Indiana Tribüne, Volume 9, Number 105, Indianapolis, Marion County, 5 January 1886 — Page 1
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!B c ! ! c i u 9s 1 ft i n W a ! d i n i o n . D. (., 5 3 an. Schnee, daraus schönes Wetter, flatio näre Temperatur. Die Knoch Familie. Detroit. 5. Jan. Die beiden Söhne der Frau Knoch wurden freistelassen. Der Schädel der Frau wurde nämlich von vier hikstgen Airzten unterucht und dieselben sagen, daß die Brüche an demselben von dem Countyzrzt herrühren, der die Decke des Schädels ent. ernte, um das Gehirn zu untersuchen. Auch flüchtig. Seym ou r, Ind.. ö. Jan. John Martin. Vater des flüchtigen Tomnship TrusteeS Martin und mit Andern Bürge desselben, hat sich ebenfalls aus dem Staube gemacht. Drahtnachrichten. Wird projessirt. N e m V o r k, 4. Jan. Der Apothe er Charles G. Am Ende in Hoboken. der vor einiger Zeit daS Unglück hatte. durch Berabfolgung von Morphin statt Chinin den Tod zweier junger Mädchen herbtizusühren. wtrd jetzt wegen Todtchlag prozessirt. Arbeiterunruhen. Chicago. 4. Jan. Der Sinke in der ttistensabrik von Maxwell Broö. nimmt immer größere Dimensionen an. 35 Nichtunionleute gingen heute an die Arbeit, blieben aber unbelästigt. Eine Gedenkfeier. Chica g o. 4. Jan. Der israelitischOrden "B'nai Brith- in Chicago feierte beute den hundertsten Jahrestag des Todcs deö großen deutschen Philosophen Moses Mendelssohn. DieLegiölatürvonOhio. Co l u mb u S. 4. Jan. Die LegiS latur von Ohio trat heute zusammen. Die Anaeleaenheit der Mitglieder von Hamilton County wurde dem Comite für Wahlen zur Untersuchung übertragen. Streit zwischen Milwaukeer Deutschen. M il wau k e e. 4. Jan. In deut schen Kreisen erregte die Verhaftung des Möbelfabrikanten A. Schönleiber unter einer Anklage des Möbelfabrikanten Christian Ritter wegen krimineller Ver läumdung, großes Aufsehen. Ritter reichte außerdem eine Klage aus $10.000 Schadenersatz ein. Schönleiber hatte Postkarten ausgeschickt, worin er Ritter Mörder und Dieb nannte. Obwohl eö wahr ist, daß Ritter vor 15 Jahren einen Mann umbrachte, so geschah eS doch in Selbstvertheidigung und Ritter wurde freigesprochen. S cd n e e st u r m. Ka nsaS City. Mo.. 4 Januar. Seit gestern wüthet im westlichen KansaS, Cclorado und New Mer'co ein so heftiger Schneesturm. wie es seit Jahren nicht der Fall gewesen. Bei Dodge City liegen 2 Züge fest und sind die Telegraph Linien unterbrochen. Ber Kabel. Sehr schön von ihm. B e r.l in. 4. Jan. Zu Ehren dcS Jubiläums des Kaisers hat Commerzien. rath Mandelssohn der Berliner Univer stküt 5150.000 Mark all Stipendienfond für Studenten der Philosophie geschenkt. Französische Politik. Paris, 4. Jan. Freycinet hat beschlossen, ein neueS Kabinet zu bilden. Mehrere Mitglieder des alten Minister!' umS haben sich bereit erklärt, Portefeuilles zu übernehmen. Eine gefährliche Geschichte. London, 4. Jan. An der Küste von Tripoli hat sich ein Torpedoboot von seiner Verankerung losgemacht, und schwimmt nun irgendwo im mittelländi schen Meere. Griechenland ist unzufrieden London. 4. Jan. Die griechische Regierung sandte eine Note an die Mächte, gegen die Vereinigung von Bul garien und Ostrumelien protestirend. Sie verlangt die Wiederherstellung der vom Berliner Congreß festgesetzten Grenzen. Di Briten in B irma. London, 4. Jan. Gen. Prender gast, Anführer der britischen Truppen in Birma kam in Bahamo, 150 Meilen nördlich von Mandaley an und wurde herzlich empfangen. Die Situation in Rangun wird sehr drohend. Die Gegend ist vsn marodi renden Dacoiten überschwemmt und die Truppenzahl ist nicht genügend, sie zu unterdrücken. Man sängt schon an, die Aonerion von Birma für einen Fehler zu
halten. - Vx x ,
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Aecht russisch. L o n d o n, 4. Jan. Eine Londoner Depesche bestätigt den Tod deS Dr. Wey mar in den serbiscken Bleibergwerken. Dr. Weymar war Leibarzt AeUxanderS II. In 1880 als Gen. Mesienooff ermor. det wurde, konnte keine weitere Spur gefunden werden, die zur Entdeckung der Mörder hätte führen können, als daß dieselben im Wagen des DoktsrS flüchteten. Aller Proteste deS Doktors und seiner Behauptung ungeachtet, daß die Mörder den Wagen gestohlen baben müßten, wurde tz nach den Bleibergwer ken Sibirien geschickt. , Im Oktober 1834 wurde ein Nihilist, Namens Lapa tion a'.S der Mörder MessendoffS ver haftet, verurtheilt und gehängt. Seine letzten Worte waren, daß Dr. Weymar unschuldig sei SSiNsvatdrteÄteo N e w V o r k. 4. Jan. Angekommen : .Bohemia" von Hamburg. .Gallia" und .England von Liverpool und .Egyptian Monarch" von London. QueenStown, 4. Jan. Angekommen : Ballic" aus New ?)ork. P l y m o u t h, 4. Jan. Angekommen : .Suevia" von cew Vork. (Für die .Jndiana Tribune".) 2ln Gruß aus Deutschland von Dr. H. O. P an tz er. (Fortsetzung.) DieS darf zumal für unser jungeS Land nicht befremden. In dasselbe hinein strömen täglich Hunderte von Menschen, zumeist auS monarchischen Staaten, die vorerstlich weder Sinn noch Verständniß kür unsere Regierungsform mitbringen. Dazu fehlt noch, daß die bereus Ansüsii gen noch lange nicht würdige Republik ner sind und daher Jenen ein gute? Vorbild keineswegs abgeben. Dies führt zu vielen zeitweiligen Verirrungen und Mißerfolgen, die unvermeidlich sind, aber denen auf anderer Seite dennoch entschie den volkserzieherischer Werth beizulegen ist. ES ist bei Erwägung dieser Angele genheiten stets zu bedenken, daß nur sehr schwer ein moralischer und geistiger Bil dungSgrad deS einzelnen Individuums eines Staates zu erreichen ist. wie er in einer mustergiltigen Republik, in welcher alle Gesetzgebung aus dem Volke selbst hervorgeht, vorhanden gedacht sein muß In der Monarchie ist der Wille einzelner Personen für das ganze Volk bestimmend Die Anforderungen an daS Volk sind nicht groß. ES muß vor Allem unter thänig und gefügig sein. Da bedarf eS einfach der einheitlichen Gesinnung und Herrschfähigkeit einer kurzen Reihe sich aufeinanderfolgender Fürsten und der Hilfe einiger fähiger Männer, um einen solchen Staat nach innen und außen groß und fest zu machen. Also die Er fordernisie, soviel sie auch einschließen, sind gemäß der Natur der Dinge verhältnißmäßig leicht möglich, verglichen mit den unweit höheren Anforderungen an ein Volk von Republikanern. ES erschließt sich auS diesen Betrach tungen, daß wir Amerikaner, ohne Ver leugnung unserer politischen Ansichten, dennoch wahrhaftige und hohe Bewun derung für die innere und äußere Größe deS heutigen deutschen Staate? empsin den können, ja müssen. Hieraus ergiebt sich, daß wir. als Besucher und Gäste in Deutschland, nie die Grundverschieden heit deS deutschen Staate? von dem unsrigen, bei der Beurtheilung seiner einzelnen Einrichtungen, außer Acht las sen dürsen. Der unmittelbare Vergleich der beiden Staaten ist unzulässig. Hierin fehlen wir gar zu häufig. Ab gesehen von dem durchaus unverzeihli chen Urrecht und der Unart die wir hier durch dem Gastfreundschaft bietenden Staat zufügen, beeinträchtigen wir auch unseren Antheil an seinen Genüssen. Wir sind dann leicht verdrossen und wol len nicht anerkennen. Wir stören un an seinen Einrichtungen und Leistungen und verderben uns den guten Tag (Fort.etzupg folgt.) Oom VuSlande. Die Deutsch - evangeli schen Blätter" erzählen folgenden Misch ehe-Full, der sich in neuester Zeit in einer größeren Stadt der Provinz Sachsen zugetragen haben soll : Ein evangelischer Ofsicier hatte sich kürzlich mit der Toch ter eines dortigen ultramontanen Beam ten verlobt; der Hochzeitstag war bestimmt, die Gäste eingeladen, die-von auswärts Geladenen waren bereits zum Theil eingetroffen. Der Brauttganz hatte auf einer evangelischen Trauung neben der katholischen bestanden, worauf der Schwiegervater eingegangen war; die Verkündigung auf der Kanzel war erfolgt. Da wird die Hochzeit plötzlich abbestellt, und die staunenden Gäste er fahren, daß auö der Feier nicht? werden kann, weil der römische Pfarrer sich ge weigert zu trauen, falls eine evangelische Trauung folge. - Der zum Entscheid an gerufene Bischof von Paderborn hatte telearavbirt : Auf keinen Fall dovvelte
Trauung", euens der amme oe? katholischen Braut wurde der Vermitte lungsvorschlag gemacht, daß der katholischen Trauung m der Kirche eine evan gelische im Hause nachfolgen solle) oder daß nach der katholischen Trauung im Hause eine evangelische Feier, aber ohne Traufragen und Trauformel, folgen solle. Der letztere VorschlaZ wurde sei tens des evangelischen DlviponspfarrerS im EinVerständniß mit dem Bräutigam Zurückgewiesen. Auf , das schließliche Telegramm des Schwiegervaters, daß
eine evangelische Trauung nicht statten den könne, antwortete der. Bräutigam : Dann sei auch sein Kommen unnöthig." In derNähe von Me.tz ist ein Agent Namens Bailly verhaftet worden, als er im Begriff, war, einem Sol daten vom 12. FußartillerieNegiment zur Desertion zu verhelfen. Der saubere Kumpan betrieb dieses Geschäft gewerbZ mäßig. Er wiegelte erst einzelne Soldaten auf, half ihnen dann bei der De sertion und überredete, sie endlich, nach Tonkin zu gehen, um natürlich für Lie ferung dieses Kanonenfutters eine ent sprechende Prämie einzuheimsen. Es ist seltsam, daß man in Amerika sowie unter Fremdenlegionen, Matschappy Truppen u. s. w. so auffallend viele Deutsche trifft, die dem deutschen Heeresdienst entßchen wollen. Eine eigenthümliche Jron:e des Schicksals will es, daß gerade diese Unglücklichen, die um irgend einer Kleinigkeit willen, von Uebelwollenden aufge hetzt, ihr Vaterland verließen, in die traurigste Knechtschaft und unter militä rische Verhältnisse gerathen, im Vergleich zu denen der deutsche Heeresdienst selbst unter dem brummigsten Unterossicier noch ein varadiesischeS Leben ist.--Aus Belgrad, schreib man':' König' Milan, der Besiegte, hat hier gegenwärtig einen schlimmen Stand. Sehr beliebt war er ja eigentlich nie mals, doch kurz vor Ausbruch des serbischbulgarischen Krieges gelang es, das ser bische Volk in eine Art Rausch zu versetzen, und da und dort hörte man in Serbien, daß König Milan doch besser sei, als sein Ruf. Es gab sogar radikale Politiker, die sich bereit erklärten, die Äction der Regierung zu unterstützen. Doch all' d'as hat sich seit wenigen Wo chen total verändert. Jetzt beißt es, daß König Milan noch schlechter sei, als sein Ruf, und daß seine Tage als Beherrscher Serbiens gezählt seien. Was man jetzt von ihm erzählt, ist um großen Theile unwahr, aber Einiges von dem, was hier cursirt, und für glaubwürbig gilt, will ich wenigstens andeuten. Lor allem wird erzählt, daß König Mi lan seine Position dem Kaiser Franz Josef von Oesterreich gegenüber verscherzt habe. Der Kaiser halte ihn jetzt wohl noch, aber im gegebenen Augenblicke werde er ibn fallen lassen. Die Ursache dieser Mißstimmung des Kaisers von Oesterreich soll eine arge Taktlosigkeit gewesen sein. König Milan, der über aus gern spielt besonders mit Karten) hatte sein Geld rn Wien verloren. Es war im Sommer d. I., und König Mi lan, der sich der großen" politischen Rolle schon bewußt war, die er im Laufe der nächsten Jahre spielen sollte, war überzeugt davon, daß ein König ohne Geld nicht denkbar sei, und in seiner Verlegenheit versuchte er nota bene vor Zeugen bei dem Kaiser Franz Josef eine Anleihe aufzunehmen. Ein einziger Blick des Monarchen soll den armen König rasch belebrt haben, daß er sich an die falsche Adresse gewendet habe. ManschreibtausLondon: Ein merkwürdiges Unternehmen ist im Gange, um Jenen, welche Geld, Zejt und Reiselust haben, in einer ganz ungewohnlichen Art Gelegenheit zu bieten, fremde Länder zu schauen und unter tüchtiger Führung und Leitung kennen zu lernen. Ein Schiff wird gemiethet zur bequemen Aufnahme von fünfzig Passa gieren erster Klasse. Demselben werden Gelehrte und Künstler, ein Maler, ein Photograph, ein Geologe, ein Minera loge, ein Botaniker, ein Zoologe von der unternehmenden Gesellschaft beigestellt werden. Das Schiff wird ; an den inte cessantesten Reisepunkten Anker werfen. Die Reisedauer ist auf zwölf Monate be rechnet, und es soll genau jene Linie einzehalten werden, welche der berühmte Sonnenstrahl (Suadsam) zurückgelegt hat. . Die Reisenden werden Gelegenheit haben, solche Küstenstriche, welche durch Schönheit oder Fremdartigkeit der Land schaft sich auszeichnen, mit Nutzen zu be suchen. Alle Sammlungen, Aufnahmen und Aufzeichnungen der Reisegesellschaft sollen sorgsam gesammelt und in einer späteren SonderAusstellung der Oeffent lichkeit vorgeführt werden." - Ein heiterer Prozeß beschäftigte jüngst den Friedensrichter des 22. Bezirks in Petersburg. Eins ge strenge Mama, die Wittwe des Gouver-nementö-Sekretärs S., klagte wider den Sohn des Kollegien.Sekretärs W. O., weil derselbe ihre Tochter Elisabeth thät lich beleidigt habe. Sie, die Klägerin habe eines Tages in Begleitung ibrer Tochter !)je Familie desKollegien'Sekre tärs O. besucht. Plötzlich habe sie ihre Tochter auö dem Nebenzimmer um Hilfe rufen hören, . und als sie hinzukam, gesehen, wie der junge O. ihre Tochter um armt hielt und rief: Mein, Du , wirst ' cm ... r.' r ri V . . , ie kleine, voer nie i vier aus ver vtel r ii rk.r l . ' ' - Köchin und daö Stubenmädchen der Via rnilic D. bestätigten den Sachverhalt, auch der beklagte . hatte ae.a.e,n densel
! 00 ocyter dagegen habe ver. zweifelt gefleht : Lassen Sie mich ! Lassen Sie mich!" Die alseuain bekraate
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ger. aber erklärte er sich für nicht schuldig.' Es habe nämlich die Jugend, zu der auch er und die Tochter der, Frau S. gehörte, zum bevorstehenden Geburtstage der Frau' ein Theaterstück aufführen Wollen, und ordern erwähnten Augenblick sei eben die . erste Probe abgehalten.' Als er gerade bei ' der Stelle . angelangt war,, wo er 'die angeführten Worte zu sprachen hatte, sei Frau S. dazu gekömmen. babe die Worte aebört. d! lWr munasscene " ana'eseben . und ibn be klagtFräulein S., die angeblich insultlrte iunae'Daine. kslickit?t . Wer N-, haüptung des Angeklagten bei und errrz w...r.ft. t.r. r . m' , . un vuiuucn leinerlei Praienno nen stellen u. wollen. Der 5vr!edenriter sprach den jungen O. : natürlich ftei r?.k.".:. i . a : r ' . attitivuiuity uitiui r immerhin, Cslp Die Ausklärung der Situation- erst vor Gericht herbeigeführt worden ist. ' 2)cr norwegische Schlitt. schuhläufer Axel Paulsen hat in dem in Ehristiania erscheinenden'Blatte Norsk Jdraetsblad" folgende Aufforderung zum Wettkampf veröffentlichte ,,Jch ' fordere jtden Schlittschuhläufer,' welcher geson nen ist, mir das Stecht zur -Führung des Namens Der schnellste Schlittschuhlau fer der Welt" zu bestreiten,' auf, mit mir Mitte Februar in Christian! einen Wettkampf zu wagen auf eine beliebige Distanz von 3 bis 50 englischen Meilen, worüber ich meinem Gegner die Bestimmung anheimgebe. Einsatz beiderseits 100 Pfd. Sterl. Die Bahn, welche mindestens eine halbe engl. Meile Umkreis haben muß, verpflichte ' ich mich in Bereitschaft zu halten. Auch werde ich meinem ev. Gegner 23 Pfd. Sterl. Äeisekosten vergüten. Jeder, welcher gesonnen ist, diese Herausforderung an;unehmen, beliebe dies bis 'zum ' 31." Januar 1886 der Redaktion des obenerwähnten Blattes mitzutheilen, welche-auch die Garantie für meinen Einsatz ic. übernimmt. Wird diese Herausforderung nirgendwo angenommen, halte ich dies für einen Beweis, daß mir Niemand das Recht bestreitet, mich den schnellsten Schlittschuhläufer der Welt zu nennen. Unterzeichnet Axel Paulsen." Fürst Alexander von Bulgarien hat den bulgarischen Juden vqlle bürgerliche, politische und religiöse Freiheit gewährt; er hat ihnen Beiträge zum jüdischen Cultus, für jüdische Schulen aus eigener Initiative bewilligt und behandelt ihren Oberrabbiner genau sowie die Oberhäupter der übrigen RelrgionsGemeinschaften. Die anderen Balkanstauten haben erst nach längerer äußerer Beeinfluzjung die Juden zum Theil emancipirt, und Rumänien hat sich sogar bis . heute der Ausführung der auf dem Berliner Congreß übernommenen Verpflichtungen zu entziehen gewußt. Die in Regensburg erscheinende Laub Hütte" macht nun darauf aufmerksam, daß der Bulgarenfürst in Betreff seiner Haltung aeaenüber den Stuben nur hon Traditionen seiner hessischen Ahnen folgt. a . sti t . . w m . ' M was genannre latt vemerkr, daß Lud wig I. Urgroßvater des jetzigen regierenden Großherzogs IV., davon einmal ein drastisches Verspiel gegeben hat. Die Juden kauften gewöhnlich am Freitag in aller Frühe auf dem Darmstädter Fischmarkte die besten Mische für den 5? Abend. Nichtjuden fanden dann später nur icylecyre Waare vor. Die StadtVerwaltung erließ daher die Verordnung, daß die Juden am Zreitaa vor 10 lhv Vormittags keine Fische kaufen dürfen. cr: cv..v t.rx,...-! ... r. ' . ' ocu ucirocuen jia?, rouroen aoer von allen Instanzen zurückgewiesen, und wendeten sich schließlich an den Großher;oa Ludwig I. Die Eingabe kam xnr weiteren Veranlassung an das Ministermm mrr ver raronr cven Bemerkung: an..- tt-.rv c i. ..e o't r ... wc-iv vai, iauu itliTJ !" Deutsche Lokal - Nachrichten. rodkrzogtdm Bade. Der Verndt'sche Eröschaftsproceß in Boxberg ist nun auch in zweiter Instanz für die dortigen Erben verloren. Durcd Entscheid des Landgerichts Mosbach sind dlejetven verurtyeut, 170,000 Mark an 5?rau Eickborn in Berlin berau,n,akspn und haben solidarisch ' die Kosten von 1 rsn. cen a.. . . . . p tr . io,wv jji. AU iragen' va vrezelveu Dadurch schwer gefährdet sind, wollen sie an das Reichsgericht appelliren, falls ein geplanter Vergleich scheitert Die Sebold'schen Etablissements in Durlach sind unter der Firma Badische Maschi nenfabrik und Eisengießerei, vorm. G. Sebold & Reff in Durlach" an eine Aktiengesellschaft übergegangen. Bürger meisterwahlen: In Furtwangen wurde Engelbert Grieshaber wieder- und in Wellendingen C. Albert von dort als Bürgermeister neugewählt. Ihre diamantene Hochzeit feierten in Efringen der Landwrrth I. F. Kübler und ferne Ehefrau Anna Katharina, geb. Gaupv. Der Großherzog übersandte eine große goldene Denkmünze. Selbstmord und Unglücksfälle : In Waibstadt hat sich in Folge der Entdeckung von Unterschleifen der PostVerwalter Herbold, gebürtig aus Dilsberg, erschossen. In Karlsruhe wurde der Maschinenschlosser Nebel durch eine Gasexplosion getödtet, Der Eisenbähnschaffner Wernet von Freiburg, fiel vom Trittbrett eines Eisenbahnzugs und wurde schwer verletzt ; durch emen fallen den Baumstamm wurde der Landwirth Fridolin StreuleinNollingen zerquetscht; beim Lehmgraben wurde Jakob Zimmer mann von Büßlingen verschüttet; der Landwirth Franz Krus von Goldscheuer bei Kehl wurde überfahren und getödtet; Anastas Sieber von Schwenningen Wurde von einem Pferd erschlaaen. '
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