Indiana Tribüne, Volume 9, Number 98, Indianapolis, Marion County, 28 December 1885 — Page 1
His KK Avifw iMvh tfWrfsV y 'VUJ l i , V Jahrgang 9. Office : No. 120 OK Marhland Strafe. Nummer 98. Indianapolis, Jadiaaa Montag, den 28 Dezember 1883.
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WkltruSiichten Waslz tngl in. D. C.. 28. Dez. Regen, daraus wärmere?, schöne? Wetter. Ausgegeben. Will e ö darr e. . 28 Dez. Weitere Versuche, in den Stollen vorzu dringen, in welchem sich die Verunglück ten befinden, sind ausgegeben worden. So schnell wie der Sand weggeschafft wird, wird anderer angeschwemmt, und die Leichen sind wahrscheinlich tief unter Sand und Geröll begraben. Miliz. Ch i ca g o. 23. Dez. In lieberem I immun q mit dem neuen Gesetze werden die Jllinoser Milizen in sechs Regimenter Infanterie. 2 Bataillone Kavallerie und 2 Batterien Artillerie konsolidirt. Wahrscheinlicher Raubmord' Dayton, O, 27. Dez. John R. Baker von der SoldatenHeimath, früher dem 3 Iowa Artillerie-Regimente an gehörig, wurde heute bei einer Wirth fchast im westlichen Stadttheile todt ge. funden. A.s er zur Stadt kam. hatte er fast $200 in feinem Besitz. Nur 50 (518. fand man an seiner Person. DieNachbar schast wimmelt voller anrüchiger Lokale und man vermuthet, daß er zuerst be raubt und dann mit vergifkttemSchnappS abgethan wurde. Drahtnachrichten. Der Streit in der polischen Kirche. Detroit. 27. Dez. AlS gestern wider das Erwarten der polischen Katholiken der Bischof die St. Albert. Kirche nicht öffnen liefe, z?gen etwa 4000 der Gläubigen nach dem Hause des Bi schofS und versuchten einen Angriff aus dasselbe. Die Polizei wehrte denselben ab. Auch einen Angriff auf die Kirche wufete sie abzuwehren. Einige Stunden später versammelten sich 2000 Menschen und zogen nach dem Hause des GrocerS ZeltowSki. der sich mißliebig gemacht hatte und eröffneten ein förmli ches Bombardement mit Steinen aus dasselbe. Der Polizei gelang eS erst nach schwerem Kampfe die Wüthenden zurückzutreiben und mehrere derselben zu verhalten. Der Advokat Larned wurde von einem Steine am Kopse getroffen, dab er be wubtloS niederstürzte. Der Bischof ist entfchlosien. die Kirche nicht eher zu öffnen. alS bis sich die Ge meinde feinem Gebote unterwirft und DombrowSki als Pfarrer annimmt. Man glaubte, dab unter den Polen heute Morgen wieder Streit auöbrechen würde, und eine Polizeiforce wurde in Bereitschaft gehalten. ES entstanden jedoch keine ernstlichen Unruhen. Bloß einige Betrunkene wurden verhaftet. Der Bischof sagt. da& Pfarrer Kola sinsky deS unmoralischen Betragens angeklagt war, und dab die Beweise gegen ihn so überwältigend waren, daß er ihn absetzen mubke. Der Bifchof hofft, dab die Gemeinde die? noch einfehen und den Mann aufgeben werde. Dagegen sagt KolastnSky, dab er un schuldig sei. Er sei verleumdet worden und man habe ihn verurtheilt, ohne ihn zu hören. Er werde hier bleiben und nicht von der Stelle welchen. Dynamit. Chicago, 26. Dez. Kurz nach 9 Uhr heute Morgen fand der Kutscher deS ?kudae Lambert Tree auf der Veranda deS Hauses eine Blechbüchse elgenthumli cker Conltruktlon. kr trug vle elbe tora sältia nach einem leeren Platze und in formirte die Polizei. Einige Polizisten trugen sie nach dem veeuier, zunoeien den an der Büchse behördlichen Zunder an und eine furchtbare Explosion erfolgte bald daraus. AlS man die Büchse fand, zeigte sich'?. dab der Zunder gebrannt Hatte und auS aeaanaen war. Tree befindet sich zur Zeit als Gesand ter in Brüssel. Eine besondere Ursache sür die Tbat lernt sich nicht entdecken. Bis itkt bat man keine Spur von den Thätern, und in Abwesenheit aller An Haltspunkte legt man die That den Anar chisten zur Last. Die Polizei beschäftigt sich aufö n gelegentlichste mit der Sache. Die Chicagoer Sozialisten. Chicago, 27. Dez. Gestern hiel. ten die Sozialisten eine Versammlung ab. welche von etmi 1500 Personen besucht war. Gegen die Erwartungen Vieler wurde die gestrige Dynamitsensation gar nicht berührt. George Schilling hielt eine Rede, worin er die Einführung deS achtstündigen Arbeitstages besürsortete. Paul Grottkau sprach über denselben Gegenstand und tadelte die Anarchisten wegen der ablehnenden Stellung, welche iti zu dieser Frage genommen haben.
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Folgende Resolutionen wurden ange nommen : Beschlossen, dab die Versammlung die heuchlerische und unfreundliche Stellung verdammt, welche die Anarchisten in Bezug auf da? Verlangen der Proletarier nach dem achtstündigen Arbeitstag ein genommen haben, weil sie dadurch der Sache bedeutend schaden. Schwerer Sturm. St. John, 27. Dez. Am Samstag Nachmittag erhob sich ein wüthender Schneesturm bei heftiger Kälte. Der selbe erstreckte sich die ganze Küste entlang und man erwartet, von vielen Unglücks fällen zu hören. Eisenbahnunglück. New Roch eile. N. Y. 27. Dez. Während der Nacht hatte der Sturm die Platsorm deS Bahnhofes in Pethamville Station davongetragen und dieselbe blieb auf dem Geleise liegen. Gegen Morgen stieb ein Pasiagierzug gegen dieselbe, entgleiste, und Lokomotiv', Ten der und Postwagen stürzten den Bahn dämm hinab. Der Heizer fand seinen Tod. ein Postclerk wurde sehr schwer, drei andere wurden leicht verletzt. Berha stung eines Postcle rkS' DeS MoineS. Ja. 27. Dez. William West, Clerk im hiesigen Post. amte, wurde wegen Unterschlagung rc gistrirter Briefe verhaftet. Vr Kabel. AuS Deutschland. Berlin, 27. Dezember. Der Kaiser brachte den WeihnachtStag beim KrönPrinzen zu. In ganz Deutschland herrscht grobe Kälte. In Ostpreuben, in Lothringen und in den Ardennen treibt der Hunger die Wölfe auS den Wäldern, und die Bestien richten groben Schaden an. Das Ministerium hat ein Cirkular erlassen deS Inhalts, dab der Kaiser nicht wünsche, dab der süns-und-zwanzigste JrhreStag seiner Besteigung deS ThroneS von Preußen gefeiert werde, weil der zweite Januar der TodeStag feines Bru der Friedrich Wilhemö deS Vierten fei. Die Feier wird deshalb am 3. Januar stattfinden. Der Abgeordnete Rlckert hielt in Bre men eine Rede bei einer politischen Ver sammlung. Die Versammlung fable Beschlüsse welche gegen die Schaffung eines RegierungSmonopolS auf Schnaps gerichtet waren. Die Situation in England. London, 27. Dez. Der .Econo mist" sagt .in Bezug auf die politische Situation : .Die ZorieS und Libera len haben sich einander genähert und hg bm beschlossen, den Vorschlag Parnell'S für ein unabhängiges irisches Parlament zurückzuweisen. Parnell versucht daS Unmögliche, mit 85 Mitgliedern die Poli tik sür 554 zu diktiren. S ch a ri, ü tz e ! zwischen Ser. den und Bulgaren. Sofia, 27. Dez. Serbische Trnp. pen machten heute einen Angriff auf ein bulgarisches Grenzdorf und wurden zurückgeschlagen. Die Präsidentschaft der französischen Republik. Paris, 27. Dez. Premier Brisson weigert sich für die Präsidentschaft zu kandidiren und sucht dje Republikaner zu veranlassen sür Grevy zu stimmen. Pei einer Versammlung der Rechten wurde beschlossen, für Grevy zu stimmen, wenn derselbe kandidirt. DaS gelobte Land deSFrei Handels. London. 27. Dez. Da Elend ist grob. Die Noth unter den Armen Eng landS ist entsetzlich. Täglich während der letzten vierzehn .Tage konnte man an den Wersten Tausende von hageren, in gumpen gehüllten Gestalten sehen, welche bereit waren jt einander zu balgen, um beim Einlaufen eine SchiffeS sich zu kurzer Beschäftigung für 40 Cent per Tag vorzudrängen. Ueberall ist daS Geschäft schlechter, all e vor einem Jahre war. Dabei werden die LebenS mittel theurer, weil die Kleinhändler wegen des Kredits, den sie zu geben ge zwungen sind, sich durch höhere Preise zu entschädigen suchen. Die Aussichten sör die Schste Zeit sind sehr trübe. Marktpreise. Veiten. . 2 . 91c; No. 2 rrth. 90. . R,.2w,ßtt; geloaic: gemischt e, Sa ser. R,. 2 wejK gemischt 2ve. g g e n. 60c. lt. ! 11.25. H . I13.CO. chtnkin. 9X Schultern, dc. Spk. x. S t t n. 7e Schwein schmal. 7,-8. hl. Fam.l, 3.75 14..0; Fane, $1.40 $1.50; ffltra $3 IX 13.10; Fettt 2.80-$!. 9t x. 15e; im tr zo. utter. Ereamern 23.-23; Palr, 1E 16; Lountr, 11 13c. Hühner. 4pr Vsd. kurk, Kartoffeln, exervufh. epfel. $l.7d-$?L3,errl. w. xurreicc.
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New V 0 r k, 27. Dez. Angkkom. men : Germanic" von Liverpool. N e w V 0 r k. 27. Dez. Angekom men: .Servia-von Liverpool. Q u e e n S t 0 w n, 27. Dez. Der Dampfer Gallto", Capt. Murphy. von Liverpool, ist heute nach New Pork ab gefahren. ! Vom Auslande. Die Errichtung von Volkskaffeeküchen in Deutschland behufs Be kämpfung der Trunksucht ist im Aufblü hen begriffen und zwar namentlich im nordwestlichen Deutschland. Auch in mittelgroßen Städtenj und namentlich an Wochen und Jahrmärkten, machten die Arbeiter und Landleute von dieser Einrichtung fleißig Gebrauch. Neu dürf te sein, daß ein 3)!ensthensreund in der Nähe von Jena mitten auf der Land straße eine Art fliegende Kaffeeschänke" errichtet hat. Es ist einfach ein Geräth zum Kochen ausgestellt, unter welchem beständig eine Flamme brennt, so daß jeder Vorübergehende sich ohne längeren Aufentbalt an dem edlen Mokka erlaben kann. 'Als Entgelt wird, laut Jnschrist an einem Baum,ersucht, füreden Becher einen Betrag von 3 Pf. in die bereit stehende Kasse zu erlegen. Die Einrichtung ehrt ebenso den Spender als die dortige Arbeiterbevölkerung. Der Voss. Z." wird aus Petersburg geschrieben : In einem ent legenen Theile des kaiserlichen Parks zu Gatsckina ist eine allerdings nicht uner heblich beschädigte Venusstatue entdeckt worden. Hiesige Künstler halten sie für griechischen .Ursprungs. Die Ausfüh rung ist von hoher Vollendung. Sie ist in die hiesige Eremitage übergeführt worden, wo sie von dem Bildhauer M. A. Tschishoss restaurirt wird. (Das wollen wir doch nicht hoffen ; vorausge setzt, daß es sich um ein griechisches Werk handelt.) In der vereinigten Haupt städtischen Sparkasse zu Pest ist ein Raub versuch vorgekommen, der das größte Aufsehen verursacht.,.. Der Diener einer Anstalt, der mehrere tausend Gulden für eskomptirte Wechsel in der Tasche trug, wurde auf der Treppe von einem Mann, welcher der Geldzahlung zugesehen hatte, meuchlings mittels eines Stemmeisens niedergeschlagen. Die Hilferufe deö Ueberfallenen veranlaßten den Räuber, die Flucht zu ergreifen, auf welcher er vom Pförtner dingfest gemacht wurde. Die Strafkammer zu Eberswalde hat ein Fräulein Kornstädt auS Freienwalde wegen fahrlässiger Tödtung zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Bei dem Bruder derselben hatte ein Referendar Jordan zur Miethe gewohnt, und auch die Besorgung der Heizung sich ausbedungen, was die An geklagte übernommen hatte. In Folge zu. zeitigen Schlusses der Ofenklappe starb nun der Referendar, der erzleidend war, an Kohlenoxydvergiftung, und im Hinblick darauf erfolgte die Verurtheilung. Ueber Kinderehen und Wittwenstand in Indien wird aus Lon von geschrieben : Wie es scheint, macht die Agitation gegen die Kinderchen und den zwangsweisen Wittwenstand in In dien selbst unter den Eingeborenen große Fortschritte. Selbst Missionäre dürfen es jetzt wagen, gegen diese unsittlichen, gememschädlichen Gebräuche ihre Stim me zu erheben. Vor Kurzem hielt ein Mr. Slater in Bangalore in einer Ver sammlung, die von über 2000 einfluß reichen Hindus besucht wurde, einen Vortrag über den Gegenstand, und statt Mißbilligung fand er Beifall und Dank seitens der Zuhörer. In der täglichen Presse pon Bpmhgy veröffentlicht eine Hindu Vame ein? Reihe mit großer Schärfe und Heftigkeit verfaßter Briefe geen die Gesetze Manus, welche die Hmdufrauen zur Sklaverei verurtheilen. Diese Kundgebungen einer außerordent lich gebildeten Hindufrau haben in der englischen und Hindupresse eine wahre Sensation hervorgerufen. Von besonde fem Jntfresse tvar ihr Brief über den Wittwenzwang. Bloße Aablen können das tiefe Elend und die bleibende Ent Würdigung deS Geschlechts kaum aus drücken. Doch schätzt der auf den letzten CensuS gegründete Rapport der Erzie bungskommission ihre Zahl auf 21 VZil ljonen. Die Hindudante heschreivt aus eigener Erfahrung, wie das greise Haupt einer Hindufamilre seine Kreaturen aus schickte, um für ihn eine 10 oder 12 jährrge Frau aufzutreiben, und wie er zu gleicher Zeit seine 15jährige, eben zur Wittwe gewordenen Grobtochter ermun terte, die ihr vom Gesetz vorgeschrie bene Einsamkeit bis ans Lebensende slls fifle Gühne. für dZe in einem frühexen Zustande begangenen Sün den anzusehen. Auch die Gerichtshöfe haben gegen die Willigkeit der von Km Hern eingegangenen Verlöbnisse ein Ur theil gefällt, dgz als PrSkedenzfall von Dichtigkeit ist. Por etwa 80 Jahren wurde ein Hindumädchen im zartesten Alter einem jungen Knaben angetraut. DaS erste Verlöbniß wurde in richtiger Form vollzogen. Im Laufe der Jahre wuchs das Mädchen zu einer edlen hoch gebildeten Frau heran. Auch mit dem Knaben giing eine Aenderung vor. Er erfuhr, dav seine Braut eine reicht Erbin sei, und statt zu arbeiten, lag fr dem
Müfetaaana ov und vernel einem vanm
tUn. Als die anberaumte Zeit kam, wo das Verlöbniß durch den zweiten Ehe schluß sollte erfüllt werden, weigerte sich das Mädchen, ihn zum Gatten zu neh' men. Er wollte sie zwingen und strengte ;u diesem Zweck einen Prozeß vor der High Court an. Aber das vom Richter gefällte Urtheil gab der Frau Recht. In Wien hat sich ein Co mtte gebildet, um für die dort lebenden ..Deutschen aus dem Neick" ritt inm : gesellige Vereinigung herbeizuführen. I Tier HrttfArtffr Sll.; r c.:. "H"! ,v vvup, Ui tlUt Bereitwilligkeit erklärt, das Protectorat über den zu bildenden Verein zu übernehmen. Schon sollen 70,000 Gulden beisammen sein. Man beabsichtigt, so bald die Mittel des Vereins dies gestatten, ein Deutsches Haus" zu gründen, das den Reichsdeutschen ein Heim werden soll, wo sie täglich Landsleute und Be kannte treffen, für den neuen Zuwachs aus dem deutschen Reiche aber ein Stelldichein, das ihm sofort das gesellfchaft liche Leben Wiens erschließen soll. Der Lerein soll nach seinen Statuten zugleich die schon lange bestehenden deutscben Hilfsvereine nach Möglichkeit unterstüt. ;en.. Das Neueste in der Pa piersabrikation sind die Papierhausschuhe. Ein Fabrikant in London hat sich sein Verfahren. Hausschuhe aus Papiermasse herzustellen, patentiren lassen. Er nimmt für die Obertheile Papieriuachee und macht die Sohlen aus Pappe, Lederkarton oder dergleichen. Ober- und Untertheil werden mit Leim fest verbunden ; die Sohle erhält je nach Wunsch einen Absatz oder wird ohne einen folgen angefertigt. Ebenso hält man es mit dem Futter der Schuhe, das man entwe der beifügt oder wegläßt. Ein arger Gerichtsscandal spielte sich kürzlich vor dem Schwurgericht in Crcscia ab. Der Proceß dauerte bereits zwei Tage und schon waren 30 Belastungszeugen verhört, da er suchte plötzlich einer der Geschworenen, dem die Sache zu langweilig wurde, den Präsidenten, mit lauter Stimme, die Verhandlungen zu schließen und keine Zeit mehr damit zu verschwenden, da er und seine College von der Schuldfrage längst überzeugt seien. Andere Geschworenen protestirten heftig dagegen, ebenso die Vertheidiger. Es entstand ein beftiger Streit, in welchem der Präsident durch heftige Bewegungen der Glocke Ruhe zu schaffen versuchte. Da auä das Publikum sich einmische, mußte di Sitzung verlogt werden. Br e aynlvttiiersrau Schultz aus Kämmersdorf, Ostpreußen, hatte eine kranke Tochter, und da sie erfahren hatte, daß die Tischlerfrau Kroll und ihre Tochter Emma in Elbing sehr geschickte Kuren ausführten, so wandte sich die Schultz an Letztere. Die Kroll fand sich in Folge dessen wiederholt mit ihrer Tochter in Kämmersdorf ein und ließ sich für jeden Gang 6 M. bezahlen. In Ermangelung von ttel'o wurden auch andere Gegenstände in Zahlung genom men. So war Frau Schultz um ca. 100 geprellt, als sie diesen Verkehr abbrach. Frau Kroll und Tochter fanden nun reichlichen Ersatz an einer Frau Kühn aus Wenzelwalde, . deren Tochter einen skrophulöfen Ausschlag im Gesichte hatte. Jede Reise nach Wenzelwalde ließ sich die Krcll aber mit 15 M. bezahlen. Da die Medizin auch hier - nicht anschlug, so erklärte di Emma Kroll im August dieses Jahres der Frau Kühn, ihre Tochter wäre behext. Der Teufel sollte ausgetrieben werden. Zu diesem Zwecke mußte Frau Kühn die kranke Tochter mit einemPacket nach Elbing senden, welches einen neuen Anzug und eine bedeutende Summe Geld enthalten mußte. Hierauf fuhr die Em ma Kroll mit der Kranken auf einen hohen Berg bei Bestendorf. Auf der Hohe angekommen, mußte die Kühn nieder knieen und ml.t zum Himmel erhobenen Händen drei Vaterunser beten, während die Kroll hinter dem Rücken der Kühn allerlei Hokuspokus trieb. Die Krank heit wurde durch Mest Procedur nicht gehoben, und so wurde eine zweite Reise, wieder mit iincm Packet neuer Kleider und reichlich Geld, nach Jäskendorf bei Mondschein angetreten. Der Teufel wollte auch hier nicht weichen, die Mut' ter der Kühn berechnete, daß sie an die Kroll außer Kleidern, Wäsche zc. etwa 177 M. gezahlt hatte und brachte die Sache ;ur Anzeige. Emma Kroll wurde ui 9 Monat und ihre Mutter zu 6 Mon t Gcsängneß verurtheilt. Ueber weitere derartige Betrügereien schwebt die Untersuchung. Ueber den Zustand der serbischen. Armee' vor dem Eintritt der Waffenruhe schreibt ein Belgrader Cor respondent des Llohd" : In jenem Augenblick, als Graf Khevenhüller intervenirte. soll glaubwürdigsten Meldungen zufolge die serbische Armee in Folge der unbegreiflichsten Nachlässigkeiten der militärischen Administration fast wehrloS gewesen sein. .,Nous n'avions plog de ballee" (Wir hatten keine Ku geln mehr), betheuerte mir ein imKonak viel verkehrender gelehrter Herr, und, meine Informationen basiren durchaus nicht auf dieser Phrase der totale Mu nitionsmangel der Infanterie hatte schließlich zu jenen ungleichen und mörderischen Handgemengen und Bajonettgefechten um Pirot geführt, welche den serbischen Soldaten wohl ein neues Zeugniß der persönlichen Tapferkeit aus, stellten, allein auch die Möglichkeit clneS Erfolges ausschlössen.. - -:
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