Indiana Tribüne, Volume 9, Number 118, Indianapolis, Marion County, 18 January 1886 — Page 4

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t& Telephon Patentseiten und Boycotts. Unter dieser Ueberschrist bringt die in EvanLville erfcheinende .Jndiana Postfolgenden Artikel, den wir Hier abdrucken. weil er au? vollständig unpartmsqer Quelle kommt, und weil es von Interesse ist. zu sehen, wie hiesige Vorgänge an uninteressirter Stelle beurtheilt werden : Die Frage über Patentseiten, welche eme Zmung vruigr, wiro neuervlngs von verschiedenen Seiten besprochen. EineStheilS räsonirt Reitzel' Armer Teufel- und der Davenport .Democratdagegen, andererseits haben Union Setzer Boycotts angefangen, theilweife durch geführt, theilweise sind sie mißlungen. Die Potentseitenfrage hat wie jede Sache zwei Seiten. Bis jetzt wurde nur die eine Seite dargestellt und der Kampf ge gen die Patentfeiten ging entweder von Rivalen aus, um den Gegner rnederzu brechen oder Setzer wollten die Heraus geber zwingen, Setzern, die allenfalls auker Arbeit sind, solche zu geben. Man mag noch so sehr gegen Patent. seiten eingenommen sein, so haben sie, was die deutsche Presse betrifft, ihr Gutes und das wollen wir auseinandersetzen. ES gibt hier in der Republik zwei Klassen von Zeitungen, solche, welche sich in der Länge der Zeit emporgearbeitet und eine gute finanzielle BastS errungen hadtn. ES ist unnöthig, diese Blätter anzusüh w i , w a W ren. um Aeroreyen wäre e sreulco. wenn eine .New Jork StaatSzeitung,eine .New ZZork Volttzeitung ein .Cincinnati Volksblatt- u. f. f. Patent, seiten einsührten und dadurch Arbeitern daS Brod wegnähmen. Um diese deutsche Presse handelt eS sich nicht. Nun eristiren aber ,n kleinen Städten und Lokalitäten Deutsche, welche für ihre lokale Besprechungen ein deut. scheS Blatt besitzen wollen und in solchen Städten kommt der Kostenpunkt obenan zustehen. Niemand ist imStande. mehr zu bezahlen, als er einnimmt und einnehmen kann. Wag über die Einnahmen hinausgeht. führt zum Bankerott. Nehmen wir nun die große Anzahl von Landblüttern in den kleineren Städten der Union. Je dermann, der nur einigermaßen mit den ZeitungsoerhültnifZen vertraut ist. weiß. daß alle diese Geschäfte kaum daS nackte Leben machen. Wenn solche Blätter überhaupt existi ren wollen, so müssen die Herstellung? kosten auf daS Billigste bemessen sein. Der Herausgeber muß, wenn er am Ende nicht noch mitsetzen hilst. alle Re daktionS und finanzielle vie Qsfice geschäste besorgen. Führen uir einige Beispiele auS unserem Staate an. Der Lasayette .Deutsch Amerikaner" könnte nicht ezistiren, wenn er den Lesestoff, den er jetzt liefert, durch Setzer setzen lasten mußte. Aber eS finden doch wenigstens einigt Setzer Arbeit. In Terre Haute sind zwei Zeitungen, das .Journal- und das .Banner". D& Erste soll etwa 350 Abonnenten. daS Letztere gar nur 150 haben. Das eiste Blatt hat C'eveland Patentseiten. daS letztere, wie wir gehört haben, be ziebt solche vom hiesigen .Demokrat. Beide Blätter müßten, da daS Deutsch thum nicht stark genug ist, untergehen. wenn sie die Kosten nicht aus da? billigste bemesien würden. Und doch darf man wieder nicht vergessen, daß sie eben eine Anzahl Setzer beschäftigen, welche alle brodloS fein würden, wenn sie nicht erschienen. Noch auffallender ist aber daS Bei spiel mit der Indianapolis .Tribüne" bte merkwürdiger Weise jetzt wegen ihrer Patentseiten von dem Organ der .Central TradeS und Labor Union" ge bsycottet wird, während die dortige sozialistische Arbeitersection sie unterstützt und Diejenigen boycottet. welche daS Blatt nicht halten oder ihm keine Anzei gen geben wollen. Die Verhältnisse dieses zweisachenBoy cottS sind so interessant, daß wir sie näher besprechen müssen. In Jndia napolis existiren zwei tägliche Blätter, der uralte .Telegraph" und die neuere .Tribüne-. Der erstere ist ein reactio näreS. streng demokratisches Parteidlalt. die Letztere theilveise republikanisch, fortschrittlich und in neuester Zeit stark socialistisch ; immer aber war sie offen arbeiterfreundlich. Sagen wir eS geradeheraus, denn der Eigenthümer will und kann eS mcht tagen, das versteht ich von selbst. Das Blatt ist finanziell so ge stellt, da? eS sich eben nur halten kann wie eS jetzt ist-mit Patentseiten. Wollte der Herausgeber diese abschaffen, so müßte er nicht nur einen RedaktionSge hülfen haben, sondern auch so diele Setzer mehr anstellen, wenn er sie überhaupt be kommen kann. DaS ist aber außerFrage, er kann eben die Kosten nicht austreiben. Geht daS Blatt unter, so werden ebenso viele Setzer brodloS und die Anzahl der unbtschästig.tn Arbeiter vermehrt. Der Einwand, dann würde ein anderes Blatt entstehen, ist nicht stichhaltig ; einfach darum, weil ein deutsches Blatt wir sprechen nur immer von der deutschen Presie sich nach den Verhältnissen und Zuständen der deutschen Bevölkerung richten muß. Und vaS einem energischen und fleißigen Mann nicht gelingen kann.

86O und 6OS.

weil eben der Boden. die BasiS nicht da ist, kann ebensowenig einem Dutzend an derer gelingen. Jedermann, der den Herausgeber der .Tribüne persönlich kennt, weiß, daß er, wenn- er die Kosten erschwingen könnte, sein Blatt ohne Patentseiten geben würde. Soll er nun die drei oder vier Setzer, die er beschäftigt, entlassen und da? Ge schüft aufgeben, weil er unvernünftigen Anforderungen nicht genügen kann? Die .Tribüne" bezahlt ihren Setzern die Unionpreife und da? ist Alles, was sie leisten kann. Darüber hinaus hört die Beschichte auf. Die Setzer der .Tri büne" gehörten früher zur Union; sie traten aus. Warum ? Erhellt aus fol gender Erklärung, die am 14. Oktober 1885 erschien und die ein helles Licht aus die Ursachen mancher Boycotts virst : Erklärung. Da eS noch immer etliche Leute giebt, welche noch nicht wissen um vaS es sich handelt, sei hiermit Folgendes erklärt : Wir traten der Union bei im Glauben, daß wir dadurch in unserem und dem In. teresse unserer College vom .Telegraph" handelten. Mit der Zeit fanden wir, die mir in der Minorität waren, jedoch auS, l daß jede Handlung der Majorität gegen die .Tribüne- und im Interesse des Telegraph" geschah. Von Collegia lität und Prinzip roar da keine Rede. Kurz vor unserem Austritte erklärte der damalige Präsident und jetzige Corresp. Sekretär der Union uns positiv, daß die Vernichtung der .Tribüne" das wäre maS sie zu erreichen suchten. Dieses und überhaupt die Handlungsweise der Union zu verschiedenen Zeiten bewies klar und deutlich, daß die Union von den Herausgebern des .Telegraph- dirigirt wurde, und sahen wir unS daher veran laßte auSzutreten. Wir waren und sind heute bereit irgend einer anderen Union beizutreten, nur nicht dieser Union, welche nur ein Werkzeug in Händen ihrer Arbeit geber ist. Die Plattenfrage kommt gar nicht in Betracht, da daS Streben der Union ist, auf irgend eine Art die .Tri büne- zu ruiniren. Zwischen unS und den Herausgebern der .Tribüne" herrscht vollständige Harmonie. Die Schriftsetzer der .Tribüne." Hier haben wir also den ganzen Unsinn mit dem manchesmal von Unionsebern Boycott? in' Werk gesetzt oder Anforde rungen gestellt werden, die autzer sind. Um einen oder zwei Setzern Ar beit zu verschaffen, ruiniren sie lieber daß Geschäft und machen die andern Arbeiter auch brodloS. Und warum daS ? Weil sie der Ansicht sind, daß ein Herausgeber eines Blatte so,'tl und soviel Geld macht, ohne Rücksicht zu nehmen, ob der Herausgeber der Eigenthümer eines Blattes ist, das finanziell reich gesichert ist, oder ein solcher, der mit seinen Arbei lern sür daS nackte Leben schaffen muß. ES wird eben zwischen einem Ottendorfer und Rappaport kein Unterschied gemacht. Allein diese Angelegenheit hat noch eine andere Seite. Die Schreier gegen die Patentseiten vergessen ganz, daß sie mit dem Riederbrechen dieser Patentseiten eine Anzahl deutscher tBlütter und da Deutschtum rascher niederbrechen als sie wohl ahnen. Schon jetzt schreitet die Alnerikanisirung deö DeutschthumS fast riesenmäßig vorwärts. Beraubt man alle diese Landplütze ihrer deutschen Bläk ter. so geht dieser Prozeß noch rascher vor u. Man mag entgegnen, solche Blätter haben keine Eristenzberechtigung. Gut, aber ersten nimmt dann die deutsche Be völkerung englische Localblätter und zwei tenl, können deutsche Setzer sich, umse hen, wo sie bleiben. Da Facit dieser Besprechung ist da : 1) Jeder, der im Stande ist. ein Blatt ohne Patentseiten herauszugeben, wird e thun. 2) Für.Deutsche ist ein deutsche Blatt mit Patentseiten immer noch besser, als gar keines. 3) Z ei DrUtel der deutschen Presie würde absterben und mit ihr daSDeutsch thum. 4) Anstatt ihren College sufzuhel sen, würden die Union Setzer 10 für einen brodloS machen. Wa schließlich die Güte von Patent seiten anbelangt, so gestehen wir offen. daß z. B. der Inhalt der Cleveland Pa tentseiten 100mal interessanter ist. al der von einem Dutzend Wechselblätter, die wir erhalten. , .. Also schütte man nicht da Kind mit dem Bade au. Die Zeiten sind vorbei, in denen große Kapitalien in einem deutschen Blatte angelegt werden." Die Existenz der .Minute" scheint immer noch kein gesicherte zu sein, und die prominenten Demokraten beschäftigen sich sehr eifrig mit der Frage, da Blatt. daS ja bereits ausgesprochen demokra tisch ist. an sich zu dringen, und e zu einem offiziellen Organ der Demokraten zu machen. Man will Carlon & Hollen deck dazu bewegen, daS Blatt zu kaufen, diese Firma hat sich aber blS jetzt noch nicht entschließen können. Wm. H. Eng lish wurde um seinen Beistand ersucht, bei dem hört aber bekanntlich die Ge müthlichkeit auf. wo der Geldsack an fängt, und so ist die Zukunft dieses Blatte bi jetzt noch nicht entschieden.

Paul Grottkau.

Wenn wir gewissermaßen stolz darauf sind, daß die gestrige Versammlung bei Weitem besser besucht war. o!S die am Samstag Abend, so wird man unS die niü)t verdenken. Die gestrige Versamm lung war nirgends angezeigt worden als in der Tribüne, die vorgestrige war im Telegraph, im Labor Signal und in der Minute angezeigt, von allen anderen englischen Zeitungen erwähnt worden, sie war als eine TradeS Union Versamm lung und in einer Weise angezeigt, daß man Amerikaner heranziehen wollte, nur in der Tribüne war sie nicht angezeigt. Dieser Umstand sollte vollständig ge nügen zweierlei zu zeigen : Erstens daß die .Tribüne" ein besseres Organ zur Berufung von Arbeiterverfammlungen ist, als alle anderen Blätter zusammen. zweitens, daß das deutsche Publikum sich weit mehr für den SozialiSmuS interef strt, als sür die TradeS UnionS. DaS deutsche einseitige kapitalistisch monopolistische Morgenblatt sagt, die Sozialisten hätten es schlau angefangen. eme aroke Versammlung zu bekommen. DaS ist wahr, nur bestand die ganze Schlauheit darin, in der .Tribüne- an zuzeigen. und nicht durch Anzeigen in einem arbeiterfeindlichen Blatte da Publikum fernzuhalten. Ja die Versammlung war eine weit größere, als die am Samstag Abend, trotzdem die Angestellten des .Telegraph" sich gestern bemühten, alle TradeS Union Leute abzuhalten. DaS Publikum kennt eben seine Pappenheimer. Wie klein wäre aber erst die Versamm lung am Samstag Abend gewesen, wenn die Sozialisten nicht gekommen wären! Die Versammlung wurde von Herrn Albert Grumman etöffnet. woraus der soz. Süngerchor ein Lied vortrug. Herr Grottkau behandelte dann in stündi ger Rede den Kampf zwischen Arbeit und Kapital, er beleuchtete ihn in ähnlicher Weise, wie wir ihn in zahlreichen Arti keln ebenfalls schon geschildert haben. Er zeigte, wie unter dem heutigen Sy' steme der Arbeiter nicht die Früchte sei neS Fleißes genießen könne, wie er ausgepreßt und ausgebeutet werde vom Ka pitaliSmuS. Man empfehle dem Arbei ter immer Fleiß und Sparsamkeit, aber eS sind Diejenigen, welche am wenigsten arbeiten und am meisten verbrauchen, die immer reicher werden. Die Ursache liegt darin, daß der Arbeiter eben nicht die Arbeitsmittel besitzt, und sich gezwun gen steht, seine ArbeitSkrast dem Kapita listen zu verkaufen. Der einzelne Kapi talist kann dafür nicht verantwortlich ge macht werden, derselbe sei den Gesetzen der Konkurrenz ebenso unterworfen, wie der Arbeiter. DaS System müsse abge schafft werden, die Arbeitsmittel dürfen nicht im Privatdesitze Einzelner sein, son dern müsien Gemeineigenthum der Ge sellschast werden. Die Produkte der Ar beit, d. h. die Gegenstände deö Verbrau cheS können Privateigenthum sein, denn heilig ist wirklich das Eigenthumsrecht bloß an dem, waS Einer durch seine tu gene Arbeit erzeugt hat. Im sozialisti schen Staate könne erst das wahre Ei genihumSrecht zur Geltung kommen. Dieses bestehe in dem Rechte des Eigenthums an durch eigene Arbeit erzeugten Dirigen. Dieses heilige Eigenthums recht werde aber beute nicht respektirt. denn der Arbeiter wird um die Erzeug j niste seiner Arbeit beraubt. Der Kapitalist hat heute Gesetzgeber. Richter und Polizei auf seiner Seite, denen gegenüber der Arbeiter ohne voll kommene Organisation machtlos sei. Recht treffend war die Schilderung deö Redners über den zerstörenden Einfluß, welchen der Kapitalismus auf das Ja milienleben ausübe, eS fei der Kapitalist, der sich Maitreffen halte, während der Arbeiter in Tausenden von Fällen durch seine Armuth gehindert werde, sich eine Familie zu gründen. Der Arbeiter, der eine Familie hat, kann derselben wenig bieten, und speziell sich nicht der Erzie hung seiner Kinder widmen. Der Kapitalismus habe keine Ideale mehr, weil er bereits Alles erreicht bat, daS Neue müsse vom Arbeiter geschaffen werden. Nachdem Herr Grottkau unter vielem Beifall seine Rede beendet batte. trat eine Pause von zehn Minuten ein, woraus die Versammlung wieder eröffnet wurde. Der Vorsitzende fragte, wer Lust habe zu sprechen, Herr Rappaport wurde geru fen und hielt eine kurze Ansprache. Er beschäftigte sich damit, die Theorie zu wiederlegen, daß daS Kapital durch Spa ren erzeugt werde, und wies nach, daß die Ansammlung von .Kapitalien ohne die Ausbeutung der Arbeit gar nicht möglich sei, daß alles Kapital daS Produkt frem. der Arbeit, aber nicht daS Produkt der Arbeit des Kapitalbesitzer fei. ES sei noch nicht lange her. daß die Sozialisten überall auf Spott und Hohn stießen, heute sei daS schon anders. Vor einem Jahre noch wäre eS unmöglich ge. wesen. eine Versammlung, wie die heutige zu Stande zu bringen. Vor mehr als 1800 Jahren zog Einer durch Palästina und predigte eine neue Lehre. Er wuide verhöhnt und schließlich an' Kreuz geschlagen. Trotzdem eroberte die Lehre des Nazarener die Welt. Der SozialiSmuS sei ebenfalls eine Religion und werde ebenfalls die Welt erobern. Nachdem Herr Rappaport geendet hatte, wurde der Antrag auf Vertagung gestellt, aber die Anwesenden hatten of senbar noch keine Lust die Versammlung aufzuheben, und stimmten den Antrag nieder. Herr Grottkau sprach darauf nochmals etwa drei Viertelstunden lang, und erst um sechs Uhr trat Vertagung ein.

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