Indiana Tribüne, Volume 9, Number 107, Indianapolis, Marion County, 7 January 1886 — Page 1

HH a m mmt$ AdYlfiN WWy ÖWVWW Ossiee : No. 120 OK MarylM ma Jahrgang 9. ümmt 107. Indianapolis, Jndiana Donnerstag, den 7. Januar 1880.

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Anzeige ta ttrtn Spalte soweit dieselbe aicyt Ge schäftZanzeigeu stao nad deu Raum doa drei Seilen mit übersteigen, w,rdeu naeutgelt l ich aufgenommen. Dieselben bleiben 8 Tage Sehen, können aber undeschräatt erneuert werden. ÄazeiJea, welche di Mag 1 Udr adge. geben Verben, finde och am selbigen Tage flnfaaSn. .

fZevinnat. V,'lnßt7erdkn tei gute P!Snn, ffir eine Ptilch'ttt. Vüffen biUlg arbeiten. N. 3 0 Süd Jlltnoi Strafe. ! Stellegesuche. k sucht : Ein Sttll oon in,m Aindermädchk ode, für leiste Huard,tt. achzufragen in o. 163 Qeft Washington Strafte. liia 0 su cd t: Sin ,uuer Aann, der deutschen und ,nli'chen Sorache mächtig, suckt irgkd welch Zlr betten. Nachjutragkn 60 Sü Delawar Str. 9i des "4t wird Arbeit ton wem Fam'lieaoater. ach,uf.agn . 19 Edd? Strafe, ja In miethen gesucht. 8 rnictb flcu4t: i- mkblirt Zimmr ta einer deut'chen fiamil,. Adressen bin rlafle an unter Ehifsre I. H in der Office d. ttl. 1 ja Zugelaufen. laufen: in rothzfleikter Tiaa'buad: ab zubole gegen FNteraeld. o 4l Sild Daoiiftr. 8j Vlut-, Haut und Nerd'enkrankhei. ten eine Spenalktät. Dr. Denke. Äalter, 226 0 Washington Str, lE Todes - Anzeige. ?c.nd.n und .kannten di. .raurt. Mit.s.i. !,, daß unsere gelte' Mutter. Schwester und I Sch5gerin, Frau Friedkrtke Zink, m:t4 V.n H Wf.nfcl 4 Nkr. I in w uiwvi o ... - . lte,,n i7Jah?n und !0 Monaten nach iängre L.tdn durch dn Tod entriff.n urde. - . i . n ...w: ... - c l a..i4.. 1 Mi VlBunö 1'" ir'"!! o. jnnii.tl Rachmittag 2 Uhr, vm Trauerhause, No l Pera Straf au statt, wozu ergebenft einladen Di trauernde Hinterbliebenen, eit'.r f s"Arledrich Vaumann, Schmagr. und die zwei Kinder. 1 P äffende I A 51 ll ll ll ll p I m kN ?k y ß zj I T7 Seidene Negensckirwe, Glace Handschuhe, Feine Hüte, Velzgarnituren für Damn und Herien und was sonst noch in i r r r r i n ftf rr. V 1CI Vuigrjcgaen civci uaz zu Barnberger V5ö. I st Washington?. F,nmish a ftnprnhnilH na K K fc, m KJL , M m M MM MMI l Freitag und Samstag Abend! ud Samstag Matinee. kl. II! in der neuen erfolg ichin Oxer des Osten IMOIl varzeftelt vn der OriginakTrur,e d i Safio Thiater in New York. Samstag Abend: T HE MIKADO Verkauf der refrvirtn Bitt beginnt VlltU och, den d Januar n dr ol'vsne. ILLCn'S TI0GO"SIPs0K CISTERN. ho rra .GilesSmitH. . T VDIX:WUFACTUHCH . 1 I a DniAUADni ic Tun xnuirviiMr-wuia.xrik m irr r im , c m-r r'fctrt! ulnf.t tn trti4 Ym Wrthtshfrti 3' i vti i gerichtet, verursacht keinen Lärm und ha

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Nknes per Telegraph.

Wetter Aussichten. W a s d i n g k o n . D. S.. 7. Jan. Klare, wärmeres Wetter, im öst lichen Ohio Thal, entschieden kälteres Wetter im westlichen. Auch einBoycott. S t. L o u i ö. 7. Jan. Jolzn Eggler. ein Saloonkekper wird von den KnighlS os Labor geboycottet. eil er den Street cardriverS nachdem sie auf die Eisenbahn' geleise Dynamitpatronen gelegt hatten, und eil einige der Dynamiter am Go mite waren, seine Halle nicht vermiethete. Eine Kirchengemeinde a l S L a nd l or d. New Y ork. 7. Jan. Der .Heraldvon heute fcn-t. dah der (Konstitution Club kürzlich ein Comite ernannte, um den Zustand der Tinementhäuser in New Nork u untersuchen. DaS Comite be richtet, daß die der Trinity Kirche gedSrigen TennementhSuser die schmutzigsten und schlechtesten und kaum bewohnbar seien, und daß die Miethen mit rück sichtSloser Härte eingetrieben werden. EbitoriclleS. Von den bis jetzt im Congreffe eingereichten Bills sind mehr als zwei Drit-

Utel sogenannte Privatbills, d. H.Anträge

im Interesse von einzelnen Personen, welche Ansprüche an den Bund zu haben glauben. Die Volksvertreter und SenatvreN haböN fast ihre gUNZe Zeit dtt V tretung solcher Ansprüche und dem Aem terbettel für ihre Constituenten" zu widmen. Hinterher wundert sich das ' ' ' . tSTi C " bleoere otk uoer cie veryaumpmapig geringen Leistungen des Congreffes. U U v w ii In Philadelphia hat die deutsche Schriftsetzer Union beschlossen, gegen das Philadelphia Tageblatt wegen Benützung von Stereotypplatten vorzugehen, und setzte einen Strike in Szene. Das Tageblatt ist ein sozialistisches Blatt, ein Arbeiterblatt im vollsten Sinne des Wortes, vortrefflich redigirt, und war und ist wahrscheinlich noch in Händen einer aus IVMMtM mj V Arbeitern bestehenden Corporation. In Zvolae dessen trat auch eine Anzahl zu Gewerkschaften gehöriger Arbeiter zu sammen, untersuchte die Sache, fand daß die Schriftsetzer im Unrecht seien, daß das Vorgehen gegen das Tageblatt nicht gerechtfertigt sei, und daß sie dagegen r0icnjrcn üsien. T ' II Da uns die Thatsachen nicht bekannt sind, können wir nicht urtheilen wer Recht hat und wer Unrecht, aber wir können uns nicht versagen, aus der Ant wort der Schriftsetzer eine Stelle hervorzubeben, welche so recht zeigt, von wel chem selbstsüchtigen arbeiterfeindlichen '71. . m.'Zttu-Lt. w v.tn :n cijic vci uyiiicciyt;ii;uuü Diese Stelle lautet: Wenn wei'er gesagt wird, daß unsere Union Forderungen an ein Arbeiterblatt stellt, welche nicht an kapitalistische Unternehmer gestellt werden, so kann sich das nur aus die Platten beziehen. Wir erwidern hierauf, , daß unsere Unis gegen die Platten in Evantville. in Ciminnati, in Louiöville und in Indianapolis vorgegangen ist, und es überall thun wird, wa immer wir können. Ein Arbeiterblatt sollte sich darauf nicht berufen. Wenn durch diese Beschränkung der Bestand eine Arbeiterblattes in Frage gestellt wird, dann sollte die organi sirte und interesicte Arbeite schaft in die Tasche greifen und ein kleines Opfer brin gen u. f. w. Diese Zumuthung ist wirklich etwas stark. Die ganze Arbeiterschaft muß sich die Einführung arbeitsparender Vorrich tungen gefallen lassen, Tausende von ihnen werden fortwährend auf die Straße in Folge solcher Vorrichtungen gesetzt, imS TM?f r?tfin 9Irfcp?tr frtTTri ifr ssi? i ..v w.viv v.w.v ivmv. uv hh I 11 VI . m. c r r r erarbeiteten Pfennige dafür hergeben. In Bezug auf Stereotypplatten ist dies um so ungerechter, als statistisch nachweisbar durch die Einführung der ?!, Leute und nicht wenig, I SUal JUAIIM X A X' 1 9 . ;uyuiiuii iuya, uiyvm utuc qii tun3en gegründet werden, welche ohne dieses Hilfsmittel nicht bestehen können. Dergleichen scheint aber nicht im Plane Ider Deutschen Schriftsetzer zu liegen, welche vorziehen eine Art Aristokratie un ter den Arbeitern zu bilden. Sie sckei mn vielmehr ängstlich darauf bedacht zu I t t. ri mii . . P"ism allein das Pmilegium dn tiienz ijuvzn. vic muiyen ocn Äroel tcm Opfer zu, welche sie nicht bringen können. Schriftseber bekommen guten Lohn und haben stetige Beschäftigung. Daß sie weit besser gestellt sind, als fast .alle anderen Arbeiter wollm sie nicht an-

erkennen. Wenn nur die andern Arbei ter zahlen, damit sie selbst ungeschoren bleiben, dann ist's recht. Wollen die anderen Arbeiter das nicht, so brauchen sie auch keine Arbeiterzeitungen, und man läßt die alten Blätter, die sich fettgefres. fen haben, behaglich weiterfreffen. Da ist der Philadelphia Demokrat, deffen Besitzer, Morwitz, sich bereits ein Riesenvermögen erworben hat. Das

Tageblatt hat seit Jahren schwer zu kämpfen gehabt, um dem kapitalistischmonopolistischen Demokrat gegenüber bestehen zu können. Die Arbeiter haben bereits manches Opfer gebracht, um das Tageblatt zu erhalten. Ist es ja Thatfache, daß die Arbeiter vielfach selbst billige Blätter nicht zu halten im Stande sind. Das AlleS aber ist dem deutschen Schriftsetzerverbande ganz einerlei, ihm ist es Wurst, ob ein Arbeiterblatt existirt oder nicht, ihm sind die allgemeinen Arbeiterintereffen vollständig gleichgiltig. und er schädigt in roher Selbstsucht ein von Arbeitern geschaffenes und geführtes Organ. Wie überall, so nehmen auch in Philadelphia die deutschen Schriftsetzer eine den allgemeinen Interessen der Arbeiter feinbliche und schädliche Stellung ein. Drahtnachrichten. Vom Felde der Arbeit. Die Mfer in Chicago find im Ausstände gegen eine Reduktion des Lohnes. Die Grubenbesitzer in Ohio hatten eine Versammlung und beriethen über die Jtstsetzung der Löhne und der ttoh lenpreise. Die Arbeiter von fünf eiteren Cigar renfabriken in New ?)0kk sind zum her abgesedten Lohne wieder an die Arbeit gegangen. Die Weber in der Shetucket Mill in Norwich, Conn.. sind wegen nicht dewil ligter Lohntrhööuna von zehn Prozent ausgestanden. Ueberschmemmunq im Osten. Augusta. Me.. 6. Jan. Zmei Bögen der Eisenbahndrücke über den Kennebec River wurden weggerissen. DaS Wasser stieg während der letzten Nacht um zwei Fuß. Port Deposit. 6 Jan. Der SuSquehanna ist höher, als er je seit 1865 war. In dem niedrig gelegenen Theile der Stadt sind die Keller und Erdgeschosse mit Wasser gefüllt. MauchChunk. Pa.. 6. Jan,. Der Schaden, den das AuStreten des Lehigh Flusse verursacht hat. ist größer, als man zuerst annahm. Princeb Anne. Md.. 6. Januar. Während des Sturmes Montag Nacht ertranken drei Männer durch das Um schlagen eine? Kahnes, in welchen sie über den Flub fetzen wollten. Lancaster. Pa., S. Jan. Der SuSquehanna River ist höher, als jemals innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Eisenbahngeleise in der Umgebung der Stadt sind unter Wasser. Eine ganze Familie ver fällt dem religiösen Wahnsinn. Danville. Jll.. 6. Jan. Die überlebenden Mitglieder der Familie des verstorbenen Wolcott Allen, 8 Meilen nördlich von hier, bestehend aus zwei Söhnen, einer Tochter und der MuNer. sind dem religiösen Wahnsinn verfallen. Dlt Wadltchwlndelelen in C i n c i n n a t i. Cincinn ati, 6. Jan. DaS giSlatur-Comite hat mit der Uitersu chung der Wahlschwindeleien begonnen Verliebte sich in eine jungeWittwe. Rocheste?. 6 Jan. Kate Kirsch ner ist eine junge, hübsche Wittwe die einen Putzwaarenladen hier führte. Kürzlich liefe sie ihrem verstorbenen Gat ten einen Grabstein errichten. Wm. Weis, ein junger erheiratheter Mann leitete die Arbeit für die betreffende Jir ma. Dabei lernte er die junge Wittme kennen und ein LttbeSverhältnib war die Folge. Frau Weis erfuhr von der Geschichte und alS sie kürzlich die Wittwe in ihrem Laden aussuchte, um ihr den Standpunkt klar zu machen, fand sie ihren Mann dort. Eine Szene folgte, und venige Tage nachher ergriffen Herr Weis und seine Geliebte die Flucht. Congret) Washington, Januar. Senat. Die von dem Generalpostmeister ver langte Erklärung in Bezug aus die vielen von dem Vorfltzer d:S demokratischen

StaatScomiteS Brown erwirkten Anflel lungen von Postmeistern wurde vorgelegt. Dieselbe gab den Senatoren Ge legenheit zu einer höchst unfruchtbaren Debatte über Civildienstresorm und die Praktiken der Parteien. Schließlich wurde die Angelegenheit an das Comite für Civildienstresorm verwitsen. Edmund'S Utah Bill wurde vorgenom men. und nach längerer Debatte urde Hoar'S Antrag die Klausel, welche daS

Frauenstimmrecht im Territorium ab schafft, zu streichen, verworfen. DaS Comite für Erziehung empfahl Annahme der Bill zur Unterstützunz der öffentlichen Schulen. HauS. Nicht weniger als 832 Bills wurden heute eingereicht. Da die stehenden Comites noch immer nicht ernannt sind, geschab sonst Nichts. Per Kabel. Zurücknahme der AuSwei jungen. B e rl i n. 6. Jan. Dem amerikanischen Gesandten ist iS gelungen, die deutsche Regierung zu veranlassen, die Ausweisung der Deutschamerikaner von der Insel Föhr zu widerrufen. Verhaftung von Nihilisten. London, 6. Jan. Nachrichten von Warschau melden, das daselbst vierzig Personen wegen Theilnahme an einer nihilistischen Verschwörung verhaftet wurden. ES war ein erfolgreicher Ver such gemacht worden, zwei Po'izeispione zu ermorden. Die meisten der Verhaf teten sind angesehene Russen. Nicht so schlimm. London. 6. Jan. ES heißt, daß Serbien unter dem Einflüsse Oestreichs sich weigern wird, FriedenSunterhand lungen mit Bulgarien zu führen, ausge nommen die Rückkehr zu tatuo qtio ante bildet die BstS derselben. Doppelwährung. London, 6. Jan. Die Agitation für Einführung deS doppelwährigen GeldsystemS in Deutschland nimmt ziem lich umfangreiche Verhältnisse an, besonders unter der Landbevölkerung. Von gewisser Seite wird behauptet, daß die deutsche Landmirthschast nur durch Ein führung der Doppelwährung vor dem Untergange gerettet werden könne. Fi na nz noth. L o nd o n, 6. Jan. Eine Depesche an die Daily NewS von Constantinopel sagt, daß d Finanznoth der türkischen Regierung zunehme. Die Soldaten be kommen keine Löhnung. Man beabsich tigt eine PapiergeldauSgabe. AuS Birma. London, 6. Jan. Der .TimeS" Correspondent in Mandalay telegraphirt. dak 10.000 Rebellen im Umkreise von 20 Meilen von der Hauptstadt das Land un sicher machen. Sie drohen mit einem Angriffe aus die Stadt. Prinz Alompra steht an der Spitze der Rebellen. Er beansprucht König von Birma zu sein. Prinz Hielstn, welcher ebenfalls den birmanischen Thron beanspruch steht an der Spitze eines Truppenkörpers nordöstlich von Mandalay. Das 'Befinden des Papste. Rom, 6. Jan. AuS zuverlässiger Quelle verlautet, daß die Berichte über den GesundSheitSzustand de PzpsteS übertrieben waren. SOisssftaSNSNv. N e w V o r k. 6. Jan. Angekommen : .Pennland- von Antwerpen. QueenStown, 6. Jan. Angekom men: Alaska" von New Bork, .Samaria von Boston. GlaSg ow. 6 Jin. Angekommen: .Devonia von New Vkk. Vom Auslande. In Wien herrscht große Bestürzung über tiefgehende Hchttden am tepyansdom, welcher an manchen Stellen mit dem Einsturz droht. Erwiesen sich auch die ersten Gerüchte als bedeutend übertrieben, so klingt doch fol gende Stelle aus dem amilichen Bericht der Baucommission wenig erfreulich: Es darf nicht übersehen werden, daß an vielen Pfeilern Stücke von mehr als 1 Mtr. Länge und 30 Cm. Dicke durch den Druck geborsten sind und noch am 2. November jeden Augenblick mt dem Ab stürz drohten. Denft man an die bedeu' iende Höhe ganz nahe der oberen Bald chire der Pfeiler, so kann man nicht ohne Schaudern daran denken, in tvelcher Ge fahr die etwa eine Predigt anhörende fromme Menge seit Jahrzehnten sich be fand. Es ist aber auch jetzt noch von Seite der Bauleitung die höchste Vorsicht im Auswechseln der Steine nöthig, da die Schäden so tief in den Kern der Pfeiler hineingreifen.daß eS ein Wunder genannt werden muß, wenn bis heute keine Verschiebung in den statischen Ver bältnissen stattgefunden hat."

' ZwetMttglieder deööfterreichischen Abgeordnetenhauses, Dr. Steinwender und Dr. Pattai, haben in den letzten Taaen einen Ehrenhandel" im Wege deö ZweikampfeS ausgetragen. Der deutschnationale Abgeordnete Dr. Steinwender hatte in einem Vortrage in einem Wiener Verein von seinem Abge-ordneten-College Dr. Pattai gesagt, dir ser sitze wohl auf der Linken, weile jedoch imherzen auf denBänken des (conservativklerikalen) Liechtenstein-Clubs auf der

rechten Veite des Hauses. lLbenso werng wie es Dr. Pattai mit der deutsch.natio nalen Sache Ernst sei, mache er mit dem AntlZemttlsmus lernst. Der Letztere bedeute für ihn ein volitiscbes Geschäft wie jedeö andere u. s. w. Durch diese Aeußew m w . . . rungen suyue ncy r. Pattar veleidtgt und er verlangte von Dr. Steinwender ,,ritterliche Genugthuung", welche ihm auch gewährt wurde. Der Handel wurde mit der größten Heimlichkeit durchgeführt. Weder der Ort des Aweikamvfes.' nocb die Waffen sind bekannt geworden. Sicher t)t bloß, oatz der amps vollständig unblutig verlief. , Inzwischen soll Dr. Vattai den Dr. Steinwender neuerdinas gefordert haben, weil der Letztere wieder . cn . ii ..ri " . i r eine jiefe i;ieu, in rociqicr er oie Haltung Pattais abfällig besprach. Herr John Linton, ein Londoner Privatier und fünfzigjähriger Mann, gerieth vor einigen Tagen im Club mit dem Schriftsteller Tbomvson in Streit, weil dieser sich weigerte, sämmttiche Werke ectyovens als unübertress. lick x erklären. Die Serren aerietben in Hitze, und schließlich wurde ein Duell veschloen, welches am 11. Dezember stattfand ; im Verlaufe desselben brachte Thompson zu seiner größten Verzweiflung dem 2)!?. Linton mit einer Nevolverkugel eine tödtliche Verletzung bei. Kurz vor dem Duell setzte Linton ein Testament auf, worin er sein ganzes Vermögen für Beethoven'Monumente, Beethoven-Stif-tungen :c. vermachte; seine letzten Worte waren : ..Lasset bei meinem Leickenbgängniffe seinen Trauermarsch spielen." Der soerallstrsche Abgegeordnete Heine hat die sechSmonatige GefSngnißhaft, die er sich wegen PreßVergehens, zugezogen hatte, verbüßt. Ueber seine Erlebnisse im Gefängniß (zu Halberstadt) berichtet das B. Volksbl.". man habe Heine anfangs Lectüre aus der Reichstaasbibliothek gestattet, doch wurde diese Vergünstigung bald wieder zurückgenommen, so daß er etwa fünf Wochen auf die alleiniae Lectüre der Bibel angewiesen war. Auf die Beschwerde der Frau Heine wurde ihm jedoch das ausschließliche Studium englischer und französischer Werke ohne jede weitere Einschränkung gestattet. Sein Antrag, ihm das Lesen desBerl. Volksbl.", der Franks. Ztg." oder der Voss. Ztg." zu gestatten, wurde abgelehnt. Auf die Einwendung Heine's, daß er sich als Neichstagöabgeordneter unbedingt auf dem Laufenden in Bezug auf das öffent liche Leben erhalten müsse, wurde ihm schließlich das Abonnement' auf den Stöcker'schen Reichsboten" gestattet. An dem alle vierzehn Tage stattsindenden Gottesdienst brauchte er als Dissident allerdings nicht theilzunehmen, hingegen erhielt er jeden Sonntag eine gedruckte Stöcker'sche Predigt, nebst mehreren an deren Druckerzeugnissen dieser kirchlichen Nii! "Ä a n fcyre,or aus (Senua vom 18. December: Seit einigen Tagen herrscht in ganz Italien eine Kälte, wie sie wohl ähnlich seit vielen Jahren nicht in's Land gekommen war. Nördlich vom Apennin in der Po-Ebene steigt das Thermometer auch in den Mittagsstunden nicht über 0 Grad 11., (gleich 32 Fahrenheit). Die ihres mit den Klimas wegen berühmten Küsten Liguriens verzeichnen Schneefälle, Eis und eisige Tcamentaie. In den Straßen von San Remo lag der Schnee einen Tag hindurch, der klimatische Curort Nervi hat lis schon seit einer Reihe von Tagen, und selbst am Fuße des Aetna, in Messtna und Catania, hatte zum größten Erstaunen der Bevölkerung die Landschaft ein weißes Winterkleid ange legt. An der geschützten Riviera, welche in dieser Zeit den Norden mit frischen Blumen versorgt, ist Alles erfroren, und die großen Blumenhandlungen dürfen sich also nicht wundern, wenn ifl nächster Zeit die Sendungen von Italien nur spärlich eintreff? An ernem Mahxider Theater erlebt gegenwärt.ig ein Lustspiel wie herholte Aufführungen, in welchem zwei ftinder Namens Germania und Hispania über ihre Puppen in Streit gera then. Da sie wegen des Besitzes zu kei ner Einigung gelangen können, beschlie ßen sie, die Entscheidung ihrem Papa zu überlassen ; Papa" bedeutet im Spanischen aber auch gleichzeitig Papst. Dieser entscheidet nun dahin, daß die Puppen Hispania gehören, daß aber Germania damit spielen soll. Beide Kinder sind von dem Urtheil entzückt und ebenso das Publikum, welches der Posse unter schallendem Gelächter beiwohnt. Herr LessepS, der L0jäh. rige und noch immer frische Erbauer des Suezkanals, wurde kürzlich durch die Geburt seines zwölften Kindes erfreut. Er hatte bei seinem Besuch in Ungarn Versprochen, für den Fall, daß er einen Sohn bekäme, diesen nach dem ersten König Ungarn, Stephan, oder wenn ihm ein Töchterchen bescheert werden sollte, dasselbe nach der ersten Königin, Gisela, taufen zu lassen. Der zweite Fall ist eingetrosse. und Herr Lesseps hat D)ort ge haltt,'.,

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