglichen Arbeitszeit von Nachmittags 1 Uhr bis Abends 7 Uhr (während welcher d:e Kinder eine halbstündige Vesperzeit haben) 1 M.50 Pf., 1 M. 60Pf., aber nie oder nur sehr selten 1 M. 90 Pf. oder 2 M. verdienen. DaS würde einen Jahresverdienst von höchstens 100 Mark für ein Kind geben. Bei 20,000 Kindern wären daS jährlich zwei Millionen Mark. Diese Summe ist so geringfügig im Verhältniß zu den Ausgaben für viel weniger wichtige und nothwendige Dinge, die in Deutschland aus öffentlichen Mit teln bezahlt werden, daß eS sich kaum verlohnt, darüber zu diskutiren. Der Streit, wie der Ausfall im Verdienst der armen Kinder in der Haushaltung der Eltern derselben gedeckt werden soll, ist sehr bald beendigt, sobald man darüber einig ist, diesen Ausfall aus öffentlichen Mitteln aufzubringen. UebrigenS würde vielleicht kaum diese Summe nothwendig sein, und die Kinder bei einer richtigen Organisation selbst im Stande sein, durch ihre Thätigkeit einen Beitrag zu leisten, ohne dabei den gefährlichen und verderblichen Einwirkungen der Fabrik arbeit ausgesetzt zu sein. Wie man aus Wien ve richtet, soll sowohl die russische als die österreichische Regierung in großartigem Maßstabe Rüstungen betreiben, über deren Endzweck Yoobl kaum ein Zweifel ob walten kann. Es handelt sich dabei durchaus nicht um ein on dit, vielmehr find die betreffenden Meldungen auf offi cielle Quellen zurückzuführen, und es wird versichert, daß man mit Bestimmt heit dem AuSbruch eines russischester reichischen Krieges im Frühjahr entge zensieht. Von dem in Leipzig ver storbenen Oberreichsanwalt und kaiserli chen Wirklichen Geheimrath Aug. Heinrich Eduard Friedrich Freiherr Dr. v. Seckendorff, Excellenz, in den weitesten Kreisen besonders als öffentlicher Ankla ger in den letztjährigen HochverrathsProcessen vor dem Reichsgerichte bekannt, erfahren wir Biographisches : Geboren am 13. Februar 1607 zu Hachenburg im ehemaligen Herzogthum Nassau, hat der selbe den bei weitem größten Theil sei neS Lebens in den Rheinlanden zugebracht. Nachdem er seine Vorberei tungsjahre von 1830 bis 1835 amBerliner Stadigericht und am Landgericht zu Koblenz zugebracht, ward er bei letzterem Gericht Assessor, hierauf Staatsprocura tor in Trier, war sodann 1842 bis 1351 Justitiar und Regierungsrath bei der Regierung zu Köln, darnach Oberprocu rator bei dem Kölner Landgericht. 1656 zum Obertribunalrath befördert und eitweilig der Justiz Prüfungscommis ion zugetheilt, ward er im April 1871 zum Generalvrocurator beim Appell tionsgerichtkhofe zu Köln ernannt, unter gleichzeitiger Verleihung des Charakters als Geheimer Oberjustizrath. In diesem einflußreichen Amte hatte er über die Anstellung sämmtlich erJustiz-Subaltern und Unterbeamten der Rheinprovinz zu verfügen und bei den Vorschlägen für die Ernennungen tm höhern Justiz dienste mitzuwirken. Auch datte die rheinische Staatsanwaltschaft, an deren Spitze er stand, nach der damaligen be sondern Gerichtsverfassung nicht nur we sentlichen Antheil an der Strafrechts Pfiege, sondern ihr war auf die Rechtsprechung in Civilsachen durch die Con clusionen deS Oeffentlichen Ministeriums em bedeutsamer Einfluß eingeräumt. Seiner umfassenden und sichern Kenntniß der Personal und Ortsverhältnisse der rheinischen Justiz wie semer seltenen Umsicht und seinem hervorragenden or aanlsatorischen Talent ist es wesentlich mit zu verdanken, daß zum 1. October 1379 die neue deutsche werichtsversas sung in der Rheinprovinz mit so glückli' chcm Erfolge durchgeführt worden ist. Mit diesem Zeitpunkte erfolgte seme Be rufung als Oberreichsanwalt an den höchsten Gerichtshof des Reiches und ' . e .. . r ? r. ".. yrermir lerne ueoerneoeiung nacy xcip zig. Am 26. Januar 1880, bei Gele genheit seines goldenen Dienstjubiläums, wurde er durch das Prädikat Excellenz ausgezeichnet. In seiner neuen Umge bung hat er sich rasch eingelebt und in Leipzig sich den Ruf emes der geachtet fien und beliebtesten Mitbürger erwor den. Folgende AuSweisungsGeschlchte wird von der Gazeta Tor nuöka" erzählt: Aus Rischwald im ri r r tt . . , cm reise ooau foule em izayrlges cao äL Marie Rochowi aus Polen, uö

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