Indiana Tribüne, Volume 9, Number 100, Indianapolis, Marion County, 30 December 1885 — Page 1

s yyyr

4 A M hi ikTVA n wmv

"m wv i

ws IW&Wvw

i n rv ' n mm - m m w j

v

?

X .

Jahrgang 9.

lnzeigsO a ttefn SpaU sodett diestlden utcht IchäsUanzeigen ftud uud bta Raum von drei öeL nicht uberfieizen, weide naentgelt l ich ogfAtnymmeu. Diestlb bleib Z Tage fteheu, könneu übe? Rubeschräakt erneuert werden. zeigen, roelche bil Mittag 1 Uhr abgegeben werden, . finden noch am selbigen Tage Nufnahrae. Verlangt. erlangt: in gute Mädchen für HauSirbkit. ach,ufrage o. 17 Oft Viark,t Straß. li .... Stellegesuche. kZkfucht rotrd Stell von einem Deutschen für Sabit in im Hotel. Nlhere 349 ttkdisoa nuc. 3j Q sucht: Jtn junger Kann, der gut mit Pferden mgeben sinn, sucht ein Vifsend Stell. an drelftr Herrmann los. Stla Workl, Et:,. ja gesucht: Sin statker deutscher Mann, wünscht drin gend VefchZftiann,. Näher 270 Oft Washtgtftr. phx 1-4 ord Ptne Straße. 2l dz Zu vermiethen. Zu,rttdnin eschZ'tilokil in Einrtch tu,. Shere di Davt Vatzk, Eck Linden Prsxett Straße. 3lbj Int- Haut und Nervenkrankheit Itrn eine Spenalität. Dr. Denke. Walter, 226 OK Washington tr. Passende Aeujahrsgeschenke Seidene VIegenscblrwe, Glace Handschube, Feine Hüte, Vclzgarnituren, 7 Damen und Herren und das sonst och in

j Hntgeschäftea er? er Klasse zn finden ist. Barnberger No. 10 Oft Washington!?. Sozial. Kranken-Unterst. Verein.

Freitag, 1. Januar 1886, (NenjahrSadend) in der schul - iijluk, CkkistdaumMerloosung nd Tanz-Kränzchen. Anfang 4 Uhr Nachmittag. vrloosng 7 Uhr. Beginn d?Tanlkm 9 Uhr. Eintritt 10 Cent? Person. r ivtnnnttfn( 1 millch 'r tl l iulju rnun i tT j 3 it.nn.r5 t ir.GlIisSMITH.te .-iZ'-"ASUW l tiiJJ T" W.CWWWHCTUWtH !) rMlNDIANABOLiS.lND. Obige .Closet" ift nach dem Röhrensyftem eingerichtet, verursacht keinen Lärm und ha seine Ventile, die fortwährender Reparaturen bedürfen, toxt das bei allen altmodischen Glaset der Fall ist. Jedet ist geprüft und wird garautirt. Dieselben sind zur Ansicht in SSMord Pennshlvaniafir. Achtung, Haus - Frauen. , MAGIiETIC M EXTRÄCT" ift in vaschmittel. eiche o lgevdek bjeckt : I acht da aschbnrt nnöthig. spart if, s?N ZeU ad Lrdett, acht die asch blendend ift und thut ihr nicht den geringste Schaden. 10 Cent dl S lasch hab bei alle rocer nd i er Hauxtagent tei JOS. XfcUISSETV ALD, Na. 487 Nord Nev Jersey Str. Telexho 938. T t Magnetic Soat Extract" eignet sich vor Aüaltch in Pu?n von Sttbermaaren. lechmaare nd schirr, nd sollt i keiar üch fehlen. lZs. A. VAG11ER Office: Zimmer No. 8 FletSer ö5 Sbarpe'S Block, Sznchftund: ? 10orgn. ' ? 4 Nachmittag. 7 S dd. esnntagl on 1011 Lsr. nd 24 Uhr Nachm. O-Zssng: Ecke College nvd Hoe Ude. Telephon Andreas Oehler, Händler in Uhen, Wanduhren, - Schmucksachen und Silberwaaren. Llo. 20 Süd ?,laare Str. Reparaturen w Uhren eine SpezialitZt.

.T

I

Ich Hai t, großek Lager xaffeuder Neujahr ,,sch,k, nd bitt, das p, dfichtig,n. '

NeueL per Telegraph. Wettrusftchten. Oasdington. D. C. 30. Dez. Leichter Regen, darauf etwa? kälteres Wetter. Achtstunden. Arbeit. Q u i n c y. Jll.. 29. Dez. Die Gem City Tabatt'Fadriken führten heute acht stünöige Arbeitszeit (pro Tag) ein, ohne Aenderung der Löhne. Der Name der Gesellschaft wird fortan .Acht'Stunden Tabaks Compagnie" sein. ES soll dieS die erste Corporation sein, die daS AchtStundeN'System angenommen hat. Ein Kameel mehr aufder Wtlt. Ci nein n a ti, 30. Dez. Auf einem von hier abgegangenen Dampfboote brachte ein zu Wallace'S Zirkus gehöriges ttameel ein Junges zur Welt. . . r Thurman muß en tsch ei d e n. ColumbuS, O. 2S Dez. Der schiedsrichterliche, zur Beilegung der Frage der Löhne der Grubenarbeiter im Hoöivg Thale, ernannte Ausschuß hat sich nicht einigen können und hat heute Beweismaterial und Argumente Richter Allen G. Thurman vorgelegt, dessen Entscheidung entgültig sein wird. Man denkt, daß Herr Thurman den Fall etwa Ende der Woche entscheiden wird. '

EöitorieUeS. Wie wir in unseren gestrigen De peschenspalten mittheilten, haben sie da unten im Süden einen Neger,' der an einem Mädchen ein abscheuliches Verbrechen begangen und dann dasselbe ermordet hatte, an einen Baum gekettet, und lanzsamzu Tode geröstet, indem sie rings um den Baum ein großes Feuer anzündeten. Wenn man eine gefährliche Bestie aus dem Leben schafft, so ist das 'ja wohl begreiflich, aber ' wenn man dabei selbst zur Bestie wird, so ist das sehr traurig. DaS ist nicht mehr .Gerechtigkeitssinn, sondern bestialische Wuth und "Rache. Diese Handlungsweise erinnert an die entsetzliche thierische Grausamkeit'mit der die Bauernkriege geführt wurden. Und wir glauben - auf der höchsten Stufe der Civilisation zu stehen, und man ift sehr ftomm in Amerika. Aus dem in der gestrigen Stadtrathssitzung . vom Finanzcomite vorgelegten Berichte geht hervor, daß der neue Countyschatzmeister Miller, der unter dem neuen Gesetze auch zugleich Stabtschatzmeister ist, vermittelst der Hilfe seiner Advokaten ein Häkchen in dem Gesetze entdeckt hat. das ihn nach seiner Ansicht nicht verpflichtet, dem Stadtrathe monatliche Abrechnung vorzulegen. ' Er ' will bloß alle sechs Monate abrechnen. Dies hat für ihn den Vortheil, daß er die nach einer Abrechnung eingehenden Gelder bis zur nächsten Abrechnung nach seinem Belieben verwenden kann und daß, wenn die Stadt das Geld braucht, sie es von ihm gegen Zinszahlung borgen muß. Ist es nicht eine Schmach ? So Etwas kann Wirklich' nur bei der lüderlichen amerikanischen Wirthschaft vorkommen, so Etwas ist wirklich nur möglich, wo ein System vorhanden ist, darauf' berechnet, Aemter aus persönlichem sowohl, wie aus Parteiintereffe lukrativ zu machen.' : Die Bürger zahlen ihre Steuern, dann sagt der Schabmeiper, bis da und dahin gehört das Geld mir, und wenn Ihr es braucht, müßt Ihr mir Zinsen zahlen, denn die Bank zahlt mir auch Zinsen. Freilich, wenn dann die Bank kracht, dann hat so ein Schatzmeister auf einmal eine ganz andere Theorie. Dann gehört der Stadt das Geld und er meint, die Stadt solle den Verlust tragen. Wir haben bei Gelegenheit der Förde rung Pattison's uns über die Schändlichkeit des herrschenden Systems ausgespro chen, zugleich hinzufügend, daß da der Schatzmeister den Nutzen des Geldes hatte, er auch den Verlust tragen müffe. Aufrichtig ! Ist dieser Satz nicht auch umgekehrt richtig ? Wenn '.der Schatzmeister allenfallstge Verluste selbst tragen muß,' wenn , das Gesetz, das in . seinen Händen besindliche Geld wirklich als sein Geld ansieht, kann man ' eS ihm übel nehmen, wenn er versucht, so viel, wie möglich herauszuschlagen ? ! i Wir halten diese Logik-für unüberwindlich, aber " das Nechtsbewußtsein sträubt sich gegen ein System,' daS den Beamten, der ein Diener des Volkes sein sollte, zum Herrn machen kann. . Das Rechtsgefühl empört sich.' gegen, ein Sysiem, unter welchem ein Amt weiter kei

Ofstee :

Indianapolis, Jndiana, Mittwoch, deu so.

ntn Zweck hat, als so viel, wie möglich aus den Taschen des Volkes zu stehlen. Fette Aemter erzeugen viel Partei schmiere ! . ' Es ist abscheulich aber es ist wahr. Wir wollen nicht behaupten, daß eS die Republikaner anders gemacht hätten, wahrscheinlich nicht, aber Thatsache ist es doch, daß seit Jahren die Constitution so geändert wurde, daß die Beamten mit festem Gehalte ohne Perquisiten angestellt! . C . . . L C . P ....'. I roeroen rönnen, uno oap zmer oemoira sche Legislaturen es unterließen, einschla gige Gesetze zu erlassen. ' . Natürlich geht jetzt wieder die Prozes sirerei los. . WaS da aus den zusammen gehäuften Buchstaben des Gesetzes hee auLgelesen werden wird, das kann man nicht sagen, weil die Unvernunft dabei meist immer im' Vortheil ist;: aber es ist und bleibt eine Schmach, daß dergleichen vorkommen kann. ; Der Advokat Winter ist'der kluge Verfasser des Gesetzes, natürlich waren sämmtliche kluge Vertreter unserer Stadt damit einverstanden. Es sollte eine Sparsamkeitsmaßregel sein,- und es hat sich' bereits herausgestellt, daß es eine sehr . vortheilhafte Maßregel für den County Schatzmeister auf Kosten der Stadt ist. Drahtnachrichten. Schuldenzahlung. . Washington, 29. Dez. Der SchatzaatSsekretSe hat für zehn Millionen Dollars BondS zur Einlösung einberufen. I n"Fra ü e n kleid er n. .' Sk.ouiS, 29. Dez. ' Wm. E. Page, ein Bote der Adam Expreß Co.. wurde heute Nacht in Frauenkleidern verhasiet. Er wurde in die Privatofsice de Copt. Feuchter geführt, woselbst ihm $6.800 abgenommen wurden. Er war Expreßagent in Golden City, Mo., und hatte daS Geld und noch mehr dazu gestohlen. Wo das andere hingekommen, sagt er. wisse er nicht, denn er sei seit Weihnacht nicht mehr nüchtern geworden. Eisenbahnunfall. Logansport, 29. Dez. Aus der Chicago Abtheilung der Pan Handle Bahn stießen innerhalb der .Stadtgrenzen zwei Frachtzüge zusammen. Menschenleben gingen keine verloren, aber der Schaden ist sehr beträchtlich. Selbstmord. . B o st o n. 29. Dez. Heute Vormittag schoß sich die junge Frau des ProviantSuperintendenten William Mackin in der Osfice ihres Mannes in Faneuil Hall ejne Kugel in den Kopf, .Sie war erst 23' Jahre alt und seit 5 Monaten verheirathet. Bald nach der Hochzeit führten gewisse Umstände zu einer Trennung der Gatten. Die Frau begab sich zu Freunden nach JpSwich, während Mackin -die Scheidung betrieb. Diese Angelegenheit hatte, die junge Frau heute Morgen zur Osfice ihres Gatten geführt. Während Letztere? auf kurze Weile aüS der Osfice ging, um eine Depesche abzuschicken, feuerte die Frau auS einem für den Zweck gekauften Revolver zwei Schüsse auf '.sich ab. ' Die erste Kugel streifte den Hinterkopf, während die zweite hinter dem rechten Ohr in's Gehirn eindrang. Die Schüsse brachten den Superintendenten G. McKay, dessen Osfice nahebei ist, zur Stelle und derselbe fand Frau Mackin bewußtlos auf dem Boden liegen. Ein schnell herbeigeholter Arzt erklärte, der zweite Schuß werde wahr scheinlich einen tödtlichen Verlauf nehmen, und ordnete die Ueberführung der Unglücklichen in da städtische Hospital an. Conventionen GeschüftSrei . . s n d e r. Chicago, 29. Dez. Heute fand hier die Jahresversammlung des nordwestlichen - Vereins Geschäftsreisender statt. Etwa 500 Mitglieder waren 'an vrsend Die Zahl 'der Mitglieder beträgt 3,569. ' DU alten Beamten wurden rsiedirgewählt. .., '.' St.lh ouiS, 29. Dez. Die Jahresversammlung deS westlichen Verein! Geschäftsreisender fand heute hier statt. ES wurden neue Beamte gewählt und Röutinegeschäste erledigt. ' ' Ver Qabel. i Englische Politik.

London, 29. Dez. Am Samstag wird daS Ministerium über verschiedeue BillS berathen, welche dem Parlament in seiner nächsten Sitzung vorgelegt werden sollen. Ein Comite deö CablnetS ist speziell mit der Ausarbeitung eines Planes für Lokalvervaltung' innerhalb deS ganzen Königreichs betraut. ES '. wird' berichtet, daß Gladstone beschlossen habe, den Plan der Conservatl- , , t- . -.. 5 i

fto. 120 OK MarölM

den abzuwarten, ehe er mU dem selnigen hervertreten werde. Die kühle Aufnahme, welche der veröffentlichte Theil seine? Projektes von Selten der Liberalen, erfahren hat. hat Gladstone sehr unangenehm berührt. . , v A ... Gebissene ymer ik a n er. Paris. 29. Dez. Pasteur nahm heute Charles Kaufman von Franklin, N. I., und Dr. Ludwig Sattler von Orange, N. I., in Behandlung. Die vier Kinder von Nevark, Austin Fikae rald. Patsy Ryan, -Willie Lane und Patrick O. Reynolds kehren nächsten Samstag wieder hejm. Sie find alle wohl. . - Paris. L9, Dez., Präsident Grevy erhielt GratulaiionSdepekchen auS allen Ländern. Wach einer kurzen . KabinetSsttzung überreichte Premier Vriffon dem Prüsti denten seine Resignation. Er bemerkte dazu, daß er wünsche, sich auf ein Jahr vom politischen "Leben zurückzuziehen.' Die Majorität der R gierung bei Bewil ligunz'deS Tontin Kredits sei tl klein gewesen, um eine Negierung zu erhallen, und daS Resultat der Pariser . Wahlen sei eine weitere Ursache sür seine Nestgna tion. - ' - . Die Sitzung 'der i Deputirtenkammer schloß heute.' ' l ,. . ; .' Die deutsche Presse begrüßte' die An kündigung dzr Wiederwahl GrevyS als eine Versicherung dauernden Friedens zwischen Frankreich und Deutschland.' . D e r v e r r ü ck t e - B a i t r n k ö n i g. London, 29. Dez. Die Gläubi ge? deS Königs von Baiern bemühen sich um Gestattung einer Exccution gegen den Haushalt des Königs. Prinz Leopold, des Königs Onkel gestattete denGerichtS Vollziehern jedoch, keinen . Zutritt. Die drängendsten , Creditoren sind Künstler,' welche zusammen etwa Z80.000 Mark zu fordern haben." I -, D a S a f r i k a n i s ch e K ! i in a. ; Berlin. 29. Dez. , Von der West' küfte Afrika'S lief die Nachricht ein,' daß der Afrikareisende Büttner daselbst gestorben sei. ' ' 'j' ' mm i ' Marktpreise. :; 93 c l c it. Ro. 3 W. 91; 9!o. 2 roth. 90'. or. Na.z wtt U; ,lb 33 : gemischt ZZe . Hafer, a.l mi&k; gemischt ZSe. Roggen. ee. - l,t. ui.is. rS . ?u.co. chtnkn. 10c. suttrn. Sp ck. x. dr. ttt N. 7 Schwe in schmal,. 78e. hl. Fam.l, ,Z.7ö U.Co; Faney t.ld Xtra 3.0 13.10; tn !2.tt0-$2.. 9t r. ASt; tra Cto 20c Butitt. Creamera 2325;' Daira ir16e; (Sountrg 11 13c. j t--. . . H ühn r. 4cprWb. Turkea L. - artvff!. 0t rervush f l. - l.7-,2.U pr Brl. Vom VuSlande. . -'D as P r i v'a t v e x wogen deS Königs. Alfynso, größtentheils au? Wertpapieren der Banken, Eisenbahnen und Minen ; bestehend, wird auf - 200 Millionen Realen (ca. 10 Millionen Dollars) geschätzt. Die von demselben an verschiedene Verwandte und andere Personen geleisteten Zahlungen , an Pen sionen und Gnadengehältern würden bereits eingestellt. Jnsolange die Königin Wittwe nicht zu einer zweiten Ehe schrei tet, erhält sie vom Staatsbudget die Summe von 250,000 Pesetas (Francs) jährlich, gegen 450,000 Pesetas, die sie während ihrer Ehe erhielt. Die Prin zessin von Asturien., die gegenwärtig 500,000 Pesetas hat, erhält am Tage ihrer Proklamation als Königin die dem König bestimmten 7 Millionen' Pesetas. Die Jnfantin Donna Maria Teresia, die bis jetzt nichts erhält, bekommt vom Tage ihrer Proklamation ' zur Prinzessin von Asturien 500,000 Pesetas jährlich. Eeferino, der treue Kammerdiener und Vertraute König Alfonsos, der diesen auf allen seinen Wegen, selbst in die Ver bannung begleitete, hat der Königin Christine ein kostbares Armband überreicht, welches ihr vom König als (3t schenk für den 29. November, den sechsten Jahresteg ihrer Hochzeit, bestimmt gewe sen war. Jedes Jahr an diesem Tage pflegte, ihr der König ein gleiches Ge schenk zu machen und dam scherzhaft zu bemerken, daß, wie ber verdienstvollen Soldaten die vollbrachten Dienstjahre durch Ringabzeichen am Arme (Arm streifen) zum Ausdruck gelangen, so wünsche er, daß auch an : ihren Armen die Belohnung für die glücklichen Jahre, die er ihr verdanke, ersichtlich sei. . ' " E ine sehr beachtenswerte Broschüre geen die Spielhölle von Monte Carlo ist m diesen Tagen durch ein internationales Comite in Nizza sämmtlichen europäischen. Negierungen mit der Absicht ..zugestellt . worden, auf diesem etwas ungewöhnlichen Wege eine diplomatische Collectivaction, gegen den Fürsten . Carl III. von Monaco zu veranlassen. Diese interessante Broschüre enthält eine actenmäßlg zusammenge stellte Liste aller Selbstmorde, welche sich seit 1377 bis 1685 in Monte Carlo er eignet haben. . Die Totalsumme der auf diese schmähliche. Weise umgekommenen Versonen beträgt' eintausendachthunrt

Mche.

Dezember zsss. undzwanzig, d. y. fast so viele Köpfe, 'wie der Beherrscher, von Monaco überhaupt Unterthanen hat ! ' Die betreffende Liste enthält, den Namen, die Heimäth und daS Todesdatum der' Selbstmörder, so wie auch eine' Collectiv von Briefen, mit denen sie ihren Abschied, vom - Leben commentirten Fast alle verfluchten darin die Stunde, da' sie Monte Carlo gesehen haben. ' Auf Deutschland fällt ein Aebn tel . dieser Opfer. Italien, Frankreich und Rußland sind am stärksten, England . V. ar 11. 's je...-n ' rrrf'.r uiiu mciua am.icowarv nen rn Wiiutu denschaft, gezogen..., Die meisten. -dieser velvMörder. haben, 'Nachdem - sie ihr Vermögen dem Spiel-Moloch in den Ra chen geworfen, nicht einmal ein ehrliches Vegravmtz erhalten, sondern sind ohne Äang und lang aus . dem. ArmenkirchHof verscharrt worden. Wie verlautet, ist ' daS hochinteressante Material auf Veranlassung des. Italienischen (Zeneral Consuls in vla zusammengestellt wor den. Man 'darf: auf denl Effect dieser ....' Fi p r ' cm 'pn-. - vuollcttschen 2,camseslattonen gekannt fetN. " . 1 - Eine historische Persön. lichkeitient in aller Stille friedlich - als Logenschließer im Königlichen Op'ernhause i. RrT;' rvs snM A..!: 5 wknn. vw vt. yutuiiyc wti geant dessen Gewehr sich am 18. März rtJrtv.Prr- L - mm W m . W m " . iö4ö zusaulg auf oem scviotzpiatze ent lud und daS Signal zum Ausstände gab . i . . , i -1 D er Odess. List o v erzählt folgenden " ergötzlichen Vorfall auS dem Leben eines sibirischen - Schild. ' Die Stadt G." rm Gouvernement T. hatte L r jn . i .r . . . 7. oas ungmcr, ivr vtavlyaupt durcy den Tod zu .verlieren: - Die dortigen Kauf leute, bei denen er sehr -beliebe gewesen. wünschten. sein Portrait zu 'stiften und wandten sich zu diesem Zweck an die Moskauer Zeichenschule, speziell an den Professor der: historischen Malere; M. Scotti, mit folgendem klassischen Schrei ben : - Die dankbare" Kaufmannschaft der Stadt wünscht ?daS Gedächtniß des allgemein beliebten, gegenwärtig vernorvenen vtadtyaupts zu -ehren und ersucht darum ergebenst die Moskauer Zeichenschule, ein Portrait von ihm in Le bensgröHe anzufertigen.' Hierbei folgen 200 Rbl. S. baar und die ällerzuverlässigsteN Kennzeichen 'desselben." . Dieser Bnef enthielt weder ne Pbotoa'ravoie noch auch nur eine Zeichnung des Verporbenen sondern nur ein Blättchen, auf welchem verzeichnet stand: Sein Alter war öJ Jahre.und 6 Monate, seine Kör perlänge 2 Arschin9j,Werschok, Haar v c -.t f t r . i (w uno ugenorauen roryilcyorono, Augen grau, Siase, Mund Kinn- gewöhnlich, Gesicht glatt; besondere . Kennzeichen: schnarrt etwas beim Sprechen.".' - Prof.. Scotti übertrug die originelle Bestellung emem vurcy semen Humor -und feine Späße bekannten Zögling der. Zeichenschule, Astrachow, welcher ,in ein paar Tagen daS Portrait fertig gemalte hatte und an die Adresse sandte. Einige Zeit später ' traf aus Sibirien wieder , ein Brief Än Prof.' Scotti 'ein in welchem die Familie des Verstorbenen und die gefammte Kaufmannschaft der ehrbaren Stadt G.dem Künstler herzlich dankten, da sie das Portrait außerordentlich äbnttcy sanoen: i ... . In Dresden wird dem ächst die Hinrichtung deS wegen? Lust mordes zum Tode verurtheilten Handttbeuers und Carroussel-Gehllsen Ernst Gustav Kühnes aüS. Altfranken vollstreckt werden. ' .Der 26 Jahre alte K. wurde am 7. Juli d. I. für .schuldig befunden, am Nachmittag deS. ersten Psingstfeierta zes dieses JahreS das 6. Jahre alte Töch. terchen des Bahnarbeiters Schumann iu gfchärtnitz bei Dresden in ein verdecktes Carroussel gelockt, dort gemißbraucht nd bei oder nach dieser That ermordet t.u haben.' Nach der Ve'rurtheilung legte der Angeklagte ein Geständniß ab, 5 wo nach er die Tödtung des Kindes . mit der Behauptung-einräumte, der Mordgedanke sei ihm erjt nach resp, bei Ausführung des ursprünglichen Verbrechens beigekominen. --Da der sächsische- Landesscharfrichte? Otto Brand zu Pfaffroda am Ä3. ?!opember tödtlich verunglückt ist, so bat das Justizministerium den Bruder desselben ' zur' Nachfolge ' ernannt. In Sachsen - wird- bekanntlich mittels' der Guillotine hingerichtet Imverflossenen Winter iieß ein Unteroffin'er deS 1. Br. Art.. Reg. Nr. S in Mainz einen Soldaten mit Sack und Pack so lange in derStube dicht am alühenden Ofen Griffe machen,, bis ihm der Schweiß aus allen Poren' brach Alsdann jagte.' er denselben in den Hof und lseß' rhn bei 5 Grad'Kälte lange stille stehen, blS' ibm die Schweißtropfens buchstäblich 'anfroren. Die Folge davon' war, daß der Soldat krank wurde und nun -vollständig gelähmt ist ; er kann nicht mehr allein essen,noch sichl.:ankleiden Der Unteroffizier ri. ".? wuroe vom riegsgericyr zu emer fchwe ren Strafe verurtheilt und dem Mann wurde als Invaliden eine Pensior? von 57 Mark monatlich' zuetkannt. Es ist c. in . 01 ... er . ' 1 . vie vle yvlye ?pennon,vie ver, Staat bezahlt. . Nun' aber kann der Unglückli che, der stets noch' Jemand zu seiner Bedienung braucht unmöglich ' von diesem Betrage leben und hat datier durch einen hiesigen Ztechtsanwalt - eme ' Entschädigungsklage gegen den Militärsiskus an hängig machen lassen in welcher er, da er durch eine Militärpersön, die sich im Dienst befand, für immer zum Krüppel gemacht wurde, eine angemessene Ent. schädigung und 'zwar 1200 'Mark -pro Layr, WWU. : t u

' - '

1 " '

I . ' - I ' X; i . 4 . i - ' m

;-r' t 'tl

:r 0..

Ki)i(?MtSA C1$rl vn a -n 1 1 ytl v-n

usslttvr zwwiwi$ s vytyCBvG

. MeinenKunden und dem Publikum im Allgemeinen diene hiermit zur Anzerak. daß ich für, die Feiertage mit ewm reichhaltigen Lager folgender Artikel versehen bm': ' ' ' , ' ' - Taschenuhren. Wanduhren. Schmucksachen, silbs? und aoldplattirte Waaren, Brillen u. ts.

- Ich verkaufe zu mSalickki lli,

, r . , . - " T-.-.j... vv.VhY Ull(VCUiaU(i Bedienung. Zahlreichen Zuspruch sieht entgegen " A AM rr (xrr

'.A. Mermmttt,

'1

Ecke Harketund Delatoare Sir., Baldwin BloS.

tF Reparaturen feiner Uhren und 9 rT L!a r 4r.. i . uyr zeoen Avend.

-.9 -

Passende Äeujahrs-Geschcnke k

:a:

Wir fübreu ein rlchbalkas Lager in Teppichen, Draperien, Borhöugen, Schuhdcöeu, (TitTm,) Tischdecken und allen Verzierungen i " ; ;; zu schönen Hanbaröcitco. ' Alle Aufträge werden pünktlich besorg. Manfxch,nki

Eastrnann

R. 5 Ost WMugto Skaße. :Nöm ybi.

Herren-Kleider. .mxi dnall im Westen für 510 c e.rr- .. . . oeneiven

Extrafeiner

I

G.WW Sechs Dollars ,

0IIF EAGtLE

s 7 We Wasbington Straße, g 1.

FVMV '.:'f r: Fabrikanten. !:? V, vT

W

mtm aller

; 115 mt 117 Ost Washiugtin Straße, ' ' Fabrik: Süd Saft Str. . ' - ' ' . IJSWANAPÖLI0, - - - - - - - INDIANA,

wm 1. tes & Go,

Hi ; f

Großhändler in

32

ffilfl-

129 Süd Meridian Straße.

, '

Jltbianapolio.

WJ-JLAxtfA'A AJL

ic;

iwvwyi'p

4 ' Taschen-Uhren, Schmucksachen jeder Art. Novelties. Täglich treffen neue Sachen ein. Mäßige Yreise.

m

. W4t . A .MMm, ;

. No. 23 West Washington Straße. h . l' ' - '

Nummer 100.

N:?, ,, ...e.a.n... Schmucksachen eme Spnialität. 8

. 8MßiLksr L88

Herren-Kleider. ganz wollener QO erkauft. Wir verkaufen Ihnen r für CL0THING C0HIP., &o und Kleinhändler in ? L MdWvSU,

JlL JJKJ

ST

W

utwdm.

4 , , . J .

, .

: .-' "