Indiana Tribüne, Volume 9, Number 113, Indianapolis, Marion County, 13 January 1886 — Page 4
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Sine Panik verhütet.
Gestern Abend wurde während der Vorstellung in English'S Opora House eine Panik verhütet. Der 4. Akt von Silver King' ging gerade in Szene als vlöfclica im Auditorium eine Aufregung bemerkbar, wurde, die sich schließlich auch den Schauspielern, die gerade auf der Bühne waren, mit theilten. Aller Augen richteten sich nach der linken Seite der Bühne, woselbst Rauch aufstieg. Plötzlich siel der Vor hang, daö Publikum drängte sich den AuSgängen zu. denn man glaubte, daß Feuer auSgebrochen war. In demselben Augenblicke erschien je doch Herr English aus der Bühne und suchte die Anwesenden in ihren Sitzen zu verbleiben und gleich nachher erklärte einer der Schauspieler, oafe absolut keine Gefahr vorbanden sei. da nur eine der Wassenöhren gesprungen sei. Die Leute beruhigten sich daraufhin und nahmen ihre Plätze wieder ein und nachdem da? Wasser, welches einen Theil der Bühne überschwemmt hatte, beseitigt war, wurde da? Stück zu Ende gespielt. Wurde geführt. Justinian H. Hull verklagte Richard M. und D. B. Havorth aus $3,000 Schadenersatz. Er giebt an, daö er zwei Grundstücke in hiesiger Stadt gegen Land in Duval County, Fla. vertauscht habe. Das Land in Florida sei ihm jedoch als gutes Land geschildert worden, das keine Sümpfe in der Nähe habe und nur 15 Meilen vn Iacksonville entfernt sei. Auf diese Versicherungen hin, sei er den Tausch eingegangen. Man könne sich aber seine Enttäuschung vorstellen, als er hinkam und auSfand, daß das Land dicht bewaldet, von Sümpfen um geben und 30 Meilen von Iacksonville entf:rnt sei. Kläger verlangt deshalb, dab Die, welche ihn unter falschen Vorspiegeln gen zu dem Tausche veranlaßten, verhin dert werden, das eingetauschte Grund eigenthum zu veräußern und hat einen temporären EinhaltSbefehl gegen, die Anklagten erlangt. Aus den OertStShösm. S uv e rio r Court. Zimmer No. 3 David Bräoen gegen die Indianapolis Bridge Comp Schuld klage. Dem Kläger $532.10 zuge sprachen. CriminalGericht. Ed. Harvey. angeklagt Bob Garrett mit einem Rasiermesser eine schlimme Verletzung beigebracht zu haben, wurde zu 6monatlicher Hast im ArbeltShauS verurtheilt. AlS der Verurtheilte durch Sheriff Carter abgeführt werden sollte,, weigerte sich der Sheriff denselben zu übernehmen. weil die ConntyCommisiäre, da er zu Arbeitshaus verurtheilt ist. doch nicht für ihn bezahlen würden. Sheriff Carter sagt, dab die Commisiäre sich weigerten auch nur sür eine Nacht sür einen Ge fangenen zu bezahlen der zu Arbeitshaus verurtbeilt ist. Die Commisiäre haben ein Abkommen mit den Polizelcommisiären getroffen, daß die Gefangenen für daS Arbeitshaus per Patrolwagen dahin gebracht wer den. Da aber der Patrolwagen nur jeden Tag einmal und zwar um die Mit tagSstunde ins Arbeitshaus fährt, und Harvey erst am Nachmittage verurtheilt wurde, wußte man eine Zeit lang gar nicht, was man mit dem Gefangenen anfangen sollte. Endlich ließ man einige Angestellte auS dem Arbeitshaus kommen und diese führten Harvey auf Schuster'S Rappen in seine neue Heimath. Charles W. Seibert der Schlagerei angeklagt, bekannte sich schuldig und wurde um $9 und Kosten bestraft. Der Mayor ist nicht stimmberechtigt. Die drei Richter der Superior Court traten heute zusammen, um bezüglich der Frage, ob der Mayor bei gemeinschast licher Sitzung der beiden Zweige der städtischen Gesttzqebung stimmen darf, eine Entscheidung abzugeben. Dieselbe lautet dahin, daß der Mayor nur ein Mitglied deö .Board of Coun cilmen- ist, daß er i dieser Körperschaft nur bei Stimmengleichheit eine Stimme hat. aber bei gemeinschaftlicher Sitzun gen kern Recht habe, zu stimmen. Feuer. Gestern Nacht brach in einen mit Baumaterial gefüllten Schuppen von Cutter & Savidge an Virginia Avenue nahe dem Big Four Geleise Feuer auS. wodurch ein Schaden von $500 entstand. Nachdem ich viele Mittel vergeb lich versucht hatte um rheumatische Schmerzen, an welchen ich acht Jahre ge litten hatte, zu beseitigen, nahm ich meine Zuflucht zu St. Jakobö Oel. welches mich in kurzer Zeit wieder vollständig herstellte. Joseph Brede. Waterloo. Iowa. SS Gestern Abend, wurden in der Martha Loge No. 236 K. L. os v. sol oende Beamte durch Deputy Louise Raab installirt : Vrotektorin-Friderike Schmidt. Vice-Protektorin Anna Hauser. Sekretär-Louis MyerS. Schatzmeister Job W. Borger. Caplan Mary MyerS. Führerin Louise Beermann. Innere Wache Catharina Borger. Aeußere Wache Catharlna Ham bright. Repräsentantin zur Großloge Mary MyerS. Stellvertreterin Louise Raab. TrusteeS Mary MyerS. Catharina Hambright, Louise LaPage. . UntersuchungS'Arzt Dr. Herrmann Pink.
National' Vankeu.
Gestern fanden BeamtenWahlen der hiesigen Nationalbanken statt, die so. gendeS Resultat ergaben. 1. National Bank W. H. English, Präsident : E. F. Claypool. Vice.Prüst dentz Jobn C. McCutcheon. Kassier; W. C. DePauw. A. B. Conduitt, John ReynoldS. Jndiana National V. T. Malott. Präsident; William Coughlen. Vice Präsident; E. B. Porter, ttasstr; R. S. McKee. Seo. Merritt. W. I. Holliday, G. T. Porter. ChaS. H. Brownell. Indianapolis National Tbeo. P. Haughev, Präsident; Henry Latham, Kassier; Harvey Satherwhite, Charles F. Meyer, Joseph A. Moore, Scott Butter. MerchantS National I. P. Funzel, Präsident; H. C. G. BalS. Viee.Präsi dent; O.N.Frenzel, Kassier; Paul H. Krause. C. F. BalS. Meridian National W. P. Gallup, Präsident ; D. A. Richardson, Vice-PrS sident; David Macy. R. S. Foster. Fred. Fahnley. ChaS. Mayer. ChaS. Scholl, I. E. Robertson. Albert F. Kopp. cZrnsdtißtttdouS Usbtttragrmgen. Thomas HugheS an JameS O'Shea, LotS6und7 in Cansield Place. ine Subd. von Theil von Block 6 in Holmes' Westend dd. $1500. JameS LouckS an Annle M. Bruner. Theil von Outlot 77. $6000. Charles F. Claffey an Conrad Clagey. Lot 215 in E. T , S. K. & A. E. Flet cher'S Woodlawn Sub. $2000.' Harrison G. Turvin an Ze'relda E. Menefee. Theil des südöstl. X deS noii westl. X von See. 28, Tp. 16. N. von R. 2 E., enthaltend 40 Acker. $800. Zerelda E. Menefee an Carl VonHake, Theil de südöstl. K deS nordwestl. X von See. 28, Tp. 16, R. 2 E.. enthaltend 40 Acker. $1600. JameS Atkinson u. A. an I. Strahle' Lot 10 in Outlot 13, Duncan'S Subd. $350. Wm. Pabst an John Fähr. Lot 4 in Austin W. Moerii' Subd. von einem Theil von Sq. 83. $10.000. Charles M. Fletchee an Sarah F. Fletcher. Lot 134 in Wm. H.' Mörri son'S dritte Add. $2000. Emma C. L. Prange an Charles F und Wm. C. Bakemeier. Theil, der westl. Hälste deS nordwestl. Viertels von See. 29. Twp. 15. nördl. von R. 6 östl.. 39 Acker enthaltend; ebenso einen Theil der östl. Hälfte deS nordwestl. Viertels von See. 29. Twp. -16, R. 5 östl.. 25 Acker enthaltend. $1.066.66. Versichert Qntt Eigenthum. Vorsicht ist dkt 'Mutter der Weisheit und es kann deshalb nicht .oft genug daran erinnert werden, daß man sein Eigenthum, sei dasselbe nun bedeutend oder nicht gegen FeuerSgefahr versichern. Cleveland & Brown sind zuverlässige Agenten und vertreten die besten Gesell schasten deS Landes. Sie versprechen zuverlässige und gute Bedienung. Der Schaden, welcher durch daS Platzen der Dampfröhren im Courthause entstanden war, ist jetzt vollständig auS gebessert worden und die ganzen Unkosten belaufen sich auf $25. Ein gangbarer Artikel hat immer Nachamungen. deshalb stehe zu. daß wenn du eine Flasche Salvaüon saufst, du da slchste erhältst. In gelben Um schlügen, fabrizirt von A C. Meyer & Eo.in Baltmore. Mk tS" Erum I. Haines wurde sür irrsinnig erklärt. Er bildet sich ein. daß Jemand nach seinem Leben trachtet. Er ist 49 Jahre alt und Zimmermann von Prosesston. Frau O'Brien, wohnhaft No. 166 McCarty Straße, brach gestern Abend beim Fallen den Arm an zwei Stellen. Dr. Calvin Fletcher legte den nöthig'n Verband an. tZT Im südlichen Stadttheil hat sich eine neue jüdisch, Gemeinde gebildet. welche die Mission Church an Süd Meri dian Str. nahe McCarty Str. erworben hat. tT Der Coronet verhörte heute in dem Falle des erschossenen Simon Cox, einen gemissen Jackson und glaubte An fang? in demselben denMörder zu haben. Diese Annahme stellte sich jedoch als un richtig heraus. - Elisabeth William?, ine Wittwe deren Wohnung sich nahe Fletcher Ave. und Huron Straße befindet, wird seit Montag Abend vermißt. Die Frau ist 29 Jahre alt und'war schon einmal irr sinnig. Der Kasten mit den Stimm zetteln, welcher kürzlich in einem Keller gesunden wurde, wurde gestern Abend geöffnet und eS stellte sich heraus, daß eS ein Stimmkasten der 1. Ward war. ES waren republikanische und demokratische Stimmzettel in dem Kasten, doch läßt eS sich kaum feststellen von welcher Partei der Schwindel verübt wurde, da man beiden Parteien ein Gleiches zutrauen kann. Zu den besten FeuerVerficherungS' Gesell malten deS Westen gehört unbe dinot die .ranklin" von JndianavoliS. Ihr Vermögen betrügt $320.000. Diese Compagnie repräsentirt die .Northwestern National" von Milaaukee, Vermögen 31,007.193 92 und die German Ameri ean" von New Pork deren Vermögen über $3,095,029.re beträgt, erner re präsentirt sie die .Fire Association os onvon. vermögen 9i,uw,ux) und die .Hannover of New Tlork" mit einem Ver mögen von $2.700.000. Die .ffranklin" ist namentlich deshalb zu empfehlen, weil sie nicht nur bmiae Raten bat. sondern eil außer den regelmäßigen Raten, auch bei großen Verlusten kein Aus schlag erfolgt. Herr He rna n T. Brandt, ist Agent sür die hiksige a.v& . - v mm w viaoi ur UTztzs.
Vom Vluölaud.
Vor den Schranken des Zuchtpolizeigerichts in Marlborough Street (London) stand unlängst Paul, Graf von Nichmond, unter der Anklage, jtch aus ossentllcher Straße ' unordentlich benommen zu haben. Der Graf ist dem Schwefeläther - Genusse ergeben, und nachdem er in verschiedenen Apotheken diesem Genusse gefröhnt, taumelte er in den Straßen wie ein Betrunkener hin und l)er und brüllte wie ein wildesThier. Schließlich wurde er von einem Poli zisten verhaftet und nach der Polizeistation geführt, wo er die Nacht zubrachte. Der Polizcirichter verurtheilte ihn zu keiner Strafe, sondern trug ihm nur auf. die Dolmetsch-Gebühren zu berichtigen. Nach den Mittheilungen ter statistischen Central-Commisston gibt eS in Oesterreich 1623 Zeitungen, darun ter 490 politische, 175 Volkswirthschaft liche, 118' landwlrthschastllche, 113 ge gewerbliche, 13 militärische, 92 medici nisch-naturwissenschaftliche, 21 juridische, 53' kirchliche, 93 pädagogische, 55 geo graphische und historische 206 belletrtsti sche und Witzblätter, 107 Lokalblätter, 120 Anzeigeblätter und 3 social politische Blätter. In Niederosterreich gibt es allein 727 Blätter, selbstverständlich vornehmlich in Wien. Der Sprache nach bestehen 1054 deutsche, 95 italienische, 225 czechische, 35 slovenische, 103-polni sche, 42 andere slavische und 74 gemischt sprachliche Zeitschriften. Es ist interes sank, zu constatiren, daß gegen das Bor jähr die deutschen Zeitungen um 7.1 Procent, die italienischen um 6.7 Pro cent, die slovenischen um 20.7 Procent und die polnischen um 5.5 Procent zu genommen haben. I n P a r i s herrscht wieder einmal die Duellmanie. In den letzten Decembertagen beschäftigte n;an sich mit einer ganzen Serie von Säbel-Duellen. Zwietracht war ausgebrochen zwischen den Blättern Bataille" und Cri du peuple" und deren Redacteuren, den Herren Labruyere und Lissagaray. Schon am 8. December hatte zwischen diesen Herren im Bois de Boulogne ein Zwei kämpf stattgefunden, dem die Zeugen Einhalt geboten, nachdem Herr Lissaga ray an der Schulter verwundet worden war. Der Letztere erzählte in sriner Bataille" den Hergang des Duells und, von seinem Gegner sprechend, entschlüpfte ihm das Adjectivum grotesk". Herr Labruyere, darob erzürnt, schickte dem Mann, der es wagte, ihn grotesk" zu finden, wiederum seine Zeugen. Herr Lissagaray aber, des Kampfes müde, er klärte demselben, daß er erfahren habe, sein Gegner sei gar nicht satisfactionsfähig, und er brachte am nächsten Tage m der Bataille" einen Artikel über den Redacteur deS Cri du peuple", der aller band fatale Enthüllungen über die Perfon des Herrn Labruyere enthielt. Da mit schien die Angelegenheit endlich beendigt zu sein, es kam aber anders. Herr Labmyere rief nun ein Ehrengericht zusammen, welches über den Fall entschei den sollte; das Ehrengericht trat zusam men und berief Herrn Lissagaray vor seine Schranken; dieser erklärte, daß er hierzu aber absolut keine Lust habe. In Folge dieser Wei gerung erließ Labruyere im Cri du veuple" eine Erklärung, in welcher er seinen Abonnenten mittheilte, daß er Herrn Lissegaray beim Staatsanwalt, der ja ein alter Bekannter seines Beleidigers sei, Injurien halber denuncirt habe. Diese schnöde Anspielung verdroß wieder Herrn Lissagaray und er schickte einem Mitgliede des Ehrengerichts, dem Journalisten Ca melinatseine Zeugen. Andererseits fühlte sich Herr Labruyere durch eine Zeugenaussage des bekannten hiesigen Journalisten Äurelien Scholl vor diesem Ehrengericht gekränkt, und ließHrn.Scholl eine Forderung zugehen. Wie man sieht, ein wahrer Rattenkönig von Herausforde rungen. Das Duell zwischen den beiden Letztgenannten hat stattgefunden, und hat Herr Labruyere eine kleine Schramme an der Hand erhalten. Gleichzeitig fand ein Rencontre zwischen zwer anderen Journalisten statt ; Herr Mavre, Redac teur des Moniteur des Consulats" schoß sich auf Pistolen mit Herrn Muellher, Redacteur des Nouveau Monde". Dem deutschen Reichstage ist vor den Weihnachtsferien die Ueber sicht der Ergebnisse der Rekrutirung für das Jahr 1834 vorgelegt worden. Die Zahl der Ausgehobenen und freiwillig in Heer und Marine Eingetretenen beläuft sich im Jahre 1884J85 auf 164,239 Mann. Das sind etwa 36 Prozent der mannlichen Altersclasse eines Jahrgangs. Die Dienstpflicht dauert bekanntlich 12 Jahre. Eine Aushebung in diesem Um fang während 12 Jahren ergiebt 1,970,868 Mann. Rechnet man, daß hiervon etwa 20 Prozent im Laufe der 12 Jahre in Folge von Tod, Jnvalidisirung, Aus Wanderung oder anderen Verhältnissen abgängig werden, so bleibt für den Kriegsfall eine Zahl von 1.600,000 Mann mehrjährig geübter Soldaten, wozu noch circa 70,000 Berufssoldaten im Offizier- und Unteroffizierstande hin zukommen. Indeß ist damit die Wehr kraft im Kriege noch nicht erschöpft. Hinzu kommen noch die Ersatzreserven und der Landsturm. Es sind überwiesen worden im Jahre 1884J85 der Ecsatzreserve erster Klasse 99.360 Mann und der Ersatzreserve zweiter Klasse 50,039 Mann. Die Dienstpflicht der Ersatzserve endigt mit dem vollendeten 31. Le bensjahr. Das durchschnittlich zehn jährige Contingent der Ersatzreserve er giebt somit circa l Million Ersatzreservisten oder nach Abzug von einem Drittel, welches im Laufe dieser Jahre auSscheiden mag, noch immer 1 Million Er satzreservisten sür den Kriegsfall. Zu den vorbezeichneten Kategorieen ausge bildeter Mannschaften käme alsdann noch hinzu der Landsturm mit sieben Jahrgangen. Selbst wenn man bis zu den Jahren der Landsturmpflicht ei nen Abgang von fünfzig Prozent vom ursprünglichen Rekrutenkontingent an nimmt, so würde doch noch eine halbe Million Landsturmpflichtiger zur Füllung von Garnisonbataillonen und zur Vertheidigung der Festungen :c. übrig bleiben. Die Zahl der verfügbaren Mannschaften würde nock viel aröer sein, wenn nickt ein erbebltckeS Contin
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