Indiana Tribüne, Volume 9, Number 108, Indianapolis, Marion County, 8 January 1886 — Page 1
-5 C HO f l is - yV VSVfr wy Ij I ' ) - 1 . I Zahrgsag 9. Ofsiee : L!o. 12 Ost MardKmd Straöe. Nummer 108. u Indianapolis, Jndian Freitag, Pcn . Januar 1886.
--H . r "Vz ' M( ,' f JM5.
V8
I A'WMMUV
A
ran mm m w
K I I II t U II IIA W X X I f X r . .
nnM im
ÄVÜ13
AWMI
vwiiiwv
pj-
"Vw r xr xy r
t , ! i
!r i ü . y , i V ' -"V's . 4 . ,
Anzeigen . la ltn Tvatle soweit dieselben niäjt $t schäsUanzeige sind traft den Raum ton drei geile nicht kberfieigeu, Berten n n e n t g e l t l ich aufgenommen. Dieselben bleihen 8 Tage steten, können aber unbeschränkt ernenert erden. Zlnzeigen, mtl&t bii Mittags 1 Uhr adge. geben werden, finden noch am selbigen Tage Lufnabme. ' ,
t&crtnnfi' ?lant in jgr Vkinn für Haularbett und tn Zlufwättr im ircl Pzrk Hotel. ?j Stellegesuche. sncht: Sin Zunge on 16 Jahren, sacht ilgknd ,lche rdeit. Stach, ufragtn lfc6 Sft Werrttftr. l2j gesucht Ei Stll von einem Kinde rmlldche ,1 OftWashl,rn StraS. 10a sucht: in juuaer Mann, der deutschen und enoltkch Tvrach mächtig, fuAt irgend ich Ar biten. Nichju'razen 60 Sild Delamar Str. 9j, Ju miethen gesucht. ,d fäk leicht Huarbeit. achiufragen in Ro. mict&c St: i mSblirt Zimm i Wer deut'chen Fimll,. b.eficn lztnt.rlaff an unter diffr Z. H tn der Ofsie d. st, l ja Zu vermiethen. Zu ormt ihn: Btforr l Straj. Zwei L'mmer N. 165 Oft ISlut.,Haut- und Nervenkrankhei. ten eine Spenalttät. Dr. Denke. öitter,226 Oft Washington Str.j n Herrn. Sieboldt, Öffentlicher Notar Office : 113& Ost Washingtons!?. 3 Todes - Anzeige. Freund. und erwa.dt d! traurig, itthki. lu, feft unsre innigstaelied' Sattin, Autter.I Schig,rmut:er. Srgßmult.r und Urgrobmutt.r. Frau Iohauue Clara MenglS, I am Dont,e,g. den 7. Januar. Nachmittag, S Uhr. im lt.,n7S Jhr.n und5Vnat.n nach länge. ,eme,dn sanft u?d rudig nt chlaseu ist. Da Leich.nbegänguik findet Sonntag, den 10. Januar, achmitta, , Uhr. m Trau.rhaus. N' 2U Virginia vnue, au statt. Um füllt Theil. ahme bitten Dt trauernde Hinterblieienen, Frao, Mengik, utte. Helene Lanasenkamp, i flA. t.b. Hunt, i er. nn- Hunt. ) Lchwieger lara Feldkamp.i Töchter. km.Lzngsenkamp, Schwiegersohn. . -.n.i !. f. I t xameu 91. uongrn iniriöunin. Passende 13 1 1 tt sl 11 TR sl Pl (tl Hl Tt --, T mt W 4 I Seldene Neaenschirme, Glace Hndschube, Feine Hüte, n.T,,., vezzgarntkuren,, für Damen und Herren und vat sonst noch in VUiB!"4 '"II a- Mx.... rx-ti a tstn. in ger No. 1 OS Wasbingtouvr. Englisli's Opernhaus. . Freitag und Samstag Abend ud Samstag Matinee. ION OPERH - TRUPPE ! tn er neuen rfolgre ichen Oxer dei Osten imi ! dargeftelt der Originak.Trux bet ffaf.no Thiaterl tn 5k Dork. Samstag Liend: HIQ HIKADO 99 f rtaus der reseroirten 6'a besinnt Ritt och, en 6. Januar n der lOsne. QchtUNg, HaUS - Frauen, MÄPHETIP Vlll ii PI flUlfluIlLllb OUfll LAinflUl stet Oasch Mittel, eiche Folgendtk bjckt : ' -E acht da Waschbrett nnithia. spart Seife, fetrt ett und röt it. macht die a'che diendend eis ad thut tzr nicht den genngflt chiden, 10 ejenti di Flasche U haben bei alle Oroeerl und in er Hauxtagent bet TOS. RÜESEW .!. D, No. 487 Nord New Jersey Str. , t,r. Telexho 333. .- "isajnetic Soap Eitract eignet sich ,or
Bärnber
,2gitch , Pu,en on Silderuiaaren. l4aa Pnmhslsln:m vj- Jersigruna deS ttk frn !., .tt fallt m keiner üch fehlen. I MpagNieN Olt llung vkS flUT lyN
C7ixC lS-Ti.'AVIj WIESE, JVfUtttWÄ.'Leichenbestatter, 39 N. Eaft Str.
$.J
ferner . t
r (rr-r- n VA-T
NeneS ver Telegraph. Wette. uSitchlen. W asd i ng : 0 n . D. .. L Jan. Trübes Wttler. vielleicht Schnee, bedeu tend kälter. Die angekündigte kalte Luftwelle vird das Ohio Thal (also uns) in der Nacht erreichen.
Haben Wort gedalten. Philadelp h ia, 8. Januar. Vor zwei Jahren wurden in Bordentomn. N. I., mehrere Einbrüche begangen. Tho maS Moran. ein Angestellter der Penn sylvania Bahn, entdeckte die gestohlenen Waaren und sein Zeugniß sührte die Ver urtheilung der Diebe herbei. Diese drohten ihm zur Zeit, sie würden tl wett machen. Gestern wurde die Liiche Mo ran'S im Kanal gefunden. D ie Lage in B i r ma. London. 8. Jan. Die .TimeS" sagt, die Situation in Birma sei kritisch. Die beiden Alompro gewinnen Stärke, die Soldaten der birmischen Armee laufen ihnen zu. Editorielles. Jngersoll weist die Anschuldigung, daß er in unberechtigter Weise den Ertrag eine? bei Gelegenheit des Freidenkereon greffes in Cleveland gehaltenen Vertrags eingesteckt, entschieden zurück. Er sagt, der Vortrag sei sein eigenes Unternehmen gewesen, er habe die ganzen Kosten deS Eongresies aus seiner Tasche bestritten und der Liga außerdem tausend Dollars geschenkt. Das Bundes - Obergericht hat die Avvellation deS Lebr. und Webr-Vereins VT r ' . ' r A . .1 von V!ylcag0 aogewlen. ?m ;u Gesetz des Staates, welches das Recht deS sperrn rr j k t Y - WassMtrageNS ÄllM vervleltt, welllZ? m regelmäßigen Miliz gehören, , K , - - . Mtt ver VUNveSversaUNg IM INIlang erklärt. Die Konstitution aewäbrt iwar dem Volke das Recht des Waffentragens, aber das ist Nebensache. Den Kapitali sten wird die Entscheidung jedenfalls sehr angenehm sein, und den Milizen ebenfalls. Diesen werden in Zukunft die Heldentbaten leicht gemacht werden. 2 Gegen den kürzlich zum General Konsul in Frankfurt aM ernannten Jakob Müller liegen häßliche Anklagen vor. Es heißt, daß er Verwalter des Nachlas ses eines gewiffen Jakob Meyer war, und 7 h1' m in U ß in seinen Händen der Nachlaß von $175,000 auf 140,000 zusammenschmolz. Der Anwalt der Erben hat sich nach Washington begeben und die Sache dem Präsidenten vorgelegt. D ieser soll äußerst "MVM""D"C gewesen sein, daß man hm mürttT nr Anstelluna emvsoblen I 7 1 n 7 trtfl( nS QfnSnnn ,r ffrrn. fcorr i V VVft W W W V Schwab, aufgefordert haben, schriftliche Anklagen beim Staatssekretär einzurei chen. Inzwischen bat iedoch der Ge schäftspartner Müller's, eine Untersu chung fürchtend, sich mit dm Erben abge funben'unVä .Iei6t zweifelhaft, ob die VtJVtVtVyt IVVViH Auch in zweiter Instanz ist jetzt da hin entschieden worden, daß die New Jor ker Hochbahn-Geseöschaften Schadenersatz an die Grundbesitzer leisten muffen, deren Eigenthum durch die mitten auf den Straßen errichteten Pfeiler und Balkenwerke entwerthet worden ist. Die Ent scheidung, welche vom höchsten Gerichts Hofe ohne Zweifel bestätigt werden wird, hat nicht nur ein örtliches, sondern ein allgemeine? und grundsätzliches Jntereffe. Denn sie geht dahin, öaß keine gesedge venoe orperscyasr oas neqt yak, emer ? m m a .. n p Privatgesellschaft die Entwerthung oder Confiscation von Eigenthum ohne Scha denersatzleistung zu gestawn. Der Con greß, die Staatslegislaturen oder Ge u,einderäthe dürfen allerdings Privilegien ertheilen, aber diese Privilegien entlasten den Inhaber keineswegs von den auS dem gemeinen Rechte und der Verfaffung sich ergebenden Verpflichtungen. Leider laffen sich die Bürger von Privatgesellfchaften viel zu viel gefallen. Sie laffen die Telegraphen und Tele-phon-Monopolisten buchstäblich auf ihren Dächern herumsteigen, gestatten den Gas eigenen Kosten gelegten Kunstpflasters und erlauben die Gefährdung ihres Ei genthums durch undurchdringliche Draht netze, welche die Annäherung der Feuer wehr verhindern. Während sie selber aber zu trage oder zu gleichgiltig sind. um ihre Rechte geltend zu machen, erwar ten sie, daß kärglich besoldete Beamte den Monopolen zu Leiber gehen sollen. Sie
wollen sich keine Unannehmlichkeiten machen und sich die Verdauung nicht ftören.
In Hoboken ist der Apotheker Am Ende, der zu den prominenten Einwoh nern der Stadt gehört, von der Anklage des Todtschlags freigesprochen worden. Er hatte bei Anfertigung eines Rezeptes Morphium statt Chinin genommen, in Folge deffen zwei junge blühende Mäd chen ihr Leben einbüßten. Die Vertheidigung machte geltend, daß Am Ende seit einiger Zeit nicht gesund und sehr nervös gewesen und seine Hand ung deshalb nicht als eine fahrlässige zu bezeichnen sei. Mit Recht macht die N. I. Volkszei ung" darauf aufmerksam, wie hierzuande (und auch anderswo) mit zweierlei Maß gemeffen wird. Sie weist auf den Fall eines Weichenstellers hin, der nach zwanzigstündigem Dienste im Zustande der Schläfrigkeit durch falsches Stellen einer Weiche das Entgleisen eines Eisen bahnzuges verursachte, und dafür zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. Em Weichensteller ist eben kein Prominenter. Em solcher hat wohl daS Recht nervös zu sein, Nervösität ist überhaupt das Vorrecht der Reichen, aber ein Wei chensteller darf nicht schläfrig werden, selbst nicht nach zwanzigstündiger Arbeit. Was braucht so ein Weichensteller überHaupt zu schlafen, der soll arbeiten. Wenn er schläfrig wird, in's Zuchthaus mit ihm ! Wir brauchen unS darüber nicht zu täuschen. Es bedarf für den Reichen nicht immer der unlauteren Anwendung des Geldes, um die Justiz zu seinen Gun sten zu wenden. Der moralische Einfluß des Reichthums bringt dies an sich hervor. Wir haben eS hier erlebt, daß ein reicher Mann, der im CourthauS einen Andern kaltblütig niederschoß, straflos ausging. Diese Vorkommniffe zeigen, daß unsere vielgerühmte Gleichheit bloßeS Gefasel ist. Es ist überhaupt thöricht, von Freiheit oder Gleichheit zu reden, wo Reichthum und Armuth neben einander bestehen. Es giebt keine größere Feindin der Freiheit und Gleichheit, als oie Armuth. Sie macht den Menschen unterthänig und feige. Drahtnachrichten. Vom Felde der Arbeit. N e w Y o r k. 7. Jan. Die Unter Handlungen zwischen der Hochbahngesell scha st und deren Lokomotivführern sind zum Abschluß gekommen. Die Förde rungen der Letzteren wurden bis auf eine sämmtlich bewilligt. Diese eine bestand in Einführung deS achtstündigen statt des zehnstündigen Arbeitstages Die Dauer deS Arbeitstages wurde auf neun Stun den festgesetzt. Chicago,?. Jan. Der Strike in Maxwell'S ttistenfabrik nimmt einen dro henden Charakter an. Mehrere der Arbeiter wurden von den StrikerS geschla gen. An der Ecke von Blue Island Avenue und 11. Straße wurden acht Nicht'Union Leute mit Knüppeln und Steinen verfolgt. Ein Mann wurde schwer am ttopse verwundet. Cleveland, 7. Jan. Die Ver waltung der Cleveland Rolling Mill Co. f m m M ar . noirnmie yeuie ,re Arvmer von emer Lohnerhöhung um 10 Prozent. Mesalliance. C l e v e l a n d, 4. Jan. Unter den Bewohnern von Arownell Straße, einer der elegantesten Straßen der Stadt, herrscht grße Aufregung. Ina Norton, eine hübsche Blondine ließ sich mit einem schwarzen Barbier trauen, mit dem sie seit längere? Z?it ein HiebeSverhältniß unterhalten hatte, und reiste mit ihm ab. dongreß. Washington,?. Januar. Senat. Die Utah Bill lag zur Debatte vor und Senator Morgan hielt eine längere Rede. Er befürwortete sein Amendement daS Eigenthum der Mormonenkirche im Interesse deS Landes zu verwalten. Die Mormonenkirche sollte vollständig ver nichtet weröen. Call bestritt daS Recht der Regierung, eine religiöse Organisation zu vernichten Morgan meinte, eS handle sich hier um eine weltliche Organisation, nicht um eine religiöse. DaS Amenbement Morgan'S wurde nach längerer Debatte verworfen. Der Senat vertagte sich, ehe eS zur Abstimmung über die Bill kam. Hau. Unter den heute eingereichten Bills be finden sich folgende :
Zur Abschaffung der Steuer auf Ta bak. Zur Erhebung einer Steuer von Oleo margarin. Zur Erhaltung der Wälder. Zur Etablirung eines HandelSdeparte mentS. Am Schluffe der Sitzung kündigte der Sprecher die stehenden Comites an, woraus sich das HauS vertagte.
Ve?r Kadel. Der Baiernkönig. London. 7. Jan. Der König von Baiern hat schon wieder einen verrückten Streich gemacht. Er ist heimlich nach Paris gereist und bummelt daselbst in cognito unter dem Namen Herr Ludwig herum. Frankreich und MadagaScar London, 7. Jan. Eine Depesche von Tamatave sagt: Die Unterhand langen für die Beilegung der Schwierig leiten zwischen Frankreich und Madagas kar sind noch immer in ihren Anfängen. Die malagassischen Beamten zeigen wenig Lust die Forderungen Feankreichö zu be willigen. EntsetzlicheZustände. London, 7. Jan. Die HungerS noth auf der Insel Jnnisbosftn ist ent sedlich. Hier ist ein Fall von vielen. Ein Fischer NamenS DaviS hat eine Frau und acht Kinder. Die Stürme haben den Fischfang verhindert, die Saatkarloffeln sind aufgegessen und die Ja milie lebt ausschließlich von Gerstensuppe und SeegraS. Seit Monaten haben die Leute kein Fleisch gesehen. Die Schweine der wohlhabenden Farmer leben besser, all diese Menschen. Wie lange sie eö aushalten werden, das ist die Frage., Irische Politik. Loxdon, 7 Jan. In liberalen Kreisen verlautet, daß zwischen Cbam' be'rlain, dem radikalen Führer, und Lord Hartington, die freundschaftlichen Beziehungen wieder hergestellt seien, und daß sie sich in Bezug auf die irische Poli tik vollständig geeinigt haben. DaS - französische Ministe, rium. Paris. 7. Jan. DaS neue Mini sterium wurde heute Nachmittag offiziell angekündigt: De Freycinet, Minister Präsident und Minister der auswärtigen Angelegenheiten; Sarkien, Inneres; SadiCarnot, Finanzen; Goblet, Un terricht; De Male, Justiz; De Nelle, Ackerbau ; Gen. Boulanger, Krieg ; Aubee, Marine und Colonien; Brabant, öffentliche Arbeiten; Granot. Post und Telegraph und Lockroy. Handel. Der Panama Kanal. Paris, 7. Jan. Die französische Regierung wird auf Verlangen der Pa nama Canal Compagnie, Hrn. Rousseau zur Untersuchung der Canalbauten ab senden. Von seinem Berichte hängt eS ab, ob der Compagnie ein Darlehen ge währt werden soll, um dieselbe in den Stand zu setzen, die Arbeiten zu vollen den. Ist der Bericht dagegen ungünstig, so wird man daS Unternehmen fallen lassen und will die Regierung dafür die Verantwortung übernehmen. Ein BiScken Skandal. M a d r i d. 7. Jan. Eine Senorita Borghi, eine Sängerin, welche kleine Rollen in der komischen Oper spielt, reichte Klage gegen den Nachlaß de Königs Alfonso ein. Sie verlangt eine Summe genügend für ihre Unterhaltung und die ihre Kindes, besten Bater der König sei. Die NachlassenschaftSver valter bezeichnen die im Besitze der Klägerin besindlichen Briefe des König als Fälschungen. SQisfsnaSrtOtn. N e v P o r k, 7. Jan. Der Da pfer .City of Chicago ist von Liverpool angekommen, ..Hamburg, 7. Jan. Der Dam pfer .Suevia- ist on New Po?k angekommen. Qem VuSlaup. n ver Werkz eugmafchi nenfabrik von Wagner 6z Co. in Dortmund war feit einer Reihe von Jahren ein jungerGießer beschäftigt, und zwar erst als Lehrling, dann als Gehilfe, der im Frühjahr d. I. das Unglück hatte, sich mit flüssigem Eisen zu verbrennen, in Folge deffen der Verletzte etwa fünf Monate im Krankenhause zubringen mußte. Auch nach Verlauf diese? Zeit war der junge Mann nicht ganz geheilt, doch be kam er auf dem Werke wieder Arbeit. Früher hatte derselbe per Schicht beinahe drei Mark verdient, nunmehr aber nur einen ganz minimalen Betrag, so daß er oft nach 14 Tagen einen Lodn von nur 56 Mark nach Hause brachte. Wenn der Vater, ein braver Puddlermeister, hierüber ärgerlich wurde so läßt sich dies begreisen, zumal derselbe noch für mthttrt kleinere Kinder zu sorgenat.
Die Folge waren Zwtsngrellen zwln Vater und Sohn, welch' letzterer ein Kosthaus wählte und das Vaterhaus vermied. Mit dem Verdienste wurde es nicht beffer, so daß der junge Mann schließlich seine Sachen versetzen mußte. Am 22. Dec. war auf dem genannten Werke wieder Löhnung, und der )unge Gießer hatte in vierzehn Tagen bet. 115 Stunden Arbeitszeit sage und schreibe 2 Zwei Mark verdient, so daß der selbe, da er 2.50 M. Krankengeld zu zahlen hatte, eine leere Lohndüte (die Arbeiter erhalten das. Geld abgezählt in Düten) erhielt. Diesen Umstand glaubte der junge Gießer seinem Meister zu ver danken, dem er Rache schwor. Noch an demselben Abend lauerte er dem Meister auf der Straße auf und jagte demselben zwei Kugeln rn den Kopf. Der Mann ist erheblich verletzt, jedoch, wie die Aerzte annehmen, nicht lebensgefährlich. Die Verurthe ilung deS Breslauer' Kunsthändlers W. Trautmann wegen Betruges, verübt an den hinterlaffenen Töchtern des Justizraths Kern in Breslau, ist wegen der Neben umstände von mehr als lokalem Jntereffe. Nach dem Tode des Justizraths war von angeblich kunstverständiger Seite deffen gesammte Hinterlaffenfchaft an Gemälden als fast werthlos bezeichnet und demgemaß für mehr als 50 Bilder die Summe von 200 Mark in daS Verzeichniß deS Inventars eingestellt. Ende 1634 be sichtigte der Breslauer Kunsthändler Trautmann die Bilder, welche von den Geschwistern ' Kern theilweise auf dem Dachboden aufgehäuft waren, und erbot sich einige Tage darauf unaufgefordert, den Verkauf der von ihm auf 50,000 Mark abgeschätzten Gemälde gegen eine Provision 'von 10 Procent zu überneh men, wenn' ihm auf längere Zeit der Alleinverkauf übertragen würde. Darauf gingen die Besitzerinnen nicht ein, haben ihm aber später 47 Bilder zu5Markdas Stück überlaffen, nachdem er ihnen mit getheilt hatte, daß daS von ibm als das werthvollste Gemälde angesehene, auf 4000 Ma.k geschätzte Bild Das Opfer" nur einen Verkaufspreis von' 350 Mark erzielt habe, da es nur eine Copie fei. Unmittelbar darnach erfuhren die Geschwister Kern, daß das' qu. Gemälde, für das ihnen 350 Mark gezahlt waren, für den Preis von 8000 Mark von einer Malerin Ritter in Breslau erworben war, weil sie in demselben ein Original aus Rembrandt's Schule erkannt hatte, was ihr Prof. W. Lübke bestätigte. In Folge deffen wurde Kunsthändler Traut mann wegen Betrugs denunzirt und die Beschlagnahme der von ihm erworbenen 47 Bilder verfügt. Die Verurtheilung des Angeklagten zu 6 Wochen Gefängniß und 300 Mark Geldbuße ist dieser Tage erkolat.
Deutscke Lokal - Nackricktcu. . Vrovlnz Vnen.assau. Alö Anstifter des Brandes in Erlen Hof, Gem. Opperz, wurden der Ziegelbrenner Knaff und der Besitzer von Semmern verhaftet. f Geh. Bergrath a. D. Odernheimer in Wiesbaden. Auf dem Mahlbergshof bei EmS soll eine Kuranstalt für .Lungenkranke eingerichtet werden. Kaspar Schneider in Roßdorf wurde dort zum Bürgermeister gewählt. , tkAirelch Qa&Un. Den Feuerversicherungö-Gesellschaften sind aus Sachsen in den Jahren 1875 bis 1834 im Ganzen 23 Mtöionai M. Reinprosit zugeflossen. Der vor mehreren Monaten von Dresden entflohene liederliche Rechtsanwalt Dr. Robert Schmidt wurde wegen krummerransactionen in Leipzig verhaftet und auSgeliefert. Wegen fahrlässiger Tödtung eines Arbeiters erhielt der Strumpf fabrikant Steinbach mAuerbach 2Monate Gefängniß. Chemnitz erhält nächstens klektrifche Straßenbeleuchtung. Pastor Hahn rn Großhartmannsdorf, welcher f. Z. einer Braut den Myrthenlranz, den sie bei der Trauung unberechtigt" trug, hatte abnehmen laffen und auf Klage des Bräutigam? sowohl vom Schöffengericht als auch vom Landesge richt in Freiberg und von dem in Chem nitz verurtheilt worden war, ist nun durch daS Oberlandesgericht freigesprochen worden, Der wegen Sittlichkeitöverbrechen verhaftete Lehrer Stöcker in Ra deberg ist ein Neffe des gleichnamigen Antisemiten - Führers. Flachshändler Liebscher von Lichtenberg, der s. Z. den Viehhändler Butze erschlug, erhielt dafür S Jahre Zuchthaus. Selbstmord begingen: Cigarrenfabrikant Kaden von Deutschneudorf, Maurer W. Müller von tainichen. Schloffer O. Neubert von tollberg, Packträger Rumpff in Leip zig und Kanonier Melzer m Pirna. Verunglückt : Fabrikarbeiter Lange von .Ehrenberg, Dienstknecht Pinkert aus Rittergut Kötitz, Restaurateur Butze von Hilbersdorf, Weber Möckel von Lengen feld, Arbeiter Mittag von Voigtlrnde, Töpfereibesitzer F. Schuppan von Spittel und Maurer W. Knothe von Walddors. ' . Elnvr. . Der in Sternberg tagende Landtag der beiden Großherzogthümer ist beendigt. Gestorben in Sternberg Oraf v. Baffewitz . Schwiefel, StaatSministn von MecklenburgSchwerin,im Alter von 71 Jahren. In WiSmar sindet daS nächstjährige, 5. mecklenburgische Sängerfest statt. Achtzehn auswärtige Vereine haben bereits ihre Betheiligung uz-gesagt,
Herrcn-Klcidcr.
Extra seiner
(D) CDßLo ' t Wird überall im Westen für 510 verkauft. Wir verkaufen Ihnen denselben für M.OO Sechs Dollars SG.CO.
miGÜ.iI EAOLE CIOTHING COEIP., 5 8s 1 W.a Wasbkngton Straß., S Lk7. . H. FessnS nnd Go.
Fabrikanten. Greß
W
t s X wTy WM aller
115 und 117 Ost Washington Straße. Z5abrik : Süd Gast Str. Z1SIIA1SA.FUT,X&, INDIANA.
James R. Ross & Co
Großhändler in
'RF' Tüi tl
129 Süd Meridian Straße.
Indianapolis.
andWVen.
Taschm.Uhren Schmucksachen jeber Art. Noveltiti. Tiglich keffm neue Stachen ein. Mäßig Preise.
A Ugkm, - Jemlier.
No. 23 West Washington Straße. '
Pouder's reinlicher bleisch-Markt, 232 OK Washington Straße. Telepbon S77. Marktstände 1 und Ost Market Str. Grob und Klein -Handler in srischem und gesalzenem FleisH. . Cincinnati 8Uß;ar.ourod Schinken und Speck eine Spezialität.
GlANVö Hynfe Flleöfch-MaVW. THE0D0B DIETZ, Frisches und cingcsalzencs Fleisch, Schinken, SpcS, und Qürfle jeder LIrt. ISO. OST WASHINGTON STRASSE. vftllung,n erben prompt in allen heilen der Stadt adgeliefert. lelephan 500.
Fstsösch don
;. B1UID(DILIPIHI HBaPIETTirCIEIlBIIß, V. 47 SSd ztkat Straße. ' ,, , , nur die beste Fleischsorten derde geführt. Täglich frische Wörfte, wivltwr Vienerdnrft, Vratwurft, Leberdurft, n.s. v. tü Preise mäßig. Vediennng prompt, ktufträg nach irgend eine VtadtheU wnd prompt besorgt.
Wevn. Wonnegm, UVllirL Wance SloS, Simmer G2 t7 llini vcke Lirgwia Ave. und Oashkgtn Tk. -
Herren-Kleiöer.
ganz wollener und Kleinhändler in . 33s. 37. anSGHVM. - AckdeM vr. 0. v. Everta, DentsHerZahuarzt, achf,ln ,,A . rnt r.!D.-Oc?e Qashingtoap' Zu,lkni, CT. vennsvlvania Oft.
SmtM.
5 nifr
